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Dual mit neuen Plattenspielern ?

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Beitrag
8bitRisc
Inventar
#1 erstellt: 18. Sep 2019, 19:11
Hallo zusammen,
in einem anderem Thread bin ich auf einen neuen Plattenspieler aus dem Hause Dual aufmerksam gemacht worden.

Hier die Vorstellung auf der Seite von likehifi.de:
Dual Primus Maximus

Es handelt sich um einen auf 100 Exemplare limitierten Edeldreher mit Direktantrieb.
Später sollen laut Beschreibung weitere Modelle (manuell und vollautomatisch) folgen.

Ich bin gespannt was Dual für den Normalverbraucher bringt.
WBC
Gesperrt
#2 erstellt: 18. Sep 2019, 19:33
7000,-...warum nicht...?

700.000 Umsatz - bei geschätzten 75.000,- Materialeinsatz...könnte reichen...

Um erneut ins Gespräch zu kommen, auf jeden Fall...




[Beitrag von WBC am 18. Sep 2019, 19:38 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#3 erstellt: 18. Sep 2019, 21:58
Fällt für mich schonmal flach. Da kann ich kein AT3600L montieren, Antiskating geht nur bis 3g.
Schade, sonst hâtte ich ihn mir sofort vorbestellt.

Für 7000 € hätte ich zudem Massivholz und nicht MDF mit Furnier erwartet.
Hoffentlich ist das wenigstens aus tropischen Hölzern aus dem Regenwald.

Klar ist der wahrscheinlich gut verarbeitet, aber Hand auf's Herz, für den Preis bekommt man mehrere Premium Geräte von Pro-Ject. Was soll daran jetzt innovativ und besser sein?

Oder ich kaufe mir 5 alte DUAL Plattenspieler, lasse die in einer Fachwerkstatt komplett überholen, montiere ein gutes System, habe immer noch Geld gespart und Geräte, die weitere 30-40 Jahre laufen.
Und ein schönes Echtholz-Furnier aufzubringen ist weder schwierig, noch teuer. Dazu gibt es hier im Forum genügend Beispiele.

Ich hätte mir eher einen schönen neuen Plattenspieler mit Automatik gewünscht, der den Qualitätsstandards eines guten alten Drehers entspricht, und nicht sowas. Damit hätte man sich von der restlichen Masse wenigstens abheben können.

Ob jemals jemand einen eigenen Dual Primus Maximus hier im Forum vorstellt? Ich bin gespannt. Bekloppte gibt's ja genug.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 18. Sep 2019, 22:29 bearbeitet]
Passat
Moderator
#4 erstellt: 18. Sep 2019, 22:25
Der Primus Maximus ist nicht von Fehrenbacher!

Fehrenbacher hat mit dem Gerät absolut gar nichts zu tun.

Der Primus Maximus stammt von DGC, dem Rechteinhaber an dem Markennamen Dual.
Fehrenbacher hat nur eine Lizenz von DGC, Plattenspieler unter dem Namen Dual anbieten zu dürfen.

Das Gerät ist übrigens eine Neuentwicklung.
Da kommt kein Hanpin-Antrieb von der Stange zum Einsatz, sondern eine Eigenentwicklung.
Auch der Rest ist nicht von der Stange, sondern selbst entwickelt.

Was Massivholz angeht:
Das verwendet man aus gutem Grunde kaum, auch nicht bei Möbeln.

Massivholz arbeitet nämlich rel. stark bei Temperatur- und Luftfeuchteänderungen.

Und so etwas will man bei einem Plattenspieler nun gar nicht haben.
Einen Plattenspieler mit Massivholzzarge kann man glatt als Fehlkonstruktion bezeichnen.

Und was eine Automatik angeht:
So etwas wird von Käufern von Plattenspielern in dieser Preisregion schlicht abgelehnt.
Das Gerät wäre damit nahezu unverkäuflich.

Irgendjemand hat mal in den 80ern das Märchen in die Welt gesetzt, das eine Automatik klangverschlechternd ist.
Und dieses Märchen hat sich seit dem in den Köpfen festgesetzt.

Je teurer ein Plattenspieler, desto spartanischer muß er sein.
Es gibt sogar Geräte, bei denen der Tonarm nicht einmal einen Lift hat.
Und Geräte, bei denen man zum Wechsel der Geschwindigkeit den Riemen von Hand umlegen muß.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 18. Sep 2019, 22:31 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#5 erstellt: 18. Sep 2019, 22:34
Hallo Roman,

gut, dann ist er nicht von Fehrenbacher, habe ich gelöscht.

Das mit dem Echtholz ist klar. Verzeih, dass ich nicht auf ein wenig Zynismus hingewiesen habe.

Ganz klar ist, dass das Ding nichts kann, was andere nicht können und preislich mMn einfach völlig überteuert ist.


Das Gerät ist übrigens eine Neuentwicklung.
Da kommt kein Hanpin-Antrieb von der Stange zum Einsatz, sondern eine Eigenentwicklung.
Auch der Rest ist nicht von der Stange, sondern selbst entwickelt.

Ja ne, ist klar - Neuentwicklung - Ganz toll - Ist ja der Wahnsinn!!! 🤭
Man kann natürlich dem Marketing Geschwurbel glauben und sich alles schön reden.
Ich habe jetzt Joghurtbecher erfunden, bei denen der Aludeckel nicht unten ist! 😄 Wolle kaufen? Streng limitiert, nur 125,90 €! 🤫


Je teurer ein Plattenspieler, desto spartanischer muss er sein.

Aha! Ist wie bei Damenwäsche, verstehe! 🤔


Und was eine Automatik angeht:
So etwas wird von Käufern von Plattenspielern in dieser Preisregion schlicht abgelehnt.
Das Gerät wäre damit nahezu unverkäuflich.

Soviel zu den Bekloppten!


Irgendjemand hat mal in den 80ern das Märchen in die Welt gesetzt, das eine Automatik klangverschlechternd ist.
Und dieses Märchen hat sich seit dem in den Köpfen festgesetzt.

Damit gehe ich völlig konform.


Es gibt sogar Geräte, bei denen der Tonarm nicht einmal einen Lift hat.
Und Geräte, bei denen man zum Wechsel der Geschwindigkeit den Riemen von Hand umlegen muss.

Ich glaube, ich verkaufe mein Auto mit Automatik, Assistenzsystemen, Tempomat und Navi und hole mir einen neuen Lada. Der hat wenigstens nicht mal Airbags, nur gegen Aufpreis. Ist auch eine Eigenentwicklung! 😂

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 18. Sep 2019, 23:14 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 19. Sep 2019, 05:41
Hallo

die Antriebstechnik basiert auf den Langer 7, ist also ein Direktantrieb erster Sahne http://www.langer-audio.de
auf dem Niveau von Brinkmann

Herr Langer ist auch Eigner von "Dualfred" und daher auch bei den klassischen Duals engagiert.

Ich denke das ist ein Versuchsballon: ein Direktdrive mit zumindest Halbautomatik und bis ca. 1000 Euro wäre dann etwas was
mich auch zum Nachdenken bringen würde.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 19. Sep 2019, 05:43 bearbeitet]
Vinuel
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 19. Sep 2019, 07:20
Präziser Direktantrieb und "masselose" Auflagekrafteinstellung sind aber schon sehr cool und werden so nicht mehr angeboten. Lasse mich da gerne korrigieren, aber ich glaube diese Auflagekrafteinstellung per Feder ist sonst nur bei Vintage Tonarmen möglich?

Das Design spricht mich persönlich nur wenig an. Die anderen Plattenspieler sind viel schöner, imho. Aber das wichtigste ist doch, dass es wieder hochwertige Plattenspieler gibt mit Direktantrieb.
Passat
Moderator
#8 erstellt: 19. Sep 2019, 08:09
Auflagekrafteinstellung per Feder gibts bei allen Duals von Fehrenbacher, also denen, deren Typbezeichnung mit "CS" anfängt.
Auch bei den aktuellen Modellen.
Ebenso wird das Antiskating da per Feder erzeugt.

Und natürlich bei den Fehrenbacher-Thorens (TD 158, TD 170, TD 190, TD 240).

Grüße
Roman
Vinuel
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 19. Sep 2019, 08:57
Danke, habe nicht drauf geachtet, dass die erschwinglicheren Duals und Thorense das auch schon haben!
8erberg
Inventar
#10 erstellt: 19. Sep 2019, 09:24

Passat (Beitrag #8) schrieb:
Auflagekrafteinstellung per Feder gibts bei allen Duals von Fehrenbacher, also denen, deren Typbezeichnung mit "CS" anfängt.
Auch bei den aktuellen Modellen.


ab CS 455-1 ist der kardanische Tonarm mit Auflagekraftgenerierung per Feder bei Fehrenbach-Dual verbaut

Die eh nicht empfehlenswerten 415, 420, 435 und 440 verfügen nicht über die Auflagekrafteinstellung per Feder, ebenso ist es bei den "Schwestermodellen" mit Thorens-Label.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 19. Sep 2019, 09:25 bearbeitet]
Starflow
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 19. Sep 2019, 10:15
Hallo,

ich finde es toll, daß dieser Direktantrieb (Langer) entwickelt wurde und mit Dual in Verbindung kommt, aber hätte mich gefreut, wenn die neuen Tonärme von Fehrenbacher vom CS550 oder CS 600 hier montiert worden wären, denn dann hätte man einen 700er mit Direktantrieb, der auch nach Dual aussieht und nicht ein Langer, der einfach ein Schild mit "Dual" aufgeklebt bekommt. Aber man kann nicht alles haben. Aber der Tonarm des Primus Maximus (, ..hm Name erinnert mich irgendwie an "Schw... Longus" vom Film ´Das Leben Des Brian´ und immerhin wäre so die Silbe "Lang(er)" dabei, Spaß beiseite) besteht hier z.T. aus Bauteilen eines Mittelklasse-604-Duals verbunden mit einem Carbon-Arm alla Pro-Ject-Design, das ist irgendwie seltsam und irgendwie paßt dieses Preissegment auch nicht auf einen Dual. Außerdem ist das Industriedesign von Dual immer auch markentypisch gewesen und ich frage mich: wird hier nur noch der Name Dual quasi ohne ausreichenden Bezug benutzt? Die Firma Dual gibts halt nicht mehr, wenn überhaupt, dann sind es die Fehrenbacher-Duals, die noch die Berechtigung haben, sich in der Dual-Tradition zu sehen, finde ich.

Wie gesagt: ein 700er mit Direktantrieb für 2-3 tausend Euro und mit o.g. Dual-Arm von Fehrenbacher fänd ich toll, aber diese 100 Sonderexemplare sind für mich kein Dualdreher, sondern eindeutig ein "Langer" mit reingezwungenen 604-Alibibauteilen.

Aber technisch sinds wohl sicher tolle Geräte, kein Zweifel, ich frag mich nur, wer sich damit identifizieren kann in diesem Preissegment, deshalb auch als "Versuchsballon" seltsam.

Grüße
Christian


[Beitrag von Starflow am 19. Sep 2019, 10:18 bearbeitet]
Passat
Moderator
#12 erstellt: 19. Sep 2019, 12:10
Da sind keine 604 Alibibauteile dran, sondern der Tonarm ist auch ein Neuentwicklung.
Er lehnt sich nur im Design an die 70er Jahre Tonarme an.

Aber es sollen ja noch kleinere Modelle kommen.
Evtl. dann auch in Zusammenarbeit mit Fehrenbacher?
Der alte Fehrenbacher ist ja inzwischen gestorben und die Nachfolger haben evtl. andere Ansichten, was z.B. die Zusammenarbeit mit anderen Firmen oder Neuentwicklungen angeht.

Grüße
Roman
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 19. Sep 2019, 12:13
Hallo,

zum Spekulieren kann man viel finden.

Ich denke weder dem Handel noch den Endverbrauchern kann man die Situation bei Dual und das Problem mit Markennamen-/Rechten usw. erklären.

Dem wäre es wohl am Allerliebsten wenn die Dreher in vernünftiger Qualität (vielleicht sogar "Made in Germany") zum guten Preis zu haben wären.

Peter
Passat
Moderator
#14 erstellt: 19. Sep 2019, 12:19
Die Fehrenbacher-Modelle sind mit Ausnahme des aktuellen CS 410 (der ist ein Zukauf aus China) alle Made in Germany, sogar Made in St. Georgen.

Und der Primus Maximus ist auch Made in Germany.

Grüße
Roman
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 19. Sep 2019, 13:26
Hallo,

jo, der 410er is ne Hanpin-Kiste und gibts mit Aufdruck "AT" über "Marantz" bis "Sony" unter fast jedem "Markennamen"... ohne das die Kiste dadurch besser werden würde.

Ich kenn das "Werk" in St. Georgen, ca. 10 Leute schrauben da Tag für Tag ca. 100 Dreher zusammen, ein Bekannter war da mal vor ein paar Jahren bei einer "Betriebsbesichtigung".

Rechtlich ist es ja so, dass damals Schneider den Namen "Dual" an Karstadt lizenziert hat, die unter dem Namen fast alles Elektronische in ihren Läden verhökert haben, aber das wollte nicht so richtig zünden.

Danach ging der Markenname "Dual" (die Rechte für die USA waren längst verkauft) mit der Pleite von Schneider wirklich durch dunkeltiefe Täler, bis DGC in Landsberg die Möglichkeit hatte die Marke zu kaufen.

Fehrenbacher hat - wie schon zu "Schneiders Zeiten" - eine Lizenz zum Bau und Vertrieb für Plattenspieler.

Der "Primus" wurde nicht bei Fehrenbacher gefertigt und die Bergstädter sollen auch nicht die "Finger da drin haben"

Ich weiß es nicht: Ob die Karten jetzt neu gemischt werden?
Schaun mer mal.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 19. Sep 2019, 13:28 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#16 erstellt: 19. Sep 2019, 17:34
Bei dem Dreher gefällt mir nur der Antrieb. Ansonsten keine Option zu meinen alten Drehern von SABA/JVC/Dual.


[Beitrag von Vogone am 19. Sep 2019, 17:35 bearbeitet]
8bitRisc
Inventar
#17 erstellt: 19. Sep 2019, 19:27
Im Dualboard gibt es auch einen interessanten Diskussionsthread mit vielen Beiträgen zum Thema.

Hier der Link.

Dort meldet sich übrigens auch "Dualfred" zu Wort.

Er kündigt dort in Beitrag Nr.51 normale Serienmodelle im Preisbereich von 500-2000€ an; also weit unterhalb des Primus Maximus.

Wenn auf der Likehifi Seite von manuellen und vollautomatischen Modellen gesprochen wird und das mehrere Antriebskonzepte geplant sind kann man sich selbst ausrechnen welches Modell wie teuer sein wird.

Ich drücke auf jeden Fall alle Daumen für ein gutes Gelingen.


[Beitrag von 8bitRisc am 19. Sep 2019, 19:29 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#18 erstellt: 20. Sep 2019, 04:18
Ein guter DD mit Automatik und Haube wäre mal was. Also ein 731Q 2.0 mit Pitch und Quarz.
Der würde allerdings wohl 2k€ kosten. Es bleibt spannend.
(auf USB und internen Vorverstärker verzichte ich gern)
Starflow
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 20. Sep 2019, 07:00
Hallo,
ja, klar ist der Arm eine Neuwentwicklung, aber sieht man denn nicht deutlich, daß original (NOS oder nachgefertigte?) Teile eines 604 Tonarmlagers verbaut wurden? Diese Teile sind keine Neuentwicklungen sondern von einem 604 (u.a.) Mittelklasse-Dual übernommen oder nachgebaut und passen optisch m.E. nicht zum Rest des (Carbon-) Arms und auch nicht zum Rest des Langer-Drehers. Aber vielleicht bin ich da zu festgefahren. Mit "Alibi" meinte ich, daß sonst keinerlei Grund für ein Schild "Dual" da gewesen wäre. Ich finde, daß hingegen die Fa. Fehrenbacher das Dual-Design und den Dualarm in den letzten Jahren schlüssig und in der Tradition von Dualdrehern hingekriegt hat, außer halt den wichtigen Antrieb für den neuen CS 600er oder gar einen möglichen 700er Dual, was viele vom Kauf abgeschreckt hatte und nun hat man aber Fehrenbacher-Dualdesign/-arm in der einen Firma und endlich den bisher fehlenden Direktantrieb bei Langer. Wäre es nicht toll, wenn die Ihre Vorteile nur noch zusammenführen würden, dann wäre ich zumindest einer ihrer Kunden und wir hätten einen stimmigen "Dual"dreher Made In Germany.
Einen echten neuen Dualdreher wird es eh nie wieder geben, weil diese Firma halt weg ist, aber einem Langer ein Dualschild aufkleben, finde ich schon etwas irritierend, aber vielleicht ist das ja ein Anfang von etwas Gutem.
Grüße
Christian


[Beitrag von Starflow am 20. Sep 2019, 07:27 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#20 erstellt: 20. Sep 2019, 07:54
Hallo,

wenn man es so sieht sind doch alle Dreher inzwischen nur noch Abklatsch wo man sich fragt was in den letzten 40 Jahren danebengegangen ist...

Wenn jemand bereit ist und Geld in die Hand nimmt um vernünftige Geräte sogar Made in Germany zu bauen wäre es eine schöne Sache.

Peter
8bitRisc
Inventar
#21 erstellt: 21. Sep 2019, 11:12

Starflow (Beitrag #19) schrieb:
Wäre es nicht toll, wenn die Ihre Vorteile nur noch zusammenführen würden, dann wäre ich zumindest einer ihrer Kunden und wir hätten einen stimmigen "Dual"dreher Made In Germany.
Einen echten neuen Dualdreher wird es eh nie wieder geben, weil diese Firma halt weg ist, aber einem Langer ein Dualschild aufkleben, finde ich schon etwas irritierend, aber vielleicht ist das ja ein Anfang von etwas Gutem.

Stimme da voll und ganz zu.

Evtl. hat man bei Dual aber auch gemerkt, daß mit Technics ein echter Konkurrent zurückgekehrt ist. Technics hat in einer News Mitteilung auch weitere Plattenspieler angekündigt. Wenn da noch was in Richtung Komfort und unterhalb der Preisklasse des MK7 kommt, dürfte es eng für so manchen seit Jahrzehnten entwicklungsresistenten Anbieter werden.

Das Preis-Leistungsverhältnis, welches Technics bietet wird Dual wohl kaum bieten können. Aber wenn die was bieten was Technics nicht hat, können die durchaus am Markt bestehen. Der Name Dual klingt halt immer noch gut.

Technics bzw. Panasonic kann es sich erlauben das Thema Plattenspieler als prestigeträchtiges Hobby zu betrieben. Panasonic mit einer Mitarbeiterzahl von > 250.000 ist ein echter Riesenkonzern.
Den legendären Ruf hat das Unternehmen ja.
Vogone
Inventar
#22 erstellt: 21. Sep 2019, 11:15
Mein alter DUAL hat noch Start und Stop und kein On/Off.
Die neues können den alten Haptisch bei weitem nicht das Wasser reichen.
Das knowhow für einen anständigen Dreher gibt es wohl nicht mehr.
WBC
Gesperrt
#23 erstellt: 21. Sep 2019, 11:19
@8bitRisc

Und besonders, was innovative und ausgereifte/unkaputtbare Plattenspieler betrifft...

Ich denke nicht, dass "Dual" als echter Konkurrent für den Weltkonzern Panasonic/Technics durchgeht... das wäre dann doch wohl etwas vermessen zu behaupten (auch auf die Gefahr hin, mich jetzt bei einigen hier unbeliebt zu machen...) - entsprechende Vergleiche aus der PKW -Sparte erspare ich mir jetzt mal...



[Beitrag von WBC am 21. Sep 2019, 11:19 bearbeitet]
8bitRisc
Inventar
#24 erstellt: 21. Sep 2019, 11:30

WBC (Beitrag #23) schrieb:
Ich denke nicht, dass "Dual" als echter Konkurrent für den Weltkonzern Panasonic/Technics durchgeht...

Ja, sehe ich auch so. Der Name Dual ist aber zumindest hier in Deutschland (evtl. auch in Teilen Europas) bei der heutigen Ü50 Generation noch präsent.

Man könnte zumindest national noch was bewegen.
Passat
Moderator
#25 erstellt: 21. Sep 2019, 11:30
Größe schützt nicht vor Konkurrenz.
Und die Größe kann auch ganz schnell klein werden.
Das hat man ja an der Phonoindustrie in den 60ern und 70ern gesehen.
Anfang der 1970er hatten Elac, Dual und PE zusammen 90% Marktanteil an Plattenspielern und zwar weltweit!

Was dann passiert ist: PE wurde Mitte der 70er von Dual aufgekauft, Elac hat Ende der 70er seine Plattenspielerproduktion eingestellt, Dual ist Anfang der 80er Pleite gegangen und wurde von Thomson aufgekauft. (Da existierte die CD noch nicht. Die kam erst Ende 1983 auf den Markt).
Da wars dann vorbei mit der ehemaligen Größe.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 21. Sep 2019, 11:31 bearbeitet]
WBC
Gesperrt
#26 erstellt: 21. Sep 2019, 11:40
>>Und die Größe kann auch ganz schnell klein werden<<... geilster Satz ever...



Roman, ist ja alles richtig, aber wovon reden wir denn hier ? - von kleinen, deutschen Firmen, die sich auf die Hinterbeine gestellt und 130% gefahren haben...zugegebenermaßen zeitweilig recht erfolgreich - wobei da auch das, zur damaligen Zeit (die 70er Jahre) noch ausgeprägte Nationalbewusstsein stark mit reinspielte...

Deshalb ist der Name "Dual" bei den Ü50ern noch präsent - weil sie damit aufgewachsen sind !

Aber nochmal, was ist das alles gegen einen Weltkonzern und dessen Ressourcen...? Die lachen darüber - und wenn die jetzt beschlossen haben, Ihre langjährige Vormachtstellung auf diesem Sektor zu "reanimieren", dann wird die nichts, aber auch so garnichts davon abhalten...


[Beitrag von WBC am 21. Sep 2019, 11:45 bearbeitet]
8bitRisc
Inventar
#27 erstellt: 21. Sep 2019, 15:18

WBC (Beitrag #26) schrieb:
Die lachen darüber - und wenn die jetzt beschlossen haben, Ihre langjährige Vormachtstellung auf diesem Sektor zu "reanimieren", dann wird die nichts, aber auch so garnichts davon abhalten..;)

So ist es. Mit dem SL-1500c ist Technics auf Anhieb ein großer Wurf in Sachen Plattenspieler für den Heimbereich gelungen. Wenn die Tonarmanhebung noch etwas besser ungesetzt und um eine Endabschaltung ergänzt worden wäre, wäre er ein 100% Volltreffer geworden.

Natürlich sind auch die anderen Modelle rundum gelungen.

Aber der SL-1500c hat halt zu einem überschaubaren Preis vieles was andere nicht haben.


[Beitrag von 8bitRisc am 21. Sep 2019, 15:49 bearbeitet]
WBC
Gesperrt
#28 erstellt: 21. Sep 2019, 15:22
Jepp. So sieht das aus.

Vor allem hat er eine unbestreitbar zeitgemäße und gefällige Optik.

Ohne Schnörkel, sauber gegliedert und dezent.

Noch nicht mal eine bescheuerte Typenbezeichnung ist drauf, weder irgendeine wilde Zahlen - und Nummernkolonne, noch ein "Super Duper Servo-Quartz Vollidioten-Superservo Linear-Tonearm-hastenichgesehen XYZ"-Zusatzquatsch - einfach nur >> TECHNICS <<...bämm...ohne Kommentar oder sonst was - frei nach dem Motto: hier bin ich, ihr wisst schon, wer ich bin...


...geil...


[Beitrag von WBC am 21. Sep 2019, 15:39 bearbeitet]
akem
Inventar
#29 erstellt: 21. Sep 2019, 17:58

Vogone (Beitrag #22) schrieb:
Das knowhow für einen anständigen Dreher gibt es wohl nicht mehr.

Das Know-How wäre wohl nicht das Problem - das kann man sich aneignen, wenn man denn nur will.
Es scheitert schlicht an den Kosten. Einerseits haben die Plattenspieler-Hersteller wohl keine echte Entwicklungsabteilung, zum anderen müßte man dann ja auch noch in Werkzeuge investieren. Und dazu fehlen a) die Mittel, b) die Refinanzierungsmöglichkeiten und c) auch die Notwendigkeit. Die Simpel-Dreher werden ja schließlich auch gekauft... zumindest in so ausreichenden Stückzahlen, so daß sich die Firma über Wasser halten kann.
Wenn dann ein Panasonic kommt, der mehr oder weniger beliebig querfinanzieren kann, sieht die Sache schon ganz anders aus... Wenn die ein Marktpotential sehen für hochwertige Voll- oder wenigstens Halbautomaten, dann machen die das eben. Wünschenswert aus der Sicht von uns "Spinnern" wäre es. Ich glaube allerdings nicht, daß es dann plötzlich wieder Duals mit dem Qualitätsniveau eines 1229 oder 704 oder oder oder geben würde und auch Rega, Project und Konsorten werden sich da nicht bewegen. Warum? Siehe oben...

Gruß
Andreas
8bitRisc
Inventar
#30 erstellt: 21. Sep 2019, 18:24
Gerade die Rega Planar Plattenspieler werden von der Fachpresse gerne bzgl. ihrer klanglichen Qualitäten gelobt. Ob da was dran ist ?
Ich selber habe keinen Rega Planar und werde mir auch nie einen kaufen.

Hier im Netz liest man ja von allerlei technischen Problemchen wie z.B. das Einhalten der Nenndrehzahl oder Brummeinstreuungen.

Für Panasonic ist es umso besser je weniger sich die anderen Hersteller bewegen. Ein Markt für hochwertige Voll- und Halbautomaten ist sicherlich da zumal dieses Segment derzeit überhaupt nicht bedient wird.

Es gibt aber auch Personen (auch hier im Forum) die jegliche Komfortfunktion am Plattenspieler ablehnen.

Gefährlich dürfte es für Rega, Project & Co werden, wenn Technics / Panasonic sich überlegt auch in die Preisklassen unterhalb eines SL-1500c oder MK7 vorzudringen.
Das glaube ich aber kaum das es so kommt wenn ich einen Blick auf die derzeitige Technics Produktpalette werfe. Preisgünstige Stereo Komponenten wie man sie noch bei Denon, Onkyo und Yamaha findet, gibt es bei Technics nicht.


[Beitrag von 8bitRisc am 21. Sep 2019, 18:30 bearbeitet]
WBC
Gesperrt
#31 erstellt: 21. Sep 2019, 18:41
Wenn man sich die Technics-Intern gewählte Einordnung des 1500C >> Premium Class << ansieht, könnte da durchaus noch Luft nach unten sein...


Grand Class

Premium Class

"Standard/Customer Class"...???


Man wird sehen...
Vogone
Inventar
#32 erstellt: 22. Sep 2019, 09:36
Warum war es plötzlich mit DUAL vorbei?

die Marken wurden bei den jüngeren uncool (also bei mir auch): Dual, SABA, Telefunken, Metz, etc.
Cool wurden: Technics, Kenwood, Sony, HK, Aiwa, Denon etc.

Ich habe damals einen Dual 1228 gegen einen Pro-Ject getauscht ; schön blöd.
Nachdem ich etwas Erfahrung sammeln durfte, flog der Pro-Ject wieder raus; verschenkt.

Dabei waren die Geräte von Technics etc. nicht besser. Sie sahen nur moderner aus, waren aber weniger solide und technisch nicht besser.
Die Geräte aus Japan/China waren jedoch preislich im Vorteil.


[Beitrag von Vogone am 22. Sep 2019, 09:38 bearbeitet]
8bitRisc
Inventar
#33 erstellt: 22. Sep 2019, 09:55

Vogone (Beitrag #32) schrieb:
Warum war es plötzlich mit DUAL vorbei?

Die Frage habe ich mir auch schon mal gestellt. Gerade bei Dual als einzigen reinen HIFI Anbieter aus deutschem Lande für den Otto-Normalbürger (Wega und Braun waren den meisten zu teuer) ist das echt schade.

Dual hatte neben den Plattenspielern auch einige hochwertige Tapedecks gebaut.

Ich habe mal in einem AUDIO Klassikerportrait zum CS-731Q gelesen, daß Dual für das Gebotene zu billig war. Ich kann das nicht beurteilen.
Mal sehen, ob ich das Magazin noch habe.

Die Japaner haben erkannt, daß man auch mit HIFI-Geld verdienen kann. Es gab daher viele Hersteller, welche sich ausschließlich auf HIFI konzentriert haben; sowohl im Einsteiger- aus auch im oberen Preissegment. Das hat hier zu Lande nicht gegeben.

Grundig, Telefunken & Co waren in meinen Augen in erster Linie TV Hersteller, welche noch ein wenig HIFI mit im Programm hatten. Und viele dieser deutschen HIFI Produkte wirkten optisch bieder. Technisch waren sie wahrscheinlich nicht immer schlechter als das was da aus Fernost kam.


[Beitrag von 8bitRisc am 22. Sep 2019, 10:20 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#34 erstellt: 22. Sep 2019, 10:19
Der 731Q war für das was er bot echt günstig. Vielleicht war er auch schon zu überladen.
Pitch/Quarz umschaltbar, Vollautomat, DD Antrieb ...
Dual hatte auch schöne Verstärker.
Mit ULM kamen wohl viele nicht klar, ich fand es gut. (zum Steuerpimpel wurde alles geschrieben)
Da ich manche Platten gerne 2% schneller höre ist er für mich die ideale Kiste neben dem JVC 248.
Passat
Moderator
#35 erstellt: 22. Sep 2019, 10:34

Vogone (Beitrag #32) schrieb:
Warum war es plötzlich mit DUAL vorbei?

die Marken wurden bei den jüngeren uncool (also bei mir auch): Dual, SABA, Telefunken, Metz, etc.
Cool wurden: Technics, Kenwood, Sony, HK, Aiwa, Denon etc.


Das war nicht der Grund für die Pleite von Dual.
Dual hat damals auch sehr viele Plattenspielerchassis für andere Firmen gebaut.
Z.B. steckt in fast jeder Grundig Kompaktanlage ein Dual-Plattenspieler.
Grundig war damals Großabnehmer bei Dual.
Und Grundig hat Anfang der 80er den Lieferanten für Plattenspieler gewechselt.
PS 2000, PS 3000, PS 4000 stammen von Philips, PS 2500, PS 3500, PS 4500 und folgende stammen von Technics.
Und der Wegfall eines Großkunden hat damals Dual das Genick gebrochen.
Die haben sich damals einfach zu abhängig von Großkunden gemacht.

In den späten 80ern ist Grundig dann zurück zu Dual.
Und sogar ein Japaner hat bei Dual eingekauft:
Die Sansui SR 211 G und SR 211 G MK II stammen von Dual.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 22. Sep 2019, 10:37 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#36 erstellt: 22. Sep 2019, 10:39
Stimmt natürlich, aber auch Grundig steckte da schon in Schwierigkeiten und der Umsatz ging zurück.
8bitRisc
Inventar
#37 erstellt: 22. Sep 2019, 11:08
Ich habe das AUDIO Magazin nun gefunden:

Zitat aus AUDIO 04/2007 Seite 54 zum Dual 731Q Verkaufspreis:

So etwas konnte sich nicht rechnen. Nicht wenn die Produktion in Deutschland und der Gerätepreis bei 800 Mark lag.
Vogone
Inventar
#38 erstellt: 22. Sep 2019, 11:21
Interessant.

Und dann das noch: Heinrich Sauer für AUDIO im Herbst 1979

So hat der Dual CS 731 Q eigentlich nur einen Fehler: Er ist zu billig und damit zu wenig prestigeträchtig. Aber keine Frage: Wer ihn kauft, kann die Plattenspielerfrage praktisch ad acta legen.
Passat
Moderator
#39 erstellt: 22. Sep 2019, 11:48
Das Dual-Programm war damals ja auch preislich sehr eng gestaffelt.
Beispielsweise 1982:
Los gings mit dem CS 505-1, UVP 298,- DM
Das Topmodell CS 741Q lag bei 748,- DM

Dazwischen gab es:
CS 508, CS 528, CS 607, CS 617Q, CS 627Q, CS 628, CS 728Q (und im Ausland noch CS 608 und CS 708Q).

Teilweise gab es da zwischen 2 Modellen nur einen Preisunterschied von 30-40,- DM.

Grüße
Roman
8bitRisc
Inventar
#40 erstellt: 22. Sep 2019, 16:32
Es gab bei Dual Anfang der 80er einige Modelle im Japan Plastik Look und andere im klassischen Dual Design.
Dann wiederum gab von einigen Modellen eine halb- und eine vollautomatische Variante.
Rein manuelle Duals hat es meines Erachtens zu der Zeit nicht gegeben.

Wahrscheinlich war der Aufpreis für eine Vollautomatik bei Dual überschaubar, da man die Technik im Griff hatte und kostengünstig produzieren konnte.

Heute dagegen wäre eine gut funktionierende Automatik mit einem saftigen Aufpreis verbunden. (unter Vorraussetzung, daß sowas auch angeboten wird)

Die im modernen Plastik-Look auftretenden Modelle waren keinesfalls schlechter als die Modelle in altbekannter Dual Holzzarge. Der 741Q war sogar das Spitzenmodell und war optisch aus meiner Sicht nicht so gelungen. Er wirkt irgendwie billig auf mich.

kleine Frage am Rande:
Wo lagen die zeitgleich zum 731Q produzierten großen Plattenspieler von Technics eigentlich preislich ? (z.B.: SL-1400/1300)
Andere Japaner wie z.B. Denon hatten auch fette direktgetriebene Dreher im Programm. Waren die teurer als Dual ?


[Beitrag von 8bitRisc am 22. Sep 2019, 16:39 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#41 erstellt: 22. Sep 2019, 17:18
Hallo,

mit dem Wechsel zu den "Plastikbombern" bot Dual nicht nur Plattenspieler sondern auch andere Hifi-Komponenten in einer neuen Designlinie an.
Man wollte von dem "altbackenen Stil" weg. Letztlich hatten alle deutschen Hersteller ein Imagesystemen. Sie galten als veraltet, hässlich und würden nix taugen.

Die Preise waren - wenn ich es aus dem Kopf zitier - recht moderat bei Dual. So lag ein 6xx bei ca. 400 DM incl. Abtastsystem, die 7xx lagen so um die 750 - 800 DM ebenfalls incl. System, innerhin kein Alibisystem sondern schon was Gescheites.

Technics & Co. taten sich wenn man die Ausstattung vergleicht nichts vom Listenpreis mit den Dual-Drehern. Oft genug war bei Japanern nur ein 08/15 System als "Notnagel" drunter. Nur gab es immer irgendwie bei den Japanern was an Rabatt: entweder wenn man noch ein bestimmtes Lautsprecherpaar dabei kaufte oder ähnliches...

Im Handel verfielen die Preise nicht so flott wie heute, aber dennoch beständig.... jedes Jahr kamen neue Modelle raus und die alten wurden verscherbelt.
Ich erinnere mich daran, das man bei Kaufinteresse schon 2-stellige Rabatte fast ohne Diskussion angeboten bekommen hat.

Der Handel verkaufte lieber Japaner, ich vermute wegen Bonussystemen von denen jeder hinter der Hand raunte. Reden wollte (verständlicherweise) keiner drüber.

Peter
Vogone
Inventar
#42 erstellt: 22. Sep 2019, 19:44
Als Student haben ich nebenbei Hifi/TV verkauft. Zu den 15 DM/h gab es auf gewissen Marken wie Pioneer, Sony oder Crown 50 DM extra pro Gerät (ab 500 DM in der Summer). Für Dual oder Telefunken gab es nichts extra.
8bitRisc
Inventar
#43 erstellt: 22. Sep 2019, 21:19

Vogone (Beitrag #42) schrieb:
Als Student haben ich nebenbei Hifi/TV verkauft. Zu den 15 DM/h gab es auf gewissen Marken wie Pioneer, Sony oder Crown 50 DM extra pro Gerät (ab 500 DM in der Summer). Für Dual oder Telefunken gab es nichts extra.

Dann hat der TV/HIFI Fachhandel wahrscheinlich sehr die japanischen HIFI Marken favorisiert.
8erberg
Inventar
#44 erstellt: 23. Sep 2019, 07:21
Hallo,

hat er. Damals gab es ja erstmals Hifi-Händler die sich vom örtlichen Radio-Fernsehhandel auch durch "andere Marken" abgrenzen wollte.

Logisch das der Telefunken-TV-Händler auch alles andere von Telefunken mit anbot, bei Saba, Nordmende und Co. ebenso. Die hatten ebenfalls dann Dual oder ELAC als Plattenspieler im Regal.

Das waren altgediente Radio-und Fernsehtechniker und das junge Volk wollte vielfach auch nicht dort kaufen wo schon der Wohnzimmer-TV von den Eltern herkam.

Es gab ein paar gute Jahre für die Hifi-Branche. Die japanischen Marken galten als "Hip" den europäischen Marken technisch um Längen voraus etc...

Nur kam schon recht schnell das Problem der Marktsättigung - und jedes Jahr beständig neuer Krempel auf den Markt der angeblich alles besser konnte.

So schaufelte sich die Hifi-Branche selber ihr eigenes Grab. Als dann noch die spinnerten Voodoo-Dinger ankam war es vorbei.

Seriös und Hifi geht heute nur noch äusserst selten.

Peter


[Beitrag von 8erberg am 23. Sep 2019, 07:24 bearbeitet]
WBC
Gesperrt
#45 erstellt: 23. Sep 2019, 07:49
In den 80ern wöllten wir - warum auch immer - nix deutsches - Equipement musste aus Japan sein, Deutsch war langweilig.
Wir fuhren Yamaha und Honda und die Anlage musste von Technics, JVC, Kenwood oder Denon sein...basta.

Die Welt war da ganz einfach...

Warum...? Weil's cool war und sonst nix...


Ein Kumpel war da anders, der hatte Grundig zuhause stehen und fuhr Zündapp...meist wurde er ausgelacht...- sein Vater achtete pedantisch auf "deutsche Markenware"...Ihm wars egal, solange Papa bezahlte...- und ehrlich, seine Sachen waren überhaupt nicht schlechter als unsere - nur viel teuerer...


[Beitrag von WBC am 23. Sep 2019, 07:53 bearbeitet]
Passat
Moderator
#46 erstellt: 23. Sep 2019, 08:27
Das kenne ich von ehemaligen Kumpels.
Einer hatte Grundig T5000/V5000 mit Dual-Plattenspieler und Dual C844 Tapedeck.
Sein Bruder hatte die gleiche Anlage, aber anstatt des V5000 den XV5000/A5000.

Grüße
Roman
Tywin
Hat sich gelöscht
#47 erstellt: 25. Sep 2019, 09:58
Hallo,


Wir fuhren Yamaha und Honda und die Anlage musste von Technics, JVC, Kenwood oder Denon sein...basta.

Die Welt war da ganz einfach...

Warum...? Weil's cool war und sonst nix...


ich habe zu Anfang diverse Yamaha XS gefahren da insbesondere XS-250/360/400/1100 (später XJ, FJ, FJR) Motorräder mit geringster Reparaturanfälligkeit/Ausfallwahrscheinlichkeit waren. Da ich bei jeder Witterung auch große Entfernungen fuhr war mir das die wichtigste Eigenschaft.

Von einem Yamaha Manager kam mal die Aussage zur Frage nach dem damals besten Modell, dass dies die XS-400 wäre, da "nichts von der Kundschaft zurück kommen würde".

Im Nahverkehr konnte man aber auch Bring-Mich-Werkstatt (BMW) nutzen wenn genug DM für die Reparaturen vorhanden waren, bzw. diese von MC-Mitgliedern betrieben wurden.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 25. Sep 2019, 10:08 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#48 erstellt: 25. Sep 2019, 10:03
Hallo,

wozu bei den BMW Kisten zu der Zeit noch ein gehöriger Durst und ein gewöhnungsbedrüftiges Fahrwerk ("Gummikuh") gehörte.

Wie sagte ein guter Kumpel (ein BMW-Freak und Könner auf der Kiste) "Wer BMW fährt kann Motorradfahren, aber wer Motorrad fährt kann noch lange nicht BMW fahren".

Der fährt mit seiner ollen R90S allen Tupperdosen auf den Pass-Straßen davon. Fahren kann er wirklich...

Peter


[Beitrag von 8erberg am 25. Sep 2019, 10:18 bearbeitet]
WBC
Gesperrt
#49 erstellt: 25. Sep 2019, 13:45
@Tywin:

welches FJ-Modell war's bei Dir...?
Tywin
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 25. Sep 2019, 13:50
Hallo,

eine FJ habe ich wegen des Kettenantriebs bzw. des bevorzugten Kardanantriebs nie selbst besessen.

Ich hatte mir als bislang letzes Motorrad eine der ersten FJR angeschafft. Derzeit besitze ich eine Vespa GTS 250ie ... ohne Kette

Die Nennung der FJ - die ich auch mal gefahren habe da mehrere in der Bekanntschaft vorhanden waren - bezog sich auf die geringe Anfälligkeit dieser Maschinen.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 25. Sep 2019, 13:58 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#51 erstellt: 27. Sep 2019, 15:00
Hallo,

ja Automatik-Scooter hab ich auch einige Jahre gefahren. Konnte mir genug Sprüche von den "echten Motorradfahren" anhören, die dann aber gerne im Fahrerlager hintendrauf mitgefahren sind....

Ab und an zuckt noch die rechte Hand, aber seit gut 16 Jahren hab ich kein motorisiertes 2-Rad mehr. Stand fast nur noch, zuletzt nur noch 600 km im Jahr, kein Vergleich zu in Spitzenzeiten über 25.000 km/Jahr.

Peter
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