Bester Neuer vollautomatischer Plattenspieler

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priepaid
Neuling
#1 erstellt: 02. Apr 2020, 14:16
Hallo Forum,
ich suche für einen älteren Herrn einen guten NEUEN vollautomatischen Plattenspieler.
Ich bin jetzt nicht der Experte aber eine Suche im Netz hat ergeben dass die Auswahl ziemlich dürftig ist.
Welches ist eurer Meinung nach aktuell das beste Modell was man neu erwerben kann ?
LG
Oliver


[Beitrag von priepaid am 02. Apr 2020, 15:32 bearbeitet]
cone-A
Stammgast
#2 erstellt: 02. Apr 2020, 14:50
Vollautomaten gibt es ja kaum noch. Die Thorens-Adaptionen der Dual 400er Serie (TD 158-240), die Dual 400er Serie selbst und den Denon DP-300F, dann wüsste ich nicht mehr weiter. Technisch halt eher schmale Kost. Die Dual 400er Serie war damals ziemlich weit unten in der Hierarchie, die bis zur 700er Serie ging.

Welcher da jetzt der beste ist? Sie haben alle ihre Vor- und Nachteile. Der Dual-Tonarm ist ganz nett, dafür hat der Denon eine echte Tellermatte aus Gummi und nicht einen 700g-Teller mit Filzlappen.

Angesichts von Preisen bis zu 800 € würde ich mir so eine Anschaffung zweimal überlegen. Alternativen: Einen Vollautomaten der 80er oder 90er Jahre - gerne auch revidiert mit Gewährleistung vom Händler - für 500 € holen oder sich mit einer Halbautomatik begnügen. Da gibt es auch neu leckere Modelle.
Goldohr_
Stammgast
#3 erstellt: 02. Apr 2020, 14:54
Die Technik einen guten Vollautomaten herzustellen ist im Moment aufgrund der Kleinstauflagen viel zu teuer. Am besten wäre es einen Klassiker von einem Fachmann aufarbeiten zu lassen. Um deine Frage prägnant zu beantworten: Is nich.
priepaid
Neuling
#4 erstellt: 02. Apr 2020, 15:57
Danke schon mal für eure Antworten.
Den DENON hatte ich auch schon ins Auge gefasst.
Bei DUAL bin ich verwirrt: das gibt es DT Modelle und CS. CS wiird aber nicht mehr auf der dual.de Webseite aufgeführt und die DT werden in China produziert. Kommen ja angeblich alle von einem Hersteller names Hanpin aus Taiwan. Das einzige vollautomatische Modell scheint der DT400 zu sein der baugleich zum DENON ist. Die Thorens Modelle sind ja auch von Hanpin. Richtig ?
Der DUAL CS440 scheint Made in Germany und das einzige vollautomatische Modell.
Sind diese Modelle vpon einem anderen Hersteller also nicht Hanpin ?
cone-A
Stammgast
#5 erstellt: 02. Apr 2020, 16:12
Die "echten" Duals gibt es hier: https://plattenspieler.sintron.de/home.html
Passat
Moderator
#6 erstellt: 02. Apr 2020, 16:29
Die CS stammen von Fehrenbacher.
Der hat seinerzeit die Original-Dual-Geschichten übernommen und produziert auch in St. Georgen, wo auch Dual seine Produktion hatte.
Die DT stammen von DGC. Die haben die Namensrechte an Dual, haben aber an Fehrenbacher eine Lizenz vergeben, so das Fehrenbacher seine Plattenspieler auch als Dual anbieten kann.

Der beste derzeitige Vollautomat dürfte der rel. neue Thorens TD 148 A sein.
Der wird übrigens auch bei Fehrenbacher produziert.

Im Übrigen sind alle aktuellen Dual CS 4xx-Modelle Vollautomaten.
Die Thorens TD 158/170/190/240 sind Varianten der Dual CS 4xx.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 02. Apr 2020, 16:31 bearbeitet]
Vogone
Inventar
#7 erstellt: 02. Apr 2020, 18:06
Hi,

Thorens TD-190-2 oder DUAL Dual CS 455-1sind brauchbar.

VG
priepaid
Neuling
#8 erstellt: 03. Apr 2020, 21:26
Also ich möchte mich jetzt zwischen beiden Modellen entscheiden:

DP-300F für knapp 250,- EUR
oder DUAL 455 Noblesse für rund 600,- EUR

Sind es die 350,- EUR Differenz wert ?
Ist der DP-300F wirklich so schlecht, bzw der DUAL soviel besser ?
Wie sieht es mit der Verarbeitung der Geräte aus ?
Beim Denon ist der Korpus ja eine einfache Plastikschale, beim DUAL eine schwimmend gelagerte Konstruktion aus Holz ?
akem
Inventar
#9 erstellt: 04. Apr 2020, 11:22
Das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera...
Der DP-300F hat immerhin einen Aluguß-Teller, auch wenn das ein Leichtgewicht ist und nicht entgratet (Handschuhe anziehen, wenn Du den Teller aufsetzt oder abnimmst - sicher ist sicher...). Der Tonarm ist schlecht gelagert und schwergängig, dürfte wohl bei Tonabnehmern mit geringer Auflagekraft gerne mal zum Hängenbleiben führen.
Der Dual hat ein tiefgezogenes Blech als Teller, das kaum schwerer ist als die Schallplatte. Um ein gewisses Trägheitsmoment zu bekommen, wird da gerne ein Schuko-Netzkabel am Rand eingeklebt (ja, ernsthaft - wenn das ein Hobbybastler macht, nenn' ich sowas Improvisation, wenn das ein Hersteller macht... nun ja, fängt mit Pf and und hört mit usch auf... ). Die Lagerung des Tonarms ist besser als beim Denon/Teac/Akai/usw (wird unter allen möglichen "Marken" verkauft), dafür würde ich den Arm selbst, insbesondere das Headshell, als schlechter einstufen.
Man muß wissen, daß diese Dual 4xx seinerzeit unter der Ägide von Schneider entwickelt wurden, also zu einer Zeit, als sowohl Schneider als auch Dual schon kurz vor der Pleite standen. Dual war gerade von der französischen Thomson Gruppe abgestoßen worden und Schneider (bis dahin OEM-Kunde von Dual) hatte gehofft, sich mit dem guten Namen sanieren zu können - was krachend gescheitert ist. Jedenfalls hat Dual damals nochmal neue Modelle entwickelt: die Topmodelle (7xx) und die Mittelklasse (6xx) wurden gestrichen, die bisherigen Einstiegsmodelle (5xx) wurden zu den "Topmodellen" und darunter hat man die 4xx nachgeschoben. Leider hat man überall da geklotzt, wo es klanglich nix bringt (Ausstattung, Zarge) und da gespart, wo es klanglich weh getan hat (Tonarm, Plattenteller).
Fehrenbacher (ein ehemaliger Dual-Mitarbeiter) hat dann Jahre nach der Pleite den damaligen Firmenstandort inklusive Teilevorrat und Maschinen übernommen und hat die Modelle von damals neu aufgelegt - und zum drei- bis vierfachen Preis verkauft. Der 455 hat damals bei Erscheinen gerade mal 400 DM gekostet! War also Lichtjahre davon entfernt, ein hochwertiges Gerät zu sein, und das ist er auch heute noch. Aber wie sagt man, unter den Blinden ist der Einäugige halt König...
Trotzdem: ein oller Dual 1229 ist um Welten besser und kostet einen Bruchteil! Ist halt nicht fabrikneu und hat schon gewisse optische Alterungsspuren... Aber wenn der technisch seriös überarbeitet wurde, wird der jeden 455 überleben, weil die Dinger erzrobust gebaut sind und da nix drin ist, was von alleine so kaputt gehen kann, daß man es nicht mit wenig Geld- und Zeitaufwand wieder reparieren könnte... Was man vom 455 mit seinem winzigen Gleichstrom-Motörchen nicht behaupten kann... (allein der Motor des 1229 wiegt fast schon so viel wie der ganze 455 )

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 04. Apr 2020, 11:25 bearbeitet]
Gomphus_sp.
Inventar
#10 erstellt: 04. Apr 2020, 11:58
Hallo priepaid, versuch es doch einfach mal mit einem Plattenspieler von Technics, die sind sehr solide. Einige Forenmitglieder haben einen oder gar mehrere Dreher von dieser Marke. Ich suchte auch nach einen Voll - bzw. Halbautomaten. Hatte auch schon so einen Technics im Visier. Kam aber ein JVC dazwischen.

Gruß Heiko
Passat
Moderator
#11 erstellt: 04. Apr 2020, 13:23

akem (Beitrag #9) schrieb:
Der Dual hat ein tiefgezogenes Blech als Teller, das kaum schwerer ist als die Schallplatte. Um ein gewisses Trägheitsmoment zu bekommen, wird da gerne ein Schuko-Netzkabel am Rand eingeklebt (ja, ernsthaft - wenn das ein Hobbybastler macht, nenn' ich sowas Improvisation, wenn das ein Hersteller macht... nun ja, fängt mit Pf and und hört mit usch auf... ). Die Lagerung des Tonarms ist besser als beim Denon/Teac/Akai/usw (wird unter allen möglichen "Marken" verkauft), dafür würde ich den Arm selbst, insbesondere das Headshell, als schlechter einstufen.

Früher war da ein Bleiring eingeklebt, auch in die Gußteller.
Aber da Blei ja dank der EU verboten ist, musste man da auf eine Alternative zurückgreifen, die in die Nut passt, ohne den Teller ändern zu müssen.

Hohes Massenträgheitsmoment bekommt man durch hohe Masse und idealerweise ist die Masse am Außenrand des Tellers.
Deshalb hat Dual da den Bleiring eingeklebt.


akem (Beitrag #9) schrieb:

Man muß wissen, daß diese Dual 4xx seinerzeit unter der Ägide von Schneider entwickelt wurden, also zu einer Zeit, als sowohl Schneider als auch Dual schon kurz vor der Pleite standen.


Jein.
Die wurden im Grunde schon zu Thomson-Zeiten 1983 entwickelt.
Die CS 511/514/520/525/530 haben das gleiche Chassis, aber ein Kunststoffgehäuse anstatt der Holzzarge.

Die Serie gabs auch mit Direktantrieb als 610Q/620Q/630Q und den gleichen Tonarmen.
Der ULM-Tonarm ist klasse und steht dem der älteren 5er/6er/7er nichts nach. Er hat im Prinzip nur einen flacheren Lagerrahmen.
Der LM-Tonarm dagegen ist nicht so toll.

Grüße
Roman
habkeinennick
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 04. Apr 2020, 22:06
Hallo priepaid,

ja viel Auswahl gibt es nicht. Was mir so einfällt:

TechniSat TECHNIPLAYER LP 200 ab ca. 150,-- (mitgelieferter TA braucht hohe Auflagekraft)
Sony PS-LX310BT ab ca. 190,-- (kein Upgrade möglich)
Audio-Technica AT-LP3 (AT-91) ab ca. 200,--
Denon DP-300F (AT-91) ab ca. 230,--
Pioneer PL-30-K ab ca. 300,-- (mitgelieferter TA braucht hohe Auflagekraft)
Thorens TD 190-2/Dual CS 455-1 (OM 10) ab ca. 450,--
Dual CS 465 (2M Red) falls noch zu bekommen, ca. 700 bis 800,--

Schwer zu sagen, welchen ich nehmen würde. Kommt auf das Budget an. Sony eher nicht, da ich dort keinen anderen TA nutzen kann (da wäre der PS-HX500 interessanter - ist aber leider ein manueller PS), der Pioneer wäre mir im Vergleich zu teuer, der teure Dual wäre mir für das Gebotene zu teuer. Bleibt die Entscheidung zwischen TechniSat (dann aber mit anderem TA - z.B. AT-VM95C oder E), Audio-Technica, Denon und Thorens/Dual CS 455-1 (weitgehend baugleich - klanglich wohl etwas besser als die drei Erstgenannten).

Gruß,
H.
Wuhduh
Gesperrt
#13 erstellt: 04. Apr 2020, 23:56
Nabend !

Wie immer: Es wird nach einen NEUgerät gefragt ... und dann werden die Senfspender-Für-AltgedönZ angeworfen.

* kopfschüttel *

Dual CS 505-4 mit Umrüstung auf - wie früher - dünne Gummimatte.

Natürlich im Grunde überteuert ggü. sehr gut erhaltenen Vorgängern mit dieser Modellbezeichnung. Muß nicht die Final Edition sein. Aber X Jahre gebaut, Ortofon OM aufrüstbar - sogar Black Diamond-Nadel - , ET-Versorgung unproblematisch. Wer nicht wiederholt mit Systemen experimentiert, wird zufrieden sein.

DP300-F mit scharfkantigem Teller ? Gefährlicher Schrott ab Werk.

MfG,
Erik
Passat
Moderator
#14 erstellt: 05. Apr 2020, 00:13
Der CS 505-4 ist ein Halbautomat.
Es wurde ausdrücklich nach einem Vollautomaten gefragt und da ist der CS 505-4 leider raus.

Und bei Vollautomaten ist die Auswahl leider nicht sehr groß.

Grüße
Roman
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#15 erstellt: 05. Apr 2020, 00:14
der Dual CS 505-4 ist aber kein Vollautomat. Er hebt den Tonarm am Ende nur an und schaltet dann ab. Mehr nicht aber dennoch ist er besser wie ein Dual CS aus der 4er Serie.
Hatte 2 Stück davon und für normale Ansprüche mit eher weich aufgehängten MM System schon völlig ausreichend.

schöne und wertige Vollautomaten gibt es heute aber wirklich nicht mehr zu kaufen aber was spricht gegen einen guten alten aus der analogen Hochzeit?

Macht viel mehr Spaß wie so ein billiger Plastikbomber wie der kleine Denon
Und von den China Duals welche mit DT beginnen, würde ich einen ganz großen Bogen machen.


lg Carsten


[Beitrag von Fan_großer_Schwingspulen am 05. Apr 2020, 12:50 bearbeitet]
Wintermond
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 05. Apr 2020, 03:03
Der Thorens TD 148A wäre doch ein guter Vollautomat aus „neuer Zeit“
Den sehe ich nicht als Plastikbomber.
Sicherlich nicht mit so vielen Funktionalitäten wie früher bspw ein Denon Dp47, aber was gibts denn
sonst brauchbar neues als Vollautomat ?
akem
Inventar
#17 erstellt: 05. Apr 2020, 11:44

Wintermond (Beitrag #16) schrieb:
Der Thorens TD 148A wäre doch ein guter Vollautomat aus „neuer Zeit“
Den sehe ich nicht als Plastikbomber.

Der ist letzten Endes auch nur ein umgelabelter Dual 4irgendwas. Zweifellos mit Änderungen bei den großen Schwachpunkten der Duals (Teller, Tonarmrohr), aber Chassis und Antrieb sind von Dual. Dafür kostet er aber auch mit 1500€ empfindlich mehr Geld und da ist noch nicht mal ein guter Tonabnehmer dabei (Audio Technika AT 95E der alten Bauart mit gebondeter elliptischer Nadel, 0,4 x 0,7 mil bzw. 11x18µm).

Gruß
Andreas
Wintermond
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 05. Apr 2020, 13:13

akem (Beitrag #17) schrieb:

Wintermond (Beitrag #16) schrieb:
Der Thorens TD 148A wäre doch ein guter Vollautomat aus „neuer Zeit“
Den sehe ich nicht als Plastikbomber.

Der ist letzten Endes auch nur ein umgelabelter Dual 4irgendwas. Zweifellos mit Änderungen bei den großen Schwachpunkten der Duals (Teller, Tonarmrohr), aber Chassis und Antrieb sind von Dual. Dafür kostet er aber auch mit 1500€ empfindlich mehr Geld und da ist noch nicht mal ein guter Tonabnehmer dabei (Audio Technika AT 95E der alten Bauart mit gebondeter elliptischer Nadel, 0,4 x 0,7 mil bzw. 11x18µm).

Gruß
Andreas



Das mag sein. Dennoch ist als aktuelles Neugerät kaum besseres bekommen und mit "Corona-Bonus" geht bei eininigen Händlern
sicherlich etwas an Nachlass.
Zumindest war es bei meinem jetzigen Kauf eines Vollverstärkers so (Mail Anfrage an 10 Händler und deren Mails auf BCC und abwarten :-))
Direktes anfragen kann einem gute Angebote bescheren.

Alternativ wären diese Gerät noch etwas. Restauriere Thorens und als Vollautomaten Denon DP47.
In der Bucht werden diese Geräte angeboten. Jedoch auch kein günstiges Vergnügen.

https://art-and-sound.de
Wuhduh
Gesperrt
#19 erstellt: 06. Apr 2020, 19:12
Hy !

Ach so, 505-4 nur Vollautomat. Habbisch vergessen.

Aber wie soll denn die Vorabreinigung der Platte vor Absenkung der Nadel gemacht werden ? Mit einem Mitlaufbesen ?

Oder
1. Platte auf Teller von CS721
2. Karbonfaserbürste linke Hand
3. START-Hebel rechter Zeigefinger
4. Bürste aufsetzen und zur Mitte komplett durchlaufen lassen

... dürfte länger dauern als der gesamte Startvorgang des Laufwerks. Habe die Zeit mangels LW nie ermitteln können.

MfG,
Erik
Passat
Moderator
#20 erstellt: 06. Apr 2020, 21:41
Keine Kohlefaserbüste, sondern PWM.
Platte aus der Hülle, drauf auf den Plattenteller, Start drücken.
Die Platte kam natürlich nur gereinigt in die Hülle, ergo keine Reinigung nötig, wenn man die aus der Hülle zieht.

Grüße
Roman
Vogone
Inventar
#21 erstellt: 07. Apr 2020, 14:17
Kennt jemand den Dual CS 460 aus Erfahrung?


[Beitrag von Vogone am 07. Apr 2020, 14:19 bearbeitet]
Kekskopf
Stammgast
#22 erstellt: 07. Apr 2020, 17:56

priepaid (Beitrag #8) schrieb:
Also ich möchte mich jetzt zwischen beiden Modellen entscheiden:
DP-300F für knapp 250,- EUR
oder DUAL 455 Noblesse für rund 600,- EUR


Hallo zusammen, genau wie der TE habe ich vor 2 Jahren auch nach einem neuen Vollautomaten, als Ersatz für meinen restaurierten DUAL 1226, gesucht.
Ich oute mich nun als glücklicher Besitzer des DP-300F, den ich seit 2 Jahren im Einsatz habe. Anfangs mit Grado Presteige Black, nun mit Nagaoka MP-110.
Videobeweis: KLICK

Der Denon ist sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange, aber angesichts der Auswahl an vollautomatischen neuen Drehern meiner Meinung nach die beste Entscheidung. An den aktuellen echten Duals gefällt mir die billig anmutende Steuerung unter dem Tonarm nicht.
Beim Denon kann ich außerhalb der Haube starten und stoppen, das ist viel praktischer. Auch lässt sich der Plattendurchmesser und die Geschwindigkeit unabhängig voneinander einstellen, auch ein Vorteil. Der Standard-Bajonettanschluss für die Headshell macht das Wechseln der TAs sehr einfach. Seitens Bedienung ist der Denon top und frei von Kinderkrankheiten.

Nachdem ich den Dual restauriert habe wollte ich auch den Denon gleich zerlegen, um zu sehen wie die Automatik gelöst ist. Ein pfiffiges Design, wo ohne Frage Wert auf Kostenersparnis gelegt wurde. Ja es Plastiklastig, billig und leicht aber es funktioniert letztendlich ohne Abstriche. Vertraue der Automatik des Denon mehr als der des Dual.
Mein größtes Manko an dem Denon ist, dass die Geschwindigkeit nicht oder nur sehr aufwändig justiert werden kann. Hätte lieber 150€ draufgelegt und dafür ein Strobo oder Quartzsteuerung gehabt + eine insgesamt bessere Verarbeitung aber was soll man machen.

Würde ihn jedenfalls wieder kaufen.

Am Dual habe ich das Treibradrumpeln und das mechanische Netzbrummen des AC-Motorsnie ganz wegbekommen. Videobeweis: KLICK


akem (Beitrag #9) schrieb:
Der DP-300F hat immerhin einen Aluguß-Teller, auch wenn das ein Leichtgewicht ist und nicht entgratet (Handschuhe anziehen, wenn Du den Teller aufsetzt oder abnimmst - sicher ist sicher...)

So ein Käse. Habe gerade den Teller extra nochmal runter genommen. Könnte vielleicht etwas besser entgratet sein aber von Verletzungsgefahr kann hier keine Rede sein. Ein "Grat" steht da nicht ab.


Wuhduh (Beitrag #13) schrieb:
DP300-F mit scharfkantigem Teller ? Gefährlicher Schrott ab Werk.

Ebenfalls Käse. Überzeuge dich doch erstmal selbst bevor du so etwas loslässt


[Beitrag von Kekskopf am 07. Apr 2020, 17:57 bearbeitet]
Califax3
Stammgast
#23 erstellt: 07. Apr 2020, 19:37
Danke für den echten Erfahrungsbericht und das Fazit dazu!
Passat
Moderator
#24 erstellt: 07. Apr 2020, 20:10
Naja, die Dual-Mechanik ist aber extrem zuverlässig.

Mit Ausnahme des Steuerpimpels (ein Verschleißteil) gibt es damit eigentlich nie Probleme.
Und viele Duals laufen seit 40 Jahren täglich.

Das ist sehr langlebig!

Grüße
Roman
WilliO
Inventar
#25 erstellt: 07. Apr 2020, 20:25
Mein Dual 721 läuft -wenn auch nicht täglich- aber dennoch seit 41 Jahren im Erstbesitz. Diese Geräte sind mechanisch von allerhöchster Qualität und eigentlich unverwüstlich - eine angemessene Behandlung vorausgesetzt!
Obwohl meiner auch nicht immer "angemessen" behandelt wurde. Wenn ich an die Feten Ende der Siebziger und der Achtziger denke....

Gruß
Willi
Brigand
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 07. Apr 2020, 20:30

Vogone (Beitrag #21) schrieb:
Kennt jemand den Dual CS 460 aus Erfahrung?


Soweit mir bekannt, ist er, bis auf den dickeren Plattenteller und modifizierter Headshell, baugleich zum 455-1
priepaid
Neuling
#27 erstellt: 07. Apr 2020, 20:53
@Kekskopf:
Danke für diese Einschätzung.
Bei mir ist es letzendlich auch der DP-300F geworden. Der Aufpreis zu einem DUAL 455 war es mir letzendlich für meine Zwecke nicht wert.
Kekskopf
Stammgast
#28 erstellt: 07. Apr 2020, 21:00

Passat (Beitrag #24) schrieb:
Naja, die Dual-Mechanik ist aber extrem zuverlässig.

Ist sie natürlich
Die Mechanik des 1226 ist letztlich auch komplexer, da noch ein Mechanismus für die Abwurfachse eingebaut ist - die fehlt dem DP-300F.
Durch den Starthebel am 1226 werden intern zwei Mechaniken gleichzeitig ausgelöst. Drückt man den Hebel zu langsam oder nicht auf vollem Verfahrweg kann es sein, dass nur eine der beiden auslöst und es zum Automatikfehler kommt.
Das mit dem Steuerpimpel ist eben auch nicht das gelbe vom Ei, habe meinen auch tauschen müssen. Dazu muss man sagen, dass der 1226 schlicht kein Topmodell von Dual ist.
Letztendlich sind das aber eher akademische Probleme

Edit:
Was am Dual 1226 nach fast 50(!) Jahren bemerkenswert ist: Die Scharniere halten die Haube noch oben wie am ersten Tag. Das schaffen manche Kofferraumklappen nach 10 Jahren nicht mehr


[Beitrag von Kekskopf am 07. Apr 2020, 21:11 bearbeitet]
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#29 erstellt: 07. Apr 2020, 22:49
....und aktuelle Rega Plattenspieler nicht mal im Neuzustand
Passat
Moderator
#30 erstellt: 07. Apr 2020, 23:02
Stimmt.
Und bei vielen Geräten diverser Hersteller kostet eine Haube ja Aufpreis.
Wenn das Gerät schon einen deutlich 4-stelligen Betrag kostet, sehe ich nicht ein, warum ich da noch zusätzlich Geld für eine Haube hinblättern soll.
Die hat bei so einem Preis grundsätzlich inklusive zu sein!

Grüße
Roman
Wuhduh
Gesperrt
#31 erstellt: 07. Apr 2020, 23:07
Nabend !

@ Kekskopf:

Es besteht für mich keine Anlaß, mir an einem völlig uninteressanten Gerät - wie dem Denon - gemeldete, u. U. subjektive Mängel live und in Farbe anzuschauen. Ist im Grunde auch egal, denn sowas kaufe ich nicht.

Ich rede keinen Käse, wenn ich mich auf eine Meinung anderer Person beziehe und ebenfalls Bedenken ggü. derartiger Mängel habe. Egal ob sie gerechtfertigt sind oder nicht.

Du bist damit zufrieden. Wie auch mit einem 1226er. Das reicht völlig. Bescheidenheit ist eine Zierde.

MfG,
Erik
Goldohr_
Stammgast
#32 erstellt: 08. Apr 2020, 13:55

Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #29) schrieb:
....und aktuelle Rega Plattenspieler nicht mal im Neuzustand :D


Du willst wohl anzweifeln, dass ein kleines Holzbrettechen, mit Plastikteller und minderwertigstem System nicht gottgleich gegenüber nem Dual 1226 klingt? Frevel
Passat
Moderator
#33 erstellt: 08. Apr 2020, 15:22
Schauen wir einmal, was es aktuell an Vollautomaten gibt:
Dual Fehrenbacher:
- CS 415-2
- CS 435-1
- CS 435-1 Noblesse
- CS 440
- CS 455-1 Noblesse
- CS 458
- CS 465

Dual DGC:
- DT 210 USB
- DT 230 BT
- DT 400 USB

Thorens:
- TD 158
- TD 170-1
- TD 190-2
- TD 240-2
- TD 148 A

Denon:
- DP-29F
- DP-200 USB
- DP-300F

Audio Technica:
- AT-LP3
- AT-LP60X USB
- AT-LP60X BT
- AT-LP60X HP


Sonstige:
- Auna Fullmatic
- Marantz TT 5005
- Pioneer PL-990
- Sony PS-LX300USB
- Sony PS-LX310BT
- Technisat Techniplayer LP200

Alle anderen Geräte sind nicht mehr im aktuellen Programm der Hersteller, teilweise aber noch im Handel erhältlich.
Beispielsweise Dual CS 460, Pioneer PL-30, etc.

Grüße
Roman
Yamahonkyo
Inventar
#34 erstellt: 10. Apr 2020, 03:46
Der Technisat Techniplayer LP200 ist übrigens baugleich mit dem DUAL DT 400.

Gruß Roland
Vogone
Inventar
#35 erstellt: 12. Apr 2020, 19:15
Warum der Dual CS 460 wohl vom Markt genommen wurde? Immerhin hatte er eine Regelung.
Passat
Moderator
#36 erstellt: 12. Apr 2020, 20:14
Der CS 460 wurde durch den CS 465 ersetzt.

Grüße
Roman
Vogone
Inventar
#37 erstellt: 13. Apr 2020, 19:36
wobei der 465er eher ein kleines upgrade zum 455 zu sein scheint ....
Passat
Moderator
#38 erstellt: 13. Apr 2020, 23:47
Der 460 war im Prinzip auch nichts anderes als der Nachfolger des 455-1M.

Grüße
Roman
Vogone
Inventar
#39 erstellt: 14. Apr 2020, 11:56
deshalb laufen bei mir weiterhin die Vintage-Plattenspieler
mkoerner
Stammgast
#40 erstellt: 18. Apr 2020, 21:48
Um zu den sinnlosen Beiträgen beizutragen:

Wenn es was gutes sein darf: Die Dereneville DTT Tonarme machen aus jedem Dreher auf den sie passen einen Vollautomaten.

Und wenn man ein gutes Laufwerk, wie TechDas, Nottingham oder ebenfalls Dereneville nimmt, dann ist das "der beste" Vollautomat :-)

Kann ja sein, der ältere Herr ist Vorstand in nem DAX-Konzern ;-)...

Mike


[Beitrag von mkoerner am 18. Apr 2020, 21:58 bearbeitet]
Passat
Moderator
#41 erstellt: 19. Apr 2020, 12:27

mkoerner (Beitrag #40) schrieb:
Die Dereneville DTT Tonarme machen aus jedem Dreher auf den sie passen einen Vollautomaten.


Und wie soll das gehen?
Der Tonarm hat ja keine Schnittstelle zum Plattentellerantrieb, kann also den Plattenteller nicht automatisch starten/stoppen.

Grüße
Roman
Yamahonkyo
Inventar
#42 erstellt: 19. Apr 2020, 12:50
@Roman: Eben!

@Mike:

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 19. Apr 2020, 12:52 bearbeitet]
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