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"Zischen" bei Plattenspieler?

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crapdetector
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 22. Okt 2003, 18:23
Hallo im Forum,

habe folgendes Problem bei meinem Plattenspieler.
Seit kurzem ist bei einigen Platten ein nervendes "Zischgeräusch" bei "S-Lauten" zu hören, was so ähnlich klingt als ob jemand durch ein altes Mikro spricht.
Ich habe vor 2 Wochen die Nadel gewechselt, aber das Problem ist geblieben. Ich habe einen Technics SL-BD3D, ist nicht das beste Modell aber für meine Zwecke ausreichend und dieses Problem ist mir bislang nicht so sehr aufgefallen, aber speziell unter Kopfhörer verursacht dieses Zischen bei englischen Th-,G- und S-Lauten fast Kopfschmerzen.
Kann mir jemand sagen woran es liegen könnte.

Danke für eure Hilfe
DOSORDIE
Inventar
#2 erstellt: 22. Okt 2003, 18:36
ich kenne das modell nicht, aber ich kann mir nur vorstellen: Dejustierung vom AntiSkating, falls der das hat (hatte mal nen SL BD 20, der hat das ja nicht), dadurch versaut man sich die Platten aber, also kann sein, dass das zischen bei den oft benutzten Platten weiterhin da ist, weil der Plattenspieler die Rille kaputt gemacht hat, ansonsten ein dejustiertes Gewicht oder schlechte Pressungen, vor allem auf Samplern, auf denen sehr viel drauf ist, hat man das oft, da kann die Platte so gut gepflegt sein wie sie will, das ist von anfang an drauf, weil nicht auf die Qualität geachtet wurde (ARCADE, K-TEL mit Qualitätssiegel vonwegen, habe nie so schlechte Platten gehört, wie diese Sampler, obwohl teilweise gute Musik drauf ist), wenn es wirklich bei allen Platten auftritt, hast du mal den Plattenspieler an nen anderen Verstärker angeschlossen? Vielleicht ist dein Entzerrer Vorverstärker kaputt, ich habe auch nur nen SL Q 3 mit nem Audiotechnika System, so wirklich gut wie alle immer von der Platte reden klingt das bei mir auch nicht, vor allem zum Ende der meisten Platte hin habe ich Verzerrungen und Zischgeräusche, aber die innere Rille klingt immer schlechter als aussen, das liegt an der Symmetrie und so genau justieren kann man da nichts, maximal das Tonarmgewicht...

CU Tobi
gdy_vintagefan
Inventar
#3 erstellt: 22. Okt 2003, 18:52
Ich habe mal einige Arcade Sampler aus den 70er Jahren auf CD gebrannt, und tatsächlich waren die 74 min. fast voll, so viel wurde auf eine LP damals gepresst.

Andere Firmen wie Ariola und K-tel hatten die Angewohnheit, bei Samplern die Lieder zu kürzen bzw. zu schneiden, so dass aus z.B. 4:30 nachher nur noch 2:30 übrig blieben. Trotzdem fand ich die Qualität auch bei diesen Samplern nicht gerade überzeugend. Gerade auch bei den Super 20 (Ariola) lagen die Rillen recht eng aneinander.
crapdetector
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 22. Okt 2003, 21:06
@ Dosordie
Ich glaube ich kann an dem Plattenspieler nichts justieren. Es steht was von vom Werk her präzise justiertem "Tracking Force" und "Anti-Skating" drauf, aber keine Einstellschraube o.ä. Dieses Zischen kommt auch bei neueren und wirklich gut erhaltenen und rein optisch gesehen ordentlich gepressten Vinyls vor.
Ich habe den Plattenspieler auch schon an meinen alten Recorder angeschlossen, da ich keinen zweiten Verstärker habe, aber das Klang genauso.
Dann habe ich es auch schon mit anderen Kabeln am Entzerrer Vorverstärker probiert, aber keine Verbesserung.
Das dieser Vorverstärker defekt sein könnte kann natürlich gut möglich sein, aber warum sollte der dann dieses Zisch-Geräusch machen und nicht einfach gar keinen Mux mehr von sich geben?
Ein falsch eingestelltes Tonarmgewicht ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, aber leider kann ich das auch nicht einstellen, mal davon abgesehen das ich vorn bzw. hinten auf den Tonarm irgendwas drauflege.
Apropos von LP auf CD brennen. Dadurch wird dieser Effekt noch verstärkt.
Ich bin weiterhin für Ratschläge dankbar,
Grüße
DOSORDIE
Inventar
#5 erstellt: 23. Okt 2003, 18:31
Vielleicht ist ja die Spule im System kaputt, der Plattenspieler hat wahrscheinlich ein TP 4 System, oder? So ein System ist doch nicht als zu teuer, naja wenn jetzt z.B. irgendwelche Kontaktschwierigkeiten durch einen kaputten Widerstand oder Transistor auftreten, kann so ein Zischen doch entstehen, aber im Moment bin ich da ziemlich ratlos, ich meine mein Plattenspieler ist auch nicht richtig justiert und selbst wenn ich das Gewicht zu schwer oder zu leicht einstelle zischt da nicht groß was, man hört schon feine Unterschiede, aber mehr auch nicht...

CU Tobi

WIR BRAUCHEN SPEZIALISTEN, ALSO SCHREIBT DOCH DEM ARMEN MENSCHEN HIER MAL WAS REIN! IHR WISST DOCH SONST IMMER ALLES!
crapdetector
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 23. Okt 2003, 19:28
@ DOSORDIE
Genauso ein T4P Ding ist das. Neue nadel reingeknipst und dann hätte alles so schön sein können. Der Plattenspieler sieht übrigens so ähnlich aus wie der SL BD 20, der Tonarm auf alle Fälle. Ich erwarte bei diesem Modell ja schon nicht allzu viel und kann auch mit der ein oder anderen Abweichung beim Ton leben, aber so.
Das Tonarmgewicht kann ich doch einstellen, da gibt's eine kleine Schraube für, aber keine Veränderung bemerkbar.
Aber was mich doch wirklich stutzig macht ist das dieses Zischen auch auftritt wenn der Verstärker aus ist, und zwar hört sich das an wie bei einem Schlagzeug das Hi-Hat oder bei "schlimmen" LP's wie ein Crash-Becken, ist aber nicht der Schlagzeuger, sondern eindeutig der Sänger zu hören bei Wörtern mit "S" oder "Th" etc. Wie gesagt, die Platten sind in Ordnung.
Um noch einmal auf das System zurückzukommen. Ich habe mir nur die Nadel neu zugelegt, das andere Plasteteil (Sorry für die vielen Fachausdrücke, bin Laie)wo die Nadel reingesteckt wird kann doch eigentlich kaum kaputt sein, höchstens verschmutzt. Hab's auch schon gereinigt.
Grüße und vielen Dank für die Anteilnahme
rafi
Stammgast
#7 erstellt: 24. Okt 2003, 12:06
Also bei meinem Thorens lags am Antiskating
( das kann man bei dem zum GLück sehr gut einstellen).
Ich hate auch sehr krasse zischgeräusche und ddie waren nachher weg .
Bring ihn dochmal zum Händler
drbobo
Inventar
#8 erstellt: 24. Okt 2003, 20:54
Hallo
halte auch ein schlechtes Antiskating für möglich, lässt sich durch eine Fachwerkstatt überprüfen.
Möglich ist aber auch, dass der Tonabnehmer defekt ist.
Angesichts des Neupreises des gesamten Players und der zu erwartenden Kosten würde ich evtl. über eine Neuanschaffung nachdenken....
Hifux
Neuling
#9 erstellt: 24. Okt 2003, 23:24
hallo crapdetector

1. tonarmeinstellung mit einbaulage system überprüfen

2. system ok?

Fux
crapdetector
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 25. Okt 2003, 15:51
Ich bedanke mich für die Tips und werde mal ein anderes System bzw. Tonabnehmer ausprobieren. Ich glaube eine Reparatur in einer Fachwerkstatt würde mich mehr kosten als der PS Wert ist, von daher kommt das eher nicht in Frage.
Könnt Ihr mir das mit dem Antiskating noch mal kurz erläutern (Ich weiß das es zu dem Thema schon einen ganzen Haufen Threads gibt, sorry), ich weiß leider nicht mal was das ist. Das hat wohl, wie ich auch in anderen Threads gelesen habe, irgendwas mit der Fliehkraft des Tonarmes zu tun oder liege ich hier völlig falsch? Gibt es eine Möglichkeit daran etwas zu verändern wenn der PS keine Einstellschraube o.ä. dafür hat (z.B. Gewicht irgendwo anbringen etc.)
Vielen Dank
P.S. Zum Schluß doch noch eine Frage allgemeiner Art.
Überall hier im Forum lese ich von Plattenspielern der Marke Thorens. Ich habe mit meinen 26 Jahren bis vor 3 Tagen noch nie was davon gehört, und scheinbar jeder hat so ein Teil und ist zufrieden bis begeistert. Falls ich mir doch einen anderen PS zulegen muß, ist denn dann ein Thorens wirklich eine Überlegung wert (Schwerpunkt liegt bei mir auf Gitarrenmusik, also Rock), und wenn ja, warum?Super Klang, viele Einstellmöglichkeiten, einfach bedienbar, leichte Wartung, robuste Bauweise oder nur das zugegebenermaßen wirklich kultig nostalgische aussehen? Immerhin scheinen einige doch schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel zu haben und ihre Benutzer noch sehr zu erfreuen.
drbobo
Inventar
#11 erstellt: 27. Okt 2003, 11:37
Antiskating steuert ganz grob gesagt der Fliehkraftg des tonarms entgegen und sollte der Auflagekraft angepasst werden.
(Antiskating ungefähr = Auflagekraft)
Genauer lässt sich das mit einer Testplatte einstellen, die im mittleren Bereich keine Rillen besitzt.

die alten Thorens-Spieler sind sehr sorgfältig konstruiert worden und sehr robust und langlebig. Im "mittleren" und unteren Preissegment das beste Preis- Leistungsverhältnis und da meist mittelschwere Tonarmae auch mit fast alle TA zu benutzen.
Bruno
Stammgast
#12 erstellt: 27. Okt 2003, 13:25
Hey zusammen,

drbobo schrieb:

Genauer lässt sich das mit einer Testplatte einstellen, die im mittleren Bereich keine Rillen besitzt.

Diese "rillenlosen" Einstellbereiche bringen garnix, die Skating-Kraft (und damit die erforderliche Anti-Skating-Einstellung) hängt wesentlich von den Rillen ab, wenn keine da sind, verhält sich die ganze Sache total anders als bei richtigen Platten.

Besser sind die Scheiben mit verschiedenen Auslenkungen im Innenbereich, mit denen man dann auf "gleichmässiges Einsetzen der Abtast-Verzerrung" links und rechts justiert.

Normalerweise kann man näherungsweise mit einer Skala Auflage- und Antiskatingkraft gleichlautend einstellen. Jedoch hängt der Tatsächliche Wert u.a. von der Justage/der Nadelgeometrie etc. ab.

Evtl. ist da was verstellt ? Kann man die Null-Lage der Auflage-Einstellung checken ? Steht der ganze Spieler schief ? Ist was mechanisches beschädigt (z.B. Armlager, Anti-Skating-Vorrichtung) ? Ist vielleicht bloss die Nadel/die Scheibe verdreckt ? Tonarmhöhe und Winkel der Nadel sind ebenfalls relevant ! - Hat sich da durch den Tausch evtl. was verändert: minimal anderes Einbau-Maß, Headshell leicht verdreht o.ä. ?

Mit den zischenden S-Lauten ists so eine Sache:
Wenn man sich da mal drauf fixiert hat, dann hört man die überall, obwohl GARNIX kaputt sein muss.

MFG
Bruno


[Beitrag von Bruno am 27. Okt 2003, 13:36 bearbeitet]
Lebensfroh
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 16. Mrz 2005, 14:41
Ich bin jetzt nicht so fit bei Plattenspielern. Aber in einem Fachbuch las ich auch, daß die Skatingkraft mittels rillenloser Platte eingestellt wird. Die Kraft muß doch mit der Reibungskraft zwischen Nadel und Platte zunehmen. Ohne Reibung kann die Skatingkraft doch nicht wirksam werden.

Eben wurde ein Skateometer von DUAL verkauft. Aber ich war mir unsicher. Das Teil wird statt des Systems auf den Arm geschoben und zeigt die Kraft direkt an.
bauks
Stammgast
#14 erstellt: 25. Okt 2013, 16:03
Ich habe einige Platten meine Dads geschenkt bekommen und bin begeistert, in welch' gutem Zustand die meisten sind.
Beim Probehören mit meinem TECHNICS SL-BD3D ist mir jedoch ebenfalls gelegentliches "Zischen" bei S-Lauten aufgefallen, besonders bei der Single "Say say say" (MCartney/Jackson), obwohl diese in einwandfreiem Zustand ist (was natürlich nicht bedeutet, dass sie nicht "verschlissen" ist).
Bringt ein Nadeltausch was? Der Spieler ist von meiner Schwiegermutter und hat vermutlich nicht allzuviel Betriebsstunden hinter sich daher glaube ich fast, dass ei Nadeltausch "auf Verdacht" nicht viel bringen wird.
Oder ist das einfach diesem "Brot-und-Butter"-Tonabnehmer zuzuschreiben?
8erberg
Inventar
#15 erstellt: 25. Okt 2013, 16:56
Hallo,

erst einmal grundsätzlich: Tonarm korrekt eingestellt (Ausgependelt, Auflagekraft, Antiskating passen)?

Nadel ist sauber? Mit Pinselchen in Isopropanol getränkt von "hinten nach vorne" reinigen.
Wird das Zischeln mit zunehmender Laufzeit der Schallplatte schlimmer?

Peter
bauks
Stammgast
#16 erstellt: 26. Okt 2013, 09:11
Am Tonarm habe und werde ich erstmal nicht herumfummeln - dafür habe ich zuwenig Ahnung davon.
Gereinigt wurde die Nadel.

Unabhängig davon stelle ich dieses "Zischen" seltsamerweise" nicht bei allen Scheiben fest, bei denen man es erwarten würde - einen Zusammenhang zur Laufzeit kann ich auch nicht feststellen. Teils ist sogar nur EIN Lied einer ganzen LP betroffen.
Ich müste nun einen 2. Plattenspieler haben, um die "verdächtigen" Platten zu verifizieren bzw. diese auszuschließen.
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 26. Okt 2013, 09:50
Hallo,

ähmmm... ein ordentliches Einstellen der Auflagekraft ist Grundbedingung. Dafür muss wiederum der Tonarm ausbalanciert werden....

SO lässt sich dann garnix sagen, ist dann reines Pudding-an-die-Wand-nageln.


Peter
bauks
Stammgast
#18 erstellt: 26. Okt 2013, 09:54
Ja, ein ordentlicher Lauf der Nockenwelle ist bei einem Motor auch Grundbedingung für einen guten Lauf - kann aber halt nicht jeder.

Von Auflagekraft, Antiskating usw. habe ich zu wenig Ahnung, als dass ich nun damit an den Schräubchen unkontolliert herumdrehen würde (es war schon müßig genug, den Aufsetzpunkt der Nadel für LP/Single zu justieren).
Da ich selber bis letzte Woche auch nur eine Hand voll wertloser LPs hatte und ich bei denen keine auffälligen Geräusche feststellen konnte, sah ich keine Veranlassung, aus "Jux" mal die Nadel zu tauschen. Nun sind durch die Plattenauflösung meines Dads einige nette Scheiben dazugekommen (auch einige meiner eigenen von früher), die im sehr viel besseren Zustand sind, als die, die man über ebay angeboten bekommt.

Unabhängig davon stelle ich dieses "Zischen" seltsamerweise" nicht bei allen Scheiben fest, bei denen man es erwarten würde - einen Zusammenhang zur Laufzeit (Anfang oder Ende einer Seite) kann ich auch nicht feststellen. Teils ist sogar nur EIN Lied einer ganzen LP betroffen.
Es ist also (noch) nicht auszuschließen, dass die Ursache auch am Tonträger liegen kann. Mal schauen, ob ich einen Kollegen finde, der die Scheibe mal auf seinem abspielt. Klar - sein Abspieler kann auch Dejustiert sein...
8erberg
Inventar
#19 erstellt: 26. Okt 2013, 10:05
Hallo,

dann hol Dir einen CD-Player
Auflagekraft/Anstiskating ist kein Hexenwerk, mit falscher Auflagekraft klingt selbst ein schweineteures System wie Schwein mit Ohr.

Ich bin raus

Peter
Chamaeleon73
Stammgast
#20 erstellt: 26. Okt 2013, 10:13
Hi bauks,

am SL-BD3D lässt sich das Antiskating nicht verstellen. Das Gerät ist vom Hersteller mit einem T4P System ausgerüstet und fest auf Auflagekraft und Antiskating eingestellt. Wenn der Spieler gerade steht und nicht irgendwelche Transportschäden hat, wird mit Einstelungen nichts zu machen sein. Ansonsten mal eine neue Nadel oder komplett anderes System probiern (den Test der Platte bei einem Bekannten wäre aber auf jeden Fall einen ersten Versuch wert).

Gruß Stefan
zastafari
Stammgast
#21 erstellt: 26. Okt 2013, 10:22
Nanana, am SL-BD3 kannste nix einstellen - TP4 und Rest fest voreingestellt...
Das Zischen kann durchaus auf sich anbahnenden Nadelverschleiß hindeuten - oder eine mäßige Nachbauqualität. Mit einer guten Originalnadel waren die kleinen Technics eigentlich schon recht brauchbar.
Du kannst zum experimentieren ja mal ein Gewicht (ca. 0,25g) mit Tesa auf dem Tonabnehmer befestigen und schauen, was passiert...
Chamaeleon73
Stammgast
#22 erstellt: 26. Okt 2013, 10:42
... ich wollt auch nix gegen den Technics sagen, ich hab das gleiche Modell bei mir noch auf Reserve rumstehn, war damals von der Ausstattung top (und mir gefiel auch damals das Design). Ich hab ihn nur nicht mehr in Betrieb, weil ich vor einigen Jahren auf einem Flohmarkt über einen SL-QD33 mit defekter Haube für kleinstes Geld gestolpert bin. Das Gerät ist bis auf fehlende Pitcheinstellung aber dafür Direktantrieb fast baugleich (ansonsten noch elektronische Tasten statt der mechanischen). Da konnt ich nicht nein sagen und hab ersetzt.

Gruß Stefan
akem
Inventar
#23 erstellt: 26. Okt 2013, 11:14
In der Tat wäre interessant, welche Nadel denn genau gekauft wurde. Daß die alte Originalnadel irgendwann mal "runter" ist, liegt in der Natur der Sache. Aber viele billige Nachbaunadeln sind einfach nur von erbärmlicher Qualität und solche Abtastverzerrungen, wie sie beschrieben wurden, sind vorprogrammiert. Originalnadeln für die alten Technicssysteme gibt es leider kaum noch und wenn dann für stolze Preise (sind ja auch nur Rundnadeln, die dann gerne mal für irgendwas zwischen 50 und 100€ vertickt werden). Was tun?
Entweder man kauft sich ein neues T4P System (es gibt ja noch einige), aber ein brauchbares System kostet auch schon deutlich über 100€. Mit einem 40€ System wirst Du ähnliche Verzerrungen haben.
Oder man kauft sich für das Technics-System eine richtig gute Nachbaunadel von Jico (in D. gibt's eigentlich nur die SAS-Nadel - sehr gut aber nicht billig; in USA gab's auch mal billigere Jico-Nadeln mit Shibataschliff oder hyperelliptischem Schliff). Welches System ist denn drauf?
Die andere Variante ist wie schon gelegentlich angesprochen die Flucht nach vorne, ein neuer Dreher. Wobei Du neben Thorens aber auch andere Hersteller in die Auswahl einbeziehen darfst. Die alten Thorens sind sicher sehr gut und langlebig. Bei den Tonarmen muß man ein wenig aufpassen. Da gibt es Varianten, bei denen z.B. die Systemmontage ihre Tücken hat (z.B. Montage nur von unten oder man muß das Armrohr abnehmen...) oder die Systemauswahl wegen sehr geringer effektiver Masse des Arms sehr eingeschränkt ist. Am besten auf www.thorens-info.de nachschaun, wenn Du einen Kandidaten im Auge hast. Da steht viel zu den Laufwerken und zu den Armen. Aber auch Hersteller wie Dual, Denon, Technics, Mikro Seiki und viele andere mehr haben gute und sehr gute Dreher gebaut. Im Zweifel mal nachfragen...
Hier im Forum gibt es auch schon interessante Angebote:
http://www.hifi-foru...m_id=170&thread=6884
http://www.hifi-foru...m_id=170&thread=6958
http://www.hifi-foru...m_id=170&thread=6947 (müßte aber ein besserer Tonabnehmer drauf, das ist nur ein DJ-System)

Gruß
Andreas
bauks
Stammgast
#24 erstellt: 26. Okt 2013, 12:23
Was hat denn ca. 0.25g, eine Aspirin?

Bei mir ist noch das Original-System verbaut. Ich ging davon aus, dass die Nadel an sich nicht "altert" - bzgl. der Betriebsstunden sollte die noch weit im grünen Bereich sein.

Ich werde erstmal verifizieren, ob es nicht an der Scheibe liegt. Nur weil der eine oder andere Plattensong (mit unbekannter Nutzung) etwas unschön klingt, kaufe ich keinen neuen Player, schon gar keinen, der 10 Jahre älter als mein eigener ist.


[Beitrag von bauks am 26. Okt 2013, 12:31 bearbeitet]
akem
Inventar
#25 erstellt: 26. Okt 2013, 16:06
Doch, Nadeln altern. Am ehesten verständlich ist der Verschleiß der Nadel, also des Diamanten. Der wird im Laufe des Abspielens schlichtweg abgewetzt. Rundnadeln haben die geringste Kontaktfläche zur Rillenflanke, damit den größten Flächendruck und damit den höchsten Verschleiß. Faustregel: 500-700 Stunden, je nachdem, ob es eine einfache Nadel ist (wie vermutlich beim Technics) oder ein kristallorientierter und polierter Diamant. Je besser der Schliff wird, desto besser wird nicht nur der Klang sondern umso länger halten sie auch.
Weniger bekannt ist, daß auch die Lagerung des Nadelträgers aus Gummi altert und der Gummi kann spröde und hart werden. Wie stark das der Fall ist, ist sehr unterschiedlich. Berühmt-berüchtigt sind z.B. die AKG-Systeme, andere wie z.B. ADC oder Ortofon halten dagegen ziemlich lange (soweit zumindest meine Erfahrungen).

Gruß
Andreas
bauks
Stammgast
#26 erstellt: 27. Okt 2013, 10:49
Ja, das mit der Alterung des Gummis habe ich letzte Woche erst an einem SONY-Player festgestellt (ca. 40 Jahre alt), da lag der kpl. Kopf plötzlich auf der Platte - wie bei einem KFZ mit Achsbruch.

Für den Fall, dass sich zunehmend mein T4P als Verursacher herausstellt, habe ich im Web den Ortofon OMP10 gefunden. Scheinbar recht gut und preislich akzeptabel.
Vielleicht würde es auch dieses Audio Technica AT3482P tun, der Tausch der Nadel lohnt ja finanziell kaum (Audio Technica AT3474EP via ebay).


[Beitrag von bauks am 27. Okt 2013, 10:52 bearbeitet]
akem
Inventar
#27 erstellt: 27. Okt 2013, 11:37
Lies Dir bitte nochmal #23 durch. Das sind genau die Systeme, die ich nicht empfehlen kann... Das AT klingt ziemlich blechern und das OMP10 hat keine gute Nadel. Ich hab mal ein OM10 auf Wunsch eines Bekannten auf einen Dreher geschraubt, äh, nicht gut... gar nicht gut. Da kommt fast aus nem Telefonhörer noch mehr Hochton raus

Wenn Du den Dreher behältst würde ich eher das vorhandene System mit einer guten Nadel ausstatten:
http://www.lpgear.com/product/PAS024HE.html
http://www.lpgear.com/product/ePAS023ESSAS.html (Beachte, daß der Laden un USA ist und Versand und Steuer dazu kommen plus Abholung beim Zoll.)
Wenn's ein neues System sein soll, nimm das hier:
http://www.zum-shop....er-T4P_p12356_x2.htm
Kostet nicht viel mehr als das OMP10 (das ja im Prinzip nix anderes als ein billiges OM10 ist), soll angeblich klanglich aber zwischen OM20 und OM30 liegen. Damit kann man dann schon halbwegs akzeptabel Musik hören.

Gruß
Andreas
bauks
Stammgast
#28 erstellt: 27. Okt 2013, 12:03
Wäre auch zu einfach gewesen.
Wird für die verlinkten Nadeln ein Adapter o.ä. benötigt? Kompatibel zum T4P sind die doch nicht...
akem
Inventar
#29 erstellt: 27. Okt 2013, 12:20
Leider hat der TE noch nicht gesagt, welches System an dem Dreher montiert ist. Daher vermute ich mal, daß es das Technics EPC24 ist, was damals gerne in dieser Preisklasse verbaut wurde. Dafür wären die beiden verlinkten Nadeln geeignete Ersatznadeln.
Das Digitrack ist das einzige Komplettsystem, was ich verlinkt habe. Das muß kompatibel zu T4P sein, nicht die Ersatznadeln... Beachte den Unterschied zwischen Nadel und System

Gruß
Andreas
bauks
Stammgast
#30 erstellt: 27. Okt 2013, 14:49
Hmmm, wenn man nach T4P-Ersatznadeln sucht, bekommt man immer diese Art angeboten (Beispiel):
http://www.ebay.de/i...rksid=p2047675.l2557

Diese Form leuchtet mir auch ein, in das T4P-System einzusetzen.

Und diese soll da auch reinpassen...?
http://www.lpgear.com/product/PAS024HE.html
akem
Inventar
#31 erstellt: 27. Okt 2013, 15:10
Kommt wie gesagt auf das System an. Technics hat früher meistens das EPC24 oder EPC33 verbaut. Das waren so die Standardsysteme. Wer die Systeme gebaut hat weiß ich nicht.
Die Nadel, die Du verlinkst, ist von Audio Technika und für das Technics EPC34. Die Systeme sind natürlich nicht kompatibel.

Aber wie gesagt: der TE hat noch nicht geschrieben, welches System er dran hat. Das 24er war meines Wissens nach das am häufigsten verbaute System. Daher eben meine Vermutung...

Gruß
Andreas
bauks
Stammgast
#32 erstellt: 27. Okt 2013, 15:41
An meinem Technics SL-BD3D ist ein P34 verbaut lt. Aufdruck (in meinem Fall). Der TE hat ja dasselbe Player-Modell, daher ging ich davon aus, dass er auch dasgleiche System drin hat (sofern noch das ab Werk).

"Verschlissen" sieht das nicht aus, oder? Näher komme ich leider nicht ran.

P34-1

P34-2
evilknievel
Inventar
#33 erstellt: 27. Okt 2013, 16:29
Hallo,

P34 bedeutet, daß ein Audio Technica AT 3482 P (schwarzer Nadelkorpus) oder AT-3474EP (weißer Nadelkorpus, wie beim ebay link) verbaut ist.
Passend ist auch eine ATN101EP Nadel.

Fotos sind zur Nadelbewertung meist nicht aussagekräftig genug.

Vielleicht sollte der TEersteller die Nadel erstmal gründlich reinigen, bevor man sich hier nen Kopp macht. Manchmal ist das naheliegende schon die Lösung. Falls die Nadel sauber ist (Die Nadel sollte dann so wie auf den Fotos aussehen), würde ich das ebay Angebot wahrnehmen.


[Beitrag von evilknievel am 27. Okt 2013, 16:37 bearbeitet]
bauks
Stammgast
#34 erstellt: 27. Okt 2013, 16:42
Ob der TE aber nach 10 Jahren seit Threaderstellung noch interssiert ist... ?
akem
Inventar
#35 erstellt: 27. Okt 2013, 17:16
Autsch! Das Datum hatte ich gar nicht gelesen...

Gruß
Andreas
bauks
Stammgast
#36 erstellt: 27. Okt 2013, 17:48
Mir hat's jedenfalls geholfen, Einblick zu erhalten.
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