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Plattenspieler im Eigenbau

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Boxenbastler
Stammgast
#1 erstellt: 20. Aug 2006, 11:13
Hallo zusammen,
ich möchte einen Plattenspieler im Eigenbau herstellen. Mit "Eigenbau" meine ich ausschließlich die Zarge, d.h. für Plattenteller, Lager, Motor und Tonarm muss ein solider Dreher herhalten, der dann "geschlachtet" wird.

Das ganze Projekt soll preislich unter 1.000 Euro bleiben (inkl. Tonabnehmer). Welche Plattenspieler würdet Ihr als "Teileträger" empfehlen? Mir fallen die Rega P2/P3-Modelle und verschiedene Pro-ject-Dreher ein. Was würdet Ihr empfehlen? Wichtig wäre mir neben einem guten Klang, auch eine einfache Bedienung (möglichst wenig Knöpfe + Spielkram), um den Umbau einfacher zu gestalten. Bin für jeden Hinweis dankbar!
Gruß
Christian
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 20. Aug 2006, 11:39
Die Project Lager sollen ziemlich gut sein wenn man Joel dier hier als Violette gelegentlich auftaucht glaubt. Das Lager ist unter 50€als ersatzteil zu bekommen. Als Antrieb entfehlen sich die Motordosen des RPM9. Wenn mans übertreibt kann man auch 3 Verwenden und einen an jeden Aussenleiter eienr Starkstromsteckdosen (über 3 trafos) hängen oder noch schlimmer mit einem Umrichter fahren. Armmässig dürfte der Rega RB 250 als auch ein Project 12c (wenns noch Restposten gibt)intressant sein.

MfG Christoph
Boxenbastler
Stammgast
#3 erstellt: 20. Aug 2006, 12:27
Hallo Christoph,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Als Tonarm hatte ich entweder an die Rega 250/300er Modelle, oder den 9er Karbon-Arm von Pro-ject gedacht (falls man den mal günstig gebraucht bekommt).
Was ist mit dem Teller? Einen Plexi-Teller (z.B von Rega) wählen, oder doch beim Pro-ject-Teller oder Rega-Glasteller bleiben? Welcher Tonabnehmer kommt bei dem Budget in Frage?
Gruß
Christian
HiFi_Addicted
Inventar
#4 erstellt: 20. Aug 2006, 12:47
Am Project 9c funktionieren einige TAs ziemlich gut. Tendenziell eher weich aufgehängte Systeme wie Shure V15V xMR hrtere Systeme gehen aber auch sehr gut wie Ortofon MC 15 Super MK2. Weichere sind aber zu bevorzugen. -> klarer Klang weil der Arm nicht so stark angereget wird.

ProJect Lager 50€
ProJect Motor 50€
RB 250 mit Lackschaden transrotor OEM 100€
ProJect Glasteller + Filzmatte AAA 80€
Holzplatte 20€

Da bleiben dann 700€ für den TA über wo sie IMHO am besten aufgehoben sind.

MfG Christoph
Boxenbastler
Stammgast
#5 erstellt: 21. Aug 2006, 18:54
Wie ist der Pro-ject 9c Tonarm im Vergleich zum Rega 250/300er klanglich zu bewerten? Welcher hat das größere Potenzial und mit welchen Abtastern (bis 300 Euro) werden besonders gute Gesamtergebnisse erzielt?

Kann man die Motordose des Pro-ject RPM 9 und den Acrylteller auch einzeln erwerben (z.B. als Ersatzteil)? Fragen über Fragen!! Wer kann mir weiterhelfen?
MfG
Christian
Ludger
Inventar
#6 erstellt: 22. Aug 2006, 16:46
Hallo Christian,
wie wäre es mit Scheu? 30mm Acrylteller = 145€, Lager = 210€, Motor 75 bzw. 350€.
Da bleibt noch Platz für einen RB250 und ein gutes MC, z.B. Ortofon Nr.2.
Diese Kombination dürfte die Rega und Project-TT locker übertreffen, außerdem hast du beim Design eine Menge Möglichkeiten.
Gruß
Ludger
Boxenbastler
Stammgast
#7 erstellt: 22. Aug 2006, 18:37
Hallo Ludger,
die von Dir vorgeschlagene Kombination ist schon sehr interessant. Sie entspricht doch im wesentlichen dem Scheu "Cello", oder? Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Preis nicht mein Limit "knackt".

Für (Scheu-)Teller, Lager und Motor sind nach Deiner Angabe schon 430 Euro anzusetzen. Den Rega-Arm muss man wohl mit 200 Euro einkalkulieren. Wenn man jetzt noch einen guten Abtaster einplant (200-300 Euro), bleibt für die "Eigenbau-Zarge" nicht viel übrig. Und da hatte ich nicht an ein einfaches MDF-Teil für 25 Euro gedacht!

Von der Leistungsfähigkeit würde ein derartiger Scheu-Eigenbau die kleinen Pro-ject und Rega-Spieler schlagen, vermute ich. Leider sind die Scheu-Einzelteile gebraucht nur sehr schwer zu bekommen. Preislich wäre ein gebrauchter "Cello" günstiger (geschätzt 600 Euro), allerdings hätte man den Spaß des Eigenbaus nicht!

Gruß
Christian
Ludger
Inventar
#8 erstellt: 22. Aug 2006, 20:08
Hallo Christian,

ich weiß nicht, welche Möglichkeiten du im Bereich Selbstbau hast. Aber selbst mit einem 40-50 mm Brett aus Multiplex (benutzt selbst Transrotor) hättest du schon einen sehr guten Plattenspieler. Ein Ortofon Nr.2 bekommst du für ca. 170€, ein Denon DL110 für ca. 80€. Aufrüsten könntest du immer noch; die genannten TA wirst du gebraucht auch ohne Probleme für den halben Preis los.

Eine bessere Zarge z.B. aus Stahl kann ja auch noch folgen - das Bastelvergnügen, das ich gut nachvollziehen kann, da ich selbst Boxen baue und Plattenspieler umbaue, würde sich ja sogar noch verlängern...
Gruß
Ludger
Boxenbastler
Stammgast
#9 erstellt: 23. Aug 2006, 21:12
Ich dachte an eine Zarge aus Stein (z.B. Schiefer oder Labradorit), die natürlich einige Kosten verursacht. Lager, Teller und Tonarm müssen eine gute (solide) Qualität haben, denn der Klang soll schließlich nicht hinter dem otischen Eindruck zurück stehen.

OK, den TA kann man ohne großen Aufwand später durch ein höherwertigeres Exemplar ersetzen, aber das fertige Laufwerk komplett zerlegen, um an der Basis und dem Tellerlager weiter "zu werkeln", möchte ich nach dessen Vollendung doch nicht.

Ich bastel übrigens auch schon seit vielen Jahren an Lautsprechern und habe sowohl Bauvorschläge nachgebaut, als auch Eigenentwicklungen erstellt. Der Plattenspieler ist aber "Neuland" für mich. Was hältst Du vom Pro-ject 9c Arm und dem passenden Acrylteller. Wenn man die Teile günstig gebraucht bekommt, würden die doch eine solide Ausgangsbasis darstellen, oder?
Gruß
Christian
Boxenbastler
Stammgast
#10 erstellt: 23. Aug 2006, 21:14
Ist sonnst noch jemand hier im Forum in Sachen "Plattenspieler-Eigenbau" aktiv und kann uns von seinen Erfahrungen berichten?
MfG
Christian
doppelkopf0_1
Stammgast
#11 erstellt: 24. Aug 2006, 06:29
Hi Christian.

Den hierlink

hab ich mir gebaut , Thorens Lager / Teller , Papst Aussenläufer ,Hadcockarm , Decca London Gold , gefedert.

Geht richtig gut und hat Spass gemacht.

Also : Versuch macht kluch.
raphael.t
Inventar
#12 erstellt: 24. Aug 2006, 06:50
Hallo Dopppelkopf!

Respekt und Erstaunen!
Alle Achtung, sehr schönes Laufwerk!

Grüße Raphael
doppelkopf0_1
Stammgast
#13 erstellt: 24. Aug 2006, 13:37
Hi Raphael.

Danke für die Blumen .

Suchspiel : Finde einen Topf , einen Tischaschenbecher ,drei Trinkbecher , drei Eishockeypucks ... .

Wie schon geschrieben , es hat tierisch Spass gemacht den zu bauen , und er klingt , mit gleichem Arm / System, viiieeel besser als mein 160 S .

Gruß , Dirk.
Boxenbastler
Stammgast
#14 erstellt: 24. Aug 2006, 18:32
Hallo Dirk,
ich kann Dich zu Deinem Dreher nur beglückwünschen! Sieht echt toll aus und ich kann mir gut vorstellen, dass auch der Klang super ist. Was hat denn der ganze Spaß gekostet, wenn man fragen darf?

Da ich bisher noch keinen Plattenspieler gebaut habe, möchte ich auf solide, erprobte Technik zurückgreifen und "nur" die Zarge im Eigenbau erstellen (kann ja später noch zur "Sucht" werden, wenn das Ergebnis so toll ist, wie bei Dir).

Gibt es Tricks, Fallstricke, Lösungen für Probleme, mit denen man beim Eigenbau rechnen muss? Welche Fehler kann man vermeiden? Wo stecken die größten Probleme?

Ich könnte mir folgenden Player vorstellen:

- Zarge aus Tonschiefer
- frei stehende Motordose (Pro-ject RPM 9)
- Acrylteller (entweder Rega oder Pro-ject)
- Tonarm Rega 250/300 (alternativ Pro-ject 9c)
- Abtaster in der 200-300 Euro Klasse (vorzugsweise MM)

Was haltet Ihr von dieser Mischung? Ist mein Limit von 1000 Euro realistisch?
Gruß
Christian
doppelkopf0_1
Stammgast
#15 erstellt: 25. Aug 2006, 10:45
Hi Christian.

" Wo stecken die größten Probleme?"

Das größte Problem war die Materialbeschaffung ,da erstens keine Drehbank ,und zweitens kein Budget.

"Was hat denn der ganze Spaß gekostet, wenn man fragen darf? "

Da Arm und System bereits vorhanden waren , blieb als dickster Brocken der Papstaussenläufer mit ! Sinusgenerator für 33 1/3 und 45 U/min ( gebraucht 220,- Eu´s )und Lager mit Innenteller 10mm Thorens (gebraucht trotzdem tauglich 30 ,- Eu´s ) , sowie die Spezialfedern (Federwerk ,10,- /Stück , Lieferzeit 8 ! Wochen) .
Der Rest hat nochmals so um die 120 ,- Eu´s verschlungen , wobei noch einiges über geblieben ist , für das nächste Projekt.

Mit Arm uns System ( Ebay GB , gebraucht so um die 300,- Eu´s jeweils) ,läge ich auch so um die 1000,- Euro.

"Gibt es Tricks, Fallstricke, Lösungen für Probleme, mit denen man beim Eigenbau rechnen muss?"

Ja , jede Menge.

"Welche Fehler kann man vermeiden?"

Die der Großserienhersteller.

"Ich könnte mir folgenden Player vorstellen:

- Zarge aus Tonschiefer
- frei stehende Motordose (Pro-ject RPM 9)
- Acrylteller (entweder Rega oder Pro-ject)
- Tonarm Rega 250/300 (alternativ Pro-ject 9c)
- Abtaster in der 200-300 Euro Klasse (vorzugsweise MM)

Was haltet Ihr von dieser Mischung? Ist mein Limit von 1000 Euro realistisch?"

Du siehst , alles ist möglich.

Gruß , Dirk.
Hausmeister123
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 10. Mrz 2011, 22:14
Hallo,

bei meinen Pro Ject 1.2E ist der Motor defekt, laut Fachhandel war er zu lange unbenutzt.
Diese Aussage erstaunte mich zwar, aber der Motor funktioniert nicht mehr.
Meine Frage: Hat von euch jemand einen übrig?
Oder gibt es andere Motoren, alternativ zum Original?
Für Antworten wäre ich dankbar.

Gruß

Hausel
rorenoren
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 10. Mrz 2011, 23:59
Hängst du diese Frage jetzt an jeden Analog- Thread an?

Gruss, Jens
Tommes_Tommsen
Inventar
#18 erstellt: 11. Mrz 2011, 20:12
Moin moin,


hier werd ich mich mal reinhängen.Ich möchte mir nämlich auch ein Plattendreher selber bauen
killnoizer
Inventar
#19 erstellt: 11. Mrz 2011, 20:39
na denn ...
radiobastler
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 11. Mrz 2011, 22:18
Den Pro Ject 1.2 habe ich auch (ohne E am Ende). Der hat, soweit ich weiß einen Asynchron-Kurzschlußläufer, wie kann der kaputt gehen.
Schon garnicht, wenn man ihn selten laufen lässt.
gkobanshee
Neuling
#21 erstellt: 12. Sep 2014, 07:11
Hallo zusammen,

ich hab früher Boxen gebaut und mich dann dran gemacht, meinen RPM 1 umzubauen.
Das größte Problem hab ich in der Entkopplung vom Boden gesehen. Dazu hab ich meine gesamte Anlage aufgehängt! jetzt kann man mit einem Gummihammer gegen den Eisenständer4 schlagen, der Plattenspieler läuft ruhig weiter.
Der Umbau hat viel Spaß gema cht und ich arbeite im Moment an einer kleinen Version nur für einen Plattenspieler. Natürlich wird der auch optisch nicht viel schlechter darstehen, Er braucht nur etwas mehr Platz und kann an jeden Dreher angepasst werden.
ProjectProject
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