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Zauberschwämmchen auch für Vinyl verwendbar ? Reanimation totgeglaubter Knisterplatten

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Autor
Beitrag
73newport
Stammgast
#1 erstellt: 25. Jan 2007, 11:25
Hallo,

es wurde ja letztens hier von der Möglichkeit berichtet, mit dem Mr.Proper Zauberschwämmchen/Fleckenradierer ( u.a. auch mit anderen ähnlichen Produkten) recht erfolgreich verdreckten Nadeln mit wenig Aufwand und günstig wieder Leben einzuhauchen. Korrekte Anwendung vorausgesetzt und auch ich war von dem Ergebnis sehr angetan.

Als generell relativ schmerzfreier Mensch kam mir in den Sinn, das doch auch mal auf Vinyl direkt anzutesten. Da kam sehr gelegen, dass ein paar alte Schrottsingles herumlagen und quasi riefen: wasch mich, auch wenn ich leider mit 2 Dschinghis Khan -Liedern bedruckt worden bin .

Gesagt,getan,erstmal den Hörtest gemacht, wie die Single vorher klingt. Extremes Knistern und Rascheln, das Ding hat es wohl nie gut gahabt. Natürlich ohne Hülle und offensichtlich schon mehrfach dem DJ um die Ohren geflogen. Dann also mal probiert, in der Cheap Thrill-Methode auf einem alten Plattenspieler mit dem mit dest. Wasser angefeuchtetem Zauberschwämmchen die Single 2-3 x "abgezogen" und dann mit der "raueren" Oberseite des Schwammes abgetrocknet. Was ich dann auf dem Schwamm sah, erschreckte mich doch nicht wenig. Schmodder aus zig Jahren und das alles ganz stressfrei schon mit 1-2 Umdrehungen.
Im Anschluss dann die Platte trocknen lassen und natürlich gleich im Vergleich hören gegangen. Und ich muss sagen, das Ergebnis war doch überraschend. Ich besitze wahrlich keine Goldohren, aber definitv war das vorher alles überlagernde Knistern (man hörte den Song kaum !) doch auf ein erträgliches Maß reduziert. Die Platte wurde nicht richtig gut, keine Frage, aber man kann sie absolut hören.

Ich habe dann den Test noch ein paar Mal mit anderen Müll-Singles probiert, jeweils mit gleichem Ergebnis.

Nun besitze ich einige Singles,bei denen das Knistern bzw. der generelle Zustand ein echtes Problem ist, die aber entweder sehr selten oder einfach mit mit wichtigen Liedern versehen sind. Ich habe dann mal meinen ganzen Mut zusammen genommen und das Verfahren dort auch probiert. Hat geklappt, ich bin wirklich froh, dass ich somit vorher unhörbare Exemplare zumindest halbwegs retten konnte. Ich bilde mir ein, dass unter Umständen die Platten ein klein wenig dumpfer klingen, es ist ja bekannt, dass diese Schwämmchen durch ihr Konzept (Mikrostruktur) durchaus unbemerkt agressiv sein können (nie auf glänzenden Öberflächen oder Plexi verwenden !) und möglichweise bedingt das etwas den beobachteten Effekt, aber vielleicht ist das auch nur Einbildung.
Aber ich persönlich kann damit bei einer 60er-Jahre Mono-Single sehr gut leben, wenn sie dafür überhaupt wieder hörbar wird.
Bei LP's habe ich das noch nicht probiert, mit erschienen Singles aufgrund des größeren Rillenabstandes zunächst etwas geigneter. Desweiteren funktioniert das Prinzip nur mit destilliertem Wasser (oder Leitungswasser, aber das ist ja bekanntermaßen wegen Kalk ungeeignet) und nicht mit der Cheap-Thrill-Mischung aus Wasser und Isoprop.

Soweit mein Erfahrungsbericht für Hartgesottene, es versteht sich von selbst, dass das nur bei extrem verschmutzten Platten Sinn macht, aber vielleicht kann ja der eine oder andere dadurch einen totgeglaubten Schatz heben.
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