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Tonarm unterschied?

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Autor
Beitrag
Rudi7
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 21. Jul 2008, 08:15
Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit Plattenspielern.

ich werde mir in Kürze einen Technics 1210 M5G bestellen.

Nachdem ich mich durch einige Foren gelesen habe,
sind noch ein paar Fragen offen.

Die so genannten Masselaufwerke einiger Hersteller sind in der
Grundausstattung mit einem Rega Tonarm ausgerüstet.

Bei den 1210nern gibt es auch einige die den Tonarm gewechselt haben.
Was ist eigentlich der Grund?
Ist der Original Tonarm so schlecht?
Was ist anders bei z.B. Rega-Armen?
Die Mechanik?
Die Lager?

Was kingt an einem anderen Tonarm besser?

Ich dachte immer der Klang ist auf der Platte und wird im Tonabnehmer
in Elektr.-Impulse umgewandelt und geht dann durch ein Kabel
zum Vorverstärker.
Der Tonarm dient doch nur dazu den Tonabnehmer in die richtige stellung zur Platte zu bringen.

Für die Spezialisten von Euch entschuldige ich mich schon mal
für die naiven Fragen!
Grüße Rudi
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 21. Jul 2008, 17:04
Hallo!

Die Regatonarme sind ab dem RB-300 sogenannte "Tonarme mit dynamischer Auflagekraftverstellung." Bei diesen Tonarmen wird im Unterschied zu "Tonarmen mit statischer Auflagekraftverstellung." des Kontergewicht nur zum Ausbalancierenm des System-Korpusgewichtes genutzt. Den eigentlichen Auflagedruck erzeugt eine Feder o.Ä. Eine dynamische Auflagekraftverstellung hat z.B. bei verwellten Schallplatten Vorteile da der Tonarm damit nicht so leicht aus der Spur kommt. Weiterhin ist es nicht unbedingt notwendig den Plattenspieler "ins Wasser" zu stellen. Andere hochwertige Tonarme wie z.B. der Linn Ekos sin ebenfalls nach diesem Prinzip konstruiert.

Der Hauptgrund allerdings warum auf vielen Laufwerken z.B. von Transrotor OEM-Tonarme von Rega montiert sind dürfte m.E. der günstige Preis dieser Tonarme und die nicht vorhandene Produktionsstätte für einen eigenen Tonarm sein. (Im übrigen funktioniert der meistverwendete Rega-Tonarm, der RB-250 ein Tonarm nach dem statischen und nicht nach dem dynamischem Prinzip, die obengenanten Vorteile fallen da weg.)

Der Tonarm des Technics SL-12xx MK xx ist keinesfalls schlecht, aber es gibt mit Sicherheit auch bessere. Allerdings gibt es m.E. keinen Grund, -es sei denn ein Optischer-, ihn gegen einen RB-250 oder einen Pro-Ject Tonarm auszutauschen der in etwa die gleiche Leistung wie der Originaltonarm hat. Auch die bis vor einige Zeit angebotenen Vivid-Tonarme der Firma Jelco hatten m.E. keinen entscheidenden Vorteil gegenüber den Originaltonarm des Technics.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 21. Jul 2008, 17:07 bearbeitet]
smitsch
Stammgast
#3 erstellt: 29. Jul 2008, 00:52
Den technics Arm halte ich für ziemlich clever, VTA mechanik der Hit und auch optisch der hingucker. Sofern gut behandelt auch nicht schlecht - habe aber schon ettliche player mit defekten TA- Lagern gesehen, und der Armrest/ Liftarm bricht leicht ab. Das alles ist menschliches vergagen - vermute mal, ein rega ist da weniger anfällig? Der grösste vorteil des Rega ist zugleich ein Pferdefus beim originalarm - der Headshell. oft treten nach einigen jahren übergangswiderstände/wackel auf, und findige DJ lecken tatsächlich den Headshellkontakt (alkohol reinigt?)ab was den effekt zusätzlich fördert. Dieses Problem ist mit dem rega weg, und klanglich sind sie bestimmt nicht schlechter.
Monsterle
Inventar
#4 erstellt: 29. Jul 2008, 01:23
Die Auflagekraft mittels Feder einzustellen ist eigentlich ein alter Hut. Bei jedem (älteren) Dual-Dreher wird die Auflagekraft - nach dem Ausbalancieren - auf diese Weise eingestellt. Ich kann mich sogar an einen 721er im Phonomuseum St. Georgen erinnern, der - mit entsprechend präpariertem Plattenteller Platten nicht nur völlig außer Lot, sondern sogar auf dem Kopf stehend einwandfrei abgespielt hat...


[Beitrag von Monsterle am 29. Jul 2008, 14:05 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 29. Jul 2008, 15:14
Hallo!

@Monsterle

Klar ist das Konzept des dynamischen Tonarmes nix neues, es ist allerdings nicht mehr sehr weit verbreitet. Neben dem Linn Ekos und den Regatonarmen gibt es noch den neuen Ortofonarm und das war´s glaube ich auch schon. Tonarme mit statischer Auflagekraftverstellung sind wohl einfacher und günstiger in der Herstellung. Es gibt sicher auch eine ganze Reihe guter statischer Tonarme, z.B. von SME -oder als Gebrauchttonarm-, der berühmte Technics EPA-100/EPA-100 MK II.

MFG Günther
smitsch
Stammgast
#6 erstellt: 31. Jul 2008, 14:28
die technics arme sind - entsprechend dem Preis - Mittelklasse. im Discobetrieb gehen die TA Lager oft kaputt, hab schon einige mit übermässig Spiel gesehen (jeder 2te clubplayer), zudem bricht der Tonarmlift gerne ab.

Ein weiteres (Club-) Problem: oft wird ist kontakt im Headshell - "Stecker" durch Schmutz in jeglicher Form belastet, was oft zu ausfällen/ wackel führt, v.a bei den oft montierten Ortofon concordes.

der Ersatzteilpreis für nen technics arm liegt bei 50 -70 euro. Also kein Wunderding. Spanndend hingegen finde ich die VTA- Mechanik.

Hörbert: sorry, war wohl im tiefschlaf -


[Beitrag von smitsch am 01. Aug 2008, 13:38 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 31. Jul 2008, 15:30
Hallo!

@smitsch

Ich schrieb:



Tonarme mit statischer Auflagekraftverstellung sind wohl einfacher und günstiger in der Herstellung.



Warum um alles in der Welt unterstellst du mir eine gegenteilige Aussage??

MFG Günther
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