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ProJect Debut "Lagertuning"

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be.mobile
Stammgast
#1 erstellt: 28. Aug 2008, 13:59
Hallo,

habe vor das Lager meines Debut Esprit mal zu Ölen, Reinigen etc. Habe gelesen, dass man damit oftmals verbesserungen erzielen kann. Habe nur keine Ahnung wie und was ich tun soll.

Habe jetzt mal den Teller und Subteller abgenommen. Der Subteller steckt ja mit der Achse quasi in dem Lager. Wenn ich ihn drehe, stoppt er auch ziemlich schnell und abrupt wieder. Ist das schon das Lager? Um den Einschub herum befindet sich noch eine Platte, die mit schrauben von oben und anscheinend auch von unten gesichert ist. Muss ich diese auch noch lösen? Siehe 1.Bild in diesem Thread

http://www.hifi-foru...d55e5eaeb06aff00e635

. DIe schwarze Platte mit dem Schafft!

Hat da vielleicht jemand erfahrung mit? Oder hat das bei demselben Dreher schon mal gemacht?

Welches Öl könntet ihr mir empfehlen? Wo soll das dann überhaupt hin? Eigentlich müsste das doch nur in den Schafft in dem der Subteller mit der Achse sitzt oder?

Wäre um jede Hilfe dankbar!

Gruß
be.mobile


[Beitrag von be.mobile am 28. Aug 2008, 14:02 bearbeitet]
the_det
Stammgast
#2 erstellt: 28. Aug 2008, 20:13
Moin,

Deinen Plattenspieler kenne ich nicht direkt. Ich würde aber davon abraten, das Lager zu pimpen ohne zu wissen, was für ein Öl Du brauchst. Dafür müsstest Du wissen, aus was für einem Material das Lager besteht.
Die BDA zu Deinem PS schweigt sich über Lagereinigung und Neubefüllung aus. Was ein Zeichen dafür sein könnte, dass es einfach nicht notwendig ist. Oder es ist eine Wartung, die Pro-Ject selbst durchführen möchte...
Nachlaufzeiten von Tellern müssen nichts über den Lagerzustand aussagen. Das Lager von meinem Thorens TD 160 (7 mm Bronze) ist tiptop (keine Geräusche, keine sichtbaren Schäden), der Innenteller läuft aber trotzdem "nur" etwas über eine Minute nach (per Hand auf 33 1/3 Touren beschleunigt).
Jedenfalls solltest Du nicht am Lager tunen, ohne genau zu wissen, was Du tust. Das Lage ist das wichtigste mechanische Bauteil am Laufwerk. Wenn Du das vergurkst, leidet i.d. Regel die ganze Performance.

Grüße
Det
be.mobile
Stammgast
#3 erstellt: 28. Aug 2008, 20:15
danke für deine antwort.

Naja, wenn er denn mal 1Minute laufen würde. vielleicht reicht ja etwas ÖL schon an der Achse die in dem Schafft ist, ohne das Lager direkt zu öffnen. Was könnte man da nehmen?
the_det
Stammgast
#4 erstellt: 28. Aug 2008, 20:26
Moin,

auch wenn ich mich wiederhole: Ich würde kein Öl verwenden ohne zu wissen, was für ein Öl das Lager verträgt. Die Gefahr, dass das Lager z.B. verharzt, wäre mir persönlich zu groß.
Du musst bedenken, dass das Lager ein Präzisionsinstrument ist, das eine möglichst geringe aber trotzdem definierte Reibung haben muss.
Zusammenfassend kann ich also leider keinen Tip geben, außer sich wirklich erst kundig zu machen

Grüße
Det
be.mobile
Stammgast
#5 erstellt: 28. Aug 2008, 20:31
ja, hab schon verstanden. War ja auch als Frage gemeint. Werde das sofot und ohne Meinungen eh nicht machen. Vielleicht schreibt ja einer, der das bei demselben Dreher schon gemacht hat.
Netzferatu
Stammgast
#6 erstellt: 29. Aug 2008, 13:50

Zusammenfassend kann ich also leider keinen Tip geben, außer sich wirklich erst kundig zu machen


Ich glaube das versucht be.mobile gerade...

Würde mich aber auch interressieren - habe mein Lager mit "Faller" Öl geölt. Harzt nicht und greift keinen Kunststoff an. Damit kann man doch nix falsch machen?!

Aber hier gibt's doch auch "Lagerölgurus"...


Gruß,

Daniel
johnny78
Stammgast
#7 erstellt: 29. Aug 2008, 20:58
Hallo,

also das mit dem Lagertuning würde mich auch mal interessieren, da ich selber seit knapp einem Jahr im Besitz eines Project Debut II bin. Zwischenzeitlich aufgerüstet mit VM Red und Acrylplattenteller.

Auch wenn ich mit meinem Dreher zurzeit mehr als zufrieden bin, höre eh nur gelegentlich Platten mit dem Schwerpunkt Hard & Heavy, geiler Sound & geniale Optik, würde mich interessieren ob ein regelmäßiges Nachölen, ählich sagen wir mal, wie ein Nachfetten der Kette beim Fahrrad, generell zu empfehlen ist und mithilft die Lebensdauer zu erhöhen?

Der Ebay-Händler, bei dem ich den Dreher gekauft habe, bietet in seinem "Plattenspielertuning" Sortiment gerade sogenanntes "Pro-Ject Grease it Lageröl" an mit dem Hinweis "für alle Plattenspieler geeignet".

http://cgi.ebay.de/P...sidZp1742.m153.l1262

Allerdings auch hier ohne nähere Beschreibung, wie dies jetzt genau durchzuführen ist.

Also müsste doch auch beim Project Debut ein Lagertuning möglich sein?
Oder alles nur Abzocke und Voodoo???

Gruß
Christian
janosch7
Stammgast
#8 erstellt: 29. Aug 2008, 21:05
Das richtige Öl und Poliermittel nebst Anleitung gibt es beim Forenmitglied "Violette" zum günstigen Kurs. Ich habe im Pro-ject Thread was zum Lagertuning meines Xpression geschrieben.

Gruß Detlef
Fhtagn!
Inventar
#9 erstellt: 30. Aug 2008, 04:41

Also müsste doch auch beim Project Debut ein Lagertuning möglich sein?
Oder alles nur Abzocke und Voodoo???


Hallo,

Klar kannst du das "Lager" gängiger machen. Nur hat der Debut kein ordentliches Lager, sondern billigsten Schund verbaut.
Ein Lager zu Polieren ist meiner Meinung nach auch totaler Schwachsinn, da es bereits ab Werk glatt laufen muss. Sollte Nachpolieren notwendig sein, ist das ein Produktionsfehler.
Haben die Debut Teile überhaupt eine vernünftige Lagerung? Ich habe in diversen Läden die Dinger angeschaut, und in keinem hatte ein Debut mit Standardteller einen Nachlauf von mehr als 5 Umdrehungen .
Ich habe mal bei einem meiner Brauns mitgezählt (auch nach einem Teflon-Versuch): PS 350: aus 45: 178 Umdrehungen. Und das ist mein schäbigster Dreher. Gekauft für 12€ ohne System als Teileträger......

Pro-Ject, naja.

Gruß
HB
Fhtagn!
Inventar
#10 erstellt: 30. Aug 2008, 05:29
Achja: Das Teflon hat echt was gebracht. Vorher muss man allerdings das Lager vollständig fett- und ölfrei machen. Ich hatte Industrie-Teflon benutzt, das musste man aufpinseln und danach erhitzen.
Ehrlich gesagt hab ich das aber dann bei dem Versuch belassen, klanglich änderte sich da gar nichts.

Gruß
Haakon
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 30. Aug 2008, 06:44
Hallo!

Refcht gute Erfahrungen habe ich mit 10 W 40 Motorenöl bei Riemenläufer a.La Thorens gemacht, allerdings sollte das Lager vorher gut von allen alten Öl- Fettrückständen gereinigt werden. Die "Ölung" sollte so alle zwei Jahre erfolgen und das Lager dabei jedesmal gereinigt und überprüft werden.

Nicht vergessen sollte bei dieser Prozedur auch die Laufflächen des Treibriemens gleich zu reinigen (Pulley-, Teller-, b.z.w. Innentellerlaufflächen) Soll ein Riemenläufer optimal auf dem "Punkt" bleiben ist das m.E. auch der richtige Zeitpunkt den Treibriemen zu tauschen, auch sollte man sich dann gleich um eine neue Abtastnadel oder gleich um ein neues System kümmern. Wenn man schon dabei ist kann man bei der Gelegenheit gleich noch die Tonarmlager, die Justage und die Auflagekrafteinstellung mit überprüfen.

MFG Günther
Armin2
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 30. Aug 2008, 07:19
Moin,
Waffenöl.

Funktioniert seit 30 Jahren bei jedem Laufwerk perfekt.
Mit der Verschraubung ändert man die Lagerhöhe. Würd ich aber nicht beigehen.

Gruß
Armin
Fhtagn!
Inventar
#13 erstellt: 30. Aug 2008, 07:35
Äh, kein X-beliebiges Waffenöl!!!

Du meinst wahrscheinlich Ballistol, das geht auch gut.

Aber bitte kein normales Waffenöl, da gibts nämlich schon Unterschiede. Ballistol ist harzfrei.
Armin2
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 30. Aug 2008, 08:49
genau das meine ich.
be.mobile
Stammgast
#15 erstellt: 30. Aug 2008, 12:09
so ähnlich ist das bei auch, dass der Subteller nich wirklich viel umdrehung schafft. Denke ich werde einfach mal den schafft und die achse mit Q-Tip und Isoprob. reinigen und dann mal ganz wenig Öl probieren, vielleicht bringt es ja was. Also wichtig scheint mir bei dem Öl zu sein, dass es nicht Harzt, richtig?

Violette habe ich schon mal angeschrieben,aber ich habe noch keine Antwort erhalten.
be.mobile
Stammgast
#16 erstellt: 30. Aug 2008, 14:11
http://cgi.ebay.de/w...=STRK:MEWA:IT&ih=008

Könnt ihr das empfehlen? ist Ballistöl. Das von ProJect kostet immerhin 13€ für 10ml!! 4,...€ reichen glaub ich.

Was meint ihr? Kaufen, probieren?
johnny78
Stammgast
#17 erstellt: 31. Aug 2008, 00:53
@ Fhtagn! :
Nur hat der Debut kein ordentliches Lager, sondern billigsten Schund verbaut.

Hallo Haakon,

Könntest Du Deine Aussage bitte mal über den Verweis auf den Nachlauf hinausgehend konkretisieren:

1. Wie ist das Lager des Debut aufgebaut?
2. Wie ist ein "ordentliches Lager" aufgebaut?
3. Was sind die prägnanten Unterschiede, welche eine Bezeichnung "ordentliches Lager" und "billigsten Schund" rechtfertigen?

Gruß
Christian
silberfux
Inventar
#18 erstellt: 31. Aug 2008, 15:49
Hi, den Austausch oder das Nachfüllen von Lageröl möchte ich nicht als Pimpen bezeichen, sondern als Pflege und Wartung. Wenn der Befund allerdings so ist wie oben beschrieben (also nur wenig Nachlauf und abruptes Stoppen), dürfte schon ein nennenswerter, reparaturbedürftiger Schaden vorliegen. Ein Lager in einwandfreiem Zustand sollte auch ohne Öl nicht abrupt abstoppen. Dem Hinweis auf Violette solltest Du nachgehen und zunächst seinen Rat einholen. Über die Qualität des Debut-Lagers kann ich nichts sagen; zu viel sollte man allerdings bei einem Dreher dieser Preisordnung auch nicht erwarten.

Gruß von Silberfux
be.mobile
Stammgast
#19 erstellt: 31. Aug 2008, 16:31
ja, Voilette hab ich angeschrieben, keine Antwort!

Wie sieht es denn jetzt nun mit dem Öl aus, was ich angegeben habe? Das das Lager nu nich so pralle is hab ich jetzt oft genug gehört, aber was solls? Oder habt ihr gleich mit 2000€ drehern angefangen?? Muss alles nen bisschen im Verhältnis stehen. Immer dieses gelaber : das is eh nen kack lager und der letzte dreck. blabla... ich kanns langsam nich mehr hören.

Wollt doch lediglich nen Tipp wie man das pflegen, reinigen oder wie auch immer "tunen" könnte!

So das musste jetz mal raus! Hoffe ihr könnt mir jetz ma was zu dem Öl sagen

Da fällt mir noch was ein: Ist es nicht möglich das Lager zu tauschen? Zb mit dem vom Xpression oder so? Oder anderen? Habt ihr vielleicht welche, als empfehlung?

Danke!


[Beitrag von be.mobile am 31. Aug 2008, 16:37 bearbeitet]
janosch7
Stammgast
#20 erstellt: 31. Aug 2008, 17:02
Das Xpression Lager passt, kostet aber ca. € 50.- (Teflon Boden)

Hast Du ein Gleitlager oder mit Stahlkugel? Es gibt verschiedene Ausführungen.

Dementsprechend auch unterschiedliche Öle.

Kauf das Set von Violette, meins lag zwischen € 15.- und € 20.-. Beinhaltete 2 verschiedene Öle, für die Achse und den Boden. Ferner Polier und Reinigungsmittel und Hilfswerkzeug.

Wenigstens hast Du dann die Gewissheit, Materialverträgliche Öle zu benutzen.

Ballistol könnte meines Erachtens schon zu dünn sein.

Violette wird sich schon melden.
Gruß Detlef


[Beitrag von janosch7 am 31. Aug 2008, 17:02 bearbeitet]
be.mobile
Stammgast
#21 erstellt: 31. Aug 2008, 18:20
Danke für die Antwort. ALso ne Kugel hab ich nich gesehn. Wie gesagt einfach nur den schafft mit ner plan geschliffenen Achse unten. Mehr hab ich da nicht gesehn.

Wo würde man das Lager herbekommen? HAst du da jemand an der hand? Oder online shop? Gibt es ein Händler für Ersatzteile, die finde ich nämlich nie im wwww. Ist der Ausbau sehr schwer oder eher leicht?

Hatte Violette nicht auch nen online shop?


[Beitrag von be.mobile am 31. Aug 2008, 18:23 bearbeitet]
janosch7
Stammgast
#22 erstellt: 31. Aug 2008, 22:10
E-Teile gibt es hier

Anrufen, es gibt alles auf Anfrage.

Ausbau: 2 Schrauben unter dem Gerät lösen, Abdeckkappe entfernen. Von oben die 3 Schrauben des Lagers lösen, auf der Unterseite sind kleine Muttern. Schon hälst Du das Lager in der Hand. Beim Einbau die Schrauben gleichmäßig anziehen, mit Wasserwaage auf waagerechte Lage achten.

Gruß Detlef
be.mobile
Stammgast
#23 erstellt: 01. Sep 2008, 07:28
cool, das is alles? Glaub das bekomme ich hin. Aber klanglich änder sich ja dann eh nichts, oder? Wie sieht das denn mit den Preisen bei dem Shop aus? Gehn die auch bisschen unter Listenpreis?


[Beitrag von be.mobile am 01. Sep 2008, 07:30 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#24 erstellt: 01. Sep 2008, 11:07
Hi,

sorry, aber nur mal zur Klarstellung: Solche Worte habe ich nicht benutzt und auch nicht gemeint. Den zutreffenden Hinweis, dass man in einem Einstiegsdreher kein HiEndLager erwarten kann, solltest Du aber ja wohl noch ertragen können.

Ich wundere mich ehrlich gesagt darüber, dass die Tellerachse unten plan geschliffen sein soll. Normalerweise ist das Achsenende ist unten konusförmig oder es sitzt zwischen Lagerboden und Achsenende eine Kugel. Beides soll die Berührungsfläche zwischen Lagerboden und Achsenende auf einen kleinen Punkt konzentrieren und damit die Reibung und das Rumpeln drastisch reduzieren. Wenn die Achse mit voller Fläche auf dem Lagerboden liefe, wären die Reibung viel zu hoch und der Teller würde nicht oder nur ganz kurz nachdrehen.

Der fehlende Nachlauf spricht nach wie vor m.E. dafür, dass Dein Lager ein erhebliches Problem hat, das allein mit Ölnachfüllen oder -wechseln nicht zu beheben sein dürfte.

Gruß von Silberfux
janosch7
Stammgast
#25 erstellt: 01. Sep 2008, 11:28
Kleiner Tipp: Den Nachlauf mit abgenommenen Riemen prüfen. Sonst bremst der Motor sofort ein.

Gruß Detlef
be.mobile
Stammgast
#26 erstellt: 01. Sep 2008, 12:08
ja das vertrage ich, war ja auch nur so mal. Das das kein High End ding ist ist doch klar, aber man muss ja nich immer alles soo dramtisch schlecht machen, oder? Gut, dann sind wir uns da ja einig.

Vielleicht lag die Kugel auch noch in dem Schafft, an der Achse war aufjedenfall keine. Der Riemen war aber, der Nachlauf ist extrem wenig. Hab jetzt ein Angebot für ein Lager aus dem Xpression 3 oder 1. Der anbieter war sich aber nicht sicher, ob das Lager so problemlos in den Debut passt. Auch der Subteller müsste dann wohl neu. Was meint ihr dazu?
johnny78
Stammgast
#27 erstellt: 01. Sep 2008, 21:41
Hallo,

also mein Debut II hat auch eine "plan geschliffenen Achse", in der Messinglaufbuchse befindet sich allerdings eine Kugel, vermutlich Stahl oder Edelstahl. Da befindet sich dann auch das Öl.
Beim Xpression ist ja laut Herstellerbeschreibung von "Edelstahl-Tellerlagerachse mit Teflon-Lagerspiegel in Messinglaufbuchse die Rede"? Der einzige Unterschied wäre dann also nur der Teflon-Lagerspiegel. Was genau ist damit gemeint? Bedeutet das, dass sich dort in der Laufbuchse eine Kugel aus Teflon befindet?
Entschuldigt meine naiv klingenden Fragen, aber leider wurde auf meine Nachfrage nach dem Aufbau eines Lagers und möglicher Unterschiede weiter oben nicht reagiert. Es wurde nur von "billigstem Schund" beim Debut geredet.

Gruß
Christian
Bunbury
Stammgast
#28 erstellt: 02. Sep 2008, 08:58
Mit Ballistol wäre ich vorsichtig, Bei Elektronik hab ich das noch nicht ausprobiert, aber bei Waffen ist es mehr berühmt berüchtigt als bewährt und gut. Als es vor hundert Jahren erfunden wurde, mag es absolut überragend gewesen sein, viele Jäger und Schützen benutzen es heute höchstens noch für Holz und Leder oder als Abschluss der Brünierung, weil es verschrien ist, trotz aller Legendenbildung ziemlich zu verharzen. Deshalb werden heute eher modernere Kriechöle Typ Brunox oä benutzt. Diese sind für Plattenspieler wahrscheinlich viel zu dünn, aber ich würde für alle Fälle die Harzwarnung bei Ballistol nicht ganz ungeachtet lassen.

Zudem soll es auf Messing und Kupfer (laut Wikipedia) Oxidation fördern.
Soulific
Stammgast
#29 erstellt: 02. Sep 2008, 09:24
Hallo,

das Lager des Xpression hat soweit ich mich erinnere keine lose Kugel, was einen besseren Gleichlauf und weniger Rumpeln zur Folge hat. Die Lagerbuchse sollte sich ohne große Probleme einbauen lassen. Vielleicht muss ein bisschen gefeilt und gebohrt werden. Den Subteller samt Lagerachse brauchst du natürlich auch.
Auch hier aber würde ich sagen, dass ein anderer Plattenspieler die bessere Wahl wäre. Zum einen kostet das Lager samt Tellerchen Geld und zum anderen wird doch nichts gescheites draus. RPM 1 + 8.6cc + Acrylteller + Speedbox, das wäre ich Plattenspieler auf dem sich auch Tonabnehmer jenseits der 200€ wohl fühlen und dessen Potential noch für einen 400€ System reichen dürfte. Mit dem Debut kommt man da nie und nimmer hin.
Wenn dein Basteltrieb so groß ist denk doch mal über ein Selbstbauprojekt nach. Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Eigenbau erinnern. Es war viel Arbeit und einiges an Barem nötig aber der Stolz und der Spass haben das alles mehr als aufgewogen.
Wenn du lieber tunen als neu bauen willst, dann bieten Plattenspieler wie ein Thorens TD-125 eine sehr gute Basis mit viel Raum für eigene Ideen. So ein Plattenspieler lässt sich vor allem sehr, sehr weit bringen.

Lieben Gruß,
Sebastian
silberfux
Inventar
#30 erstellt: 02. Sep 2008, 15:19
Hallo Be.mobile: ja wir sind uns einig!!!

Christian: Ein Lagerspiegel befindet sich ggf. am Boden des Lagers. Das Teflon-Material soll eine besonders geringe Reibung zwischen Lagerboden und Lagerachse bzw. der Kugel gewährleisten. Interessant ist möglicherweise der Hinweis, dass auch in vielen (oder sogar allen?) älteren Thorens Drehern Lagerspiegel aus Kunststoff verbaut waren. Wenn man heute so ein Lager betrachtet, hat durch intensiven Gebrauch und das Gewicht von Achse, Teller, Auflage und Platte meist die am unteren Ende konisch geformte Tellerachse eine deutliche Vertiefung in dem Kunststoff hinterlassen. Da das Achsende dann nicht mehr punktförmig, sondern mit größerer Fläche aufliegt, vergrößert sich die Reibung gegenüber dem Neuzustand. Der hier bereits genannte Thorens- und Lagerexperte Violette, dessen Produkte ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann, vertreibt daher Lagerspiegel aus dünnem Hartmetall, die einfach auf den alten Kunststoff-Lagerspiegel gelegt werden. Damit wird dann wieder ein sehr geringer Reibungswert erzielt. Bei einem neuen oder fast neuen Lager sollte aber ein Kunststoff-Lagerspiegel noch gut erhalten sein.

Von der Verwendung von Teflon-Kugeln in Lagern habe ich noch nicht gehört. Die Kugeln sind ggf. aus besonders hartem Stahl oder Mineral (sogar Rubin wird verwendet).


Gruß von Silberfux
Großmogul
Stammgast
#31 erstellt: 08. Jan 2010, 14:40
Ich grab' diesen alten Fred nochmal aus....

Im Moment nutze ich einen 2.9 classic und möchte mal einen Blick auf den Ölstand im lager werfen. Geräusche höre ich absolut keine und der leichte Subteller läuft sehr leichtgängig und auch nach.
ATR sagte mir, ich solle die Achse samt Subteller abziehen und einen Blick in die Lagerbuchse werfen. Wenn man das Teflon sehen kann, sei alles ok.

Nur, ich kriege die Achse mit Subteller eben nicht einfach nach oben abgezogen. Nach ca. 2mm schlägt etwas an und dann ist Ende.
Muss ich da von unten 'ran und alles abschrauben?
Weiss jemand etwas?

Gruß
Großmogul
johnny78
Stammgast
#32 erstellt: 08. Jan 2010, 23:15
Hallo Großmogul,

Unten die große Hülsenmutter abschrauben. Du siehst dann an der Achse eine Sicherungsscheibe. Diese abziehen dann kannst Du die Achse problemlos von oben rausziehen.

Gruß
Christian
johnny78
Stammgast
#33 erstellt: 08. Jan 2010, 23:53
Ach so, zuvor mußt Du natürlich die schwarze Plastikverdeckung von unten abschrauben, um überhaupt die Hülsenmutter zu sehen. Auf deren Boden befindet sich die Teflonscheibe. Auf dieser dreht sich die Achse.

Zur zeit gibt es ein aktuelles Ebay Angebot mit einem Bild, wo Du den Aufbau des Lagers gut sehen kannst.

http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT

Gruß
Christian
Großmogul
Stammgast
#34 erstellt: 09. Jan 2010, 11:31
Hallo Christian,

Danke!
D.h. ich ziehe das Lager komplett raus aus dem Chassis wenn ich das richtig verstehe.

Schönen Gruß
Großmogul
johnny78
Stammgast
#35 erstellt: 09. Jan 2010, 13:27
Hallo Großmogul,

Wenn Du die große Hülsenmutter abgeschraubt und die Sicherungsscheibe/ Sprengring von der Achse entfernt hast kannst du den Subteller mit der Achse vorsichtig von oben rausziehen. Die Lagerbuchse solltest Du nicht lösen.

Ich selber habe an meinem 2.9 Wood das vorhandene Öl komplett entfernt, d.h Achse entfettet etc. und dann gegen Joels (Violette) Öl ausgetauscht. Den Sprengring würde ich anschließend weglassen, so kannst Du beim nächsten Check den Subteller samt Achse problemlos von oben herausziehen. Der dient wohl eher als Transportsicherung, damit bei Kopfstand der Subteller nicht herausfallen kann.

Gruß
Christian
Großmogul
Stammgast
#36 erstellt: 09. Jan 2010, 18:42

johnny78 schrieb:
Hallo Großmogul,

Wenn Du die große Hülsenmutter abgeschraubt und die Sicherungsscheibe/ Sprengring von der Achse entfernt hast kannst du den Subteller mit der Achse vorsichtig von oben rausziehen. Die Lagerbuchse solltest Du nicht lösen.

Ich selber habe an meinem 2.9 Wood das vorhandene Öl komplett entfernt, d.h Achse entfettet etc. und dann gegen Joels (Violette) Öl ausgetauscht. Den Sprengring würde ich anschließend weglassen, so kannst Du beim nächsten Check den Subteller samt Achse problemlos von oben herausziehen. Der dient wohl eher als Transportsicherung, damit bei Kopfstand der Subteller nicht herausfallen kann.

Gruß
Christian


Hallo Chrsitian,

ich kann's mir im Moment nicht genau vorstellen, muss mir das ansehen und jetzt weiss ich ja wie es geht .
Ich wollte einen Schluck Motoröl einfüllen (synthetisches 0W40), das könne ich nehmen meinte ATR.

Schönen Gruß
Großmogul
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