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Woran erkenn ich einen Plattenspieler mit Magnetsystem?

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derwildi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 23. Jan 2009, 19:05
hallo,

habe einen alten Pioneer PL-10 Schallplattenspieler und brauche einen Phono-Entzerrer um ihn anzuschließen. Habe einen gefunden jedoch steht dabei, dass er für Magnetsysteme ist. Wie find ich das herraus?bzw wo ist der Unterschied?
MC_Shimmy
Inventar
#2 erstellt: 23. Jan 2009, 19:13
Hallo derwildi,

die Typenbezeichnung hilft da weiter. Müßte eigentlich auf dem Tonabnehmer stehen (vorne, unten, oben?). Wenn Du da nichts erkennen kannst, mach ein Foto!
Grundsätzlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß es ein Magnetsystem ist. Der PL-10 ist ein eher einfaches Gerät, da ist es unwahrscheinlich, daß ein Moving-Coil-System eingebaut wurde.

Gruß
Martin
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 23. Jan 2009, 19:15
Hallo!

Praktisch gibt es ein Unterscheidungsmerkmal das in 98% aller Fälle zutrifft. Bei MM-Systemen kann man in der Regel den Nadelträger vom System abziehen. Du erkennst das daran das das Röhrchen zumeist in einen Träger aus Kuststoff verpackt ist.

Bei MC-Systemen ist das Nadelträgerröhrchen fest im Systemkorpus integriert. Das siehst du auf einen Blick das Röhrchen geht gleich ins System.

Es gibt noch eine Möglichkeit den Unterschied festzustellen, -aber Vorsicht-! Bei MC-Systemen ist der Systemkorpus zumeist stark Magnetisch, ein vorsichtig in die Nähe des Korpus gebrachter Schraubenzieher wird stärk angezogen. Allerdings gibt es auch da einige wenioge Ausnahmen, einige MCs sind von aussen nur scvhwach magnetisch und einige Moving Iron Systeme (Abart des Magnetsystems) stark magnetisch. Aber alle diese Ausnahmen sind recht selten anzutreffen.

MFG Günther
derwildi
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 23. Jan 2009, 20:29
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soweit mal vielen Dank.. Ich kann jedoch die Spitze abziehen, es besteht jedoch nicht aus Plastik?

Anbei ein Bild:

also die Nadelspitze und das goldgelbe Metalteil gehören zusammen und lassen sich vom Rest abtrennen. Ist das nun Trotzdem MM, da trennbar?




[Beitrag von derwildi am 23. Jan 2009, 20:32 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 23. Jan 2009, 21:14
Hallo!

Hut ab vor den Basteltalenten so mancher Zeitgenossen. Auf den Gedanken eine Abtastnadel die Offenbar von einem Shure stammt in ein Orofon-System zu würgen wäre ich im Leben nicht gekommen. Aber offenbar Funktioniert es.

Ja, das ist ein aus zwei Systemen zusammengesetztes Magnetsystem. Den Systemkorpus mit Originalnadel kannst du hier sehen: http://www.phonophono.de/Yortofon_om10.php3?Kennung=

MFG Günther
derwildi
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 23. Jan 2009, 22:40
heißt das die Nadel gehört eigentlich nicht zu dem Plattenspieler?? ja, sie sieht anders aus als die Originalnadel, hab sie aber durch eine Suchfunktion von einer Seite gefunden..
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 24. Jan 2009, 10:33
Hallo!

Richtig, diese Abtastnadel gehört definitiv zu einem anderen Abtastsysten. Der Bastler der diese Kombination produzierte hat die Kunsttoffummantelung des eckigen Führungsrohrchens entfernt, deswegen ist schwer zu sagen von welchen System die Abtastnadel ursprünglich stammt. Ich vermute mal von einem System der Marke Shure, sie könnte aber auch von einem System der Marke Elac stammen und es gibt wohl noch einige andere mögliche Kandidaten. Aber auf keinen Fall von einem System der Firma Ortofon. Da aber stammt mit 99% Wahrscheinlichkeit der Systemkorpus her. Das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Korpus eines OM- oder OMB-Systems.

Das heißt nicht das diese Kombination nicht funktioniert, das tut sie ja offenbar. Zweifelhaft ist allerdings ob der resultierende Frequenzgang wirklich HiFi gerecht ist, zweifelhaft ist weiterhin ob diese Kombination auch nur annährend Sauber und Verzerrungsfrei abtastet. Schlußendlich dürfte darüber aber nur eine Messung Aufschluß geben.

Wenn diese System-Nadel-Kombination allerdings keine hörbaren Verzerrungen verursachen sollte, deine Schallplatten nicht beschädigt und dich die Optik nicht stört sehe ich andererseits -Rational betrachtet-auch keinen Grund die Nadel unter allen Umständen zu entfernen und eine Originalnadel einzusetzen.

Ich selbst würde diese Kombination allenfalls solange benutzen bis ich genügend Meßdaten gesammelt hätte und würde diese erstmal auswerten um zu sehen inwieweit sich diese Kombination von der Originalkonfiguration unterscheidet. Wären die Unterschiede Marginal und die Beschädigung meiner Platten ausgeschlossen würde ich sie alleine schon der originellen Idee wegen bestehen lassen.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 24. Jan 2009, 17:43 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 24. Jan 2009, 10:52
Moin,

interessante Bastelvariante!

Das viereckige Röhrchen ist entweder mit brutaler Gewalt in das arme Ortofon hineingeprügelt worden, oder an den Seiten verformt worden.

Das Loch im Ortofon Korpus ist zwar tatsächlich eckig, obwoh eigentlich ein rundes Röhrchen hineinkommt,
aber es ist zu klein um diese Art Nadelträger aufzunehmen.

Ich habe es gerade mal probiert.

Die kleinsten Einschübe dieser Form haben Elac und Shure (V15III).

Die passen nichtmal vorne durch das äussere Metall.

Selbst die noch kleineren aus Plastik von Excel(?) passen nicht.

Da muss das Röhrchen hinten ganz schön gequetscht sein.

Eine Originalnadel könnte evtl. nicht mehr richtig fest sitzen.

Da die Systeme meist nicht mehr kosten als die Nadel allein, wäre daher gleich ein neues System anzuraten.

Die S- Arme der japanischen Plattenspieler sind meist relativ schwer.
(Hersteller vermutlich Jelco?)

Ein OMB wäre da nicht optimal aufgehoben.

Wenn´s billig sein soll, gäbe es Nagaoka oder AT für ca 25 Euro.

Die passen dann eher zum Arm.

Aber da zeige uns vorher noch den kompletten Arm, damit das sicher sein kann.

Gruss, Jens
derwildi
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 24. Jan 2009, 11:58
mh also laut Auschrift brauch ich doch eine 0MB Nadel, die Nagaoka ist aber eine MP(laut google^^). passt doch dann wohl nicht?

hier nochmal Bilder:




bei dem zweiten Bild steht " Pioneer" auf dem Arm"



[Beitrag von derwildi am 24. Jan 2009, 11:59 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 24. Jan 2009, 12:14
Moin,

OMB ist der Name des Systems.

Je nach Nadel wird daraus ein OMB5 oder OMB10.
(das sind die die ich kenne)

"Ein Nagaoka" (ein System mit Nadel) wäre dieses:

http://www.williamth...173-182_p5720_x2.htm

Das AT95:

http://www.williamth...173-176_p4583_x2.htm


Es gibt aber noch viele andere Systeme die hier im Forum für z.B. den Technics SL1200 MKII empfohlen werden.

Der Tonarm des Pioneer dürfte vom Gewicht her ähnlich sein.

Es passen alle 1/2" (Halbzoll) Systeme mit nicht zu hoher Nadelnachgiebigkeit/Compliance.
(ca 5-15mm/µN)

Jedes der genannten Systeme dürfte besser für deine Platten sein als der jetzige Zustand.

Wenn der Pioneer nicht vom Motor her brummt, lässt sich durchaus auch ein hochwertigeres System mit Erfolg verwenden.

Ich kenne die genannten Systeme nicht persönlich, es gibt aber viele Hörberichte und Tips hier im Forum unter "Suche".


Gruss, Jens
derwildi
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 24. Jan 2009, 12:58
okai und die tonabnehmer kann ich dann einfach an meinem Tonarm befestigen? motor ect läuft einwandfrei.
suuuper dann soweit mal herzlichen dank!!!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 24. Jan 2009, 14:49
Moin,

ja das ist die genormte 1/2" Befestigung.
(Halbzoll Schraubenabstand)

Gruss, Jens
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 24. Jan 2009, 17:54
Hallo!

@derwildi

So ein System muß man im übrigen auch richtig justieren, das ist kein Hexenwerk und keine Wissenschaft. Eine ausführlich bebilderte Anleitung für dieses Procedere und Schablonen die als Hilfsmittel für diese Tätigkeit verwendet werden gibt es hier kostenlos: http://www.vono.ch/akustik/ersteHilfe/plattenspieler/index.html

An deiner Stelle würde ich mir das von Jens verlinkte Nagaoka holen. Das ist der Nachbau eines Systems der Firma Technics und wurde für Tonarme wie den des Pioneer´s konzipiert. Es ist ein System mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältniss und m.E. in der Preisgruppe bis 50 Euro für Tonarme dieser Bauart die beste Lösung.

MFG Günther
derwildi
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 24. Jan 2009, 19:50
najo hört sich schon krass an das ganze Zeug;-).. aber wird schon irgendwie klappen:-)
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