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Analog-Einstieg! Thorens oder Dual oder Scott?

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Autor
Beitrag
alfred1410
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Mrz 2009, 13:34
Guten Tag!

Möchte, nach 20 Jahren CD-Primat, meine Nase mal in die analoge Welt stecken und suche also einen Plattenspieler, der zwei Bedingungen erfüllen muß: a) muß er so gut sein, daß er im Direktvergleich zu meinem CD-Spieler nicht sofort ins Hintertreffen gerät; b) darf er aber auch nicht zu teuer sein, weil das Budget knapp und das Ganze ja erst mal ein Experiment ist.

Folgende Möglichkeiten hab ich mir ausgeguckt:
a. einen Thorens 14x, 16x oder 115, da kann man wohl nicht viel falsch machen, aber vergleichsweise teuer (Ebay)
b. einen größeren Dual (621, 701), auch Ebay
c. einen Scott PS 77VX, den der Gebrauchthändler meines Vertrauens für 140.-- im Regal hat, eher ein Exot, aber vielleicht gerade deshalb reizvoll. Inkl. Shure-System.

Was tätet Ihr? Spieler hinge an NAD 304 und Rogers LS7t, Player-Konkurrenz Harman/Kardon hd7400.

Freue mich über jede Antwort, insbesondere über Scott-Informationen.

Analoge Grüße
a
dobro
Inventar
#2 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:04
Hallo Alfred,

mal ein paar Fragen vorweg:

1. Was bist du bereit auszugeben
2. Hast du überhaupt schon Schallplatten

ein paar Antworten vorweg:

1. Um einen Analogdreher auf das Niveau einer CD zu bringen, muss schon einiges Potential vorhanden sein. Neben einem ordentlichen Plattenspieler (sollte ruhig laufen, ein ordentliches System haben, sollte ordentlich justiert sein) muss er auch an einem ordentlichen Phono-Eingang angeschlossen werden können.
2. Die Schallplatten sollten gepflegt sein und benötigen ggf. auch eine Waschung
3. Ordentliche Dreher hast du genannt, die mit einem ordentlichen System zwischen 150 und 250 € liegen

Schaue mal ins dual-board. Da gibt es hin und wieder Angebote zu den 6er und 7er Dualplattenspielern, die oftmals auch in einem gepflegten und gewarteten Zustand angeboten werden.

Hier könntest du mal anfragen:

http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=21911

http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=22217

http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=22289

Dieser wäre auch o.k:

http://www.dhd24.com/azl/index.php?anz_id=13014513

Es gibt also viele Möglichkeiten.

Gruß
Peter
alfred1410
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:12
Lieber Peter,

danke für die erste Einschätzung; ich hab schon ein paar Platten, die sind aber mehr oder minder geerbt und in wahrscheinlich zweifelhaftem Zustand; mag aber keine CDs mehr kaufen, das ist mir einfach zu langweilig und erscheint mir in Zeiten, wo Digitalmusik ohnehin im Internet herumschwirrt, auch irgendwie überflüssig.

Budget liegt tatsächlich bei max. 150, aber wirklich max.

Danke jedenfalls schon mal für den Tip mit dem Dual-Board, da werd ich mich mal umtun!

Grüße
a
Rillenohr
Inventar
#4 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:21
Ich kenne den Scott nicht, dafür eBay.

Wenn du das Risiko von Zusatzkosten, Ärger und Zeitverlust nicht in Kauf nehmen möchtest, bzw. wenn du kein Hardcore-Bastler bist, dann nimm den Scott deines Gebrauchthändlers. Der dürfte sofort einsatzbereit sein.

Da das ganze eh ein Experiment darstellt, kannst du später, mit der entsprechenden Erfahrung, immer noch auf einen Thorens, Dual etc. umsteigen.

Wie es klingt, liegt nicht soooo sehr am Spieler, sondern mehr am TA-System.
alfred1410
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:27
Ja, diese Überlegung hab ich auch schon angestellt -- mein Händler hat neben dem Scott-Shure-Gespann für 140.-- auch noch besagten TD 115 MkII mit, wenn ich mich recht erinnere, dem werksseitigen Stanton-System; dafür sind 170 aufgerufen. Wie würdest Du (würdert Ihr) da entscheiden?

Abermals Grüße
a
Rillenohr
Inventar
#6 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:43
Für einen 115 scheinen mit 170 EUR viel zu viel. Bei Thorens kämen für mich nur die 140/160er Modelle in Frage, oder ein 150, 125, 126, desweiteren die 300er Modelle. Darunter würde ich nicht gehen - außer für ganz wenig...
viper550
Neuling
#7 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:46
tagchen - also ich würde Dir für Dein Budget einen Dual 704 empfehlen - bekommt man locker bei ebay in sehr gutem Zustand und wenn ein neuwertiges Shure V15 Typ 3 drin ist brauchst Du schon einen recht guten CD-PLayer der hier gleich gut spielt , der Thorens ist auch ganz okay - aber 170.- sind etwas viel wie ich finde , besser wäre Du würdest etwas höherwertig einsteigen , vor allem Klanglich - hier wäre meine Empfehlung ein Kenwood KD 7010 oder 990 oder 770 , diese Baureihe eben , das sind Spitzen Plattenspieler die nicht kaputt zu kriegen sind und dazu ein Benz Micro Gold oder ein Ortofon Nr.2 : die beiden Kombinationen habe ich hier bei mir laufen : das iss schon was !!! .
alfred1410
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:55
Danke bzw. schau an, genau so einer steht grad bei Ebay drin...!
alfred1410
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Mrz 2009, 15:56
Also ein Dual 704 mit dem besagten Shure...
dobro
Inventar
#10 erstellt: 25. Mrz 2009, 16:03
Hallo,

@viper: Gute Empfehlungen. Leider sprengen sie die max. angegebenen 150 €

Ich denke, man kann schon den Kollegen aus dem Dual-board glauben, wenn sie einen Dreher auf Vordermann gebracht haben, dazu braucht es dann keinen Händler (manchmal kennen die sich mit Plattenspielern auch so gar nicht mehr aus). Ich habe selbst schon einen dort gekauft und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Der Thorens TD 115 ist sicherlich auch ein unterschätzter Dreher. Mit dem Stanton und 170 € spielt er allerdings nicht so toll auf. Der Dual 704 ist ein toller Dreher - hatte ich schon (hat auch nicht das Pimpelproblem vieler Dual-Automaten). Das V15 III mag auch ein gutes System sein. Die Nadeln darunter sind es i.d.R. nicht mehr. Ein guter Nachbau soll so um die 100 € kosten.

Der von mir oben auch vorgeschlagene Denon-Dreher ist mit dem Denon DL 110 schon sehr ordentlich bestückt - so denn der Zustand der Nadel richtig wiedergegeben wurde. Ist aber über 150 €.

Vielleicht ist der Scott mit Garantie für 140 € keine schlechte Alternative. Ich kenne ihn aber nicht.

Gruß
Peter
alfred1410
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 30. Mrz 2009, 10:52
So, die Dreher-Frage ist (fürs erste) entschieden: Es ist der Scott geworden, nachdem mein Händler (auf dessen Urteil ich was gebe) ihn nicht nur in eine Liga mit dem Standard-TD-160 gestellt hatte, den er neulich verkauft hat (& auf den ich ein Auge hatte, die Zarge war umwerfend schön), sondern mir auch mit dem Preis entgegengekommen ist.

Der Dreher stammt von 1978, war das Spitzenmodell der Serie (ca. 800 DM), ist generalüberholt, direktangetrieben und mit einem Shure M95 EDM ausgestattet.

Da ich keinen Vergleich habe (außer zur CD), ist eine erste Beurteilung schwierig; fürs erste fiel mir nur auf, daß er "erdige", rockig-bluesige Musik schön und kraftvoll abbildet (JJ Cale, Santana) und Stimmen auch sauber zeichnet; nicht ganz so glücklich ist er in den Höhen, da gerät's dann schon etwas dünn & zischig (Style Council, "Café Bleu", da würd ich aber auch für die Aufnahme nicht die Hand ins Feuer legen), und bei Klassik (Schubert, 9. Symphonie, ältere Aufnahme) kommt er, was die Dynamik anlangt, an meinen CD-Spieler nicht ran.

Trotzdem glaube ich, daß das für 130 Euro (inkl. Jahresgarantie und Unterstützung des besten Gebraucht-Hifi-Ladens in Ffm!) ein guter Griff war; mindestens für den Einstieg. Und verbessern kann man ja immer noch. Glaubt Ihr zB, daß es lohnt, die 0815-Cinch-Strippen gegen was Ordentliches zu tauschen? Problem ist nur, daß ich das Ding dann auseinandernehmen müßte bzw. außer Haus geben, ich bin handwerklich eher ein Depp...

Jedenfalls beste analoge Grüße
a


[Beitrag von alfred1410 am 30. Mrz 2009, 10:55 bearbeitet]
Rillenohr
Inventar
#12 erstellt: 30. Mrz 2009, 11:27
An den Kabeln herumzufummeln ist das Unnötigste, was du machen kannst. Das Allerweltsgerücht vom Kabelklang hält sich leider sehr hartnäckig. Mit anderen Kabeln wird sich nichts ändern, nur in der Einbildung. Es sei denn, die angebrachten Kabel wären nicht mehr in Ordnung, aber dann hättest du Aussetzer.
Klanglich ändert sich erst etwas mit einem anderen TA-System. Da das Gerät vom Händler kommt, dürfte alles korrekt justiert sein. Nichtsdestotrotz sollte man die Auflagekraft ab und an mal kontrollieren. Fehljustagen haben natürlich auch Auswirkungen auf den Klang.

Kannst du mal ein Foto von dem Gerät einstellen?


[Beitrag von Rillenohr am 30. Mrz 2009, 11:28 bearbeitet]
alfred1410
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 30. Mrz 2009, 11:48
Leider ist meine Digicam kapott, und Scott-Geräte sind scheint's derart selten, daß sie selbst bei Google kaum auftauchen (außer, typisch!, bei einem der Forumsmitglieder, der har sogar denselben). Hier der kleine Bruder, der PS 67, mehr war partout nicht zu finden:

http://images.google...08%26sa%3DN%26um%3D1
alfred1410
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 30. Mrz 2009, 11:50
... danke auch für den Kabel-Rat; ich bin immer dankbar, wenn's nicht zu esoterisch wird...! Aber was ich so mitbekommen habe, schwören die meisten drauf. (Meine dicken Gold-Cinch-NF-Kabel zwischen Amp und CDP hab ich damals immerhin geschenkt bekommen.)
dobro
Inventar
#15 erstellt: 30. Mrz 2009, 12:03
Hallo Alfred,

Glückwunsch zum "neuen" Dreher. Am Kabel würde ich auch nichts machen, ist bei Plattenspielern ohnehin nicht einfach mal so gemacht, da es wohl auch um Kapazitäten usw. geht - ich bin aber kein Techniker. Ein neues System könnte was bringen, dazu benötigt man einige Daten zum Tonarm(effektive Masse des Tonarms), um geeignete Systeme (zumindest theoretisch) finden zu können. Ebenso wichtig ist einen exakte Justage, die mittels Schablonen gemacht bzw. auch überprüft werden kann. Ich würde es auch überprüfen, da viele Händler oftmals das nötige Wissen rund um Plattenspieler nicht mehr haben und eine exakte Justage viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

Ich habe das bei meinem P3 gemacht und bin inzwischen sehr zufrieden. Das zischelt an keiner Stelle irgendetwas. Ich habe die Schoen-Schablone verwendet. Es gibt aber noch einige andere.

Die Kontakt können oft auch eine Reinigung vertragen. Dazu kannst du z.B. einen Fiberglasstift verwenden. Die gibt es im gut sortierten Schreibwarenladen. Dann können die Nadeln, so sie nicht neu sind, auch eine ordentliche Reinigung vertragen. Es geht z.B. mit Isopropanol, andere vewenden speziellen Nadelreiniger (kenne die Zusammensetzung aber nicht, im Zweifel ist es auch nur Alkohol). Andere schwören auf Reinigungsschwämmchen.

Die Schallplatten können oft ebenfalls eine Reinigung vertragen. Preiswert funktioniert das bereits sehr ordentlich mit Knosti (Such-Funktion verwenden).

Gruß und viel Spaß
Peter


[Beitrag von dobro am 30. Mrz 2009, 12:04 bearbeitet]
alfred1410
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 30. Mrz 2009, 12:10
Danke, ja, vielleicht sollte ich mir auch mal eine Schablone zulegen, das kann ja nicht die Welt kosten -- und die Nadel mit Alkohol reinigen? (Ginge da nicht auch -- Spiritus? Das sind so Anfängerfragen...)

Welches wäre denn das nächsthöhere Shure-System? (Nur mal so, zum Spinnen...)

Grüße
a
dobro
Inventar
#17 erstellt: 30. Mrz 2009, 12:52
Hallo,

Spiritus soll nicht so gut sein, kann wohl den Klebstoff der Nadel lösen - habe ich aber keine Erfahrung mit. Im Zweifel kannst du aber Glasreiniger verwenden.

Ein nächsthöheres System wäre z.B. das Shure V 15 III. Darum geht es aber nicht. Es gibt eine Beziehung zwischen dem Tonarmgewicht und der sog. Compliance (Nadelnachgiebigkeit) der Nadel. Es gibt eine Formel, mit der man die sog. Resonanzfrequenz berechnen kann. Die sollte zwischen 8 und 12 Hz im Idealfall liegen. Daher ist es wichtig, die effektive Masse (in gr.) eines Tonarms, das Gewicht des Systems und die Compliance der Nadel zu kennen. Dann kann man die Formel anwenden und sehen, welches System zumindest theoretisch gut passt.

Schablonen kann man sich auch aus dem Netz laden (die Druckvorgaben sollten allerdings beachtet werden). Kannst ja mal ein bisschen Googlen (z.B. Audio-Schablone)

Gruß
Peter
dobro
Inventar
#18 erstellt: 30. Mrz 2009, 13:24
Hallo A,

mal etwas anderes. Wie bist du mit deinem HD 7400 zufrieden? Ich habe mir vor gut einem Jahr ein 970er gekauft. Klanglich nach erfolgter Reparatur wirklich überzeugend, mechanisch könnte er besser sein.

Gruß
Peter
germi1982
Moderator
#19 erstellt: 30. Mrz 2009, 15:22
Spiritus ist Alkohol...

Aber in der Regel nimmt man Isopropanol, auch bekannt als Isopropylalkohol.
alfred1410
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 30. Mrz 2009, 16:36
@Peter: Bin mit dem hd7400 soweit zufrieden, auch mechanisch; die Schubalde zB ist auch nicht weniger stabil als bei meinem alten, leider frühzeitig kaputtgegangenen Sony 228ES. Hatte zwischenzeitlich -- weil ich den hd schon 15 Jahre hab und dachte, da gehe noch was -- mal einen Marantz 63SE von Ebay, der deutlich druckvoller spielte; im Direktvergleich konnte man aber die Zurückhaltung des harman auch wieder sympathisch finden. Könnte gut sein, daß das unterschätzte Geräte sind; muß aber auch nicht stimmen.

Danke für den Download-Tip; hatte es selbst schon gegoogelt & ausgedruckt. Bevor ich da jetzt in die höhere Tonarm-Mathematik einsteige (zu Scott gibt's im Internet auch praktisch null Information, ich wüßte gar nicht, wie ich was über diesen Tonarm herausfinden sollte!), werd ich erst mal alles ordentlich justieren & die Nadel pflegen (mit Dynavox Nadelreiniger, 2,50 Euro/Ebay!), dann sehen wir weiter.
directdrive
Inventar
#21 erstellt: 31. Mrz 2009, 07:03
Moin,

so einen Scott hatte ich schon 'mal zuhause:



Entspricht weitestgehend damaligen Hitachi-Modellen, der kleinere Bruder PS-76 ist baugleich mit dem verbreiteten Hitachi PS-38. Wer gut im Kopfrechnen ist, kann gern 'mal 38 und 38 zusammenzählen...

Die Kombination des Scott-Arms mit dem Shure M-95 geht in Ordnung, wenn's zischelt, kann das auch an einer abgenutzten Nadel oder dem Einsatz einer Nachbaunadel liegen, sofern die Justage einigermaßen stimmt.

Der PS-77 ist ein seltenes Gerät, 140,- sind zwar kein Schnäppchen, trotzdem Gratulation und viel Spaß damit!

Grüße, Brent
alfred1410
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 31. Mrz 2009, 09:37
O fein, ein Foto! -- War'n ja auch nur 130.--, dann geht's doch...

Das Zischeln hab ich gestern abend durch Nachjustage des Tonarms (mittels Audio-Schablone) mindestens halbiert, die Höhen klingen jetzt viel sauberer. Und der Spaß fängt langsam richtig an!

Welches (höhere) System wäre denn sowohl empfehlenswert als auch passend?

Grüße
a
alfred1410
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 31. Mrz 2009, 09:47
... wäre dann der Hitachi PS-48 die genaue Entsprechung? Wäre hilfreich, was Informationen zu Tonarm und Systemen angeht, zu Scott findet sich ja praktisch nix.
directdrive
Inventar
#24 erstellt: 31. Mrz 2009, 10:47
Hallo Alfred,

nein, der Hitachi PS-48 ist eine halbautomatische Variante des PS-38.

Der PS-77 ist dem PS-76/PS-38 ähnlich, aber in vielen Details abweichend. Der 77er entspricht vielmehr dem Scott PS-67 mit zusätzlicher Quarzregelung und anderem Plattenteller... Es gab übrigens auch noch einen vollautomatischen PS-87.

Zur Systemwahl: Das Shure M-95 gehört - zumindest mit elliptischer Originalnadel - durchaus zu den anspruchsvolleren Systemen. 1979, also zu den Zeiten des Scott und des M95, waren innerhalb der Shure-Hierarchie nur das Shure V-15 III und IV oberhalb des 95ers angesiedelt.

Alternativen aus aktueller Fertigung liegen preislich bei ca. 100,- EUR, z.B. das Denon DL-110. Umfangreiche Tipps zur Tonabnehmerwahl finden sich hier im Forum, von seinem mechanischen Eigenschaften ähnelt der Scott-Arm durchaus dem des genannten Hitachi PS-38/48.

Grüße, Brent
alfred1410
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 01. Apr 2009, 09:33
Alles klar, vielen Dank! Werd dann erst mal beim M95 bleiben & rauszukriegen versuchen, ob das noch die erste Nadel ist -- würde evtl. die nach wie vor leicht zischigen Höhen erklären.

Danke jedenfalls an alle für die vielen nützlichen Informationen! Und Grüße vom Analog-Frischling und -Fan

a
alfred1410
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 01. Apr 2009, 10:57
Eine Frage hätte ich doch noch:

Falls es die Nadel hinter sich hat: Gibt es Tips für taugliche Nachbaunadeln? (Wenn man danach googelt, ist der Nachmittag ja gleich rum...)

Ein Tip ging in Richtung JICO, die haben fürs 95er aber nur eine sphärische Nadel. Welchen Unterschied würde das machen?

Sonnige Grüße
a
dobro
Inventar
#27 erstellt: 01. Apr 2009, 11:33
Hallo A,

ich würde mir ein neues System kaufen. Schau einfach mal hier:

http://www.zum-shop....3-179_s3a_pg2_x1.htm

Ggf. kommst du dabei günstiger als mit einer neuen Nadel, die auch nicht original sein wird.

Gruß
Peter
alfred1410
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 01. Apr 2009, 11:37
Hallo zurück,

danke für den Link -- die gängigen Nachbaunadeln liegen irgendwo zwischen 25 und 35 Euro, was ja doch ein bißchen günstiger ist als >100 für ein neues System; weswegen ich gehofft hatte, jemand kenne eine empfehlenswerte Nachbaunadel. Die Meinungen dazu reichen von "grottig" bis "eigentlich ganz gut"...

Da wir aber nun schon mal dabei sind: Welches der verlinkten Ortofonsysteme wäre denn, ausgehend vom verbauten Shure, das klanglich adäquate?

Gruß
a
dobro
Inventar
#29 erstellt: 01. Apr 2009, 13:20
Hallo A,

eigentlich waren die 1/2"-Systeme insgesamt gemeint. Aber egal, von den Ortofon-Systemen sind die Vinyl Master zu empfehlen. Ich selbst habe ein VM red und bin sehr zufrieden. Die haben allerdings eine höhere Compliance, womit wir beim Thema "passt das System zum Arm" wären. Gut soll auch das genannte VMS 20 sein, welches sehr gut unter einen Dual 704-Arm passen soll. Auf der Seite weiter unten findest du ein Shure 97 (sozusagen der Nachfolger des Shure 95). Für 79 € sicherlich ein guter Preis.

Von AudioTechnica mag das AT 120 gut passen. Welches auch auf vielen Drehern Spass macht, ist das Denon DL 110. Hier gerade recht günstig:

http://www.dieboxhifi.de/

Schaue bitte unter Hifi Tonabnehmer und Denon.

Gruß
Peter
fibbser
Inventar
#30 erstellt: 01. Apr 2009, 13:22
Hi,

bei den Ortofons würde ich Dir das VM Red empfehlen, alternativ das Om 20 Super.

Bei etwas weniger Budget tut´s auch das OM 10, etwas weniger feinzeichnend, aber sehr ausgeglichen und nicht nervig.

Zum Shure M 95:

Ich besitze selbst Eines mit NOS-"ED"_Nadel, also elyptischer Schliff. Dieses kann ich wirklich 8zumindest bei meinem Musikgeschmack: Blues, Blues-Rock und Bar-Jazz, sehr empfehlen.
Jico hat hierfür sowohl SAS-Nadelschliffe, als auch HE (Hyperelyptische) im Angebot: http://www.export-ja...th=18&sort=2a&page=5
alfred1410
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 01. Apr 2009, 13:35
Danke, auf der Seite war ich auch schon; wie wirkt sich denn ein HE im Vergleich zu einem E aus? Kosten ja beide dasselbe.

@dobro: Verstehe, Sure 97 -- mit Originalnadel -- wenn das ein neueres 95er ist, wär's am Ende wirklich günstiger, als in das alter 95er für 60 Dollar eine Ersatznadel zu pokeln...


[Beitrag von alfred1410 am 01. Apr 2009, 13:47 bearbeitet]
rkb
Stammgast
#32 erstellt: 01. Apr 2009, 13:40

alfred1410 schrieb:
Ja, diese Überlegung hab ich auch schon angestellt -- mein Händler hat neben dem Scott-Shure-Gespann für 140.-- auch noch besagten TD 115 MkII mit, wenn ich mich recht erinnere, dem werksseitigen Stanton-System; dafür sind 170 aufgerufen. Wie würdest Du (würdert Ihr) da entscheiden?

Abermals Grüße
a


Finger weg von Thorens TD 104/105 und TD 110/115
Hat in meinen Augen nichts mit Thorens zu tun.
Für mich einige der Irrwege von Thorens.

170 Euro für einen TD 115 MKII sind zudem mindestens 70 Euro zu viel.
alfred1410
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 01. Apr 2009, 13:42
@rkb: Danke, aber Kauf ist schon getätigt (s.o.), bin grad auf der Suche nach einer Ersatznadel fürs Shure M95 am Scott.
fibbser
Inventar
#34 erstellt: 01. Apr 2009, 15:32

alfred1410 schrieb:
Danke, auf der Seite war ich auch schon; wie wirkt sich denn ein HE im Vergleich zu einem E aus? Kosten ja beide dasselbe.

@dobro: Verstehe, Sure 97 -- mit Originalnadel -- wenn das ein neueres 95er ist, wär's am Ende wirklich günstiger, als in das alter 95er für 60 Dollar eine Ersatznadel zu pokeln...



Das HE sollte einen "schärferen" Schliff haben; somit besser den "Höhenrillen" folgen können, aber auch etwas diffizieler zu justieren sein. Im Praktischen sollte das wohl eine detailiertere Höhenwidergabe zur Folge haben....

Das 97er hat IMHO nicht mehr so viel mit dem 95er gemeinsam.
Das M 95 war, nach dem V 15, das Beste, was Shure damals zu bieten hatte; da 97er ist eher guter Durchschnitt, wohl in der Klasse eines AT 120 o.ä....
alfred1410
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 01. Apr 2009, 16:28
Ich sehe schon, es wird kompliziert...! Bzw. also doch beim 95er bleiben mit neuer Japan-Nadel...

Immer anstrengend, wenn es ZU viele Möglichkeiten gibt! Trotzdem natürlich danke!


[Beitrag von alfred1410 am 01. Apr 2009, 16:30 bearbeitet]
dobro
Inventar
#36 erstellt: 02. Apr 2009, 05:35
Hallo A,

es gibt einen Menge Empfehlungen. Im Analog-Forum gibt es einen Thread, der sich um DJ-Systeme dreht (die eigentlich keine sind). Hier mal ein Link:

http://www.analog-fo...hread&threadID=53455

Da ist die Rede vom Shure 44-7, 35..Auch das Nagaoka 321 wurde hier im Hifi-Forum schon besprochen. Alles Systeme, die deutlich unter 100 € kosten. Eine neue Nadel für ein 30 Jahre altes System würde ich mir nicht kaufen, aber das ist meine Meinung.

Gruß
Peter
alfred1410
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 02. Apr 2009, 09:38
Hallo Peter,

das klingt gut -- war gestern noch beim Händler, der aus einer Ladenauflösung noch einen Haufen Shure-Nadeln hatte, "original"; und eh ich mich recht wundern konnte, hatte ich mir's schon übersetzt: "original" im Sinne von "zeitgenössisch", swissmade von einer Fa. namens W&S, Kostenpunkt damals immerhin "98 DM", für mich aber umsonst -- also jedenfalls nominell kein Schrott. Gleich heim, ausprobiert, & tatsächlich: die leicht übertriebenen Höhen waren weg, allerdings ziemlich weg, so daß Paddy McAloon von Prefab Sprout plötzlich Schnupfen hatte...

Alles sehr belegt und eingeschnürt, also ist jetzt die alte Nadel wieder drin; & the quest goes on!

Danke für den Tip, werd mich da mal umsehen.
Grüße
a


[Beitrag von alfred1410 am 02. Apr 2009, 09:40 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#38 erstellt: 02. Apr 2009, 10:43
Hallo,
ich kann dir auch das Nagaoka MM 321 BE nur wärmstens empfehlen, unter 50€ gibt es kaum etwas besseres, speziell die Abtastung in den Innenrillen ist für die Preisklasse ungewöhnlich gut. Allerdings sollte der Arm schwer genug sein, das scheint mir beim Scott der Fall zu sein.
Alternativ wie von Brent empfohlen das Denon DL 110.
Gruß
Ludger
alfred1410
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 02. Apr 2009, 11:39
Ja, der Tonarm fällt wohl eher in die Kategorie mittelschwer/schwer, das sollte hinhauen.

40 Euro sind tatsächlich ein Wort, und hier wird das Nagaoka direkt angepriesen... Für 40 Pfund krieg ich auf e**y.co.uk allerdings auch ein Goldring Elektra, gibt's dazu noch ne Meinung?

(Übers Denon hab ich noch rausgefunden, daß es verhältnismäßig schwach verstärke, was speziell an NAD-Phonoeingängen nicht so günstig sei, weil die wiederum auch eher schwach verstärken sollen. Überhaupt ist ein Hunni natürlich schon Geld...)

Grüße
a
Rillenohr
Inventar
#40 erstellt: 02. Apr 2009, 12:35
Ich erlaube mir mal eine Zwischenbemerkung...

Dein Gerät + System ist doch vom Händler. Der hat doch sicher die Nadel gecheckt, oder? Insofern solltest du ein brauchbares Equipment vor dir haben.

Ich würde mir an deiner Stelle im Moment nicht zu viele Gedanken über eine Aufrüstung machen. Lehn dich lieber zurück und kauf Platten und sammle erst mal einschlägige Tonträger-Erfahrungen.
Bei manchen Platten zischeln die Stimmen schlicht und einfach, das lässt sich nicht unbedingt mit einem anderen System oder einer Nadel beseitigen.

M.E. stielt man sich durch das andauernde Spekulieren über Systeme, Vorverstärker und den ganzen "Mist" nur selbst die Zeit...
alfred1410
Ist häufiger hier
#41 erstellt: 02. Apr 2009, 13:28
Ja, der Gedanke ist mir gestern auch schon gekommen: daß man auch zu großen Ehrgeiz entwickeln kann... Hatte mir für heute auch fest vorgenommen, die Angelegenheit mal ein paar Tage ruhen zu lassen bzw. wieder runterzukommen -- aber das Fachgesimpel, es macht halt zuviel Spaß!

Ohne wäre der Bürotag gestern nur halb so unterhaltsam gewesen...

Und jetzt geht's ja auch nur noch um System behalten, so wie's ist, oder evtl. 40 € für ein neues ausgeben, nu ja, ist doch schon viel entspannter als gestern...!
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