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perfekte räumliche Abbildung!

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Beitrag
Dieter_Parker
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 05. Mrz 2006, 21:16
Ich grüße Euch!

Ich stehe grade vor der Frage, mit welchen Mitteln eine wirklich gute räumliche Abbildung erzielt werden kann. Ist dies, unabhängig vom Lautsprechertyp, auch von der Position der Lautsprecher abhängig? Oder ist es doch eher so, dass ein großer Standlautsprecher eine bessere räumliche Abbildung erziehlt, als ein Kompaktlautsprecher?
Es ist so, ich möchte gerne mir ein Paar B&W DM602 S3 kaufen, in Verbindung mit einem Denon 2106 (später soll daraus mal ein 5.1 System draus entstehen). Glaubt Ihr, dass man damit eine wirklich gute räumliche Abbildung hinbekommt? Wenn nicht, wäre ich für Verbesserungsvorschläge sehr dankbar.
Was sind Eure Erfahrungen, was eine gute räumliche Abbildung angeht? Spielen da alle Komponenten eine Rolle (Raumbeschaffenheit, Receiver, Boxen, Kabel), oder ist das im Endeffekt nur eine rein subjektive Angelegenheit?

Viele Grüße,

Dieter_Parker
Haichen
Inventar
#2 erstellt: 06. Mrz 2006, 11:27
Moin Dieter !

Wie in diesem Forum schon oft erwähnt, ist das Zusammenspiel der Schallwandler mit der vorhandenen Raumakkustik sehr wichtig.

LS also at home testen.
Den Händler bzgl. Aufstellungstipps zu den jew. LS fragen !

Möchtest Du eine gute räumliche Abbildung, erkennst Du beim Probehören oft schon die "Nieten" unter den LS.

Raumgröße, Bodenbelag und letztlich auch Dein Musikgeschmack spielen eine große Rolle.

Wenn Du die für Dich "richtigen" LS gefunden hast, wird die Elektronik (Amp, CD, ect.) interessant.

Letzlich ist es immer das Zusammenspiel aller Komponenten auf der einen und der Raumakkustik auf der anderen Seite.

Greets

Haichen
richi44
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 06. Mrz 2006, 11:28
Zuerst spilet mal die Aufnahmetechnik eine Rolle. Wenn Du bei Stereo sogenannte XY-Stereofonie machst, so sind die Mikrofone vertikal übereinander angeordnet und zeigen in unterschiedliche Richtungen. Die Richtungsinformation ist eine reine Pegelfrage. Dies wird auch bei einem Mikrofon pro Instrument so gelöst, indem beim Abmischen die Pegel so unterschiedlich eingestellt werden (Panpot), dass der Eindruck entsteht, das Instrument befinde sich irgendwo zwischen dem linken und rechten Lautsprecher. Diese Technik gilt grundsätzlich auch für Surroundaufnahmen.
Der Vorteil dieser Technik ist, dass es keine Phasen- und Laufzeitdifferenzen gibt, die beim Betrieb über einen Dolby Prologicdecoder künstlich den Center- oder Surroundkanal ein- und ausschalten. Ebenso lässt sich aus einem XY-Signal ein einwandfreies Monosignal herstellen.
Demgegenüber sind AB, ORTF, Kunstkopf und OSS mit Mikrofonen mit seitlichem Abstand aufgenommen. Da kommt es zu Laufzeit-, Phasen- und Frequenzgangunterschieden, die kein Monosignal ermöglichen und auch den Betrieb über einen Surrounddecoder verbieten.

Bei XY braucht es Lautsprecher, die den Schall möglichst punktförmig abstrahlen (Tannoy) und im Bereich der Weichentrennung möglichst geringe Phasenfehler aufweisen. Dann ist ein Instrument auf der Basis deutlich ortbar. Sobald die Trennfrequenzen ungünstig liegen und Phasenfehler bestehen oder die akustischen Zentren weit auseinander liegen, kommt es zu einer verschwommenen Abbildung, sodass die Ortung nicht mehr möglich ist (wird fälschlicherweise als von der Box losgelöster Klang gepriesen, was Unsinn ist).
XY ist aber keinesfalls in der Lage, mehr als eine L-R Information zu liefern. Generell ist zu beachten, dass das Ohr nicht in der Lage ist, eine räumliche Tiefe zu erkennen. Dies ist erstens nur im Vergleich mit einer nahem Schallquelle möglich und zweitens wird dieser Eindruck durch veminderte Lautstärke, mehr Hall und weniger Höhen erzeugt. Dies wird in der Praxis alles künstlich erreicht. Und da dies alles künstlich ist, wirkt es auch so.

Bei den Aufnahmeverfahren mit Laufzeit und Phase und Frequenzgang als Richtung bestimmende Grössen ist eine gewisse Räumlichkeit erkennbar. Allerdings ist vielfach die Richtungsbestimmung nicht mehr so sauber gegeben (ausser bei AB, wenn die Mikrofone weit auseinander stehen). Bei diesen Verfahren ist das saubere Phasenverhalten der Lautsprecher mindestens so wichtig, allerdings muss die Wiedergabe nicht mehr unbedingt punktförmig sein, weil ja jetzt ausser der Lautstärke und dem Entstehungsort des Schalls noch weitere Parameter eine Rolle spielen.

Zusätzlich spielt es natürlich eine Rolle, wie die Lautsprecher aufgestellt sind. Stell Dir vor, ein Lautsprecher würde seinen Schall an einer nahen Fläche reflektieren. Damit sind Laufzeit- und Phasenkomponenten in die Wiedergabe eingeflossen, die es beim anderen Lautsprecher möglicherweise nicht gibt. Da bekommst Du immer eine falsche Ortung. Ebenso spielen Resonanzen eine grosse Rolle.

Das alles bedeutet, dass man sehr viel falsch machen kann, von der Raummöbelierung über die Lautsprecheraufstellung und die Lautsprecherwahl selbst bis zur Aufnahme.
Dass es Verfälschungen gibt, sobald eine Stereoaufnahme über einen Surrounddecoder betrieben wird, versteht sich. Dabei ist zu beachten, dass bisweilen im Stereomodus eines Surroundreceivers in der Betriebsart Stereo nur die übrigen Kanäle stumm geschaltet werden, ohne den Decoder wirklich aus dem Signalweg zu entfernen. Diese Betriebsart führt eindeutig zu Verfälschungen und unnötigem Klirr, was die Wiedergabe deutlich beeinträchtigt.
<Christoph>
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 06. Mrz 2006, 13:32
Hallo Dieter_Parker,

die Punkte wurden ja eigentlich alle schon erwähnt.
Aufstellung:
- möglichst große Wandabstände links und rechts
- möglichst symmetrische Aufstellung (bzgl. Raum)
- Hörplatz genau "auf Ecke des Stereodreiecks"
- möglichst geringer Hörabstand (--> Hallradius)
- möglichst Bedämpfung des Hörraums (Reflexionsflächen, Verringerung der Nachhallzeit)

Lautsprecher:
- keine "Phasenschweinereien" (--> keine 6dB-Weichen)
- "sinnvolle" Anordnung der Lautpsrecher-Chassis
- "optimiertes" Abstrahlverhalten
- Lautpsrechergröße ist nicht direkt relevant, jedoch Schallwandabmessungen und -form wegen des Einflusses auf das Abstrahlverhalten

Oftmals wird unter einer "guten räumlichen Abbildung" aber unterschiedliches verstanden. Lautsprecher mit einer tatsächlich guten räumlichen Abbildung klingen bei vielen Aufnahmen eher "nüchtern", weil sie keine künstliche Räumlichkeit erzeugen. Umso beeindruckender spielen sie aber bei sehr gut abgemischten Aufnahmen auf, wo man die tatsächlich auf dem "Tonträger vorhandenen Räumlichkeit" genau heraushört.

Mehr Infos z.B.:
Voraussetzungen zur neutralen Wiedergabe von Tonaufnahmen und deren Relevanz in Praxis
Realisierung neutraler Tonwiedergabe in der Praxis
http://www.harman.com/wp/pdf/Loudspeakers&RoomsPt2.pdf

Besonders gut ist das meist bei Studiomonitoren realisiert.
Sehr gute Abbildungsschärfe bieten meiner Erfahrung nach auch die Lautsprecher von Nubert.

Gruß
Christoph
vin5red
Stammgast
#5 erstellt: 06. Mrz 2006, 18:37
Hallo Dieter Paker,

Am meisten spielen bei der räumlichen Abbildung der Lautsprecher und die Raumakusik eine Rolle.
Erst danach die Elektronik und ganz zum Schluss die Kabel.

Grüße
vin5red
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