Paar-Gleichheit bzw. Toleranzen bei Lautsprecher-Paaren (gemesen)

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mümmel84
Ist häufiger hier
#1 erstellt: Gestern, 18:51
Hi zusammen

Ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern Toleranzen innerhalb eines Lautsprecherpaares normal sind bzw. tolereriert werden. Sind in diesem Bereich/Thema Differenzen normal?
Falls ja, in welchem Rahmen bewegen wir uns da? Wann spricht man von "da stimmt 'was nicht"?

Hier mal ein Beispiel zweier unterschiedlicher Paare von unterschiedlichen Herstellern und
alles unter absolut denselben Bedingungen gemessen:

Paar Nr.1:klick

Paar Nr.2:klick

Hier nochmal Beide im direkten Vergleich:klick


Alles unter 1000Hz ist bei beiden Modellen nahezu identisch, da gibt es nichts zu beanstanden.


Was sagt ihr dazu?
rat666
Inventar
#2 erstellt: Gestern, 19:49
Möglicherweise sind die Unterschiede durch den Raum bedingt?

Wie genau hast du denn gemessen?
Im Freifeld, im Raum, an absolut der gleichen Position?


Paar1 sieht nach B&W aus.


[Beitrag von rat666 am 28. Feb 2026, 19:51 bearbeitet]
mümmel84
Ist häufiger hier
#3 erstellt: Gestern, 20:35
Keine B&W

Alle Lautsprecher einzeln, an derselben Stelle und unter denselben Bedigungen gemessen, mit REW.
Dann überlappt, wie dargestellt
B-Bear
Stammgast
#4 erstellt: Gestern, 20:39
Also mit Raumeinflüssen.
Das kann den Einbruch bei 1,8 und 2,3 erklären,
dann kommen noch die Bauteiltoleranzen dazu


[Beitrag von B-Bear am 28. Feb 2026, 20:42 bearbeitet]
mümmel84
Ist häufiger hier
#5 erstellt: Gestern, 21:03
...ja, mit Raumeinflüssen. Aber um die geht es auch nicht. Jeder einzeln gmessene Lautsprecher unterlag denselben Bedingungen. Gleicher Standort, gleicher Mikrofonabstand usw..
B-Bear
Stammgast
#6 erstellt: Gestern, 21:13
Kalibrierung vom Mikro?
Welche Lautsprecher?
Du warst auch immer am gleichen Platz, mit der genau gleichen Haltung?
Welches Messequipment außer REW?
der_Lauscher
Inventar
#7 erstellt: Gestern, 22:06
ich kenne keine Produktbeschreibung oder Gewährleistungsbedingungen, bei denen ein "Gleichlauf" beschrieben wäre
Meist wird nur der Frequenzbereich, Impedanz und Schalldruck angegeben, aber kein genauer Frequenzschrieb. Auf was willst du dich also beziehen bzw. was ist deine Referenz ?
Hörst du selbst einen Unterschied ?

Zumindest kenne ich ein paar Laustprecherhersteller, die ihre Chassis vorher "matchen", um möglichst gleiche Paare zu bekommen. Dazu kommen dann noch die Bauteiltoleranzen der Frequenzweiche. Zuletzt spielt jeder Raum, der immer anders ist, auch noch eine Rolle.
rat666
Inventar
#8 erstellt: Gestern, 22:13
Es gibt schon Hersteller die geringe Toleranzen garantieren, Neumann z.,B.
DerHilt
Inventar
#9 erstellt: Gestern, 22:18
Es gibt auch zumindest einen Hersteller, der seine passiven Consumer Modelle mit paarweise 0,5 dB gematched bewirbt. Kuckst du atc.audio.
rat666
Inventar
#10 erstellt: Gestern, 22:30
Mal davon abgesehen, dass gewisse Toleranzen gerade bei Hifi Lautsprechern hinzunehmen sind, ist es doch eigentlich auch relativ egal.

Der Raum wird bedingt durch die Position der Lautsprecher, selbst bei absolut symmetrischer Aufstellung, in der Regel mehr Unterschiede im Frequenzgang zwischen dem linken und dem rechten LS ausmachen als die hier gezeigten Unterschiede.

darüber hinaus bekommt jedes vernünftige Einmessystem (Audyssey, Dirac, etc.) die Unterschiede ausgeglichen.

Wenn das die Frequenzgänge am Hörplatz sind, dann möchte ich weder mit Paar1 noch mit Paar2 ohne Korrektur durch ein Einmessystem hören.


[Beitrag von rat666 am 28. Feb 2026, 22:30 bearbeitet]
Skaladesign
Inventar
#11 erstellt: Heute, 01:16
Wer keine Probleme hat , sucht nach welchen.
mümmel84
Ist häufiger hier
#12 erstellt: Heute, 11:31

Also mit Raumeinflüssen.
Das kann den Einbruch bei 1,8 und 2,3 erklären,
dann kommen noch die Bauteiltoleranzen dazu


Ja, wie gesagt, mit Raumeinflüssen. Aber um die geht es nicht. Wie gesagt, jeder Lautsprecher wurde einzeln gemessen und stand auf einem ausgewählten Platz, welchen ich zum Messen nutzte, genau wie das Mikro auch. Demnach also pro Lautsprecher dieselben Rahmenbedigungen bzw. Raumbedingungen, da derselbe Platz. Klar, dass es gewisse Bautoleranzen gibt, was ja die eigentliche Frage war, ab wann man von einer Abweichung spricht, die nicht mehr im Rahmen liegt.


Kalibrierung vom Mikro?
Welche Lautsprecher?
Du warst auch immer am gleichen Platz, mit der genau gleichen Haltung?
Welches Messequipment außer REW?


Wie das Mikro heißt, weiß ich nicht mehr. War damals ein hier im Forum zuverlässiges und empfehlenswertes Mikro.
Die passende Kalibierungsdatei des Mikros ist auf meinem Notebook installiert, mit welchem ich auch gemessen habe.

Man sieht aber auch anhand der Fotos ganz klar, dass ein Lautsprecherpaar weniger Abweichungen hat als das andere.
Es handelt sich jeweils um ein paar Elac el 110II und Quadral Shogun mkIV





ich kenne keine Produktbeschreibung oder Gewährleistungsbedingungen, bei denen ein "Gleichlauf" beschrieben wäre
Meist wird nur der Frequenzbereich, Impedanz und Schalldruck angegeben, aber kein genauer Frequenzschrieb. Auf was willst du dich also beziehen bzw. was ist deine Referenz ?
Hörst du selbst einen Unterschied ?

Zumindest kenne ich ein paar Laustprecherhersteller, die ihre Chassis vorher "matchen", um möglichst gleiche Paare zu bekommen. Dazu kommen dann noch die Bauteiltoleranzen der Frequenzweiche. Zuletzt spielt jeder Raum, der immer anders ist, auch noch eine Rolle.


Eine Beschreibung diesbezüglich kenne ich auch nicht. Ich tat dies aus Interesse, Spaß und Neugier am Hobby, weil mich diese Frage beschäftigt. Einen Unterschied höre ich nicht, aber darum geht es mir nicht.





Mal davon abgesehen, dass gewisse Toleranzen gerade bei Hifi Lautsprechern hinzunehmen sind, ist es doch eigentlich auch relativ egal


Stimme ich dir vollkommen zu!


Der Raum wird bedingt durch die Position der Lautsprecher, selbst bei absolut symmetrischer Aufstellung, in der Regel mehr Unterschiede im Frequenzgang zwischen dem linken und dem rechten LS ausmachen als die hier gezeigten Unterschiede.


Auch hier meine volle Zustimmung, da das natürlich so ist. Aber wie gesagt, mir geht es lediglich um die Toleranzen und ab wann man von guter oder weniger guter Qualität sprechen kann. Und, weil ich es einfach sehr interessant finde





Wer keine Probleme hat , sucht nach welchen.


Wenn das so wäre, würde mein Leben etwas leichtfüßiger verlaufen. Ich wünschte, es wäre so, wie du es darzustellen versuchst. Aber so wirklich weiter hat mich das jetzt auch nicht gebracht. Übrigens, Touche



An die anderen, danke für die Tipps mit gewissen Herstellern!


[Beitrag von mümmel84 am 01. Mrz 2026, 11:32 bearbeitet]
Skaladesign
Inventar
#13 erstellt: Heute, 11:44
Moin
Nehmen wir mal an, wir hätten ein gematchtes Paar Lautsprecherboxen.
Die stehen dann im Raum jeweils an verschiedenen Stellen. Jede Box hat dann wieder durch die Raumeinflüsse ein anderes/unterschiedliches Ergebnis.
Was nutzt mir da ein gematchtes Pärchen ?
mümmel84
Ist häufiger hier
#14 erstellt: Heute, 12:11

Moin
Nehmen wir mal an, wir hätten ein gematchtes Paar Lautsprecherboxen.
Die stehen dann im Raum jeweils an verschiedenen Stellen. Jede Box hat dann wieder durch die Raumeinflüsse ein anderes/unterschiedliches Ergebnis.
Was nutzt mir da ein gematchtes Pärchen ?


Moin
Auf diese Frage hatte ich bereits geantwortet (s.oben)
Aber natürlich, selbstverständlich ist dem so.



Und @ all nochmal:
wenn man rein theoretisch ein nahezu perkfekt optimierten Raum hat (oder eben auch nicht) und ein Lautsprecher etwas leiser bzw. der andere etwas lauter spielt, vielleicht in gewissen Frequenzbereichen oder in alle Bereichen, dann finde ich dieses Thema doch schon relevant, da man dies unter Umständen doch evt. heraushören könnte. Wie gesagt, dies auf theoretischer Ebene.
Skaladesign
Inventar
#15 erstellt: Heute, 12:49
[quote="mümmel84 (Beitrag #14)"][quote] und ein Lautsprecher etwas leiser bzw. der andere etwas lauter spielt,[/quote]

Dafür gibt es ja dann den Balanceregler Also, zumindestens gab es den mal.

[quote] vielleicht in gewissen Frequenzbereichen [/quote]

Könnte man mit einem Einmessystem gegenwirken, oder einem DSP. Jedoch ist ja auch hier dann nur der "Messpunkt" ( Mikrofon ) dann links und rechts gleich. Die meisten von uns haben aber zwei "Mikros" am Kopf und das bewegen des Kopfes am eingemessenen Sitzplatz würde den Messschrieb schon verändern. Auch sind unsere Ohren nicht gematcht und wir "hören wohl das, was unser Gehirn aus beiden Seiten wohl so zusammenmischt.
stoneeh
Inventar
#16 erstellt: Heute, 12:51
Danke für die Daten!


Schade dass wenn man explizit im ersten Beitrag angibt ..


mümmel84 (Beitrag #1) schrieb:
unter absolut denselben Bedingungen gemessen


.. mehrere Leute kommen und wegen Umgebungsvariablen fragen. Ist doch zu Vergleichszwecken (relative Messung) egal was die Umgebung macht, wenn sie genau das gleiche für jeden Lautsprecher gleich macht. Ein Volksschüler sollte das verstehen können.
sealpin
Inventar
#17 erstellt: Heute, 13:08
Die Frage verstehe ich so, dass die „zugesicherte Eigenschaft“ von Lautsprechern von Herstellern gesucht wird basierend darauf man ggf. Nachbesserung verlangen kann.

Abgesehen vom Nachweis, den Laien i.d.R. nicht valide führen werden können, sind die meisten Herstellerangaben recht allgemein, dass schon ein Defekt vorliegen muss, damit man die Prospektdaten nicht schafft.

Ich bezweifle, dass eigene Messungen ausreichen, wenn es um wenige dB Abweichungenbei bestimmten Frequenzen geht, um daraus einen Anspruch zu formulieren.

Wenn der eigene Monk einen zu maximaler Paargleichheit zwingt, muss man sich halt an amtliche Hersteller wenden, die in ihren Detailinfos (z.B. Ausschreibungsunterlagen für Tonstudios) oder auf Nachfrage passende Infos rausgeben.

Ich weiß von Neumann (wurde bereits genannt), dass die ihre Lautsprecher mit so engen Toleranzen produzieren (lassen), dass sich ein pairing erübrigt.
Und wenn man tatsächlich den Eindruck haben sollte, das einer deren Lautsprecher stark abweicht, dann schickt man den einfach zu Neumann und die messen den in ihrem reflexionsarmen Raum durch.
Pollton
Inventar
#18 erstellt: Heute, 13:57
Chassis und Weichenbauteile haben immer Toleranzen. Wenn in einem Lautsprecher z. B. 3 Chassis und 15 Weichenbauteile verbaut sind, dann kann ein Paar schon deutliche Abweichungen haben. Einige Hersteller geben ja auch selektierte Paare raus, aber das ist meist nur von hochpreisigen Herstellern zu erwarten.
Ja, Neuman macht wohl alles richtig, aber die Lautsprecher stehen im Raum ja nicht an der gleichen Stelle und die dadurch resultierenden Abweichungen fallen meist deutlich größer aus.

Meine Einschätzung zu den Messungen.
Paar 1. Sind schon etwas viel Abweichungen.
Paar 2. Die Abweichungen sind noch im Rahmen, würde ich sagen.
B-Bear
Stammgast
#19 erstellt: Heute, 14:32
Für 35 Jahre alte Lautsprecher, na ja.
der_Lauscher
Inventar
#20 erstellt: Heute, 17:19

mümmel84 (Beitrag #12) schrieb:
Es handelt sich jeweils um ein paar Elac el 110II und Quadral Shogun mkIV

die Elac (Baujahre: 03/1991 - 02/1993) hat ca. 35 Jahre alte Elko's drin, da ist die geringe Abweichung sogar ein "Wunder"
siehe hier

Wer viel misst ...

Da könntest du auch deine Netzspannung messen und feststellen, daß hier ständig Abweichungen auftreten, der Verstärker also auch minimal "mitschwankt"

Verstehe immer noch nicht den ganzen Hintergrund, warum man sooooo alte Lautsprecher messen muß - vor Allem, was das Ergebnis dich dann weiter bringt
Einen Lautsprecher minimal anders eingedreht, ändert die ganze Abhörsituation. Oder du bist Erkältet und die Ohren gehen zu, oder, oder, oder...

Jedenfalls viel Spaß mit deinem Meßergebnis
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