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Paar-Gleichheit bzw. Toleranzen bei Lautsprecher-Paaren (gemessen)+A -A |
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mümmel84
Stammgast |
#1
erstellt: 28. Feb 2026, 20:51
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Hi zusammen Ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern Toleranzen innerhalb eines Lautsprecherpaares normal sind bzw. tolereriert werden. Sind in diesem Bereich/Thema Differenzen normal? Falls ja, in welchem Rahmen bewegen wir uns da? Wann spricht man von "da stimmt 'was nicht"? Hier mal ein Beispiel zweier unterschiedlicher Paare von unterschiedlichen Herstellern und alles unter absolut denselben Bedingungen gemessen: Paar Nr.1: klickPaar Nr.2: klickHier nochmal Beide im direkten Vergleich: klickAlles unter 1000Hz ist bei beiden Modellen nahezu identisch, da gibt es nichts zu beanstanden. Was sagt ihr dazu? |
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rat666
Inventar |
#2
erstellt: 28. Feb 2026, 21:49
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Möglicherweise sind die Unterschiede durch den Raum bedingt? Wie genau hast du denn gemessen? Im Freifeld, im Raum, an absolut der gleichen Position? Paar1 sieht nach B&W aus. [Beitrag von rat666 am 28. Feb 2026, 21:51 bearbeitet] |
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mümmel84
Stammgast |
#3
erstellt: 28. Feb 2026, 22:35
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Keine B&W ![]() Alle Lautsprecher einzeln, an derselben Stelle und unter denselben Bedigungen gemessen, mit REW. Dann überlappt, wie dargestellt |
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B-Bear
Stammgast |
#4
erstellt: 28. Feb 2026, 22:39
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Also mit Raumeinflüssen. Das kann den Einbruch bei 1,8 und 2,3 erklären, dann kommen noch die Bauteiltoleranzen dazu [Beitrag von B-Bear am 28. Feb 2026, 22:42 bearbeitet] |
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mümmel84
Stammgast |
#5
erstellt: 28. Feb 2026, 23:03
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...ja, mit Raumeinflüssen. Aber um die geht es auch nicht. Jeder einzeln gmessene Lautsprecher unterlag denselben Bedingungen. Gleicher Standort, gleicher Mikrofonabstand usw.. |
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B-Bear
Stammgast |
#6
erstellt: 28. Feb 2026, 23:13
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Kalibrierung vom Mikro? Welche Lautsprecher? Du warst auch immer am gleichen Platz, mit der genau gleichen Haltung? Welches Messequipment außer REW? |
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der_Lauscher
Inventar |
#7
erstellt: 01. Mrz 2026, 00:06
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ich kenne keine Produktbeschreibung oder Gewährleistungsbedingungen, bei denen ein "Gleichlauf" beschrieben wäre Meist wird nur der Frequenzbereich, Impedanz und Schalldruck angegeben, aber kein genauer Frequenzschrieb. Auf was willst du dich also beziehen bzw. was ist deine Referenz ? Hörst du selbst einen Unterschied ? Zumindest kenne ich ein paar Laustprecherhersteller, die ihre Chassis vorher "matchen", um möglichst gleiche Paare zu bekommen. Dazu kommen dann noch die Bauteiltoleranzen der Frequenzweiche. Zuletzt spielt jeder Raum, der immer anders ist, auch noch eine Rolle. |
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rat666
Inventar |
#8
erstellt: 01. Mrz 2026, 00:13
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Es gibt schon Hersteller die geringe Toleranzen garantieren, Neumann z.,B. |
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DerHilt
Inventar |
#9
erstellt: 01. Mrz 2026, 00:18
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Es gibt auch zumindest einen Hersteller, der seine passiven Consumer Modelle mit paarweise 0,5 dB gematched bewirbt. Kuckst du atc.audio. |
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rat666
Inventar |
#10
erstellt: 01. Mrz 2026, 00:30
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Mal davon abgesehen, dass gewisse Toleranzen gerade bei Hifi Lautsprechern hinzunehmen sind, ist es doch eigentlich auch relativ egal. Der Raum wird bedingt durch die Position der Lautsprecher, selbst bei absolut symmetrischer Aufstellung, in der Regel mehr Unterschiede im Frequenzgang zwischen dem linken und dem rechten LS ausmachen als die hier gezeigten Unterschiede. darüber hinaus bekommt jedes vernünftige Einmessystem (Audyssey, Dirac, etc.) die Unterschiede ausgeglichen. Wenn das die Frequenzgänge am Hörplatz sind, dann möchte ich weder mit Paar1 noch mit Paar2 ohne Korrektur durch ein Einmessystem hören. [Beitrag von rat666 am 01. Mrz 2026, 00:30 bearbeitet] |
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Skaladesign
Inventar |
#11
erstellt: 01. Mrz 2026, 03:16
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Wer keine Probleme hat , sucht nach welchen. |
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mümmel84
Stammgast |
#12
erstellt: 01. Mrz 2026, 13:31
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Ja, wie gesagt, mit Raumeinflüssen. Aber um die geht es nicht. Wie gesagt, jeder Lautsprecher wurde einzeln gemessen und stand auf einem ausgewählten Platz, welchen ich zum Messen nutzte, genau wie das Mikro auch. Demnach also pro Lautsprecher dieselben Rahmenbedigungen bzw. Raumbedingungen, da derselbe Platz. Klar, dass es gewisse Bautoleranzen gibt, was ja die eigentliche Frage war, ab wann man von einer Abweichung spricht, die nicht mehr im Rahmen liegt.
Wie das Mikro heißt, weiß ich nicht mehr. War damals ein hier im Forum zuverlässiges und empfehlenswertes Mikro. Die passende Kalibierungsdatei des Mikros ist auf meinem Notebook installiert, mit welchem ich auch gemessen habe. Man sieht aber auch anhand der Fotos ganz klar, dass ein Lautsprecherpaar weniger Abweichungen hat als das andere. Es handelt sich jeweils um ein paar Elac el 110II und Quadral Shogun mkIV
Eine Beschreibung diesbezüglich kenne ich auch nicht. Ich tat dies aus Interesse, Spaß und Neugier am Hobby, weil mich diese Frage beschäftigt. Einen Unterschied höre ich nicht, aber darum geht es mir nicht.
Stimme ich dir vollkommen zu!
Auch hier meine volle Zustimmung, da das natürlich so ist. Aber wie gesagt, mir geht es lediglich um die Toleranzen und ab wann man von guter oder weniger guter Qualität sprechen kann. Und, weil ich es einfach sehr interessant finde ![]()
Wenn das so wäre, würde mein Leben etwas leichtfüßiger verlaufen. Ich wünschte, es wäre so, wie du es darzustellen versuchst. Aber so wirklich weiter hat mich das jetzt auch nicht gebracht. Übrigens, Touche ![]() An die anderen, danke für die Tipps mit gewissen Herstellern! [Beitrag von mümmel84 am 01. Mrz 2026, 13:32 bearbeitet] |
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Skaladesign
Inventar |
#13
erstellt: 01. Mrz 2026, 13:44
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Moin Nehmen wir mal an, wir hätten ein gematchtes Paar Lautsprecherboxen. Die stehen dann im Raum jeweils an verschiedenen Stellen. Jede Box hat dann wieder durch die Raumeinflüsse ein anderes/unterschiedliches Ergebnis. Was nutzt mir da ein gematchtes Pärchen ? |
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mümmel84
Stammgast |
#14
erstellt: 01. Mrz 2026, 14:11
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Moin Auf diese Frage hatte ich bereits geantwortet (s.oben) ![]() Aber natürlich, selbstverständlich ist dem so. Und @ all nochmal: wenn man rein theoretisch ein nahezu perkfekt optimierten Raum hat (oder eben auch nicht) und ein Lautsprecher etwas leiser bzw. der andere etwas lauter spielt, vielleicht in gewissen Frequenzbereichen oder in alle Bereichen, dann finde ich dieses Thema doch schon relevant, da man dies unter Umständen doch evt. heraushören könnte. Wie gesagt, dies auf theoretischer Ebene. |
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Skaladesign
Inventar |
#15
erstellt: 01. Mrz 2026, 14:49
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[quote="mümmel84 (Beitrag #14)"][quote] und ein Lautsprecher etwas leiser bzw. der andere etwas lauter spielt,[/quote] Dafür gibt es ja dann den Balanceregler Also, zumindestens gab es den mal. [quote] vielleicht in gewissen Frequenzbereichen [/quote] Könnte man mit einem Einmessystem gegenwirken, oder einem DSP. Jedoch ist ja auch hier dann nur der "Messpunkt" ( Mikrofon ) dann links und rechts gleich. Die meisten von uns haben aber zwei "Mikros" am Kopf und das bewegen des Kopfes am eingemessenen Sitzplatz würde den Messschrieb schon verändern. Auch sind unsere Ohren nicht gematcht und wir "hören wohl das, was unser Gehirn aus beiden Seiten wohl so zusammenmischt. |
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stoneeh
Inventar |
#16
erstellt: 01. Mrz 2026, 14:51
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Danke für die Daten! Schade dass wenn man explizit im ersten Beitrag angibt ..
.. mehrere Leute kommen und wegen Umgebungsvariablen fragen. Ist doch zu Vergleichszwecken (relative Messung) egal was die Umgebung macht, wenn sie genau das gleiche für jeden Lautsprecher gleich macht. Ein Volksschüler sollte das verstehen können. |
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sealpin
Inventar |
#17
erstellt: 01. Mrz 2026, 15:08
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Die Frage verstehe ich so, dass die „zugesicherte Eigenschaft“ von Lautsprechern von Herstellern gesucht wird basierend darauf man ggf. Nachbesserung verlangen kann. Abgesehen vom Nachweis, den Laien i.d.R. nicht valide führen werden können, sind die meisten Herstellerangaben recht allgemein, dass schon ein Defekt vorliegen muss, damit man die Prospektdaten nicht schafft. Ich bezweifle, dass eigene Messungen ausreichen, wenn es um wenige dB Abweichungenbei bestimmten Frequenzen geht, um daraus einen Anspruch zu formulieren. Wenn der eigene Monk einen zu maximaler Paargleichheit zwingt, muss man sich halt an amtliche Hersteller wenden, die in ihren Detailinfos (z.B. Ausschreibungsunterlagen für Tonstudios) oder auf Nachfrage passende Infos rausgeben. Ich weiß von Neumann (wurde bereits genannt), dass die ihre Lautsprecher mit so engen Toleranzen produzieren (lassen), dass sich ein pairing erübrigt. Und wenn man tatsächlich den Eindruck haben sollte, das einer deren Lautsprecher stark abweicht, dann schickt man den einfach zu Neumann und die messen den in ihrem reflexionsarmen Raum durch. |
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Pollton
Inventar |
#18
erstellt: 01. Mrz 2026, 15:57
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Chassis und Weichenbauteile haben immer Toleranzen. Wenn in einem Lautsprecher z. B. 3 Chassis und 15 Weichenbauteile verbaut sind, dann kann ein Paar schon deutliche Abweichungen haben. Einige Hersteller geben ja auch selektierte Paare raus, aber das ist meist nur von hochpreisigen Herstellern zu erwarten. Ja, Neuman macht wohl alles richtig, aber die Lautsprecher stehen im Raum ja nicht an der gleichen Stelle und die dadurch resultierenden Abweichungen fallen meist deutlich größer aus. Meine Einschätzung zu den Messungen. Paar 1. Sind schon etwas viel Abweichungen. Paar 2. Die Abweichungen sind noch im Rahmen, würde ich sagen. |
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B-Bear
Stammgast |
#19
erstellt: 01. Mrz 2026, 16:32
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Für 35 Jahre alte Lautsprecher, na ja. |
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der_Lauscher
Inventar |
#20
erstellt: 01. Mrz 2026, 19:19
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die Elac (Baujahre: 03/1991 - 02/1993) hat ca. 35 Jahre alte Elko's drin, da ist die geringe Abweichung sogar ein "Wunder" siehe hierWer viel misst ... Da könntest du auch deine Netzspannung messen und feststellen, daß hier ständig Abweichungen auftreten, der Verstärker also auch minimal "mitschwankt" Verstehe immer noch nicht den ganzen Hintergrund, warum man sooooo alte Lautsprecher messen muß - vor Allem, was das Ergebnis dich dann weiter bringt Einen Lautsprecher minimal anders eingedreht, ändert die ganze Abhörsituation. Oder du bist Erkältet und die Ohren gehen zu, oder, oder, oder... Jedenfalls viel Spaß mit deinem Meßergebnis |
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mümmel84
Stammgast |
#21
erstellt: 01. Mrz 2026, 20:45
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...was wohl aber nicht Sinn dieser Sache zu diesem speziellen Thema wäre.
Das ist mir definitiv auch klar, sowie "gematchte" LS, je nach Aufstellung, einen veränderten Frequenzgang haben.
Danke!
Interessanter Aspekt, daran habe ich noch gar nicht gedacht. Also, es gibt nicht unbedingt etwas, worauf ich hinaus möchte. Vielleicht aber, dass man sagen kann, den ein oder anderen Töner mal auszutauschen, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Aber wie gesagt, einen Unterschied höre ich nicht. Vielleicht aber, wenn man mein Paar gegen eines mit weniger Abweichungen im direkten Vergleich hört. Ich finde es einfach sehr interessant. Sagen wir, aus Hobby-Liebe ![]()
Genau, das sehe ich auch so. Vielleicht achtet der ein oder andere Hersteller halt unterschiedlich bei der Endkontrolle auf Unterschiede. Da ich nun aber Lautsprecher etwa gleichen Alters gemessen habe, ist es in dieser Hinsicht veblüffend, dass die von mir gemessenen beiden Paare so unterschiedlich im Ergebnis ausfallen.
Das sehe ich auch so!
Das könnte ich tun, finde ich persönlich aber auch nicht so interessant. Habe übrigens immer am gleichen Kanal und mehrfache Messungen durchgeführt. Der Trend war, wie auf meinen Fotos zu sehen, immer derselbe.
Brauchst das ja auch nicht unbedingt verstehen. Jedem das seine ![]() Auch die ganzen Variablen sind mir bekannt, um die es mir auch nicht geht. Haben alte, grundsolide Lautsprecher, die man gerne hört, keinen Anspruch darauf, mal gemessen zu werden, nur wegen des Alters?! Jede Wette, dass auch die neuesten LS (allgemein betrachtet, ohne diverse Hersteller zu diskriminieren) ähnliche Werte abliefern könnten. Das soll jetzt aber keine neue Diskussion werden.
Dankeschön, ich finde es tatsächlich äußerst interessant [Beitrag von mümmel84 am 01. Mrz 2026, 20:46 bearbeitet] |
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der_Lauscher
Inventar |
#22
erstellt: 01. Mrz 2026, 21:11
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Schade, daß du nicht auf die von mir genannte, offensichtlichste Ursache eingehst Gerade Elko's trocknen nach ca. 20 Jahren aus und verändern ihren Wert und damit die Trennfrquenzen. Außerdem haben die neu sogar nur eine übliche Toleranz von 10 %. Also könnte es sogar bei neuen Lautsprechern diese Abweichungen gaben Sinnvoll wäre es, wenn du die Kondensatoren beider Frequenzweichen auf ihren Wert messen könntest, dazu auch die Widerstände (ob die nicht mal zu viel Leistung abbekommen haben). Die Spulen ändern nur selten ihren Wert und müssen nicht gemessen werden. Ein Austausch dieser Teile kostet nicht viel und würde dir deutlich mehr helfen, als neue Chassis einzubauen Bei Chassis sind meist die Sicken defekt (sieht man sofort von außen) oder z.B. bei Hochtönern die Schwingspulen (wegen Partypegel oder clippenden Verstärker) durchgebrannt und /oder ein Ferrofluid zäh geworden (was auch die Funktion einschränken kann. Dann funktionieren die aber oft gar nicht mehr, was man auch sofort mit dem Ohr am Hochtöner leicht feststellen könnte. |
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Skaladesign
Inventar |
#23
erstellt: 01. Mrz 2026, 21:48
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Ich habe gar nicht mitbekommen, das die LS so alt sind. Da macht das Spektakel für mich noch weniger Sinn. Weiterhin von mir auch viel Erfolg beim Messen. |
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mümmel84
Stammgast |
#24
erstellt: 01. Mrz 2026, 21:55
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Gedanklich bin ich da schon darauf eingegangen, wenngleich ich dies nicht als offensichtliche Ursache betrachte. War für mich in dem Moment aber eher irrelevant, da die Elacs, wie von dir erwähnt, Elkos besitzen. Und das Bild 2, welches ich eingangs gepostet hatte, ist die Messung der Elacs. Und mit dem Ergebnis bin ich absolut zufrieden. Mir machte das Ferrofluid, welches in den HT der Elacs verbaut ist, ehrlich gesagt mehr Sorgen. Aber wie man sieht, ein sehr gutes Ergebnis. Natürlich kann ich nicht wissen, inwiefern sich der Frequenzgang geändert hat. Falls ja, sind wenigstens beide HT/Elkos gleichmäßig gealtert ![]() Übrigens, ich hatte mal einen interessanten Artikel (inkl. Messungen) gelesen, dass ein mit Ferrofluid gefüllter HT, ob nun harzig geworden, ohne Ferrofluid oder mit neu befülltem Ferrofluid zwar veränderte Werte aufweist, aber kaum relevant sind, da diese Abweichungen, speziell in dem Artikel, unterhalb der Übergangsfrequenz auftreten, also kaum relevant. Das soll aber nicht allgemeingültig sein, da es viele verschiedene HT mit Ferrofluid gibt. Leider weiß ich die Quelle nicht mehr.
Wegen des Alters? Warum? Bild 2 zeigt im Übrigen eine sehr gute Paargleichheit, meiner Meinung nach. Muss ja auch nicht Sinn für dich ergeben, akzeptiere ich vollkommen. [Beitrag von mümmel84 am 01. Mrz 2026, 22:00 bearbeitet] |
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gst
Inventar |
#25
erstellt: 01. Mrz 2026, 23:13
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Unabhängig von der Marke eines Lautsprechers: Ferrofluid wird (wurde) fast nur bei Kalottenhochtönern eingesetzt. Kalottenhochtöner haben meist eine Resonanzfrequenz von 1-2 kHz. Darunter kommt prinzipmäßig nicht viel "rüber". Deswegen schaut man bei den normalen Dreiwegern, dass die Frequenzweiche den Kalottenhochtöner erst oberhalb seiner Resonanzfrequenz ansteuert. Eingetrocknetes Fluid dämpft den Hochtöner überall, ob unterhalb oder oberhalb seiner Resonanzfrequenz. Wenn ich einen Lautssprechter hätte, dessen Hochtöner unter eingetrockneten Fluid leiden würde, würde ich den ausbauen, auseinandernehmen (Polung der Anschlüsse notieren und beachten) gut reinigen, neues Fluid nachfüllen. Nach dem Zusammenbau die korrekte Zentrierung der Kalottenspule im Spalt des Magneten mit einem Programm wie audiotester oder REW kontrollieren und gg. nachjustieren. Anleitungen dazu gibt's im Forum. [Beitrag von gst am 01. Mrz 2026, 23:15 bearbeitet] |
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mümmel84
Stammgast |
#26
erstellt: 01. Mrz 2026, 23:42
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OT: Selbst wenn man neues Ferrofluid nachfüllen würde, wird es mit der Viskosität und der Dosierung kniffelig. Anleitung hin oder her, möchte ich auch für Vintage-Fans, wie u.a. mich, auch nicht schlecht reden. Aber es wird mehr oder weniger wiederum dazu führen, dass die Parameter des HT verfälscht werden und nicht dem Original entsprechen, da ein Hersteller entweder seine Daten nicht preisgibt, diese nicht mehr weiß oder das Ferrofluid in dieser Form nicht mehr 100% nachzumachen oder vorhanden ist. Wenn aber ein HT hörbar durch verharztes Ferrofluid nicht mehr funktioniert, bin ich deiner Meinung. Meist liegt dies meiner Erfahrung nach aber an etwas anderem. Aber wie schon erwähnt, das sollte keine Grundsatzdiskussion werden, auf die ich jetzt zugegebenermaßen selbst eingegangen bin. |
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trilos
Inventar |
#27
erstellt: 02. Mrz 2026, 00:03
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Deshalb mied ich schon immer Hochtöner mit Ferrofluid. Das wird irgendwann ein Problem - ausnahmslos! Es gab schon früher sehr gute HT, die ohne Ferrofluid auskamen, und seit über 20 Jahren gibt es erst recht keine guten Gründe mehr, Ferrofluid einzusetzen. Außer der Hersteller will damit -weiterhin- Toleranzen kaschieren und/oder die Belastbarkeit auf billge Art und Weise erhöhen, anstelle den HT einfach ordentlich zu konstruieren.... Schönen Abend, Alexander |
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ton-feile
Inventar |
#28
erstellt: 02. Mrz 2026, 00:39
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Hallo Mümmel84, kann es sein, dass es sich bei dem Taunussound Lautsprecher um den Elac EL 110 handelt? Das ist wohl ein Pseudo-Dappolito Zweiwegerich und Deine Messungen zeigen, dass solche Lautsprecher Schwächen haben. Die Welligkeit unterhalb von 3kHz kam dann vermutlich dadurch zustande, dass Du mit dem Mikro nicht genau auf der Hochtönerachse warst. Das gibt Laufzeitunterschiede zwischen den beiden Bassmitteltönern. Der Abstand der beiden Bassmitteltöner ist für die Trennfrequenz zum Hochtöner für Dappolito zu groß. Die Welligkeit ist dann typisch. Das könnte auch mit ein Grund für die Senke in den Mitten sein. Man will ja durch die Töneranordnung eine stärkere vertikale Bündelung erreichen. Wenn bei der Messung unter einem der Lautsprecher auch nur ein Fussel und die Neigung des Gehäuses dadurch ein kleines bisschen anders ist, sieht es im Bereich der Trennfrequenz zum Hochtöner (2,8kHz) und darunter unterschiedlich aus. Zwischen 6kHz und 12kHz scheinen die Hochtöner wirklich leicht unterschiedlich zu laufen. Die Abweichung liegt aber unter einem dB und ist imO weit weniger dramatisch als das Konzept an sich. Ich glaube eher nicht, dass das an Ferrofluid liegt, weil der Tochtöner dann untenrum stark an Pegel verlieren würde. Generell würde ich finden, dass schmalbandige Paarunterschiede weniger störend, als breitbandige sind. Unterschiede bei tieferen Frequenzen fallen deutlich weniger auf, weil sie der Raumeinfluss maskiert. Die Vulkane sehen prima aus. Ich würde für solche Messungen die Impulsantworten fenstern, um den Raum etwas aus der Auswertung zu bekommen und mit dem Smoothing sparsam sein. Viele Grüße Rainer [Beitrag von ton-feile am 02. Mrz 2026, 00:42 bearbeitet] |
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mümmel84
Stammgast |
#29
erstellt: 02. Mrz 2026, 02:31
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Hallo Rainer
Es handelt sich genau genommen um die Elac EL 110II (zweites Foto). Ich denke, dass dieser Hochton-Buckel dadurch entsteht, dass der Messabstand, welchen ich übrigens bei all meinen einzeln gemessenen LS nutzte, dadurch entsteht, dass der Raum sowie der Abstand von genau 90cm eine Rolle spielt. Ich finde dein Wissen über die Elacs erwähnenswert, dass diese nämlich besonders auf die vertikale Abstrahlung auf Grund des zeitversetzten TMT ausgerichtet sind. Dies habe ich beim Messen weitesgehend berücksichtigt, so dass auch der Winkel zum Mikro passte. Aber ja, abzustreiten ist es nicht, dass die Elacs höhenbetont sind, was aber am Hörplatz wieder etwas ausgeglichener ausfällt.
Da bin ich ganz deiner Meinung! |
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mümmel84
Stammgast |
#30
erstellt: 02. Apr 2026, 15:49
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Also, an neuen bzw. gebrauchten Treibern bin ich, zum erneuten Messen, jetzt nicht herangekommen. Einen Unterschied höre ich wie gesagt nicht. ABER, und darauf möchte ich nun doch einmal eingehen:
Ja, es stimmt, dass Elkos ihre Werte über die Jahrzehnte ändern oder Widerstände überlastet werden können und sich dadurch Lautsprecher tonal verändern. Mein Argument gegen deinen Vorschlag war ja, dass die Elac-Messwerte kaum Abweichungen aufweisen, obwohl sie, wie die Quadral, u.a. auch mit Elkos bestückt und ebenso alt sind. Also, es wäre mir tatsächlich einen Versuch wert, einfach mal alle Widerstände und Elkos auszutauschen. Kostenfaktor, wie du schon sagtest, eher gering und ich hätte mal wieder etwas zum Frickeln. Löten kann ich gut, da ich u.a auch schon DIY-Weichen aufgebaut habe. Einzige Sorge ist nun, dass ich nicht weiß, mit welchem Füllmaterial die Shoguns mk4 befüllt sind. Wenn es irgendeine Mineralwolle statt normales Sonofil ist, bräuchte ich sämtliche Schutzmaßnahmen. Maske, Gummihandschuhe, "Wegwerfpulli" und Keller wäre vorhanden. Wenn ich mit der Lampe in den Reflexkanal hineinleuchte, sieht es leicht gelblich aus. Wohl eher ein schlechtes Zeichen. Dachte zunächst, vielleicht durch Verschmutzungen der Luftzirkulation. Aber in der Mitteltonkammer, welche ja geschlossen ist, sieht es genauso aus. Hier mal die Fotos: klick klick klick |
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gst
Inventar |
#31
erstellt: 02. Apr 2026, 16:53
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Manches von deinem Forschungsdrang kann ich erstmal nachvollziehen. Für meine Versuche hatte ich eine (>40 Jahre) Box mit den originalen Kondensatoren belassen und die anderen von sämtlichen Elektrolyt-Kondensatoren befreit und die alle durch Folienkondensatoren ersetzt. In der veränderten Box hatte ich die Luft-Dossel vor dem Tieftöner durch eine mit einem Glockenkern aber mit dem gleichen mH-Wert ersetzt. Die Glockenkerndrossel hatte nur ein Füntel des ohmschen Wertes der Luftdrossel. Ich habe beide Boxen in die Mitte des Raumes gestellt, eine rechts an Anschluss 1 und eine rechts an Anschluss 2 angeschlossen und mit der Fernbedieung hin- und hergeschaltet. Da waren Unterschiede zu hören, aber längst nicht so weltbewegend, wie ich erhofft hatte - Ach! Ganz zufrieden war ich sicher nicht, erneuerte die zweite Box und stellte beide an den ursprünglichen, symmetrischen Ort. Monate später hate ich ein anderes Pärchen vor Ort, dass ich mit meine Boxen vergleichen wollte. Aus Platzmangel stellte ich die etwas weiter entfernt von meinen eigenen etwas unvernünftig provisorisch in den Raum. Beim Hörvergleich klangen die auch wirklich schlechter als meine (z.B. zuviel Höhen), aber der Raumeindruck war 3-5 mal besser. Seitdem wechselten meine Box auf den Platz der Besucher und sind da geblieben. . [Beitrag von gst am 02. Apr 2026, 16:56 bearbeitet] |
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mümmel84
Stammgast |
#32
erstellt: 02. Apr 2026, 21:33
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Verstehe ich, kann ich gut nachvollziehen. Also ich kann mich für so etwas schwer begeistern. Was ich allerdings nicht vorhabe ist, die Elkos durch andere zu ersetzen (MKP, MKT etc.). Natürlich wird es nicht die Gleichen geben, aber so ähnlich wie möglich möchte ich die Bauteile schon halten. |
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rat666
Inventar |
#33
erstellt: 02. Apr 2026, 22:17
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So ein Hobby muss ja auch nicht immer sinnvoll sein, wenn es Spaß macht, hau rein. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#34
erstellt: 02. Apr 2026, 22:17
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Jeder Lautsprecher-Hersteller verwendet(e) auch unterschiedliche Kondensator-Hersteller die somit auch unterschiedlichen Alterungen ausgesetzt sind. Es gibt z.B. Elkos die mittlerweile für Alterungen bekannt sind und das schon vor guten 20 Jahren. Diese Elkos sind also heutzutage definitiv zu erneuern. Das wären z.B. die Elkos von Tesla, Wego und die von Wego stammenden Elkos in Canton-Boxen, die nur mit der Canton-eigenen Canton-Nr. versehen wurden. Widerstände und Spulen sind definitiv nicht von einer Alterung betroffen und somit nicht zu erneuern. Diese sollten nur erneuert werden, wenn sie optische "Auffälligkeiten" oder tatsächliche Messwertabweichungen besitzen. Dies wäre dann aber einer Überlastung geschuldet (Partybetrieb) und nicht einer Alterung zuzuschreiben. |
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mümmel84
Stammgast |
#35
erstellt: Gestern, 17:28
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So, bevor ich an die Weiche rangehe, was erst der Plan war, habe ich mir andere HT der gleichen Seriennummer besorgt, verbaut nd neu gemessen. Das Ergebnis ist viel besser: Neue HT Alte HTIm MT-Bereich gibt es noch einige Unregelmäßigkeiten. Ich werde diese Sache aber erstmal ebenso angehen, zwei neue MT derselben Seriennummer. Wenn das nichts bringt, kommt die Weiche dran. Hätte jetzt aber so mit diesem positiven nicht gerechnet. [Beitrag von mümmel84 am 17. Apr 2026, 17:42 bearbeitet] |
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Rabia_sorda
Inventar |
#36
erstellt: Gestern, 17:56
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Ist in den HT evtl. Ferrofluid vorhanden? Bei neueren HT könnte es womöglich noch etwas flüssiger sein. Im Alter kann es austrocknen und somit verhärten, was das Schwingverhalten des HT beeinflusst.
Zu der erwähnten Alterung eines Ferrofluids bei HT kann aber auch die Kraft des Dauermagneten abnehmen (kommt eher selten vor) und durchaus kann auch eine Veränderung der Membranen und Sicken durch Umwelteinflüsse eintreten, sowie eine "Streuung" (Toleranzen) in der Herstellung vorhanden sein. |
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sealpin
Inventar |
#37
erstellt: Gestern, 18:03
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Zumindest ist es richtig bei Änderungen an Bauteilen, sein es Kondensatoren oder Chassis, diese für die beiden Lautsprecher gleichzeitig zu tauschen und die zu tauschenden Teile sollten sich möglichst gleich messen. |
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Rabia_sorda
Inventar |
#38
erstellt: Gestern, 18:36
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Generell sollte man es so handhaben. "Bessere" Lautsprecher-Hersteller haben dies auch so vorgenommen. Bei einem Bauteiletausch auf Frequenzweichen (z.B. Kondensatoren) würde ich diese auch passend selektieren, sodass beide Lautsprecher (bei Stereo) hinterher die (so gut wie) annähernden Werte besitzen. |
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mümmel84
Stammgast |
#39
erstellt: Heute, 00:52
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Ich hatte auch schon bei Quadral nachgefragt. In diesen Hochtönern mit der gleichen Seriennummer wird/wurde kein Ferrofluid verwendet. Meine Shoguns, welche ich gebraucht gekauft habe, könnten womöglich einzeln zusammengestellt worden sein, oder eine Box wurde ersetzt. Die Seriennummern auf den Lautsprechergehäusen könnte auf eine Streuung hinweisen, denn diese liegen etwas über "100" auseinander. Ansonsten sind die HT, welche ich aus alten Altan mk4 entnommen habe identisch, was mir Quadral auch bestätigte. Auch im Bezug auf die anderen Bezeichnungen auf den Magneten. Die Altan mk4, aus denen ich die HT entnommen habe, haben fortlaufende Seriennummern. Das ist glaube ich kein Zufall, wie man auch sehen kann. Und die Altan mk4 wurden in der gleichen Zeit produziert, wie die Shoguns mk4. Jetzt werde ich bei den Mitteltönern erstmal ebenso vorgehen, wie bei den Hochtönern. Bei den Bässen ist alles easy, stimmt bis zu Übernahmefrequenz zum MT wirklich alles überein.
Aber selbstverständlich doch.
Ebenfalls, selbstverständlich. |
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und wir "hören wohl das, was unser Gehirn aus beiden Seiten wohl so zusammenmischt.








