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KEF LS50 an Denon D-F107?

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Izildur
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 11. Jun 2013, 16:13
Liebes HiFi Forum.

Ich habe vor ein paar Jahren zum Hören von CDs und LPs (dafür Rega RP1) eine Denon D-F107 Kompaktanlage (+Energy Subwoofer) gekauft, da diese in der Fachpresse sehr positiv rezensiert wurde und mir auch beim Probehören gut gefallen hat. Ich bin auch an sich recht zufrieden mit dem was ich höre, was mich eigentlich erstaunt, wenn ich bedenke, dass die mitgelieferten Lautsprecher nur etwa 100-150€ (Paarpreis) kosten. Dafür haben Sie einen überraschend neutralen Klang und eine recht ansehnliche Auflösung. Allerdings empfinde ich es leider aufregender meine Musik über meine Sennheiser HD598 anzuhören als über die LS der Anlage, da der Sound hier irgendwie "flach" und weniger brilliant kommt als über die Kopfhörer.
Ich denke/hoffe, dass man den Klang der Anlage stark verbessern kann indem man ihr ein paar anständige Lautsprecher verpasst. In den Reviews zu der Anlage wurde immer wieder hervorgehoben, dass insbesondere das Innenleben der Denon qualtitiv recht hochwertig ist, weshlab ich hoffe mit der Anlage auch deutich bessere Lautsprecher sinnvoll einsetzen zu können.
Nach einiger Internetrecherche sind die KEF LS50 derzeit meine Favoriten (Klangbeschreibung, Euphorie der Tester, Design), die aber mein Preislimit auch wirklich aufs letzte ausreizen. Hat hier vielleicht jemand diese Kombination in Aktion erlebt und kann seine Eindücke teilen?

Ansonsten hier ein paar Daten aus den Produktbeschreibungen:
LS50: Verstärkeranforderungen 25-100W, Impedanz 8Ω (min. 3,2Ω ), Empfindlichkeit (2,83V/1m) 85dB
D-F107-Amp: Ausgangsleistung (4 Ohm, 1 kHz, 0.7% Klirr) 65W+65W, Class D Construction
ausserdem: Zimmer hat etwa ~20qm, ich höre damit nur selbst Musik, brauche also keine Disco-Pegel. Bei modernen CDs stelle ich den Lautstärkeregler i.d.R. auf 25-30%, bei alten/leiseren LPs auch bis 50% der max. möglichen Lautstärke ein.

Sind diese Lautsprecher aus irgendeinem Grund überdimensioniert/sinnlose Geldverschwendung an einer solchen Kompaktanlage? Ich würde mich über Eure Meinungen und Erfahrungen sehr freuen.

Beste Grüsse aus Zürich,
Jochen


[Beitrag von Izildur am 11. Jun 2013, 16:13 bearbeitet]
Ingo_H.
Inventar
#2 erstellt: 11. Jun 2013, 16:41
Wie hast Du denn die Denon-Lautsprecher aufgestellt?
thewas
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 11. Jun 2013, 19:15
Hallo Joachen,
ich besitze die LS50 und kann dir empfehlen nicht in Panik zu geraten mit manchen Zeitschriftenberichten die für sie dringend sehr teure und/oder sehr leistungsstarke Verstärker empfehlen. Klar, die LS50 als neutrale Minimonitore haben ein niedrigen Wirkungsgrad von daher brauchen sie tatsächlich viel Leistung für sehr hohe Schallpegel, aber für normale Wohnzimmerpegel müsste deine Denon Anlage vollkommen reichen. Hier sind meine und andere Erfahrungen mit der LS50 http://www.hifi-foru...m_id=100&thread=2053
Bitte berichte wenn du sie hast.
Schöne Grüße,
Theo
Izildur
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 11. Jun 2013, 22:14
Danke schonmal für die Antworten soweit. Um auf Ingos Frage einzugehen:
Die Boxen stehen auf einem schweren, knapp 1m hohen Regal (nicht zwischen Regalfächern sondern oben drauf). Die Boxen sowie der Subwoofer sind durch mehrere Filzpatches vom Regal selbst entkoppelt. Die Boxen stehen etwa 1.5m auseinander und 20cm von der Wand weg (viel mehr ist nicht drin, evtl noch 5cm), sind geschätzte 10° eingewinkelt und meine Haupt-Hörposition ist etwa 1.5-2m von den Boxen entfernt. Das Bassreflexloch habe ich wegen der Nähe zur Wand gestopft, aber ich höre kaum einen Unterschied mit und ohne Stopfen. Das Entkoppeln hat aber einen Unterschied gemacht, den sogar meine Liebste bemerkt hat :-). So einen richtigen "Sweet Spot", an dem der Klang deutlich besser ist als woanders konnte ich kaum ausmachen, der Klang ändert sich beim Umherlaufen im Zimmer nur wenig und nur wenn man sich wirklich darauf konzentriert. Habe ich sonst noch wichtige Infos vergessen?
Danke nochmals und gute Nacht.

Gruss,
Jochen
thewas
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Jun 2013, 07:20
Bei 20-25cm Wandabstand müsstest du höchstwarscheinlich bei den LS50 die Bassreflexrohre verschließen (Schaumstofffpropfen sind dabei) und würdest generell bei keinem Lautsprecher das vollständige Klangpotential ausreizen, das muss man in Hinterkopf behalten.
Grüße,
Theo
Ingo_H.
Inventar
#6 erstellt: 12. Jun 2013, 07:30
Das denke ich auch, dass schon die mitgelieferten Lautsprecher frei aufgestellt auf Ständern deutlich besser klingen würden und somit bin ich mir nicht sicher ob es gross Sinn macht in neue Lautsprecher zu investieren. Könnte mir höchstens vorstellen, dass die Dali Zensor 1 in Verbindung mit dem Subwoofer das gewünschte Ergebnis bringen würden (da müsste man auch nicht verstopfen bei recht wandnaher Aufstellung).
Izildur
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 12. Jun 2013, 10:35
Ich bin gerade noch dabei meine Frau von der Notwendigkeit neuer Lautsprecher zu überzeugen. Bei der Gelgenheit sollte ich ihr dann wohl auch mal ein paar Vorschläge zur Umgestaltung des Zimmers unterbreiten um eine freiere Boxenaufstellung erreichen zu können (Boxenstände sind ja auch so sexy ).
Aber gehen wir mal von dem ungünstigsten Fall aus, dass es bei einer wandnahen Aufstellung bleibt, denkt Ihr nicht, dass die LS50 dennoch ein sehr deutliches Klang-Upgrade darstellen würden? Anders gefragt, meint Ihr nicht, dass bei der Denon Kompaktanlage die Lautsprecher der klanglimitierende Faktor sind?

P.S. @ Theo, danke ich hatte deinen Thread schon vorher gelesen. Dieser war einer der Gründe weshalb der LS50 bisher meine Wunschliste anführt ^^
thewas
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 12. Jun 2013, 10:48
Die Aufnahmen, Raumakustik und Lautsprecher sind mit Abstand die limitierensten Faktoren der Wiedergabe, ich bin mir ziemlich sicher dass du sogar mit einer suboptimaler Aufstellung Unterschiede raushören wirst, jedoch ob die Veränderung für dich den Preisunterschied wert ist kannst nur du selber für dich entscheiden. Such dir einen seriösen Händler aus der sie dir auslieht zum zu Hause testen, alles andere macht bei so subjektiven Sachen keinen Sinn. Vielleicht passen die LS50 sogar gar nicht deinen persönlichem Geschmack!
P.S.: Freut mich dass dir mein Thread gefallen hat (da siehst du auch meine Meinung zu der Verbesserung zu den günstigen aber guten Kenwoods) trotzdem bleibt am Ende nur das Selberhören.
evilknievel
Inventar
#9 erstellt: 15. Jun 2013, 18:49
Da Du einen Sub hast, würde ich die Dali auf jeden Fall ins Auge fassen. Preis/Leistung ist top. Ohne Sub würde Dir das wahrscheinlich zu flach vorkommnen.
Ob die LS50 die 700 Euro Mehrpreis rechtfertigen ist Geschmackssache. Ich betreibe die KEF an einem 30 Watt und einem 80 Watt Verstärker. Beide Verstärker kommen problemlos damit klar. Es stimmt allerdings, daß die KEF erst bei zunehmender Lautstärke ihre volle Dynamik ausspielen. Das soll im Umkehrschluß nicht heißen, daß sie bei Zimmertemperatur wie ein Küchenradio klingen.
Izildur
Schaut ab und zu mal vorbei
#10 erstellt: 17. Jun 2013, 11:00
Nochmals Dank für alle Kommentare.
Ich werde in den nächsten Tagen ein wenig testen was klangtechnisch zu erreichen ist, indem ich die Lautsprecher noch weiter von den Wand entferne (ist eigentlich Entfernung der Wand zur seitlichen oder hinteren LS-Wand kritischer?) und ggf. auf Ständer stelle.
Ich habe mal mit einer Smartphone App die Lautstärkepegel, die ich realistisch erreiche (Smartphone ist freilich kein richtiges Messinstrument, aber zumindest kam ich reproduzierbar auf die gleichen Werte), in 1m Abstand vor den Boxen gemessen:
Im Schnitt waren das zw. 75-82 db, der höchste Pegel den ich gemessen habe waren 85 db - und das war die maximale Lautstärke, die ich mir zu Hause antue (Regler an der Anlage bei 20-30 je nach Medium von 62 max).
Wenn ich mir nun die Daten von den LS50 anschaue (Empfindlichkeit (2,83V/1m) 85dB), sollten die doch ~1W benötigen um 85 db zu erreichen, und etwa 10W für 95db (20W -> 98bdb, 40W -> 101db), korrekt?
Wenn diese Messung/Rechnung nicht völliger Murks ist, dann müsste ich doch von der Leistung meines Verstärkers her locker im Rahmen sein (Ausgangsleistung (4 Ohm, 1 kHz, 0.7% Klirr) 65W+65W). Macht es in diesem Lautstärkebereich dann tatsächlich einen klanglichen Unterschied ob der Amp eine grössere max. Leistung erbringen kann?
Was mich zu meiner grössten Frage bringt: Woran erkenne ich denn ob ein LS "zu gut" für meinen Verstärker ist? Die techn. Daten der bisher angesprochenen Lautsprecher allein weisen für mich keine gravierenden Unterschiede im Bezug auf deren Leistungsbedarf auf:

Meine aktuellen Denon LS: Empfindlichkeit 86db, 6 Ohm
KEF LS50: 85db, 8 Ohm, Amp-Anforderungen: 25-100W
Dali Zensor 1: 86.5db , Amp-Anforderungen: 6 Ohm, 25-100W

bzw. ein paar andere LS die ich noch im Auge habe:
Dali Zensor 5: 88db, 6 Ohm, 30-150W
KEF R100: 86db, 8 Ohm, 25-100W
Tannoy Revolution DC6: 88db, 8Ohm, 20-150W

Würde mich freuen, wenn mir das jemand erläutern könnte.
thewas
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 17. Jun 2013, 11:11
Alles korrekte Gedanken, plus dass mit 2 Lautsprechen der Pegel sich sogar zwischen 3 und 6dB erhöht und mit höheren Hörabstand er natürlich abfällt. Bei deinen Hörgewohnheiten reicht dein Verstärker von der Leistung, Verstärkerklang gibt es nur bei gesoundetem "Hai-Ent", also gibt es kein "zu gut" (solange die Leistung und Messwerte ausreichend gut sind) auch wenn der degenerierte moderne Hifimarkt aus verschiedenen Interessen das Gegenteil behauptet. Über Verstärker"klang" kann ich dir diese beiden Links empfehlen:
http://pelmazosblog.blogspot.de/2013/02/faq-verstarkerklang.html
http://www.hifi-foru...m_id=108&thread=7738
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