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Stereo-Lautsprecher - Klassiker o. Neu? Was macht Sinn? ca. 800-2800€

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Autor
Beitrag
Elmoxis
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Apr 2015, 00:06
Hallo zusammen,


ich suche etwas, weiß aber noch nicht so richtig, wo bzw. wie ich anfangen soll...

Ich fülle gleich den Fragebogen, doch kurz zum eigentlichen Thema:

Ich habe eine Heimkino-Anlage mit der ich sehr zufrieden bin.

Nun möchte ich mir ein 2.0 System kaufen, bzw. habe auch schon einige Teile erworben, alles Bausteine aus den 90ern von Yamaha.
(Ich habe einen nicht begründbares Yamaha-Fansein in mir)

Ich stelle jetzt nach und nach die Anlage zusammen und kaufe wo das Gebot gewinnt oder der Festpreis fair erscheint..

Nun möchte ich aber Lautsprecher haben, die das Musik hören auf ein neues Niveau heben, ich möchte innerhalb meines Budgets keine Kompromisse eingehen.(naja, oder halt nur so wenig wie möglich, falls nicht anders realisierbar)

Beim suchen und recherchieren, bin ich über meine schon lange ins Auge gefassten Swans RM600er gestoßen, dabei habe ich die mir bisher unbekannten Wharfedale Jade 7 entdeckt (wohl bemerkt alles auf dem Papier) und das ein oder andere Stündchen hier im Forum gelesen, wo anderen Users mit ähnlichen Vorstellungen Beratungen geboten wurden.

Mein nicht enden wollender Yamaha-Fanatismus hat mich letztlich auf die NS1000, NS2000 etc. aufmerksam gemacht.
Diese kenne ich nicht und habe sie noch nie gehört, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie sie klingen, man hört nur immer: "die Legendären".. Aber rein des vollständig einheitlichen Bildes wegen, könnte ich sie mir vorstellen, wenn sie meine klanglichen Wünsche wahr werden lassen.

Daher nun zur Grundsatzfrage: Sind 80er/90er Lautsprecher vom Klang her besser/schlechter (gerne auch subjektiv bewertet) als heutige LS? Hat sich da technisch etwas ergeben, was die damaligen LS einfach nicht konnten und daher ist eine RM600 in jeder Hinsicht überlegen, zumindest in Bezug auf die Preisklasse?

Können z. B. alte LS-Paare die mal 5000-10000 DM gekostet haben und heute für 1000-2000€ zu bekommen sind, mit ggf. entsprechender Wartung jeder "heute Neukauf Box" für den jeweils gleichen Betrag(also 1000-2000€) in jeder Lebenslage das Wasser reichen?


Fragebogen:

-Wie viel Geld kann ausgegeben werden?
2000€ wären mir am liebsten, wenn dabei aber zu starke Kompromisse eingegangen werden müssen, lehne ich mich gerne nochmal zurück und erhöhe das Budget auf 3000€ und spare halt noch ein wenig weiter.

-Wie groß ist der Raum?
Sehr schwer zu sagen, da wir aktuell noch in einer Wohnung leben, dort sind es etwa 25m², allerdings ist dieser raum mehr als suboptimal. Wir befinden uns aktuell auf Haussuche und planen bis Ende des Jahres, spätestens mitte '16 unseren Umzug über die Bühne zu bekommen. Dabei werde ich mit einer gewissen Priorität, auf wenigstens einen Raum achten, der sehr gut als Hobbyraum genutzt wird. Dort stünden meine Regale, teilweise voller Bücher und CDs. Ein paar Sitzgelegenheiten für 1-5 Personen, etc. Ferner habe ich mich in den hier häufig verlinkten Artikel "Regeln zur Aufstellung" eingelesen und werde entsprechende Tipps zu beherzigen versuchen.

-Wie können die Lautsprecher aufgestellt werden?
Ich denke dazu habe ich genug in "wie groß ist der Raum" gesagt.

-Sollen es Standlautsprecher, Kompakte, ein Sub/Sat System oder sonst was werden?
Rein optisch wären mir Standlautsprecher schon lieb, allerdings liegt die oberste Priorität auf Klang, wenn also eine bestimmte kleinere auf einem Ständer in jeder Hinsicht besser klingt als eine Standbox, gewinnt sie natürlich das rennen, sie sollte aber in der Lage sein, die Musik-typischen Bässe knackig und gern auch kräftig wiederzugeben.

-Wie groß dürfen die Lautsprecher werden?
hmm wie groß, also hier ist es im Grunde das gleiche wie bei der Bauart; nahezu jede Größe ist recht, wenn die klanglichen Eigenschaften mich überzeugen.

-Steht ein Subwoofer zur Verfügung? (wenn ja, bitte genau beschreiben)
Ich habe 2 Subwoofer von Yamaha, jeweils NS-SW700. Aber ganz ehrlich, ich möchte 2.0 hören, daher eher unwichtig.

-Welcher Verstärker wird verwendet?
Yamaha AX 1070 o. AX 1090 (je nachdem, was ich schneller in "titan", zu einem angemessenen Preis und in einem guten, bzw. überholbaren Zustand finde) Aktuell in meinem Besitz befindet sich ein Yamaha RX-V773 AVR, der theoretisch als Übergang herhalten könnte, jedoch werde ich mich hüten meine baldigen neuen Schätze daran anzuschließen, die Gefahr, dass er einfach zu schwach auf der Brust ist, ist mir zu groß. Ich glaube irgendwie nicht an die 160W/Kanal ... Keine Ahnung, wie man so etwas berechnet, aber wenn ich bei meinen NS 555 schon häufiger mal das Gefühl bekomme, da entsteht kein Pegel mehr, sondern es wird nur greller, dann pfeift der wohl schon aus den letzteren Löchern, daher wird auch nicht mehr hoch gepegelt, auch wenn sie relativ gesehen, nicht teuer waren, möchte ich sie dennoch nicht grillen.

-Was soll über die Lautsprecher gehört werden ?
Ohja, schwierig. Prinzipiell möchte ich, dass Musik im Stile des Ludovico Einaudi (also vorwiegend Klavier) so in meine Ohren dringt, als säße ich direkt dabei. Zusätzlich ist es aber so, dass ich sehr gerne älteren Hip Hop höre, zu Zeiten wo die Texte noch Sinn ergaben und mit Herzblut für eine Sache gesprochen wurde und es nicht um die "gängsterigesten Auftritte" ging...
Und dann eine meiner absoluten Favoriten, die Chemical Brothers, sie sind bis heute noch mit den wahnsinnigsten Synthesizern unterwegs und fabrizieren völlig eigene Klangwelten und stets habe ich das Gefühl, "da fehlt was". Ich bin überzeugt, hätte ich ein entsprechendes Equipment, so könnte ich deren Welten noch wesentlich intensiver erleben.
Dann höre ich gerne asiatische Sängerinnen und generell asiatisch-typische Musik(was auch immer das letztlich per Definition ist, ich verbinde damit traditionelle asiatische Instrumente und Volksmusik)
Dann fahre ich enorm auf keltische und mittelalterliche Musik ab.
Rock mag ich auch sehr gerne, es muss aber eher ruhig bleiben und aus wenig viel gemacht werden. Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=D-h6MoF7HLA
House musik von mitte der 90er bis ca. 2005 gefällt mir auch sehr gut, zumindest vieles davon, diese sollte nicht schlechter als auf meinen NS 555ern klingen, evt. etwas Pegelfester, alles andere ist schon recht passabel, bei dieser Musik.

-Wie laut soll es werden?
meistens dezent, aber da ich ein sehr emotionaler Mensch bin, was Musik betrifft, kommt es in der Regel so vor, dass ich permanent den Lautstärkeregler (bzw. die FB) in der Hand halte und immer wenn meine favorisierten Stellen eines Stückes kommen, diese sehr laut mache und völlig in diese Klangwelt abtauche. Und eben diese Momente sollten auf "jedem" Pegel brillant und kräftig bleiben und meinen Genuss nicht stören und vor allem sollten die LS das ohne Schäden überstehen

-Wie tief sollen die Lautsprecher kommen (Hz)?
Ja gute Frage, also ich sag mal so, so tief wie möglich. Ist das eine Aussage? Vermutlich zu schwammig.
Also ich möchte damit sagen, wie oben erwähnt, Musik hat ja in der Regel eine nicht häufig unterschrittene Grenze nach unten, doch gerade die Chemical Brothers spielen häufiger auch mal mit Bässen. Daher wäre es schon sehr angenehm, wenn möglichst tiefe Hz zahlen erreichbar wären, mit noch gut wahrnehmbaren Pegel, alles natürlich nicht zur Last der Mitten und Höhen, diese sind weit wichtiger als die Tiefen, da man im Notfall der Notfälle da noch nachhelfen kann, durch ein für Musik optimierten Subwoofer, aber nach Möglichkeit würde ich das vermeiden und ein reines, echtes 2.0 Erlebnis genießen.


-Wird großer Wert auf Neutralität gelegt?

Eigentlich schon. Ich möchte, dass eine Gitarre wie eine Gitarre und ein Klavier wie ein Klavier klingt. Ich möchte "dabei sein". Ich habe Yamaha HS80m Monitore, diese stehen ja auch recht neutral im Raum und das gefällt mir unglaublich gut. Generell steht Yamaha ja eher für "natural sound" - ggf. stammt auch daher meine Leidenschaft für die Angebote dieser Firma.

- Welche Lautsprecher wurden bisher gehört und was hat daran gefallen/nicht gefallen?
Da ich überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll, (besonders wegen der Frage "sind 90er Jahre LS in Bestzustand Heutigen, über-/unterlegen?") keine. Ich habe damals die RM600er Probe hören wollen, doch keinen Vertrieb in der Nähe gefunden und auch dann nicht mehr gesucht, da dagegen entschieden, erst mal.

-Wird auf irgend etwas Spezielles Wert gelegt (Breitbänder, Sub-Sat Kombination, geschlossene Bauweise, Anzahl der Wege, Hersteller, Aktivbox, Horn...usw.)
Nein, dass was meine Klang-Traum-Vorstellung am besten erfüllt ist das was ich möchte. In technischen Bauteilen/-arten, kann ich das nicht beschreiben. Häufiger ließt man, Aktiv-Boxen seien hier der richtige Weg, doch irgendwie ist das eventuell eine kleine Einschränkung, die ich aufstellen kann, also eher keine aktiven LS. (es sei denn, das Empfohlene, ist genau DAS LS-Päärchen, "das ich immer gesucht habe")

- Standort + Radius (wg. Händler/Produktempfehlung + wie weit bist Du bereit zu fahren)
Aktueller Standort viertel Stunde von Münster entfernt, dreiviertel Stunde von Osnabrück. (das sind so die nahe gelegensten, bekannteren Städte) Bereitschaft zum Fahren, naja, also wenn es ein Geschäft gibt, in sagen wir 50-100km Reichweite, welches auch direkt fast alle denkbaren LS abdeckt, dass man sie probe hören kann, wären 100km kein Problem, wenn ich allerdings jeweils 100km in jede Himmelsrichtung für je 1 Paar fahren müsste, wäre ich schon ein wenig abgeneigt


So, das wärs, wenn noch Fragen offen sind, einfach Fragen. Und falls jemand sagt "deine Anforderungen, sind in deinem Budget nicht zu erreichen", Wäre das natürlich schade, doch besser sofort frei raus damit, dann kann ich sehen, wo ich reduzieren mag und wo nicht. (Das Motto sollte halt bei "so wenig Kompromiss wie möglich, für das bestmögliche musikalische Klangerlebnis" bleiben.)

Und generell: An all Jene, die hier stets bemüht sind, uns an ihren Erfahrungen, Tipps und Einschätzungen teil haben zu lassen, um keinen Fehlkauf zu tätigen, meinen allergrößten Dank!

schönen Gruß

elmo
basti__1990
Inventar
#2 erstellt: 05. Apr 2015, 06:44
Hallo elmo,

da hast du ja einen ganz schönen Roman geschrieben dafür steht aber auch alles notwendige drinnen.

Um gleich deine Frage zu beantworten: JA sehr gute LS aus den 80er müssen sich auch heute nicht vor aktuellen Top-LS verstecken.
bestes Beispiel http://www.hifi-stud...ion/TMR_160-MKII.htm

Beim Gebrauchtkauf gibt es natürlich Stolpersteine, zb sollten die Sicken mal getauscht worden sein, wenn der LS über ~15 Jahre auf dem Buckel hat.

Käme alternativ zum Gebrauchtkauf ein Selbstbau mit Bauset in Frage?


ein Yamaha RX-V773 AVR, der theoretisch als Übergang herhalten könnte, jedoch werde ich mich hüten meine baldigen neuen Schätze daran anzuschließen, die Gefahr, dass er einfach zu schwach auf der Brust ist, ist mir zu groß

Unterschätze den kleinen mal nicht
Yamaha gibt 95W@8Ohm beim 2-Kanal Betrieb an. (Rated Output Power (20Hz-20kHz, 2ch driven) 95 W (8 Ohm, 0,09% THD))
http://de.yamaha.com...x-v773_g/?mode=model

Selbst wenn es am Ende nur 80W sind, dann ist das trotzdem nicht wenig. Viel wichtiger als die Leistung deines Verstärkers ist der Wirkungsgrad deiner LS. Beispiel: deine NS 555 haben einen Wirkungsgrad von 88db/W, die im Forum beliebten Nubert LS (nuline und nuVero) kommt auf etwa 85db/W. Klingt nach wenig Unterschied, allerdings benötigt man für 3db mehr Pegel die doppelte Leistung. Das bedeutet für den Pegel deiner NS 555 bei 80Watt, benötigen die Nubert LS 160Watt.

edit:
Die habe ich mal in deiner Nähe gefunden. http://kleinanzeigen...-172-2020?ref=search
Mit einem Wirkungsgrad von 93db/w, die Dinger kannst du mit 5 Watt betreiben und deine Bude wackelt


[Beitrag von basti__1990 am 05. Apr 2015, 06:53 bearbeitet]
Fanta4ever
Inventar
#3 erstellt: 05. Apr 2015, 07:37
Hallo elmo,

da hast du dir richtig Mühe gegeben, sehr schön geschrieben und ja, es ist ein Roman geworden

Ganz umsonst war es sicher nicht, aber

Wir befinden uns aktuell auf Haussuche und planen bis Ende des Jahres, spätestens mitte '16 unseren Umzug über die Bühne zu bekommen

da würde ich auf jeden Fall noch warten, Lautsprecher müssen zum Raum, den Aufstellmöglichkeiten und der bevorzugten Musik passen, mMn genau in der Reihenfolge.

Von Beschreibungen wie "Legendären" würde ich mich nicht blenden lassen, die Elektronik muss in der Lage sein die Lautsprecher deinen Wünschen gemäß anzutreiben, wenn sie das kann ist alles gut, auch wenn die Geräte nicht Legendär sind.

Ich würde mir keine 30 Jahre alten Lautsprecher antun, jedes Material unterliegt einem gewissen Alterungsprozess, das wird wohl niemand bestreiten.

Hier geht es aber nicht um mich, wenn dir das zusagt, warum nicht, nur würde ich die Teile auf jeden Fall in dem Raum in dem sie auch spielen sollen vor dem Kauf hören.

LG
Tywin
Inventar
#4 erstellt: 05. Apr 2015, 08:23
Hallo elmo,


Nun möchte ich aber Lautsprecher haben, die das Musik hören auf ein neues Niveau heben,


wenn Du an gutem Stereo-Klang interessiert bist, können die folgenden Infos hilfreich sein:

http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=66
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=173
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=83
http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html


ich möchte innerhalb meines Budgets keine Kompromisse eingehen.(naja, oder halt nur so wenig wie möglich, falls nicht anders realisierbar)


Dann wirst Du sehr viele Lautsprecher an dem konkreten vorgesehenen Hörplatz ausprobieren müssen.


Daher nun zur Grundsatzfrage: Sind 80er/90er Lautsprecher vom Klang her besser/schlechter (gerne auch subjektiv bewertet) als heutige LS? Hat sich da technisch etwas ergeben, was die damaligen LS einfach nicht konnten und daher ist eine RM600 in jeder Hinsicht überlegen, zumindest in Bezug auf die Preisklasse?


Allgemein kann man wohl sagen, dass die Technik nicht stehengeblieben ist. Es gibt heute extrem gut/sauber klingende - auch aktive - sehr preiswerte Lautsprecher für kleines Geld. Auch in kleinen Formaten. All das war in der guten alten Zeit unvorstellbar und auch nicht machbar.

Computer- + Messtechnik, moderne Materialien und günstige Massenfertigung in Fernost machen das heute möglich.


Können z. B. alte LS-Paare die mal 5000-10000 DM gekostet haben und heute für 1000-2000€ zu bekommen sind, mit ggf. entsprechender Wartung jeder "heute Neukauf Box" für den jeweils gleichen Betrag(also 1000-2000€) in jeder Lebenslage das Wasser reichen?


Vielleicht nicht mal Boxen die heute für ein paar 100 Euro neu zu haben sind. Das ist aber auch abhängig von den akustischen Rahmenbedingungen und dem persönlichen Geschmack.


-Wie groß ist der Raum?
Sehr schwer zu sagen,


Dann warte mal bis dein Hörraum feststeht und kümmere Dich von Anfang an um gute akustische Rahmenbedingungen im zukünftigen Hörraum. Infos dazu siehe oben. Weiteres reichlich im WEB und auch im Forum.


Aktuell in meinem Besitz befindet sich ein Yamaha RX-V773 AVR, der theoretisch als Übergang herhalten könnte, jedoch werde ich mich hüten meine baldigen neuen Schätze daran anzuschließen, die Gefahr, dass er einfach zu schwach auf der Brust ist, ist mir zu groß.


Wie schon geschrieben wurde ist das Gerät recht kräftig und bietet Einstell- und Einmessfunktionen die ein normaler "dummer" Stereoverstärker nicht hat. Man muss sich damit aber beschäftigen und die Möglichkeiten nutzen wollen/können sonst hilft das wenig.

Für wirklich gutes Hören von natürlicher Musik könntest du Dir die Cabasse Bora anhören. Vielleicht bist Du damit dann schon am Ziel, obwohl es keine Standlautsprecher sind. Das Budget ist damit auch verfrühstückt.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 05. Apr 2015, 09:48 bearbeitet]
yahoohu
Inventar
#5 erstellt: 05. Apr 2015, 09:27
Moin Elmo,

grundsätzlich ist nichts gegen ältere Yamaha Geräte einzuwenden.
Zum Kaufpreis z.B. bei den Verstärkern sollte man aber eine Revision beim Fachmann
mit einkalkulieren. Bei fast allen "AXen" muß der Eingangswahlschalter ersetzt werden.

NS 1000/2000: Die 2000er sind fast gar nicht zu kriegen, im Toppzustand paßt dann m.E.
das Preis/Leistungsverhältnis nicht mehr.
Die NS1000/M werden zwar recht oft angeboten, allerdings oft in zweifelhaften Zustand.
Gegen eine aktuellere gebrauchte ATC SCM40 würde ich jede Yamaha Box links liegen lassen.

Zudem hilft eigentlich nur vergleichen/anhören.
In Münster z.B. bei Hifisound auf der Jüdefeldstraße,
Auditorium auf der Steinstraße und Fraune auf der Wolbecker.
In Osnabrück gibt es Promusica am Jahnplatz und u.a. Hifi-Spectrum am Arndtplatz.
Die enorme Bandbreite der Angebote dürfte für jeden etwas bieten.

Gruß aus Ladbergen - Yahoohu
Elmoxis
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 05. Apr 2015, 09:35
Hallo zusammen!


Wow, da ist ja direkt viel passiert

Leider ist es auch ein wenig ernüchternd, aber natürlich auch der wohl richtigste aller Wege, wurde mir jetzt mehrfach angeraten.

"Warte, bis der Raum definiert ist"

Aber ihr habt ja recht, besonders nachdem ich nun die Artikel von "Hifi-aktiv" gelesen habe.Ich habe den Artikel von audiophysic schon eher gelesen, daher ging ich ein wenig davon aus, wenn man im neuen Zuhause dann die LS im zugewiesenen Raum neu austariert, würde das gut sein.

Ich könnte jetzt ohne Kaufabsicht diverse Fachhändler abgrasen, um schon mal eine Tendenz zu entwickeln, deren Zeit beanspruchen und Kosten verursachen. Das ist aber nicht mein Ding. Dann lieber hier die Vollbremse und dann wieder von vorn, wenn es soweit ist.

Naja, unter den Umständen liegt das Thema dann irgendwie erst mal auf Eis, ich werde es wieder aufgreifen, wenn das neue Zuhause gefunden und der Bedarf dann noch nicht gedeckt sein sollte. (wovon ich erst mal ausgehe )

Tut mir Leid, euch die Umstände gemacht zu haben, aber ich beherzige den meist gefallenen Ratschlag, erst mal noch zu warten, das schadet dem Budget ja auch nicht, ggf. kann ich dann "wenn es soweit ist" auch das Budget ein klein wenig aufstocken, um noch näher ans Ziel zu gelangen.
Letzter Bezug zum Thema Budget: Das ist keineswegs fest nach unten definiert, es geht mir keineswegs um irgendwas wie "muss aber auch teuer sein". Wenn ich für viel weniger, viel mehr bekomme, ist mir das auch recht. Prestige brauche ich nicht, ich will Klang

Dann auf bald und Danke für eure Tipps und Hinweise.

Für alle die jetzt noch die 2 Tage frei haben, schöne freie Tage und für all jene Helden, die beruflich dennoch heute oder morgen raus müssen, einen ruhigen Tag und baldigen Feierabend

Edit: @yahoohu: Gerade erst deinen Beitrag gesehen, überschnitten. Das man die NS2000er so gut wie garnicht findet, ist mir auch aufgefallen. Aber wenn sie jetzt tatsächlich "das ultimative Hörerlebnis" geboten hätten, hätte ich auf ein Angebot waren können. Nun aber gut, wie du ja sicherlich liest, lege ich das ganze, ob der Ratschläge, erst mal auf Eis und werde unter den neuen Bedingungen nochmal anfangen, wenn es soweit ist. Schließlich wäre der Hörplatz dann ja langfristig definiert, da ein Umzug eigentlich nicht nochmal geplant ist, danach. Auf bald!

schönen Gruß

elmo


[Beitrag von Elmoxis am 05. Apr 2015, 09:40 bearbeitet]
proglodyte
Inventar
#7 erstellt: 05. Apr 2015, 12:40
Hi,

wenns denn soweit ist, von Yamaha die Soavo 1 bzw. 2 nicht vergessen. Sind wohl nicht leicht aufzutreiben, aber
manchmal gibts noch neue zu einem guten Kurs. Vielleicht über Yamaha einen entsprechenden Händler erfragen.
Elmoxis
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 08. Apr 2015, 20:29
Mal nebenbei so ne Frage, kennt einer die "JBL TI 10 K" ?

Generell, was ist von JBL zu halten? Ich habe JBL irgendwie (vermutlich zu unrecht) als ein Massenanbieter im Kopf, der halt mehr Ramsch als Qualität bietet. Aber nachdem ich mal son bisl gegooglet hab, scheint das irgendwie nicht ganz zu stimmen

Diese LS machen einen guten Eindruck muss ich sagen, sind aber doch recht hässlich, was mir aber egal wäre. Für unter 1800 gebraucht in meiner Nähe zu haben und sowieso auch zu hören.

Ich weiß, ich kenne den zukünftigen Raum noch nicht, aber wären Sie es wert, wenigstens mal probe zu hören und ggf. doch zu kaufen, bei dem Preis?


Eines noch, wenn man sich jetzt einen Leeren Raum vorstellt, der als Stereozimmer und Bibliothek fungieren soll, der vollständig diesen beiden Bedingungen angepasst werden kann, von sagen wir ca. 20m², wäre es da nicht egal, welche LS ich jetzt gut finden würde? Ich meine, könnte ich mit so einer Voraussetzung nicht jede Box, die micht jetzt sehr überzeugt, dort noch optimieren?

Ich frag das nur, weil ich ein wenig ungeduldig bin
Und meine Dame und ich sind uns einig, dass ein Haus, welches kein "Spielzimmer" für mich übrig hat, nicht gekauft wird. Somit könnte ich doch theoretisch, aktuell schon etwas kaufen, sofern es mir denn zusagt oder?


Ja, was möcht ich eigentlich jetzt hören? - Eine ehrliche Einschätzung, ob ich es mit hoher Wahrscheinlichkeit bereuen werde, jetzt schon etwas zu kaufen, was dann ggf. nicht zum Raum passt? Ist der Raum denn so enorm wichtig oder nicht viel eher die Aufstellung, die zum Raum passt?
(bei den Parametern: ca. 20qm, Bücherregale, Hifi, Sitzgelegenheiten und wie oben im Eigang halt beschrieben.)

Spezielle Elemente, die die Akkustik verbessern können, wie im audiophysic-Artikel beschrieben, können auch verwendet werden. Säulen oder sowas.

Es juckt mich halt in den Fingern, ich kann mir da net helfen
Tywin
Inventar
#9 erstellt: 08. Apr 2015, 20:45
Hallo,

wenn es Dich so juckt, warum ziehst Du eigentlich nicht los und sammelst jetzt erst mal so viel wie möglich Hörerfahrung. Damit Du schon mal ansatzweise eine Ahnung hast, was es an aktuellen guten Lautsprechern gibt wenn es mit den neuen Räumlichkeiten so weit ist.

Du bist doch vermutlich völlig platt+baff wenn Du nur mal ein Paar aktuelle kleine aktive Monitore für 400 Euro Paarpreis gehört hast.

VG Tywin
K._K._Lacke
Inventar
#10 erstellt: 08. Apr 2015, 20:54

Elmoxis (Beitrag #8) schrieb:
Mal nebenbei so ne Frage, kennt einer die "JBL TI 10 K" ?


Hi,

Das ist ein Top Lautsprecher! Ich hatte sie von 2003 bis 2012, davor 9 Jahre lang die Ti 5000.

Die Ti 10 k sind im Mittelton etwas sanfter abgestimmt, haben aber nicht den "Punch" der Ti 5000 im Tieftonbereich, bei hoher Lautstärke.

Sie spielen leise sehr gut, sind spielfreudig/flott und der Klang löst sich wunderbar vom Lautsprecher. Da quäkt nichts, aber sie sind halt auch nicht der Dauerparty Krachmacher. Das heißt aber nicht, das sie nicht belastbar wären, nur bei extrem hohen Lautstärken verliert sich etwas die tonale Gesamtharmonie.
Schallharte Räume könnten aber Probleme bereiten! Unbedingt Probehören!
Elmoxis
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 08. Apr 2015, 21:14
Hallo zusammen,

@warbabe: Danke für die Erfahrungswerte


@Tywin: Ich verstehe was du sagen willst, aber da ich nicht wirklich weiß, ob ich es bereuen werde, jetzt schon zu kaufen, fände ich es halt nicht fair, den Händler oder auch Privatpersonen mit dem Wissen "ich kaufe sowieso nicht", die Zeit zu stehlen, da diese eben nicht wissen, dass ich nicht kaufen werde. Das ist einfach nicht meine Art, andere Menschen unfreiwillig zu benutzen. (denkt jetzt wat ihr wollt)...

Ich verfüge zufällig über ein aktives Monitor-Paar im 500€ Bereich. Yamaha(wer hätte das gedacht) HS80m. Ich finde sie grandios, obgleich mir ein kleinwenig das Fundament in den Tiefen fehlt. Das wird aber an der Aufstellung liegen, da ich hier aktuell keine Optionen habe, sie optimiert zu positionieren.

Ich habe einfach die Hoffnung, dass da noch deutlich Luft nach oben ist, wenn ich entsprechend dieser Monitore ein Vielfaches investiere.

Möglicherweise bin ich auch einer Illusion vefallen, aber ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass ein 500€ Paar nicht durch ein deutlich besseres Paar übertroffen werden kann (vorausgesetzt, beide sind für sich selbst jeweils optimiert positioniert)

Daher auch der neue Grundgedanke: Wenn ich jetzt schon etwas investiere, welches ich nach belieben Positionieren kann später, kann ich dann ruhigen Gewissens eine Kaufentscheidung treffen.

Falls das aber alles viel zu individuell ist und man mich daher nicht wirklich zielführend beraten kann, verstehe ich das natürlich und belasse es erstmal dabei.

Hoffentlich bekomm ich meine Juckfinger ein wenig in den Griff
Aktuell kompensier ich den Reiz meinem Ziel näher zu kommen noch mit Recherchen über alte und neue LS diverser Hersteller, lese Tests, lese hier im Forum und quatsche euch Tinnitus an die Ohren, naja aber wie lange dieses Methadon-Programm noch hält, weiß ich auch nicht


schönen Gruß

elmo


[Beitrag von Elmoxis am 08. Apr 2015, 21:15 bearbeitet]
basti__1990
Inventar
#12 erstellt: 09. Apr 2015, 05:59
Wenn du zu einem Händler fährst dich um hörst, dir es gefällt und du es dort später kaufst ist doch alles ok.
wenn der Händler nicht DEN Lautsprecher hat, dann ist es nicht deine schuld und dann nutzt du auch niemand aus.
ATC
Inventar
#13 erstellt: 09. Apr 2015, 17:56

Elmoxis (Beitrag #11) schrieb:

Falls das aber alles viel zu individuell ist und man mich daher nicht wirklich zielführend beraten kann, verstehe ich das natürlich und belasse es erstmal dabei.


Moin,

du musst nur Sachen gezielt auswählen welche individuell anpassbar sind, dann klappt das.
Bei Lautsprechern wäre das z.B. so etwas:
http://www.ebay.de/i...&hash=item27fc4d5fde

Gruß
Elmoxis
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Apr 2015, 20:57
Danke für eure Antworten.


Zu dem Thema aktive Lautsprecher, wie sähe denn da ein potentielles Setup aus?

Also, dass es kaum einen nennenswerten Verstärkerklang gibt, habe ich bereits mehrfach hier gelesen. Was es sehr wohl gibt, ist hochwertige Verarbeitung, die in Lebensdauer resultiert, soweit so gut, angenommen.

Bedarf es denn bei solch edlen Lautsprechern wie jene von B und M eines "besseren" Vorverstärkers? Ich verfüge ja aktuell über den RX-V773 von Yamaha, dieser hat Pre-Outs und verfügt über "Pure Direct".

Klingt dieser dann schon wie "unsichtbar"? Ich stelle diese Frage, da ich bei den vielen hitzigen Diskussionen zum Thema Verstärkerklang eine Frage nie aus dem Kopf bekommen habe. Warum wird überhaupt darüber gestritten, dass gute Verstärker besser klingen, als darüber, ob schlechte Verstärker klingen. Für meine Begriffe ist ein guter Verstärker unhörbar, da ich die Aufnahme, die ein Künstler angefertigt hat, aus meinen Lautsprechern kommen hören will. Jedweder Klang eines Verstärkers, kann dieses doch nur verzerren, nicht oder?

Um Himmels willen, ich möchte jetzt keinen Zoff vom Zaun berechen - Ich möcht nur wissen, in was ich am besten noch investieren könnte, wenn ich mich nun doch auch im aktiven Segment umsehe. Da ich ja ursprünglich parallel noch nach einem Vollverstärker Yamaha AX 10x0 Ausschau halte. Daher wäre hier ja ggf. garkein Kauf mehr nötig, sondern lediglich ein Vorverstärker oder?
- "Muss" es da ein CX-1000 sein oder reicht da auch ein CX-630, oder ganz was anderes? (Mit Blick darauf, dass mein komplettes restliches Setup aus Yamaha besteht )


Viele Grüße

elmo
ATC
Inventar
#15 erstellt: 09. Apr 2015, 21:09
Moin,

natürlich kannst du es auch mit dem Yamaha AVR als Pre "fahren" , das ist kein Problem.

Wenn du dann wirklich noch Lust hast upzugraden, da nimmt man dann eher was mit integriertem DSP um den Lautsprecher noch mehr im Bezug auf die Raumakustik anpassen zu können, FALLS nötig.
Mögliche Geräte dazu, Antimode Dual Core 2.0, Lyngdorf DPA 1, Hifiakademie Pre Amp mit DSP usw..

Vollverstärker kannst du dir natürlich sparen.
basti__1990
Inventar
#16 erstellt: 10. Apr 2015, 08:42

Elmoxis (Beitrag #14) schrieb:
Zu dem Thema aktive Lautsprecher, wie sähe denn da ein potentielles Setup aus?

Da gibts viele Möglichkeiten, am besten du testest erstmal die PreOuts deines AVRs, FALLS das nichts ist könnte man sich über eine Vorstufe Gedanken machen. Die sollte dann aber technisch etwas mehr können als nur eine Vorstufe zu sein, Stichwort DSP.


Warum wird überhaupt darüber gestritten, dass gute Verstärker besser klingen, als darüber, ob schlechte Verstärker klingen.

"Ah dein Verstärker hat nur 1000€ gekostet? Meiner hat ja 2000€ gekostet, ist ja ganz klar dass der natürlich besser klingt"

Kaum jemand kann akzeptieren, dass wenn Verstärker in ihren Spezifikationen betrieben werden, alle gleich klingen, solange sie nicht gesoundet sind.


Was es sehr wohl gibt, ist hochwertige Verarbeitung, die in Lebensdauer resultiert

Auch mit der Aussage wäre ich vorsichtig, mein Opa betreibt seit Anfang der 90er einen günstigen Kenwood Stereo-Receiver, der immernoch tadelos funktioniert. Nur weil Spaltmaße kleiner, Alu-Blenden dicker und Drehknöpfe massiver sind, hat das nichts mit der Langlebigkeit zu tun.
Kondensatoren KÖNNEN nach 20 Jahren altersbedingt anfangen Probleme zu machen, eventuell halten sie bei teureren Geräte etwas länger, muss aber auch nicht so sein.


[Beitrag von basti__1990 am 10. Apr 2015, 09:20 bearbeitet]
Elmoxis
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 10. Apr 2015, 09:55
Hmmm

ihr habt mir nun 2x DSP in Kombination mit aktiven LS empfohlen.

Ich bin aber nicht sicher, ob ich wirklich DSP möchte. Ggf. mach ich mir da auch zu viele Geadanken, aber DSP kann den Klang doch eigentlich nur verfälschen oder? Daher ja auch die Tendenz zum Verstärker, im Sinne von verstärken


Ich meine, das ist jetzt sicherlich kein repräsentaives Beispiel, aber wenn ich beim rx-v773 den Pure Direct Modus aktiviere, empfinde ich den Klang als wesentlich ansprechender, als wenn er über EQs, bzw. YPAO läuft. Aus genau diesem Grund, habe ich mich auch entschieden, zu einem puristischen Setup zurückzukehren, bei dem ein Medien-Abspiel-Gerät, mit einem Verstärker verbunden wird und einem paar hochwertiger Lautsprecher. Die Qualität des entstehenden Klanges wollte ich letztlich aus den LS in Kombination mit der Qualität der Quelle gewinnen. (und neuerdings, zu einem zuerst unterschätzten Anteil, aus der Aufstellung der LS und Anpassung des Raumes)

Jedoch, werde ich auch hier das bestmögliche tun und jetzt noch zusätzlich "dsp vs. amp" in die Liste des zu Testenden aufnehmen.


Vielen Dank.



elmo
basti__1990
Inventar
#18 erstellt: 10. Apr 2015, 11:06

Elmoxis (Beitrag #17) schrieb:
Ggf. mach ich mir da auch zu viele Geadanken, aber DSP kann den Klang doch eigentlich nur verfälschen oder?

Das siehst du falsch.
Dein Raum und deine Aufstellung sowie deine Abhörposition verfälschen den Klang. Das ist selbst in optimierten HiFi-Studios noch der Fall. Ein DSP versucht dieser Verfälschung entgegen zu wirken. Eine "Rückverfläschung zum Orginal" wenn man es so nennen will.
Wenn dir deine YAPO Einmessung nicht gefällt kann das zwei Gründe haben:
1. Deine Einmessung war nicht gut und hatte Messfehler ==> erneute Einmessung mit Mehrpunkteinmessung und Stativ
2. Du magst den verfälschten Klang, zb erhöhten Bass-Bereich. ==> Gute Einmessung machen und mal manuell anpassen

Wahrscheinlich ist es ein Mix aus Punkt 1 und 2

YAPO ist zwar nicht schlecht, es gibt jede wesentlich bessere Einmessmöglichkeiten (wenn man bei Stereo bleibt). Dirac oder miniDSP HD wären solche Systeme, mit denen bist du auch völlig frei in der Beeinflussung. zb kannst du linear einmessen und dann aber sagen, du willst den Kickbass-Bereich anheben und die Höhen absenken.
ATC
Inventar
#19 erstellt: 10. Apr 2015, 16:15

basti__1990 (Beitrag #18) schrieb:

Elmoxis (Beitrag #17) schrieb:
Ggf. mach ich mir da auch zu viele Geadanken, aber DSP kann den Klang doch eigentlich nur verfälschen oder?

Das siehst du falsch.


Jein.....
Das Direktsignal wird verfälscht, das ist richtig und ist eigentlich auch nicht optimal,
das siehst du ganz richtig.

Wenn man beispielsweise im Nahfeld hört oder einen relativ gut optimierten Raum hat kann es auch mit einem sehr guten Einmesssystem schlechter klingen, wie bei mir z.B.
Ich habe teure AVRs, Dirac und auch den Lyngdorf und Antimode durch,
bei mir hat es etwas "Leben" aus der Musik genommen, das letzte Quentchen Gefühl ging verloren.

In sehr vielen Fällen bewirkt ein gutes Messsystem aber grundsätzlich eine Verbesserung,
das kann man natürlich testen, und bei den Vorverstärkern welche ich genannt habe kann man direkt per Bypass mit/ohne vergleichen.
Dann kannst du ja frei nach deinem Geschmack vergleichen.

Der 773 ist wie alles in dieser Preisklasse, naja, noch lange nicht das Ende des Möglichen

Gruß
Elmoxis
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 10. Apr 2015, 18:38
Vielen Dank dann nochmal für eure teilweise kontroversen Einschätzungen


Ich werd wohl dann auch diesbezüglich einfach beides testen müssen. Mir ist nur heute und gestern so beim labern völlig entgangen, dass ich definitiv eine alternative zum rx-v773 brauchen werde, da ich den ja im Film/Heimkino-Setup behalten will.

Ich denke, es wird jetzt für meine weiteren Suchen im Web auf das "beste" Angebot von sehr kräftiger 2-Kanal Vollverstäker oder Vor-End-Verstärker-Kombi hinauslaufen. Wenn ich dann merke, dass mir das nicht passt, besorge ich mir leihweise einen externeN DSP, welches ich dazwischen hänge und dann mal sehe, ob sich etwas optimieren lässt.

Aber naja, bleibt am Ende des Tages eine nette Diskussion und der erdrückende Geduldsfaktor, bis dann mal das neue Heim gefunden ist :/

Naja was solls ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende und vielen vielen Dank für Rat und Rat, oder so..


Schönen Gruß


elmo
basti__1990
Inventar
#21 erstellt: 10. Apr 2015, 19:47

Elmoxis (Beitrag #20) schrieb:
Ich denke, es wird jetzt für meine weiteren Suchen im Web auf das "beste" Angebot von sehr kräftiger 2-Kanal Vollverstärker oder Vor-End-Verstärker-Kombi hinauslaufen.

Sorry aber das verstehe ich jetzt nicht ganz. Du hast noch keinen Lautsprecher für deine Stereo-Kette willst dich aber schon nach Verstärkern umsehen? Man macht das nicht ohne Grund anders rum.
Schmunzeln musste ich auch bei

sehr kräftiger 2-Kanal Vollverstärker

Wenn du einen technisch anspruchslosen Lautsprecher kaufen wirst (hat nix mit Qualität zu tun), hast du unnötig viel Geld ausgegeben

Also erstmal schön nach Lautsprechern schauen/umhören, egal ob passiv oder aktiv
Janus525
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 10. Apr 2015, 20:02
Lautsprecher für ca. 2000,- Euro...? Die (fast) jede qualitative Steigerung auf Seiten der Zuspieler mitgehen...? Aufstellungsunkritisch und bei genügend Wandabstand ungeheuer plastisch und durchhörbar...? Enorm realistisch wenn man ihnen nicht zu viel Pegel abverlangt...? Einfach ein Lautsprecher um möglichst perfekt zweikanalig Musik zu hören...? Gebraucht aber in erstlassigem Zustand zu haben...? Hmmm.., das wäre mein (ausprobier) Tipp: SONUS FABER Cremona Auditor M. Hatte ich viele Jahre in einer Zweitanlage. Wirklich sehr schön...

Cremona auditor M
Elmoxis
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 10. Apr 2015, 20:05
Hmm das verstehe ich jetzt nicht


Was hat ein Verstärker mit der LS-Wahl zu tun? Der soll lediglich verstärkern.

Kraft soll er haben, damit ich in vielen Jahren, wenn ich evt mal noch ein Level höher möchte, nicht einen zu schwachen Verstärker habe, der mir meine Hochtöner bruzelt (oder hab ich da was missverstanden?)

Soweit ich das aus dem Forum lesen konnte, kann ein Verstärker im Grunde nie zu stark sein, da man nichts gefährdet, solang man ihn nicht voll aufdreht, an potentiell zu schwachen LS, wesentlich gefährlich sei es aber, einen schwachen Verstärker an einer Box zu betreiben, die eine hohe Nennleistung nach DIN hat.

Somit - mit Blick auf die Nennzahlen der LS, die ich mal bei Hifi-Wiki so durchgegangen bin - sollte mein zukünftiger, nominal 250W an 4 Ohm nach DIN leisten können, da es einige LS gab, die doch recht knapp in die Richtung zeigten. (bedenkt man dann, dass die Angaben für Verstärkerleistungen doch oft etwas schwammig sind, geht man mit "zu viel" ein geringeres Risiko ein, oder?)

Soviel zum Thema "sehr kräftig". Das erklärt mir aber nicht, warum ich erst LS und dann AMP kaufen soll, das ist mir grad irgendwie nicht verständlich, sorry

Soweit ich es dem Forum entnehmen konnte ist das entscheidende bei einem AMP, die Stabilität der Elektronik, also ein stimmiges System. Zusätzlich hochwertige Komponenten, die nicht alle Nase lang getauscht werden wollen. Und für mich ist ein guter Verstärker eben jener, der mir unverfälscht das wiedergibt, was der Künstler mir sagen wollte, nur entsprechend "verstärkt".

Gern lasse ich mich eines Besseren belehren, doch bitte, ohne Grundsatzdiskussionen, das gibt nur Zoff (hab da schon die ein oder andere Diskussion verfolgt )
Janus525
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 10. Apr 2015, 20:12

Elmoxis (Beitrag #23) schrieb:
Das erklärt mir aber nicht, warum ich erst LS und dann AMP kaufen soll, das ist mir grad irgendwie nicht verständlich, sorry :)

Weil Deine Lautsprecher in aller erster Linie zum Raum und zum Aufstellungsort passen müssen. Verstärker, die mit den Lautsprecher dann klarkommen, gibt es jede Menge... Die Lautsprecher, die ich empfohlen habe (und viele andere), kommen mit jedem ordentlichen Verstärker klar..., Dein Raum aber noch lange nicht mit jedem beliebigen Lautsprecher. Deshalb erst den richtigen Lautsprecher an "irgendeinem" Verstärker aussuchen.

Und um die ausreichende Leistung Deiner vorgesehenen Yamaha-Verstärker würde ich mir keine Gedanken machen. Guck mal, hier läuft einer von meinen (ein AX-890) an impedanzkritischen Infinity-Lautsprechern. Die Pegel, die das Trio da gerade sauber und unverzerrt abliefert, wirst Du in einer normalen Wohnung nicht abrufen wollen. Schau mal auf das Foto wo der Lautstärkeregler gerade steht...

Essen-Hören-1a


[Beitrag von Janus525 am 10. Apr 2015, 20:22 bearbeitet]
Elmoxis
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 10. Apr 2015, 20:31
Achsoo, ja gut, dass ist aber kein wirkliches Problem, du hast jetzt eventuell nicht den ganzen Thread mitbekommen, ist ja auch kein Ding

Die Sache ist halt die, dass ich in diesem Thread erfahren habe, dass ich besser noch warten sollte, da wir aktuell ein neues Zuhause suchen (wie hört sich das denn an? *wuff* ) Und dann eben dort die Lautsprecher getestet werden sollten und dann auch dem entsprechend entschieden, insbesondere deswegen, weil ein eigenes Stereo-Zimmer geplant ist. Daher müssen die LS sowieso noch warten und da meine bisher favorisierten Verstärker-Variationen doch schon das ein oder andere Jahr alt sind und leider teilweise zu völlig überzogenen Preisen angeboten werden, werfe ich halt Augen in die Auktionshäuser und Anzeigenbörsen, um ggf. dann zuzuschlagen, wenn ich ein Gerät meiner Wahl, mit gewünschtem Zustand, zu angemessenen Konditionen finde.

Daher bin ich halt aktuell schon am Verstärker "surfen". Ich war nur halt eben verunsichert, ob ich jetzt doch was missverstanden habe, dass ein Verstärker nun doch wesentlich mehr tut, als zu verstärken. Da ich mir für den Moment nur so, die Aussage erklären konnte.

Gut gut, aber ich habs ja nun denk ich mal begriffen.

Und vielen Dank für den Tipp mit den Sonus Faber, sie werden in die ToDo List aufgenommen.

Ich habe sogar voller Neugier schon mal ein wenig die Selbstbauer Foren durchwühlt, aber irgendwie glaube ich, ich bin dafür zu wenig handwerklich begabt. Das hält mich aber nicht davon ab, mir fest vorgenommen zu haben, im neuen Zuhause mit ein paar billigen Komponenten mal just4fun einen Versuch zu wagen, sollte dieser Misslingen, ist nichts verloren, da die gewonnene Erfahrung in Geld eh nicht zu bewerten ist. Und dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich dann mal irgendwann höher gehe. Allerdings glaube ich, dass ich niemals die Präzision verwirklichen könnte, die hochgelobte Manufakturen auf die Ohren bringen, da werd ich wohl immer das nachsehen haben und da mir dann die Klangqualität doch noch wichtiger ist, als der Spaß, wirds wohl nie den reinen Fun-Faktor übersteigen.

Edit: Schönes Setup - Sag mal, wo du da grad zufällig Infinity stehen hast, welche sind das? Ich wollte am WE eventuell zu einem Privat-Verkäufer hinfahren, den ich um eine Hörprobe bitten möchte, der Renaissance 90 verkauft. Er möchte dafür 900€ haben, ist das ein angemessener Preis? Ich werde sie keineswegs kaufen, ich möchte nur mal hören, falls er einverstanden ist, ich sag ihm halt klipp und klar, dass ich "jetzt" nicht kaufen werde. Ich bring ihm dann nen Kuchen mit oder so ^^ (für mein Gewissen) - Achso ja und Infinity Kappa 90 für 800€, habe ich auch noch in "Hörweite".
Die sind dann zwar schon am unteren Ende meines Budgets, aber ganz ehrlich, wenn sie mir das geben, was ich möchte und ich bei Ausschöpfung meines Budgets nicht mehr bekommen könnte, ist mir das egal, ich möchte das Maximum, aus dem gegebenen, daher eben auch die Entscheidung zu warten, bis das Zimmer definiert ist, welches dann auch akkustisch, soweit möglich optimiert wird.


[Beitrag von Elmoxis am 10. Apr 2015, 20:42 bearbeitet]
Janus525
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 10. Apr 2015, 21:20

Elmoxis (Beitrag #25) schrieb:
Edit: Schönes Setup :)

Schönes Setup...? Soso...*lach*... Hey, das ist in einer Werkstatt in Essen aufgenommem, in der wir den Verstärker auf Herz und Nieren getestet haben. Meine Anlage hat (für meinen Geschmack) ein schönes Setup...*lach*... Ich schicke Dir ein Foto per PM rüber.

Nee, im Ernst, lass´ die Finger von den Infinitys. Wenn die wirklich top in Ordnung sind dann bekommst Du die nicht zu dem Preis..., wenn Du sie zu dem Preis bekommst sind die runter und müssen zuerst einmal aufgearbeitet werden. Ist nur ein gut gemeinter Tipp.
basti__1990
Inventar
#27 erstellt: 10. Apr 2015, 22:06

Elmoxis (Beitrag #25) schrieb:
Ich habe sogar voller Neugier schon mal ein wenig die Selbstbauer Foren durchwühlt, aber irgendwie glaube ich, ich bin dafür zu wenig handwerklich begabt. Das hält mich aber nicht davon ab, mir fest vorgenommen zu haben, im neuen Zuhause mit ein paar billigen Komponenten mal just4fun einen Versuch zu wagen, sollte dieser Misslingen, ist nichts verloren, da die gewonnene Erfahrung in Geld eh nicht zu bewerten ist. Und dann kann ich immer noch entscheiden, ob ich dann mal irgendwann höher gehe. Allerdings glaube ich, dass ich niemals die Präzision verwirklichen könnte, die hochgelobte Manufakturen auf die Ohren bringen

Für diejenigen die keine halbe Profi-Werkstatt mit 100 Holzwerkzeugen zu verfügung haben, gibt es fertige Gehäusebauteile CNC gefräst zu kaufen.
http://www.speaker-space.de/ Die 1. Adresse, ist leider wegen hoher Nachfrage ab und zu "geschlossen"
http://www.peak-lsv.de/ Liefert auch so ziemlich jedes Gehäuse, auch mit Sonderwünschen
Ich selbst bastel gerade hier dran http://www.lautsprec...ffee8bbc36393e670abb
Das Angebot ist echt klasse, da die Weiche schon komplett fertig gelötet kommt. Zusammen mit den Gehäusebauteilen muss man also nur die Chassis befestigen, Frequenzweiche befestigen und den Verstärker anschließen Also wirklich nur "Lego für Erwachsene"
Wie du das Roh-MDF dann gestaltest ist dein Ding, das einfachste ist seidenmatter Lack in einer Farbe oder Beizen und dann ölen.


Was hat ein Verstärker mit der LS-Wahl zu tun? Der soll lediglich verstärkern.

Um das nochmal ganz klar zu sagen: Der Lautsprecher stellt die Anforderungen an den Verstärker. Ist der Lautsprecher sehr effektiv und hat keine kritisch Impedanz, so wird der Verstärker niemals mehr als 20W liefern müssen. Die genannten Sonus Faber sind zb so ein Fall, 87db/w und nie weniger als 4 Ohm. http://www.i-fidelit...faber-auditor-m.html
Ob dann dein Verstärker 50W, 100W oder deine genannten 250W liefern KÖNNTE interessiert den LS nicht.
Daher sucht man sich erst die Lautsprecher raus und dann den Verstärker, denn der Lautsprecher stellt die Anforderungen an den Verstärker.

Außerdem würdest du dir die Möglichkeit rauben aktive LS zu kaufen.
zb APC24-23CS AMT http://www.abacus-electronics.de/121-0-APC24-23C.html
Und das wäre ja wirklich schade wenn du nicht mal ein paar Nahfeld-Monitore und aktive HiFi-LS zur Probe anhören würdest


[Beitrag von basti__1990 am 10. Apr 2015, 22:10 bearbeitet]
Elmoxis
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 10. Apr 2015, 23:01

Janus525 (Beitrag #26) schrieb:

Elmoxis (Beitrag #25) schrieb:
Edit: Schönes Setup :)

Schönes Setup...? Soso...*lach*... Hey, das ist in einer Werkstatt in Essen aufgenommem, in der wir den Verstärker auf Herz und Nieren getestet haben. Meine Anlage hat (für meinen Geschmack) ein schönes Setup...*lach*... Ich schicke Dir ein Foto per PM rüber.

Nee, im Ernst, lass´ die Finger von den Infinitys. Wenn die wirklich top in Ordnung sind dann bekommst Du die nicht zu dem Preis..., wenn Du sie zu dem Preis bekommst sind die runter und müssen zuerst einmal aufgearbeitet werden. Ist nur ein gut gemeinter Tipp.


Für meine Augen, sieht das aus, als könnte da guter Klang durch den Raum jagen, was für mich bedeutet "schönes Setup", doch wie heißt es so schön, Schönheit findet sich lediglich in des Betrachters Auge


Und danke für die Tipps zum Thema Infinity.


Eure Eigenbau Threads, die ihr mir verlinkt habt, sehe ich mir natürlich gerne an.


basti schrieb:
Für diejenigen die keine halbe Profi-Werkstatt mit 100 Holzwerkzeugen zu verfügung haben, gibt es fertige Gehäusebauteile CNC gefräst zu kaufen.
http://www.speaker-space.de/ Die 1. Adresse, ist leider wegen hoher Nachfrage ab und zu "geschlossen"
http://www.peak-lsv.de/ Liefert auch so ziemlich jedes Gehäuse, auch mit Sonderwünschen
Ich selbst bastel gerade hier dran http://www.lautsprec...ffee8bbc36393e670abb
Das Angebot ist echt klasse, da die Weiche schon komplett fertig gelötet kommt. Zusammen mit den Gehäusebauteilen muss man also nur die Chassis befestigen, Frequenzweiche befestigen und den Verstärker anschließen Also wirklich nur "Lego für Erwachsene"
Wie du das Roh-MDF dann gestaltest ist dein Ding, das einfachste ist seidenmatter Lack in einer Farbe oder Beizen und dann ölen.


Vielen Dank für die Links und Hinweise.



Um das nochmal ganz klar zu sagen: Der Lautsprecher stellt die Anforderungen an den Verstärker. Ist der Lautsprecher sehr effektiv und hat keine kritisch Impedanz, so wird der Verstärker niemals mehr als 20W liefern müssen. Die genannten Sonus Faber sind zb so ein Fall, 87db/w und nie weniger als 4 Ohm. http://www.i-fidelit...faber-auditor-m.html
Ob dann dein Verstärker 50W, 100W oder deine genannten 250W liefern KÖNNTE interessiert den LS nicht.
Daher sucht man sich erst die Lautsprecher raus und dann den Verstärker, denn der Lautsprecher stellt die Anforderungen an den Verstärker.

Außerdem würdest du dir die Möglichkeit rauben aktive LS zu kaufen.
zb APC24-23CS AMT http://www.abacus-electronics.de/121-0-APC24-23C.html
Und das wäre ja wirklich schade wenn du nicht mal ein paar Nahfeld-Monitore und aktive HiFi-LS zur Probe anhören würdest


Ok ich verstehe. Hmm nun gut, aber .. das wird mich leider nicht daran hindern, bei einem guten AX10x0 Angebot zuzuschlagen - Das Gerät hat es mir einfach angetan, da es sich perfekt in mein bestehendes Werk einfinden wird, welches schon auf sein Zimmer wartet. Sollte es letztlich so sein, dass die für mich perfekt geeigneten Lautsprecher, nicht zu dem AX passen, dann wird daraus halt ein nettes "Küchenradio", etwas zynisch gesprochen. Oder er agiert als Endverstärker im Heimkino-Setup oder so, man wird sehen. Der hat es mir allein schon aus der Sammelleidenschaft und der, schon fast bedenklichen Neigung zu den Yammies angetan.

Zum Thema Eigenbau, würd ich dir gerne noch eine PM schreiben, die für dieses Thema hier vermutlich zu speziell sein würde, da es neben den kleinen Exkursen, ja forenkonform, eine Kaufberatung bleiben sollte



elmo
K._K._Lacke
Inventar
#29 erstellt: 11. Apr 2015, 05:32

basti__1990 (Beitrag #27) schrieb:

Ob dann dein Verstärker 50W, 100W oder deine genannten 250W liefern KÖNNTE interessiert den LS nicht.


Das würde ich aber nicht so "pauschalisieren".
Das hängt von der allgemeinen Situation ab (wie laut kann/mag ich hören, welche Musik höre ich) und natürlich vom Lautsprecher ab.

Die JBL Ti 10 K (z.B.) liefen bei mir 9 Jahre lang, fast immer nur in Zimmerlautstärke, erstens, wegen der großen Nachbarschaft in unserem großen Wohnblock, und zweitens, wegen meiner angestrebten Musikrichtung die fast auschließlich nur noch Audiophile Musikstücke beinhaltete.

Vorher bewohnten wir eine Doppelhaushälfte, dort liefen die JBL Ti 5000, das war noch zu Techno Zeiten, da war es ganz normal das ich über mehrere Stunden, Leistungen von um die 120 Watt abgerufen habe (zwei Luxman M 03 im Monobetrieb).
Das passte hervorragend zusammen, zumal es dem Lautsprecher nicht die Bohne interessierte.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich vorher mal zu hinterfragen, ....was höre ich, ....wie laut darf es werden, ....kann der Lautsprecher das überhaupt realisieren, .....und welcher Verstärker ist dann dafür nötig.

Momentan bewohne ich ein freistehendes Haus, da wird es auch manchmal laut, aber meine Lautsprecher sind sehr Impedanzkritisch, so das die beiden Monos auch nicht mehr genügen.
Einen AVR, mit angeblichen 120 Watt/Kanal, habe ich damit schon zerschossen, eine Stereoendstufe zu "brücken", also im Monobetrieb zu schalten (wie bei den Luxmännern), ist auch nicht sinnvoll, da man die Impedanz damit erhöht.
basti__1990
Inventar
#30 erstellt: 11. Apr 2015, 07:30

warbabe (Beitrag #29) schrieb:

basti__1990 (Beitrag #27) schrieb:

Ob dann dein Verstärker 50W, 100W oder deine genannten 250W liefern KÖNNTE interessiert den LS nicht.


Das würde ich aber nicht so "pauschalisieren".

Du hast mein Satz aus dem Zusammenhang gerissen
Meine Aussage war, wenn der LS nie mehr als 20W fordert weil er eben sehr effektiv arbeitet, dann ist es auch egal in wie weit der Verstärker mehr leisten könnte.
Manche glauben hier, obwohl der LS nur ~20W fordert, macht es einen Unterschied ob ein 100W oder 200W Verstärker dran hängt. "mit 200W ist es kontrollierter, straffer und viel definierter... bla,bla,bla"
Natürlich muss der Verstärker zur Hörlautstärke, Hörentfernung und Wirkungsgrad des LS passen. Wenn einer sagt er will sein 80qm Wohnzimmer beschallen mit LS die nur 83db/w bringen (zb Nubert nuLine in voluminös), dann würde ich ihm natürlich auch zu einer dicken 400W Endstufen raten.
Aber Fakt ist nun mal, dass die meisten hier 20-30qm große Wohnzimmer haben und die LS meisten bei 87db/w oder höher liegen
K._K._Lacke
Inventar
#31 erstellt: 11. Apr 2015, 08:13

basti__1990 (Beitrag #27) schrieb:


Was hat ein Verstärker mit der LS-Wahl zu tun? Der soll lediglich verstärkern.

Um das nochmal ganz klar zu sagen: Der Lautsprecher stellt die Anforderungen an den Verstärker. Ist der Lautsprecher sehr effektiv und hat keine kritisch Impedanz, so wird der Verstärker niemals mehr als 20W liefern müssen.


Auf diese Aussage bezog sich mein Kommentar.
Ob er denn niemals mehr als 20 Watt liefern muß, klingt natürlich sehr pauschal.
vanye
Inventar
#32 erstellt: 11. Apr 2015, 14:26
@ Elmoxis

Viele hier machen aus unserem Hobby einen Preis-Leistungs-Wettbewerb. Da ein Lautsprecher an einem Verstärker eine komplexe Last ist, kann es schon Sinn machen, den Verstärker passend zum Lautsprecher zu kaufen. Dann spart man eventuell Geld, weil man auf bestimmte Leistungsmerkmale verzichten kann.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass man in Zukunft nicht einfach mal so die Lautsprecher wechseln kann. Hatte man z.B. anspruchslose Exemplare wie die oben gezeigten Sonus Faber und einen entsprechend "schwachbrüstigen" Verstärker, kann man die ebenfalls oben gezeigten Infinitys daran nicht betreiben, da sie sehr laststabile Verstärker verlangen.

Ich selbst bin daher einen anderen Weg gegangen: Ich habe mir als Verstärker ein "Rundum-Sorglos-Paket" zugelegt, das mir freie Lautsprecherwahl lässt. Und optisch/haptisch passt die Lösung auch für mich.

Das ist jetzt für Sparfüchse vielleicht nicht die optimale Lösung, aber unser Hobby hat sicher mehr Facetten als Geld, für mich zumindest.
Janus525
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 11. Apr 2015, 20:57
Elmoxis
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 01. Mai 2015, 08:36
Hallo zusammen,


vielen Dank für eure ganzen Antworten. Ich war zeitlich etwas knapp und konnte daher wenig lesen und schreiben.


Es hat sich auch ein bisschen was getan am Setup.

Ich habe mal hier mal dort zugeschlagen und jetzt ein fast vollständiges Set an den gewünschten Stereokomponenten, lediglich ein Tapedeck fehlt noch.

Ich liste mal die zukünftige Basis auf:
- Yamaha
--- AX 1070 - Vollverstärker
--- CDC 685 - CD-Wechsler
--- CDX 880 - CD-Player
--- TX 930 - Tuner
--- MDX 793 - MD-Player
--- EQ 550 - Equalizer

Zusätzlich hab ich für den Heimkino-Teil einen Yamaha BD-A1020 geschossen.

Alle Teile sehen aus wie neu, obwohl sie gebraucht sind und für Bruchteile des Neupreises erstanden wurden, ob es jetzt an der alten guten Wertarbeit liegt oder einfach nur Glück ist, weil die Vorbesitzer pfleglich mit Ihren Sachen umgingen, weiß ich nicht


Bei den Lautsprechern muss ich sagen, werde ich wie schon oben vorgenommen, definitiv noch warten und direkt noch eine Klangklasse höher einsteigen. Die Yamaha NS 555 sind von dem RX-V773 definitiv unterfordert. Ich höre zwar keine Unterschiede im Klang (so sollte es ja eigentlich auch sein) aber man merkt deutlich, dass die jetzt mehr vorhandene Verstärkung den beiden gut tut. Man kann wesentlich lauter drehen und auch die Tiefen kommen stärker zur Geltung. Natürlich kann es sein, wenn ich den RX-V773 weiter hochgedreht hätte, dass ähnliches gegangen wäre, aber ganz ehrlich, der AX1070 bei ca. 9-10 Uhr ist schon fast unangenehm laut. Bin ich beim RX-V > (-20) kommt einfach keine Lautstärke mehr. Und vor allem ist das Fundament in den Tiefen nicht da. Beim Filme schauen, in Kombination mit dem kompletten 5.2 Setup will ich den RX-V nicht mehr missen, im reinen Stereo-Betrieb aber bin ich froh, jetzt den AX zu haben.


Die Weiteren Pläne bleiben wie gehabt, ich mach jetzt erstmal langsamer, warte bis wir endlich ein Haus gefunden haben und dann, wenn der Raum definiert ist, werde ich für diesen Raum perfekte LS kaufen/bauen. Aber das kann jetzt noch dauern.

Ich danke euch allen für eure vielen Ratschäge und euer geteiltes Wissen.

Schönes Wochenende!


[Beitrag von Elmoxis am 01. Mai 2015, 08:37 bearbeitet]
basti__1990
Inventar
#35 erstellt: 01. Mai 2015, 08:52

Natürlich kann es sein, wenn ich den RX-V773 weiter hochgedreht hätte, dass ähnliches gegangen wäre, aber ganz ehrlich, der AX1070 bei ca. 9-10 Uhr ist schon fast unangenehm laut. Bin ich beim RX-V > (-20) kommt einfach keine Lautstärke mehr.

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen
und das beim RX-V773 ab -20 keine Steigerung mehr kommt bezweifel ich auch mal einfach
TomBe*
Inventar
#36 erstellt: 01. Mai 2015, 09:37
Ich denke, mit solchen hast du für immer ausgesorgt.
Viel Glück bei der Findung und einen schönen Feiertag
Elmoxis
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 01. Mai 2015, 11:01
[quote]Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen
und das beim RX-V773 ab -20 keine Steigerung mehr kommt bezweifel ich auch mal einfach [/quote]


Naja "keine" ist eventuell wirklich überspitzt gesagt, aber zwischen -20 und -10 (hier habe ich den Begrenzer eingesetzt) kommt nicht viel. So hoch bräuchte ich den Verstärker garnicht aufdrehen
Aber ich denke das muss auch nicht philosophiert werden.


[Beitrag von Elmoxis am 01. Mai 2015, 11:27 bearbeitet]
ATC
Inventar
#38 erstellt: 01. Mai 2015, 18:40
Moin,

das nach den db Anzeigen diverser Verstärker wenig verglichen werden kann ist klar (hier sollte ein Pegelmeßgerät dienen wenn man unschlüssig ist)

Muß man aber auch nicht unbedingt,
bist halt jemand der mit "zurück auf Stereo" zufriedener ist, dafür braucht man sich nicht schämen.

(Bei diversen Yamaha Amps kommt irgendwann tatsächlich weniger Pegel im Vergleich zum gefühlten Dreh am Regler)
audi-o-phil
Stammgast
#39 erstellt: 02. Mai 2015, 08:53
"auch die Tiefen kommen stärker zur Geltung"
So eine Aussage ganz ohne Blindtest?! Sehr verwegen
Wünsche dir viel Spaß mit dem neuen Setup!
Elmoxis
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 02. Mai 2015, 09:17
Ich hab ja nicht gesagt "detailreicher", "farbiger", "verzaubernder" oder sonst was

Einfach nur das ganz objektive "stärker". Also mehr viel.

Um das in ein nachvollziehbares Verhältnis zu setzen: Man stelle sich vor, man drehe den rx-v lauter auf. (auchs wenns garnicht geht) Nur von der Idee her.

Aber es wurde ja schon richtig gesagt, in der Praxis müsste ich das alles messen, aber ganz ehrlich, es ist mir herzlich egal, ich wollte lediglich meinen subjektiven Eindruck zum besten geben


In diesem Sinne, ein schönes Wochenende allerseits :prost:
TomBe*
Inventar
#41 erstellt: 09. Mai 2015, 22:35
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