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Lautstärkeregelung externer Geräte, Erklärung bitte

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Autor
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onedance
Stammgast
#1 erstellt: 31. Aug 2012, 14:46
Hat es eigentlich irgendeinen Einfluss auf die Klangqualität wenn man ein externes Gerät ebenfalls in der Lautstärke regeln kann und das ausgiebig tut? Ich meinte damit Mediaplayer oder Receiver z.B.

Also ich stell da keinen Unterschied fest habe aber im Geschäft kürzlich was gegenteiliges gehört.

Oder mal so gefragt: Was ist optimaler für "angeblichen Verstärkerklang"?

Mediaplayer leise und Verstärker voll oder Mediaplayer voll und Verstärker mit weniger Leistung fahren

Mit dem "Technischen" hab ichs nicht so, vielleicht kann mir das mal jemand erklären!?

A.
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 31. Aug 2012, 15:38
Generell lässt sich das nicht erschöpfend beantworten, das hängt vom konkreten Fall ab, aber ich versuche es mal:
Die Verstärkerleistung ergibt vereinfacht gesagt die Lautstärke. Du kannst am Verstärker aufdrehen, solange Du willst, wenn kein Quellgerät Musik liefert, die verstärkt werden könnte gibt es keinen Ton und damit keine Leistung. Also ist es nicht der Regler am Verstärker, der die Leistung liefert, sondern das Musiksignal, das letztlich am Lautsprecher ankommt. Wo dies geregelt wird hat auf die letztliche Leistung keinen Einfluss.

ABER:
Wenn der Verstärker so gebaut ist, dass er nur eine bestimmte Signalstärke verträgt und bei mehr Signal das Scherbeln anfängt, dann darfst Du die Quelle nicht zu weit aufdrehen.
Wenn der Verstärker aber so gebaut ist, dass er dieses Signal problemlos verarbeiten kann, dann kannst Du die Quelle voll aufdrehen (sofern nicht diese selbst dann das Scheppern anfängt) und am Verstärker zurück regeln.
Es gibt noch zwei Unterschiede: Entweder ändert sich beim Verstärker das Rauschen (nicht brummen, das ist was anderes, der Bär brummt, das Wasser rauscht) wenn man auf und zu dreht oder es bleibt gleich. Wenn sich das Rauschen ändert versucht man, dieses Rauschen so klein als möglich zu halten und halt mit dem anderen Regler die Lautstärke anzupassen. Ändert sich das Rauschen nicht, so kann man den Regler am Verstärker einstellen wie man will (rein aufs Rauschen bezogen, aufs Scherbeln bezieht sich das nicht!)
Und ein Letztes: Wenn vernünftige Lautstärke nur bei kleiner Reglerstellung möglich wäre ist das Einstellen eine "Fuselarbeit". Da macht es mehr Sinn, die Regler gegenseitig so einzustellen, dass eine vernünftige Dreherei möglich wird.
Stereo33
Inventar
#3 erstellt: 31. Aug 2012, 15:55
An für sich ist es gut wenn das Signal des Quellgeräts ausreichenden Pegel hat.
Unter und Übersteuern ist nicht gut.

Ist das Signal viel zu leise wird unnötig Grundrauschen mitverstärkt.
Pufftrompeter
Gesperrt
#4 erstellt: 31. Aug 2012, 16:08

Hat es eigentlich irgendeinen Einfluss auf die Klangqualität wenn man ein externes Gerät ebenfalls in der Lautstärke regeln kann und das ausgiebig tut? Ich meinte damit Mediaplayer oder Receiver z.B.


Jein ...

Analoge Lautstaerkeregelung: Das hat keinen Einfluss auf die "Klangqualitaet", allerdings auf den Rasuchabstand. Wie schon gesagt ... das Signal kommt (wenn leise) dann mit dem ohnehin vorhandene n Grundrauschen des Geraetes an und BEIDES wird vom Verstaerker mitverstaerkt.

Digitale Lautstaerkeregelung: Ja, das hat Einfluss auf den Klang ... die nutzbare Anzahl digitaler "Baukloetze" bzw die Turmhoehe, bis zu der die Kloetze gestapelt werden, nimmt ab und die Huellkurzve wird zumindest theoretisch ungenauer. Ob man das hoert, das sei jedem selbst ueberlassen zu beurteilen.

Grundsaetzlich gilt: So laut wie moeglich ... der Rauschabstand dankt es.

Ciao,
Carsten


[Beitrag von Pufftrompeter am 31. Aug 2012, 16:09 bearbeitet]
Buschel
Inventar
#5 erstellt: 31. Aug 2012, 16:19

Pufftrompeter schrieb:
Digitale Lautstaerkeregelung: Ja, das hat Einfluss auf den Klang ... die nutzbare Anzahl digitaler "Baukloetze" bzw die Turmhoehe, bis zu der die Kloetze gestapelt werden, nimmt ab und die Huellkurzve wird zumindest theoretisch ungenauer.

Was insgesamt wieder nichts anderes tut als als den Geräuschabstand zu verringern: Das Signal selbst wird leiser (Sinn und Zweck der Lautstärkeregelung), das Quantisierungsgeräusch nimmt durch eine erneute Quantisierung leicht zu.

Vereinfachend kann man wohl sagen: Die Quelle immer so laut wie möglich solange
1) der Eingang der Senke nicht übersteuert und
2) am benutzten Lautstärkesteller ein vernünftiger Regelbereich verfügbar ist.
cr
Moderator
#6 erstellt: 31. Aug 2012, 17:27
Das Quellgerät so laut wie möglich bzw. dass der Verstärkereingang nicht übersteuert (bei Analogverstärkern eher unwahrscheinlich, bei AV-Receiver möglich).

Bei digitalen Quellen 0 dB unter max (100%), zB bei Foobar etc. Dies ist für korrekt gepegelte Medien optimal. Haben sie allerdings Intersampleovers, würde ich -3dB empfehlen, denn dann vermeidet man eventuelle Hässlichkeiten beim Wandeln.

Noch eine Ausnahme: Ist der Verstärker so ungünstig konstruiert, dass man bereits vor 12 Uhr volle Leistung erhält, würde ich die Quelle etwas reduzieren.
Stereo33
Inventar
#7 erstellt: 31. Aug 2012, 18:28
So sieht es aus.

Ein gutes Beispiel wie man es falsch machen kann:
TV-Receiver viel zu leise eingestellt und den TV aufgerissen.
Das kann man immer wieder antreffen.
onedance
Stammgast
#8 erstellt: 01. Sep 2012, 08:57
Danke erstmal für die Antworten!

Ich habe gestern mal etwas "gespielt" und versucht einen Veränderung festzustellen. Die gibt es klanglich aber scheinbar wirklich, zumindest kam es mir so vor als ob z.B. Stimmen im Gesang (hatte Tarja Turunen drauf) wesentlich deutlicher sind wenn ich dem Mediaplayer zu 2/3 hochziehe und dem Verstärker den verträglichen Rest überlasse.

Werd mal weiter testen und einen Mittelweg finden.

A.
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