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Headroom beim Equalising

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quecksel
Stammgast
#1 erstellt: 11. Jul 2016, 18:18
Hallo,

vor kurzem ist mir aufgefallen dass auch reine Absenkungen mittels Equalizer zu Anhebungen im Signalpegel führen können. Das ist speziell bei stark komprimiertem Material der Fall, wenn man etwas darüber nachdenkt ist auch klar warum.
Bei etwas rumprobieren in Audacity halten sich diese Pegelspitzen aber einigermaßen in Grenzen, mehr als 2dB Überhöhung habe ich nicht hinbekommen.
Daher denke ich dass die 3db Headroom die ich sowieso schon in den Equalizer einbaue ausreichen, ist das richtig so oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht?
Apalone
Inventar
#2 erstellt: 12. Jul 2016, 04:43

quecksel (Beitrag #1) schrieb:
.......dass auch reine Absenkungen mittels Equalizer zu Anhebungen im Signalpegel führen können......


Ja. Subtraktives Equalizing.

Man lässt die Frequenzfenster, die man angehoben haben möchte, unverändert und senkt alle anderen ab. Sollte man auch bei Hardware so machen.
thewas
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 12. Jul 2016, 09:25

vor kurzem ist mir aufgefallen dass auch reine Absenkungen mittels Equalizer zu Anhebungen im Signalpegel führen können. Das ist speziell bei stark komprimiertem Material der Fall, wenn man etwas darüber nachdenkt ist auch klar warum.

Magst du bitte erklären wie die Pegelanhebung zustande kommt und wie genau du sie hervorrufen kannst?
quecksel
Stammgast
#4 erstellt: 12. Jul 2016, 10:03
Hier mal ein Beispiel:

Equalising

Links ist ein unveränderter Abschnitt der Audiodatei zu sehen. Es sind in etwa 0,5dB Headroom vorhanden. Den ausgewähllten Abschnitt habe ich mit dem gezeigten Equaliser verändert. Es entstehen Pegelspitzen, die roten Linien zeigen das Clipping an.
Der Grund liegt wohl in Phasenverschiebungen durch den Filter und dass sich nicht jeder Sinus immer konstruktiv addiert.

@Apalone:
Ich glaube du redest da von etwas anderem, ich hoffe das Bild macht klarer was ich meine.
thewas
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Jul 2016, 10:25
Hast Recht und macht wirklich Sinn, hier auch ein Artikel dazu http://www.soundonso...e-things-seem-louder

Jetzt zu deiner Frage, in welchem Programm und mit welchem Zweck möchtest du EQen?
quecksel
Stammgast
#6 erstellt: 12. Jul 2016, 11:49
Ok, gut dass ich nicht der einzige bin der das Problem hat

Ich benutze EQ APO, und gehe danach in eine externe Soundkarte. Momentan mache ich nur Raumentzerrung, in naher Zukunft möchte ich anfangen meine eigenen Aktivlautsprecher zu entwickeln.
Wir haben uns ja schon mal in deinem Genelec M Thread geschrieben
Die Mehrfachmessung muss ich aber noch machen...
thewas
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 12. Jul 2016, 11:52
Ah ja , die aktuellen (graphischen) EQ APO zeigen den möglichen Maximalpegel wenn man ein Filter lädt, das kompensiere ich im "Preamp Gain" so dass es unter 0dB ist (meistens -0,x dB)
quecksel
Stammgast
#8 erstellt: 12. Jul 2016, 12:31
Wo kann ich den Maximalpegel denn sehen?
thewas
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 12. Jul 2016, 12:43
Unten links, da wird Maximalpegel, Latenz, Init-Zeit unc CPU-Last angezeigt, hast du schon die aktuelle Version 1.1.1.?
quecksel
Stammgast
#10 erstellt: 12. Jul 2016, 13:14
Version 1.1.1 habe ich.
Was da angezeigt wird ist aber der Maximalpegel ohne Berücksichtigung des Effekts, oder?
Weil, wenn ich grob den Filter nachbaue den ich in Audacity als Beispiel verwendet habe liegt der angegebene Pegel immer noch bei den -6dB der Preamp Gains.
Hier mal ein Screenshot:
eqapo

Es ist wohl doch etwas mehr Headroom nötig...
thewas
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 12. Jul 2016, 13:19
Nein, das ist schon der Gesamtpegel was ja auch zu erwarten ist bei einen rein negativen Filter, mach ein positives Filter und du wirst es sehen. Wobei dessen Berechnung bestimmt nicht so ein Phänomen mit der Phasenauslöschung vorrausrechnen kann, aber ich vermute auch dass es nicht mehr als 1dB sein kann, das kannst du ja in Audacity testen (mit rosa rauschen Quelldatei konnte ich bisher überhaupt keinen Pegelzuwachs testweise erreichen).
cr
Moderator
#12 erstellt: 12. Jul 2016, 13:21
Das habe ich mich auch schon gefragt, ob man überhaupt mit 0 dBFS in einen DSP/Frequenzweiche gehen darf, auch wenn man nichts anhebt
und zweitens
ob ein numerischer Überlauf wirklich von den Over LEDs immer zuverlässig angezeigt wird
oder kann es im Rechenprozess eh keinen Überlauf geben, weil mit zB mit 64 Bit gerechnet wird.
thewas
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 12. Jul 2016, 13:32
Wobei das gute ist dass digitales Clipping leicht raushörbar ist im Gegensatz zu klassisch analogem.

Wobei ich das Gefühl bei meinen Tests bekommen dass EQ APO gar nicht clippt sondern sowas wie einen internen limiter einsetzt. Ich stelle einfach mein Gesamtmaximalpegel auf einem kleinen negativen Wert und mache mir keine großen Gedanken mehr, für solche "schlimme Digitalprobleme" gibt es "Spezialisten" Foren
quecksel
Stammgast
#14 erstellt: 12. Jul 2016, 15:22

thewas (Beitrag #11) schrieb:
Nein, das ist schon der Gesamtpegel was ja auch zu erwarten ist bei einen rein negativen Filter, mach ein positives Filter und du wirst es sehen. Wobei dessen Berechnung bestimmt nicht so ein Phänomen mit der Phasenauslöschung vorrausrechnen kann, aber ich vermute auch dass es nicht mehr als 1dB sein kann, das kannst du ja in Audacity testen (mit rosa rauschen Quelldatei konnte ich bisher überhaupt keinen Pegelzuwachs testweise erreichen).
:prost


Meinte ich ja, die Filterwirkung wird schon richtig wiedergegeben, aber ungünstige Summierung verschiedener Frequenzen nicht
Bei meinen Experimenten hab ich mit Kerbfiltern maximal ca 1,5 dB Zuwachs hinbekommen, wobei wie gesagt komprimiertes Material da am meisten Ärger macht.
Mit einem Hochpassfilter geht auch mehr, im von dir verlinkten Artikel wird ja von 4dB gesprochen. --> Gut zu wissen für Aktivsetups.

Für reines Frequenzgangverbiegen ist man aber mit 3dB Headroom auf der sicheren Seite.
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