Sie sind bereits Community-Mitglied? Dann loggen Sie sich hier ein!

Auto-Login
Passwort vergessen?


boxen zerstören?

+A -A
Autor
Beitrag
Gelscht
Gelöscht
#1 erstellt: 05. Nov 2005, 13:38
hi,
ist es eigentlich möglich, das die boxen kaputt gehen, wenn man den verstärker zu laut dreht??
hab nämlich so meine sorgen, wenn ich mal ein "bisschen" lauter mach und sich der bass einwenig anderes anhört.
bots
Inventar
#2 erstellt: 05. Nov 2005, 14:17
Am schlimmsten für die Lautsprecher sind die Verzerrungen - will heißen: je sauberer das Signal desto weniger kann passieren [von ganz extremen Pegeln mal abgesehen]. Hab mir dennoch kürzlich beide Mid/Bass geschossen, weil die Chassis schon etwas älter waren u die Sicken den Basspegel dann doch nicht ausgehalten haben. Das war aber eher extremster Tiefbass, weil ich meiner Tochter demonstrieren wollte, wie Bässe klingen können
Stormbringer667
Gesperrt
#3 erstellt: 05. Nov 2005, 15:17
Die beste Lösung wäre wohl,den Verstärker größer zu wählen,also den "Zerstörungspegel" der Box deutlich zu überschreiten,um Verzerrungen zu vermeiden.Eine Sinuswelle neigt dazu,in der Verzerrung Gleichspannungen zu erzeugen.Leider sind die Schutzrelais im Verstärker meist zu träge,um dies zu registrieren.Die dann anstehende Gleichspannung ist dann meist der Schwingspule Tod.Aber ich glaube,das war es,was mein Vorredner meinte.Also sollte die abgegebene Leistung des Verstärkers deutlich über der Leistungsangabe der Lautsprecher liegen.Klingt komisch,ist aber so.

Sollte ich Unrecht haben,dann korrigiert micht bitte.
Gelscht
Gelöscht
#4 erstellt: 05. Nov 2005, 15:38
wie kann ich denn erkenne, wo die grenzen liegen?
bots
Inventar
#5 erstellt: 05. Nov 2005, 15:46

Stormbringer667 schrieb:
Die beste Lösung wäre wohl,den Verstärker größer zu wählen,also den "Zerstörungspegel" der Box deutlich zu überschreiten,um Verzerrungen zu vermeiden.Eine Sinuswelle neigt dazu,in der Verzerrung Gleichspannungen zu erzeugen.Leider sind die Schutzrelais im Verstärker meist zu träge,um dies zu registrieren.Die dann anstehende Gleichspannung ist dann meist der Schwingspule Tod.Aber ich glaube,das war es,was mein Vorredner meinte.Also sollte die abgegebene Leistung des Verstärkers deutlich über der Leistungsangabe der Lautsprecher liegen.Klingt komisch,ist aber so.

Sollte ich Unrecht haben,dann korrigiert micht bitte.


Stimmt schon iW, dummerweise kann man den Verstärker natürlich aber auch *sehr* weit aufdrehen, u das ist dann auch wieder der Boxen Tod ;)))
Aber es ist so, eine Box mit empfohlener Verstärkerleistung zB 75W hat von einem "sauberen" 100W Verstärker nichts zu befürchten, von einer "Signaldreckschleuder" mit 25W aber schon.
bots
Inventar
#6 erstellt: 05. Nov 2005, 15:47

blackout schrieb:
wie kann ich denn erkenne, wo die grenzen liegen? :?

Als Anhaltspunkt steht auf einem Lautsprecher normalerweise "empfohlene Verstärkerleistung" oder so, beim Verstärker ist das sowieso immer angegeben.
Stormbringer667
Gesperrt
#7 erstellt: 05. Nov 2005, 15:56
Naja,die Lautstärke ist auch immer von der Schmerzempfindlichkeit der Nachbarn abhängig.Und Grenzen auszutesten heißt auch immer: Lernen durch Schmerz! Try and Error usw. usf.

Boxen zerstört man am besten durch den Maximalpegel und die maximale Verzerrung.Aber das ist es wohl nicht,worum es dir geht.Also,vernünftige Lautsprecher so um die 75 Watt Belastbarkeit und einen Verstärker um die 100 Watt Ausgangsleistung und dann solltest du auf der sicheren Seite sein.Dann hast du auch noch genug Potential,um deine Nachbarn zu ärgern und am nächsten Tag eine schriftliche Abmahnung deines Vermieters in deinem Briefkasten zu finden.So ist es jedenfalls mir passiert.
Gelscht
Gelöscht
#8 erstellt: 05. Nov 2005, 17:15
Boxen kann man mit zu schwachen als auch mit überdimensionierten Verstärker schießen.
Bei zu geringer Verstärkerleistung ist Clipping der Hochtönerkiller. Hier liefert der überlastete Verstärker Rechteckimpulse, die den Hochtöner zerstören.
Werden die die LS mit zu hoher Leistung befeuert, werden meist die Tieftonchassis ins Jenseits befördert. Grund hierfür ist die zu große mechanische Auslenkung der Membran, welche dann die Sicken überbelastet und die Membran an die Schwingspule schlagen lässt. Verzerrungn und schlackernde Geräusche weisen hierauf hin und kündigen den baldigen Exitus an.

Gruß stuka
TakeTwo22
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 05. Nov 2005, 17:40
Hallo...man sollte folgenden Thread zur Pflichtlektüre machen! Unterhaltsam und informativ zugleich!

http://www.hifi-foru...ead=10413&postID=0#0

Grüsse vom Bottroper
sakly
Inventar
#10 erstellt: 06. Nov 2005, 09:39

Stormbringer667 schrieb:
Eine Sinuswelle neigt dazu,in der Verzerrung Gleichspannungen zu erzeugen.Leider sind die Schutzrelais im Verstärker meist zu träge,um dies zu registrieren.Die dann anstehende Gleichspannung ist dann meist der Schwingspule Tod.


Das ist ein bestehendes Ammenmärchen,w as man nicht aus den Köpfen bekommt.
Ein Verstärker kann meist schon prinzipbedingt keine Gleichspannung abgeben, da meist AC-gekoppelt.
Selbst wenn, würden sie das aber auch in diesem Fall nicht tun. Die abgekappte Sinuswelle (die eben durch Clipping nicht mehr signalgetreu dargestellt werden kann), erzeugt durch das Abschneiden theoretisch einen annähernden Rechecksignal, soweit richtig. Aber hat ein Rechtecksignal signaltheoretisch nichts mit Gleichspannung zu tun. Dieses Signal wird aus einer Überlagerung von vielen sehr hochfrequenten Sinussignalen zusammengesetzt, ist also das völlige Gegenteil von Gleichspannung. Genau aus diesem Grund stirbt dann auch der Hochtöner und nicht der Bass, da diese künstlich erzeugten Signalanteile alle durch die Frequenzweiche auf den Hochtöner geleitet werden. Die thermische Überlastung steht in kürzester Zeit an.
Der Bass würde das thermisch wohl problemlos aushalten.
'Bass'
Inventar
#11 erstellt: 06. Nov 2005, 11:08
Baut euch ne Clipping Anzeige Leude, hab ich für meinen Amp auch gemacht, wenn dann noch Soffitten vor Mittel und Hochtöner sind, passiert nichts mehr.
Ich hatte vorher auch häufig was kaputt.
das.ohr
Inventar
#12 erstellt: 06. Nov 2005, 11:33

sakly schrieb:

Stormbringer667 schrieb:
Eine Sinuswelle neigt dazu,in der Verzerrung Gleichspannungen zu erzeugen.Leider sind die Schutzrelais im Verstärker meist zu träge,um dies zu registrieren.Die dann anstehende Gleichspannung ist dann meist der Schwingspule Tod.


Das ist ein bestehendes Ammenmärchen,w as man nicht aus den Köpfen bekommt.
Ein Verstärker kann meist schon prinzipbedingt keine Gleichspannung abgeben, da meist AC-gekoppelt.
Selbst wenn, würden sie das aber auch in diesem Fall nicht tun. Die abgekappte Sinuswelle (die eben durch Clipping nicht mehr signalgetreu dargestellt werden kann), erzeugt durch das Abschneiden theoretisch einen annähernden Rechecksignal, soweit richtig. Aber hat ein Rechtecksignal signaltheoretisch nichts mit Gleichspannung zu tun. Dieses Signal wird aus einer Überlagerung von vielen sehr hochfrequenten Sinussignalen zusammengesetzt, ist also das völlige Gegenteil von Gleichspannung. Genau aus diesem Grund stirbt dann auch der Hochtöner und nicht der Bass, da diese künstlich erzeugten Signalanteile alle durch die Frequenzweiche auf den Hochtöner geleitet werden. Die thermische Überlastung steht in kürzester Zeit an.
Der Bass würde das thermisch wohl problemlos aushalten.


genau und diese rechtecksignale 'zerreißen' regelrecht die basschassis bzw deren membrane ... schon oft erlebt ...

Frank
sakly
Inventar
#13 erstellt: 06. Nov 2005, 16:00

das.ohr schrieb:
genau und diese rechtecksignale 'zerreißen' regelrecht die basschassis bzw deren membrane ... schon oft erlebt ...


Das ist Unsinn, weil die Signale das Basschassis garnicht erreichen. Hättest du mein Posting nicht nur gequotet, sondern auch gelesen, wäre das klar.

Durch die hochfrequenten Schwingungen, aus denen sich das Rechecksignal zusammensetzt, ist ausgeschlossen, dass der Tiefpass vor dem Tieftöner überhaupt Signalanteile davon durchlässt. Allerhöchstens der Mitteltöner bekommt davon noch was ab, wenn es einen gibt.
HinzKunz
Inventar
#14 erstellt: 06. Nov 2005, 16:32
Hallo,


genau und diese rechtecksignale 'zerreißen' regelrecht die basschassis bzw deren membrane ...

Das ist Theoretisch richtig, allerdings haben Rechtecksignale nach Furier eine sehr hohe Frequenz und schlagen desshalb "voll" auf die Hochtöner.
Würde ich einen TT ohne Weiche(!!!) an ein Rechtecksignal hängen, dann ist der auch bald Geschichte

Aber lest euch mal den Link vom Botropper durch... da steht das auch alles drin

mfg
Martin
sakly
Inventar
#15 erstellt: 06. Nov 2005, 16:43

HinzKunz schrieb:
Hallo,


genau und diese rechtecksignale 'zerreißen' regelrecht die basschassis bzw deren membrane ...

Das ist Theoretisch richtig, allerdings haben Rechtecksignale nach Furier eine sehr hohe Frequenz und schlagen desshalb "voll" auf die Hochtöner.


Genau deshalb ist es ja auch theoretisch nicht richtig, weil die Signale mit dem Basstreiber rein gar nichts zu tun haben


HinzKunz schrieb:
Würde ich einen TT ohne Weiche(!!!) an ein Rechtecksignal hängen, dann ist der auch bald Geschichte ;)


Das stimmt auch nicht.
Der Tieftöner überlebt das so lange, wie die Amplitude des Rechtecksignals nicht 70% über der des Sinussignals liegt, mit der der Tieftöner laut DIN belastbar ist. Dann enthalten beide Signale genau die gleiche Leistung, die der Tieftöner dann auch verarbeiten kann. Lediglich die Kühlung der Spule durch die Schwingung verhält sich anders und kann dann zu abweichendem Verhalten führen.
Peter_H
Inventar
#16 erstellt: 06. Nov 2005, 17:01
Lange Rede, kurzer Sinn:

Patentrezept zu Verstärkerleistung/Lautsprecherbelastbarkeit gibt es nicht (außer die Differenzen zwischen beiden Faktoren erreichen utopische Werte).

Letzlich hilft nur: Gehirn beim Hören eingeschaltet lassen, und leiser drehen, bevor es sich "komisch" anhört!

Die meisten Anlagen dürften Leute verursacht haben, die (meist unerlaubter Weise) am LS-Regler gespielt haben, obwohl sie unter die Kategorie "besoffener Partygast" gefallen sind...
HinzKunz
Inventar
#17 erstellt: 06. Nov 2005, 17:06

Genau deshalb ist es ja auch theoretisch nicht richtig, weil die Signale mit dem Basstreiber rein gar nichts zu tun haben

Wenn du es so siest, ja gut es ist auch theoretisch falsch, aber...

Das stimmt auch nicht.
Der Tieftöner überlebt das so lange, wie die Amplitude des Rechtecksignals nicht 70% über der des Sinussignals liegt, mit der der Tieftöner laut DIN belastbar ist.

Natürlich kein beliebiges Rechtecksignal
Ein bissal Pegel setze ich dan schon vorraus
sakly
Inventar
#18 erstellt: 06. Nov 2005, 20:26

HinzKunz schrieb:

Genau deshalb ist es ja auch theoretisch nicht richtig, weil die Signale mit dem Basstreiber rein gar nichts zu tun haben

Wenn du es so siest, ja gut es ist auch theoretisch falsch, aber...


Aber?


HinzKunz schrieb:

Das stimmt auch nicht.
Der Tieftöner überlebt das so lange, wie die Amplitude des Rechtecksignals nicht 70% über der des Sinussignals liegt, mit der der Tieftöner laut DIN belastbar ist.

Natürlich kein beliebiges Rechtecksignal
Ein bissal Pegel setze ich dan schon vorraus :D


Ja klar, schreibe ich doch. Der Pegel ist dann identisch mit dem Pegel, den der Tieftöner laut DIN aushält. Wenn der Pegel höher angesetzt wird, dann wird der Treiber natürlich überlastet. Das ist dann aber nicht von der Signalform abhängig, sondern von der thermischen Überbelastung. Es ist also dann egal, ob Rechteck oder Sinus oder Dreieck oder sonstwas.
HinzKunz
Inventar
#19 erstellt: 06. Nov 2005, 21:03
Naja, ganz egal ist die Signalform nicht

Der Treiber wird bei einem Rechteck (insbesondere im Niderfrequenten Bereich) recht schnell an die mechanische belastungsgrenze getriben (einfach durch den Bewegungsablauf).
Gerade bei größren Pegeln kommt es da schneller zu Rissen.
Bei höheren Frequenzen läuft dann alles über die Leistung und da ist es ebenfalls nicht egal.
Die Leistung wird ja mit dem Effekivwert berechnet und dieser ist bei einem Sinus 1/Wurzel2 und bei nem Rechteck 1/2.
Also ist die effektive Leistung eines Rechtecks größer, als die eines Sinus...

Aber?

Es ist nur "auch theoretisch" Falsch, wenn eine vorhandene Frequenzweiche vorrausgesetzt wird, welche die Rechtecke zu den hochtönern "schickt"...

gruß
Martin
das.ohr
Inventar
#20 erstellt: 07. Nov 2005, 01:37

sakly schrieb:

das.ohr schrieb:
genau und diese rechtecksignale 'zerreißen' regelrecht die basschassis bzw deren membrane ... schon oft erlebt ...


Das ist Unsinn, weil die Signale das Basschassis garnicht erreichen. Hättest du mein Posting nicht nur gequotet, sondern auch gelesen, wäre das klar.

Durch die hochfrequenten Schwingungen, aus denen sich das Rechecksignal zusammensetzt, ist ausgeschlossen, dass der Tiefpass vor dem Tieftöner überhaupt Signalanteile davon durchlässt. Allerhöchstens der Mitteltöner bekommt davon noch was ab, wenn es einen gibt.

halblang großer - über sinn und unsinn habe ich in diesem ton gar keine lust zu reden. nun erkläre mir bitte mal, warum eine frequenzweiche rechtecksignale nicht an den TT schicken sollte? und hast du schon mal die gleichspannungsanteile eines übersteuerten verstärkers gemessen ?

Frank


[Beitrag von das.ohr am 07. Nov 2005, 01:38 bearbeitet]
sakly
Inventar
#21 erstellt: 07. Nov 2005, 07:38

HinzKunz schrieb:
Naja, ganz egal ist die Signalform nicht

Der Treiber wird bei einem Rechteck (insbesondere im Niderfrequenten Bereich) recht schnell an die mechanische belastungsgrenze getriben (einfach durch den Bewegungsablauf).


Bei einem Sinussignal der gleichen RMS-Leistung kommt er schneller an seine mechanische Balastungsgrenze, da der Hub um den Faktor 1/sqrt2 größer ist (ohne Kompressionseffekte zu berücksichtigen).
Allein die Bewegungsabläufe unterscheiden sich.


HinzKunz schrieb:
Gerade bei größren Pegeln kommt es da schneller zu Rissen.


Das kann höchstens durch den schnelleren Wechsel von "-1" zu "1" und umgedreht begründet werden. Da würde ich vermutlich sogar zustimmen.


HinzKunz schrieb:
Bei höheren Frequenzen läuft dann alles über die Leistung und da ist es ebenfalls nicht egal.
Die Leistung wird ja mit dem Effekivwert berechnet und dieser ist bei einem Sinus 1/Wurzel2 und bei nem Rechteck 1/2.
Also ist die effektive Leistung eines Rechtecks größer, als die eines Sinus...


Das stimmt nicht. Der Effektivwert eine Rechtecksignals ist die Amplitude des Signals selbst, bei dem Sinus hast du recht. Deshalb haben beide Signalformen bei gleicher Amplitude den gleichen Effektivwert, wenn du den Sinus mit sqrt2 multiplizierst oder das Rechtecksignal damit dividierst.


HinzKunz schrieb:

Aber?

Es ist nur "auch theoretisch" Falsch, wenn eine vorhandene Frequenzweiche vorrausgesetzt wird, welche die Rechtecke zu den hochtönern "schickt"...


Den verstehe ich nicht. Was willst du damit sagen? Dass die Frequenzweiche die Rechecksignale zu den Hochtönern schickt, ist keine Vorraussetzung oder Annahme, sondern eine praktische Tatsache.
Ich kann ja nunmal nichts dafür, dass man vor einen Tieftöner auch einen Tiefpass setzt und der dann eben verhindert, dass hochfrequente Signale zum Tieftöner kommen.


das.ohr schrieb:
nun erkläre mir bitte mal, warum eine frequenzweiche rechtecksignale nicht an den TT schicken sollte?


Siehe oben. Aber nochmal gerne genauer:
Die entstehenden Rechtecksignale sind keine Gleichspannungsanteile, sondern recht hochfrequente Schwingungen, die nach Fourier eine Rechteckspannung zusammensetzen. Auf nem Bild mit wenig Auflösung sieht das dann vielleicht nach nem Rechteck aus, aber in Wirklichkeit sind es viele kleine Sinusschwingungen mit teils sehr hoher Frequenz. Natürlich sind da auch Schwingungen bei, die den TT noch marginal mit belasten, aber das ist kaum nennenswert. Das was da wirklich passiert, ist das, dass das ursprüngliche Basssignal, welches auch für den TT bestimmt war, anfängt durch das Clippen (also das Abschneiden der Sinuskappen) extrem Oberwellen zu produzieren, die vermehrt den Mitteltöner und Hochtöner belasten. Denn durch die Frequenz dieser Oberwellen ist eben ausgeschlossen, dass durch die vorgeschaltete Weiche diese Frequenzen ebenfalls den Tieftöner belasten.
Genau das habe ich unten im Posting von mir schon geschreiben, aber scheinbar hast du das immer noch nicht gelesen. Das war auch kein Angriff, sondern eine Vermutung durch das, was du schreibst.


das.ohr schrieb:
hast du schon mal die gleichspannungsanteile eines übersteuerten verstärkers gemessen ?


Nein. Hast du schon? Wie sehen die Bilder denn aus? Vielleicht solltest du dir die nochmal genau ansehen.
crazyvolcano
Stammgast
#22 erstellt: 07. Nov 2005, 08:18
Moin dazu kurz von mir eine Anmerkung:

Ein Rechtecksignal ist für alle Chassis nicht gut. Zwar liegen die mechanischen Belastungen unterhalb der eines Sinus, das Problem ist hier aber die Kühlung der Schwingspule. Das Chassis z.B. der Bass folgt der Rechteckfunktion genauso wie dem Sinus. Hierbei schwinkt das Chassis aber z.b. nach vorne bleibt stehen und danach nach hinten und bleibt wider stehen. Beim Stehenbleiben wird nun aber die Schwingspule mit der darauf befindlichen Wicklung nicht mehr gekühlt. Die Folgen aufgrund der thermischen Überlastung sind abgebrannte Schwingspulen.

Aus diesem Grund sind in vielen Fällen Überdimensionierungen von Endstufen von Vorteil, da der "Clippingpunkt" nicht so schnell erreicht wird. Dadurch kommt es fast nie zur Rechteckbildung.
sakly
Inventar
#23 erstellt: 07. Nov 2005, 08:29

crazyvolcano schrieb:
Moin dazu kurz von mir eine Anmerkung:

Ein Rechtecksignal ist für alle Chassis nicht gut. Zwar liegen die mechanischen Belastungen unterhalb der eines Sinus, das Problem ist hier aber die Kühlung der Schwingspule. Das Chassis z.B. der Bass folgt der Rechteckfunktion genauso wie dem Sinus. Hierbei schwinkt das Chassis aber z.b. nach vorne bleibt stehen und danach nach hinten und bleibt wider stehen. Beim Stehenbleiben wird nun aber die Schwingspule mit der darauf befindlichen Wicklung nicht mehr gekühlt. Die Folgen aufgrund der thermischen Überlastung sind abgebrannte Schwingspulen.

Aus diesem Grund sind in vielen Fällen Überdimensionierungen von Endstufen von Vorteil, da der "Clippingpunkt" nicht so schnell erreicht wird. Dadurch kommt es fast nie zur Rechteckbildung.


Das habe ich weiter oben auch schon nebenbei angemerkt:


sakly schrieb:
Lediglich die Kühlung der Spule durch die Schwingung verhält sich anders und kann dann zu abweichendem Verhalten führen.
crazyvolcano
Stammgast
#24 erstellt: 07. Nov 2005, 08:47
Sorry habe ich wohl überlesen (ist ja noch früh);-)
sakly
Inventar
#25 erstellt: 07. Nov 2005, 08:54
detegg
Administrator
#26 erstellt: 07. Nov 2005, 10:43
Moin,

Das Chassis z.B. der Bass folgt der Rechteckfunktion genauso wie dem Sinus. Hierbei schwinkt das Chassis aber z.b. nach vorne bleibt stehen und danach nach hinten und bleibt wider stehen

Ich meine mich erinnern zu können, dass ein Rechtecksignal mit Tastverhältnis 1:1 und ohne Gleichspannungsanteil nach Fourier in (unendlich viele) Sinüsse zerlegt werden kann:

u(t)=U/pi*[sin(wt)+1/3*sin(3wt)+1/5*sin(5wt)+1/7*sin(7wt)+ ....]

Ein Rechteck mit 10Vss und der Grundfrequenz 20Hz enthält also einen Sinus mit 20Hz/10Vss, einen Sinus mit 60Hz/3,3Vss, einen mit 100Hz/2Vss, einen mit 140Hz/1,4Vss usw.
Ein Basslautsprecher OHNE Weiche wird diese Sinüsse abhängig von seinem Amplitudenfrequenzgang mehr oder weniger wiedergeben - niemals aber als +1/-1 Sprung, wie oben angenommen.
Ein Basslautsprecher MIT vorgeschaltetem Tiefpass wird nur die von der jetzt zusätzlichen Filtercharakteristik (Trennfrequenz,Dämpfung) abhängigen Sinüsse wiedergeben.

Gruß
Detlef
sakly
Inventar
#27 erstellt: 07. Nov 2005, 11:04

detegg schrieb:
Ein Basslautsprecher OHNE Weiche wird diese Sinüsse abhängig von seinem Amplitudenfrequenzgang mehr oder weniger wiedergeben - niemals aber als +1/-1 Sprung, wie oben angenommen.


Die erste Annahme ist richtig, der Treiber wird den Sinussignalen soweit wie ihm möglich folgen. Allerdings folgt der Treiber dem Summensignal der Sinusschwingungen. Und diese ergibt eben das Rechtecksignal mit einer sehr steilen Flanke. Das bedeutet für den Treiber, dass er eben doch diesen Sprung macht.

Aber: herzlichen Glückwunsch! Du bist der erste, der auch versucht (besser: es macht!) den theoretischen Hintergrund zu erfassen und das Herausgefundene auf das Thema anzuwenden. Wenn eine Weiche verwendet wird, werden nur noch die niederfrequenten Anteile der Fourier-Reihe auf den TT geleitet, der Rest auf MT und HT. Und da kommen noch einige Therme in der Reihe (unendlich viele)...
detegg
Administrator
#28 erstellt: 07. Nov 2005, 11:25

Allerdings folgt der Treiber dem Summensignal der Sinusschwingungen. Und diese ergibt eben das Rechtecksignal mit einer sehr steilen Flanke. Das bedeutet für den Treiber, dass er eben doch diesen Sprung macht

Njet - niemals - nada!
... das Chassis stellt an sich bereits einen Tiefpass dar - und kann keinen Rechteck wiedergeben. Lassen wir das, ist Haarspalterei, das Grundsätzliche dürfte klar sein.

Detlef
HinzKunz
Inventar
#29 erstellt: 08. Nov 2005, 15:20
Hallo,


Das kann höchstens durch den schnelleren Wechsel von "-1" zu "1" und umgedreht begründet werden. Da würde ich vermutlich sogar zustimmen.

Das war es, was ich meinte
Das ist für mich die mech. Belastungsgrenze... (wenn dir das Chassis umme Ohren fliegt )
Von max Hub hab ich ja nie gesprochen

Das stimmt nicht. Der Effektivwert eine Rechtecksignals ist die Amplitude des Signals selbst

Sorry, stimmt... ich hatte ne gepulste Gleichspannung und nen Rechteck verdreht...

Deshalb haben beide Signalformen bei gleicher Amplitude den gleichen Effektivwert, wenn du den Sinus mit sqrt2 multiplizierst oder das Rechtecksignal damit dividierst.


Entweder steh ich gerade aufm Schlauch, oder diese Aussage ist absolut falsch...
(abgesehen davon, dass sie im krassen Widerspruch zu diner vorigen Aussage steht )

Den verstehe ich nicht. Was willst du damit sagen?

Mir gehts um das Chassis und dir um den gesamten Laustsprecher
Für mich ist ein Tiefpass in dem zusammenhang eine zusätzl. Annahme, für dich (im Falle eines MehrwegeLS nicht)

mfg
Martin
sakly
Inventar
#30 erstellt: 08. Nov 2005, 19:16

HinzKunz schrieb:

Deshalb haben beide Signalformen bei gleicher Amplitude den gleichen Effektivwert, wenn du den Sinus mit sqrt2 multiplizierst oder das Rechtecksignal damit dividierst.


Entweder steh ich gerade aufm Schlauch, oder diese Aussage ist absolut falsch...
(abgesehen davon, dass sie im krassen Widerspruch zu diner vorigen Aussage steht )


Ne, schon richtig, aber jetzt lese ich das nochmal und verstehe, warum du das nicht verstehst; es ist voll wirsch geschrieben.
Nochmal im Klartext:
Hast du ein Sinus- und ein Rechtecksignal, welche beide die gleiche Amplitude haben, so musst du entweder den Sinus mit sqrt2 multiplizieren oder das Rechtecksignal mit sqrt2 dividieren, damit beide Signale den gleichen Effektivwert haben.
Deshalb hat ein Reckecksignal mit der Amplitude 0,7 den gleichen Effektivwert wie ein Sinus mit der Amplitude 1.


HinzKunz schrieb:

Den verstehe ich nicht. Was willst du damit sagen?

Mir gehts um das Chassis und dir um den gesamten Laustsprecher
Für mich ist ein Tiefpass in dem zusammenhang eine zusätzl. Annahme, für dich (im Falle eines MehrwegeLS nicht)


Achso, klaro. Sicher muss ich bei einem Tieftöner von einem vorgeschalteten Tiefpass ausgehen, denn niemand wird einen Tieftöner fullrange betreiben, wenn er eine halbwegs gescheite Wiedergabe mit einem Hochtöner gepaart erwartet. Also ist die Annahme eines TP wohl gerechtfertigt.
Ist kein TP vorhanden, dann wird der Tieftöner zusätzlich zum HT mit den Signalen belastet.
HinzKunz
Inventar
#31 erstellt: 08. Nov 2005, 19:57
Hallo,


Nochmal im Klartext:
Hast du ein Sinus- und ein Rechtecksignal, welche beide die gleiche Amplitude haben, so musst du entweder den Sinus mit sqrt2 multiplizieren oder das Rechtecksignal mit sqrt2 dividieren, damit beide Signale den gleichen Effektivwert haben.
Deshalb hat ein Reckecksignal mit der Amplitude 0,7 den gleichen Effektivwert wie ein Sinus mit der Amplitude 1.

Ahhh...
Jetzt isses sogar mir klar

Ich hatte dich ursprünglich so verstanden:
"Weil der gleiche Wert rauskommt, wenn man den Sinus mit Wurzel multipliziert oder den Rechteck dadurch dividiert haben sie die gleiche Ueff..."
Und das ergab nicht wirklich Sinn

Also ist die Annahme eines TP wohl gerechtfertigt.

Sicher, das will (und werde) ich auch nicht bestreiten.
Es ging mir vornehmlich darum, dass eben nicht nur (empfindliche) Hochtöner durch Rechtecke relativ schnell kaputt gehen, sondern auch Tieftöner da ihre liebe not haben...
Die Weiche filtert die "bösen" (weil mechanisch beanspruchend) steilen Flanken natürlich raus, sodass da eine gemütlich ansteigende Kurve hinten rauskommt

Und wenn man sich einen Breitbänder überlegt, dann ist das auch garnicht so unwichtig...

Aber im Endeffekt kann man nur sagen:
Es gibt sooo viele Möglichkeiten die Lautsprecher zu schrotten... mann muss sie trotzdem nicht ausprobieren.

gruß
Martin
sakly
Inventar
#32 erstellt: 08. Nov 2005, 20:02
Definitiv. Ich wollte die Möglichkeiten nicht testen.
Bisher habe ich in meinem Hifileben noch kein einzigen Chassis getötet
Einmal habe ich ein Chassis auseinander geschnitten, welches schon den Tod gestorben war. Das war zu Anschauungszwecken für nen Kollgen, weil der mal den Aufbau sehen wollte. Praktisch ist das immer spannender als auf nem Bild im I-Net
P.W.K._Fan
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 12. Apr 2006, 18:40
hi ich hab auch schon mal ls
geschossen aber mann merkt eigendlich wenn die ls überlastet sind. Das wirkt sich vor allem auf dem bass aus
z.b. wenn der bass unsauber klingd ist es schon oft ein zeichen dass der lautsprecher überlastet ist.
und wenn es annfängt etwas zu riechen dann schnell
leiser drehen sonst für den lautsprecher
Andi78549*
Inventar
#34 erstellt: 12. Apr 2006, 19:23
Wenn es anfängt zu riechen ist es schon zu spät. Wenn der Bass unsauber klingt kann das auch ein Zeichen dafür sein, dass die Strombegrenzung des Verstärkers eingreift...
Zidane
Inventar
#35 erstellt: 28. Apr 2006, 05:03
Die gleiche Vorsicht sollte man haben, wenn man bestimmte Test-Ton-CDs abspielt.

Habe mir damit zum Glück nur billige Aldi-LS geschrottet. War mal neugierig inwieweit ich die Testöne bis 20Khz hören kann, und dementsprechend lauter aufgedreht.

Bei dem erreichen der letzten Test-Töne empfand ich einen leichten Schmerz im Ohr, und kurze Zeit später stinkte es in der Bude auch schon, und meine Hochtöner waren innerlich verbrannt. Die Bässe waren noch okay, die Mitteltöner weiß es nicht mehr so genau.

Aber jetzt bei meiner neuen Anlage muß ich vorsichtiger sein, das kann sonst sehr teuer werden.
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
Können die Boxen davon kaputt gehen ?
maximum89 am 04.08.2004  –  Letzte Antwort am 06.08.2004  –  23 Beiträge
Verstärker und boxen zu schwach oder alt?
Falke08154711 am 23.03.2015  –  Letzte Antwort am 28.03.2015  –  18 Beiträge
Frage zu verstärker und Boxen!
shay am 17.12.2005  –  Letzte Antwort am 28.12.2005  –  33 Beiträge
Boxen?
tribe2 am 08.08.2005  –  Letzte Antwort am 08.08.2005  –  5 Beiträge
1Klemmanschluss -> 2 Boxen ?
sli2xlc am 27.02.2004  –  Letzte Antwort am 22.09.2005  –  12 Beiträge
Klingel zu leise oder boxen zu laut?
der_matzinat0r am 01.09.2004  –  Letzte Antwort am 16.10.2004  –  9 Beiträge
inkompatibel? Verstärker kaputt
eazybusiness am 26.12.2005  –  Letzte Antwort am 26.12.2005  –  4 Beiträge
Bass zu laut
NESQUiK87 am 09.10.2005  –  Letzte Antwort am 16.10.2005  –  13 Beiträge
Suche boxen und verstärker
fabrowski am 01.12.2009  –  Letzte Antwort am 07.12.2009  –  3 Beiträge
Stereo Boxen mit Verstärker zu laut ?
wanna am 02.03.2013  –  Letzte Antwort am 05.03.2013  –  9 Beiträge
Foren Archiv

Anzeige

Aktuelle Aktion

Top Hersteller in Allgemeines Widget schließen

  • Yamaha
  • Canton
  • Magnat
  • Klipsch
  • Denon
  • Dali
  • JBL
  • Onkyo
  • Heco

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder807.524 ( Heute: 61 )
  • Neuestes MitgliedOhrwurm_SG
  • Gesamtzahl an Themen1.345.739
  • Gesamtzahl an Beiträgen17.671.180