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Ein paar Fragen zu einem Komplettsystem

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Autor
Beitrag
McDV
Neuling
#1 erstellt: 06. Jan 2004, 20:12
Hi Leute,

hab mir gestern ein neues Komplettsystem von Universum gekauft.
Dazu habe ich natürlich gleich ein paar Fragen. Am besten ich nenne euch erstmal die Daten des Systems:

Angegeben war - wie immer - eine unglaublich hohe Leistung von 1200 Watt (2*600 Watt).
Im Datenblatt stehen natürlich wesentlich realistischere Werte:
-----
Allgemein:
Stromverbrauch: 120 W
Verstärker:
Ausgangsleistung: 100 W + 100 W
Gesamtklirrfaktor: 0,15 %
Frequenzgang: 42 - 25000 Hz
Störabstand: 80 dB
Lautsprecher:
Typ: 3 Wege 3 Lautsprecher
Scheinwiderstand: 6 Ohm
Frequenzgang: 60 - 20000 Hz
Schalldruckpegel: 86 dB/W (1m)
Nenn-Eingangsleistung: 100 W
Max. Eingangsleistung: 200 W
-----

Auf den Lautsprechern (2 Stück mit je 3 Speakern) steht dann hinten noch ein Aufkleber:
-----
Musikbelastbarkeit: 200 W
Nennbelastbarkeit: 100 W
Impendanz: 6 Ohm
-----

So und jetzt habe ich dazu natürlich auch noch ein paar Fragen:

1)
Kann ich mein System problemlos voll aufdrehen oder kann das den Lautsprechern oder dem Verstärker schaden?
Das wäre für mich durchaus wichtig zu wissen - spätestens wenn ich die nächste Party feier!

2)
Angenommen, ich möchte (zur Schonung der Lautsprecher oder zur besseren Klangverteilung) zwei weitere Lautsprecher ansclißene, die - sagen wir - 4 Ohm haben.
Würde ich die in Reihe schalten, dann hätte ich 10 Ohm Impendanz, was zu Lasten der Lautstärke ginge.
Eine Parallelschaltung würde natürlich zu einer Überlastung des Verstärkers führen.

Es könnte aber doch so gehen:
Ich hänge vor die 6 Ohm speaker einen Widerstand von 6 Ohm und vor die 4 Ohm Speaker einen 8 Ohm Widerstand. Dann hab ich zwei Speaker mit je 12 Ohm. Die kann ich jetzt doch parallel schalten?!? Oder wäre es vielleicht besser, wenn ich die beiden Widerstände jeweils 1 bis 2 Ohm höher wählen würde? Dann hätte ich eine Gesamtimpendanz von 7 bis 8 Ohm, was natürlich für den Verstärker besser wäre (wenn ich das richtig sehe)...

Naja, ihr seht, dass ich von der gesamten Materie wenig Ahnung habe. Eigentlich beschäftige ich mich mehr mit Programmierung, aber HiFi ist eben auch nicht zu vernachlässigen!

OK, danke für eure Hilfe!
MfG,
Marc-Daniel.


[Beitrag von McDV am 06. Jan 2004, 20:13 bearbeitet]
tiger007
Stammgast
#2 erstellt: 06. Jan 2004, 21:29
hmm,lieber nicht soviel rumbasteln,sonnst ist das teil im partybetrieb sicher noch schneller kapputt als nur beim betrieb mit den zwei originalspeakern!
mal im ernst: ich glaube diese billiganlagen sind für partybetrieb überhaupt nicht geeignet, hohe leistung auf dauer hält se nicht durch,netzteil usw. zu schwach.

die nennleistung ist sicher so auch noch zu hoch angegeben,denn bei einer leistungsaufnahme von nur 120 w kann unmöglich 2*100 w nennleistung rauskommen... ich glaube eher dass es ca "echte" 2*50 w rms sein werden... mehr wohl kaum.
also: eher geeignet um "normal" musik zu hören , sonnst brennt der eingebaute mini-amp womöglich schneller durch als man glaubt!
McDV
Neuling
#3 erstellt: 06. Jan 2004, 21:44
Hi!

Hmmm, gut zu wissen! Aber meint ihr echt, dass der Verstärker bei sowas durchbrennt?
Müsste der nicht eine interne Leistungsbegrenzung oder Temperaturkontrolle haben?

Es lassen sich ja digital die Lautstärken zwischen 1 und 30 auswählen. 30 müsste doch eigentlich so gewählt sein, dass zumindest am Verstärker nichts passiert. So wäre das zumindest für mich logisch.

Eher hätte ich jetzt Bedenken wegen der Lautsprecher gehabt, aber um den Verstärker hätte ich mir keine Sorgen gemacht.
Aber gut, dann hab ich mich wohl getäuscht.

Trotzdem wäre es nett, wenn ich noch ein paar Antworten bekäme!

MfG und Danke!
tiger007
Stammgast
#4 erstellt: 06. Jan 2004, 22:46
ist denn 30 der höchste einstellbare wert? wenn ja ist dass so als wäre ein analoger poti regler auf "anschlag gestellt.du musst die anlage mal testen: musik langsam lauter machen , sobald der bass verzerrt oder der ht zischt(clippt) übersteuerst du und du solltest zurückdrehen.

eine schutzschaltung kann vorhanden sein ,springt aber eher nur dann an, wenn man die ls kabel aus versehen kurzschliest. dann schaltet ein relais für einige sekunden ab.
zum durchbrennen besser ausgedrückt:

sämtliche bauteile einer solchen anlage sind nicht so hochwertig .(sonnst wäre sie nicht so günstig).angefangen vom cd spieler, der wenn man pech hat nach ein paar jahren spinnt , bis zu den "sachen" welche auf die platine gelötet sind. auch die chassis, deren zentrierspinnen,frequenzweichen ,etc KÖNNEN bei dauerhaften partybetrieb schneller kaputt gehen.

hatte mal eine billig schneider anlage:
nach ein paar jahren, cd spieler findet anfang lange nicht und schrieb immer öfter "error" , eine displaybeleuchtung ausgefallen ein ht kaputt,potis kratzten stark,aux eingang wackelkontakt. ist also ein glücksspiel wie lange eine billiganlage fehlerfrei läuft , ich hab halt nur schlechte erfahrungen gemacht.

ich wünsche dir jedenfalls mehr glück mit deiner universum
und dass du dich nach ein paar jahren nicht auch damit ärgern musst
Ana_Log
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 07. Jan 2004, 11:10
Hi,

erstmal Glückwunsch zur neuen Anlage.
Die 2*600 Watt sind mit Sicherheit ein messbarer Wert. Falsche Angaben werden selten gemacht, gerne aber unvollständige. So muss es wohl heissen 2*600Watt(ppmo).
Das ist dann einfach ein messbarer, kurzzeitiger Spitzenwert mit einem rechteckförmigen Signal was mit Musik nichts zu tun hat.
Von den 120 Watt Stromaufnahme müssen noch ein paar Watt für CD und Display abgezogen werden. Ich würde bei einer Messung der Sinus-Dauerleistung auf ca. 20W-30W bei 4Ohm pro Kanal tippen.
Vielleicht ist es nach DIN-Norm auch noch mehr, da diese leicht zu erfüllen ist.
Nach dieser Norm muss der Verstärker die Leistung über einen Zeitraum von 10min abgeben.
Das ist aber alles relativ, da man mit schon mit 10W durchaus Discopegel erreichen kann. Vorrausgesetzt man hat wirkungsgradstarke Lautsprecher.
Bei deiner Anlage gehe ich bei den Daten davon aus, das die Lautsprecher mehr aushalten als der Verstärker bringt.
Dann ist die Gefahr für die Hochtöner am größten.
Es ist leichter mit einem schwachen, übersteuerten Verstärker Lautsprecher zu killen als mit einem starken.
Das hängt damit zusammen das übersteuerte Verstärker Oberwellen erzeugen und das mögen Lautsprecher gar nicht.
Bei einem zu starken Verstärker ist der Tieftöner mehr gefährdert. Allerdings brennt bei diesem normalerweise nicht die Schwingspule durch wie bei dem Hochtöner, sondern der Hub wird so groß, daß die Schwingspule am Magneten anschlägt. Das hört man deutlich. Wenn man sofort die Lautstärke reduziert, passiert meist nicht viel.

Der Lautstärkeregler ist oft so angepasst, das beim Radio das meist "leiser" als der CDSpieler ist oder bei CDs mit niedrigen Musikpegeln noch die max. Leistung erreicht wird.
Dann kann man bei CDs mit hohen Pegeln den Verstärker gnadenlos übersteuern. Es gibt durchaus Schutzschaltungen die ein Übersteueren verhindern, z. B. mein Autoradio hat das.
Das erkennst du daran das ab einer gewissen Stellung des Lautstärkereglers du zwar noch weiter drehen kannst, die Musik aber nicht mehr lauter wird. Ich gehe aber nicht unbedingt davon aus, das die Anlage eine solche Schutzschaltung hat.
Ein übersteuerten Verstärker wirst du zuerst an Verzerrungen im Hochtonbereich erkennen. Die Musik klingt einfach unangenehm, dann sollte man die Lautstärke senken.

Der Verstärker gibt eine bestimmte Leistung ab, das änderst du auch nicht mit mehreren Lautsprechern. Die erzielbare Lautstärke kann nur mit wirkungsgardstärkeren Lautsprechern erhöht werden.
4 Lautsprecher können bei einer Party vielleicht ganz gut sein, aber wie du richtig erkannt hast, ist es bei Parallelschaltung noch einfacher den Verstärker zu übersteuern. Die Leistung des Verstärkers verteilt sich einfach auf die Lautsprecher, der Verstärker kann keine höhere Leistung abgeben, egal wie du die Lautsprecher anschließt.
Der Ausgangswiderstand des Verstärkers und der Widerstand des Lautsprecherkabels sollen so klein wie möglich sein.
Der Widerstand bzw. die Nennimpedanz des Lautsprechers ist Frequenzabhängig und die kannst du nicht mit einem normalen Widerstand vergleichen.
Mit einem vorgeschaltenen Widerstand wirst du auf jeden Fall den Klang beeinflussen und auch die Leistung für die Lautsprecher senken da an jedem Widerstand Strom abfällt.
Das ist also der falsche Weg. Solltest du trotzdem Widerstände vorschalten wollen, bedenke das die den Strom nur in Wärme umwandeln können und ausreichend dimensioniert sein müssen.
Daran das sich die Widerstände erwärmen erkennst du auch ohne zu rechnen, das hier Energie für die Lautsprecher verloren geht.
Solange du den Verstärker nicht übersteuerst sollte nichts passieren.

Viele Grüße
Frank
McDV
Neuling
#6 erstellt: 07. Jan 2004, 17:38
@tiger007:
Ja, 30 ist der Maximalwert.
Hmmm, hab 30 durchaus schon kurzzeitig ausprobiert (nur so 1 bis 2 min), aber hab keine auffällige Verzerrung festgestellt. Wobei ich mal davon ausgehe, dass ich das bei der Lautstärke sowieso nicht mehr so genau sagen kann, denn im geschlossenen Raum treten ja irgendwann Resonanzen etc auf, die die Musik sowieso anders wirken lassen, als wenn sie leise ist.

@Ana_Log:
Ich verstehe die Sache mit der DIN noch nicht ganz. Für 10 min müssen die Geräte eine bestimmte Leistung bringen können?
Was passiert denn anschließend? Brennt dann der Verstärker durch? Dann kann doch nicht im Sinne der Norm sein, oder?

@all:
Mit Partybetrieb meine ich jetzt nicht, dass das Ding ständig für Partys oder so eingesetzt werden soll.
Ich hatte eher an die Situation gedacht, wenn ich mal zu Hause eine Party veranstalte (was ja nicht so oft der Fall ist) oder dass ich - wenn es mir mal in den Kopf kommt - hin und wieder komplett aufdrehe.
Das war wohl falsch rübergekommen.

Ansonsten denke ich mal, dass Lautstärke 25 im Zweifelsfall auch noch reicht. Und damit dürfte ich wohl auf der sichere(re)n Seite sein...

Falls einer von euch die Anlage kennt: Universum VTC-CD 4326

Hier könnt ihr euch die Anlage auch angucken.

Schonmal danke bis hier hin!

MfG,
Marc-Daniel. :-)


[Beitrag von McDV am 07. Jan 2004, 17:44 bearbeitet]
McDV
Neuling
#7 erstellt: 07. Jan 2004, 20:33
Hi!

Hab jetzt mal noch ein paar Tests mit der Anlage gemacht!

Zuerst einmal habe ich bei zunehmender Lautstärke einen Hörtest durchgeführt. Das war problemlos. Ich konnte keinerlei Klirren oder Ähnliches feststellen. Auch bei maximaler Leistung war alles noch klar und deutlich!
Auch die Speaker schienen (für mich) in keinem Bereich überfordert zu sein.

Ok, und dann habe ich mal noch etwas gemessen. Und zwar die Lautstärke!
War für meine Ohren nicht so toll, denn 1 m vor dem Speaker zu sitzen, das erinnert doch sehr an die Disco ;-)
Vorweg ist vielleicht noch zu sagen, dass beide Speaker auf dem Boden stehen, mit einem Abstand von etwa 1,5 m zueinander. Ich habe in einem Abstand von 1 m vor dem rechten Speaker gemessen.

Dabei kamen folgende Wert zustande (Lautstärkestufe / dB(A):
5 / 76,7
10 / 86,5
15 / 98,8
20 / 103,2
25 / 107,3 - 114,4
30 / 115,8 - 117,0

Hab auch noch eine dB(C)-Messung gemacht:
10 / 88,5
20 / 100,8
25 / 108,7
30 / 116,1

Wenn ein Bereich angegeben ist, dann liegt das daran, dass die Lautstärke musikbedingt schwankte. Es ist also nicht auf die Speaker zurückzuführen!

Vielleicht könnt ihr mir dazu ja etwas sagen?!?

MfG,
Marc-Daniel.
McDV
Neuling
#8 erstellt: 07. Jan 2004, 21:17
Mir fällt da grad noch was ein:
Es heißt doch, dass man für 3 dB mehr die doppelte Leistung braucht. Dementsprechend dürften meine Speaker mit 86 dB bei 1 Watt eigentlich nur etwa 105 dB erreichen (bei 100 Watt).
Gang grob geschätzt wären nach dieser Rechnung für 117 dB 1000 Watt und mehr erforderlich! Kann das sein?!?
Das glaube ich irgendwie nicht. Das würden die Speaker doch gar nicht aushalten.

MfG,
Marc-Daniel.
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