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Eigenbau eines binauralen In Ear Mikrofons

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Autor
Beitrag
CharlesDreyfus
Stammgast
#1 erstellt: 31. Okt 2019, 17:12
Hallo zusammen,

in einem Thread zur Wiedergabe von binauralem Tonmaterial auf Kopfhörern wurde vor kurzem die Frage gestellt, ob man sich In Ear Mikrofone zum Erfassen personenbezogener Surround-Profile nicht auch günstig selber bauen kann. Da ich das Thema selbst bereits seit einiger Zeit verfolge und auch schon einige praktische Erfahrungen gesammelt habe, wollte ich mit diesem Thread einige theoretische und praktische Hiflestellungen zum Eigenbau von In Ear Mikrofonen geben.

Was ist das Ziel des Projekts?

Die folgende Anleitung widmet sich an Bastler und Audio-Freaks, die sich Miniaturmikrofone für binaurale Tonaufnahmen im eigenen Ohr anfertigen wollen. Potenzielle Einsatzgebiete wären zum Beispiel Aufnahmen im Bereich Field Recording (Natur, Atmo, Dokumentationen), Musikproduktion (Band- oder Orchesteraufnahmen) oder ASMR. Im oben angedachten Sinne können solche Mikrofone jedoch auch verwendet werden, um eine so genannte "Head-related-Impulse-Resonse" (HRIR) zu erstellen. Durch das Aufnehmen von Testtönen mit in den eigenen Ohren platzierten Mikrofonen können durch spezielle Programme Raumsimulationen generiert werden, welche einem bei der Wiedergabe über Kopfhörern den Eindruck vermitteln, man würde tatsächlich vor einem Lautsprechersystem sitzen.

Welche Optionen gibt es?

Zu unterscheiden wäre zunächst zwischen Mikrofonen welche entweder am Eingang des Ohrkanals (Concha) oder im Gehörgang nahe des Trommelfells sitzen. Mikrofone, die auch die Resonanzen des Gehörgangs einfangen, liefern zweifelsohne die naturgetreueren Ergebnisse. Die technische Umsetzung ist aus anatomischen Gründen jedoch etwas heikel und sollte daher nur von qualifizierten Personen durchgeführt werden (z.B. bei Live-Demos auf Messen). Die folgende Anleitung widmet sich daher in erster Linie den Messungen am Eingang des Ohrkanals (sog. "blocked ear canal measurements").

Bis dato gibt es bereits einige Hersteller, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben (z.B. Sound Professionals, Core Sound oder Soundman). Da es sich um Nischenprodukte handelt, sind diese Systeme meistens jedoch ausgesprochen hochpreisig. Auch zeigt der Blick auf die technischen Datenblätter, dass es sich lohnt, nach Alternativen Ausschau zu halten.

Die Alternative liegt nun darin, sich die erforderlichen Bauteile zu besorgen und die Mikrofone selbst zusammenzubasteln.

Benötigt werden zunächst einmal nur zwei Elektretkapseln, ein wenig Mikrofonkabel und ein 3,5mm Klinkenstecker. Wer die Aufnahmequalität optimieren möchte, kann sich einen XLR-Adapter für den Einsatz an einem Audio-Interface mit Phantomspeisung zusammenlöten.

Welche Elektretkapseln bieten sich an?

Grundlegend sollte eine Mikrofonkapsel für unser Projekt folgende Bedingungen erfüllen:
  • Kugelcharakteristik (omni-direktional)
  • so kompakt wie möglich ("Miniaturmikrofon")
  • hoher Rauschabstand (SNR)
  • linearer Frequenzgang
  • geringe Serienstreuung
  • annehmbar kostengünstig

In der DIY-Szene gibt es einige populäre Modelle, die diesen Anforderungen in vielen Punkten gerecht werden:

PUI Audio AOM-5024L-HD-R
Primo EM172
Primo EM258


PUI 5024 HD, Primo EM172 und Primo EM258 im Größenvergleich.

Die EM172 und 5024 HD kommen jeweils mit einer Größe von etwa 10 x 5 mm und einem Rauschabstand von satten 80 dB bei einer Empfindlichkeit von -28 dB bzw. -24 dB. Kapseln dieser Art kommen aufgrund ihrer guten technischen Daten in vielen binauralen Aufnahmesystemen zum Einsatz.

Die EM258 können als geistige Nachfolger der ehemals sehr beliebten (nicht mehr gefertigten) Panasonic WM-61a gesehen werden. Es handelt sich um Miniaturkapseln, die sich aufgrund der kompakten Maße von 6 x 2 mm bestens für In Ear Messungen eignen. Der Rauschabstand (74 dB) und die Empfindlichkeit (-32 dB) sind etwas schlechter, aber immernoch besser als die Werte vieler bekannter Messmikrofone.

Die Elektretkapseln von PUI Audio lassen sich aktuell über Banzai Music, Mouser oder Digikey beziehen.
Über Banzai Music kosten zwei 5024 HD etwa 7,40 Euro zuzüglich 6 Euro Versand. Bei Mouser / DigiKey kosten zwei 5024 HD etwa 5,80 Euro zuzüglich Mwst. Die Versandkosten liegen unterhalb von einem Warenwert von 50 Euro leider bei 18 Euro.

Die Elektretkapseln von Primo sind zur Zeit über micbooster.com erhältlich.
Einschließlich Versand und Umsatzsteuer kostet ein Pärchen der EM172 etwa 35 Euro, ein Pärchen der EM258 etwa 20 Euro (Stand Nov. 2019). Sicherlich keine Bestpreise für derartige Massenwaren. Angesichts der guten technischen Werte aber immernoch eine Erwägung wert.

Anmerkungen

1) Wer unsicher im Löten ist sollte besser ein oder zwei Exemplare mehr bestellen. Elektretkapseln können unter hoher Temperatureinwirkung ihr akustisches Verhalten verändern. Hinweise zur Prävention finden sich im praktischen Teil der Anleitung.
2) Da es sich um günstige, massengefertigte Kapseln handelt, sind immer mit gewissen Fertigungstoleranzen zu rechnen. Wer auf höchste Linearität wert legt, sollte seine Exemplare professionell einmessen (kalibrieren) lassen. Etwaige Dienstleistungen werden bereits ab 25 Euro pro Mikrofon angeboten. Nur nach einer fachgerechten Kalibrierung kann sichergestellt werden, dass die Mikrofone keine eigene Färbung in die Messungen mit einbringen.
3) Bei der Bestellung würde ich dazu raten, ein so genanntes "matched Pair" anzufragen. Bei diesem handelt es sich um ein selektiertes Paar, bei dem die Kapseln nur geringe akustische Abweichungen zueinander aufweisen.
4) Beim Einsatz der Primo EM172 ist auf die Beschriftung der Lötstellen im Datenblatt zu achten. Die Masseverbindung entspricht der kupfernen (nicht vorgezinnten) Fläche.

Verwendung der Elektretkapsel an einer Soundkarte:

Hier kann die Kapsel direkt mit dem Klinkenstecker verkabelt werden.

Benötigt werden:

- 3,5mm Stereo-Klinkenstecker (TRS)
- Ausreichend Mikrofonkabel (zweiadrig, geschirmt, ab 0,14mm²)
- etwas Schrumpfschlauch oder Iso-Tape

Kabel:

Verwendet werden sollten zweiadrige, geschirmte Mikrofonkabel mit einem Querschnitt ab 0,14 mm². Bei der Auswahl auf den Außendurchmesser achten! Je dünner, desto einfacher die Verlegung am Ohr. Je kürzer, desto geringer die Auswirkungen durch Widerstand und Kapazität.

Empfehlenswert wäre z.B. das Sommer Cable SC-Cicada SO-D14 (0,14 mm², Ø 2,60 mm, hochflexibel, Wendelschirm).

Technische Umsetzung:



Schritt 1:

Das Kabel ca. 8 mm entmanteln. Die Schirmung (äußeres Geflecht) zur Seite biegen. Die erste Litze möglichst vollständig abisolieren und mit der Schirmung verdrillen, dann gemeinsam nach hinten biegen. Die zweite Litze ein kurzes Stück abisolieren, die Spitze verdrillen und mit dem Lötkolben vorzinnen. Den Vorgang für ein zweites, gleich langes Kabel wiederholen.



Schritt 2:

Die Litze des ersten Kabels an die linke Lötfahne (Tip bzw. linker Kanal) löten. Die Litze des zweiten Kabels an die rechte Lötfahne (Tip bzw. rechter Kanal) löten. Dann die beiden Kabel zusammen mit den Bügeln der Zugentlastung einklemmen. Dabei sollten die Bügel elektrischen Kontakt zu beiden zuvor nach hinten gelegten Schirmungen herstellen.



Danach kann das Steckergehäuse bereits zugeschraubt werden.

Schritt 3:

Das andere Ende des Kabels mindestens 20 mm abisolieren. Die Schirmung vorsichtig abknipsen und den Schrumpfschlauch anlegen. Alternativ etwas Iso-Tape um den Übergang zum abisolierten Bereich wickeln.




Tipps zum Löten:

Da Elektretkapseln sehr empfindlich auf hohe Temperatureinwirkungen reagieren können, sollte der Lötvorgang nur in kurzen Schüben erfolgen. Dazwischen sollte man die Kapsel auskühlen lassen. Temperaturgeregelte Lötstationen sind hier definitiv von Vorteil. Wer unsicher ist, kann die Kapsel vorsichtig(!) in die Rundung einer Flachzange einspannen oder mit doppelseitigem Tape auf die Rückseite eines Kühlkörpers kleben.


Die beiden Litzen möglichst kurz abisolieren, die Spitzen verdrillen und vorzinnen. Danach wird die Kapsel vorsichtig fixiert und die signalführende Litze auf Plus gelötet. Die masseführende Litze, die zuvor am Klinkenstecker mit der Schirmung verdrillt wurde, wird auf Minus gelegt.

Den Vorgang für das zweite Kabel bzw. den zweiten Kanal wiederholen.
Gegebenenfalls die Kanalzuordnung (Links / Rechts) sichtbar am Kabel markieren.

Fertig!




Anmerkung:

Die hier gezeigte Variante kommt mit zwei voneinander getrennt laufenden Kabeln. Es ist natürlich ebenfalls möglich, sich eine Y-Weiche zu basteln und für den ersten Teil der Strecke lediglich ein Kabel zu nehmen. Hierbei kann dann das im ersten Schritt beschriebene Zusammenlegen der ersten Litze mit der Schirmung übersprungen werden. Die beiden Litzen tragen dann die Signalführung für den linken und rechten Kanal.


Verwendung der Elektretkapsel an einem Audio-Interface:

Hier kommt die bereits angesprochene "Simple P48" Schaltung zum Einsatz, welche im XLR-Stecker untergebracht werden kann.


DISCLAIMER:

Das Arbeiten mit Phantomspeisung erlaubt Ströme von bis zu 10 mA. Die folgende Anleitung setzt Grundkenntnisse im Umgang mit Elektronik voraus. Die Anwendung erfolgt auf eigene Gedahr!


Benötigt werden:

- 2 x XLR-Stecker (männlich)
- 2 x Metallfilm-Widerstand (Größenordnung: etwa 30 kOhm bis 150 kOhm)
- 2 x Elektrolyt-Kondensator mit 4,7 uF
- Ausreichend Mikrofonkabel (zweiadrig, geschirmt, ab 0,14mm²)
- etwas Schrumpfschlauch oder Iso-Tape

Technische Vorgaben:


Ein Dank für das Design der Schaltung geht an David McGriffy.

Der eingesetzte Widerstand an Pin 1 (GND) reduziert die über Pin 3 (Cold) bezogene Spannung von 48 V auf ein für die Elektretkapsel verträgliches Niveau. Der eingesetzte Kondensator blockiert die Gleichspannung an Pin 2 (Hot), lässt jedoch unser aufgenommenes Signal passieren.

Widerstand (Betriebsspannung)

Die Betriebsspannung (Vds) sollte im Regelfall zwischen 5 V und 10 V liegen. Um dies zu erreichen, wird die Quellspannung mit einem Widerstand in einer Größenordnung zwischen etwa 30 kOhm und 150 kOhm angepasst. Da nicht jedes Interface exakt 48V ausgibt (Toleranzen von bis zu ±4 V) und nicht jede Elektretkapsel die gleichen Anforderungen stellt, muss der optimale Widerstand oft leider individuell ermittelt werden.

Um die Betriebsspannung der Kapsel (Vds) zu messen, wird ein Multimeter zwischen Plus und Minus angelegt.



Anmerkungen:
  • Bei aktiver Phantomspeisung darf die Spannung nur mit vollständiger "Simple P48" Schaltung gemessen werden.
  • Spannungen von über 10 V können Elektretkapseln dauerhaft beschädigen!

Bei der Justierung des Widerstandes empfiehlt es sich, mit Werten von über 80 kOhm anzufangen. Der Widerstand wird so lange ausgetauscht, bis ein Spannungswert zwischen etwa 5 V und 10 V an der Kapsel anliegt. Es ist nicht nötig, exakte Werte wie etwa die für die EM172 empfohlenen 8 V zu erreichen. Die praktischen Auswirkungen sind in der Regel relativ gering, so lange die Mindestempfehlung von 5 V nicht unterschritten wird.

Wer sich unsicher ist oder schlichtweg die Zeit für obiges Prozedere sparen möchte, kann im Falle der EM172 oder 5024 HD einfach einen 80 - 100 kOhm Widerstand verwenden. Diese liegen erfahrungsgemäß im sicheren Bereich.

Kondensator:

In den Dokumentationen zu "Simple P48" wird der Einsatz eines Elektrolyt-Kondensators mit einer Kapazität von 4,7 uF (Mikrofarad) empfohlen. Die Belastbarkeit sollte mindestens 50V umfassen. ACHTUNG: Bei der Umsetzung ist dringend auf die Polung zu achten!

Empfehlenswerte Kondensatoren wären z.B. die Elna Silmic II RFS, Nichicon Muse oder Panasonic FR-A.

Kabel:

Verwendet werden sollten zweiadrige, geschirmte Mikrofonkabel mit einem Querschnitt ab 0,14 mm². Bei der Auswahl auf den Außendurchmesser achten! Je dünner, desto einfacher die Verlegung am Ohr. Je kürzer, desto geringer die Auswirkungen durch Widerstand und Kapazität.

Empfehlenswert wäre z.B. das Sommer Cable SC-Cicada SO-D14 (0,14 mm², Ø 2,60 mm, hochflexibel, Wendelschirm).

Technische Umsetzung:

Schritt 1:

Die Drähte von Kondensator und Widerstand in der Länge kürzen und vorsichtig wie abgebildet zurechtbiegen.



Schritt 2:

Die drei Lötwannen sowie die unten liegende Lötfahne vorzinnen.
Dann ein Stück des zuvor abgetrennten Drahtes nehmen, zu einem breiten U biegen und damit Pin 1 (GND) zu der darunter gelegenen Lötfahne (Gehäusemasse) überbrücken.



Schritt 3:

Den Widerstand auf die Lötfahne (Gehäusemasse) und den Kondensator auf Pin 2 (Hot) legen. Die beiden freiliegenden Enden zusammendrücken und miteinander verlöten.




Polarität beachten!

Die Plus-Seite des Kondensators läuft auf Pin 2, die Minus-Seite (siehe Aufdruck) geht zum Widerstand.


Schritt 4:

Das Kabel ca. 15 bis 20 mm abisolieren und den Schirm verdrillen.

Die erste Litze in der Länge kürzen (auf ca. 8 mm), abisolieren, verdrillen und vorzinnen. Danach wird sie mit den beiden zusammenlaufenden Enden des Kondensators und Widerstandes verlötet.

Nun die zweite Litze ein kurzes Stück abisolieren, verdrillen, vorzinnen und auf Pin 3 (Cold) löten.



Die verdrillte Schirmung wird ebenfalls vorverzinnt und schließlich auf die Lötfahne (Gehäusemasse) gelegt. An dieser Fahne befinden sich nun also der zu Pin 1 (GND) überbrückende Draht, der Widerstand und die Schirmung des Kabels.



Schritt 5:

Von der anderen Seite des Kabels Schrumpfschlauch, Spannhülse und Steckerkappe aufziehen.



Der Schrumpfschlauch sollte nach und nach in kurzen Schüben angelegt werden, damit der Kondensator nicht zu stark erhitzt wird. Danach kann die Spannhülse (im Bild: zweite von Links) als Fixierung drübergeschoben werden. Beim Draufschieben das Gehäuse ruhig etwas etwas auseinanderziehen.

Dann den Stecker mit den drei Pins voran in die Fassung (rechts im Bild) schieben und von hinten die Kappe (links im Bild) draufschrauben.

Schritt 6:

Wie bereits im Kapitel "Klinkenstecker" beschrieben ...

Das andere Ende des Kabels mindestens 20 mm abisolieren. Die Schirmung vorsichtig abknipsen und den Schrumpfschlauch anlegen. Alternativ etwas Iso-Tape um den Übergang zum abisolierten Bereich wickeln.


Tipps zum Löten:

Da Elektretkapseln sehr empfindlich auf hohe Temperatureinwirkungen reagieren können, sollte der Lötvorgang nur in kurzen Schüben erfolgen. Dazwischen sollte man die Kapsel auskühlen lassen. Temperaturgeregelte Lötstationen sind hier definitiv von Vorteil. Wer unsicher ist, kann die Kapsel vorsichtig(!) in die Rundung einer Flachzange einspannen oder mit doppelseitigem Tape auf die Rückseite eines Kühlkörpers kleben.


Die beiden Litzen möglichst kurz abisolieren, die Spitzen verdrillen und vorzinnen. Danach wird die Kapsel vorsichtig fixiert und die signalführende Litze auf Plus gelötet. Die masseführende Litze, die am XLR-Stecker am Kondensator / Widerstand anliegt, wird auf Minus gelegt.

Den Vorgang für das zweite Kabel bzw. den zweiten Kanal wiederholen.
Gegebenenfalls die Kanalzuordnung (Links / Rechts) sichtbar am Kabel markieren.

Fertig!



Alternativen zu "Simple P48":

Als potenzielle Alternativen zur obigen Schaltung könnte man einen vorkonfektionierten XLR-auf-Klinke Adapter mit eingebautem Spannungskonverter (wichtig!) verwenden. Solche Adapter werden zum Beispiel von der Firma Rode (VXLR+) oder Antlion (Audio XLR Power Converter) für etwa 25 bis 30 Euro angeboten. Laut Herstellerangaben liegt die bereitgestellte Spannung mit diesen Adaptern zwischen 3 V und 5 V (ohne Last!), was eine nicht immer optimale aber dennoch zweckdienliche Ausgangslage für unsere Elektretkapseln darstellt.



Bei einem Vergleich mit einer PUI 5024 HD Elektretkapsel konnte ich keine tiefgreifenden klangqualitiven Unterschiede zwischen einer "Simple P48" Schaltung und einer Klinke zu VXLR+ Adaptierung ausmachen. Wer ein Audio-Interface besitzt, sich den obigen Bau der Schaltung jedoch nicht zutraut, könnte unter Umständen also auch mit solch einem Adapter auskommen. Mit einem Kostenpunkt von etwa 50 Euro für ein Stereo-Paar zählt diese Methode jedoch nicht gerade zu den Günstigsten.

Anzumerken wäre noch, dass die beiden Mikrofone beim Einsatz von zwei VXLR+ Adaptern nicht auf einen Stereo-Klinkenstecker zusammengelötet werden können. XLR-Mikrofoneingänge sind immer Mono! Demenstprechend müssen selbstverständlich zwei getrennte Klinkenstecker verwendet werden.

Einsatz im Ohr:


DISCLAIMER:

Bevor ihr die Kapseln als In Ear Mikrofone verwendet, solltet ihr sichergehen, dass die Elektronik ordnungsgemäß funktioniert und alle Kontaktstellen zur Haut isoliert sind. Die beiden Kontakte auf der Hinterseite soltet ihr mit einem Schutzlack (z.B. Plastik 70 oder etwas Nagellack) oder etwas Silikon (z.B. Suguru) isolieren! Prüft zur Sicherheit alle Verbindungen mit dem Multimeter!

Benutzt euren Verstand und zieht zur Sicherheit einen Experten zu Rate, bevor ihr euch irgendwelche Objekte in den Gehörgang steckt! Die Anwendung geschieht auf eigene Gefahr!


Hier ein Beispiel, wie sich eine 10 mm Elektretkapsel in der Concha platzieren lässt:



Die ursprüngliche Idee war, die Kapsel auf einen Ohrstöpsel aus Schaumstoff zu kleben und das Mikrofon schließlich wie einen In Ear Kopfhörer in den Gehörgang zu schieben:



Leider stand die Kapsel bei dieser Variante jedoch zu weit aus dem Ohr heraus. Die Folge waren weniger lebensechte Aufnahmen, da das Mikrofon so nur einen geringfügigen Teil der akustischen Interkation mit der Ohrmuschel einfangen konnte.

Eine denkbare Alternative wäre der Austausch durch eine kleinere Kapsel wie etwa die nur 6 mm breite Primo EM 258. Etwaige Minitaurkapseln können auch tiefer in den Gehörgang geschoben werden und erlauben somit, noch mehr Resonanzen des menschlichen Ohres einzufangen. Ich möchte allerdings dringend davon abraten, sich solche Objekte ohne Begleitung durch eine fachlich qualifizierte Person in den Gehörgang einzuführen! Messungen vor dem Trommelfell werden aus gutem Grund nur zu besonderen Anlässen (z.B. auf Messen) und mit sorgfältiger Begleitung durch einen Experten durchgeführt.

Betriebsspannung:

Anbei noch ein paar Anmerkungen zur Betriebsspannung (Vds).
  • Grundsätzlich erfordern nicht alle Kapseln bzw. die darin verbauten Impedanzwandler eine exorbitant hohe Spannung. Ab einer Mindestspannung von 3 - 5 V (variiert je nach Kapsel) sind die technischen Werte wie etwa die Empfindlichkeit, der Rauschabstand oder der Klirr üblicherweise schon im grünen Bereich. Die Optimierung auf in der DIY-Community empfohlene Richtwerte wie etwa 8 V im Falle der Primo EM172 ist als Feintuning zu verstehen. Werte zwischen etwa 5 V und 10 V sind allgemein als "safe" zu bezeichnen.

  • Wer grundsätzlich Probleme mit unzureichender Verstärkerleistung oder hohen Störpegeln in der Kette (z.B. Eigenrauschen des Vorverstärkers) hat, sollte eher hohe Betriebsspannungen wählen.

  • In der Praxis ist zu beachten, dass die gemessene Betriebsspannung immer vom verwendeten Eingang abhängt. Die Phantomspeisung wird mit einer Spannung in Höhe von 48 V bei einer Toleranz von ±4 V angegeben. Dementsprechend können an unterschiedlichen Geräten unterschiedliche Spannungen an der Kapsel auftreten. Wer unterschiedliche Interfaces verwenden möchte, sollte die Eingänge zur Sicherheit durchmessen (Spannung zwischen Pin 1 und Pin 2 oder Pin 1 und Pin 3) und den Widerstandswert dementsprechend ausblancieren.


EXKURS: Soundkarte oder Audio-Interface | Plug-in-Power oder Phantomspeisung | Klinke oder XLR?

In Diskussionen rund um das Thema Mikrofonspeisung tauchen immer wieder Fragen bezüglich der Unterschiede zwischen den "professionellen" Audio-Interfaces einerseits und herkömmlichen Soundkarten andererseits auf. Im Folgenden möchte ich dazu einige Kriterien zusammenfassen und erklären, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Systeme bieten.

Herkömmliche Soundkarte, der "Consumer Standard"

Betriebsart: Plug-in-Power, etwa 2 V bis 5 V, unsymmetrisch
Schnittstelle: 3,5mm Klinke

Gemeint sind sämtliche handelsüblichen Mikrofoneingänge im Klinkenformat. Dazu zählen etwa Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones oder Konsolen. Bei Computern kann man zwischen "Onboard" und "externer USB-Soundkarte" differenzieren. Was die Speisung des Mikrofons betrifft, fallen jedoch beide in diese Kategorie.

Audio-Interfaces oder Mixer, der "Pro Standard"

Betriebsart: Phantomspeisung (Phantompower), etwa 48 V, symmetrisch
Schnittstelle: XLR

Gemeint sind professionelle Mikrofoneingänge mit XLR-Buchsen, die vor allem in der Musikproduktion Anwendung finden. Diese stecken zum Beispiel an Audio-Interface oder -Mixern. Bei diesen handelt es sich meist um externe Geräte mit USB-Schnittstelle für den Datenaustausch zum Rechner. Funktional arbeiten diese im Prinzip wie externe Soundkarten, die sich auch unter Windows ganz normal als Aufnahme- und Wiedergabegerät einrichten lassen.

Randnotiz: eine Sonderrolle spielen noch einige mobile Recorder, die sowohl XLR- als auch 3,5mm Klinkeneingänge aufweisen können.

Wo liegen die konkreten Vor- und Nachteile dieser Systeme?

Herkömmliche Soundkarte:

+ 3,5mm Mikrofoneingänge finden sich an vielen Alltagsgeräten
- instabile Spannungsversorgung
- zum Teil schwerwiegende Verzerrungen und Störspannungen

Audio-Interface / Mixer:

+ technisch deutlich ausgereifter und weniger störanfällig
- Tendenz zu stationären Geräten mit Netzteil (Ausnahme: mobile XLR-Recorder)

Im Grunde genommen lassen sich Elektretmikrofone auch an normalen Soundkarten verwenden. Bei Beobachtung der Foren fällt jedoch auf, dass sich Nutzer solcher Mikrofoneingänge häufig über schlechte Aufnahmequalitäten beschweren. Auftretende Phänomene wären zum Beispiel ...

  • ein sehr geringer Aufnahmepegel
  • hohes Grundrauschen
  • starkes Fiepen oder Surren
  • klangliche Verzerrung und eingeschränkte Bandbreite

Etwaige Probleme hängen in der Regel damit zusammen, dass sich viele Hersteller von Mainboards und Soundkarten nicht an die technischen Mindestvoraussetzungen für Mikrofoneingänge halten und lediglich die kostengünstigsten Schaltungen implementieren. Die dadurch auftretenden Mängel werden dann durch softwareseitige Filter zu kaschieren versucht oder schlichtweg auf das angeschlossene Mikrofon geschoben.

Besonders auffällig ist die Tendenz zu geringen Eingangsspannungen von lediglich 2 - 3 V, welche im Lastzustand mit angeschlossenem Mikrofon nicht immer ausreicht, um genügend Pegel (Empfindlichkeit) und Rauschfreiheit (Rauschabstand) zu gewährleisten. Dies ist die optimal Voraussetzung, um parasitäre Störungen - sei es das Übersprechen der Kanäle oder das Surren der Grafikkarte - hervorzuheben.

Anbei eine Tabelle, die das Verhältnis zwischen Eingangsspannung und Betriebsspannung exemplarisch verdeutlicht:


Bei meinen praktischen Untersuchungen mit der PUI 5024 HD hat sich gezeigt, dass Betriebsspannungen von unter 3 V zu einem sehr geringen Aufnahmepegel führen, welcher dann durch eine höhere Verstärkung am Interface bzw. der Soundkarte ausgeglichen werden muss.

Lohnen sich Soundkarten?

Wer bereits im Besitz einer technisch hochwertigen (in- oder externen) Soundkarte ist, kann sich der Einfachheit halber zunächst mit einer direkten Verlötung auf einen Klinkenstecker versuchen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es auch Hersteller von Gaming-Hardware gibt, die ihre Eingangsschaltungen durchaus ernst nehmen.

Bei der Verwendung von Soundkarten ist darauf zu achten, dass sämtliche "Klangoptimierungen" in der Software deaktiviert werden. Dies betrifft auch den Lautstärke-Boost von bis zu 30 dB beim Aufnahmegerät unter Windows. Ist dieser von Nöten, dann handelt es sich entweder um einen schwachen Vorverstärker oder ein besonders unempfindliches Mikrofon (in unserem Szenario eher unwahrscheinlich).

Was hat es mit den Audio-Interfaces auf sich?

Ein Audio-Interface ist im Grunde genommen nichts anderes als eine externe USB-Soundkarte, die unter Windows ganz normal als Ein- und Ausgabegerät erkannt wird. Der Unterschied zu den üblichen "Consumer" Soundkarten besteht ganz offensichtlich bei den zur Verfügung stehenden Schnittstellen (symmetrischer XLR-Eingang und 6,3mm Klinkenausgang) sowie der qualitativen Gewichtung der Eingangsschaltung. Bei Audio-Interfaces kann man normalerweise davon ausgehen, dass das Mikrofonsignal weder durch irgendwelche Unzulänglichkeiten seitens der verbauten Hardware, noch durch Softwarefilter verunglimpft wird. Dies ist insbesondere für messkritische Anwendungen relevant, bei denen die Verzerrungen so gering wie möglich ausfallen sollen.

Wer noch vor der Anschaffung eines solchen Gerätes steht und die Ausgaben möglichst gering halten möchte, sollte sich das Behringer UMC22 (1 x XLR) oder UMC202HD (2 x XLR) näher ansehen. Nach Messungen einiger Nutzer bieten diese trotz ihres verhältnismäßig geringen Anschaffungspreises sehr gute technische Werte. Wer etwas mehr Budget zur Verfügung hat, sollte sich nach einem Interface von Focsurite wie etwa einem Scarlett umschauen. Nochmals höher anzusiedeln wäre Hardware von bspw. Audient oder RME.

Beispielaufnahmen:

Coming soon.


Schlussworte:

Ich hoffe, dass ich mit dieser Anleitung einige hilfreiche Tipps zum Eigenbau von und Umgang mit In Ear Mikrofonen sowie Elektetkapseln im Allgemeinen geben konnte. Ich würde mich freuen, von euren Erfahrungen mit dem Projekt zu hören und weitere Tipps und Ratschläge auszutauschen.

Fragen, Ergänzungen und Anmerkungen sind gerne willkommen

Gruß
Dreyfus


[Beitrag von CharlesDreyfus am 13. Nov 2019, 03:11 bearbeitet]
ehl
Stammgast
#2 erstellt: 31. Okt 2019, 19:52
Vielen Dank für die Mühe und die ausführliche Beschreibung inkl. Fotos.

Lassen sich die xlr Stecker immer so leicht zerlegen bzw. welcher wurde verwendet, in der Abbildung liegt er ja bereits offen da?
Ich möchte eine Liste mit allen bei banzaimusic bestellbaren Bauteilen hier zusammenstellen.
CharlesDreyfus
Stammgast
#3 erstellt: 31. Okt 2019, 23:38
Keine Ursache!

Normalerweise lassen sich XLR-Stecker sehr leicht zerlegen. Die Teile lassen sich einfach auseinanderschrauben bzw. -ziehen.
Persönlich verwende ich sehr gerne Amphenol. Sowohl bei XLR (AX3M) als auch Klinke (KS3PB). Das sind auch die Stecker, die in den Bildern zu sehen sind.

Wenn du alles bei Banzai Music bestellen möchtest, dann würde ich Folgendes vorschlagen:
  • Neutrik XLR NC-3 MXX
  • Elna RFS 4,7uF 50V-40
  • Beyschlag MBB-SMA (z.B. 56k, 68k, 82k, 100k, 120k)
  • Sommer Cable Cicada SO-D14
  • Heat Shrink 4,8mm black, 50cm (für die Kapsel-Seite)
  • Heat Shrink 12,7mm black, 50cm (für die XLR-Seite)
LG
Dreyfus



---- Auf Wunsch des Erstellers ein nicht kompatibles Produkt entfernt. - Administration


[Beitrag von tomtiger am 09. Nov 2019, 15:00 bearbeitet]
musicreo
Stammgast
#4 erstellt: 01. Nov 2019, 11:15

Super Anleitung. Einzig der Sitz im Ohr scheint noch Verbesserungswürdig zu sein. Werde dann auch mal bald mit dem basteln beginnen.
CharlesDreyfus
Stammgast
#5 erstellt: 01. Nov 2019, 16:16
Für ein paar Messungen vor einem Lautsprechersystem sollte es eigentlich reichen.
So als allgemeines In Ear Mikrofon, mit dem man vielleicht auch mal rausgeht, um allerlei Aufnahmen zu machen, kann ich mir diese "Halterung" allerdings noch nicht orstellen. Die "lose" Kapsel rutscht beim Gehen nämlich noch zu leicht aus der Concha oder dreht sich in eine andere Richtung. Für solche Zwecke wäre die Fixierung mit einem Schaumstoffstöpsel definitiv die bessere Wahl. Für den Fall würde ich dann allerdings zu den kleineren EM 258 raten, da das Mikrofon sonst zu weit aus dem Gehörgang rausragt.
element5
Inventar
#6 erstellt: 01. Nov 2019, 18:39
Junge, Junge! Was ein tolle Arbeit. Die Anleitung kommt mir wie gerufen
Vielen Dank dafür!

Rein zufällig hatte ich vor ca. 2 Wochen den deutschen Primo Vertrieb angeschrieben, ob sie mir nicht ein paar 172 Mics zuschicken könnten.
Folg. Antwort erhielt ich nach kürzester Zeit:

Sehr geehrter Mr.X,
EM172-Z1 (europäische Bezeichnung) ist nicht mehr in Produktion und wurde durch EM272-Z1 abgelöst. Die Mindestbestellmenge beträgt 10 Stk, Einzelpreis EUR 9,00, zzgl. Versand und MwSt.
Sollten Sie geringere Mengen benötigen, wenden Sie sich an FEL in GB unter www.micbooster.com , noch ist kein Brexit erfolgt ;-)
Mit freundlichen Grüßen,
XXX
Primo Microphones GmbH

Aber wenn das 540HD genauso gut ist kann ich mir die Großbestellung bzw. den Import zum Glück schenken
Die XLR Variante werde ich auf jeden Fall nachbauen.

Um die kleinen Mics optimal im Ohr an Ort und Stelle zu platzieren würde ich entweder dem örtlichen Hörgeräteakustiker einen Besuch abstatten, oder vielleicht die Proguard Ohrstöpsel ausprobieren.

ps: eine Warnung von einem Anfänger. Ich hatte mir ein paar günstige Panasonic Mics gekauft, mir die Beiden in die Ohren gesteckt, meine Kopfhörer aufgesetzt und ein schön lautes Testsignal drauf gegeben. Seit diesem Tag höre ich leider nur noch sehr schlecht. Also passt besser auf. Ich hatte nicht bedacht, daß die kleinen Elektret Kapseln den Schall so gut wie nicht dämpfen

Gruß
e5


[Beitrag von element5 am 01. Nov 2019, 18:54 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#7 erstellt: 02. Nov 2019, 00:19
Danke dir!

Dass die EM172 nicht mehr produziert werden, hieß es aber auch schon Anfang 2018. Bis dato sind sie jedoch immer noch über Micbooster erhältlich. Die EM272 hingegen finden sich dort noch nicht im Sortiment. Jedenfalls nicht offiziell auf der Webseite.

Die EM272 mit dem Zusatz "Z1" scheint die aktuellste Variante zu sein:
http://www.primomic.de/pdf/EM272Z1.pdf
Sieht so aus, als hätte man die FETs getauscht. Die Kapsel wird jetzt mit 3 V anstatt 5 V Betriebsspannung und 1,5 kOhm anstatt 2,4 kOhm spezifiziert. Auch das Gewicht und der maximale Schalldruck sind etwas gesunken, ansonsten sind die Specs identisch.

Der Einzelpreis von 9 Euro ist aber schon happig. Die PUI 5024 HD von Banzai Music sind da mit rund 3,70 Euro das Stück momentan wirklich attraktiver.

Über modellierbare Ohrstöpsel hab ich auch schon nachgedacht. Das Preismodell wäre da allerdings nicht weniger problematisch. Ich habe bei meinem ersten Versuch der Einfachheit halber ein paar In Airs genommen. Mit den 10 mm Kapseln kommt man jedoch nicht wirklich tief. Das Mikro war äußerlich fast bündig mit dem Tragus. Vielleicht liegts aber auch einfach nur an meinem eher schmalen Gehörgang

Im Optimalfall, den ich mir auch ohne Hörakustiker zutraue, würde das Mikro bündig zum Eingang des Gehögangs liegen. Das scheint mir allerdings nur mit kleineren Kapseln möglich zu sein. Oder man wählt den Kompromiss, das Mikro wie oben zu sehen schräg einzuklemmen.

Bin mal gespannt, wie ihr das Problem anpackt.

LG
Dreyfus


[Beitrag von CharlesDreyfus am 02. Nov 2019, 00:23 bearbeitet]
ehl
Stammgast
#8 erstellt: 02. Nov 2019, 00:48
Habe nur einen Induktionslötkolben, diese entwickeln ja sehr schnell ihre Hitze, wären sie daher ungeeignet f. die Lötung?
Einen CPU-Kühler habe ich noch rumliegen, worauf ich die mics bei der Lötung platzieren würde.
In der ANleitung wird iso-tape als ALternative zu Schrumpfschlauch genannt, dann aber nicht weiter darauf eingegangen.
Ich möchte ungerne die Kondensatoren Hitze aussetzen u. habe damit auch keine Erfahrung, nur befürchte ich, dass iso-Tape für weniger Stabilität u. Festigkeit sorgt, da es sich nicht so schön anschmiegt.

Problem bei vielen Händlern wie banzaimusic ist, dass dort keine "matched pairs" bestellbar sind u. eine Kalibrierung mit ca. 25€ je mic auch nicht gerade günstig ist.



element5 (Beitrag #6) schrieb:
ps: eine Warnung von einem Anfänger. Ich hatte mir ein paar günstige Panasonic Mics gekauft, mir die Beiden in die Ohren gesteckt, meine Kopfhörer aufgesetzt und ein schön lautes Testsignal drauf gegeben. Seit diesem Tag höre ich leider nur noch sehr schlecht. Also passt besser auf. Ich hatte nicht bedacht, daß die kleinen Elektret Kapseln den Schall so gut wie nicht dämpfen :D

Gruß
e5


Hmm, das hat jetzt aber nichts mit den mics an sich zu tun, oder?
Also wie ich das verstanden habe, waren die Kopfhörer zu laut eingestellt u. das Signal sehr unangenehm + hoch?
CharlesDreyfus
Stammgast
#9 erstellt: 02. Nov 2019, 02:07
Im Datenblatt zur 5024 HD heißt es dazu:

High temperature and/or static electricity may damage microphones. To ensure careful handling, we suggest following these precautions:
  • Ensure the power rating of the soldering iron is below 90 watts
  • The temperature of the soldering iron must be limited to 360°C ±10°C (680°F ±50°F)
  • Soldering duration for each terminal shall be at or under 2 seconds
  • If practical, use a metal fixture to hold the microphone in-place and to act as a heatsink. A fixture should have appropriate diameter holes drilled through the entire fixture to prevent pressure from being placed on the diaphragm (as below)


Hast du die Eckdaten von deinem Lötkolben?
Ich würde mir einfach eine Steckdosenleiste mit Kippschalter nehmen und dadurch die Aufheizung grob regulieren. Einfach ein Stück Lötzinn zur Seite bereithalten, an dem du prüfen kannst, ob sich schon was verflüssigt. Am besten eins mit geringem Schmelzpunkt nehmen, das macht die Sache noch einfacher. Sollte doch irgendwie gehen, oder?

Die Sache mit dem Iso-Tape war ein Alternativvorschlag für diejenigen, die keinen Schrumpfschlauch zur Hand haben. Bei häufigem Biegen ist solch ein Klebeband natürlich nicht so belast- und haltbar. Aber wenn du doch eh bei Banzai bestellen möchtest, was spricht dann dagegen, die paar Cent draufzulegen?

Bei günstigen Kapseln ist es leider immer schwer vorherzusagen, wie der endgültige Freqenzgang aussehen wird. Die Datenblätter liefern auch nur grobe Anhaltspunkte. Was in der Praxis dabei rum kommt, erfährt man leider erst bei der Einmessung.
Ein selektiertes Paar wäre eine gute Voraussetzung, um Abweichungen zwischen den beiden Kanälen (auch ohne Kalibrierung) vermeiden zu können. Ich weiß nicht, wie streng Primo und PUI ihre Qualitätskontrollen unterhalten. Gerade bei Messmikrofonen muss man aber natürlich realistisch bleiben.

Mal als Orientierung, bei HiFi-Selbstbau gibt es ganz nette Statistiken zu der Angelegenheit:
https://www.hifi-sel...ngen-eine-uebersicht
Auch sehr aufschlussreich zu dem Thema:
http://www.jobst-aud...ssmikrofone-einstieg
element5
Inventar
#10 erstellt: 04. Nov 2019, 06:57
@ehl
das lag an meiner eigenen Dummheit und natürlich nicht am Mikro.

@CharlesDreyfus
welchen Lötzinn würdest du für die Arbeiten am Mikro empfehlen?
Arbeitet man aktuell noch mit bleihaltigem Lot?

ps: wo ist dein geniales Dreyfus Avatar belieben ?
CharlesDreyfus
Stammgast
#11 erstellt: 04. Nov 2019, 08:48
[quote="element5 (Beitrag #10)"]
welchen Lötzinn würdest du für die Arbeiten am Mikro empfehlen?
Arbeitet man aktuell noch mit bleihaltigem Lot?[/Quote]
Ich nehme meist Sn60Pb36Ag4 wegen des relativ geringen Schmelzpunktes.
Bleifreie Mittel haben leider einen höheren Schmelzpunkt, sind beim Löten von Elektretkapseln daher eher problematisch.

[quote="element5 (Beitrag #10)"]wo ist dein geniales Dreyfus Avatar belieben ? :D[/quote]
Wollte mal einen Tapetenwechsel
element5
Inventar
#12 erstellt: 04. Nov 2019, 08:59
danke, dann bestell ich mir mal ein par Meter.
CharlesDreyfus
Stammgast
#13 erstellt: 06. Nov 2019, 20:03
Hab heute Abend mal versucht, einen Martinszug aufzunehmen. Leider habe ich die losen Kapseln nicht schnell genug ins Ohr bekommen. War bei der Kälte ziemlich unangenehm

Ich überlege, mir einfach mal die kleineren EM258er zu bestellen. Die sollten sich - an einem Schaumstoffstöpsel befestigt - einfacher handhaben lassen.

Dazu auch noch ganz interessant:
LugGuards Custom Moulded Earplugs - Make your own in ear binaural microphones


[Beitrag von CharlesDreyfus am 06. Nov 2019, 20:12 bearbeitet]
musicreo
Stammgast
#14 erstellt: 06. Nov 2019, 20:14
Ich muss erstmal warten bis meine Bestellung versendet wird...


[Beitrag von musicreo am 06. Nov 2019, 20:15 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#15 erstellt: 06. Nov 2019, 20:21
Hast du die PUI genommen?
musicreo
Stammgast
#16 erstellt: 06. Nov 2019, 20:40
Ja, habe die Pui genommen und alles bei Banzai Music bestellt. Ich hoffe mal die versenden das ganze bald.
ehl
Stammgast
#17 erstellt: 07. Nov 2019, 18:50
Noch paar Fragen:
Wie lang sollte das Kabel f. die XLR-Variante sein?
Enthalten die Kontakte auf den PUI 5024 hd bereits etwas Lot, kenn mich da wirklich nicht so aus?

Arbeite mir zur Sicherheit gerade aus zwei-drei gestapelten 2mm starken.Kupferblechen einen Kühlkörper mit entsprechender Aussparung (Bohrung+ Feilen auf 9,7 mm Durchmesser)
Die runde Aussparung meiner Kombizange hat lustigerweise ca. 9.8 mm , aber da liegt die Kapsel nicht auf einer ebenen Metallfläche auf (Schneidflächen spitzen sich nun mal zu).
Bei Primo wird dringendst von einer selbständigern Lötung abgeraten, daher nehme ich die kritische Temperatuempfindlichkeit sehr Ernst.


[Beitrag von ehl am 07. Nov 2019, 19:00 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#18 erstellt: 07. Nov 2019, 21:16
So lange wie bei deinem Messaufbau nötig?
Die PUI-Kapseln haben schon etwas Lot drauf. Mit vorgezinntem Kabel und vorgezinnter Lötspitze sollte es schnell gehen.
musicreo
Stammgast
#19 erstellt: 08. Nov 2019, 14:16
Hey, auf Nachfrage zur Bestellung wurde meine Bestellung heute teilweise rausgeschickt . Leider fehlen noch die Klinkenstecker (sind wohl nicht vorrätig auch wenn es auf der Website anders aussieht). Muss dann wohl mit der XLR Variante beginnen.

Impulcifer habe ich installiert. Werde die Tage mal die Demofunktionen ausprobieren um zu sehen ob es auch funktioniert.
ehl
Stammgast
#20 erstellt: 08. Nov 2019, 16:08
Wie soll ich den Schrumpschlauch ideal erhitzen, wenn doch der Konsensator nicht f. so hohe Temperaturen ausgelegt ist, jemand nen Tipp?
Vielen Dank!


[Beitrag von ehl am 08. Nov 2019, 16:09 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#21 erstellt: 08. Nov 2019, 20:11
Ich habe noch eine potenzielle Alternative zu den EM258 gefunden: PUI POM-2730L-HD-R
Die technischen Daten sind ähnlich. Allerdings ist der Frequenzgang in den Höhen etwas buckelig.
Kosten etwa 3 Euro bei Mouser / Digikey.

Ein fall für den Händler unseres Vertrauens?

@musicreo:
Freut mich, ich drücke die Daumen!

@ehl:
Stück für Stück mit dem Feuerzeug. Und zwischendurch immer gut auskühlen lassen.


[Beitrag von CharlesDreyfus am 08. Nov 2019, 20:19 bearbeitet]
ehl
Stammgast
#22 erstellt: 09. Nov 2019, 03:45
Mir ist da etwas aufgefallen:


CharlesDreyfus (Beitrag #1) schrieb:

...

Schritt 4:

Das Kabel ca. 15 bis 20 mm abisolieren und den Schirm verdrillen.

Die erste Litze in der Länge kürzen (auf ca. 8 mm), abisolieren, verdrillen und vorzinnen. Danach wird sie mit den beiden zusammenlaufenden Enden des Kondensators und Widerstandes verlötet.

Nun die zweite Litze ein kurzes Stück abisolieren, verdrillen, vorzinnen und auf Pin 3 (Cold) löten.



Die verdrillte Schirmung wird ebenfalls vorverzinnt und schließlich auf die Lötfahne (Gehäusemasse) gelegt. An dieser Fahne befinden sich nun also der zu Pin 1 (GND) überbrückende Draht, der Widerstand und die Schirmung des Kabels.




Schritt 6:

Wie bereits im Kapitel "Klinkenstecker" beschrieben ...

Das andere Ende des Kabels mindestens 20 mm abisolieren. Die Schirmung vorsichtig abknipsen und den Schrumpfschlauch anlegen,,,


Die beiden Litzen möglichst kurz abisolieren, die Spitzen verdrillen und vorzinnen. Danach wird die Kapsel vorsichtig fixiert und die signalführende Litze auf Plus gelötet.Die masseführende Litze, die am XLR-Stecker an der Lötfahne (Gehäusemasse) liegt, wird auf Minus gelegt.


An der Lötfahne liegt laut Schritt 4 doch gar keine der beiden Litzen an, sondern nur die Schirmung (+Widerstand u. Brückendraht) welche ja am anderen Ende abgeknipst wird.
Laut Schritt 6 soll aber die "masseführende Litze, die am XLR-Stecker an der Lötfahne liegt " an den Minuspol der Kapsel gelötet werden.
???

Es gibt ja nur zwei Litzen, eine laut Beschreibung an PIN 3 (rot) u. die zweite zwischen Widerstand u. Kondensator.
So oder so wiird gemäß der Schemenzeichnung das rote Kabel an PIN 3 jedenfalls mit Pluspol der Kapsel verbunden.
Die andere verbleibende Litze dann eben mit dem Minuspol.

Ich nehme mal an, dass deine Formulierung dennoch stromkreistechnisch korrekt ist, weil die zwischen Widerstand u. Kondensator gelötete Litze wahrschl. somit auch an der Lötfahne anliegt, nur ist sie halt nicht direkt dort angelötet.

NAch der Länge des Kabels fragte ich, weil in der Beschreibung "Je kürzer, desto geringer die Auswirkungen durch Widerstand und Kapazität." stand.
ehl
Stammgast
#23 erstellt: 09. Nov 2019, 05:20
MIST!
Habe mich an die oben stehende Bestellliste gehalten, wo amphenol ac3m stand.
Die Teile haben weder eine Lötfahne, noch wird bei der Art von Klemmhülse die Elektronik da noch iwie reinpassen, muss ich wieder zurückbringen u. hoffe die tauschen das um, offiziell sind Abholungen nur ab 30 € möglich.
Eine packung leider schon aufgerissen, jetzt dauert das alles noch viel länger.
Hab erst jetzt genau gelesen, dass dreyfus zwar ac3m vorschlug, aber die ax3m selbst verwendet hat, dabei hab ich doch selbst genau danach gefragt.

20191109_044851

Edit:
Noch besser, die ax3m werden dort gar nicht verkauft, bleiben nur die empfohlenen neutrik xlr nc-3 mxx, nur weiß ich da ebenfalls nicht wie die innen aussehen.


[Beitrag von ehl am 09. Nov 2019, 06:02 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#24 erstellt: 09. Nov 2019, 11:45
Hallo ehl,

sorry für die Unannehmlichkeiten!

Der zweite (negative) Kontakt an der Kapsel wird selbstverständlich mit der Litze verbunden, welche am XLR-Stecker auf den Widerstand / Kondensator läuft. Ich hatte dies einfach als auf die Lötfahne führende Masseverbindung bezeichnet, in der Annahme, dass die schaltungstechnischen Hintergründe klar sind.
Danke für den Hinweis! Werde die Anleitung dahingehend noch mal etwas konkretisieren!

Die Länge des Kabels sollte möglichst kurz gehalten werden, da wir mit relativ geringen Querschnitten (0,14 mm²) arbeiten. Es sollte aber natürlich noch so lang sein, dass man praktisch mit dem Mikrofon arbeiten kann. Ich habe versucht, zwischen etwa 1,5 m und 2,0 m zu bleiben. Das reicht in meinem Fall für den Weg zum Interface am Schreibtisch.

Wegen der XLR-Stecker:
Ich wollte dir eigentlich die AX3M empfehlen. Leider waren diese bei Banzai jedoch nicht verfügbar. Da du alles bei einem Händler bestellen wolltest (Thomann wäre wieder mit Versandkosten verbunden gewesen), habe ich einfach mal die AC3M und NC-3 MXX rausgesucht. Mir war nicht klar, dass die AC-Serie von Amphenol solch blöde Klemmen hat
Gibt es vielleicht die Möglichkeit, einfach einen Teil des Kunststoffes (z.B. die beiden "Zähne") wegzuschneiden? Dass die Serie auch keine Lötfahne für die Gehäusemasse hat, ist aber natürlich sehr umständlich. Dann müsstest du das Kabel direkt an die Hülse löten. Das wird schwierig.

Ich habe gerade bei Neutrik nachgesehen. Laut Bildern und Montageanleitung sind die "NC-3 MXX" genau so aufgebaut, wie die von mir verwendeten Ampehnol AX3M. Also mit einfacher Spannhülse und Gehäuse-Lötfahne.

https://www.redco.com/images/D/NC3MXX-02.JPG

Tut mir leid, dass die Sache so umständlich für dich läuft!
Ich hoffe, dass der Händler Kulanz zeigt.

Sag Bescheid, wenn ich dich noch irgendwie unterstützen kann.


[Beitrag von CharlesDreyfus am 09. Nov 2019, 12:40 bearbeitet]
musicreo
Stammgast
#25 erstellt: 09. Nov 2019, 12:22
Ja, dann wird meine Bastelarbeit wohl auch verschoben. Die Klinkenstecker von Banzai kommen ja noch nicht und ich habe dort auch die "falschen XLR Stecker" bestellt. Habe jetzt bei Thomann die richtigen XLR Stecker bestellt und auch Klinkenstecker. Ich denke bei Thomann werde ich dann Mitte nächster Woche die Lieferung haben.
ehl
Stammgast
#26 erstellt: 09. Nov 2019, 22:54
Also ich wollte unbedingt dieses Wochenende mit der Lötung beginnen u. hab mir daher die Neutrik nc3 mxx noch wo abgeholt.
Hab nun einen Stecker gelötet u. dazu ein paar Anmerkungen bzgl. der Handhabung u. Vorgehensweise auch bezogen auf diesen Stecker.

Beim Anlöten des Kondensators/ Widerstand beachten, deren xlr-pinseitigen Drähte genügend zu kürzen, die Hülse bietet nicht allzuviel Platz u.wird ja am oberen Ende durch das Verschrauben noch verengt.
ALternaiv könnte man nat. auch den Kondesasator nach unten biegen, aber ich habe das nicht versucht.
Was das Kürzen von Litze u. die Länge der zu entfernenden Ummantelung betrifft, sollte man sich nicht zu sehr an die Maßangaben halten, sondern muss das individuell anpassen.
Auch ab u. an mal die Spannhülse drüberschieben u. etwas zusammendrücken, um Platzprobleme frühzeitig zu erkennen.
Auf einen brauchbare Zugentlastung muss man hier evtl. verzichten, denn 1. ist das Kabel etwas zu dünn, um von der Zähnung der Spannhülse gut erfasst zu werden u. 2.bleibt kaum noch Platz, um das Kabel alternativ in der Hülse noch zu verknoten/ zu falten o.Ä.
Habe noch nicht den Schrumpfschlauch angelegt, daher weiß ich nicht wie gut dieser nochmal zur Kabeldicke beitragen kann.


EIne Frage noch:
Es geht ja sehr beengt in der Hülse zu, darf die verdrillte Schirmung andere Litzen/ Kontakte berühren?
Falls nicht, isolier ich sie lieber vor der Abringung des Schrumpfschlauchs.
CharlesDreyfus
Stammgast
#27 erstellt: 10. Nov 2019, 00:06
@musicreo:
Entschuldigung auch für deine Bestellung! Hätte ich besser prüfen müssen

@ehl:
Richtig, die Länge muss man natürlich immer etwas anpassen. Beim Amphenol-Stecker hat es mit den obigen Angaben gut gepasst. Kommt dir der Neutrik zu klein vor?

Mit der Ausrichtung der Komponenten kann man gleichermaßen noch etwas variieren, so lange die in der Anleitung abgebildete Schaltung eingehalten wird. Kondensator und Widerstand sollten an der gleichen Stelle aneinandergreifen und dürfen an leitenden Stellen nicht mir der vorbeilaufenden Schirmung in Berührung kommen. Der Rest (in diese oder jene Richtung gebogen, Draht stark gekürzt oder etwas länger gelassen) ist im Prinzip egal.

Damit die Spannhülse hält, habe ich wie in den Bildern zu sehen einen Schrumpfschlauch um das ganze Innenleben gelegt. Beim Zuschrauben wird die Hülse etwas zusammengedrückt und greift dann in den Schrumpfschlauch. Als Zugentlastung hat sich das bisher eigentlich ganz gut bewährt.


[Beitrag von CharlesDreyfus am 10. Nov 2019, 00:48 bearbeitet]
ehl
Stammgast
#28 erstellt: 10. Nov 2019, 10:45

CharlesDreyfus (Beitrag #27) schrieb:
Kondensator und Widerstand sollten an der gleichen Stelle aneinandergreifen und dürfen an leitenden Stellen nicht mir der vorbeilaufenden Schirmung in Berührung kommen. ...


Darf die Litze den Draht des Widerstands auch nicht auf dem Weg zwischen Widerstand u. Lötfahne berühren?
2019-11-10 10.39.09

Da hier vieles an der Lötfahne zusammenläuft, wäre das etwas schwierig so scharf zu trennen.

Platz ist bei mir deshalb so wenig vorhanden, weil ich wie beschrieben den pinseitigen Kondensatordraht hätte noch mehr kürzen sollen.
Beachtet man das, sollte es mit den neutrik nc3 mxx rechtproblemlos gelingen.
CharlesDreyfus
Stammgast
#29 erstellt: 10. Nov 2019, 13:29
Das dürfte bei der kurzen Strecke eigentlich egal sein. Damit sich die Leiter nicht in die Quere kommen, habe ich die Schirmung relativ lang gelassen und dann auf die untere Seite der Lötfahne gelötet. Auf der Oberseite der Fahne liegen dann der zu Pin 1 überbrückende Draht und der Widerstand.
Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, kann man die Schirmung auch mit Iso-Tape oder einem dünnen Schrumpfschlauch isolieren.
ehl
Stammgast
#30 erstellt: 10. Nov 2019, 14:50
Wie man sehen kann, sind bei mir Widerstand + Brückendraht + Schirmung eben alle realtiv dicht beieinander an der Lötfahne, das kann ich jetzt nicht mehr so leicht ändern.
Deshalb meine Frage, ob die Schirmung auf der Strecke zwischen Widerstand u. Lötfahne den Widerstandsdraht berühren darf oder ob das technisch keinen Unterschied macht.
Schirmung u.Widerstandsdraht sind auch etwas mit Lot verbunden, nicht so sauber wie bei dir einzeln an der Lötfahne schön getrennt voneinander angelötet.
Will da ganz sicher sein, nicht das ich mir was weggrille u. alles umsonst war.
CharlesDreyfus
Stammgast
#31 erstellt: 10. Nov 2019, 15:11
Das dürfte kein Problem darstellen. Ist eher eine kosmetische Sache.
ehl
Stammgast
#32 erstellt: 10. Nov 2019, 18:26
Ich habe nur so eine Art Gewebeband zur Hand (dieses silbergraue bekannt als Panzertape) u. würde damit die Schirmung isolieren wollen.
Nun hoffe ich, dass dieses die für den Schrumpfschlauch notwendige Hitze verträgt.

Habe mal testweise einen Pol der Kapsel verlötet (zweiten löte ich an, sobald ich die anliegende Spannung prüfen kann, Soundkarte mit xlr-Anschluss fehlt mir noch).
Also ohne Kabel reicht bei mir die Kapsel schon etwas tiefer in Ohr hinein als auf den Fotos ohne sich schräg zu stellen, aber mit dem Zug des Kabels und den vorbeilaufenden Litzen lässt sie sich nicht wirklich fixieren.
Wenn ich jetzt noch die ZWEITE Kapsel im anderen Ohr hinzudenke - das wird lustig. Bloß NICHT bewegen!
Vielleicht hilft es, wenn man mit etwas Klebeband die vorbeilaufenden Kabel am Rand der Kapsel abgehend fixiert, so dass sie sich nicht immer gerade nach unten hin ausrichten wollen und dabei die Kapsel wegdrücken.
Etwas besser war im ersten Ansatz, das Kabel nach oben und dann um den Kopfzu legen, da hier die Kapsel "hängt", statt nach unten gezogen zu werden.
Dann muss aber auch das Kabel am Kopf noch fixiert werden, ne Art Stirnband o.Ä. könnte helfen.

Kann ich iwie schon jetzt auf korrekt anliegende Spannung an den Polen prüfen ohne ein Gerät mit xlr-Anschluss?
Multimeter ist vorhanden, anonsten noch ein 12v Netzteil (gleichstrom)
CharlesDreyfus
Stammgast
#33 erstellt: 10. Nov 2019, 18:53
Prüf mal mit dem Multimeter, ob die Oberfläche des Tapes leitfähig ist.

Wegen der Fixierung bin ich auch noch etwas am Grübeln. Um die Kapsel an Ort und Stelle zu halten könnte man einen dünnen Draht nehmen, um das Kabel legen und dann einen dünnen Schrumpfschlauch drübersetzen. Dann lässt sich das Kabel vielleicht besser anpassen und in Stellung halten. Ansonsten bliebe ja noch die Schaumstoffstöpsel-Variante. Wenn man nicht so schmale Gehörgänge hat wie ich, funktioniert das vielleicht etwas besser.

Die Betriebsspannung solltest du nur mit Phantomspeisung testen. Muss ja auf das Interface zugeschnitten werden
Vor dem Ansetzen der Messspitzen darauf achten, am Interface die Verstärkung komplett runterzudrehen. Die beiden Pole möglichst nicht kurzschließen. Wenn man die Kapsel vorher ein wenig mit doppelseitigem Tape fixiert, geht es eigentlich leicht von der Hand.


[Beitrag von CharlesDreyfus am 10. Nov 2019, 18:53 bearbeitet]
ehl
Stammgast
#34 erstellt: 10. Nov 2019, 19:25
Das Multimeter ist ein ganz einfaches analoges, ich kann da jetzt nur den Widerstand messen über die interne 1,5v Batterie, schlägt nicht aus.
(83kOhm u. 100kOhm Widerstände wurden erkannt)
Nun weiß ich aber auch nicht, ob das Tape vllt. dennoch Metall enthält, vllt. nur nicht an der Oberschicht.
Weiterhin meine Bedenken, ob das Tape die Hitze verträgt und sich nicht etwas auflöst/kräuselt.

Den zweiten Pol der Kapseln werde ich erst anlöten, wenn ich die Spannung korrekt gemessen habe.
Sollten da nicht die 5-10v anliegen o. Schlimmeres eintreten, sind wenigstens die Kapseln nicht futsch u. es vereinfacht auch die Fehlersuche.

An so eine Art biegsamen stabilen Draht dachte ich auch schon (Blumendraht o.Ä.), hab aber noch keine Idee zur Umsetzung.
CharlesDreyfus
Stammgast
#35 erstellt: 10. Nov 2019, 21:07

ehl (Beitrag #34) schrieb:
Nun weiß ich aber auch nicht, ob das Tape vllt. dennoch Metall enthält, vllt. nur nicht an der Oberschicht.
Weiterhin meine Bedenken, ob das Tape die Hitze verträgt und sich nicht etwas auflöst/kräuselt.

Wäre sicherlich kein Weltuntergang. Schau doch mal, was passiert, wenn du es vorsichtig erhitzt.


ehl (Beitrag #34) schrieb:
Den zweiten Pol der Kapseln werde ich erst anlöten, wenn ich die Spannung korrekt gemessen habe.

Obacht! Die Betriebsspannung (Vds) kannst du nur mit vollständiger Schaltung messen! Dafür muss der Stromkreis selbstverständlich geschlossen sein.
Welchen Widerstand hast du zur Zeit eingelötet?
ehl
Stammgast
#36 erstellt: 10. Nov 2019, 21:29
Die Schaltung ist bis auf den zweiten noch anzulötenden Pol des Mikrofons komplett.
Ich würde dann nur noch mit dem Multimeter die Spannung prüfen, welche an den zwei Litzen anliegt, die an die Kapsel gelötet werden.

Oder meinst du, das ist unmöglich ohne die Kapsel, weil sich die anliegende Spannung auch aus deren Widerstand ergibt (in Reihe geschaltete Widerstände bestehend aus 100kOhm u. der Elektretkapsel selbst)?
Welche SPannung müsste denn OHNE die Kapsel anliegen oder lässt sich das gar nicht ermitteln?

100kOhm hab ich nach deiner Empfehlung verwendet.


[Beitrag von ehl am 10. Nov 2019, 21:43 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#37 erstellt: 10. Nov 2019, 21:40
Die Arbeitsspannung muss im Lastzustand zwischen Drain und Source (den beiden Lötpunkten an der Kapsel) gemessen werden. Also mit fertig gelötetem Mikrofon.
Sind wir da gerade auf einer Wellenlänge?
ehl
Stammgast
#38 erstellt: 10. Nov 2019, 21:50
Habs verstanden, irgendeine Möglichkeit ohne die Kapsel gibt es nicht?
Man könnte ja einen Widerstand einsetzen, der den der Kapsel simulieren soll u. dann messen z.B?
CharlesDreyfus
Stammgast
#39 erstellt: 10. Nov 2019, 22:03
Dafür müsstest du den Impedanzwandler (FET) simulieren.
Mach es doch nicht komplizierter als es ist!
ehl
Stammgast
#40 erstellt: 10. Nov 2019, 22:19
Ich wusste nicht, dass es so kompliziert ist, dachte die Elektretkapsel hat einen def. Widerstand u. fertig.

Naja, schade gleich volles Risiko eingehen zu müssen, wenn eine zu hohe Spannung anliegt ist die Kapsel vllt. gleich futsch, da nützt mir die Messung dann auch nicht mehr viel.
Das war jetzt quasi meine erste Lötung u. der Lötkolben ist mit seiner U-Spitze hier auch nicht so praxisgerecht, außerdem erhitzt er zwar innerhalb weniger Sekunden, kühlt aber dafür auch schneller ab. (eigtl. mehr eine Lötpsitole in Kolbenform).
Das Lot "klebte" meist lieber an der Spitze, als da wo es hinsoll, vllt. bin ich auch einfach ungeschickt darin o. brauche viel Übung, k.A.
Kann also sein, dass ich zu lange zu viel Hitze draufgegeben habe an manchen Stellen, der Kondensator ist ja auch hitzempfindlich.

Was kann ich denn schlimmstenfalls erwarten, PC+ Soundkarte+ Mikrofon knallt durch oder "nur" defektes Mikrofon u. platzenden Kondensator?


[Beitrag von ehl am 10. Nov 2019, 22:23 bearbeitet]
CharlesDreyfus
Stammgast
#41 erstellt: 11. Nov 2019, 00:10
Ich bin mir nicht sicher, ob das so einfach funktioniert. Die Spannung am FET verändert sich meines Wissens non-linear.
Aber letzten Endes muss doch eh die Kapsel dran. Also würde ich da gar keine großen Umwege machen.

Mit meinen 48 V vom Interface und einem 70 kOhm Widerstand komme ich auf rund 8 V an der Kapsel (PUI 5024 HD). Soweit ich weiß, liefern die Behringer UMC eher um die 46 V. Wenn du dann einen 100 kOhm Widerstand nimmst, bist du bei der PUI eigentlich safe.

Wegen dem Rest mach dir erst mal keinen Kopf. Dass du so viele Fragen stellst, zeigt, dass du sehr vorsichtig an die Sache rangehst und dein Vorgehen genau planst. Eine kurzzeitige moderate Überhitzung oder Überspannung wird die Kapsel nicht killen. Natürlich muss ich auf die eine oder andere Gefahr hinweisen. Das heißt aber nicht, dass damit gleich eine Sollbruchstelle für die praktische Funtkionalität des Mikrofons verbunden ist.

Wenn du die obige Schaltung und Anleitung befolgst, bestehen eigentlich keine Gefahren für dein Equipment. Der Kondensator ist bei dir richtig rum. Auch sehen die Lötverbindungen von dem, was ich auf den Bildern sehen kann, alle korrekt aus. Viel kann da eigentlich nicht mehr schief gehen.
musicreo
Stammgast
#42 erstellt: 11. Nov 2019, 11:51
Lieferung ist da und jetzt fehlen nicht nur die Klinkenstecker, nein auch keine der 6 bestellten Kapseln war dabei . Dafür haben sie doppelt soviele Widerstände wie bestellt dabei gelegt.... Was für ein Saftladen.
ehl
Stammgast
#43 erstellt: 11. Nov 2019, 21:23
Zum Thema kompliziert, was betreibt der eigtl. für einen AUfwand hier (Post 114)
https://www.head-fi....zation.890719/page-8

Der Ersteller von Impulcifier hat jetzt übrigens auch einen "Channel Balancer" eingeführt (s. Post 120 des head-fi-links), vllt. ganz interessant zu lesen, weiß aber nicht ob er das auch in Impulcifier selbst eingepflegt hat.
https://github.com/j...l-balance-correction
Verspricht das evtl. das Problem der fehlenden "Matched Pairs" abzumildern?


Übrigens würde ich bei den "Alternativen" noch anmerken, dass die Klinkenversion ja Stereo ist u. daher nicht mit dem Rhode vxlr- klinke Adapter direkt betrieben werden kann, sondern noch ein Stereoklinke zu 2xmono-Klinke Adapter zwischengeschaltet sein muss. Ist nat. logisch, sonst brächte man ja nicht wie im Text erwähnt zwei der Rhode vxlr+-Adpater, aber manch einer denkt da vllt. nicht dran.


[Beitrag von ehl am 11. Nov 2019, 21:41 bearbeitet]
musicreo
Stammgast
#44 erstellt: 12. Nov 2019, 09:21

ehl (Beitrag #43) schrieb:


Der Ersteller von Impulcifier hat jetzt übrigens auch einen "Channel Balancer" eingeführt (s. Post 120 des head-fi-links), vllt. ganz interessant zu lesen, weiß aber nicht ob er das auch in Impulcifier selbst eingepflegt hat.
https://github.com/j...l-balance-correction
Verspricht das evtl. das Problem der fehlenden "Matched Pairs" abzumildern?



Das ist inzwischen schon in Impulcifer möglich. Und es geht ja nicht nur im matched pairs sondern auch um einen unterschiedlichen Sitz im Ohr.

Was aber in dem Thread auffällt ist, dass auch dort über kleinere Kapseln nachgedacht wird. Ist halt nervig, dass man auf 2-3 Händler beschränkt ist, die überhaupt diese Art Kapseln führen.
element5
Inventar
#45 erstellt: 12. Nov 2019, 09:46
Ist der Unterschied wirklich so gravierend?
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mir ein Mikro bis zum Trommelfell reinzuschieben.

Es gibt doch bestimmt eine Software zum Kompensieren oder?


[Beitrag von element5 am 12. Nov 2019, 09:47 bearbeitet]
musicreo
Stammgast
#46 erstellt: 12. Nov 2019, 10:37
Ob der Unterschied so groß ist müssen wir testen. Aber dafür bräuchte ich ja erstmal die Kapseln

Ich denke, dass es auch nicht darum geht die Mikros bis kurz vors Trommelfell zu schieben, sondern, dass die kleineren Kapseln sich einfach besser platzieren lassen.

Habe jetzt 4 passende XLR Stecker von Thomann bekommen. Dazu noch 3,5 und 6,3 mm Stereostecker. Und die Kapseln sollen unterwegs sein


[Beitrag von musicreo am 12. Nov 2019, 11:32 bearbeitet]
element5
Inventar
#47 erstellt: 12. Nov 2019, 13:51
Welche kleinen Mics könnt ihr empfehlen?

Ich will es aber erstmal mit Ohropax probieren. Mit einem Dremel wird das Teil etwas ausgehöhlt. Notfalls knete ich mir aus 2 Stöpseln einen Grossen.
Die lassen sich super an die Kontur des Ohres anpassen.

o


[Beitrag von element5 am 12. Nov 2019, 16:48 bearbeitet]
musicreo
Stammgast
#48 erstellt: 12. Nov 2019, 13:55
Die Primo EM258 6mm Omni Electret Capsule wäre eine kleinere Alternative.
ehl
Stammgast
#49 erstellt: 12. Nov 2019, 18:28
Wie bereits beschrieben ist es laut banzai-music nicht ausgeschlossen, dass sie auch Kapseln < 10mm bestellen können, wäre nur mit etwas mehr Aufwand f. ihn verbunden.

Es hat wohl schon einige ANfragen in letzter Zeit gegeben, also würd ich empfehlen, da einfach auch anzufragen. Je mehr, desto besser.
Ich bin nicht sicher, ob er sich auf die primo em258 bezog, da er sich an das genaue Modell selbst nicht mehr erinnern konnte.
Da er sagte, es liefe dann über einen anderen Lieferanten, gehe ich aber fast davon aus, denn er führt ja sonst nichts von Primo im Sortiment.
musicreo
Stammgast
#50 erstellt: 12. Nov 2019, 22:54
Habt ihr euch auch schwer getan die inneren Litzen zu entmanteln? Die Litzen sind so dünn, dass sie mir sehr oft beim entmanteln einfach durchrutschen.

Habe heute erstmal die Klinkensteckerversion vorbereitet.
CharlesDreyfus
Stammgast
#51 erstellt: 13. Nov 2019, 03:01
Die EM258 sind inzwischen angekommen. Hier mal ein Größenvergleich:


Von links nach rechts: PUI 5024 HD, Primo EM 172, Primo EM 258.

Bin mal gespannt, was die kleineren 258er leisten werden


ehl (Beitrag #43) schrieb:
Zum Thema kompliziert, was betreibt der eigtl. für einen AUfwand hier (Post 114)
...

Das ist tatsächlich eine gute Frage!


ehl (Beitrag #43) schrieb:
Übrigens würde ich bei den "Alternativen" noch anmerken, dass die Klinkenversion ja Stereo ist u. daher nicht mit dem Rhode vxlr- klinke Adapter direkt betrieben werden kann, sondern noch ein Stereoklinke zu 2xmono-Klinke Adapter zwischengeschaltet sein muss. Ist nat. logisch, sonst brächte man ja nicht wie im Text erwähnt zwei der Rhode vxlr+-Adpater, aber manch einer denkt da vllt. nicht dran.

Danke für den Hinweis. Habe ich ergänzt



element5 (Beitrag #45) schrieb:
Ist der Unterschied wirklich so gravierend?
Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mir ein Mikro bis zum Trommelfell reinzuschieben.

Es gibt doch bestimmt eine Software zum Kompensieren oder?

Siehe hierzu zum Beispiel meinen Beitrag im Nachbarthread.

Messtechnisch macht es für Frequenzen überhalb von 6 kHz einen deutlichen Unterschied, ob am Eingang des Gehörgangs oder direkt vor dem Trommelfell aufgenommen wird. Wie stark sich das in der Praxis auswirkt, ist zum Teil etwas umstritten.
Die Lokalisation (also Richtungsbestimmung) soll jedenfalls auch bei blockiertem Gehörgang funktionieren. Lediglich die Höhen könnten durch das Fehlen der vom Gehörgang hervorgerufenen Resonanzen etwas verzerrt klingen. Das dürfte sich allerdings mit dem EQ ausgleichen lassen.


musicreo (Beitrag #50) schrieb:
Habt ihr euch auch schwer getan die inneren Litzen zu entmanteln? Die Litzen sind so dünn, dass sie mir sehr oft beim entmanteln einfach durchrutschen.

Was für eine Zange verwendest du?

Ich mach das meiste mit einer Stripax. Für die kürzeren Stücke nehme ich eine normale Abisolierzange oder flämme die Stelle ganz vorsichtig mit dem Feuerzeug ab
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