Leistung Batterie

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andy020882
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Jul 2009, 16:22
Hallo zusammen,

da ich mich jetzt seit stunden im Internet auf den unterschiedlichsten Seiten durchlese aber es einfach nicht in meinen Kopf geht, hoffe ich dass mir hier jemand weiterhelfen kann und bitte daran denken ich will keine Doktorarbeit darüber schreiben und mega Formeln lesen sondern es einfach verstehen!

1) Angenommen ich habe eine Batterie auf der steht 12V 100AH 830A was sagt dann was aus? 12Volt ist klar. Ist Ah die Menge an Strom welche die Batterie speichern kann und A die Stromstärke die maximal zu Verfügung gestellt werden kann?

2) Angenommen ich habe eine Batterie 12v 100Ah und 830A und eine mit 12V 110Ah und 420A. Wenn ich nun einen Verbraucher anschließe mit einem Verbrauch X, dann kann ich diesen mit der 110Ah Batterie länger betreiben als mit der 100Ah allerdings kann ich mit der 830A Batterie insgesamt auf eine bestimmte Zeit fast doppelt so viele Verbraucher betreiben wie mit der 420A Batterie. Ist das so richtig? Ich gehe davon aus, dass 12Vx830A=9960Watt und 12Vx420A=5040Watt also bei der ersten mehr Leistung (mehr oder größere Verbraucher möglich) und bei der zweiten längere Leistung wenn ich z.B. einen 50W Verbraucher anschließe. Irgendwie sagt mir aber mein Gefühl dass ich hier nen riesen Müll mit meiner Vermutung aufstelle *fg*

Meine Frage richtet sich daher, da ich mir ohnehin eine neue Batterie für mein Auto holen muss und aber gern mal im Auto Musik laufen hab, wenn ich auf jemanden warte oder wenn wir mal an unserem Baggersee liegen,... . Allerdings durfte ich es schon erleben, dass das die Batterie nicht so toll gefunden hat und ich Starthilfe gebraucht hab, mitten in der Pampa...

Evtl kann mir hier jemand ganz praktisch sagen worauf muss ich beim Kauf schauen, um möglichst lang mit der Batterie Musik zu hören, aber dann noch vom Fleck zu kommen. Danke für die Antworten.

Mfg Andy

PS: Ich suche einen Akai Equalizer EA-3000 in schwarz. Wenn den wer zum verkauf hat oder weiß wo ich so einen bekommen könnte, wäre ich sehr dankbar und würde mich das auch einiges kosten lassen.
elysian
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Jul 2009, 16:56
Wenn du lange im stand Musik hörst, würde ich eine 2. Batterie nur für die Anlage mit Trennrelais einbauen. Damit hast du das Problem mit der Starterbatterie, die keinen Strom mehr hat, ausgeschlossen.

zu 1. müsste so stimmen.

zu 2. http://de.wikipedia.org/wiki/Starterbatterie
LordSphinx
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jul 2009, 17:01
Hallo,

also ziemlich genaue und viele Infos findest du hier.

Der angegebene Stromwert ist meist der Kaltstartstrom bzw. Kälteprüfstrom.

Erläuterung:

zu 1): Grundsätzlich richtig.
zu 2): Das mit den Ah ist richtig.
Nur das mit dem Kaltstartstrom musst du ein bisschen anders sehen:

Der Kaltstartstrom gibt den maximalen Strom an, den die Batterie bei -18 °C (0 °F) für eine Dauer von 30 Sekunden liefern kann. Dabei weist jede einzelne Zelle noch eine Spannung von 1,2 Volt auf (nach amerikanischer Norm SAE). Nach Deutscher Industrie Norm (DIN) sollte die Gesamtspannung nach 30 Sekunden noch 9 Volt betragen.

Die Sache ist nur die, dass du solch hohe Ströme im Normalfall nicht hast. Deshalb ist deine Denkweise mit "doppelt soviele Verbraucher anschließen" etwas unpassend.

Wichtig wird dieser Wert erst bei richtig leistungsstarken Anlagen.
Dieser Kaltstartstrom hängt nämlich direkt vom Innenwiderstand einer Batterie ab.
Je höher der Kaltstartstrom, desto niedriger der Innenwiderstand.

Wichtig:
Je niedriger der Innenwiderstand, desto geringer ist der Spannungseinbruch an der Batterie bei starken Stromimpulsen (also z.B. Bassimpulse am Subwoofer).
Amperlite
Inventar
#4 erstellt: 28. Jul 2009, 17:09
Der Kaltstartstrom ist für deine Anwendung praktisch unwichtig.
Du ziehst keine 800 Ampere, sondern vielleicht 10.

Beim Hören im Stand ist es wichtig, die Batterie nicht zu tief zu entladen! Musst du Starthilfe geben, kann das im dümmsten Fall auch für eine brandneue Batterie bedeuten, dass sie danach im Eimer ist.
andy020882
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 28. Jul 2009, 18:00
hallo, danke für eure antworten.

also das mit einer zweiten batterie ist mit sicherheit nicht schlecht wenn man wirklich lange musik hören will. leider hab ich absolut keine vorstellung davon was radio boxen und und und an strom verbrauchen.

das mit dem kaltstartstrom geht mir soweit auch in den kopf. sprich kalte winter, mehr kaltstartstrom, kurzfristig höhere leistung -> auto springt an.

was ich aber einfach nicht verstehe wieso man diesen wert dann in ampere angibt. ich mein mit schule ist zwar schon lang her aber aber jeder glühbirne steht ja eine wattzahl. also watt einheit der leistung. und watt berechnet man mit ampere x volt. aber wieso ist dann die höhe der ampere für die leistung der batterie eigentlich garnicht so wichtig? in meinem kopf will das einfach nicht aufgehen.

ich denk ich muss es einfach abhaken. je mehr amperestunden eine batterie, je länger genüßlich musikhören ohne motor laufen zu lassen, oder stimmt das jetzt auch wieder net so ganz

mfg
LordSphinx
Stammgast
#6 erstellt: 28. Jul 2009, 18:26

andy020882 schrieb:
sprich kalte winter, mehr kaltstartstrom, kurzfristig höhere leistung -> auto springt an.

Hm?
Kaltstartstrom ist nur ein Begriff^^. Das ist halt nen Wert für definierte Parameter: -18°C, 30sec, Spannungsabfall auf 9V.
Der ändert sich dann aber auch nicht für Winter oder Sommer.


aber wieso ist dann die höhe der ampere für die leistung der batterie eigentlich garnicht so wichtig?

Naja so kann man das nicht sagen.
Deine Autobatterie ist ne Spannungsquelle mit vorgegebener, relativ konstanter Spannung: 12,xxV.
Die abgegebende Leistung hängt ganz vom Widerstand des Verbrauchers ab.
Ladungsmenge (Ah) und Kaltstartstrom (A) sind halt die wichtigsten Werte und deshalb für jede Batterie angegeben.

Welche Leistung die Batterie maximal bringen würde, ist eigentlich irrelevant. Dafür müsste man z.B. ne dicke Kupferschiene über die Batteriepole legen. Heizleistung.
Also so stell ich mir das zumindest vor.


je mehr amperestunden eine batterie, je länger genüßlich musikhören ohne motor laufen zu lassen, oder stimmt das jetzt auch wieder net so ganz :D

Doch, das ist richtig und für deine Vorhaben wohl auch das einzig wichtige.
Carbonat
Stammgast
#7 erstellt: 28. Jul 2009, 18:39
Gute Batterien erkennt man aber auch u.a. an ihrem Kälteprüfstrom!

Denn dieser resultiert ja auch aus dem geringen Innenwiderstand.

Das bedeutet, dass die Batterie hohe Strommengen abgeben kann. Eigentlich am besten und so bei AGM-Batterien.

Hier mal eine Tabelle von mir:

http://carbonat.de.tl/Batterietabelle.htm
LordSphinx
Stammgast
#8 erstellt: 28. Jul 2009, 18:56
Hallo Carbonat,

der Kälteprüfstrom ist ja dasselbe wie der Kaltstartstrom von dem wir reden.

Ich schrieb:
Dieser Kaltstartstrom hängt nämlich direkt vom Innenwiderstand einer Batterie ab.
Je höher der Kaltstartstrom, desto niedriger der Innenwiderstand.

Wichtig:
Je niedriger der Innenwiderstand, desto geringer ist der Spannungseinbruch an der Batterie bei starken Stromimpulsen (also z.B. Bassimpulse am Subwoofer).



Mal ne Frage an dich: Wie hast du die Werte in deiner Tabelle ermittelt?


[Beitrag von LordSphinx am 28. Jul 2009, 18:56 bearbeitet]
Carbonat
Stammgast
#9 erstellt: 28. Jul 2009, 19:01

LordSphinx schrieb:
der Kälteprüfstrom ist ja dasselbe wie der Kaltstartstrom von dem wir reden.


Ja sicher... Sorry, hatte ich etwas überlesen, dass du das in der Form schonmal so geschrieben hast...
Ich nehm immer einen von den beiden Begriffen^^ ist ja egal^^


LordSphinx schrieb:

Mal ne Frage an dich: Wie hast du die Werte in deiner Tabelle ermittelt?


Sind keine Messwerte. Sind Werte der Hersteller! Aus den Datenblättern bzw. direkt beim Hersteller angefragt.
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