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70`er 80 `er 90`er "Billiganlagen"

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lens2310
Inventar
#1 erstellt: 28. Apr 2019, 22:11
Ich meine hier Anlagen aus Vesandkatalogen wie Quelle und Neckermann oder Sonstige.
Namen wie Palladium, Rosita Tonmöbel, Renkforce, Schneider usw...
Wie waren die im Vergleich zu "Markenware". Hat jemand Erfahrung ?
Ich glaube, die waren gar nicht mal so schlecht.
Highente
Inventar
#2 erstellt: 28. Apr 2019, 22:26
Ich hatte als erste "richtige Hifianlage" eine Kompaktanlage von Elite. Plattenspieler, Tuner, Kassettendeck und Verstärker in einem Block. Dazu 2 Lautsprecher. Anfang der 80er im Kaufhof für 499.- DM gekauft. Zuhause dann den Hersteller entdeckt VEB... also DDR Produktion.
lens2310
Inventar
#3 erstellt: 28. Apr 2019, 22:30
Sehr interessant. Danke.
_ES_
Administrator
#4 erstellt: 28. Apr 2019, 22:36
Meine erste Anlage im Sinne von war eine kompakte von Rosita und Boxen von Eltropa.
So 3-Wege Dinger in Weiß mit Isophon HT, war so um 1988 rum(also wo ich sie bekam, sie selbst waren älter)
Mein älterer Bruder hatte eine kompakte von Crown, die Boxen von Jamo.
Schneider würde ich übrigens zur Markenware zählen.
Von Renkforce hatten wir beide Ende der 80er bis Mitte 90er so einiges, ebenso von Universum oder Palladium ( Die Technics Fake Vor/Endstufe).
Das meiste war einfach crap, aber einige würden auch heute als gut durchgehen.


[Beitrag von _ES_ am 28. Apr 2019, 22:37 bearbeitet]
lens2310
Inventar
#5 erstellt: 28. Apr 2019, 22:38
Ich erinner mich noch dunkel an die Anlage meiner Kunstlehrerin. Die hat die ganze Klasse mal bei sich zuhause eingeladen.
Die hatte eine Designanlge bestehend aus zwei verbundenen, drehbaren Würfeln. Im unteren war der Plattenspieler, im oberen der Receiver.
Die Marke weiß ich nicht mehr. Sah auf jeden Fall toll aus. Verzerrte aber auch sehr schnell wenn man mal lauter drehte.
Wuhduh
Inventar
#6 erstellt: 28. Apr 2019, 22:43
" Schlecht " ist eine relativer Begriff mit zumeist subjektivem, negativem Empfinden.

Details aus dieser Zeit kann man auf jeden Fall bei den jeweiligen Ausgaben der Stiftung Warentest bzw. aus deren Jahresbüchern in Kurzform ersehen.

" Elite " war im Vertrieb von Kaufhof, oder ?

Oh ja, da gab es im Westen noch richtige " Rundfunkabteilungen " in den Kaufhäusern !

MfG,
Erik
ChristianKurz
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Apr 2019, 22:45
Bei mir wars nach der Konfirmation 1988 ene Schneider Midi 2650 RC mit CD-Player CDP 7040 (glaub ich, muss ich mal genau nachschauen wenn ich wieder in meiner Heimat bin am Wochenende), 35 cm Rastermaß, Plattenspieler obendrauf war extra, der CD-Player auch, der konnte aber schon A-B Repeat.

Die Anlage hat (sie existiert ja noch, steht aber seit über 15 Jahren nur rum) eine klobige Fernbedienung mit 4 Tasten (An/Aus, Lauter, Leiser und Mute) die man in einer Schublade an der Anlage wegpacken konnte.

Der CD-Player war nie gut auf Kratzer in einer CD zu sprechen, da ist er gleich gesprungen, also von wegen keine Probleme wegen optischer Abtastung, aber er ließt auch gebrannte CDs und müsste das heute noch tun.

Das Doppelkassettendeck war auch nicht sehr stabil, da ist innen drin die Verankerung für die Steuerknopfleiste des einen Decks abgebrochen, dann gingen die Tasten immer ins Innnere, hab ich aber mit viel Kleber "repariert", auch machte das Ding beim Laufen Geräusche, d. h. man hat das Drehen der Motoren deutlich gehört.

Naja als unbedarfter Jugendlicher kauft man sowas, gabs ja auch damals bei uns in dem größeren Einzelhandelsgeschäft.

1994 bin ich dann auf ne Sony Midi Anlage umgestiegen (D609CD), die auch heute noch am Wochenende im meinem Elternhaus in Betrieb ist. Die Schneider Analge steht noch im alten Wohnzimmer, aber die macht eh keiner an, das Haus ist jetzt eh leer, da meine Mutter verstorben ist und mein Vater mit Demez im Altenheim ist.

PS: Noch was beim CD-Player vergessen, das Display sieht man nicht mehr da war die Lampe ziemlich schnell durchgebrannt.


[Beitrag von ChristianKurz am 28. Apr 2019, 22:49 bearbeitet]
8bitRisc
Stammgast
#8 erstellt: 28. Apr 2019, 22:49
Vor einigen Wochen wurde so eine futuristisch aussehende Rosita Anlage mit Namen "Vision 2000" in der Sendung Bares für Rares für sehr gutes Geld verkauft.
Das war so eine Art Kugel, welche oben aufklappbar war. In diese Kugel war ein Philips Tapedeck einfacherer Machart verbaut und auch noch ein Receiver (evtl. nicht von Philips sondern NoName aus Fernost ?)


Da gibt es bestimmt Videos zu im Netz.
lens2310
Inventar
#9 erstellt: 28. Apr 2019, 22:50
Eltropa sagt mir gar nichts.
Ich habe damals "Billig" Boxen von Quelle gekauft, sind glaube ich auch mit Isophon Chassis.

IMG_20190428_224552

IMG_20190428_224613
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 28. Apr 2019, 23:01
HT + TT dürften von Isophon sein.

Unter anderem dürften im radiomuseum.org einige Oldies verewigt worden sein.

Von Schneider ist mir nix positives bekannt. HF-Einstreuungen und Lasereinheiten mit schlimmen Abtastfehlern waren normal im Billig-Segment.

Die asiatische Konkurrenz stürzte sich mehr oder minder erfolgreich auf den Kuchen " CD-Player ".

MfG,
Erik
_ES_
Administrator
#11 erstellt: 28. Apr 2019, 23:02
Jo, so ähnlich sahen meine auch aus.

20er Bass, diese weiße HT-Kalotte, geschlossenes Gehäuse mit abgerundeten Ecken und Lochgitter davor.

Keine Terminals, die Leitungen waren dran.
lens2310
Inventar
#12 erstellt: 28. Apr 2019, 23:10
Jupp,

Vor der Hochtonkalotte war noch ein alufarbenes Plastikgitter, das man die weiße Kalotte nicht so sah.
Ist mal irgendwann abgefallen.
Ist von Stiftung Warentest mit "Gut" bewertet worden. dann hatte ich sie gekauft.
Naja, wenn man den Klang heute mal vergleicht.
_ES_
Administrator
#13 erstellt: 28. Apr 2019, 23:16
Och als 16-jähriger fand ich das damals geil....
Dann kam 1990 "The KLF" und mit ihnen das Ende der Eltropas...
CHICKENMILK
Inventar
#14 erstellt: 29. Apr 2019, 09:02
Hi, habe selbst ein paar dieser Verstärker (Anlagen) und kann meine Eindrücke hier schildern.

Meine absolute Kaufempfehlung erhalten folgende "Kaufhaus" Verstärker: :)
Universum Dynamic´s 2500
RENKFORCE 7900F bzw. WANGINE WA7800A
STUDIO 2000 ( baugleich Denon SA3900)
STUDIO 3000 ( wie TOYO Music-Air)
TEC SOUND 6003 (gebaut von Mitsubishi, wie Universum System 8000)

Auch sehr schöne und gute Geräte:
MusicHall HSV-2002,
Frey 9303
Bayreut Concerto
Eagle A-7600


sind allesamt baugleich mit dem SHERWOOD S 702 CP


Wovon man die Finger besser lassen sollte:

ROSITA bzw. AUDION

ist für mich der letzte Rotz.
billigstes Schalter-/Tastermaterial
Qualität letztklassig

SCHNEIDER


Eine sehr schöne Übersicht gibt es hier:

Ü B E R S I C H T - Gelabelte Geräte


[Beitrag von CHICKENMILK am 29. Apr 2019, 09:42 bearbeitet]
Django8
Inventar
#15 erstellt: 29. Apr 2019, 09:24
Ich kann aber Zeit späte 1980er mitreden. Und da wurde vor allem unter dem Label von Kaufhaus-etc. Eigenmarken oder No-Name-Ettiketten extrem minderwertige Sachen angeboten. Und dabei galt: Kost nix, ist nix . Was preislich wirklich "billig" war, konnte nun mal beim besten Willen keinerlei Ansprüche erfüllen. Nicht mal unbedingt, dass das Zeugs gleich kaputt ging (wo nichts ist, kann auch nicht viel kaputt gehen ), aber es war einfach alles nur warme Luft. Die Teile waren nur deshalb so billig, weil an allen Enden und Ecken gespart wurde: Plattenspieler mit Kristallnadel, Breitbandboxen ohne Wumms, billigste Kassettendecks mit Permanentmagnet-Löschkopf und ohne Dolby oder gar CrO2-Umschaltung, Verstäker mit wenig Leistung und dafür viel Verzerrung, Drehkondesator-Tuner zu einer Zeit, als Sythesizer-Tuner längst Standard waren. Man muss aber natürlich auch sagen, dass unter dem Label von Eigenmarken neben viel Schrott auch durchaus gute Produkte angeboten wurden. Nur kosteten diese Produkte halt auch entsprechend mehr und waren daher nicht mehr als wirklich "billig" zu bezeichnen.

"Bessere" Marken wie zum Beispiel SONY (nur als prominentes Beispiel - ohne jegliche Wertung) haben sich übrigens nie auf das absolute Billigniveau herabgelassen: Die Sachen waren zwar teilweise deutlich überteuert, jedoch kriegte man i.d.R.: dafür auch keinen Schrott angedreht und es wurden zumindest gewisse qualitative "Mindeststandards" eingehalten. DIese Marken hatten eben einen Namen zu verlieren
childofman
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 29. Apr 2019, 10:05
Oh mein Gott. Das erinnert mich an meine größte Enttäuschung ever als Heranwachsender. So mit etwa 10 oder 11 Jahren hatte ich einen Radiorecorder (Henkelmann: RQ 454 National Panasonic, der Beginn einer echten Liebhaberei...) und entdeckte die Musik und die Schallplatte. Der Traum war eine Stereoanlage und sie sollte nicht zu teuer sein, schließlich hatte ich mal gerade so um die 10 bis 20 Mark Taschengeld im Monat und ich entdeckte bei Quelle einen Stereo(!) Plattenspieler mit Boxen für 99 Mark. Irgendwie schien mir das vernünftig und noch für mich leistbar...Ein paar Monate später wurde das Teil bestellt und stand dann bei mir im Kinderzimmer.
Meine Erwartungen waren groß (Stereo!) und ich hatte mal gerade zwei Musikschallplatten (Ich gestehe: Paloma Blanca George Baker Selection - Was für ein Song! - lool) und damit sollte es losgehen... Tja. Erste Platte aufgelegt (ich meine es war ein K-TEL Sampler mit 20 Super Sommer Blabla Songs) und nach sechs Liedern blieb der Tonarm hängen, wie wenn die Platte einen Kratzer hätte. Hmmm
Zweite Platte herausgekramt - Die zwanzig besten Orchesterhits von einem holländischen James Last Verschnitt (Hey da war die Titelmelodie von "Die 2" drauf!) - Auch hier: Mitten in der Platte hing der Tonarm plötzlich fest...

Fehlerursache: Katastrophales Tonarmlager miesester Qualität AUS PLASTIK! - Das hatte ich schnell rausgefunden (Ich hatte vorher meinen Radiorecorder mindestens schon 10 Mal zerlegt...Aus Neugierde - Hatte also Erfahrung.) Heute würde man das Teil zurückschicken und gut is. Damals habe ich mich das nicht getraut und die Eltern waren sich nicht so sicher ob meine Fehleranalyse so richtig sein könnte...Quelle war doch sonst so gut... Das Ende vom Lied: Nach sechs Monaten wurde das Teil verschenkt, und die Eltern versprachen eine gescheite Stereoanlage zur Konfirmation... Und das war dann eine SG 3090 von National Panasonic - und die war dann wirklich kein Schrott.
ChristianKurz
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 29. Apr 2019, 10:08
Habe gerade etwas herumgegoogelt:

Es ist der Schneider CDP 7400.

Schneider CDP 7400
Django8
Inventar
#18 erstellt: 29. Apr 2019, 10:13
@ childofman
Ja, die SG-3090 war/ist schon fein .

Aber die von Dir erlebte Stroy mit diesem Quelle-Teil ist schon übel. Und sowas ist damals wohl leider oft vorgekommen . Von wegen "Früher war alles besser" . Klar wird heute auch viel Schrott verkauft, aber:

Heute würde man das Teil zurückschicken und gut is.

ChristianKurz
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 29. Apr 2019, 10:16
Das stimmt,

heute würde ich den CD-Player vor allem mit den Macken gar nicht behalten und zurücktragen, aber damals als Teenager hat man sich das gar nicht getraut.
Django8
Inventar
#20 erstellt: 29. Apr 2019, 10:53
Kam erschwerend hinzu, dass die Garantiezeiten damals teilweise extrem kurz waren und man damals oft im Laden zuerst mal zusammengeschi**en wurde von wegen, man sei vermutlich zu blöd/oder habe das Gerät mutwillig zerstört. Und wehe, der Fehler trat just in dem Moment nicht auf, an dem man das Gerät in den Laden brachte... Heute wird ein defektes Gerät, das unter Garantie läuft ja im Geschäft oft gar nicht mehr angeschaut, sondern gleich ersetzt. Das ist dann das andere Extrem
childofman
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 29. Apr 2019, 11:16
Django8 - Wo du Recht hast - hast Du Recht. Genau das hatte ich kurz vor dem Plattenspielerdesaster erlebt. Ursprünglich sollte / wollte ich keinen Radiorecorder aus Japan (besagter RQ454) haben. Mein Schwager und sein Hifi Händler seines Vertrauens empfahlen mir ursprünglich eine Nordmende Kiste. Viel größer und klanglich und natürlich technisch "weit überlegen!". Deutsche Wertarbeit.
Ja und gerade war eine Grippe im Anflug und ich musste das Bett hüten. Gar nicht so übel: Nebenbei Radio hören mit dem neuen schicken Recorder und Cassetten aufnehmen - auf dem Nachttischchen...Der tolle Nordmende Recorder lief zwei Tage, dann machte es "BUMM" Rauch stieg auf und es stank verbrannt. Mannomann war ich erschrocken und enttäuscht. Eine Woche später (wieder gesund) Gerät zum Hifihändler gebracht und reklamiert. Und da ist genau das passiert: Verhör nach dem Motto "was haben wir denn hier angestellt?" - "Kann gar nicht sein!" usw. usw. Ok Gerät wurde eingeschickt und ich bekam nach zwei Wochen ein neues aus der gleichen Serie. Stolz wie Bolle nach Hause. Gerät eingesteckt und zwei Stunden später: "BUMM". Das gleiche Spiel ... Und daraufhin empfahl der Händler dann doch vielleicht eine Wandlung vorzunehmen... Er hätte da einen Japaner der wäre dann doch auch nicht schlecht... Und so war ich als Kunde deutscher Hifiware schon früh "verbrannt"...

Aber btt: Was mich an Billiganlagen der 70er und 80er immer abschreckte war die manchmal sehr rustikale oder auch einfallslose Optik. Rosita hatte für mich dann doch erstmal immer den Schwarzwaldhausstil - fehlte nur noch die rustikale Kuckucksuhr als optionales Gimmick. Schneider empfand ich als fuchtbar langweilig und die Tapedecks als grandios schlecht. Immerhin fand man ja bei der ein oder anderen Anlage dann doch einen verbauten Dualplattenspieler (meist aber mit Reibradantrieb). Ich habe wirklich viel Zeit in den Hifiabteilungen der Kaufhäuser verbracht (Karstadt/Kaufhof/Hertie) und mich wie Schneekönig gefreut, wenn ich ein Topmodell eines namhaften Hifiherstellers gefunden habe, weil ich das schon lange mal in "echt" sehen wollte...
Passat
Moderator
#22 erstellt: 29. Apr 2019, 11:34

childofman (Beitrag #21) schrieb:
Immerhin fand man ja bei der ein oder anderen Anlage dann doch einen verbauten Dualplattenspieler (meist aber mit Reibradantrieb).


Nö.
Geräte mit Reibradantrieb gabs bei Dual seit 1980 nicht mehr.
Alle neueren Duals haben Riemenantrieb oder Direktantrieb.

Im Übrigen:
Die auch heute noch gebaute Dual CS 4xx-Plattform hatte ihren Ursprung im Schneider 6200 PL.
Er war das erste Gerät der Plattform.
Im Dual-Forum haben wir mal alle Derivate der Dual CS 4xx-Plattform zusammengezählt.
Da kommt eine rel. große Zahl an Geräten zusammen:
Blaupunkt AP-6790
Dual CS 138, CS 410, CS 412, CS 415, CS 415-1, CS 415-2, CS 420, CS 430, CS 431, CS 435, CS 435-1, CS 437, CS 440, CS 450, CS 455, CS 455-1, CS 455-1 M, CS 460, CS 503-1, CS 503-2, CS 511, CS 514, CS 515, CS 520, CS 525, CS 530, CS 540, CS 545, CS 2110, CS 2115, CS 2120, CS 2125, CS 2210, CS 2215, SP 85, ASP 120 und ASP 128
Dual Karstadt CS 660, TT 1000, TT 2000
Graetz HSP 6500, HSP 7000 und HSP 7500
Grundig PS 8000, PS Prisma Xi, Fine Arts TT 1 und Fine Arts TT-903.
ITT 5010, 5110, 9510, 9610
Marantz TT-42 und TT-52
Nordmende RP 1004, RP 1006 und RP 1042
Philips FP-930
Rosita VAS 120 und VAS 128
Saba PSP 15, PSP 45, PSP 110, RP-1010
Sansui SR-211 G und SR 211 G MK II
Schneider 6200 PL
Siemens RW 400
Telefunken HS 650, HS 660, HS 700, HS 800, HS 860
Thorens TD 158, TD 170, TD 170-1, TD 185, TD 190, TD 190-1, TD 190-2, TD 235, TD 240, TD 240-2 und Mini.
Uher UTT-222, UTT-240, UTT-333 und UTT-340

Grüße
Roman
childofman
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 29. Apr 2019, 11:48
Ich denke da an Dual 1214 und nicht ab 1980 sondern vorher... Etwa 1976 - Das war in keinster Weise despektierlich bezüglich Dual gemeint. 1980 war ich nicht mehr in Kaufhäusern unterwegs. Das war bei mir etwa 1976 vorbei.
bierman
Inventar
#24 erstellt: 29. Apr 2019, 12:18
Oh je.
ich hab jahrelang Hifi-Krempel vom Sperrmüll gezogen und das meiste was nichts taugte zur Teilegewinnung zerlegt.
Da war viel echter Mist dabei:
Plastik-Komplettanlagen mit viel umbauter Luft, häufig mit Pressspan- oder Plastikgehäuse
Radioteil analog mit Dreko, durch schaltungstechnische Diletanz schlechter Empfang trotz normalerweise gut gunktionierender Standard-ICs
Doppelkassettendecks mit nur einem Motor und Dauermagnet zum (mehr oder weniger) Löschen,
kanalgetrennte Dreiband-EQs mit zwei Schiebern pro Regler (sah nach richtig viel aus...) mit permanent verzogenem Frequenzgang
Fake-Analyzer-Aufdruck, manchmal wenigstens fünf LEDs als (nutzlose, da AGC) VU Anzeige
Verstärkerleistung kaum auf Radiorecorder-Niveau, kein Kühlkörper (nötig), Lautsprecher-Ausgang per Cinch-Buchse
Vollplastik-Plattenspieler
Lautsprecherboxen aus Presspappe mit einem 10cm-Breitbänder plus Piezo-Scheibe aber ner Front die nach drei Wegen aussah
absolut wackelige instabile kurzlebige beschissen zu bedienende Schalter für die wichtigsten Funktionen (Radio-Tape-Phono) und fast immer kein Aux-Eingang


der Neupreis davon ist mir stets unbekannt gewesen, aber es war klar dass das nichts gutes sein kann.

Im Kapitalismus gibt es die Regel dass immer irgendwer in der Lage sein wird etwas noch billiger herzustellen...

Naja, immerhin funktionieren diese Rotzkisten (zumindest das Radioteil) auch nach 30-35 Jahren noch genauso schlecht wie am ersten Tag.

Dann gab es noch die etwas bessere Schiene, schon am schwereren Gehäuse zu erkennen. Optisch oft wie übereinandergestapelte Komponenten, die Verstärker hatten dann immerhin einen Kühlkörper und dank höherer Spannung auch etwas mehr Leistung und weniger Klirr, Bedienelemente qualitativ hochwertiger und sinnvoll angeordnet. Kann mich an eine Anlage von Palladium erinnern die nicht völlig schrottig war, mit LED-VU und Timer links oben, ne Toshiba die trotz billiger Optik ganz brauchbar war, Philips die zwar leicht und leistungsschwach aber wenigstens haltbar und bedienbar...


Und ne unfassbar schwere Schneider-Kompakte, mit ziemlich dickem Verstärker, und sehr vollgestopft mit Technik. Der ziemlich dicke Verstärker war leider kaputt...


Kollege hatte was von Elite, unfassbar hässlich-bunte 80er Jahre Optik, im 45 grad Winkel angeordnete hakelig bedienbare Equalizer, 3wege Lautsprecher mit gefühlt 20% Klirr bei jeder Lautstärke und ein agressiv-aufdringlicher Sound egal wie die EQs eingestellt waren. Bäh. Immerhin ein Line-In war vorhanden, daran der Philips CD-Player.

Ne, ich bin froh dass man wenigstens diesen Schrott nicht mehr oft sieht. Das Zeug ist in der Müllpresse schon ganz gut aufgehoben.
Touringini
Inventar
#25 erstellt: 29. Apr 2019, 12:42
80èr Jahre Schneider Komplettanlage mit sep. PS obendrauf hatte meine Süße.

Dem Schneider-Dreher hab ich ein OMB 20 oder so probeweise spendiert, eingemessen und an meinen Luxmann gehängt. Wow, top Dreher, super Abtastverhalten, der Tonarm sah nicht nach Dual aus.
Django8
Inventar
#26 erstellt: 29. Apr 2019, 12:44

Fake-Analyzer-Aufdruck

Genau - "Fake" war immer ein "negatives" Qualitätsmerkmal solcher Teile . Je mehr Fake, desto schlechter das Gerät. Einergermassen gute Geräte hatten nie Fake. Da folgte alles der Funktion, da gab's keine optischen Täuschungen und nicht mal einen unnötigen Aufdruck
el_espiritu
Stammgast
#27 erstellt: 29. Apr 2019, 12:55

Django8 (Beitrag #26) schrieb:

Fake-Analyzer-Aufdruck

Da folgte alles der Funktion, da gab's keine optischen Täuschungen und nicht mal einen unnötigen Aufdruck :)

Naja, bei meiner Aiwa Mini-Anlage (NSX D9) aus ca.1991 waren 3-Wege Boxen dabei, der Hochtöner war aber ein Fake , somit nur 2-Wege Boxen.
Aber die Technik der Anlage war einwandfrei und die Optik sogar haptisch toll, da Metallfront aus Alu.

Django8
Inventar
#28 erstellt: 29. Apr 2019, 13:06
Okay, das mit dem Fake-Hochtöner ist ein No-Go. Aber Du hast Recht: Eine Billig-Anlage im eigentlichen Sinn ist das nicht . Also ich musste mich Anfang der 1990er dann Doch mit einer bescheideneren Anlage zufrieden geben:
MEL Music Center
Aber auch das war 1992 jetzt nicht ganz der völlige Billig-Müll (da ging's noch viel weiter runter ). Immerhin hatte das Teil Dolby B, einen AUX-Eingang, einen halbwegs brachbaren Empfang und einen Plattenspieler mit T4P-System. Dafür war der Verstärker schmächtig und die Boxen klangen auch eher dünn. CrO2-Umschaltung gab's nur für die Wiedergabe und der CD-Player (wurde im Laufe der Zeit immer "schwächer") war ein Witz
el_espiritu
Stammgast
#29 erstellt: 29. Apr 2019, 13:34
Ist etwas abseits vom Thread da ja 70/80 gefragt warten.

Wow das Teil ist aber auch
Django8
Inventar
#30 erstellt: 29. Apr 2019, 13:50

Ist etwas abseits vom Thread da ja 70/80 gefragt warten.

Naja... ganze 2.5 Jahre


Wow das Teil ist aber auch

Muss mal ein paar Kataloge von damals ausgraben... Glaub mir - es geht noch vieeeeel grottiger
CHICKENMILK
Inventar
#31 erstellt: 29. Apr 2019, 14:40
Grottig³

Rosita RA-6500

IMG_7694
bierman
Inventar
#32 erstellt: 29. Apr 2019, 15:47
Uiuiui.
Zusammengewürfelte Teile, gesockelte ICs, billigstes Platinenmaterial, ziemlich aufwändiger modularer aber irgendwie unprofessioneller Aufbau - das könnte von Südfunk so zusammengebaut worden sein.

Aber das geht noch viel schlimmer.
CHICKENMILK
Inventar
#33 erstellt: 29. Apr 2019, 15:49
Ist ja auch von Südfunk
Macinally
Stammgast
#34 erstellt: 29. Apr 2019, 15:53
An meine erste "Anlage" kann ich mich noch gut erinnern.
Zum Geburtstag gabe es dann diese hier mit Breitbandlautsprechern: https://www.radiomuseum.org/r/quelle_universum_kompaktanlage.html

War dafür vollkommen OK.
childofman
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 29. Apr 2019, 19:03
Die Universum erinnert mich ein wenig an Wega Anlagen - nur die Farbe ähm wirkt ziemlich außergewöhnlich. Dieses Rostbraun ... Bei Südfunk denke ich weniger an zusammengeschraubte Hifi Geräte - eher an einen Radiosender.
Es stimmt: auch mein erster Gedanke war bei den Rosita Innereien: zusammengewürfeltes Bastelgerät.
Django8: Dieses Kompaktteil erinnert mich sehr an die Schneiders der 80er Jahre. Dieses Kistendesign fand ich immer extrem unsexy - ganz unabhängig von der Qualität. Ich finde die Anlage kann schon als 80er Anlage durchgehen. ;-)


[Beitrag von childofman am 29. Apr 2019, 19:04 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#36 erstellt: 29. Apr 2019, 19:14
Hallo,

Südfunk hat nicht nur für Rosita oder Quelle gearbeitet, auch die dicken und seinerzeit hoch gelobten Verstärker von Dual wurden dort gefertigt.

Dr. Ott war also Lohnfertiger und produzierte das zu dem Preis was der Kunde wollte.

Peter
Steven_Mc_Towelie
Inventar
#37 erstellt: 29. Apr 2019, 19:38
Meine erste eigene Anlage war die Aiwa 22er Serie, komplett und mit Griffen an der Seite in silber, leider habe ich sie irgendwann verkauft

Als ich mitte der 80er in einem Radio-TV Fachgeschäft gearbeitet habe, hatten wir, neben wirklich feinen Sachen, da auch einigen Mumpitz feilzubieten, herrlichen Plastikschrott von Fisher (noch mit Papprückwand), auch die ein oder andere Rosita-Kiste und sogar feinstes HiFi aus der Zone, bruns, ein Name ist Programm

Stabil wie russiche Panzer, kleine Kompaktanlagen deren Plattenspieler, Korpus und die Lautsprecher aus feinstem Plaste (damit hätten die locker nen Trabi bauen können) gebaut waren,
Verpackungsmaterial waren alte Lumpen .

Und dann hatten wir noch den Albtraum unserer Werkstatt, Schneider in allen Varianten, die Dinger konnten alles, sogar Kaffee kochen. Super günstig aber leider ständig im Eimer.


[Beitrag von Steven_Mc_Towelie am 30. Apr 2019, 11:09 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#38 erstellt: 29. Apr 2019, 20:05
Nabend !

Bevor noch jemand über die Preise höherwertiger Produkte von damals meckert:

In Stichworten: Yen - US-Dollar - DM - Wechselkurs - Verpackungs-und Versandkosten - Importzoll - Lebenserhaltungsindex Westdeutschland

Rückgaberecht damals - heute:

Bitte immer das Kleingedruckte lesen - Recht auf Nachbesserung - Garantie - Gewährleistung ...

... und vor allem DA WURDE NICHT ERST PROBIERT und im begrabbelten Zustand am Verkaufstresen genörgelt bzw. unaufgefordert zurückgeschickt !

Egal ob 250 oder 2.500 DM > cash and carry > Tür aufmachen > Kunden verabschieden > NEIN, die 2x 25 kg Tröten nehme ich nicht mehr zurück ! > Auch nicht den noch tragbaren Accuphase E-xxx !

Mecker bzgl. Rosita-Innenleben:

Na, etliche Dual-Produkte, z. B. Reciever und Kompaktanlagen, sahen unter der Haube auch nicht besser aus.

Ach ja, Fisher ... nicht mit Fisher-Price als Kinderspielzeug zu verwexeln ... im Billigsegment weltbekannt geworden durch schlimme 4in1-Geräte mit Gehäuse im Einzelkomponenenten-Tarnlook !

MfG,
Erik
8erberg
Inventar
#39 erstellt: 29. Apr 2019, 20:54
Hallo,

daher sprach ich auch von den dicken Verstärkertypen die Südfunk gefertigt hat.

http://www.hifi-archiv.info/Dual/cv1600T/
Damals war auch in D die Lohnproduktion Standard.

Peter
lens2310
Inventar
#40 erstellt: 29. Apr 2019, 21:42
Ich kann nicht mehr Lach mich tot.
biermann, sehr gut erzählt Weiter so.
Lautsprecher mit Fakehochtöner kannte ich auch noch nicht.
Da sind meine alten Quelleboxen ja noch gut.
Papprückwände.Hihihi.
Steven Mc Towelie, auch sehr gut erzählt, lache jetzt noch. Und dann hatten wir noch den Albtraum unserer Werkstatt, Schneider in allen Varianten, die Dinger konnten alles, sogar Kaffee kochen. Super günstig aber leider ständig im Eimer.
Weiter so, möchte noch mehr lachen, ähh mehr erfahren über hochwertige Audioelektonik.
CHICKENMILK
Inventar
#41 erstellt: 29. Apr 2019, 21:44

Wuhduh (Beitrag #38) schrieb:


Mecker bzgl. Rosita-Innenleben:

Na, etliche Dual-Produkte, z. B. Reciever und Kompaktanlagen, sahen unter der Haube auch nicht besser aus.

... verwexeln ...
MfG,
Erik


Ist ja auch der selbe Rotz.
Mit dieser Anmutung mussten diese genannten Marken untergehen.
8bitRisc
Stammgast
#42 erstellt: 29. Apr 2019, 22:30
Nehmt mal von einem edlen Nakamichi Tapedeck Bx-300e den Deckel ab.
Dann wisst ihr wie es teilweise damals bei hochpreisigen Komponenten innen aussah.
lens2310
Inventar
#43 erstellt: 29. Apr 2019, 22:39
Was mir auch nicht so gefiel war das biedere Design der deutschen (Billig) Anlagen.
Da sahen die Japaner doch weit besser aus.
Wenn ich daran denke,das ich für den müden Saba 8100 damals 900 DM auf den Tisch gelegt habe.
Aber erzählt doch noch mehr lustige Anekdoten von den Billigheimern.
Passat
Moderator
#44 erstellt: 29. Apr 2019, 23:34

el_espiritu (Beitrag #27) schrieb:
Naja, bei meiner Aiwa Mini-Anlage (NSX D9) aus ca.1991 waren 3-Wege Boxen dabei, der Hochtöner war aber ein Fake , somit nur 2-Wege Boxen.


Nein.
Lt. Servicemanual sind da tatsächlich 3 Chassis verbaut:
13 cm Tieftöner, 6cm Mitteltöner und Piezohochtöner.

Grüße
Roman
lens2310
Inventar
#45 erstellt: 29. Apr 2019, 23:37
Aber ein Piezohochtöner ist doch ein Fake, oder ?
el_espiritu
Stammgast
#46 erstellt: 30. Apr 2019, 07:16
Mein Piezohochtöner (hatte die Boxen offen) war nicht angeschlossen, und hatte auch keine Vorsehung dafür
Django8
Inventar
#47 erstellt: 30. Apr 2019, 07:27

Django8: Dieses Kompaktteil erinnert mich sehr an die Schneiders der 80er Jahre

Ja, die sahen doch "alle" so ähnlich aus . Bei der von mir gezeigten Anlage handelt es sich übrigens um eine umgelabelte Samsung. Aber hey: Damals, als 15-Jähriger, empfand man das als echt gar nicht so schlecht und man war damit auch ziemlich "dabei" . Und besser als ein Radiorecorder war das auf jeden Fall .

Hier noch weitere "Fundstücke" (die allerdings wohl auch beide ebenfalls aus den ganz frühen 1990ern stammen dürften):
SANYO DC X210

Intersound
Die SANYO-Anlage ist sogar weniger trashig, als sie ausschaut. Die INTERSOUND-Anlage hingegen schaut zwar irgendwie noch hünbsch aus, ist aber billigst gemacht. Musikhören damit kommt einem vor, wie wenn man mit einem 50 PS-Auto vollbeladen im höchsten Gang den Berg rauffährt: Da kommt einfach nichts

Aber immerhin: Die beiden Teile laufen noch !
bierman
Inventar
#48 erstellt: 30. Apr 2019, 10:57

lens2310 (Beitrag #40) schrieb:
:D Ich kann nicht mehr Lach mich tot.
biermann, sehr gut erzählt Weiter so.
Lautsprecher mit Fakehochtöner kannte ich auch noch nicht.


Fake-Hochtöner waren eine zeitlang absolut gängig. Mehr noch, ich hab mal ein paar Lautsprecher auf dem Sperrmüll stehen lassen die aus der Distanz wie ganz passable Standboxen à la I.Q. 4180 aussahen. Während ich darauf zuradel, schon am überlegen wo ich die zweite Box verstecke (auf dem Rad kann ich mir nur eine unter den Arm klemmen, und das wären >4km gewesen), fällt mir auf dass irgendwas damit nicht stimmt. Der silberne Dom des unteren Tieftöners war aus der Perspektive nicht auf Achse. Rad abgestellt. Angehoben - die wogen praktisch nichts, von den vier durch die nicht abnehmbare Bespannung sichtbaren Lautsprechern waren maximal zwei echt, und auch deutlich kleiner als die Optik suggerierte.

Manche dieser Produkte sahen echt nur auf dem Katalogfoto gut aus.

Wie schon eingangs erwähnt, die blieben stehen.


Ich hatte um 1995 mit der Sony MHC-2900 wahrscheinlich mit die beste Anlage im Freundeskreis, hab aber auch lange dafür gekämpft und geschuftet
Aus heutiger Sicht war das für 900 Mark eine gut ausgestattete kompakte Anlage (~23cm breit) mit gutem Preis/Leistungsverhältnis, die Technik auf zwei Gehäuse verteilt (einmal Tuner/EQ/Amp und einmal CD und Doppeltape). Mit immerhin 2x40 Watt liefen die 3wege-Boxen (genau, auch hier war nur so ne Piezo-Scheibe drin als "Superhochtöner") schon ziemlich zufriedenstellend - der gerade mal 13cm kleine Tieftöner machte dank gut durchdachtem Bassreflex genug sauberen Tiefton und der Konus-Hochtöner passte trotz relativ simpler Optik und (vermutlich) einfacher Frequenzweiche gut dazu sodass es stimmig und musikalisch klang - definitiv kein High End, aber absolut ok fürs Geld, und für nen Jugendlichen in den 90ern aus normalen Verhältnissen ohne Zugang zu und Wissen über Gebrauchtgeräte das erreichbar beste. Und für ne kleine Keller- oder Garagenparty hat es auch irgendwie gereicht. Der Verstärker (irgendwas mit nem STK4141 o.ä.) hielt es dabei aus auch mal einen lauten Abend lang zwei Boxenpaare anzutreiben, obwohl nicht dafür ausgelegt.


Ein Kollege hatte so ein "Knockoff" davon. Preis weiß ich nicht, hoffe nicht mehr als die Hälfte der Sony. Die Marke hab ich auch verdrängt. Könnte "Funai" gewesen sein. Optisch war das Ding der Sony ziemlich ähnlich (auf den ersten Blick, was das Format und die Anordnung diverser Bedienelemente angeht), aber deutlich leichter, Gehäuse Vollplastik wo die Sony wenigstens noch Blechdeckel hatte. Die Lautsprecher waren dem Original optisch nachempfunden, aber noch mal deutlich leichter (die Sony waren auch schon nur so 5-6kg schwer), hatten ne ähnliche Bestückung inkl. Bassreflex aber es kam nix rum... hohler topfiger Oberbass (also gar kein Tiefbass), obenrum kratzig-kreischig, zu schlecht um es mit dem EQ erträglich zu machen. Aber auch andere Lautsprecher die wir daran mal ausprobiert haben brachten keine erhebliche Verbesserung, das Verstärkerteil war einfach zu schlecht.
Nach einer Weile ging dann bei ihm der CD-Player und ein Tapedeck nicht mehr, er hat dann so ne damals moderne Vertikal-Anlage zur Wandmontage bekommen... mit unförmigen Plastik-Boxen zum hinstellen. Marke könnte Medion gewesen sein. Das Ding war noch mal grottiger als der Vorgänger. Alleine das Grundrauschen und die Laufgeräusche vom damals noch wichtigen Tapedeck waren schockierend hoch.
Ihm wars recht, konnte er doch wieder CDs hören.
Als bei mir dann auch Probleme mit dem CD-Player anfingen stieg ich nach und nach auf Einzel-Komponenten um.

"Wer billig kauft, kauft zweimal".
Mit Sony oder Panasonic konnte man in den 90ern nichts verkehrt machen. Klar gab es immer was mit scheinbar besserer Preis-Leistung, aber diese Geräte waren eigentlich immer technisch ausgereift, robust gebaut und liefen jahrelang vernünftig, klangen niemals schlechter als der Rest... die deutschen Hersteller haben zu der Zeit viel Mist im Angebot gehabt, der trotzdem gekauft wurde (made in Germany war das alles schon lange nicht mehr).


Noch ne Anmerkung zu Rosita: das war in den 70ern gar keine Billigmarke, sondern eher eine Marke die eine andere (weniger an der Materie interessierte) Zielgruppe erreicht hat. Die haben wohl mehr "Tonmöbel" verkauft als Stereo-Komponenten.

Und die Schneider-Anlage von der ich weiter oben schrieb (recht dicker Amp) war wahrscheinlich die "Power Pack 7270" von um 1979/1980
8erberg
Inventar
#49 erstellt: 30. Apr 2019, 11:11
Hallo,

bei den Japanern nach der Wirtschaftskrise Anf. der 90er konntest auch nicht mehr sicher sein "Made in Japan" zu kriegen.

Die haben dann auch als die Mengen einbrachen angefangen nicht mehr bei den Kontraktoren fertigen zu lassen sondern im Ausland zu bauen/bauen zu lassen.

BTW war die Menge an "Wegwerfgeräten" auch damals hoch, kam in den 70er/80er Jahren sogar noch viel aus europäischer Produktion, vielfach aus Polen/DDR gingen die Versandhäuser nach der Wende schnell dazu über aus Korea oder Taiwan zu importieren.
Diese bauten bekannte japanische Geräte von der Optik nach, von innen sah es allerdings anders aus, es durfte ja nix kosten...

Peter
CHICKENMILK
Inventar
#50 erstellt: 30. Apr 2019, 15:03
80er Jahre Billig(-"HiFi") in Höchstform.

Neben Schulterpolstern und Männer-Dauerwelle, wohl das geschmackloseste, was es so gab.
Django8
Inventar
#51 erstellt: 30. Apr 2019, 15:22
Und dann will der VK ernsthaft noch (reichlich) Geld dafür
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