***TEST: OPTOMA HD27***

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George_Lucas
Inventar
#1 erstellt: 29. Sep 2016, 18:45
TEST: OPTOMA HD27
Wer den Projektor nicht mitten ins Wohnzimmer an die Decke hängen will, sondern ganz hinten im Raum unauffällig platzieren möchte, der findet im Optoma HD27 den idealen Spielpartner. Wie brauchbar darüber hinaus die Werkseinstellung ist, das verrate ich im nachfolgenden Testbericht.

Optoma HD27 - Projektor - Foto Michael B. Rehders
Der Optoma HD27 ist klein und handlich.


Styling und Verarbeitung

Der Optoma HD27 kommt in elegantem Weiß daher. Er ist relativ klein und handlich, so dass er unauffällig in hell eingerichteten Wohnräumen platziert werden kann. Die Anschlussbuchsen für verschiedene Zuspieler sind solide verarbeitet. Die Kabel sitzen fest und wackelfrei. Die Bildsignale der daran verbundenen Zuspieler werden störungsfrei projiziert. Die beiden Regler für Zoom und Fokus sind leichtgängig und ermöglichen eine haargenaue Einstellung auf der Leinwand.

Optoma HD27 - Anschlüsse Rückseite - Foto Michael B. Rehders
Alle modernen Zuspieler lassen sich am Optoma HD27 anschließen. Sowohl 2 HDMI-Schnittstellen sind vorhanden, wovon ein Terminal MHL unterstützt, als auch ein USB-Port mit Ladefunktion (z. B. für einen HDMI-Dongle mit Google Chromecast) und der 3D-Synch. für den optionalen RF-Sender.


Ausstattung und Technik

Die Auflösung des Optoma HD27 beträgt 1920 x 1080 Pixel. Die Lichtleistung beziffert der Hersteller mit 3200 Lumen. Die erwartete Lebensdauer gibt Optoma mit bis zu 6500 Stunden an. Das bedeutet, dass die Lampe 9 Jahre lang hält, wenn der Projektor jeden Tag 2 Stunden läuft.
3D-Filme projiziert der Optoma mit bis zu 144 Hz (Triple-Flash). Auf diese Weise erscheinen Filme von einer 3D-Blu-ray praktisch flimmerfrei.
Das Zoom-Objektiv erleichtert die finale Platzierung im Raum. Während andere Hersteller gerne Objektive verwenden, die möglichst große Bilder aus geringen Abständen darstellen, geht Optoma mit dem HD27 einen anderen Weg. Das Objektiv ist für einen größeren Projektionsabstand konzipiert worden, um auch in etwas größeren Wohnzimmern den Projektor nicht mitten im Raum unter die Decke hängen zu müssen, sondern unauffällig weiter hinten zu platzieren. Auf diese Weise kann der HD27 eine 3 Meter breite Leinwand aus einem Abstand von ca. 4,50 – 4,90 Meter formatfüllend beleuchten.
Der Gaming-Modus ist so hell, dass auch bei leichtem Restlicht im Raum das Zocken Spaß macht.
MHL-fähige Zuspieler können mit nur einem Kabel an den HD27 angeschlossen werden. Wer hingegen das Kontent vom Smartphone und Tablet kabellos projizieren möchte, für den bietet Optoma ebenfalls eine Lösung an:
Mit Hilfe des optional erhältlichen „HDCastPro“ können Videos, Dokumente und Filme kabellos dem Projektor zugespielt werden. „HDCastPro“ ist ein kleiner Dongle in Form eines USB-Sticks, der einfach in den Projektor gestöpselt wird. Anschließend gelingt es mit mobilen Endgeräten, jegliches Kontent in Full-HD-Auflösung zu streamen. Die Zuspieler müssen nur AirPlay, Miracast oder DLNA unterstützen.
Die auf der Website von Optoma beworbenen „isf“-Modi sind allerdings nicht vorhanden. Ich gehe schlichtweg von einem Übertragungsfehler dort aus, weil das Logo von diesem Feature auch nicht auf die Verpackung des Projektors aufgeführt ist.
Der Ein-Chip-DLP-Projektor besitzt ein 6-Segmente-Farbrad für die sequentielle Farbdarstellung. Diese Segmente haben die Farben Rot, Grün, Blau, Weiß, Cyan, Gelb und Magenta. Darüber hinaus verspricht Optoma eine hervorragende Farbpräzision, um Farben nach dem Rec.709-Standard darzustellen. Von dieser „Multi Color Processing“-Technologie ist Optoma derart überzeugt, dass das Unternehmen satte 5 Jahre Garantie auf die korrekte Farbdarstellung gewährt. Toll!
Möglich wird dies durch „Brilliant Color“, das ein breites Farbspektrum mit über einer Milliarde Farben bietet.
Last but not least besitzt der HD27 eine dynamische Kontrast-Regelung, die den Namen „Dynamic Black“ trägt. Diese funktioniert ausgesprochen gut.

Optoma HD27 - Zoom, Focus - Foto Michael B. Rehders
Die Schärfe wird direkt am Objektiv-Ring eingestellt. Die Bildgröße am Regler, der auf der Gehäuseoberseite eingelassen ist. Sollte mal keine Fernbedienung zur Hand sein, können allen relevanten Einstellungen am Projektor vorgenommen werden.


Optoma HD27 - Fernbedienung beleuchtet - Foto Michael B. Rehders
Der Handsender des Projektors verfügt über beleuchtete Tasten. Damit gelingt selbst im dunklen Heimkino eine treffsichere Navigation durch die Menüs, weil die Tasten wirklich hell leuchten und die Bezeichnungen darauf deutlich zu erkennen sind.


Einstellungen und Messungen
Mit nur wenigen Handgriffen ist der HD27 aufgebaut und eingestellt. Direkt nach dem Einschalten projiziert der Optoma natürliche Farben. Laien und Heimkinoanfänger brauchen im Grunde nichts mehr zu ändern, um Filme scharf und hell zu erleben. Der Bildmodus „Kino“ (Werkseinstellung) erzielt gute 1045 Lumen. Das reicht aus um Bildbreiten bis 3,50 Meter strahlend hell auszuleuchten. Der On/Off-Kontrast fällt für einen DLP-Projektor mit über 2800:1 herausragend aus. Der Schwarzwert ist mit 0,37 Lumen in dieser Preisklasse spitze. Selbst die Farbtemperatur liegt nur geringfügig über 6500 Kelvin (D65).
Heimkino-Enthusiasten und Profis können die bereits guten Einstellungen wunschgemäß ändern. Dafür stehen ein 6-Achsen-Farbmanagement zur Verfügung, das fehlerfrei funktioniert, und die obligatorischen Gain/Offset-Regler zur Farbtemperatureinstellung. Leider können die letztgenannten Regler nicht sinnvoll genutzt werden, wenn die Signalzuspielung per YCbCr erfolgt. Die Gain-Regler bleiben dann ohne Wirkung. Erfolgt die Signalzuspielung hingegen in RGB, können auch diese Regler korrekt verwendet werden. Dafür muss die Signalzuspielung im Zuspielgerät (z. B. Blu-ray-Player) von YCbCr auf RGB umgeschaltet werden. Nachteile ergeben sich durch diese Wandlung nicht, denn am Ende projiziert der Projektor ohnehin ein RGB-Signal. Welches Gerät nun die verlustfreie Wandlung vornimmt, ist daher egal.

Optoma HD27 - Menü
Die Bildmenüs sind im Grunde selbsterklärend. Die Navigation gelingt mit der Fernbedienung leider nicht reflektiv. Eine Nutzung in Richtung Leinwand ist nicht möglich. Der Handsender muss direkt auf das Testgerät gerichtet werden, um zügig durch die Menüs zu navigieren.


Optoma HD27 - Menü RGB Niveau
Die Farbtemperatur-Regler funktionieren fehlerfrei, sobald ein RGB-Signal anliegt.


Optoma HD27 - Menü Farbabstimmung-Farbraum
Die Einstellungen des Farbraums (CIE) gelingt im Handumdrehen. Problemlos und schnell lassen sich die gewünschten Koordinaten treffen.


Optoma HD27 - Diagramm CIE - links Werkseinstellung, rechts nach Kalibrierung
CIE – Das schwarze Dreieck stellt den Rec.709-Standard-Farbraum dar. Das weiße Dreieck den Farbraum, den der Projektor abbildet.
Ab Werk (links) ist der Farbraum nur geringfügig erweitert. In wenigen Minuten gelingt es, den Farbraum auf die Rec.709-Norm zu korrigieren (rechts).


Optoma HD27 - Diagramm Graustufen Werkseinstellung Bildmodus Kino
Graustufenverlauf - ab Werk: Idealerweise verlaufen die Primärfarben exakt auf der 100-%-Linie. Während Grün und Blau diesem Ideal bereits nahekommen, fällt Rot unterhalb von 60 IRE (60 % Weiß) ein wenig ab. Trotzdem erscheinen die Graustufen durchweg sehr ausgewogen und nicht verfärbt.


Optoma HD27 - Diagramm Graustufen kalibriert Bildmodus Benutzer
Graustufenverlauf – nach der Kalibrierung: Nach der Kalibrierung ist der Graustufenverlauf auch messtechnisch annähernd perfekt. Da die RGB-Gain/Offset-Regler stark miteinander interagieren, gestaltet sich die Graustufeneinstellung recht zeitintensiv. Am Ende der Kalibrierung wird der Nutzer aber für seine Mühen belohnt.


Optoma HD27 - Diagramm Gamma Werkseinstellung Bildmodus Kino
Gammaverlauf – ab Werk: Das Gamma (weiße Linie) soll 2.2 betragen. Idealerweise verläuft der Messwert (gelbe Linie) exakt auf diesem Wert. Die Messung offenbart jedoch, dass in der Werkseinstellung das Gamma relativ „hakelig“ verläuft. Besonders die unteren Graustufenbereiche erscheinen leicht aufgehellt.


Optoma HD27 - Diagramm Gamma kalibriert Bildmodus Benutzer
Gammaverlauf – nach der Kalibrierung: Da der HD27 keinen Gamma-Equalizer besitzt, reicht es für einen nahezu idealen Gammaverlauf aus, den Bildmodus „Benutzer“ für die Kalibrierung zu verwenden. Hier gibt es am Gammaverlauf nichts zu kritteln.


Optoma HD27 - Tabelle Kontrast - Bildmodus Kino - Ab Werk
Kontrast – ab Werk: In der Werkseinstellung beträgt der On/Off-Kontrast sehr gute 2801:1 – zumindest für einen DLP-Projektor. Der ANSI-Kontrast ist mit 240:1 preisklassenüblich. Der Farbraum ist im Bildmodus „Kino“ leicht erweitert, während das RGB-Niveau mit 6644 Kelvin (D65) nur im Blau ganz leicht zu hoch ausfällt.


Optoma HD27 - Tabelle Kontrast kalibriert Bildmodus Benutzer
Kontrast – Nach Kalibrierung: Während im Bildmodus „Benutzer“ die Farbtemperatur ordentliche 6478 Kelvin (D65) beträgt, der Farbraum das CIE-Soll-Dreieck vorbildlich umspannt und der ANSI-Kontrast mit 220:1 immer noch preisklassenüblich ausfällt, ist der On/Off-Kontrast mit 709:1 eher mäßig. Dies macht sich in einem relativ schlechten Schwarz (1,7 Lumen) bemerkbar.


Optoma HD27 - Screenshot Pixelauflösung
Pixeldarstellung: Das Testbild deckt deutlich sichtbar auf, wie sich der mäßige On/Off-Kontrast nach der Kalibrierung auf das Bild auswirkt. Während das Spitzenweiß noch erzielt wird, erscheinen die schwarzen Elemente relativ „weich“. Durch den geringen On/Off-Kontrast geht dem Bild sogar etwas vom Schärfeeindruck verloren, obwohl der HD27 einzelne Full-HD-Pixel vollständig abbildet.


Optoma HD27 - Schärfe links linke Bildseite, rechts Bildmitte - Foto Michael B. Rehders
Schärfe: Die Schärfe ist über das gesamte Bild auf einem guten Niveau. Das Kreuz in Pixelauflösung am Bildrand (links) wird ebenso scharf abgebildet wie das Kreuz in der Bildmitte (rechts). Auffällig ist auch die gute Helligkeitsverteilung. Zum Rand hin bleibt die Helligkeit auf der Leinwand erhalten.


Messwerte kalibriert (Werkseinstellung):

Helligkeit: 1142 Lumen (1045 Lumen)
Schwarzwert: 1,7 Lumen (0,37 Lumen)
On/Off-Kontrast: 709:1 (2801:1)
ANSI-Kontrast: 220:1 (240:1)
Farbtemperatur: 6478 Kelvin (6644 Kelvin)


Bildeindrücke
Fotoaufnahmen, Games und Spielfilme erscheinen bereits in der Werkseinstellung mit kontrastreichen und kräftigen Farben. An der Schärfedarstellung gibt es mal so gar nichts zu kritteln. Jeder Pixel der Full-HD-Auflösung wird auf der Leinwand bis zum Rand klar abgebildet.
Durch die Kalibrierung legt die Helligkeit laut Messung zwar noch minimal zu, aber im Bild ist das nicht zu erkennen. Dafür erscheinen die Farben jetzt genau so, wie es sich die Filmemacher wohl vorgestellt haben. Die Primär- und Sekundärfarben projiziert der Optoma HD27 exakt nach Rec.709-Standard. Leider macht sich nach der Kalibrierung der relativ niedrige On/Off-Kontrast in dunkleren Szenen bemerkbar. Schwarz erscheint im Vergleich zur Werkseinstellung ein wenig aufgehellt. Und durch den etwas erweiterten Farbraum im Bildmodus „Kino“ (ab Werk) sehen die Farben etwas satter aus.
In „James Bond – Casino Royale“ besticht der Anfang in Schwarz/Weiß mit vollkommen verfärbungsfreien Graustufen. Der Kragen, das Revers und die Knöpfe von Bonds Mantel werden vom HD27 gut herausgearbeitet. Ebenso sind in der Montenegro-Szene die einzelnen Nadelstreifen auf Bonds-Jackett erkennbar. Bewegte Elemente in den Szenen kommen völlig ruckelfrei daher. Das habe ich bei anderen DLP-Projektoren auch schon anders erlebt. Die Lautstärke des Projektors finde ich akzeptabel. Im Filmbetrieb stört das Lüftergeräusch keinesfalls. Der Regenbogen-Effekt (kurz RBE) fällt angenehm niedrig aus, gleichwohl ein RGBCYMW-Farbrad zum Einsatz kommt.

Optoma HD27 - Screenshot Hamburg Panorama - Foto Michael B. Rehders
Die Original-Aufnahme habe ich aus der 21. Etage geschossen. Dieses Bild eignet sich vortrefflich, um die Stärken und Schwächen von Projektoren zu offenbaren.
Foto: Michael B. Rehders (Originalaufnahme)


Optoma HD27 - Screenshot Hamburg Detail - Foto Michael B. Rehders
Der Screenshot vom auf die Leinwand projizierten Bild deckt auf, dass der Optoma HD27 alle Farben richtig reproduziert. Der graue Asphalt ist herrlich farbneutral, der rote Doppeldecker und der goldene Schriftzug STADTRUNDFAHRT sind originalgetreu. In diesem Bild kommt der ANSI-Kontrast voll zum Tragen. Die Treppenstufen sind vollständig zu sehen.


Kurz-Review:

X-MEN APOCALYPSE
Apocalypse ist der erste Mutant auf der Erde, der seit Anbeginn der Menschheit als Gott verehrt wird. Apocalypse vereint die Kräfte gleich mehrerer Mutanten in sich. Seit tausenden von Jahren strebt er nach der Weltherrschaft. Dafür schart er ein paar Mutanten um sich, darunter auch Magneto, um die Erde zu vernichten und die überlebenden Menschen zu versklaven. Prof. X, Raven und ein paar andere X-Men versuchen, das zu verhindern.
Regisseur Brian Singer setzt mit X-MEN APOCALYPSE die Reihe der "neuen Generation" der X-Men souverän fort. Die Charaktere um Prof. X (James McAvoy) werden interessant und sehenswert weiter entwickelt. Vor allem die Charaktere Raven (Jennifer Lawrence), Scott Summers, Magneto und Wolverine profitieren davon. Über die gesamte Laufzeit des Films gelingt die Mischung aus spektakulären Action-Szenen, weiter entwickelten Charakteren und einer spannend erzählten Geschichte ganz ausgezeichnet.

Optoma HD27 - Screenshot X-Men Apocalypse
Der farbenfrohe Cinemascope-Transfer offenbart zahllose Details, dank guter Schärfe und einem hervorragendem Kontrastumfang. Gut zu sehen ist das, als die X-Men dem Kino kommen, in dem „Star Wars – Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ läuft. Der Schriftzug ist auf der Leuchttafel hinter den Protagonisten gut erkennbar.

Optoma HD27 - Screenshot X-Men Apocalypse 2
Als es in der Schule der Mutanten zu einer Explosion kommt, sind zahllose kleine Details auffällig. Die satten Rotfarbtöne heben sich vom helleren Gelb und dem gleißendem Weiß gut ab.


Optoma HD27 - Screenshot X-Men Apocalypse 4
Das Gold der Pyramide glänzt in voller Pracht. Und auf dem blau ausgeleuchteten Outfit von Apocalypse sind feinste Ornamente enthalten. Der Himmel offenbart eine feine Wolkenstruktur.
All diese Feinheiten gibt der Optoma HD27 originalgetreu wieder.


Optoma HD27 - Heiminoinstallation 1 - Foto Michael B. Rehders
In meinem Heimkino „Lumière“ fühlte sich der Optoma HD27 pudelwohl.


Fazit
Der Optoma HD27 ist der ideale Spielpartner in größeren Wohnzimmern, weil er nicht mitten im Raum an die Decke gehängt werden muss, sondern unauffällig hinten im Zimmer platziert werden kann. Wer auf originalgetreue Farben großen Wert legt, und sich durch die kleinen Tücken der Bildmenüs schlägt, wird mit normgerechten Farben gemäß Rec.709-Standard belohnt. Alle anderen Heimkinofreunde können mit dem Optoma HD27 kontrastreiche, natürliche und satte Farben genießen – und das bereits in der guten Werkseinstellung.


Messergebnisse und technische Daten:
Modell: Optoma HD 27
Maximalhelligkeit: 1142 Lumen (D65)
Schwarzwert: 1,7 Lumen (D65)
Kontrast: 709:1 (On/Off) / 220:1 (ANSI)
Farbtemperatur: 6478 Kelvin (D65)
Technik: Ein-Chip-DLP
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Abstand für 2 Meter Bildbreite: 2,96 – 3,24 Meter
Abmessungen: 298 x 230 x 96 mm
Gewicht: 2,3 kg
Garantie: 2 Jahre (Projektor)
5 Jahre Farbdarstellung
Preis (UVP): 699,- Euro
Website: www.optoma.de


Pro & Kontra
+ hell mit 1142 Lumen (D65)
+ Werkseinstellung mit normnahen Farben
+ 3D mit 144 Hz (Triple Flash)
+ vorbildlich funktionierendes 6-Achsen-Farbmanagement
+ kabellose Signalübertragung (optional)
+ beleuchtete Fernbedienung
+ Preis

- Gain-Regler nur bei RGB-Signalzuspielung
- Fernbedienung muss in Richtung Projektor gerichtet werden
- mäßiger On/Off-Kontrast



Test, Text und Fotos: von mir!

Aktuelle Testberichte von mir:
TEST: Sony VPL-VW520ES
TEST: Sony VPL-HW65
TEST: Sony VPL-HW45
TEST: BenQ W3000
TEST: BenQ W2000
TEST: BenQ W1070+W inklusive Wireless-Full-HD-Kit
TEST: BenQ TH683
TEST: LG PF1500G
TEST: ViewSonic Pro7827HD
Erste Bildeindrücke:
JVC DLA-Z1 - Der Laser-Projektor mit 4K-Auflösung
JVC DLA-X5000

Leinwand: TEST: WS Spalluto - WS P Design GrandCinema


[Beitrag von George_Lucas am 29. Sep 2016, 18:49 bearbeitet]
Sturmkrähe
Stammgast
#2 erstellt: 30. Sep 2016, 06:15
Danke George für einen weiteren informativen Testbericht. Hat mal wieder Spaß gemacht zu lesen.


Wie erklärst du dir, dass der Schwarzwert nach der Kalibrierung so in die Höhe geschossen ist?
Paki
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 30. Sep 2016, 17:39
Hey George,

vielen Dank für diesen Test

Da du ebenfalls einen Testbericht zum Benq w2000 online gestellt hast,
hätte ich eine Frage und vielleicht könntest du diese beantworten.

Wie stellt sich der Optoma HD27 zum Benq W2000 da,
sprich Bild, FI (2D Betrieb), Lautstärke und Preisleistungsverhältniss?

Vielen Dank vorab.

LG
George_Lucas
Inventar
#4 erstellt: 03. Okt 2016, 14:25
Bezüglich der Farbdarstellung liegen beide Projektoren dicht zusammen. Eine FI besitzen beide Modelle übrigens nicht.
Die Optik des Projektors ist eine Geschmackssache.

Hier mal eine kurze Liste der jeweiligen Vorteile:
BenQ W2000
+ etwas höherer Kontrast
+ sichtbar besserer Schwarzwert
+ etwas leiser
+ etwas besserer Schärfeeindruck
+ etwas größerer Zoomfaktor
+ Lens-Shift
+ größeres Bild aus gleicher Distanz
+ Farbmanagement funktioniert fehlerfrei
+ Fernbedienung funktioniert auch reflektiv, wenn sie Richtung Leinwand gerichtet ist

Optoma HD27
+ Preis
+ Auch die hellen Bildmodi gut dosierbar (variable "Dynamic Black"-Funktion)
+ kann weiter hinten im Raum installiert werden
+ Game-Modus

Unentschieden
+ gute Werkseinstellungen (nahe Rec.709-Standard)
+ 3D mit 144 Hz (Triple Flash)
+ leicht und schnell zu installieren
+ Genügend Lichtreserven für Sportübertragungen am Tage im mäßig abgedunkeltem Wohnzimmer
+ beleuchtete Fernbedienung


[Beitrag von George_Lucas am 03. Okt 2016, 14:25 bearbeitet]
johncord
Stammgast
#5 erstellt: 04. Okt 2016, 00:07
Wie schauts es beim hd142x/hd27 mit dem Wechsel der Bildfrequenz aus? Mein Mediacenter (Kodi) wechselt bei 24p Filmen den Bildmodus und das dauert beim hd141x über 5sek bis man wieder ein Bild hat. Geht das beim hd142x/hd27 schneller?


[Beitrag von johncord am 04. Okt 2016, 00:08 bearbeitet]
George_Lucas
Inventar
#6 erstellt: 04. Okt 2016, 00:50
Ich habe jetzt nicht auf die Stoppuhr gesehen, aber lange hat der Handshake nicht gedauert.
Bexman
Stammgast
#7 erstellt: 16. Nov 2016, 13:42
Wow, das ist mal ein ausführlicher und guter Test.

Macht allerdings die Auswahl zwischen dem BenQ W2000 und dem Optoma HD27 immer noch nicht leichter.
Haluterix
Inventar
#8 erstellt: 16. Nov 2016, 14:31
Hier mal eine kurze Liste der jeweiligen Vorteile:
BenQ W2000
+ etwas höherer Kontrast
+ sichtbar besserer Schwarzwert
+ etwas leiser
+ etwas besserer Schärfeeindruck
+ etwas größerer Zoomfaktor
+ Lens-Shift
+ größeres Bild aus gleicher Distanz
+ Farbmanagement funktioniert fehlerfrei
+ Fernbedienung funktioniert auch reflektiv, wenn sie Richtung Leinwand gerichtet ist

Na bis auf den Preis spricht mM nach doch alles für den Benq.
nolimithardware
Inventar
#9 erstellt: 17. Nov 2016, 02:42
Habe den Benq W2000 auch daheim, der ist IMO in der Preisklasse und deutlich darüber nicht zu schlagen.
Das Gesamtpaket stimmt einfach.
Schade nur, dass DLP's nicht wenigstens an den Schwarzwert der Sony HW Geräte herankommen, dann gäbe es eigentlich keinen Grund mehr sich die teuren Geräte von Sony und JVC etc. zu kaufen.
Aber dafür stimmt der hohe Ansi mit ca. 600:1 dann wieder, welcher einem in Mischszenen den nicht ganz so guten Schwarzwert locker wieder vergessen lässt.
Seit dem Benq habe ich mich irgendwie wieder auf DLP eingeschossen (hatte zuvor fast ausschliesslich D-ILA's und SXRD's).
Den neuen TW9300 hatte ich auch schon hier, der mal eben mehr als das dreifache kostet und erstaunlicherweise macht der Benq das bessere Bild in meinen Augen, echt unglaublich.

Das Fliegengitter (sichtbare Pixelstruktur) kann beim TW9300 nur mit Pixelshift beseitigt werden, was wiederrum das Bild weich macht und zudem ein akustisch hochfrequentes surren verursacht.
Der Benq ist deutlich schärfer und wirkt gleichzeitig trotzdem "analoger", da hohe DLP Füllrate + 1 Chip + recht gutes Glasobjektiv.

Auch ist mir aufgefallen, dass die Farben beim Benq natürlicher sind, vor allem Hauttöne.
Das bekommen die wenigsten Geräte so hin.

Auch die Helligkeit des W2000 ist top, er schafft mit Brillant Color ca. 45 Foot Lamberts auf einer 2,50 m breiten Leinwand !
Brillant Color ist ein geniales Feature, welches die Helligkeit der Graustufen inkl. Weiß (100 IRE) um ca. 30% anhebt ohne den Gesamteindruck des Bildes zu verfremden.
Selbst Puristen wird Brillant Color nicht missfallen, so gut funktioniert das, kein Hauch von Küstlichkeit zu erkennen.
George hat ja um die 1600 kalibrierte Lumen mit BC gemessen, das schafft kaum ein Heimkinogerät (auch nicht in Preisklassen darüber) und dann noch bei korrekten Farben und niedrigem Lärmpegel.

Wie man lesen kann, bin ich richtig begeistert vom Benq W2000.

Der Nachfolger soll auf jeden Fall ein 4K DLP werden, auch wenn er kein HDR kann.
Der W11000 oder Acer V9800 sind schonmal heiße Kanditaten, aber da muss sich noch deutlich was am Preis tun.
marcodj
Stammgast
#10 erstellt: 15. Dez 2016, 13:26
Erstmal danke George Lucas für deinen Testbericht
Hab mir dadurch den Optoma HD142x mal angesehen und jetzt auch gekauft.
Ist ja bis auf die Farbe fast baugleich.
Da ich mir einen neuen TV kaufen wollte, die Preise aber wegen Oled durch die Decke gehen hab ich mir den Beamer mal angesehen. Mir war es Thema Lautstärke sehr wichtig und nach dem Test in der Heimkino Zeitschrift bzw. deinem Test sollte es dann der HD27/142x werden. Letzte Woche war er bei den Amazon Deals für 529€ zu haben. Also direkt bestellt.
Bin wirklich begeistert von dem Teil. Jetzt hab ich aber noch eine Frage? Hab den Eco Modus eingestellt und bei Bild "Kino" Wie stell ich da jetzt die Helligkeit und den Kontrast richtig ein?
Vor allem an meinem Sat Receiver. Da kann ich ja keine Einstellungsbilder (Grauverläufe etc.) abspielen. Wie macht ihr das?
Gruß Marco
johncord
Stammgast
#11 erstellt: 02. Jan 2017, 00:25
Hab mir den HD27 geholt und meinen HD141X zum Service gebracht.

Echt ein großer Schritt in die richtige Richtung, im direkten Vergleich ist der HD27 flüsterleise.

Meine Frage wäre welchen Modus du zur Farbkalibrierung verwendet hast? Reference oder User? Sonstige Einstellungen?
George_Lucas
Inventar
#12 erstellt: 02. Jan 2017, 11:15
Du kannst die Bildmodi User und Reference kalibrieren. Im Grunde ist es auch völlig egal, welchen der beiden Bildmodi dafür gewählt wird.
myleskrocks
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 10. Jan 2017, 20:52
Hallo,
Erst mal vielen Dank für den ausführlichen Test.
Der Beamer klingt soweit super für die Preisklasse, da ich mich aber total auf den Benq w1070 eingeschossen habe, würde mich interessieren ob es nennenswerte Unterschiede zwischen den beiden gibt.
Auf den BenQ werden immer Lobeshymnen gesungen kann der Optoma da mithalten oder gar bessere Ergebnisse erzielen?

Liebe Grüße und besten Dank
rumper
Inventar
#14 erstellt: 16. Jan 2017, 17:48
Wie schneidet der HD27 im Vergleich zum W1090 ab?

Konnte schon jemand beide Vergleichen?
George_Lucas
Inventar
#15 erstellt: 16. Jan 2017, 21:05
Ich hatte vor Kurzem den BenQ W1090 getestet.

Hier mal ein Vergleich.

Messergebnisse:
Modell: Optoma HD 27 / (BenQ W1090)
Maximalhelligkeit: 1142 Lumen / (1625 Lumen)
Schwarzwert: 1,7 Lumen / (0,95 Lumen)
Kontrast-On/Off: 709:1 / (1705:1)
Kontrast-ANSI: 220:1 / (271:1)
Technik: Ein-Chip-DLP
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Abstand für 2 Meter Bildbreite: 2,96 – 3,24 Meter (2,30 - 3,00 Meter)
Garantie: 2 Jahre + 5 Jahre Farbdarstellung / (2 Jahre + bis 2000 Stunden auf die Lampe)
Preis UVP: 699,- Euro / (799,- Euro)

Ich finde den BenQ W1090 deutlich schärfer. Darüber hinaus ist der größte Unterschied aber die darstellbare Bildgröße.

BenQ W1090 - Screenhot - Hamburg
BenQ W1090: Screenshot eines ca. 5 % großen Bildausschnittes.



Optoma HD27: Screenshot eines ca. 5 % großen Bildausschnittes.

Aufgrund der deutlich sichtbar besseren Schärfe wäre der BenQ W1090 meine erste Wahl.
rumper
Inventar
#16 erstellt: 16. Jan 2017, 21:48
Danke George!

Dann stünde die Wahl für mich auch fest. Der Optoma sieht ja keinen Stich im direkten Vergleich.

rochri
Neuling
#17 erstellt: 18. Jan 2017, 11:52
Bilder sagen mehr...
Frage eines "Neuen": Wie kommt's zu den deutlichen Differenzen zw. Datenblatt und Realität?
Datenblätter:
HD27 Hell: 3200 Lumen und 25.000:1 Kontrast
W1090 2000 und 10.000 : 1
Danke für eine kurze Antwort
George_Lucas
Inventar
#18 erstellt: 22. Feb 2017, 12:09

rochri (Beitrag #17) schrieb:

Frage eines "Neuen": Wie kommt's zu den deutlichen Differenzen zw. Datenblatt und Realität?
Datenblätter:
HD27 Hell: 3200 Lumen und 25.000:1 Kontrast
W1090 2000 und 10.000 : 1

Die hohen Kontrastangaben der meisten DLP-Projektoren sind reine Marketingzahlen, die in der Praxis meistens nicht erreicht werden. Texas Instrument als Hersteller der DLP-Spiegelchips nennen Zahlen bis 3000:1, die tatsächlich auch erreicht werden können.
Ich finde diese übertriebenen Kontrastangaben auch deshalb ärgerlich, weil der potentielle Käufer IMO in die "Irre" geführt wird.
Darüber hinaus gibt es aber auch Hersteller, die mit Kontrastangaben ehrlich umgehen: Beispielsweise JVC mit ihren D-ILA-Projektoren.

Die beworbenen Helligkeitswerte werden hingegen in aller Regel erreicht. Meistens in einem Bildmodus namens wie "Hohe Helligkeit". Darin wird das grüne Farbspektrum der Lampe voll ausgeschöpft. Da Grün maßgeblich für die Lichtausbeute "zuständig" ist, erscheinen die Farben sehr grünstichig. Kalibriert auf 6500 Kelvin (D65-Punkt) muss das grüne Lichtspektrum reduziert werden. Das kostet am Ende Helligkeit. Bis zu 50 % "Lichteinbußen" sind keine Seltenheit.
*Harry*
Inventar
#19 erstellt: 22. Feb 2017, 13:12

George_Lucas (Beitrag #18) schrieb:

Die beworbenen Helligkeitswerte werden hingegen in aller Regel erreicht. Meistens in einem Bildmodus namens wie "Hohe Helligkeit". Darin wird das grüne Farbspektrum der Lampe voll ausgeschöpft. Da Grün maßgeblich für die Lichtausbeute "zuständig" ist, erscheinen die Farben sehr grünstichig. Kalibriert auf 6500 Kelvin (D65-Punkt) muss das grüne Lichtspektrum reduziert werden. Das kostet am Ende Helligkeit. Bis zu 50 % "Lichteinbußen" sind keine Seltenheit.

Ja ja, diese Blender und Täuscher gibt's nicht selten.
Vorsätzlicher Betrug wurde im Mittelalter noch richtig nett bestraft ... gibt auch ein gutes Buch dazu:
Hinrichtungen und Leibstrafen: Das Tagebuch des Nürnberger Henkers Franz Schmidt
Sollte sich so mancher Produktmanager/Vertriebsverbrecher mal zu Gemüte führen ...
iltisbaer
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 22. Feb 2017, 14:22

*Harry* (Beitrag #19) schrieb:

George_Lucas (Beitrag #18) schrieb:

Die beworbenen Helligkeitswerte werden hingegen in aller Regel erreicht. Meistens in einem Bildmodus namens wie "Hohe Helligkeit". Darin wird das grüne Farbspektrum der Lampe voll ausgeschöpft. Da Grün maßgeblich für die Lichtausbeute "zuständig" ist, erscheinen die Farben sehr grünstichig. Kalibriert auf 6500 Kelvin (D65-Punkt) muss das grüne Lichtspektrum reduziert werden. Das kostet am Ende Helligkeit. Bis zu 50 % "Lichteinbußen" sind keine Seltenheit.

Ja ja, diese Blender und Täuscher gibt's nicht selten...

Und genau deswegen kaufen Anfänger/Laien auf dem Gebiet dann "Mist".

Hätte auch fast den HD27 bestellt obwohl ich mir auch den W1090 beim stöbern mal angeschaut hatte. Wenn man die Datenblätter sieht muss man als Laie aber davon ausgehen das der Optoma wesentlich besser ist, also hatte ich den BenQ schon wieder aus der engeren Wahl ausgeschlossen. Aber kurz bevor ich bestellen wollte hab ich zum Glück noch hier den Vergleich gesehen! (Danke dafür George_Lucas! )

Naja der 1090 ist nun bestellt und wird morgen oder übermorgen zusammen mit der Leinwand abgeholt und verbaut
rochri
Neuling
#21 erstellt: 22. Feb 2017, 18:10
Danke für die Info, faszinierend is nur, dass der Kontrast in vielen Vergleichen und Test bewertet und genau erklärt wird iund auch als Entscheidungskriterium genommen wird ;-)
Demnach aber völlig falsch, ich hab nur einmal gelesen, dass der Kontrast "heutzutage nicht mehr so wichtig" ist.
Aber das mit den max. 3.000 von Seite Texas Instr. steht sonst nirgends.
Conclusio: Mein Eindruck, dass das HIFI Forum die einzige Plattform ist wo es Leute (zB George) gibt die sich auskennen hat sich bestätigt.
Ob ich auch zum 1090er greif ist aber noch offen, preislich liege ich bei 700 - 800 €.

DANKE George :-)
hmt
Inventar
#22 erstellt: 23. Feb 2017, 10:43

rochri (Beitrag #21) schrieb:
Danke für die Info, faszinierend is nur, dass der Kontrast in vielen Vergleichen und Test bewertet und genau erklärt wird iund auch als Entscheidungskriterium genommen wird ;-)
Demnach aber völlig falsch, ich hab nur einmal gelesen, dass der Kontrast "heutzutage nicht mehr so wichtig" ist.
Aber das mit den max. 3.000 von Seite Texas Instr. steht sonst nirgends.
Conclusio: Mein Eindruck, dass das HIFI Forum die einzige Plattform ist wo es Leute (zB George) gibt die sich auskennen hat sich bestätigt.
Ob ich auch zum 1090er greif ist aber noch offen, preislich liege ich bei 700 - 800 €.

DANKE George :-) :hail


Sorry, aber die Tatsache, dass Herstellerangaben Marketing sind und mit der Realität wenig zu tun haben ist jetzt nicht gerade DIE Neuigkeit.
rochri
Neuling
#23 erstellt: 24. Feb 2017, 15:53
Sorry - als Techniker ist es mein Job mit Zahlen zu arbeiten. Dass die Key-Zahlen bei Beamern derartig falsch (subjektiv) sind, hab ich echt nicht erwartet. x dB, y Watt, 3.000 Lumen (D65) oder H=20 cm , die sollten stimmen. Für mich ist das glatter Betrug, ähnlich den Schadstoffzahlen von VW. Marketingaussagen wie Excellente Bildperformance, bester, schönster, schnellster etc. sind was anderes.
Mein Motto: Man lernt nie aus, hab wieder dazugelernt, auch wenn's für manche ein alter Hut ist - Sorry
ANDY_Cres
Inventar
#24 erstellt: 25. Feb 2017, 15:45

rochri (Beitrag #21) schrieb:
Danke für die Info, faszinierend is nur, dass der Kontrast in vielen Vergleichen und Test bewertet und genau erklärt wird iund auch als Entscheidungskriterium genommen wird ;-)
Demnach aber völlig falsch, ich hab nur einmal gelesen, dass der Kontrast "heutzutage nicht mehr so wichtig" ist.


Mahlzeit,

wer sich ernsthaft mit der Materie Projektor, Betrieb im Raum xy inkl. auch den Wechselwirkungen aus Kontrast, Ansi, Schärfe und den vielen Helferlein etc. auseinandersetzt, wird den "Kontrast" nicht als alleiniges Endscheidungskriterium zur Rande ziehen.
Ist insofern genauso einseitig, zu behaupten das der "Konrast" nicht mehr so eine Rolle spielt.

Fazinierend daran ist lediglich der obige Wiederspruch, denn diese Wechselwirkungen sind seit Jahren immer Thema, insbesondere eben bei der Projektion.
Und das Papier dabei geduldig ist, sollte sich auch bereits herrum gesprochen haben. Viele Testwerte kommen nur aufgrund extremer "Verbiegungen" zu Stande, die sich nicht 1:1 auf den tatsächlichen nutzbaren Betrieb beziehen.
(s. zig Autobeispiele wo bereits nach 2 Runden die Original Bremse auf dem Track "platt" ist, obwohl ja für Sport ausgelegt mit Keramik und so...)



rochri (Beitrag #21) schrieb:

Aber das mit den max. 3.000 von Seite Texas Instr. steht sonst nirgends.
Conclusio: Mein Eindruck, dass das HIFI Forum die einzige Plattform ist wo es Leute (zB George) gibt die sich auskennen hat sich bestätigt.
Ob ich auch zum 1090er greif ist aber noch offen, preislich liege ich bei 700 - 800 €.

DANKE George :-) :hail


Das mit TI ist auch nicht richtig. Solche falschen Pauschalaussagen fördern eben auch nicht gerade eine objektive Berichterstattung, sondern verunsichern unnötig entspr. User. Ist für mich eher das Gegenteil von "Auskennen".
TI baut untersch. Chips, untersch. Chargen und untersch. Grössen. Allein aus diesem "Zirkel" resultieren völlig unterschiedliche reine ON/OFF Kontrast Werte nebst resultierenden Ansiwerten.
Und wer sich im DLP Bereich besser auskennt, der wird wissen, das insbesondere mit hochwerigeren Optiken, modifizierten Optiken und auch sonnstigen in der Lightengine (Stichwort Streulicht) optimierten Maßnahmen auch mehr realer nativ Kontrast resultiert.
Dazu kommen feste oder auch variable Blenden, Dynamik black Schaltungen (jüngst auch mit Laser) und ggf. weitere "Gamma" Klimmzüge.

Wer allerdings Geräte der "sogenannten" Holzklasse erwirbt (bis 1000 € ca.), der hat sicherlich mit den untersten Kontrastwerten abgeschlossen.
Nur es gibt eben auch zig andere Geräte mit völlig anderen Eigenschaften, da ist für jeden Anspruch etwas dabei.

ANDY


[Beitrag von ANDY_Cres am 25. Feb 2017, 15:51 bearbeitet]
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