Technics Plattenspieler Platine erneuern Kondensatoren-Frage

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guitarplayer91
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Mai 2013, 09:56
Hi Leute,

da ich noch immer Probleme mit meinem Technics 1510 habe, der sich zu schnell dreht habe ich nun begonnen Teile wie Kondensatoren und Dioden auf der Platine zu tauschen.

Nun meine Frage, ist es dramatisch wenn der Kapazitätswert stimmt, der Voltwert aber nicht. Ich musste z.B. bei einem Elko mit 470uF und 50V auf einen mit 470uF und 65V umsteigen. Oder die ganzen Polyesterkondensatoren, haben auf der Platine alle 50V, ich habe jetzt OrangeDrops mit 100V aber dem richtigen Kapazitätswert bestellt.

Passt das so?

Grüße,
felix
AnthonyP
Inventar
#2 erstellt: 16. Mai 2013, 10:45
Hallo Felix,

eine Erhöhung der Spannungsfestigkeit bei Kondensatoren ist unbedenklich.
Das bedeutet lediglich, dass sie eine höhere Spannungsbelastung aushalten.
Unterschreiten sollte man sie nicht.

Ein Tipp für dein Problem. Schau dir mal das Pitchpoti an. Wenn das keinen korrekten Wert mehr liefert, kommt es zu Störungen in der Regelung. Weitere Kandidaten. Transistoren.

Gruß
Jo
Grundi69
Inventar
#3 erstellt: 16. Mai 2013, 10:48
Hallo Felix!

Bei Kondensatoren gilt: Kapazität beibehalten*, Spannungsfestigkeit kann auch höher sein (aber nicht niedriger), z.B. original 16V, Ersatz 25V, 35V, 50V - alles kein Problem (bis auf evtl. die Baugröße). Ist wie bei Autoreifen: dort kannst du auch ohne Probleme einen Reifen, der bis 210 km/h zugelassen ist, durch einen mit 240 km/h ersetzen.

* in manchen Anwendungsgebieten, z.B. bei Sieb-Elkos ist eine Erhöhung der Kapazität auch problemlos möglich und wird gerne als 'Tuning-Maßnahme' z.B. in Verstärkern durchgeführt.

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 16. Mai 2013, 11:00 bearbeitet]
AnthonyP
Inventar
#4 erstellt: 16. Mai 2013, 10:57

Groomy (Beitrag #3) schrieb:
Hallo Felix!

...Ist wie bei Autoreifen: dort kannst du auch ohne Probleme einen Reifen, der bis 210 km/h zugelassen ist, durch einen mit 240 km/h ersetzen.
...
Gruß
Groomy


Hallo Groomy,
an den Vergleich hatte ich auch gedacht ;-))

Grußßs
Jo
Grundi69
Inventar
#5 erstellt: 16. Mai 2013, 11:02
Hallo Jo!

Gell, ist auch irgendwie naheliegend

Gruß
Groomy
guitarplayer91
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 16. Mai 2013, 14:55
Vielen dank,
Dann lag ich mit meiner Annahme ja richtig
Pitchpotis hab ich bis jetzt nur mit Bremsenreiniger sauber gemacht, also auseinandergebaut, Leiterbahn von schmodder befreit und Teslanol t6 rein.

Falls ich sie tauschen müsste, was kann ich machen, denn es sind 600Ohm lineare Potis. Ich hab hier zwei neue mit 1k linear meint ihr das würde gehen?

Edit: Ich habe angefangen die Teile zu tauschen, laut Manual ist C4 ein 1uF 50V Elektrolyt, bei mir war ein 2,2uF 50V Elektrolyt drinnen. Was meint ihr 1uF rein oder lieber den 2,2uF nachbestellen?

Des Weiteren ist mir die Diode ZD2 ein Rätsel, weleche laut Technics eine 6,2V Zener Diode sein soll. Heute ausgebaut und das hier gelesen: BZX8 5C 5V 6. Also doch eine 5V Diode oder?

Nachbestellen muss ich so oder so nochmal und würde dann auch gleich die Transistoren tauschen. Denkt ihr die Widerstände sind noch okay?

Noch was, wo bekomm ich denn die Transistoren her. Ich verstehe das mit den Bezeichnungen nicht. Es wären diese hier laut Manual und Partno.:
2SD389A-Q
2SA720-R
2SC1328-T
2SA666AI-R
2SC1384A-R


[Beitrag von guitarplayer91 am 16. Mai 2013, 17:28 bearbeitet]
DaPickniker
Inventar
#7 erstellt: 17. Mai 2013, 17:58
@guitarplayer91

Habe auch einen Technics SL 1510 an meiner Hauptanlage im Wohnzimmer. Hatte 2007 ein ähnliches Problem wie du. Plattendreher drehte zu schnell und der Gleichlauf eierte.

Hatte auf der Motorsteuerplatine alle Kondensatoren ersetzt und sämtliche Lötstellen nachgelötet. Das Austauschen der Transistoren und Dioden halte ich in dem Fall nicht für nötig.Kannst die Dinger ja trotzdem mal mit der Diodentestfunktion ( Multimeter ) durchmessen. Die 1Kohm Potis ( linear ) sollten eigentlich anstelle der 600ohm funktionieren. Die Schaltung reagiert da imho nicht so kritisch drauf. Ausserdem befinden sich unter dem Plattenteller auf der Motorsteuerplatine noch zwei weitere Potis welche du auch reinigen solltest . Bei dennen kann man den Regelbereich für die Pitchpotis voreinstellen.

Achja den Power 33/45 Schalter solltest du dir auch mal genauer ansehen und reinigen... Wenn der Kontaktprobleme macht leiert der Spieler auch mal ganz gerne oder dreht zu schnell.

Bei den Kondensatoren gilt.. gleiche Kapazität wie die alten aber Spannungswert ( Volt ) darf gerne höher sein aber das haben die anderen ja bereits geschrieben
anymouse
Inventar
#8 erstellt: 18. Mai 2013, 09:00

guitarplayer91 (Beitrag #6) schrieb:

Noch was, wo bekomm ich denn die Transistoren her. Ich verstehe das mit den Bezeichnungen nicht. Es wären diese hier laut Manual und Partno.:
2SD389A-Q
2SA720-R
2SC1328-T
2SA666AI-R
2SC1384A-R


Die "2S*" gibt den groben Typ des Transistors an, und das er aus Japan kommt. Auf dem Kondensator Transistor selbst kann das 2S auch manchmal fehlen.
Die nachfolgenden Zahlen, und ggf. das hier folgende A geben den genauen Typ des Transistors an. Mit dem folgenden A oder B wird häufig eine bestimmte Variante bezeichnet, etwa maximal zulässige Spannung etc.
Der endende Buchstabe wird wohl häufig erst nach der Produktion bestimmt (glaube ich). Seine Bedeutung hängt stark vom genauen Typ ab, soll aber die Qualität/Güte des Transistors anhand einer Gruppeneinteilung wiedergeben. Das "R" beim 2SA720 gibt etwa an, dass seine Stromverstärkung hfe zwischen 12 und 240 liegt (Q ist niedriger, S ist höher).

Zunächst würde ich mal nach der Typbezeichnung des Transistors (z.B. 2SD389A) suchen. Mit viel Glück findet man einen passenden Händler in der Nähe, der den Transistor führt. Ggf. kann man dort sogar einen mit der passenden Gruppierung bestellen, ggf. muss man aber mehrere Exemplare ordern, und dann durchmessen.

Bei älteren und ungebräuchlichen Transistoren wird es kniffeliger. Da muss man dann anhand der Transistor-Parameter und der Schaltung einen neueren oder verbreiteren Transistor finden, der möglichst passende oder bessere Eigenschaften hat. Manchmal einfach, manchmal schwierig. Vielleicht stimmt auch die Anordnung der Beine nicht mehr mit dem Ursprungstyp überein.

Schwierig wird es, wenn in der Schaltung wichtig ist, dass zwei Exemplare genau übereinstimmende Werte haben (z.B. braucht man zwei Transistoren mit möglichst genau gleicher Stromverstärkung; wie hoch die aber ist, ist egal). Bei derart gematchten Transistoren wirds aufwändig.


[Beitrag von anymouse am 18. Mai 2013, 09:08 bearbeitet]
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