Fotoanleitung - Drehko-Tuner einstellen

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armin777
Gesperrt
#1 erstellt: 27. Jul 2007, 17:10
Liebe Gemeinde,

wie angekündigt und teilweise auch erwartet nun der thread zu dem Thema:
Was mache ich mit einem alten Drehko-Gerät, das driftet (also nicht mehr stabil empfängt) und/oder kratzt beim Senderabstimmen (zumindest bei abgeschaltetem Muting zu hören) und/oder nicht an der richtigen Stelle der Skala steht?

Also zunächst (wie üblich) zuerst mal eine Einführung: alle Gerät, die eine Skala mit einem Zeiger haben, sind Drehko-Empfänger. Später wurden nahezu alle von Synthesizer-Tunern abgelöst, das sind die mit den Frequenzanzeigen und dem automatischen Sendersuchlauf. Wir beschäftigen uns hier mit den älteren Geräten, wo man (jedenfalls bei den besseren) den Tuning-Knopf mit Schwung von Skalenanfang bis Skalenende durchrennen lassen kann...herrlich!

Innen im Gerät sieht ein Drehko so aus:



Wenn der Deckel ab ist, sieht man das Teil sofort, es ist ungefähr so groß wie eine (kleine) Faust. In vielen Geräten muß man noch einen Abschirmdeckel aus silbernem Metall abmontieren. In dem Bild ist der Drehko ganz "herausgedreht", soll bedeuten, die vielen kleinen runden Platten, die man da sieht, sind vollständig aus dem Gehäuse herausgedreht. So stehen die Platten bei einer Empfangsfrequenz von 108 MHz. Der Drehko ist ein Kondensator (ko), der durch das Drehen (dreh) der Platten seine Kapazität verändern kann. Platten ganz heraus, bedeutet die geringste Kapazität, Platten ganz eingedreht, bedeutet die größtmögliche Kapazität, was einer Empfangsfrequenz von 87, 5 MHz entspricht. Ganz eingedreht sieht das so aus:



Durch die Veränderung der Kapazität stimmen wir einen Schwingkreis auf eine bestimmte Frequenz ab und empfangen damit exakt die jeweilig benötigte Sendefrequenz, z.B. 95,8 MHz. Das ist ungefähr in der Skalenmitte. Dann sieht unser Drehko ungefähr so aus:



Im Laufe der Zeit passiert mit dem Drehko das Gleiche, wie mit Schaltern und Potis: da wird heftig korrodiert. Die Platten sind aus nichtrostendem Material und daher unempfindlich, es gibt an der Achse Schleifer-Federn, die die elektrischen Werte übertragen, die recht gerne korrodieren. Bewegt man das Tuning-Rad bei ausgeschaltetem Muting zwischen Daumen und Zeigefinger schnell etwas hin und her, kann man bei den meisten älteren Geräten das bekannte Kratzen hören, das wir alle schon von Schaltern und Potis her gut kennen. Das sollte behandelt werden! Man geht am besten so vor: zunächst die Kontakte (hier im Bild)



-Exakt in Bildmitte sieht man die linke Schleifer-Feder-



-Hier entsprechend die rechte Schleifer-Feder, wieder in Bildmitte. Es gibt oft noch welche in der Mitte!-

mit Spray Tuner 600 (es geht auch Kontakt WL, dann muß man nur länger warten, bis alles getrocknet ist, man muß also nicht zwangsläufig Tuner 600 anschaffen, es sei denn es muß schnell gehen) einsprühen, anschließend mit einer Kontaktfeile (ist unten abgebildet, im Werkzeughandel für kleines Geld erhältlich, alternativ kann man auch sehr feines Schleifpapier - größer 600- in Streifen schneiden und durchziehen) zwischen der Feder und der Achse (am besten oben und unten) reinigen. Anschließend mehrmals von Anschlag zu Anschlag drehen und nochmals mit Spray auswaschen. Jetzt sollte bei unserem Test kein Kratzen mehr hörbar sein. Solange der Drehko mit Spray eingesprüht ist, ist er "verstimmt", das bedeutet das Spray beeinflußt die Kapazität und es wird eine falsche Frequenz empfangen, das ist normal und vergeht nach dem Abtrocknen wieder. Ein Fön verkürzt die Wartezeit für die Ungeduldigen. Dieser Effekt ist bei Kontakt WL viel stärker als bei Tuner 600, weswegen Profis meist zu dem teureren Spray greifen, die haben halt keine Zeit.



Die Kontaktfeile hat eine äußerst feine Schmirgelfläche. Meine ist von Belzer (Werkzeughersteller) und über 20 Jahre alt, hat mal 2,75 DM gekostet und ist seither ununterbrochen in Betrieb. Hier bin ich mal mit der Kamera ganz dicht auf die Feilfläche gegangen:



Wenn da nun alles wieder schön sauber ist, wird der Empfänger auch nicht mehr driften. So nennt man den Vorgang, wenn ein Sender sauber eingestellt ist, aber nach einiger Zeit (das können auch Stunden sein!) zunächst der Mittenanzeiger (wenn vorhanden) anfängt zu wandern (und zwar stets nach links!), bis nichts mehr empfangen wird. Dreht man dann ein wenig nach links am Tuning-Knopf ist der Sender wieder da! Das liegt daran, daß sich an den Schleifer-Federn durch Korrosion zusätzliche Kapazitäten bilden, die die Abstimmfrequenz beeinflussen. Wie gesagt, nach einer gründlichen Reinigung kein Problem mehr.

Was aber tun, wenn wieder alles sauber empfangen wird, aber leider nicht auf den korrekten Frequenzen? Also zum Beispiel sollte ein Sender bei 97,4 MHz empfangen werden, wird aber bei 99,2 MHz empfangen! Um das zu beseitigen, muß der Oszillator abgeglichen werden. Das kann man mit etwas Übung und Geduld auch selbst machen. Zunächst schauen wir von oben auf den Drehko. Ganz links (jedenfalls wenn man von vorne auf den Drehko schaut) ist ein Loch mit einer "Schraube" darin zu sehen.



Das sieht dann ungefähr so aus. Ganz links, das ist unser FM-Oszillator mit der "Schraube", die in Wirklichkeit ein Kapazitätstrimmer ist. Wenn man näher herangeht sieht man ihn besser:



Das in der Bildmitte, das ist der Trimmer für den Oszillator, das sieht bei allen Geräten mit Drehko ganz ähnlich aus. Diesen Trimmer kann man nun auf die richtige Frequenz einstellen. Dabei gilt: abwärts in den Frequenzen im Gegenuhrzeigersinn drehen, aufwärts im Uhrzeigersinn. Bitte nur ganz wenig (!) drehen und stets mit dem Skalenzeiger nachstellen und den Sender wieder einfangen. Also in ganz vielen Schritten vorgehen!
Eine Schwierigkeit gibt es dabei noch: mit einem kleinen Schraubendreher kann man das einfach machen, aber der Schraubendreher beeinflußt den Kapazitätstrimmer bereits durch das bloße Einstecken der Klinge in den Schlitz! Also, wenn man kein Abgleichbesteck (dies besteht aus neutralem Material, das nicht beeinflußt, ist aber für relativ erschwingliche Preise käuflich zu erwerben) zur Verfügung hat, muß man nach jedem kleinem Dreh (nur wenige Winkelgrade!) die Schraubendreherklinge herausnehmen und mit dem Tuningknopf nachstellen - solange bis man die richtige Frequenz erreicht hat. Das funktioniert! Und wie schön ist das Gefühl, wenn der Zeiger dann während des störungfreien Empfangs wieder auf der korrekten Anzeige von (unser Beispiel) 97,4 MHz steht!



So, das wär es für heute. Viel Spaß beim Basteln! Wenn Ihr Fragen habt, dann stellt diese doch einfach hier.



Beste Grüße
Armin777


[Beitrag von armin777 am 27. Jul 2007, 17:14 bearbeitet]
hf500
Moderator
#2 erstellt: 27. Jul 2007, 20:34
>"Also zunächst (wie üblich) zuerst mal eine Einführung: alle Gerät, die eine Skala mit einem Zeiger haben, sind Drehko-Empfänger."<


Moin,
Das mag fuer 95 (und mehr) Prozent der japanischen Zeigertuner zutreffen, aber es gibt ja auch noch die, die einen Zeiger haben
und mit Kapazitaetsdioden abgestimmt werden.
Wie wir wissen, sind das so ziemlich alle Geraete mit Stationstasten -ohne Synthesizer- und die waren eine deutsche, bzw europaeische Spezialitaet (hohe UKW-Senderdichte).

Bei kleineren Frequenzabweichungen zwischen Zeigerstellung und Realitaet reicht es, nur mit dem Kapazitaetstrimmer zu korrigieren.
Allerdings muss man dazu wissen, dass dessen Einfluss bei ausgedrehtem Drehko (hohe Frequenzen) groesser als bei eingedrehtem Drehko ist.
Es muss nach der Korrektur ueberprueft werden, ob der Abgleich 1-2 MHz von beiden Skalenenden entfernt stimmt.
Sonst muss der Oszillator und natuerlich auch die HF-Kreise komplett neu abgeglichen werden.

Und bevor man das alles ueberhaupt macht, ist unbedingt zu ueberpruefen, ob der Zeiger mechanisch die richtige Stellung hat.
In der Regel haben die Skalen bei der niedrigsten Frequenz bei eingedrehtem Drehko eine Endmarke, auf der der Zeiger, bei eingedrehtem Drehko am Anschlag, stehen muss.
Ohne diese Voraussetzung ist der ganze elektrische Abgleich sinnlos.
Laesst sich der elektrische Abgleich nicht korrekt herstellen, liegt ein Defekt vor.

Bei den diodenabgestimmten Geraeten ist in aller Regel der AM-Drehko uebriggeblieben (Es sei denn, man hat einen Grundig T3000 vor sich).
Fuer UKW gibt es am Drehko oder an anderer Stelle im Seilzug ein Abstimmpoti, mit dem die Abstimmspannung fuer die Kapazitaetsdioden eingestellt wird.
Zusaetzlich gibt es natuerlich das Stationstastenaggregat.
Die Abstimmpotis sind selten defekt, wenn man es oeffnen kann, kann man die Widerstandsbahn mit einem Kontakt 61 getraenkten Wattestaebchen reinigen.
Hat das Tastenaggregat krachende Umschalter, koennen die mit K61 gereinigt werden.
Defekte an den Dioden sind selten, haeufiger ist die Abstimmspannungserzeugung defekt. Diese Spannung muss wegen der Stabilitaet des Empfangs hochstabil und absolut brumm-/rauschfrei sein.

Das ist aber ein anderes Kapitel und gehoert hier nicht mehr so recht hin.

Ich wollte nur einige Besonderheiten ergaenzen.

73
Peter
Elos
Inventar
#3 erstellt: 27. Jul 2007, 20:36
Armin, blöde Frage - gilt das für alle Tuner oder nur für Kenwood - nehme ich mal an, dass das einer ist
hf500
Moderator
#4 erstellt: 27. Jul 2007, 20:37
Moin,
das gilt erst einmal grundsaetzlich fuer jeden drehkoabgestimmten Tuner.

73
Peter
Elos
Inventar
#5 erstellt: 27. Jul 2007, 20:58

hf500 schrieb:
Moin,
das gilt erst einmal grundsaetzlich fuer jeden drehkoabgestimmten Tuner.

73
Peter



OK, alles klar
armin777
Gesperrt
#6 erstellt: 27. Jul 2007, 21:26
@elos
Nee, Erich - das ist kein KENWOOD, sondern ein Deviton-Receiver !

Beste Grüße
Armin777
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 27. Jul 2007, 21:28
Moin Armin,

schöner Bericht!

Die Schleifkontakte habe ich bisher immer mit einem Tröpfchen Kontakt 61 wieder zum "Kontakten" gebracht.

Wenn dabei nichts auf die Platine läuft oder in den Drehko/ Tunerkasten, klappt das gut und es verstimmt sich nichts.

Tuner 600 ist sicherer, verhindert aber wie Kontakt WL nicht das Wiederoxydieren.

In hartnäckigen Fällen könnte ich mir das Schleifpapier oder die Kontaktfeile vorstellen.(aber nur dann!)

Allerdings stelle ich mir in einem Atemzug vor, was passiert, wenn da etwas daneben geht. (Zerlegen des Drehkos)

Aber wenn eh alles verloren ist, ist das die vorletzte Möglichkeit. (letzte: zerlegen, allerletzte: neuer Drehko)

Ich bin aber nicht allzu erfahren, da ich selten Tuner repariert habe. (neulich aber den Aiwa)

Gruss, Jens
Elos
Inventar
#8 erstellt: 27. Jul 2007, 21:30
Hallo Armin, was macht eigentlich mein Hitachi.
Ist da viel zu reparieren?
armin777
Gesperrt
#9 erstellt: 27. Jul 2007, 21:32

Elos schrieb:
Hallo Armin, was macht eigentlich mein Hitachi.
Ist da viel zu reparieren?


Jaaah, nächste Woche mache ich mich aber dran! Versprochen!

Beste Grüße
Armin777
Elos
Inventar
#10 erstellt: 27. Jul 2007, 21:35
Armin lass dir Zeit - ich fahre nächstes Wochenende erstmal in Urlaub an die Nordsee 3 Wochen und komme ersmal fast Ende August wieder zurück
bukongahelas
Inventar
#11 erstellt: 28. Jul 2007, 05:46
Beim Telefunken TRX2000 Quadro Receiver ist ein Drehko drin und er hat auch berührungsempfindliche Sendertasten,vermutlich mit Kapazitätsdioden.
Hat der Drehko beim TRX2000 was mit dem FM-Teil zu tun oder nicht ? Ich höre nur FM/UKW und bräuchte daher den Drehko nicht sanieren,wenn er nur für AM zuständig ist.
Nebenbei: Wie lange wirds wohl noch terristrisches analoges FM geben ? Ein Kollege hat sich vor Jahren einen super toll aussehenden Sony DSR Tuner (digitales Radio) andrehen lassen,war zwar sehr günstig,hatte natürlich seinen Grund,denn ein paar Monate nach Kauf war Funkstille.
Kann man so einen DSR Tuner irgendwie dazu bewegen,etwas zu empfangen ?

gruss
bukongahelas
UBV
Stammgast
#12 erstellt: 28. Jul 2007, 10:46

bukongahelas schrieb:

Kann man so einen DSR Tuner irgendwie dazu bewegen,etwas zu empfangen ?



Der eingebaute Tuner im DSR Receiver ist zum Empfang von Sat-Signalen ( also wesentlich höhere Frequenzen als bei UKW ) gedacht. Selbst wenn es sich um eine Kabelversion handelt ist das so . Da die ganze weitere Signalverarbeitung Digital und eben für DSR ( Digitales Satelliten Radio ) ist kann man nichts empfangen , da es leider aus Kostengründen abgeschalten ist.
Auf einem Satellitentransponder konnten 16 Programmanbieter senden ( das war gleichzeitig auch das einzige Programmpaket, welches es gab. Leider war DSR für interessierte Radiosender viel zu teuer , da ein Satellitentransponder damals mehrere Millionen DM Transpondermiete jährlich kostete.Als gegen Mitte der 90er das höher komprimierte DVB inkl. der digitalen Radioprogramme aufkam , war das für interessierte Sender wesentlich billiger , da mehrere Radiostationen und auch Fernsehprogramme einem Transponer gleichzeitig nutzen und somit auch bezahlen konnten.


[Beitrag von UBV am 28. Jul 2007, 10:52 bearbeitet]
Stormbringer667
Gesperrt
#13 erstellt: 28. Jul 2007, 11:00
Schade,ich wollte die Anleitung gerade auf meinen Pioneer TX-608 anwenden,da ich in letzter Zeit einige Empfangsprobleme hatte.Ich hab den Drehko zwar schon gereinigt,als ich den Tuner bekam,aber vielleicht nicht sorgfältig genug? Am Ende stellte sich heraus,daß eine meiner Katzen während einer der zahlreichen Ausflüge hinter die Anlage wohl nur den Antennestecker etwas gelockert haben....

Das Leben kann manchmal so einfach sein...man kommt bloß nie drauf!
audiophilanthrop
Inventar
#14 erstellt: 28. Jul 2007, 17:02
Ich will nochmal anmerken, daß man als Normalnase vom Abgleich besser die Finger läßt, solange der nicht sehr offensichtlich deutlich daneben ist (auch nach Drehko-Reinigung Frequenz erheblich falsch und schlechte Empfindlichkeit).

In solcherlei Notfällen - wenn es praktisch nur wieder besser werden kann - kann man (nach Check der Abstimmspannung bei Gerät mit Kapazitätsdioden) die Trimmer von LO und Vorkreisen auch per Skala und S-Meter nachziehen (auf jeden Fall mit Service-Doku, und Abgleichbesteck erleichtert einem das Leben auch ziemlich). Das habe ich mal mit einem ziemlich tauben Grundig T7000 gemacht (das Gerät scheint Grundig-untypisch eine sehr schlechte HF-Abgleichstabilität zu haben), der zu dem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr eingesetzt wurde. Hat ihm deutlich auf die Sprünge geholfen.

Übrigens: Ich vertrete ja immer noch die These, daß zwischen langfristiger HF-Abgleichstabilität und Frequenzstabilität (bei sauberem Drehko) ein deutlicher Zusammenhang besteht. Sauber temperaturkompensierte und nur minimal driftende Geräte wie meine Kenwoods sind auch vom HF-Abgleich her nicht viel weggelaufen, der kleine Grundig ist da das genaue Gegenstück.


[Beitrag von audiophilanthrop am 28. Jul 2007, 17:03 bearbeitet]
aileena
Gesperrt
#15 erstellt: 28. Jul 2007, 18:26
Armin, schöner Report/Anleitung. Wie immer schöne Fotos.
hf500
Moderator
#16 erstellt: 28. Jul 2007, 20:15
@audiophilanthrop

Moin,
ich bin mir nicht sicher, ob der Grundig T7000 eine schlechte Abgleichstabilitaet hat.

Ein Exemplar, das ich mal repariert habe, hatte ganz andere Fehler.
Alle Trimmpotis, die mit der Abstimmspannung zu tun hatten, fielen schlicht auseinander.
Und das Gleiche tat das Abstimmpoti unter dem Drehko.
Dem zerbroeselte der Schleifer schon beim Anschauen.

Weil der Tuner unbedingt laufen musste, habe ich die Trimmpotis ersetzt (einfach) und das Abstimmpoti
mit dem schleifer eines Schrottpotis repariert. Soviel zu Qualitaetsprodukten von Alps, die kochen auch nur mit Wasser ;-)

Ich habe nicht herausfinden koennen, was die Metallteile dieser drei Potis zerstoert hat.
Das Geraet war soweit unverbastelt und auch Spuren von ungeeigneten Kontaktsprays habe ich nicht gefunden.


Anwendungsgebiet des Drehkos in Rundfunkempfaengern erkennen:
Hat er viele engstehende Platten, ist es ein Drehko fuer AM (typ. 500pF).
Wenige Platten, meist auch mit groesserem Abstand, zeigen einen UKW-Drehko an (typ. 15pF).

Kleingeraete (billigere Radios und Henkelware, haben Drehkos mit Kunststoffdielektrikum (Die "Isolierung" zwischen den Platten von Rotor und Stator).
In diese Drehkos darf -nichts- gesprueht werden, was nicht rueckstandsfrei verdunstet oder Kunststoffe angreift. Sichere Mittel sind Tuner600 oder KontaktWL.
Bei diesen Miniaturdrehkos sind die Isolierfolien zwischen den Platten deutlich zu sehen.

Das gilt auch fuer Drehkos, die wie der von Armin gezeigte Luftdrehko aussehen, die aber ungewoehnlich eng stehende Platten haben. Da man es nicht fertigbringt,
hier einen zuverlaessig schlussfreien Kondensator zu bauen, sind die Platten mit einer duennen Kunststoffschicht ueberzogen, die man nicht sieht (m.E. Polyaetylaen,
auch der Reibung wegen).

73
Peter
Stormbringer667
Gesperrt
#17 erstellt: 29. Jul 2007, 12:58

Ich will nochmal anmerken, daß man als Normalnase vom Abgleich besser die Finger läßt,


Gut,daß ich keine Normalnase,sondern gelernter Radio- und Fernsehtechniker bin.......
audiophilanthrop
Inventar
#18 erstellt: 29. Jul 2007, 21:40

Stormbringer667 schrieb:

Ich will nochmal anmerken, daß man als Normalnase vom Abgleich besser die Finger läßt,

Gut,daß ich keine Normalnase,sondern gelernter Radio- und Fernsehtechniker bin....... ;)

Das war ja auch nur 'ne generelle Anmerkung - wer weiß denn, wer hier noch so alles mitliest. Und beim Thema Abgleich kann man halt allerhand verschlimmbessern, wenn man nicht das nötige Wissen *und* passende Geräte hat. Mich würde mal interessieren, wieviele Signalgeneratoren es überhaupt gibt, die geeignet sind, um einen Spitzentuner auf minimalen Klirr abzugleichen (und nicht etwa auf Kompensation der Verzerrungen des Meßsenders) - das ist Größenordnung 0,03%. OK, vielleicht ist der Abgleich mit QMM ohnehin der bessere Weg (ich würde eine Variante basierend auf einem gängigen Stereodecoder-IC bevorzugen, wie dort skizziert - einmal aufgebaut könnte sowas mit Trimmer-C fürs Phasing leicht für unterschiedliche Tuner eingestellt werden).

Übrigens, ich kann beim Frontend des Kenwood KT-80 zwar für den LO einen Trimmer finden, aber bei den anderen Vorkreisen gibt es diese - entgegen dem Schaltplan - nicht. Wie zum Kuckuck hat man den damals abgeglichen? Ich fürchte ja, Induktivität in Bandmitte auf Signalmaximum und hoffen, daß das Tracking mit der gewählten Teiledimensionierung bei engen Toleranzen so in etwa paßt... Sowas würde ich vielleicht in einem Schleppable erwarten, aber doch nicht in einem ausgewachsenen Hifi-Tuner...

PS: Habe mir heute und gestern nacht mal beim T7000 den IFT nach dem Mischer und den Detektorkreis vorgeknöpft. Das hat die Empfindlichkeit nochmals etwas verbessert - über die Trennschärfe konnte man ja ohnehin nicht klagen. Ein klangliches Wunder wird der kleine Grundig aber wohl nie werden, zu simpel sind Detektor und Ausgangsstufe, von der fehlenden AFC mal ganz abgesehen. Dagegen ist selbst der KT-80 Highend, den Unterschied hört man sofort.

PPS: So, LO beim KT-80 ist auch nachgezogen. Very touchy, das - da muß man wirklich sehr behutsam dran drehen, sonst ist man ruckzuck ein paar hundert kHz daneben. Metallische Schraubenzieher würde ich folglich auch nicht verwenden...


[Beitrag von audiophilanthrop am 30. Jul 2007, 20:24 bearbeitet]
rappelbums
Stammgast
#19 erstellt: 05. Nov 2007, 17:37
*Threadnachobenschieb* weil er lehrreich, wunderbar geschrieben, mit tollen Bildern dokumentiert und am besten sticky nach ganz oben gehört.
Danke!
bukongahelas
Inventar
#20 erstellt: 06. Nov 2007, 08:44
Mein NIKKO 7075 Receiver empfängt , aber zu leise, Endstufe und Vorverstärker sind OK, andere Quellen werden gut wiedergegeben.
Der Tunerteil empfängt bei UKW Sender, aber zu leise, die Feldstärkeanzeige schlägt kaum aus.
Ein anderer Tuner an derselben Antenne zeigt volle Feldstärke, es muss also am Nikko Tunerteil liegen.
Leider kein SM/SP vorhanden.
Wo und wie fange ich an zu suchen ?
gruss
bukongahelas
rappelbums
Stammgast
#21 erstellt: 07. Nov 2007, 23:21
Nabend!
Beim Besuch im Baumarkt habe ich in der Werkzeugabteilung eine Kontaktfeile entdeckt. Die Feile kam mir jedoch recht dick vor, mindestens 1 mm, eher 2 mm. So eine Feile bekomme ich nie zwischen die Kontakte eines Drehkos geschoben.
Daher meine Frage: Wie dick ist so eine Feile für den Audio-Bereich und wo kann so eine Feile käuflich erworben werden?
armin777
Gesperrt
#22 erstellt: 08. Nov 2007, 08:48
@rappelbums

eine "richtige" Kontaktfeile wurde im Bereich Fernmeldehandwerk jehrzehntelang angeboten, z.B. für Relaiskontakte. Die Stärke liegt bei etwa 0,3 mm. Meine stammt aus dem Angebot der Werkzeugmarke Belzer.

Beste Grüße
Armin777


[Beitrag von armin777 am 08. Nov 2007, 08:48 bearbeitet]
Rimodar
Stammgast
#23 erstellt: 12. Mrz 2008, 13:58
Hallo Armin777,

habe erst jetzt durch Zufall Deinen Wartungsbericht gelesen!

Besten Dank dafür!

Dein Bericht hat mir weitergeholfen,
weil auch genial geschrieben und mit Fotos
dokumentiert,
besser geht nicht!!!


Gruß von hier
Rimodar
DV
Stammgast
#24 erstellt: 31. Mai 2008, 12:51
Hallo - toller Thread!

Brauche Hilfe bei meinem Marantz 2270.

Was ist gemeint mit:

AdjustmentStageWhen
L1011st RF stageLow end
C1021st RF stage High end

Was ist Low, was High? 1.RF Stage 87.5 - 92MHz. ?
Ist "Low end", 87.5MHz. ?

DV
audiophilanthrop
Inventar
#25 erstellt: 03. Jun 2008, 12:51
1st RF stage ist die HF-Vorstufe, vermutlich ist der erste mitlaufende Vorkreis gemeint. Für einen Zweipunktabgleich brauchst du zwei Frequenzpunkte, einen nahe der Untergrenze des Empfangsbereichs ("low", typisch 90 MHz) und einen nahe der Obergrenze ("high", typisch 106 MHz). Iterativ wechselseitig auf Maximum ziehen; wer mit Wobbler gesegnet ist, kann auch auf Bandpaß abgleichen. Für Spulenkerne in jedem Fall genau passendes Werkzeug verwenden, die sind empfindlich.

Vor den Vorkreisen natürlich zuerst den LO-Kreis abgleichen.


[Beitrag von audiophilanthrop am 03. Jun 2008, 12:52 bearbeitet]
Siamac2
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 08. Mai 2009, 11:14
Danke für diesen Thread.
armin777
Gesperrt
#27 erstellt: 08. Mai 2009, 15:20
Hallo Siamac,

hast Du den heute erst gefunden???

Beste Grüße
Armin
kuni1
Stammgast
#28 erstellt: 13. Mai 2009, 06:38
Hi Armin,

habe gestern auch mal diesen Thread auf meinen Monarch STR-7500 angewendet, mit Erfolg .

Hätte da aber nun noch eine Frage:
Das mit dem Trimmer am Drehko ist klar, aber für was sind die anderen 4 Schrauben, oben auf dem Drehko, rechts neben dem Trimmer ?
armin777
Gesperrt
#29 erstellt: 13. Mai 2009, 08:23
Hallo Matthias,

das sind alles kapazitive Trimmer, dort kannst Du den Drehko fein abgleichen. Zwei sind für FM, zwei für AM (versetzt, abwechselnd). Am besten vor dem verdrehen markieren! Beim Abstimmen stets das Signalmeter beobachten!

Beste Grüße
Armin
audiophilanthrop
Inventar
#30 erstellt: 26. Feb 2010, 23:11
Leider fehlen hier inzwischen einige Bilder. (Auf Imageshack ist auch kein Verlaß...) Armin, kannst du da noch was machen?
errorlogin
Inventar
#31 erstellt: 01. Mrz 2010, 09:42
Ja, wäre toll, wenn Du das auch auf Deine Website übernehmen könntest....

.... da findet sich das auch leichter!

charlymu
Inventar
#32 erstellt: 03. Mrz 2010, 16:23
Hallo, ich hatte die Tage mit Armin telefoniert und ihn mal auf seine Tunerabgleichstory angesprochen. Laut Armin, ist es in Arbeit und wird die nächsten Tage auf seiner Homepage erscheinen, mit allen Bildern.

Gruß

Dirk
charlymu
Inventar
#33 erstellt: 03. Mrz 2010, 18:44
So ist alles auf seiner Seite unter, Restaurierungen / Tipps aus der Werkstatt.

Prima Anleitungen und sehr hilfreich!

Danke Armin!

Dirk
armin777
Gesperrt
#34 erstellt: 03. Mrz 2010, 18:57
Dass Du auch immer alles so schnell merkst, Dirk!

Beste Grüße
Armin
errorlogin
Inventar
#35 erstellt: 03. Mrz 2010, 19:49
Vielen Dank, Armin!

Viele Grüße

Hmeck
Inventar
#36 erstellt: 04. Mrz 2010, 08:35
Betr: Kontaktfeile

Also ehrlich - mit der Kontaktfeile!

Ich habe hier eine schöne Sammlung von Drehkos - da könnte man bei KEINEM eine Kontaktfeile anwenden - schon allein aus mechanischen Gründen!

Sowas ist doch ausschließlich für elektrisch (Induktionsfunken) stark belastete und massive Kontakte (Kraterbildung) brauchbar.

Selbst bei flachen Kontakten (Relais) würde ich es erst einmal mit Spray und eventl. einem rauhen Papier probieren.

Ansonsten - schöner Beitrag, ja.

Grüße, Hmeck
armin777
Gesperrt
#37 erstellt: 04. Mrz 2010, 08:49
Hallo HMeck,

also meine Kontaktfeile möchte ich nicht missen, zumal sie schon seit vielen Jahren nicht mehr hergestellt wird und man sie deshalb nicht mehr neu kaufen kann.

Bei allen Kontakten wäre ich mit einer Kontaktfeile eher nicht bereit dazu sie damit zu bearbeiten - außer bei Drehkos. Dreht man die Platten so, dass sie ganz eingedreht sind, kommt man ganz gut an die großen Federn heran, die ja immerhin rund 10mm lang sind. Die Messingteile nehmen keinen Schaden.

Diese Anleitung gilt für die allermeisten Receiver und Tuner japanischer Herkunft der 60er und 70er Jahre - da gibt es nur ganz wenige Aunahmen, bei denen man die Kontaktfeile aus mechanischen Gründen nicht anwendbar wäre.

Beste Grüße
Armin
audiophilanthrop
Inventar
#38 erstellt: 06. Mrz 2010, 22:57
Ich habe mir gerade mal den Artikel "Tunerabgleich zu Hause ohne Meßequipment" durchgelesen - da stecken aber einige pfallsche Pfeler:

Oben rechts sieht man den weiter oben schon beschriebenen Drehkondensator, meist kurz als Drehko bezeichnet. Dieser Kondensator wird durch die Stellung der Platten in seiner Kapazität geändert und bildet mit einem Widerstand zusammen einen Schwingkreis. Der Schwingkreis hat eine Resonanzfrequenz, die unserer Sendefrequenz entsprechen muß. (Liebe Techniker: die ZF lassen wir jetzt mal der Einfachheit halber weg, ok?)

Soso, RC-Schwingkreise. Man könnte zudem statt der Anmerkung auch ruhig schreiben, daß es neben den Sektionen auf Empfangsfrequenz (deren Zahl erst etwas weiter unten nebenbei mit 2 beziffert wird) auch eine gibt, die etwas höher schwingt, für die etwas später erfolgende Frequenzumsetzung.

Diesen Ton nennt man Pilotton (auch Techniker sagen so) und er liegt bei 38 kHz.

Und Folgefehler. Der Pilotton liegt natürlich bei 19 kHz. Aus diesem werden phasensynchron 38 kHz erzeugt (meist PLL mit 76-kHz-RC-Oszillator und /2-Taktteiler), mit denen dann das vom FM-Demodulator kommende Basisbandsignal abwechselnd auf den linken und rechten Kanal geschaltet wird. (Ja, so bekommt man tatsächlich ein L+R-Signal im Basisband plus eine darüber befindliche Doppelseitenband-AM mit Trägerunterdrückung und Inhalt L-R demoduliert. Die Modulation funktioniert nämlich genau umgekehrt. Gerüchtehalber war das evtl. auch der Grund dafür, genau dieses Stereo-Verfahren zu verwenden, das ist ja sonst nicht gerade selbsterklärend.)

Zu Abstimmen auf keinen Fall einen Schraubendreher verwenden, dieser ist magnetisch und verändert die Kapazität bereits erheblich durch bloßes Einstecken der Klinge. Hierfür darf nur ein Abgleichschlüssel mit Mu-Metallklinge verwendet werden.

Eigentlich kommt es hier darauf an, das elektrische Feld möglichst wenig zu stören, und das geht am besten mit nichtleitendem Abgleichbesteck. µ-Metall ist zwar für ein Metall ein ziemlich lausiger Leiter (Kupfer oder Silber sind mal eben um den Faktor 30 besser), aber von der Isolation herkömmlicher Kunststoffe oder von Holz immer noch Größenordnungen entfernt.

(µ-Metall könnte man nicht einmal beim Abgleich von Spulen gebrauchen - das setzte man schließlich zur Abschirmung von Röhrenmonitoren ein, weil es mit seinem hohen µ_r das B-Feld so schön reinzieht, hier will man das magnetische (Streu-)Feld aber möglich wenig stören. Nichtmagnetisch wäre in diesem Fall gefragt, oder am besten gleich Kunststoff o.ä. in genau zum Spulenkern passender Form, der Fragilität derselben wegen.)
armin777
Gesperrt
#39 erstellt: 09. Mrz 2010, 09:18
Lieber audiophilanthrop,

ich schrieb ja eingangs damals, dass ich die Technik soweit wie möglich heraus halten wollte, um dem unbedarften Hifi-Freund die Möglichkeit zu geben, auch ohne umfangreiches Fachwissen, etwas zu unternehmen.

Lass es doch einfach so stehen! Immerhin ist der thread jetzt schon knapp drei Jahre alt!

Die fehlenden Fotos kann ich, obwohl ich sie noch habe, nicht wieder einstellen, da ich an dem Artikel nicht mehr schreiben kann (funktioniert nur zwei, drei Tage). Komplett anschauen und lesen kann man den Beitrag auf meiner homepage unter Tipps.

Beste Grüße
Armin


[Beitrag von armin777 am 09. Mrz 2010, 09:21 bearbeitet]
audiophilanthrop
Inventar
#40 erstellt: 11. Mrz 2010, 15:35
Meine Anmerkungen im letzten Post bezogen sich wie erwähnt auf diesen Artikel. War vielleicht etwas zu schnell gesprungen.
70erholz
Neuling
#41 erstellt: 20. Nov 2016, 10:21
Hallo,
das ist ein sehr guter Beitrag, aber leider sind die Fotos nicht mehr enthalten.
Gibt es eine Möglichkeit noch eine Version mit Fotos oder vielleicht nur die Fotos zu erhalten.

Grüße, Jürgen
detegg
Administrator
#42 erstellt: 27. Nov 2016, 23:59

armin777 (Beitrag #39) schrieb:
Die fehlenden Fotos kann ich, obwohl ich sie noch habe, nicht wieder einstellen, da ich an dem Artikel nicht mehr schreiben kann (funktioniert nur zwei, drei Tage). Komplett anschauen und lesen kann man den Beitrag auf meiner homepage unter Tipps.

Beste Grüße
Armin


Moin Jürgen,

einfach mal bei Armin vorbeischauen ...

LG
Detlef
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