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Diskussion : The Box Speaker 18-500/8-A

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stoneeh
Inventar
#3618 erstellt: 19. Dez 2020, 00:00

jones34 (Beitrag #3617) schrieb:
Warum sollte es denn ein Problem sein den 18-500 so abzustimmen wenn es mit anderen Chassis anscheinend ok ist außer das du grad ein Argument brauchst?


Weil's mit dem einen nicht anders geht, und mit dem anderen schon! Was erklär ich denn bitte grad? Bei dem einen Chassis stellt eine derart aussehende Kurve das best case szenario dar, bei dem anderen das worst case. Das kann man nicht blind in einen Topf werfen.

Der verzogene Frequenzgang von Floh's Sub ist dabei im übrigen ungut, aber eher noch das kleinere Übel. Der Punkt ist, dass dem Eckport untenrum ein ganzes Eck an Wirkungsgrad, und bei einem thermisch / elektrisch wenig potentem Chassis wie dem 18-500, bei dem man das nicht einfach via Verstärkerleistung kompensieren kann, somit auch Maximalpegel fehlt. DAS kann man leider mit keiner Trennung oder Filter korrigieren.


jones34 (Beitrag #3617) schrieb:
Die Anwendung bei der Tiefgang und guter Klang wichtiger sind als Pegel, ganz einfach.
Die Abstimmung hat eine angenehm niedrige Güte, was dem Klang sicherlich zu gute kommt.


Wie kommst du drauf? Nur weil der Eckport untenrum leiser ist? Das sagt nichts über die Güte der Abstimmung aus. Mangels Einzelmessungen kann man die hier nur an der unteren Flanke im Fg ablesen, welche bei dem Eckport und Sebb's Bodenport gleich steil aussehen.

Für 5 Hz opfert man auf jeden Fall nicht soviel Maximalpegel... das ist absurd.
jones34
Inventar
#3619 erstellt: 20. Dez 2020, 00:48

stoneeh (Beitrag #3618) schrieb:


Weil's mit dem einen nicht anders geht, und mit dem anderen schon! Was erklär ich denn bitte grad? Bei dem einen Chassis stellt eine derart aussehende Kurve das best case szenario dar, bei dem anderen das worst case. Das kann man nicht blind in einen Topf werfen.

Der verzogene Frequenzgang von Floh's Sub ist dabei im übrigen ungut, aber eher noch das kleinere Übel. Der Punkt ist, dass dem Eckport untenrum ein ganzes Eck an Wirkungsgrad, und bei einem thermisch / elektrisch wenig potentem Chassis wie dem 18-500, bei dem man das nicht einfach via Verstärkerleistung kompensieren kann, somit auch Maximalpegel fehlt. DAS kann man leider mit keiner Trennung oder Filter korrigieren.

Aha, der Frequenzgang ist also schlecht weil er schlecht ist? Und bei anderen Subs ist der gleiche Frequenzgang ok?
Das mit der Belastbarkeit ist glücklicherweise gar kein Problem, weil das Chassis in so nem Gehäuse mechanisch zuerst das Segel streicht
Das wird übrigens nicht wirklich besser wenn man das Gehäuse größer macht, da steigt zwar der Pegel untenrum an aber über der Abstimmungsfrequenz limitiert der Hub auch und man gewinnt nur wenig Pegel aber dafür ein großes Gehäuse.


stoneeh (Beitrag #3618) schrieb:

Wie kommst du drauf? Nur weil der Eckport untenrum leiser ist? Das sagt nichts über die Güte der Abstimmung aus. Mangels Einzelmessungen kann man die hier nur an der unteren Flanke im Fg ablesen, welche bei dem Eckport und Sebb's Bodenport gleich steil aussehen.

Für 5 Hz opfert man auf jeden Fall nicht soviel Maximalpegel... das ist absurd.

Natürlich ist es völlig absurd einen Sub mit 92dB 1W/1m Wirkungsgrad zu nutzen, also außer es ist ein anderer Sub mit gleichem Frequenzgang und 92dB 1W/1m Wirkungsgrad. Dann geht das natürlich.
Muss man wissen...
Das du da ganz massiv mit zwei Maßen misst fällt dir wohl nicht auf?

Eine tendenziell niedrige Güte ist aus dem Frequenzgang ersichtlich (abfallen, keine Buckel, keine abrupte Flanke).
Das war auch gar kein Vergleich mit dem Bodenport Sub, was auch nur begrenzt Sinn macht wegen der völlig anderer Abstimmung.
Die Güte fällt hier ungeachtet dessen wohl höher aus, wie der hohe Pegel, der vom dem Port kommen muss bezeugt. Der Frequenzgang hat sogar einen leichten Buckel untenrum. Problematisch ist das Augenscheinlich aber noch nicht.

Da es sehr müßig ist mit dir zu diskutieren lass ich das an der Stelle dann auch mal.
stoneeh
Inventar
#3620 erstellt: 20. Dez 2020, 12:35
Dass der 18-500 in Gehäusen dieser Art zuerst mechanisch limitiert wäre stimmt so nicht - laut Simu geht der ziemlich gleich elektrisch und mechanisch ins Limit. D.h. wenn wo was an Wirkungsgrad fehlt, fehlt das dann auch an Maximalpegel.

Zum Vorwurf, dass ich zwei Standards ansetzen würde: wie gesagt, der, den ich ansetze, ist das bestmögliche aus einem Chassis rauszuholen.
Dass das beim Achenbach / Floh's Eckport nicht gegeben ist, liegt ja im Vergleich ganz klar auf der Hand. Die minimalen Abstimmungsunterschiede, auf die du verweist, sollten 1, 2 dB ausmachen, keine 5. Beim Eckport sieht man einfach ganz klar dass da untenrum der Resonator nicht so mithilft, wie er sollte - was ja auch wenig überraschend ist, und auch andere intuitiv so geschlussfolgert haben.
(Und das mit der besseren Wiedergabetreue ist einfach nur falsch - die untere Flanke zeigt die Güte der Abstimmung, und die ist bei beiden gleich.)

Zu meinem nochmal: hier die von dir zitierte Messung. Und hier ein anderer (wohlbekannter) BR mit dem gleichen Chassis.
Wie man sieht, meiner hat ja immerhin ein Plateau untenrum - rein durch eine entsprechende Trennung ergibt sich ein flacher Frequenzgang im Gesamtsystem. Das stellt dann auch schon das Optimum dar - besser geht's mit dem Chassis bei praxisgerechter Abstimmung & Gehäuseabmessungen nicht. Der 118Ex im Gegensatz sieht ja schon fast aus wie eine CB.


Weisst, das traurige ist, du verstehst das ja alles. Du könntest dein Wissen eigtl. nutzen den Leuten hier zu helfen. Stattdessen begrenzt du deine Nutzung dieses Forums, wie ja jeder, der mal deine letzten Beiträge in deinem Profil anschaut, sieht, rein darauf, mir nachzustellen, und irgendwie durch's herauskitzeln irgendwelcher i-Tüpfel versuchen mich zu diskreditieren.

Ich find es ist wichtig, das auch mal wieder anzusprechen, weil das fachliche Diskussionsniveau durchaus das überschreiten kann, was Anfänger nachvollziehen können. Fortgeschrittene mit dem entsprechenden Wissen sollen ruhig beide Seiten lesen und selbst entscheiden, was sie für richtig erachten - Anfänger jedoch sollten deine Posts im entsprechenden Kontext, der eben (aus welchem Grund auch immer) sehr persönlich, weniger sachlich, ist, sehen, und sich nicht auf die falsche Fährte locken lassen.

Dir, Jones, empfiehl ich, tatsächlich mal was zu bauen, zu beschallen, und dann gerne darüber zu berichten. Das würde dem Forum dann auch was bringen. Nichts herzeigen und aus dem Hinterhalt sticheln bringt nicht grad Leben und Freude hinein. Gerne auch dann in ner Weile, wenn's derzeit wegen dem Lockdown nicht geht.
Mechwerkandi
Inventar
#3621 erstellt: 20. Dez 2020, 15:43
Ich hätte da mal eine Frage zum allgemeinen Verständnis, bitte um Entschuldigung für das oT.:
Was ist verwerflicher, der Versuch, die andere Seite zu diskreditieren, oder der Versuch, sich selbst zu überhöhen?
Megabear
Neuling
#3622 erstellt: 21. Dez 2020, 00:39
So, zumindest íst jetzt ein Eckport gebaut (hoffe mal kein Schrott). Ich hatte es so verstanden, das der Eckport halt etwas tiefer geht. Ich konnte für mich nicht klar erkennen, was das beste und einfachste Gehäuse zu bauen ist.
Wie auch immer, das Gehäuse steht. Morgen noch in den Baumarkt und Dichtungsband kaufen (mal gucken was es da so gibt).

Flansche für Distanzstange und Speakon kommen noch rein. Und dann muß ich gucken woher ich ein Gittter bekomme.

Gibt es Einstellungen für DCX 2496 an einer gebrückten E800? Darüber würde ich mich noch freuen.
Also Tops (bitte nicht lachen, der Sohn ist 16, sind aktive Behringer B212D). Für Partymucke im Keller wird es wohl reichen.

Dankeschön Grüße Guido
stoneeh
Inventar
#3623 erstellt: 21. Dez 2020, 11:09
Wenn du keinen direkten Vergleich hast, und das dein erster PA-18er ist, wird dir nichts negatives auffallen. Bockseb's zB geht halt für minimal weniger Tiefgang fast doppelt so laut. Wenn du beide hättest würdest du den Unterschied deutlich hören / spüren.

Settings: Sub Tiefpass als auch Top Hochpass LR24 im Bereich 80-120 Hz wär so der Standard-Vorschlag. Auf den Sub würd eigtl. noch ein Lowshelf draufgehören (würdest du dir beim Bodenport ebenfalls ersparen, da der flat spielt), aber das wird ohne Messtechnik schwer.
jones34
Inventar
#3624 erstellt: 21. Dez 2020, 14:36

Megabear (Beitrag #3622) schrieb:
So, zumindest íst jetzt ein Eckport gebaut (hoffe mal kein Schrott). Ich hatte es so verstanden, das der Eckport halt etwas tiefer geht.

Keine Sorge, Schrott ist der Bass ganz sicher nicht.
Er geht halt ein bisschen tiefer bei etwas weniger Maximalpegel.
Für die Anwendung hätte ich auch ein anderes Gehäuse gebaut aber das heißt überhaupt nicht das ihr mit dem Bass keinen Spaß haben könnt

Ich hebe bei solchen Subs den unteren Bereich gerne per Shelving Filter an. In der Regel passt der 12dB/oct Filter des DCX da ganz gut. Für den Anfang kann man mal 80Hz mit 5-6dB gain probieren.
Für die Filterparameter könnte man zum Beispiel den Frequenzgang der Messung in VituixCAD importieren und da die Filter designen. Dafür entweder den Frequenzgang tracen oder fragen ob man die Daten bekommen kann.
Trennung zu den Topteilen kann man nicht zu allgemein sagen, da die Phase ja passen sollte aber im Bereich von 100-120Hz ist man mit der Trennfrequenz nicht schlecht angesiedelt.
Wenn der Subs hauptsächlich im Keller laufen soll muss man sich mit der Raumakustik näher beschäftigen.
Wenn untenrum durch den Raum viel Pegel dazu kommt kann es sein dass der Bass ohne Anhebung untenrum besser läuft.
Ohne Messungen kann man da leider nur probieren.

@stoneeh: Wie gesagt, ich möchte das hier nicht weiter diskutieren, bringt ja anscheinend eh nix.
Nochmal anmerken möchte ich jedoch das es mir einfach nur darum geht dass keine falschen Fakten durch die Gegend geblasen werden, welche eben niemand helfen. Dein Beitrag 3611 ist nunmal leider einfach faktisch falsch und somit nicht hilfreich.
Die Diskussion danach wollte ich eigentlich überhaupt nicht aber du kannst ja einfach nicht loslassen.

stoneeh schrieb:
Dir, Jones, empfiehl ich, tatsächlich mal was zu bauen, zu beschallen, und dann gerne darüber zu berichten. Das würde dem Forum dann auch was bringen. Nichts herzeigen und aus dem Hinterhalt sticheln bringt nicht grad Leben und Freude hinein. Gerne auch dann in ner Weile, wenn's derzeit wegen dem Lockdown nicht geht.

Danke für diese Empfehlung aber glaub mir, an Projekten mangelt es nicht
Du wirst es kaum glauben aber manche Leute können auch basteln ohne danach in nem Forum ein Lobeslied auf sich selbst zu singen.
Es sind sogar so viele Projekte dass ich total vergessen hatte, dass ich den Sub in Frage sogar schon mit nem Kollege selbst für jemand anderes gebaut hab, samt kurzer Hörprobe. Hier in diesem Thread gibt es sogar Bilder.
Gut, zugegeben, es ist die Doppelvariante, aber ich würde mal behaupten das ist vergleichbar.
Wir waren damals sehr positiv von der Performance überrascht. Von "Schrott" war das ganz weit entfernt.

Womit du recht hast ist das es schon ne coole Sache ist wenn man Projekte für die Allgemeinheit dokumentiert.
Das ist aber eben Zeitaufwändig und ich persönlich veröffentlich nur sehr ungerne schlecht oder lückenhaft dokumentierte Dinge, was leider auf die meisten meiner Projekte zutrifft.
Corona sei dank sieht es aber so aus als würde da in den nächsten Monaten sogar mal wieder was von mir kommen


Liebe Grüße


[Beitrag von jones34 am 21. Dez 2020, 14:50 bearbeitet]
DJLuxy
Neuling
#3625 erstellt: 04. Jan 2021, 16:46
Guten Tag, ich hab mir im Dezember mir den 18-500 geholt.

Mein Amping: TSA 4-1300

Ich bin mir noch unsicher was fürn Bauplan ich auswählen soll, weil hab zwar viel gelesen aber komme nicht so richtig weiter.

Eigentlich bräuchte ich ein Sub der Platz Sparrend und viel Tiefgang hat.

Ich weiß dass das so nicht richtig möglich bist.

Ich hatte auch vlt ne Idee für nen Doppel 18er.

Habt ihr Vorschläge für den Treiber oder was ist die beste Erfahrung mit dem Treiber?

Den Eckport von Floh wurde ich für mich rausnehmen, sonst bin ich komplett offen für Vorschläge!

Danke im Vorraus.
stoneeh
Inventar
#3626 erstellt: 04. Jan 2021, 23:43
Für "klein & viel Tiefgang" ist gerade der 18-500 leider genau das falsche Chassis. Ich denke 40 Hz linear bei 175l netto bei Sebb's BR ist das beste, was rauszuholen ist.

Woanders hat man noch die Option, bei einem zu kleinen Gehäuse und zu tiefem Tuning den fehlenden Wirkungsgrad untenrum elektrisch auszugleichen. Davon ist beim 18-500 aufgrund der niedrigen elektrisch/thermischen Belastbarkeit abzuraten.
Bei mir fing der 18-500 im BR bei sinusähnlichen Signalen (Bassgitarre, Bassline, ...) schon bei RMS Belastbarkeit nach verbranntem Plastik zu stinken an. Auch in einem anderen Gehäuse, einem FL-Horn, war bei ein bischen mehr Input schnell dieser Geruch zu vernehmen. Das zeugt nicht von Reserven... "Boost untenrum" wär bei den Dingern denk ich genau das falsche.

Fazit: entweder Chassis wechseln, oder dich damit abfinden dass grosses Gehäuse & grosser Port für viel Wirkungsgrad und Tiefgang das ist, was du für den 18-500 willst.
DJLuxy
Neuling
#3627 erstellt: 05. Jan 2021, 08:53
Erstmal Danke für die Info.

Gut & klein war mir schon klar, dass das mit dem Chassi nicht passt.

Ich find den BR nicht wen du meinst.

Hast du da vlt nen Bild(Link, etc pp)?
stoneeh
Inventar
#3628 erstellt: 05. Jan 2021, 10:27
Klick, Klick.

Bei Interesse PN - Plan liegt bei mir auf, und darf ich privat weitergeben.
DJLuxy
Neuling
#3629 erstellt: 05. Jan 2021, 14:00
Kann dir leider keine PM schicken..

Geht bei mir nicht, weiß nicht ob das darin liegt dass ich mich vor kurzem registriert habe.


[Beitrag von DJLuxy am 05. Jan 2021, 14:01 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#3630 erstellt: 05. Jan 2021, 16:07
Hab dir jetzt eine PN mit einem Download-Link geschickt. Wenn du dich für den Bau entscheidest würden wir uns freilich über einen Bericht freuen
DJLuxy
Neuling
#3631 erstellt: 05. Jan 2021, 16:22

stoneeh (Beitrag #3630) schrieb:
Hab dir jetzt eine PN mit einem Download-Link geschickt. Wenn du dich für den Bau entscheidest würden wir uns freilich über einen Bericht freuen :prost



Danke, ich geb mal nen bericht ab wenn das ding steht
Megabear
Neuling
#3632 erstellt: 08. Jan 2021, 12:55

stoneeh (Beitrag #3628) schrieb:
Klick, Klick.

Bei Interesse PN - Plan liegt bei mir auf, und darf ich privat weitergeben.


Eine Frage, bei mir führen die Links auf die gleiche Seite (1.) Was war genau gemeint?
Megabear
Neuling
#3633 erstellt: 08. Jan 2021, 12:56

DJLuxy (Beitrag #3625) schrieb:
.......

Den Eckport von Floh wurde ich für mich rausnehmen, sonst bin ich komplett offen für Vorschläge!

Danke im Vorraus.


Warum scheidet für dich der Eckport aus? Dachte das wäre der der am tiefsten geht. Davon habe ich meine Shohn einen gebaut.

Gruß Guido
Megabear
Neuling
#3634 erstellt: 08. Jan 2021, 12:58

stoneeh (Beitrag #3630) schrieb:
Hab dir jetzt eine PN mit einem Download-Link geschickt. Wenn du dich für den Bau entscheidest würden wir uns freilich über einen Bericht freuen :prost


Um welchen Bauplan geht es nun? was soll es werden? Notfalls auch gerne PN.
Gruß Guido
Böötman
Inventar
#3635 erstellt: 08. Jan 2021, 16:53

Megabear (Beitrag #3633) schrieb:

Warum scheidet für dich der Eckport aus? Dachte das wäre der der am tiefsten geht. Davon habe ich meine Shohn einen gebaut.


Der Tiefgang wird Maßgeblich durch Chassis, Gehäusevolumen und Portdimensionen bestimmt. Dabei ist die Portgeometrie theoretisch egal. Die Praxis zeigt hingegen das eine Reibung zwischen Luftsäule und Portinnenwandung existiert weshalb man bestrebt sein sollte lieber einen großen statt vieler kleinen Ports zu bauen. Ideal währe hier die Runde Ausführung da hierbei die Maximale Fläche bei minimalen Umfang eingespannt wird, das ist jedoch nicht Praxistauglich da schlicht weg zuviel Platz auf der Front benötigt werden würde. Gebaut wird meist ein großer rechteckiger Port da dieser am einfachsten realisierbar ist. Die Eckports sind hingegen eine Variante bei der Subwooferfrontfläche bestmöglich ausgenutzt wird.
psychodadpille
Ist häufiger hier
#3636 erstellt: 28. Mrz 2021, 10:10
Hallo zusammen,

ich möchte mir jetzt auch einen Sub mit dem 18-500 bauen. Treiber, Anschlussterminals, Dichtband und Griffe habe ich schon da. Muss jetzt die Tage noch Schrauben/Muttern und Holz aus dem Baumarkt besorgen. Ich will in 15mm Birke-Multiplex bauen.

Ich habe mich für die große Variante (175 l - 40 Hz) von bockseb entschieden, da einfach zu bauen und Messungen sehr gut aussehen.
Ich wollte erst die kleine Variante bauen. Allerdings wird über den Sub viel Hardstyle laufen und da geht es doch teilweise sehr tief runter. Habe mir die letzten Tage Spektren einiger Tracks angesehen und festgestellt, dass die Bassline manchmal unter 40 Hz liegt. Auf jeden Fall oft im Bereich von 40 Hz.

Mein 18-500 hat an der Spinne sehr viele Reste vom Kleber. Ist das ein Problem? Hier ein Bild: 18-500 - Klebereste an Spinne
besto
Neuling
#3637 erstellt: 15. Apr 2021, 23:21
Hi liebe 18-500er Freunde.

Ich bin neu im Forum und wollte mich mal bei euch erkundigen was ihr mir empfehlen könnt. Musik ist viel Techno, DnB aber auch mal HipHop
Vorhanden:
2x EV ELX112
2x Jobstis LMB-28

wird aktuell mit einer Car Endstufe mit insgesamt 500W betrieben.
Kickt schon ziemlich gut und ist super für unterwegs.
Allerdings fehlt der Tiefbass und ich würde gern mehr Dampf machen.
Deshalb ist meine Idee erstmal 2 E800 gebraucht kaufen. Später vielleicht noch eine Tulun TIP1300 mit 2x2200W 4Ohm für weitere Subwoofer (max. 4)
Eine E800 würde ich brücken für den 18-500,
die Andere wird entweder mit den beiden Topteilen Stereo betrieben, oder die Topteile an einen Kanal und die LMB-28 als Kickfill an den Anderen. Stereo ist mir nicht wichtig, es geht nur darum, dass es ordentlich scheppert.
Ihr könnt gern euren Senf dazu abgeben, ich bitte sogar darum

Jetzt aber zu der eigentlichen Frage:
Suche nach einem Plan für den 18-500 als Bassreflex. Soll nicht übermäßig groß sein, aber schon gut Tiefgang haben und Pegel bringen. Also ein guter Kompromiss aus allem, 38-40Hz F3 sollten es schon sein.
Jetzt hab ich mitbekommen, dass Eckport nicht unbedingt das effizienteste ist und würde am liebsten den großen BR von @bockseb bauen.
Was sagt ihr dazu?
PS: wollte @bockseb eine Email schreiben und direkt nach dem Plan fragen, allerdings greift hier irgendein Spam Schutz, weshalb das nicht drin ist (oder ich bin einfach zu blöd)

Viele Grüße aus Sachsen
Captain_Sound
Neuling
#3638 erstellt: 17. Mai 2021, 10:24
@stoneeh

Würd gerne die von dir verlinkten Subwoofer auch noch nachbauen. Wahrscheinlich den großen, kann dir aber leider auch keine PN schreiben:/ könntest du mich bitte auch kontaktieren? Wär echt perfekt danke!
Captain_Sound
Neuling
#3639 erstellt: 17. Mai 2021, 16:34
@bockseb

Könntest du mir bitte eine PN schicken sodass ich dir meine Email Adresse schicken kann bezüglich der Zuschnittliste ? Kann dir leider nicht schreiben :/ Oder hat jemand anderes die Zuschnittliste / den Bauplan für den großen BR von bockseb ? Der Sub hat mich von allen am meisten überzeugt. Danke an alle
Captain_Sound
Neuling
#3640 erstellt: 17. Mai 2021, 16:39

bockseb (Beitrag #3315) schrieb:
Hab heute einmal zwei Prototypen gebaut, einen mit 140l und mit 165l Nettovolumen.

Der Eckport geht mit 170l netto recht tief mit ft=38Hz, dem 165l mit ft=42 bis 45Hz und dem 140l mit ft=42 bis 45Hz.

20150310_182531

20150310_191710

20150310_191717


Die Gehäuse sind dann in 15mm ca. 55x65x67,5 (165l) beziehungsweise 53x62,5x62,5 (140l).


Diesen 165 Liter Subwoofer meine ich


[Beitrag von Captain_Sound am 17. Mai 2021, 16:40 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#3641 erstellt: 17. Mai 2021, 17:04
Moin.

Hast PN.

Die Pläne liegen wie gesagt bei mir auf. Bockseb selbst ist nicht mehr oft online. Via mir geht's schneller

Betonen will ich, da Foren heute teilweise leider auch als Verkaufsplattform genutzt werden: die Pläne sind natürlich zu 100% gratis!

Die Pläne sind deswegen noch nicht veröffentlicht, weil Sebb eine sehr korrekte, vorsichtige Vorgehensweise verfolgt. Trotz dass seine Subs empirisch (d.h. nach Simu Prototypen gebaut, getestet, abgeändert, bis zum gewünschten Resultat) entwickelt, und umfangreich messtechnisch bestätigt worden sind, stellt er sie noch immer nicht einfach so online, sondern will noch mehrere positive Erfahrungsberichte abwarten.
Das ist grundsätzlich mal sehr lobenswert. Ich kann inzwischen aus vielfacher Erfahrung jedoch festhalten, dass ein BR mit grossem Wand-/Bodenport, wenn, wie bei seinen, die Frequenzgangmessung gut / flat aussieht, auch immer gut spielt. Der Sebb könnte die Pläne also bedenkenlos veröffentlichen. Vll. schreib ich ihm diesbzgl. mal ne PN / Mail und hoffe dass er sie halbwegs zeitnah liest.


[Beitrag von stoneeh am 18. Mai 2021, 01:09 bearbeitet]
Captain_Sound
Neuling
#3642 erstellt: 17. Mai 2021, 22:11
Vielen Dank Stoneeh!

Noch eine Frage zum Frequenzgang, low cut laut Diagramm bei 40 Hz. einstellen das ist klar. Aber wie habt ihr den High Cut eingestellt ? Kann da jemand von seinen Erfahrungen berichten ?

Und hat jemand mal den maximalen Schalldruck also PEAK SPL gemessen ? Interessiert mich vor allem weil dieser ja bei einigen fertigen Subs dabei steht, um das in Relation zu sehen


[Beitrag von Captain_Sound am 17. Mai 2021, 23:59 bearbeitet]
Böötman
Inventar
#3643 erstellt: 18. Mai 2021, 05:49
Die Peak SPL Angaben besitzen 0 Aussagekraft da weder Messbedingungen, Messfrequenz bzw. der Verzerrungsgrad benannt wird. Schau Dir beispielsweise die Frequenzgänge diverser 97 ... 99 dB Bassmonster an, was fällt auf? Richtig, der Wirkungsgrad wird zwar erreicht, das aber nur in einem Bereich in dem das Chassis nie eingesetzt werden wird. Oftmals handelt es sich auch nur um reine Rechenwerte ...
stoneeh
Inventar
#3644 erstellt: 20. Mai 2021, 08:40
Is so. Selbst wenn gemessen wird und die Bedingungen angegeben sind - wenn die Bedingungen und die Methode nicht zwischen den Herstellern ident / gleichwertig ist, ist erst wieder keine Vergleichbarkeit gegeben.

Data-Bass.com zB misst Outdoor via der CEA 2010 Methode. Ich mess mit STEPS, Max. SPL @ 10% THD, Outdoor. Die Production Partner misst auch Max. SPL @ 10% THD, aber Indoor ("mit Korrekturfunktion für Raummoden"), und mit relativ kurzen Bursts. Bei allen dreien kommen für ein und denselben Sub stark unterschiedliche Maximalpegel-Werte raus.

Dass Private sowas vernünftig durchführen kannst zu 99,9x% sowieso vergessen. Erstens mal, so eine Messung mit Sinusbursts ist bei einem PA-Sub subjektiv sowas von laut und störend - irgendwo nur annähernd im Ortsgebiet geht das schlicht und einfach nicht.
Ich hab das "Glück" dass ich ein gut zugängliches landwirtschaftliches Grundstück 1, 2 km von der nächsten Ortschaft weit weg habe. Weiters hab ich einen 3kW 12->230V Vollsinus-Spannungswandler im Auto. Somit geht das bei mir.
Ebenfalls ist Methodik und Hardware bei weitem nicht trivial. Um sicherzustellen dass du vernünftige Werte ermittelst musst du u.a. sicherstellen dass nichts in der Kette Verzerrungen hinzufügt, nur der Lautsprecher selbst - sowohl Amp, Pre-Amp als auch Mikro sind hierbei stark fehleranfällig.
psychodadpille
Ist häufiger hier
#3645 erstellt: 10. Jun 2021, 14:07
Hallo zusammen,

ich habe jetzt auch den erstem Sub fertig gestellt.
Es ist die große Variante von bockseb. Vielen Dank nochmal für den Plan!

Gebaut ist er mit 15mm Birke-Multiplex (verdammt teuer der Kram ). Die Griffe und Terminals sind von Thomann. Die Schrauben vom Verleimen habe ich aus Faulheit vorm Lackieren nicht gespachtelt. Wird ja keinen Einfluss auf die Funktion haben Lackiert ist er mit zwei Schichten Tuff Cab. Den Lack habe ich mit der Strukturrolle aufgetragen.

Zum Sound kann ich noch nich viel sagen. Bin gerade beim DSP-Setup (DCX2496) bei. Er spielt dann zusammen mit Omnitronic PAS-212 MK2 Topteilen. Als Amp nutze ich eine Tulun FP10 (Lab-Clon).
Es ist mein erster PA-Sub. Daher fehlt mir auch der Vergleich.

Einen zweiten Sub möchte ich dieses Jahr auch noch bauen, wenn ich wieder Zeit habe.

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stoneeh
Inventar
#3646 erstellt: 05. Okt 2021, 05:23
Soda-(Wasser). Ich hab den 18-500 derzeit da. Somit kommen nun die messtechnischen Fakten zum Chassis, die wir eigtl. schon seit ca. einem Jahrzehnt haben sollten (idealerweise direkt vom Hersteller), auf den Tisch.


Beginnen wir ganz simpel, aber trotzdem nicht vernachlässigbar, mit dem Gewicht:

IMG_20211004_225934_s IMG_20211004_193111

Laut Packungsaufdruck GW (Gross Weight - Bruttogewicht inkl. Verpackung) 16kg, NW (Net Weight - Nettogewicht ohne Verpackung) 14,5kg. Wie man sieht, meine gute alte analoge Waage (digitale wär wohl wegen dem Magnetfeld nicht anzuraten gewesen) stimmt zu.


TSP direkt aus dem Karton, mit der Volumen-Methode; Equipment ARTA Messbox V3.2 & auf 1,2% genaues Multimeter; Membrandurchmesser von Sickenmitte zu Sickenmitte:

18-500 TSP

Le1k:

18-500 Le1k


Gebaut wurde ein Gehäuse entsprechend Bockseb's 175l / 40 Hz BR:

IMG_20211005_054934


Akustische Messungen; meine gesamte Hardware, Methodik, etc. ist in meinen letzten Lautsprechertests, zB im THAM 15 Review, vermerkt.

Frequenzgang / Wirkungsgrad GPM 2m 5,66V, entsprechend 1m 2,83V (1 Watt @ 8 Ohm); inkl. Impedanz:

18-500 BR GPM 1m FR & Imp

Gruppenlaufzeit, Wasserfalldiagramm:

18-500 BR GPM 1m GD 18-500 BR GPM 1m BD


Tuning und Frequenzverlauf zeigt sich interessanterweise etwas anders als in Bockseb's Messungen. Ursachenforschung freut mich an dieser Stelle nicht - ist auch vernachlässigbar, beide Messserien zeigen sehr gute Ergebnisse.

Erkenntnisse: exzellenter Wirkungsgrad; akzeptable / gute GLZ; sehr sauberes Ausschwingverhalten im gesamten Bassbereich. Trennung zu den Tops problemlos bis 200 Hz möglich - bei höherer Trennung sollte man aber wohl einen Lowshelf verwenden, um den Bereich bis 100 Hz vom Pegel auf den Bereich 100-200 Hz anzuheben.


Wie üblich habe ich eine Max. SPL @ THD Messung durchgeführt. Da ich der einzige (non-kommerzielle) zu sein scheine, der diese im deutschsprachigen Raum durchführt (weil entsprechender Zeit- und Materialaufwand dahintersteckt), teile ich diese Messungen bzw. das Urheberrecht daran ab nun nicht mehr mit Online-Foren.

Keine Sorge, die Ergebnisse verschwinden nicht hinter einer Paywall. Wahrscheinlich kommt ein Shootout mit allen von mir gemessenen Subs dieses Jahres auf meinen Youtube Kanal.

Vorweg: der 18-500 in diesem BR mit grossem Bodenport hat sich sehr sehr gut geschlagen. Der Maximalpegelverlauf war sehr ausgewogen und generell die Erwartungen übertreffend. Einiges an teurer Markenware bringt der 18-500 in diesem Gehäuse sehr zum schwitzen. Das Chassis bzw. dieser Sub ist also kein Spielzeug - das ist amtliches Beschallungsmaterial.


Na denn - bis denne
stoneeh
Inventar
#3647 erstellt: 06. Okt 2021, 00:06
Da derartige Details im angesprochenen Shootout der Kürze wegen keinen Platz finden werden gibt's nun hier noch kurz ne weitere Info zum Max. SPL.


Der 18-500/8-A ist vom Hersteller mit 500w RMS- und 2000w Peak-Belastbarkeit angegeben. Die Info bezieht sich rein auf die elektrische Belastbarkeit. Dazu gibt's zu beachten dass die Leistungsdichte von Musik üblicherweise verhältnismässig niedrig ist, und man deswegen einen Lautsprecher bei Musik mehr Ampleistung als die RMS-Belastbarkeitsangabe zur Verfügung stellen kann. Als "Musik-Belastbarkeit" wird üblicherweise das doppelte der RMS-Belastbarkeit angegeben - wäre in diesem Fall 1kW.

Beleuchten wir an dieser Stelle, wieviel Leistung mechanisch (d.h. durch Hubfähigkeit begrenzt) das Chassis verträgt. Ist bei 500w vll. eh schon im "normalen BR" mechanisch Ende, oder geht mehr?
Userberichte besagen grösstenteils dass die sinnvolle Leistungszufuhr für den 18-500 um die 1kW liegt.


Zu dem Zweck führen wir eine Max. SPL @ 10% THD Messung durch. 10% THD ist bei Bässen idR ein Verzerrungswert, bei welchem deren lineares Hubvermögen endet, aber der Verzerrrungsgrad noch immer akzeptabel bzw. kaum hörbar ist - man könnte es als "konservatives Limit" bezeichnen.

Die Messung wird einmal mit Amp limitiert auf 62V, einmal auf 87V (Vrms) durchgeführt - am gemessenen Impedanzminimum von 7,55 Ohm des Subs 500 und 1000 Watt.

Absolute Werte gibt's an dieser Stelle keine; es soll rein der Pegelunterschied 500 vs. 1000 Watt aufgezeigt werden. Zu dem Zweck normiere ich die 500w-Messung auf ~0 dB.

Türkis 500w, schwarz 1000w:

Unbenannt2

Ergebnisse: unterhalb des Tunings (<40 Hz), wo der Resonator schnell an Funktion verliert, ist der Sub rein hublimitiert, und bringt eine zusätzliche Leistungszufuhr nichts. Im Grossteil des nutzbaren Frequenzbands (>40 Hz) wird die Leistungsverdoppelung 500->1000w aber fast perfekt in die rechnerisch +3 dB umgesetzt.
Etwas über 50 Hz, was wohl im nutzbaren Frequenzbereich das Hubmaximum darstellt, gibt's bei der 1000w Messung nen kleinen Dip, wo die 10% THD-Grenze mit weniger als der vollen Ampspannung erreicht wurde; aber wie gesagt, 10% ist ein konservatives Limit, und in der Praxis wird dieses Amping auch in diesem Bereich möglich sein.

In diesem "Standard-BR" mit ~40 Hz Tuning ist 1000 Watt also ein sinnvolles Amping, welches der Sub über den gesamten nutzbaren Frequenzbereich problemlos wegsteckt. Bei dieser Leistungszufuhr deutet der 18-500 aber bereits seine mechanische Belastbarkeitsgrenze an - von höherer Leistungszufuhr ist zmd. in diesem Gehäuse bereits von der mechanischen Betrachtung (als auch annahmsweise der elektrischen) abzuraten.
psychodadpille
Ist häufiger hier
#3648 erstellt: 06. Okt 2021, 11:57
Vielen Dank für die ausführlichen Analysen, stoneeh!
Ich habe im Frühjahr auch die große Variante (175 l) nach Bockseb gebaut. Im Sommer habe ich mich mal an einer ersten Messung versucht und wahrscheinlich auch einiges falsch gemacht.
Hier ist das Ergebnis und ein Bild vom Messaufbau:

Bockseb_18-500

mini-PXL_20210703_143759036

Mikrofon: miniDSP UMIK-1
Amp: Tulun FP10000Q
Software: REW
Messabstand: 1 m

Auffällig finde ich die Überhöhung bei ca. 50 Hz und den früheren Abfall des Pegels. War das Mikro vielleicht zu dicht am Sub positioniert? Gibt es sonst noch typische Fehlerquellen?

Im Manual meiner beiden bestellten 18-500 ist die Nennbelastbarkeit jetzt übrigens mit 600 W angegeben. Da haben sie wohl etwas geändert.
Am Wochenende werde ich wahrscheinlich den zweiten Sub zusammen bauen...
stoneeh
Inventar
#3649 erstellt: 06. Okt 2021, 20:07
Danke an dieser Stelle auch dir für deinen Baubericht & (Versuch der) Messung.


Zur Messung: zuallererst, Skala beachten - bei dir sind's 15 dB Range, bei mir 50. D.h. dass Schwankungen bei dir deutlicher sichtbar werden. Auf die von mir gewählten 50 dB "zusammengequetscht" würd der Verlauf eigtl. recht glatt aussehen.

Messaufbau ist nicht ganz nach Buch; bei den Wellenlängen im Tiefton sollte es aber theoretisch keinen Unterschied machen dass das Mic auf ~20cm Höhe auf nem Stativ steht, statt traditionell bei der GPM auf dem Boden.

Zur den Distanzen ist zu beachten dass a) die Distanz Lsp. - Mic. so gross zu wählen ist dass man im Fernfeld misst b) die Distanz vom Messsetup zum nächsten relevanten schallharten Hindernis (im Bass das nächste sehr grosse Objekt - Gebäude, PKW, o.ä.) ein vielfaches davon beträgt, um Reflexionen von diesen ausreichend zu übertönen.
Messdistanz 1m ist für einen Sub dieser Grösse in Ordnung. Der Abstand zum nächsten relevanten Hindernis sollte dann zmd. um die 5m sein.

Ich hab dazu kürzlich was zusammengetippt - evtl. für den Anfang bisl schwere Lektüre - aber vll. hilft's: Korrekte Messdistanz & mehr für die GPM im Tiefton - messtechnische Abhandlung
Ebenso gerne in meinen Messen in ARTA für Anfänger Guide hier im Forum reinlugen, wo die Basics beschrieben werden.
Das und mehr findet sich übrigens alles zusammengefasst im Link in meiner Sig.

Messpegel ist auch noch wichtig - dieser soll / muss ausreichend hoch gewählt sein, um Noise in der Messkette als auch aus der Umgebung zu übertönen. Dürfte aber bei dir annahmsweise passen - wenn nicht sieht man üblicherweise Schwankungen an der unteren Flanke, die sich bei dir nicht zeigen.


Also - um die Messung richtig interpretieren zu können bräuchten wir genauere Infos zur Messumgebung. Du kannst in Worten beschreiben was für grössere Hindernisse in welcher Distanz vom Ort der Messung sind, oder auch ein Weitwinkel-Foto des Platzes einstellen dass wir es selbst sehen.

Was aber das grössere Rätsel ist - warum beginnt die untere Flanke bei dir bei 50 Hz? Der Sub hat ein 40 Hz Tuning, und der steile Abfall der Amplitude sollte erst von dort abwärts stattfinden.
Eine mögliche Ursache: selbst kleine Undichtigkeiten können insb. bei niedrigem Pegel das Tuning deutlich nach oben verschieben. Ich sehe dass Terminal und Griffe bei euch zwar ordentlich reingeschraubt sind; aber meine Erfahrung sagt, wenn man das nicht zusätzlich mit Dichtmasse abdichtet, bläst's da gerne raus. Wenn noch nicht getan, würd ich das überprüfen - einfach mal bei hohem Pegel die Finger/Hand neben die Ritzen halten, ob man einen Luftzug spürt.
Mechwerkandi
Inventar
#3650 erstellt: 07. Okt 2021, 06:17
Warum ist die Pappe jetzt schon eingedrückt?
Für ein Versuchsgehäuse zu viel Aufwand, für eine endgültige Lösung nur liederlich zusammengeschwartet.
Vorstehende Schrauben, kein Gitter, schlechter Lack. Die Griffe sind zu weit hinten, das kippt beim Tragen immer vorne über.
psychodadpille
Ist häufiger hier
#3651 erstellt: 07. Okt 2021, 06:57
@ Mechwerkandi
Die Pappe ist leider schon eingedrückt, weil kleine Kinder manchmal sehr schnell sind und ihre Finger überall haben.
Die vorstehenden Schrauben stören mich persönlich überhaupt nicht und haben auch keinen Einfluss auf die Funktion. Ich habe nicht den Anspruch ein perfektes Produkt für den Verkauf zu fertigen.
Das Gitter soll noch kommen. Es ist halt nicht immer genug Zeit fürs Hobby.
Was ist am Lack das Problem?
Das mit den Griffen ist mir auch schon aufgefallen. Aber es ist mein erster PA-Sub und da ist nicht alles perfekt.

@ stoneeh
Danke für die Links zu den Messgrundlagen. Damit werde ich mich jetzt mal beschäftigen.
Für die nächste Messung muss ich mir dann auch einen freieren Platz suchen. Die genannten Abstände bietet der aktuell genutzte Messplatz auf jeden Fall nicht.
Blöd nur, dass jetzt der Winter kommt. Da ist draußen messen ja leider nicht so toll.

Zu der ersten Flanke, die zu früh abfällt:
Ich habe alle Einbauten mit Butylschnur zur Abdichtung eingesetzt - außer den Treiber selber. Dieser liegt blank auf dem Holz. Ich werde nochmal schauen, dass es wirklich nirgends rauspfeift.
Könnte sich die Fertigungstoleranz des Treibers (und damit anderen TSPs) so auswirken, dass sich der Frequenzgang so stark ändert?
stoneeh
Inventar
#3652 erstellt: 07. Okt 2021, 07:22
Moin moin.


psychodadpille (Beitrag #3651) schrieb:
Die Pappe ist leider schon eingedrückt, weil kleine Kinder manchmal sehr schnell sind und ihre Finger überall haben.


Made me lol Aber ernsthaft, in akustischer Hinsicht isses zmd. im Bass wurscht.


psychodadpille (Beitrag #3651) schrieb:
Zu der ersten Flanke, die zu früh abfällt:
Ich habe alle Einbauten mit Butylschnur zur Abdichtung eingesetzt - außer den Treiber selber. Dieser liegt blank auf dem Holz. Ich werde nochmal schauen, dass es wirklich nirgends rauspfeift.
Könnte sich die Fertigungstoleranz des Treibers (und damit anderen TSPs) so auswirken, dass sich der Frequenzgang so stark ändert?


Beim Treiber / Chassis selbst hab ich wenn fest an der Schallwand reingeschraubt noch nie erlebt dass was undicht ist; deswegen hab ich es gar nicht erst erwähnt. Aber ja, kontrollieren kann man's ja trotzdem.

Nein, andere mögliche Ursachen gibt's eigtl., wenn das Gehäuse nach Plan nachgebaut wurde (was ja bereits anhand der Fotos ersichtlich ist), nicht. Geringfügige TSP-Schwankungen ändern den Frequenzverlauf etwas, aber beeinflussen die Lage der unteren Flanke nicht. Das einzige was mir noch einfällt ist dass ein Filter, d.h. beim BR insb. ein Lowcut, vorgeschalten sein könnte - aber ich schätze das hättest du von dir aus erwähnt, wenn's der Fall wär.
psychodadpille
Ist häufiger hier
#3653 erstellt: 07. Okt 2021, 10:57
An den LowCut-Filter hatte ich auch schon gedacht. Für den normalen Betrieb habe ich im Controller einen Butterworth-24 bei 35 Hz gesetzt. Ich war mir aber eigentlich sicher, dass ich den für die Messung rausgenommen hatte. Der Controller war bei der Messung auf jeden Fall mit in der Übertragungskette.
Aber eigentllich sollte der Filter ja mit seiner Cut-Frequenz von 35 Hz dann auch später ansetzen.
Ich muss auf jeden Fall bei der nächsten Messung meinen Ablauf verbessern...
Mechwerkandi
Inventar
#3654 erstellt: 09. Okt 2021, 14:16

psychodadpille (Beitrag #3651) schrieb:

Die vorstehenden Schrauben stören mich persönlich überhaupt nicht ...

Dich vielleicht nicht.
Aber alles, was im Truck daneben steht, wird zerschraddelt.
bockseb
Stammgast
#3655 erstellt: 13. Okt 2021, 14:34
Hallo an alle,
melde mich einmal, weil sich in letzter Zeit doch einiges getan hat.
Dankeschön für die paar die sich nach dem Bau gemeldet haben und die Messungen von stoneeh.

@stoneeh: Eventuelle Abweichungen kann ich mir aus zwei Gründen vorstellen:
(1) Doppelte Schallwand und/oder darin versenktes Chassis fehlt bei dir, oder? Damit passt die Portlänge und/oder das Volumen eventuell nicht ganz. Evenutell sogar beides (kürzerer Port, größeres Volumen)

(2) Mein Chassis war gebraucht und deswegen denke ich schon eingespielt und/oder einfach aus einer älteren Serie. Ist doch schon ein paar Jahre her.

(3) Ajo, und stimmt der Pegel? Sind 2W@8 Ohm nicht gleich WURZEL(2W*8OHM) = 4V ?

Aber insgesamt schaut das doch gut aus, freut mich das es euch offensichtlich passt.

LG Sebastian


[Beitrag von bockseb am 13. Okt 2021, 14:43 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#3656 erstellt: 16. Okt 2021, 16:32
Willkommen zurück Sebb

Np. Du hattest ja damals die Basics (Impedanz, Frequenzgang) für die Community ermittelt, was bereits mehr ist als man für die restlichen 18-500 Pläne sagen kann. Ich hole Ausschwingverhalten und Maximalpegel nach, womit das Verhalten des Subs nun komplett, d.h. in allen für uns relevanten Aspekten abgebildet ist.


Zu deinen Anmerkungen:

- Schallintensität nimmt im Quadrat zur Distanz ab; somit braucht's bei 2m die vierfache zugeführte Leistung (5,66V; 4 Watt @ 8 Ohm) ggüber 1m 2,83V (1 Watt @ 8 Ohm) für den gleichen Schalldruckpegel.
Dass 1m GPM 6 dB lauter als 1m 4pi ist sollte bekannt sein.

- Portlänge (Schallwandtiefe miteinberechnet), Nettovolumen, Portfläche, ergo alles relevante stimmt bei meinem Gehäuse mit deinem 175l / 40 Hz Plan überein.

- der unterschiedliche Frequenzverlauf ist in der Tat nur durch TSP-Schwankungen zu erklären. Diese müssen in dem Fall signifikant gewesen sein; kann in der Tat nur eine andere Serie (falls es jemals sowas gab) und/oder ein sehr altes und schon extrem "weichgeklopftes" Chassis gewesen sein.
War eigtl. in dem Eckport, den du gemessen hast, das gleiche Chassis drin wie später in deinen Rechteckport-BRs?


[Beitrag von stoneeh am 16. Okt 2021, 16:38 bearbeitet]
stoneeh
Inventar
#3657 erstellt: 16. Okt 2021, 16:37
Nun wie versprochen der Maximalpegelvergleich des 18-500 im 175 / 40 Hz BR entsprechend Bockseb. Dieser findet innerhalb des PA Sub Shootout 2021 statt - einer Videozusammenstellung (der meisten) meiner Messdaten von PA-Subwoofern des Jahres 2021.




Wie bereits in Post #3646 angedeutet sind die Werte des 18-500 wirklich überraschend gut; er kann sich von der Leistungsfähigkeit mit einigem an teurer Markenware messen, bzw. diese teils gar deklassieren. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist also kaum zu übertreffen.
Bigie_Smalls
Neuling
#3658 erstellt: 25. Okt 2021, 19:05
Hallo Leute,

zur Zeit besitze ich zwei JB-Sub118 (18-500) 40-90Hz und zwei Eighteensound 15 Zoll Tops.
Gespielt wird hautsächlich Tek, Tribe etc., weshalb der Traum von einer günstigen Boxenmauer besteht.

Da mir etwas der Überblick fehlt, wollte ich fragen welches Gehäuse am meisten Pegel schafft?
Hörner sollen ja im Stack besonders viel Pegel schaffen, würde aber genauso auch Bassreflex stacken.
Geplant sind 6 Stück 18-500er für den Anfang zu bauen. Kickbass würde ich mir offen halten später zu bauen.


Tops und darunter OSB Woofer (soll jetzt auch aus richtigem Holz gebaut werden)
15 Zoll Top Eigtheensound 15 Zoll Top Eigtheensound, JB-Sub118

Hatte auch kurzeitig so eine Idee (Mittelsteg ähnlich wie beim HD215). Bitte nicht darüber herziehen wenn die Idee totaler Quatsch ist.
JBP.218 Yavem
Böötman
Inventar
#3659 erstellt: 26. Okt 2021, 03:25
Laut ist bei weitem nicht das wichtigste. M.w. ist Bocksebs Gehäusevorschlag der am weitesten durchentwickelte weshalb dieser das beste Ergebnis verspricht. Stoneeh hat auch einige Messungen zum 18-500 veröffentlicht. Belies dich mal in diese Richtung.
Bigie_Smalls
Neuling
#3660 erstellt: 26. Okt 2021, 06:25
Danke für die Antwort. Hätte ja sein können das zb. ein Mth46 LC im Stack mehr Pegel/Druck macht bei verkraftbaren Einschränkungen im Klang.

Kann mir jemand den aktuellen Bauplan von Bocksebs Gehäuse zur Verfügung stellen?
Böötman
Inventar
#3661 erstellt: 26. Okt 2021, 15:22
M.w. hat Stoneeh den 175 Ltr / 40 Hz Bauplan, den sogar mit Bocksebs Genehmigung zur Weitergabe an Privat. (Das steht zumindest so weiter vorn in dem Threat)

Mfg
UltraViolent-Bass
Stammgast
#3662 erstellt: 03. Nov 2021, 19:26
Hallo Leute,

kann mir jemand von euch sagen welcher chinesische Hersteller nochmal hinter dem 18-500 steckt, eventuell auch gleich mit Modellbezeichnung? Ich hatte es mal gelesen, aber finde es nun nicht mehr.

Grüße
stoneeh
Inventar
#3663 erstellt: 03. Nov 2021, 20:25
Afair Elder Audio.
UltraViolent-Bass
Stammgast
#3664 erstellt: 04. Nov 2021, 17:22
@stoneeh Vielen Dank
Kalle2007
Neuling
#3665 erstellt: 19. Nov 2021, 14:40
Hallo zusammen,

Ich würde gerne eines der Gehäuse von Bockseb nachbauen. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn mir jemand die zwei Baupläne zusenden könnte.
Vielen Dank
stoneeh
Inventar
#3666 erstellt: 19. Nov 2021, 22:29
Habe soeben dir und Bigie_Smalls die Pläne per PN zukommen lassen
Bigie_Smalls
Neuling
#3667 erstellt: 20. Nov 2021, 01:22
Habe mich am Ende doch für die Hörner entschieden. Vielleicht mache ich mal eine Messung für euch. Bin sehr begeistert vom Klang und Druck.

MTH46 LC
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