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NAS selber bauen: viel Leistung für wenig Geld

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Beitrag
jd17
Inventar
#1 erstellt: 14. Jun 2016, 20:56
Hallo Zusammen.

Ich habe auf die Schnelle keinen vergleichbaren Erfahrungsbericht hier gefunden, daher wollte ich euch teilhaben lassen...
Vielleicht hilft es jemandem.
Evtl. könnte die Moderation ja auch ein Sticky einrichten.


Selbst gebautes NAS, Vor- und Nachteile:

Vorteile:
- Viel Leistung für wenig Geld
- Wenig Verbrauch bei hoher Leistung (dank aktuellster Hardware)
- Flexibilität (dazu später mehr)

Nachteile (ggü. Fertig-NAS):
- Kein plug-and-play: es muss Zeit zum Zusammenbauen und Einrichten eingeplant werden
- Platzbedarf: ein Eigenbau für 4 Festplatten nimmt mehr Platz ein als ein fertiges NAS mit 4 bays
- Keine "hot plug" Einschübe für Festplatten


Da sich Vor- und Nachteile quantitativ die Waage halten, muss jeder selber erwägen, was ihm wichtig ist.

In meinem Bericht geht es um ein selbst gebautes NAS für insgesamt 190€.
Dieses entspricht von der Hardware einem Synology DS716+II mit 8GB RAM für aktuell ca. 500€.

Das DS716+II hat allerdings nur:
- 2 bays, also Platz für 2 interne Festplatten
- 3x USB 3.0 und 1x eSATA an Anschlüssen

Dagegen bietet das hier vorgestellte Selbstbau-NAS:
- 4 Festplatten können sofort verbaut werden, im Gehäuse ist Platz für 2 weitere, man kann mit einem zusätzlichen SATA Controller aufrüsten
- 6x USB 3.0 und 2x USB 2.0 (1x USB 2.0 ist jedoch belegt)

Nun würden vielleicht einige anmerken, dass einer der Hauptgründe für Synology die hervorragende Software ist.
Das ist auch korrekt - aber diese Software ist ganz offiziell "open source".
Synology gibt regelmäßig den source code von "DSM" nach release der aktuellen Version frei.
Daher ist das Projekt "XPEnology" entstanden.

Im Klartext heißt das, dass man Synology DSM auf fast jedem PC verwenden kann.

Natürlich bleibt aber jedem überlassen, alternative, kostenlose NAS-Software wie z.B. FreeNAS, NAS4Free oder OpenMediaVault zu verwenden.
Ich habe mich für XPEnology entschieden, weil ich vorher ein Synology DS212+ NAS hatte und daher die Software sehr gut kenne.
Zudem ist DSM kinderleicht zu bedienen, es gibt zahlreiche tolle Pakete usw...
Synology genießt den guten Ruf nicht umsonst.


Hardware:
- ASRock J3160-ITX SoC Mainboard:
-- (Celeron J3160, 4x 1.60GHz, 6x USB 3.0 (mit Gehäuse), 4x SATA)
- Crucial SO-DIMM 4GB RAM, x2
- LC-Power LC500-12 350W Netzteil
- BitFenix Colossus M Mini-ITX Gehäuse

Ich habe die Geräte alle bei Mindfactory bestellt, dank Midnight-Shopping ohne Versandkosten.
Dabei bin ich auf 190€ für alles gekommen - die Preise schwanken allerdings immer ein wenig.

Das schöne an XPEnology ist wie gesagt, dass es auf nahezu jeder Hardware läuft. Hier kann man die Kompabilität der einzelnen Bestandteile prüfen: Link.
Wenn man also noch einen ungenutzen, älteren PC zu Hause herumstehen hat, kann man durchaus auch diesen als NAS nutzen!
Im Zweifel ist auch ältere PC-Hardware den meisten NAS überlegen. Der Stromverbrauch kann natürlich nur je nach Alter deutlich höher sein.

Wem 190€ zu viel sind und wer vorerst nur 2 interne Festplatten benötigt:

Alternativ-Hardware:
- Biostar N3050NH SoC Mainboard:
-- (Celeron N3050, 2x 1.60GHz, 4x USB 3.0 (mit Gehäuse), 2x SATA)
- Crucial SO-DIMM 2GB RAM, x2
- LC-Power LC500-12 350W Netzteil
- Kolink Satellite Gehäuse

Bei dieser Hardware komme ich auf 126€ und man hat auch ein schickes kleines NAS, was ein Synology DS216+II für aktuell 310€ weit übertrifft.
Viermal so viel RAM und deutlich mehr Anschlüsse.


Natürlich wird diese Hardware irgendwann nicht mehr state-of-the-art sein, aber ich denke die Regeln sind simpel genug:
- Man suche sich hier ein SoC Mainboard seiner Wahl,
- kombiniert das mit passendem RAM,
- wählt ein passendes Netzteil und
- sucht sich ein gefälliges Gehäuse.


Anleitung (für Windows):

(Mac/Linux-Nutzer müssen ein bisschen selbst recherchieren. )
Im Grunde ist das Ganze sehr simpel.
Wie man den PC zusammen baut, werde ich jetzt nicht erläutern. Wer keine zwei linken Hände hat, dürfte das ohne jegliche Anleitung in kurzer Zeit bewerkstelligen. Es ist alles poka yoke, man kann kaum irgendetwas stecken/bauen, was nicht passt und Schaden anrichten könnte.

Um die Synology DSM zu booten, benötigt ihr einen USB-Stick. Hier tut es auch wirklich die älteste, langsamste 1GB USB 2.0 Gurke.
Also nehmt einfach, was immer ihr entbehren könnt.


1.

Auf den Stick eurer Wahl muss "XPEnoboot" gespielt werden. Das ist der custom bootloader für die Synology DSM Software, von dem das NAS bei jedem Neustart gebootet wird.
Das image für XPEnoboot findet ihr auf folgenden Seiten:
https://xpenology.us/downloads/xpenoboot
http://xpenology.me/downloads/
Aktuell ist das "Xpenoboot 5.2-5644 Update 5", ihr benötigt die .img Datei.

Um das Image auf den Stick zu laden, benötigt ihr den Win32 Disk Imager, zu finden hier:
https://sourceforge.net/projects/win32diskimager/

Wenn ihr den Disk Imager installiert habt, startet ihr ihn, wählt als Laufwerk den USB Stick und wählt als Image das heruntergeladene XPEnoboot .img.
Dann wird es mit "write" auf den Stick geschrieben, fertig.

2.

Als nächstes ladet ihr euch die DSM Software auf euren PC.
Man findet diese hier:
http://xpenology.me/downloads/
(Format ist .pat)
Das ist aktuell Version DSM 5.2-5644 und es gibt noch 4 kleine Updates.
Synology ist schon bei DSM 6.0, dafür gibt es aber aktuell noch keinen bootloader. Kommt Zeit kommt Rat.

3.

Steckt den USB-Stick nun in den zusammengebauten PC, schließt irgendeinen Monitor/Fernseher sowie natürlich ein LAN-Kabel an und bootet.
Die meisten modernen BIOS sind so konfiguriert, dass automatisch von USB gebootet wird.
Notfalls müsst ihr dies noch im BIOS aktivieren.

Es erscheint dann das XPEnoboot Menü und ihr wählt Punkt 3: Install/Update.
Das muss nur beim ersten Mal gemacht werden, danach startet der PC automatisch mit Punkt 1 der Liste.

Wenn alle Punkte durchlaufen sind, könnt ihr auch schon den Monitor abklemmen und wieder zum normalen PC gehen.

4.

Ladet hier den Synology Assistant herunter:
https://www.synology.com/de-de/support/download/DS3615xs
Installiert ihn und sucht nach Geräten.
Das NAS sollte nun in der Liste auftauchen und ihr könnt DSM installieren.
Dazu beim Setup einfach die heruntergeladene .pat Datei aus Punkt 2 auswählen und loslegen!

5.

Achtet darauf, automatische Updates in DSM zu deaktivieren!
Erst wenn es passende bootloader gibt, kann man aktualisieren.


Alles weitere ist die reguläre Nutzung der Synology DSM Software. Die werde ich hier nicht erklären.

Hier noch 2 sehr gute YouTube-Links mit Installationsanleitung und Erklärungen zu XPEnology, beide vom gleichen Autor:
https://www.youtube.com/watch?v=MPna65AhWg0
https://www.youtube.com/watch?v=wUQEeA4RPyc


So, das war viel Text - ich hoffe es klingt nicht komplizierter als es ist.
Das Ganze ist wirklich kein Hexenwerk und meines Erachtens eine tolle Möglichkeit mit wenig Geld an unglaublich schnelle NAS-Systeme mit hervorragender Software zu kommen.
Viel Spaß!


[Beitrag von jd17 am 14. Jun 2016, 22:33 bearbeitet]
promocore
Inventar
#2 erstellt: 15. Jun 2016, 14:04
Schöner Berricht jd17 und Bauvorschläge sind ja auch immer sehr hilfereich.

Da ich selber auch lieber meine NAS/Server - Systeme selber zusammenstelle, hatte ich ähnliche diskusionen über den Selbstbau solcher Systeme hier schon im Hififorum gehabt.
Zusammenfassend kamen eigentlich immer diese Ergebnisse heraus:

- Mehr als Einschalten und evt. nen Update Knopf drücken möchte die meisten User nicht.
Viele wollen/können/möchten sind nicht mit sowas wie einem Selbstbau beschäftigen, da der Auffand den meisten zu groß ist.
Schaut man sich z.B. die Preise von Appleprodukten an, bestätigt es eigentlich das Konsumverhalten, das User ohne Wissen und Auffand solche Produkte nutzen wollen.

- Die Wartung solcher Geräte seih viel zu groß!
Man kann das Gerät bei einem Defekt oder ähnlichen nicht einschicken zur Reparatur.
Viele schätzen den Wartungsaufwand wesentlich höher ein als bei einem Desktop PC.

- Der Stromverbuach seih viel zu hoch,
Gewiss trifft das bei einigen Selbstbauprodukten zu, jedoch hat man auch ein vielfaches der Leistung.
Auch das verstehen die wenigsten User.

Ansonsten noch ne kleine Korrektur:

Nachteile (ggü. Fertig-NAS):
- Kein plug-and-play: es muss Zeit zum Zusammenbauen und Einrichten eingeplant werden
- Platzbedarf: ein Eigenbau für 4 Festplatten nimmt mehr Platz ein als ein fertiges NAS mit 4 bays
- Keine "hot plug" Einschübe für Festplatten


Hot Swap ist der richtige Begriff.
Auch kann man diese problemlos einbauen z.B. mit
https://www.amazon.de/CSL-Wechselrahmen-Fesplattenrahmen-Laufwerksschacht-Anti-Vibrations-Kit/dp/B00FA4IF5I/ref=pd_sim_sbs_147_1?ie=UTF8&dpID=51GvdifOoiL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR160%2C160_&refRID=KK062K5JF34ADWNCPP8V

Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß mit deinem neuen Nas
jd17
Inventar
#3 erstellt: 15. Jun 2016, 14:35
Danke für die Rükmeldung.


promocore (Beitrag #2) schrieb:
- Mehr als Einschalten und evt. nen Update Knopf drücken möchte die meisten User nicht.
Viele wollen/können/möchten sind nicht mit sowas wie einem Selbstbau beschäftigen, da der Auffand den meisten zu groß ist.
Schaut man sich z.B. die Preise von Appleprodukten an, bestätigt es eigentlich das Konsumverhalten, das User ohne Wissen und Auffand solche Produkte nutzen wollen.

Ohweh, das klingt ja ernüchternd...
Dabei dauert das Ganze nicht mal so viel länger, als eine reguläre Synology Box einzurichten.
Ich hoffe, es findet sich dennoch der ein- oder andere, der Interesse an so einem Projekt zeigt.


- Der Stromverbuach seih viel zu hoch,
Gewiss trifft das bei einigen Selbstbauprodukten zu, jedoch hat man auch ein vielfaches der Leistung.
Auch das verstehen die wenigsten User.

In diesem Fall geht es ja um absolute state-of-the-art Hardware, die Braswell CPUs haben eine TDP von 6W!
Im idle (HDD spindown) verbraucht das hier vorgestellte System vielleicht 10W - und das bei einer Leistung, die nur die teuersten Fertig-NAS bieten.
Wer sich um das letzte Watt prügelt, kann ja auch ein 80+ Gold Netzteil verwenden, z.B. dieses.


Hot Swap ist der richtige Begriff.
Auch kann man diese problemlos einbauen z.B. mit
https://www.amazon.de/CSL-Wechselrahmen-Fesplattenrahmen-Laufwerksschacht-Anti-Vibrations-Kit/dp/B00FA4IF5I/ref=pd_sim_sbs_147_1?ie=UTF8&dpID=51GvdifOoiL&dpSrc=sims&preST=_AC_UL160_SR160%2C160_&refRID=KK062K5JF34ADWNCPP8V

Stimmt, die gibt es natürlich... Aber man muss dennoch die Seitenwand vom Gehäuse entfernen.
Davon abgesehen nutzen doch sowieso die wenigsten hot swap.
Die Festplatten sind in DSM EXT4 formatiert - diejenigen, die mit dem Dateisystem außerhalb des NAS umgehen können, können auch gerade 2 Kabel an den Platten rausziehen.


Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß mit deinem neuen Nas

Vielen Dank!
Die Geschwindigkeit ist jedenfalls absoluter Wahnsinn...
Übertragung von einer physischen HDD zur anderen über SATA: 140mbyte/s im Schnitt.
Lesen/Schreiben von/zu USB 3.0: 110mbyte/s im Schnitt.
Scannen der 12000 Titel starken Musikbibliothek mit MinimServer hat keine 3 Minuten gedauert!


[Beitrag von jd17 am 15. Jun 2016, 14:37 bearbeitet]
BugFixX
Stammgast
#4 erstellt: 15. Jun 2016, 18:10
Hallo jd,

wie ist denn der Durchsatz via Ethernet? Das ist ja gerade das Interessante an einem NAS.
Wenn ich eine HD via USB oder eSATA verbinden möchte, benötige ich keine NAS-Software - da reicht ein DAS.
Ich habe mein Selbstbau NAS nämlich gerade von einem mATX Board mit H77 Chip und i3 (2x 3,2 GHz) CPU zu einem mITX Board Supermicro A1SRi-2558F umgebaut (Intel Rangeley C2558 mit 4x 2,4 GHz). Hauptsächlich um Energie zu sparen.
Mit dem mATX Board hatte ich vollen Gigabit Durchsatz (um die 110 MByte/s) mit dem mITX Board sind es nicht mal ein Drittel davon - 30 MByte/s.
Auf dem mATX Board war ein Feld-Wald-Wiesen Realtek Chip (RTL8111F) verbaut. Auf dem Supermicro der im SoC integrierte Intel i354 (4x) mit einem Marvell 88E1543 Transceiver. Der Rest ist vom alten NAS übernommen worden (System SSD, RAID Controller samt HDs). Über SATA schafft er um die 120 MByte/s. Also völlig ausreichend. Als OS wird der Windows Home Server 2011 verwendet.
Ich bin mit der Performance via LAN nicht wirklich zufrieden. Daher würde mich mal der Durchsatz von dem Celeron SoC interessieren.

Gruß,
Andreas


[Beitrag von BugFixX am 15. Jun 2016, 18:11 bearbeitet]
dagdeb
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Jun 2016, 18:53
Hallo zusammen,

als das Thema bei mir aktuell war, habe ich mich auch gegen ein NAS von der Stange entschieden und mir selbst einen passenden Rechner aus Standardkomponenten zusammengeschraubt (Intel Core i3, 8GB RAM, 256GB SSD, mehrere Festplatten). Darauf läuft Ubuntu 14.04 Server als Betriebssystem.

Der Rechner dient der Familie als zentrales Datengrab und stellt unsere Mediendateien per uPnP und über Netzwerkfreigaben im Heimnetz zur Verfügung. Die Datenübertragung erfolgt mit gut 110 MB pro Sekunde. Nebenbei läuft auf dem PC eine virtuelle Maschine (VirtualBox, ebenfalls Ubuntu 14.04 Server), in der ein Minecraft Server für meinen Sohn und seine Kumpels betrieben wird, der auch von außerhalb erreichbar ist.

Natürlich ist der Verbrauch höher als bei einer NAS, dafür lauft der Rechner aber nicht pausenlos. Gestartet wird bei Bedarf per Wake on LAN. Im Hintergrund läuft ein Script, das das Volumen an Daten überwacht, die über die Netzwerkschnittstelle gehen. Wenn das Volumen für eine Stunde unter einen festgelegten Wert fällt, versetzt das Script den Rechner in den Suspend Modus. Das funktioniert alles sehr zuverlässig.

Vielleicht hat ja doch der eine oder andere Einsteiger Lust, selbst zu bauen statt nur zu kaufen. Dadurch erhält man meist mehr Leistung für weniger Geld.

Ciao!

dagdeb
jd17
Inventar
#6 erstellt: 15. Jun 2016, 18:57
Hallo.


BugFixX (Beitrag #4) schrieb:
wie ist denn der Durchsatz via Ethernet? Das ist ja gerade das Interessante an einem NAS.
Wenn ich eine HD via USB oder eSATA verbinden möchte, benötige ich keine NAS-Software - da reicht ein DAS.

Ich behaupte mal, dass sich die Anforderungen doch unterscheiden können.
Ethernet-Durchsatz war auch beim alten Synology-NAS trotz mäßiger Marvell singe-core CPU + 512MB RAM kein wirkliches Thema (immerhin 70mbyte/s up und 80+mbyte/s down) - aber multi-tasking bzw. überhaupt "tasking" mit dem NAS war eine Katastrophe.
Daher habe ich das nicht thematisiert.

Also, hier ein paar screenshots:

Kopieren von PC zu NAS (up), 11gb file:

nas receiving

Kopieren von NAS zu PC (down), 29gb file:

nas sending

Das Celeron SoC board meines neuen NAS hat allerdings auch einen Realtek LAN chipsatz: RTL8111GR.
Dieser ist aber sehr neu und zugegebenermaßen nicht ganz problemlos.
Da noch nicht ganz offiziell vom aktuellen XPEnoboot bootloader unterstützt, gibt es Kommunikationsprobleme mit dem WLAN chipsatz meines PC (Intel AC 7260). Hier ist die Verbindung noch sehr langsam (ca. 30mbyte/s) und bricht manchmal sogar ab.
Dies wird allerdings mit dem nächsten XPEnoboot release durch neue Realtek Treiber gefixt.

Die screenshots sind mit LAN meines PC entstanden (alter onboard Marvell Yukon 88E8056).


Daher würde mich mal der Durchsatz von dem Celeron SoC interessieren.

Vielleicht verstehe ich hier etwas falsch, aber es scheint mir, als würde es gar keinen im SoC integrierten LAN chip bei den Braswell zu geben.
Ich habe hier mal alle aktuell verfügbaren boards aussortiert.
Davon haben 32 einen Realtek chip und gerade mal 2 einen Intel.
Diese 2 sind allerdings auch echte server-boards mit je 4x Gbit LAN (Intel I210-AT), wie deines.
Dieser chip passt mit Einführung 2012 nicht wirklich zu Braswell (2015)...

Vielleicht ist dein LAN-chip auch unabhängig von dem SoC..?
promocore
Inventar
#7 erstellt: 15. Jun 2016, 18:59
Hallo BugFixX,

dass das Supermicro so schlechte Perforamce hat, kann ich mir eigentlich kaum vorstellen.
Ich hatte selbst bei mir mal ein Gigabyte Atom D525, selbst mit dem Board kam ich schon auf 80MB/s über Netzwerk

Dein Board wird auch oft für den Routerbau empfohlen, eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass deine schlechte Performace grunsätzlich der Hardware geschuldet ist.
jd17
Inventar
#8 erstellt: 15. Jun 2016, 19:03

dagdeb (Beitrag #5) schrieb:
Natürlich ist der Verbrauch höher als bei einer NAS, dafür lauft der Rechner aber nicht pausenlos. Gestartet wird bei Bedarf per Wake on LAN. Im Hintergrund läuft ein Script, das das Volumen an Daten überwacht, die über die Netzwerkschnittstelle gehen. Wenn das Volumen für eine Stunde unter einen festgelegten Wert fällt, versetzt das Script den Rechner in den Suspend Modus. Das funktioniert alles sehr zuverlässig.

Gut, dass du das erwähnst, WoL geht mit XPEnology auch.

Aber wie gesagt - Verbrauch sollte mit so einem Braswell-Bausatz, wie hier vorgestellt, wirklich kein Thema sein.
Das ist das Sparsamste, was es aktuell gibt.


[Beitrag von jd17 am 15. Jun 2016, 19:04 bearbeitet]
Merlin2011
Inventar
#9 erstellt: 15. Jun 2016, 20:15
@jd17:

Danke für die sehr interessante Anleitung! Zwar besteht bei mir derzeit kein Bedarf an einem neuen NAS, aber das Projekt werde ich im Auge behalten.
BugFixX
Stammgast
#10 erstellt: 15. Jun 2016, 20:55
@promocore: Ich dachte auch nicht, dass sich der Durchsatz verschlechtert.
Aber es kann nur an dem neuen Board liegen. Alles andere ist vom alten Board übernommen.
Ich habe auch schon die Treibereinstellungen mit meinem "Hauptrechner" verglichen. Der hat eine i218-LM NIC und zu diesem PC waren mit der RTL8111 eben gute 110 MByte/s möglich.
Auch ein anderer ETH Port vom Supermicro Board bringt die gleiche Geschwindigkeit. Schon seltsam...
Die Treiberversion ist etwas älter als die vom i218-LM aber nur hinter dem Punkt (12.15... zu 12.13...) und einen aktuelleren gibt es nicht.
Ich werde mal weiter Forschen, vielleicht finde ich noch etwas.

Gruß,
Andreas
kurzy
Neuling
#11 erstellt: 16. Jun 2016, 12:02
Hallo,

geht das ASRock J3160-ITX auch in ein 1HE 19 Zoll Gehäuse?

Würde dieses hier oder alternativ ein Gehäuse mit 2 HE funktionieren?

Ich würde gerne ein NAS à la Synology RS 815 mit 4 Platten und geringer Tiefe einsetzen. Ein Selbstbau wäre sicherlich schneller und evtl. auch günstiger mit den richtigen Komponenten.
jd17
Inventar
#12 erstellt: 16. Jun 2016, 12:11
Es ist ein Mini-ITX board und der Formfaktor des Racks ist Mini-ITX.
Klingt doch passend.


[Beitrag von jd17 am 16. Jun 2016, 12:12 bearbeitet]
kurzy
Neuling
#13 erstellt: 16. Jun 2016, 12:14
Und die Höhe über Alles bis zur Oberkante des CPU-Kühlkörpers? Hier finde ich leider keine Angabe.
Eine HE sind ja nicht besonders viele cm.


[Beitrag von kurzy am 16. Jun 2016, 12:14 bearbeitet]
jd17
Inventar
#14 erstellt: 16. Jun 2016, 12:26
Oh sorry ich habe nicht geschaltet...
Leider finde ich auch keine Angabe zur Höhe...
promocore
Inventar
#15 erstellt: 16. Jun 2016, 12:55
Hallo kurzy,

falls auch gebrauchte Hardware ok wäre, könntest du auch hier schauen. evt. ist ja ein kompletter Server sogar günstiger und auch mit der Einbautiefe dabei.
Server mit Sata
BugFixX
Stammgast
#16 erstellt: 16. Jun 2016, 15:09
@kurzy: Bedenke aber, dass die 1HE Server nur 40mm Lüfter haben. Die sind meist sehr laut und heulen mit mindesten 4000 U/m sehr unangenehm.
Sowas ist dann definitiv nur etwas für einen geschlossenen Raum, weit weg vom Wohnbereich.
jd17
Inventar
#17 erstellt: 16. Jun 2016, 15:21
Ah, auch etwas, was ich im Erfahrungsbericht gar nicht erwähnt habe:
Beim Gehäuse sind zwei 120mm Lüfter dabei, die sich sehr komfortabel per BIOS regeln lassen.
Ich lasse sie mit ca. 800rpm laufen und damit sind sie flüsterleise, auch wenn die Festplatten schlafen gegangen sind.
Fibroo
Stammgast
#18 erstellt: 18. Jun 2016, 20:06
Danke für die Aufstellung!
Hatte auch immer gedacht, dass die Selbstbau-Teile zu viel Strom ziehen...
Habe selber eine DS213j, und die ist echt lahm Aber es reicht als Datengrab und zum Musik-Streamen

Bei deiner Aufstellung hast du aber vergessen die Festplatten in den Preis einzurechnen, aber bei den Fertigen muss man die ja auch selbst kaufen..

Wo holt ihr euch die Festplatten, bzw holt ihr euch auch welche gebraucht?
jd17
Inventar
#19 erstellt: 18. Jun 2016, 20:33

Fibroo (Beitrag #18) schrieb:
Bei deiner Aufstellung hast du aber vergessen die Festplatten in den Preis einzurechnen, aber bei den Fertigen muss man die ja auch selbst kaufen..

Nicht vergessen - ich bin der Meinung, Fertig-NAS mit schon verbauten Festplatten lohnen sich nur im seltensten Fall (außergewöhnliche Sonderangebote etc.).
In der Regel betrachte ich also die nackten NAS, daher wurde auch mit diesen verglichen.


Wo holt ihr euch die Festplatten, bzw holt ihr euch auch welche gebraucht?

In meinem NAS laufen jetzt 2x 4TB WD Red und 2x 4TB Seagate Desktop (5900rpm).
Die Red habe ich schon vor langer Zeit für das alte NAS gekauft, damals waren sie noch nicht so viel teurer als "normale" 4TB Platten.
Die beiden Seagate waren verpackt in diesen Intenso Gehäusen. Ich wusste vorher, dass die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass die Seagate enthalten sind.
Daher waren die guten Gehäuse effektiv umsonst und dienen jetzt als Herberge für ältere 2TB Laufwerke (Samsung EcoGreen HD204UI). Davon hängen nun insgesamt 3 über USB 3.0 an dem NAS und schlummern die meiste Zeit vor sich hin.

Gebraucht kaufen ist bei Festplatten so eine Sache... Wenn man weiß, dass es sehr zuverlässige Laufwerke sind, die nicht allzu viele Stunden auf dem Buckel haben - ok. Aber ansonsten würde ich immer eher zu neuen Platten greifen.

Aktuell würde ich für das NAS allerdings von SMR Platten die Finger lassen (Seagate 5TB, 6TB, 8TB) - auch wenn einen die Preise sehr anlachen.


[Beitrag von jd17 am 18. Jun 2016, 21:07 bearbeitet]
ukle
Stammgast
#20 erstellt: 19. Jun 2016, 07:28
Zur Entscheidungsfindung bzgl. Fertiggerät und Selbstbau möchte euch ich noch eine interessante Lösung für einen fertigen Server mit 4GB ECC-RAM für rund 200 € hinweisen:
HP-Proliant Microserver G8 G1610T

Das ist eine schnucklige, sehr stabile und äußerst kompakte Serverlösung und läuft bei mir seit > 3 Jahren in der Variante mit dem Intel E3 Xeon 1220Lv2 und 16GB ECC-RAM non-stop.
Ich nutze zwar als Betriebssystem Windows Server 2012R2 Essentials, aber ich habe auch schon Freenas, NAS4Free und Openmediavault installiert oder in einer virtuellen Maschine betrieben.

Aktuell laufen bei mir darauf:
- die Clientsicherungen unserer 3 PCs
- die zentrale Datenablage aller Dokumente, Musik, Fotos und Videos unserer Familie
- Medienserver (Twonkymedia, Plex Server)
- die SQL-Filmdatenbank von My Movies für meine Dune-Medienplayer
- ...

Er hat bzgl. NAS-Maßstäbe einen deutlich performanteren Prozessor, ECC-RAM, vier Festplatteneinschübe, 2 x USB 3.0 + 4 x USB 2.0 2x Gbit-LAN und 1x LAN für die ILO-Fernsteuerung und einen PCIe-Steckanschluss für z.B. R.A.I.D-Controller .

Er ist aber weder ein Stromsparwunder noch eine Flüsterbox und sollte nicht im Schlafzimmer oder Wohnzimmer betrieben werden, sondern eher in der Abstellkammer oder wie bei mir im Keller in einem 19" Wandgehäuse.

Besonders vorteilhaft ist die verlinkte Communty, die sehr viele Informationen (wenn nicht alle) bietet und auch bei akuten Problemen sehr hilfsbereit und kompetent ist.
HP ProLiant G8 G1610T/G2020T/i3-3240/E3-1220Lv2 MicroServer


[Beitrag von ukle am 19. Jun 2016, 07:36 bearbeitet]
kurzy
Neuling
#21 erstellt: 19. Jun 2016, 10:47
Danke promocore,

ich schau mir die Angebote mal an.
BugFixX
Stammgast
#22 erstellt: 01. Jul 2016, 18:19
Kurze Info.
Ich habe das Problem mit der Übertragungsgeschwindigkeit gefunden.
Es lag am FortiClient Endpoint Protection - das anti Virus Programm.
Der Echtzeitscan scheint der CPU reichlich zuzusetzen und drückt damit die Übertragungsrate.
Jetzt sind 115 MByte/s kein Problem - ohne Jumbo Frames.
Huminator
Stammgast
#23 erstellt: 12. Jul 2016, 00:32
Hallo

Angeregt vom diesem Thread wollte ich mal mein fertiges NAS Vorstellen

Gehäuse habe ich dieses genommen weil man da bei kleiner Grösse viel Festplatten unterbekommt

https://www.amazon.d...00_s00?ie=UTF8&psc=1

Mainboard dieses

http://www.mindfacto...-Retail_1037087.html

Usb Stick 3.0 SLC für das Betriebssystem damit kein Sata Port belegt wird.

https://www.amazon.d...02_s00?ie=UTF8&psc=1

In Verbindundung mit ein https://www.amazon.d...03_s00?ie=UTF8&psc=1 spinnt das Mainboard das sich darin äussert das Bioseinstellungen nicht übernommen werden und das System mal bootet und mal nicht. Steckt der Stick nicht onboard sondern hinten dran dann geht alles Wunderbar.

Ram 8Gb

http://www.mindfacto...1-Single_805788.html

Beim Mainboard ist zwar ein Netzteil mit dabei aber das ist zu schwach. Ich habe mir dieses hier gekauft, damit laufe 8 Hdd perfekt

https://www.amazon.d...l-150W/dp/B00CRN5WLA

Ich habe mich für die Software OpenMediaVault entschieden. Für mich das perfekte System. Ich habe es so eingestellt das das Nas wenn meine Geräte ( Dreamboxen,Mediaplayer e.c.t ) aus sind komplett runter im Ruhezustand fährt und durch die Geräte per WakeOLan geweckt werden, dauert ca 15-20sek bis es wieder hochgefahren ist

Nun zu den Stromverbräuche

NAS im Ruhezustand = 2,5 Watt
NAS im Idle Modus mit 4 HDD = 14 Watt
NAS im Idle ohne HDDs = 9-11 Watt
NAS im Betrieb mit HDD = 25 Watt ( alle 4 an ) Der Verbrauch geht runter wenn ungenutzte HDDs aus sind
NAS einschalten kurzfristig auf = 65 Watt

Ich hoffe ich konnte damit bissl was rüber bringen. Ich kann nur empfehlen ein NAS selber zu bauen. Das entscheidene für mich war das ich jede HDD mounten kann ohne diese vorher zu formatieren zu müssen. NTFS Platten einfach anstöpseln mounten und gut ist. Da ich vom Synology DS 215j umgestiegen bin brauchte ich auch diese Festplatten nicht formatieren,anklemmen mounten und gut ist. Das schwierigste war aber das passende Gehäuse zu finden. Ich habe mir nen Wolf gesucht um ein kleines und qualitativ hochwertiges zu finden. Die HDDs sollten HotSwap fähig sein in meinem Fall.
Spart nicht am falschen Ende,denn das behaltet Ihr am längsten von der Hardware.


[Beitrag von Huminator am 12. Jul 2016, 00:37 bearbeitet]
jd17
Inventar
#24 erstellt: 12. Jul 2016, 11:21

Huminator (Beitrag #23) schrieb:
Angeregt vom diesem Thread wollte ich mal mein fertiges NAS Vorstellen

Das freut mich sehr! Dann hat es sich ja doch gelohnt, das Ganze zu beschreiben.


Gehäuse habe ich dieses genommen weil man da bei kleiner Grösse viel Festplatten unterbekommt

https://www.amazon.d...00_s00?ie=UTF8&psc=1

Mainboard dieses

http://www.mindfacto...-Retail_1037087.html

Ich hatte anfangs auch mit dem DC und entsprechend kleinerem Gehäuse geliebäugelt...
Letztlich war es bei mir aber eine Kosten/Nutzen-Rechnung und das Gehäuse steht eh versteckt in einem Schränkchen.

Die Platzausbeute ist bei deinem natürlich genial, aber der Preis ist auch entsprechend hoch...


Ich habe mich für die Software OpenMediaVault entschieden. Für mich das perfekte System.

Ich finde OMV auch gut.
Kannst du damit eigentlich auch exFAT lesen?
Leider ein Minus bei Synology DSM, kein exFAT support.


NAS im Ruhezustand = 2,5 Watt
NAS im Idle Modus mit 4 HDD = 14 Watt
NAS im Idle ohne HDDs = 9-11 Watt
NAS im Betrieb mit HDD = 25 Watt ( alle 4 an ) Der Verbrauch geht runter wenn ungenutzte HDDs aus sind
NAS einschalten kurzfristig auf = 65 Watt

Klasse Werte!
Wobei ich glaube, dass die ATX Netzteile noch effizienter sind... Ich müsste mir auch mal ein Messgerät besorgen.


Das entscheidene für mich war das ich jede HDD mounten kann ohne diese vorher zu formatieren zu müssen. NTFS Platten einfach anstöpseln mounten und gut ist. Da ich vom Synology DS 215j umgestiegen bin brauchte ich auch diese Festplatten nicht formatieren,anklemmen mounten und gut ist.

Das ist tatsächlich cool.
Abgesehen von den internen Platten kann aber auch Synology DSM problemlos mit NTFS und FAT32 umgehen. Meine 4 angeschlossenen externen USB3 Platten sind alle NTFS formatiert und ich habe trotzdem hervorragende Übertragungsraten (100-110mbyte/s).


Das schwierigste war aber das passende Gehäuse zu finden.
[...]
Spart nicht am falschen Ende,denn das behaltet Ihr am längsten von der Hardware.

Das von mir vorgeschlagene Gehäuse ist sehr günstig, aber qualitativ vollkommen in Ordnung.
Auch bei diesem Gehäuse sind die Festplatten ordentlich mit Gummi gepuffert und die enthaltenen Lüfter laufen absolut ruhig. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Ich würde ehrlichgesagt für ein NAS-Gehäuse niemals 170€ ausgeben, auch wenn es noch so tolle Platzausbeute bietet.
Das ist fast der Preis meines ganzen NAS.
promocore
Inventar
#25 erstellt: 12. Jul 2016, 12:42
Ich sehe es ähnlich mit dem Gehäuse. Aber manchmal zählt ja auch Design
Ich nutze schon lange ein Sharkoon Rebel 9 als Servergehäuse, da es hier reichlich Platz für die Platten gibt.
Der Mid Tower passt auch quer in den 19" Schrank. Von daher gibt es auch günstige Gehäuse, in annehmbarer Qualität und mit viel Platz.
FarmerG
Stammgast
#26 erstellt: 12. Jul 2016, 14:28
@jd17
Microsofts exFAT ist nicht frei verwendbar und muss vom OEM lizensiert/bezahlt werden (pauschal ab 300000 Dollar für z.B. einfachste AV-Geräte an aufwärts).
Deshalb gibt's die Implementation dieses Filesystems bei Synology nur gegen ein kostenpflichtiges Paket für 3.99 Dollar:

exFAT
jd17
Inventar
#27 erstellt: 12. Jul 2016, 15:04
Oh stark, das wusste ich nicht!
Vielen Dank für die Info!

Das muss aber eine recht neue Entwicklung sein. Ich hatte früher immer nach Wegen gegoogelt und nie etwas gefunden...


Ah ich sehe es... Erst seit Juni 2016 und nur ab DSM 6.0!
Huminator
Stammgast
#28 erstellt: 12. Jul 2016, 18:18
@jd17

Also das ATX Netzteil arbeitet nicht effizienter das ist fakt. Vor dem DC Mainboard hatte ich die normale ATX Version und das mit ein Bquiet Netzteil und das Verbraucht zusammen mehr Strom definitiv. Damit ein ATX Netzteil richtig effizient arbeitet brauchst du minimum die Gold Klasse,besser wäre Platinium aber das kostet alles viel mehr Geld.
170 Euro für ein Gehäuse finde ich noch angemessen, wenn es Edel ist warum nicht und behalten wird man das ewig.
Manch einer kauft sich jeder Jahr ein neues Handy für 500 Euro
jd17
Inventar
#29 erstellt: 15. Jul 2016, 11:27

Huminator (Beitrag #28) schrieb:
Also das ATX Netzteil arbeitet nicht effizienter das ist fakt. Vor dem DC Mainboard hatte ich die normale ATX Version und das mit ein Bquiet Netzteil und das Verbraucht zusammen mehr Strom definitiv. Damit ein ATX Netzteil richtig effizient arbeitet brauchst du minimum die Gold Klasse,besser wäre Platinium aber das kostet alles viel mehr Geld.

Naja, das würde ich aber gern mal mit eigenen Augen sehen.

Laut diesem Bericht verbraucht das dort vorgestellte ATX-System mit 4 ruhenden Platten 14W - genau so viel wie deines.
Dabei kommt allerdings ein alter Bay Trail Celeron J1900 mit 10W TDP zum Einsatz und das Netzteil ist ebenfalls "nur" 80+ Bronze.


Edit:
Weiter unten werden im Bericht 15W statt 14W genannt, was aber angesichts der Bay Trail Plattform nicht minder beeindruckend ist.


[Beitrag von jd17 am 15. Jul 2016, 11:43 bearbeitet]
Huminator
Stammgast
#30 erstellt: 23. Jul 2016, 22:09
HI

Ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Aber ich habe mein System erweitert b.z.w geändert. Bis auf das Gehäuse habe ich alles anderweitig zusammengebaut und weiter verkauft. Nun habe ich was anderes bestellt

Board
http://www.mindfacto...-Retail_1030295.html

CPU
http://www.mindfacto...151-BOX_1014849.html

Netzteil
http://www.mindfacto...80--Gold_916944.html

USB Stick für Windows 10
http://www.mindfacto...-USB-3-0_815008.html

Windows 10 wird die Basis, als Festplatten 5 ´mal 4 TB WD Red im Raid 5

Ich denke das wird meine Finale Version
jonath
Stammgast
#31 erstellt: 24. Jul 2016, 08:27

Huminator (Beitrag #30) schrieb:

USB Stick für Windows 10
http://www.mindfacto...-USB-3-0_815008.html


Das Teil ist doch überzogen teuer. Kingston baut auch brauchbare USB Sticks und die sind deutlich günstiger zu haben.

https://geizhals.de/...0720%7E476_40#xf_top

Für die 50€ bekommt man auch eine deutlich größere und vor allem schnellere SSD, da würde ich gar nicht mit einem USB Stick anfangen. Bereits für weniger als die Hälfte gibt es schon eine brauchbare SSD.

https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=252_30#xf_top


[Beitrag von jonath am 24. Jul 2016, 08:29 bearbeitet]
Huminator
Stammgast
#32 erstellt: 24. Jul 2016, 10:13
Moin

Punkt 1

Na das siehst du komplett falsch, klar gibt es billigere USB Sticks die haben aber kein SLC Chip. Und genau der kann das ab das ewige schreiben und lesen und die halten ewig,normale Sticks sind nicht geeignet für Betriebssysteme.

Punkt 2

Das Betriebssystem auf dem Stick macht sehr viel Sinn, das Board was ich bestellt habe stellt ein innen direkt zu Verfügung, ansonsten geht das auch mit ein Header. Dadurch geht mir kein Sata verloren, denn das Board hat 8 Sata passend zum Gehäuse.

Punkt 3

Soviel teuerer ist es nicht. Rechne mal mit dem zuvor

ASRock J3160DC-ITX 115 Euro
grösseres Netzteil 50 Euro
2te Netzwerkkarte für mini PCie ca 20-40 Euro
Sata Controller für weitere 4 Ports ( Intel guter ) ca 40-50 Euro

gesammt ca 240 Euro dazu kämen 6 weitere Sata Kabel die gekauft werden müssen weil ja nur 2 dabei sind.Stromadapter damit man auf 8 Festplatten kommt. Sprich ca 30 Euro für Kleinkram

das andere System

Board 210 Euro
Cpu 50 Euro
Ram 40 Euro

gesammt 300 Euro ohne Netzteil das käme wenn man ein günstiges nimmt mit noch 40 Euro dazu

Vorteil den ich habe ist viel mehr Leistung und alles noch viel günster als ein fertig 8 Fach Nas


[Beitrag von Huminator am 24. Jul 2016, 10:29 bearbeitet]
cbv
Inventar
#33 erstellt: 25. Jul 2016, 07:57

Huminator (Beitrag #30) schrieb:
Board
http://www.mindfacto...-Retail_1030295.html

Gut: Das Board unterstützt ECC.
Schlecht: Es gibt nur zwei Slots und maximal sind 16GB RAM möglich.

Huminator (Beitrag #32) schrieb:
normale Sticks sind nicht geeignet für Betriebssysteme

Das hängt davon ab, wie das System sich selbst aus dem Sumpf zieht. Wird der USB lediglich als boot strap genutzt und dann read-only eingehängt, kann man sehr wohl jeden beliebigen Stick nutzen.
Davon abgesehen würde ich zwei Sticks als Mirror einsetzen.
Huminator
Stammgast
#34 erstellt: 25. Jul 2016, 08:39
@cbv


Also wenn du 16GB pro Slot meinst ist das richtig. 32 GB gesammt Ram reichen völlig. Und ob ich 30 oder 50 Euro für ein Stick bezahle finde persönlich egal, wenn ich dadurch bessere Qualli bekomme ist das gut.


[Beitrag von Huminator am 25. Jul 2016, 08:39 bearbeitet]
cbv
Inventar
#35 erstellt: 25. Jul 2016, 09:13
Oh, tatsächlich, 16GB pro Slot. Das ist natürlich eine andere Hausnummer.
Über den Preis der Stick hatte ich gar nichts gesagt
devaiting
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 27. Jul 2016, 13:42
Den ProLiant G8 für 190 EUR finde ich fast unschlagbar für diesen Preis ... ein Board für einen angemessen Preis MIT ECC zu finden ist schon ein Akt für sich ...

Zum Lautstärkeproblem gibt es ja scheinbar gute Hacks ... davon mal abgesehen, muss ich keinen Homeserver/ NAS in mein Schlafzimmer stellen ... und im Wohnzimmer überstrahlt mein Kabel Deutschland HD-Brumm-Receiver ja sowieso jegliche Art von anderen Geräuschen! xD xD xD
cbv
Inventar
#37 erstellt: 27. Jul 2016, 13:48

devaiting (Beitrag #36) schrieb:
Den ProLiant G8 für 190 EUR finde ich fast unschlagbar für diesen Preis

Yep, sehe ich genau so.
OldNo7
Inventar
#38 erstellt: 02. Aug 2016, 06:34
@TE super Thread

nur würde ich die LC-Power NT's nicht empfehlen, außer die haben wirklich was in letzten Jahren an der Qualität gemacht...
Bei Netzteilen würd ich schon ein wenig mehr investieren, wenn die Kiste 24st laufen soll.
jd17
Inventar
#39 erstellt: 02. Aug 2016, 09:39
Danke.

Hast du Probleme mit LC-Power Netzteilen gehabt?
Ich hatte vor vielen Jahren mal eins, das hat immer problemlos funktioniert, ich glaube es ist jetzt noch in einem alten Rechner und läuft...

Oder glaubst du, es ist wesentlich ineffizienter als vergleichbare NT von anderen Herstellern?
devaiting
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 02. Aug 2016, 13:04
Also mir gänge es viel weniger um Effizienz als viel mehr um Sicherheit.
Die Schutzschaltungen lassen ja bei einigen Geräten doch mehr als zu wünschen übrig! Meine Wohnung stand damals unter Rauch, als ein Kondensator abgeraucht ist. Hat sogar für die Auslösung des Rauchmelders gereicht. Typ: LC-Power ... seitdem nur noch Markennetzteile, beQuiet usw.
Dort hat sich das Netzteil auch schon verabschiedet, dafür aber lautlos und ohne fast-Brand!

Für einen Dauereinsatz käme bei mir nichts anderes in Frage. Bei fertigen System beruhige ich mich mit dem Zahlen der Bränden, wenn man speziell nach diesen Geräten bei Google sucht ... würden die reihenweise abbrennen, würden die sich nicht mehr so gut verkaufen, zum Beispiel bei den ProLiant Servern von HP. Da habe ich einfach vertrauen.
Bei einem Netzteil von LC Power für unter 30 EUR, angebliche 500 W oder so ... na ich weiss ja nicht ...
OldNo7
Inventar
#41 erstellt: 02. Aug 2016, 15:31
devaiting hat es schon eingeltlich erklärt,
das LC-Power NT zählt halt zu den China-Böllern, d. h. die sind zum Teil nicht effizient und durch billigen Preis wird halt an manchen Stellen gespart unter Anderem an Sicherheit.

wie gesagt beim 24st Betrieb würde ich schon was besseres verbauen als LC

ich persönlich hatte bis jetzt ein LC-Power im gebrauch, war mal in meinem alten Bastel-PC drin,
lief ohne Probleme ... ich war aber allerdings immer anwesend
promocore
Inventar
#42 erstellt: 02. Aug 2016, 19:34
Ich hab bei mir ein Seasonic 360W Gold Netzteil verbaut.
Laut zahlreichen Tests soll es sehr effizient sein und auch zahlreichen Schuztschaltungen verfügen. Für unter 70 Euro kann man zudem auch beim Preis nicht motzen.
Huminator
Stammgast
#43 erstellt: 02. Aug 2016, 23:50
Kleines Update. Das Netzteil
http://www.mindfacto...80--Gold_916944.html

ist zwar soweit ganz gut aber viel zu laut. Leichtes Pfeifen ist auch zu hören.

Habe jetzt das Corsair SF450 gekauft. Das ist nicht hörbar. Bessere Ausstattung e.c.t klare Kaufempfehlung

http://www.hardwarel...r-sf450-im-test.html
jd17
Inventar
#44 erstellt: 03. Aug 2016, 08:37

devaiting (Beitrag #40) schrieb:
Also mir gänge es viel weniger um Effizienz als viel mehr um Sicherheit.
Die Schutzschaltungen lassen ja bei einigen Geräten doch mehr als zu wünschen übrig! Meine Wohnung stand damals unter Rauch, als ein Kondensator abgeraucht ist. Hat sogar für die Auslösung des Rauchmelders gereicht. Typ: LC-Power ... seitdem nur noch Markennetzteile, beQuiet usw.
Dort hat sich das Netzteil auch schon verabschiedet, dafür aber lautlos und ohne fast-Brand!

Verstehe.
Vielleicht habe ich mir darum nicht so viele Gedanken gemacht, weil mir noch nie ein Netzteil abgeraucht ist.


Bei einem Netzteil von LC Power für unter 30 EUR, angebliche 500 W oder so ... na ich weiss ja nicht ... :cut

Das von mir verlinkte Netzteil hat 350W und ist mit dieser Leistung jetzt auch nicht unverhältnismäßig billig.
Ein 350W Corsair ist mit 33€ nicht signifikant teurer.


promocore (Beitrag #42) schrieb:
....und auch zahlreichen Schuztschaltungen verfügen.

Das ist ein Punkt, den ich tatsächlich bisher nie auf dem Schirm hatte.

Laut diesem Test sind aber immerhin 4 der scheinbar 6 üblichen Schutzschaltungen vorhanden. Es fehlen nur Überstrom- und Überhitzungsschutz.
Ich maße mir nicht an bewerten zu können, wie relevant diese Schaltungen sind, wenn Unterspannungsschutz, Überspannungsschutz, Kurzschlusssicherung und Überlastschutz vorhanden sind.
Ein potentieller Blitzeinschlag hat doch sehr hohe Spannung und es fließen entsprechend geringe Ströme, oder?


Huminator (Beitrag #43) schrieb:
...ganz gut aber viel zu laut. Leichtes Pfeifen ist auch zu hören.

Das LC-Power ist absolut lautlos.
devaiting
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 03. Aug 2016, 09:30
Ich kann wiederrum auch nicht behaupten, wie gut die Hersteller nachgebessert haben. Mein Netzteil ist vor guten 7 Jahren abgeraucht, vielleicht macht LC Power auch gutes Zeug mittlerweile.
Ich weiss nur, dass die meisten Kiddies, die ich kenne, unmengen an Geld in ihre Grafikkarten und High-End Komponenten reinstecken und am Ende 50 EUR an einem gescheiten Netzteil sparen ...

Schutzschaltungen sind das A & O, kein Geld der Welt sollte an Sicherheit gespart werden. Aber vielleicht bin ich auch etwas paranoid, weil ein Bekannter durch einen defekten Toaster über Nacht ums Leben kam. Seitdem hätte ich am liebsten 2 Rauchmelder als Kuscheltiere^^

aber das muss jeder selbst abschätzen wie weit ihm die teurere Technik Wert ist. Passieren kann immer was, es gilt das Risiko zu minimieren.
AirRailey
Stammgast
#46 erstellt: 21. Nov 2016, 18:07
hallo

ich betreibe zur zeit eine ds216play und überlege mir selber einen nas zu bauen! performance in sachen rar archive entpacken etc ist mir sehr wichtig! kann da jemand was zu sagen?
promocore
Inventar
#47 erstellt: 21. Nov 2016, 19:14
Kommt auf deine Wünsche an.

Wenn es schnell sein soll, kombiniert mit Datensicherheit und sehr viel Speicher, kommt man meiner Meinung nach nicht an ZFS oder einem Raid5 vorbei... Aber ohne Eckdaten können wir dir nur schwer weiterhelfen......

Kannst du uns daher ein par Eckdaten nennen, was dir so vorschwebt?


[Beitrag von promocore am 21. Nov 2016, 19:30 bearbeitet]
AirRailey
Stammgast
#48 erstellt: 21. Nov 2016, 19:52
Also zur Zeit habe ich nie eine wd red 4tb verbaut! Mir geht es hauptsächlich um Filme, Serien streamen! Nzbget oder sabnzbd sollen laufen und da geht es mir um Performance beim entpacken von rar Archiven! Datensicherheit ist mir nicht so wichtig
promocore
Inventar
#49 erstellt: 21. Nov 2016, 19:58
Filme, Serien, Streamen geht ja locker mit einer Festplatte.
Wie schnell soll es denn sein?
Bzw. wieviel Geld möchtest du ausgeben?
AirRailey
Stammgast
#50 erstellt: 21. Nov 2016, 20:00
Schneller als die 216play!da entpacke ich z.b 11gb in 30min!
250€ würde ich investieren, hdd habe ich ja! Mein nächstes Problem ist wohl das Gehäuse, es darf nicht breiter als 16cm sein! Optik ist mir egal
promocore
Inventar
#51 erstellt: 21. Nov 2016, 20:27
Für 250 wird das glaub ich schwierig....
Als CPU würde ich einen Skylake nehmen, die sind günstig und sparsam.

Wenn man es mal überschlägt....
60 Euro Mainboard
40 Euro Netzteil
40 Euro RAM
40 Euro Gehäuse
40 Euro CPU

Da sind wir schon bei dem Preis..... und das ist nur grob überschlagen.
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