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Fragen Nassabspielen.

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Autor
Beitrag
lapje
Stammgast
#1 erstellt: 18. Sep 2010, 15:11
Hallo zusammen,

ich möchte hier sicherlich nicht eine neue "Endlosdiskussion" Pro/Kontra-Nassabspielen entfachen, welches mir langsam vorkommt wie die ständigen Diskussionen Win/Apple/Linux..;-) Und ich bitte euch auch nicht solch eine Diskussion zu starten sondern bei meiner Frage zu helfen:

Ich kaufe viel Schallplatten (Maxies aus den 80er, Hörspiele) von Flohmärkten und per Versand. Die Platten sind meisten für ihre 25-30 Jahre noch recht gut in Schuss, aber um das Nassabspielen komme ich nicht herrum, da sie doch - selbst wenn ich sie selber wasche - immer noch knacksen (vielleicht bei solch alten Platten normal...).

Da ich die Platten meistens einmal digitalisiere und danach nur noch zu Nostalgikabenden rauskrame, möchte ich das so gut wie möglich machen. Und da ich die Platten in meiner 80er-Sammlung auch auf unterm Kopfhörer höre, möchte ich natürlich so wenig Knacksen wie möglich aufzeichnen.

Im mom benutze ich noch - leider - den Nassläufer von Wittner. Ich denke mal wir brauchen icht darüber zu diskutieren dass das Teil ein Rohrkrepierer ist. Ich habe aber festgestellt, dass es auch von der Platte abhängig ist: Mit manchen funktioniert das Teil recht gut, mit anderen gar nicht.

Meine Frage ist jetzt, wie es sich mit destiliertem Wasser aussehen würde? Ich weiß dass man es normalerweise nicht nehmen sollte da es lange braucht bis es trocken ist und der Schmutz dann kleben bleibt. Was aber wäre wenn ich dieses mit einem Microfasertuch auftrage und die Schallplatte danach wieder wasche. Würde das gehen?

Besten dank schon mal für die Antworten...

Lapje


[Beitrag von lapje am 18. Sep 2010, 15:13 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#2 erstellt: 18. Sep 2010, 15:23
Moin,

das Wittner Gerät ist dasselbe wie der Lenco Clean. Einige Witzbolde behaupten zwar, dass der Lenco besser wäre, vergessen dabei nur, dass der LencoClean schon immer von Wittner hergestellt wurde. Einen besseren Naßläufer wirst du also kaum finden.

Reines destilliertes Wasser geht gar nicht, das müsste zumindest mit einem Netzmittel versetzt sein. Der gewünschte Effekt würde aber auch mit Netzmittel nicht eintreten.

Meine Meinung: Platten vernünftig waschen und trocken abspielen. Alte Flohmarktplatten knistern nunmal, wenn du das nicht willst, solltest du bessere Platten kaufen oder gleich CDs hören.

Wenn du mal einen unkonventionellen Test machen willst: Knisternde LPs mit Ballistol abreiben (mit Mircofasertuch).

Gruß
Haakon
lapje
Stammgast
#3 erstellt: 18. Sep 2010, 15:26
Naja, ich habe gelesen dass der Lenco z.B. einen Tank haben soll, und das hat das Teil z.B. nicht.

Aber was verstehst Du unter "Netzmittel"?

Vielleicht hast Du mich auch falsch verstanden. Es geht nur ums abspielen, danach wasche ich die Platte mit meiner Waschlösung, also nicht mit Dest-Wasser...

Und "bessere" Platten oder gleich CDs kaufen hilft mir gar nicht. Denn wenn es diese Sachen auf CD geben würde würde ich mir sicherlich nicht die Arbeit mit dem Stundenlangen einspielen machen. UNd dass die Maxies nun mal 0815-Platten waren, dafür kann ich auch nichts...


[Beitrag von lapje am 18. Sep 2010, 15:37 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 18. Sep 2010, 15:42
Ein Neztmittel (Tensid) dient zur Minderung der Oberflächenspannung und der Steigerung der Fähigkeit zum Einschluss von Fremdstoffen im Wasser.
Ohne Netzmittel perlt das Wasser um die Nadel herum.
lapje
Stammgast
#5 erstellt: 18. Sep 2010, 15:49
Hab was von Agfa Agepon gefunden, aber das wird anscheinend nur zur Reinigung verwendet.

UNd das vom Wittner zu verwenden bringt ja auch nix da das direkt verdunstet.

Oder würde es etwas bringen etwas davon in das D-Wasser zu tun? Ich denke aber eher nicht...ich weiß, ich bin naiv..;-)
Fhtagn!
Inventar
#6 erstellt: 18. Sep 2010, 16:02
Du kannst das Netzmittel ins dest. Wasser mischen. Wie du das dann auf die Platte aufbringst müsstest du selber probieren.

Ein gutes und noch recht günstiges Mittel ist Tetenal Mirasol.
Fhtagn!
Inventar
#7 erstellt: 18. Sep 2010, 18:54
So, ich war noch in der Werkstatt am basteln und habe mal rumprobiert. Dest. Wasser und Mirasol 2000 funktioniert, ich habe mal eine Scheibe damit befeuchtet und auf einem alten PS laufen lassen. Abspielen geht, für mich wäre das aber nichts .

Gruß
Haakon
lapje
Stammgast
#8 erstellt: 18. Sep 2010, 20:33
Das Zeugs was in den Wittner kommt könnte ich nicht da rein tun?

Wo würde ich das denn bekommen?

Ach ja, besten dank für den Test...


[Beitrag von lapje am 18. Sep 2010, 20:33 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#9 erstellt: 18. Sep 2010, 21:09
Das Wittner Mittel kenne ich nicht genau.
Tetenal Mirasol 2000 bekommst du im Foto-Fachhandel.
lapje
Stammgast
#10 erstellt: 18. Sep 2010, 22:28

Fhtagn! schrieb:
Das Wittner Mittel kenne ich nicht genau.



Ich dachte halt wenn das so zum Nassabspielen verwendet werden kann, dann könnte das doch nicht so falsch sein...
Archibald
Inventar
#11 erstellt: 19. Sep 2010, 06:52
Hallo Lapje,

ich verwende eine Mischung aus 75 % destilliertem Wasser und 25 % Isopropanol (Apotheke) seit mittlerweile fast 35 Jahren ohne Probleme.

Gruß Archibald

PS: 800stes Posting = 80 % auf dem Weg zum Inventar !
lapje
Stammgast
#12 erstellt: 19. Sep 2010, 10:21

Archibald schrieb:
Hallo Lapje,

ich verwende eine Mischung aus 75 % destilliertem Wasser und 25 % Isopropanol (Apotheke) seit mittlerweile fast 35 Jahren ohne Probleme.


Verdunstet das denn nicht beim Spielen? Und wie trägst Du das auf?

Das Problem bei mir ist halt dass es Platten gibt, bei denen der Wittner nicht richtig aufträgt oder mal eben einfach ein großes Stück weiter rutscht, so das man ständig daneben stehen bleiben muss...

Ach ja, mit welchen Kosten muss ich ungefähr rechnen? Dann werde ich mich morgen nämlich mal ans Telefon hängen und die Apotheken hier anrufen ob die das haben...


[Beitrag von lapje am 19. Sep 2010, 10:22 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#13 erstellt: 19. Sep 2010, 10:25
Isopropanol hat jede Apotheke immer da, da musst du nicht anrufen. Kostet nur ein paar €.

Du könntest ja auch mal Dr. Wack CW probieren, das benutze ich zum Waschen der Platten.
lapje
Stammgast
#14 erstellt: 19. Sep 2010, 10:48

Fhtagn! schrieb:
Isopropanol hat jede Apotheke immer da, da musst du nicht anrufen. Kostet nur ein paar €.

Du könntest ja auch mal Dr. Wack CW probieren, das benutze ich zum Waschen der Platten.


Wäre dass dann der Scheibenreiniger? Ich denke mal der Insektenentferner wäre zu hart..;-)

Also könnte man auch das Mittel zum reinigen fürs abspielen nutzen? Ich hab hier z.B. noch einen Kanister von dem Knosti-Zeugs stehen...

Wie tragt ihr dass denn dann auf?
lunatic303
Stammgast
#15 erstellt: 19. Sep 2010, 10:58
Hi,

warum bestellst Du den Isopropanol nicht bei eBay? Kommt dann an die Haustür und der Liter kostet um die €2.-. In der Apotheke zahlst Du ein Mehrfaches..

Grüße,

Patrick
lapje
Stammgast
#16 erstellt: 19. Sep 2010, 11:18
Weil da noch die Versandgebühren drauf kämen und ich die Apotheke hier um die Ecke habe. Und wenn ich das bei A. bestelle dauert das auch wieder 1-2 Tage. Ich hab hier solch einen Berg Platten liegen dass ein weiterer Tag schon einiges ausmachen kann..,-)

Ausserdem gehe ich gerne zu unserer Aptheke, denen gönne ich den Verdienst, da bin ich loyal..;-)
kölsche_jung
Inventar
#17 erstellt: 19. Sep 2010, 12:38
womit digitalisierst (spielst) du die platten eigentlich (ab)?

hast du das AS auf den Nasslauf eingestellt?

...wenn es schon bestmöglich sein soll...

Klaus
juergen1
Inventar
#18 erstellt: 19. Sep 2010, 12:58

lapje schrieb:


Das Problem bei mir ist halt dass es Platten gibt, bei denen der Wittner [...] mal eben einfach ein großes Stück weiter rutscht,

Dagegen müßte man doch eigentlich was unternehmen können, indem man den Abstand des Fußes zur Tellerachse vergrößert..?
Gruß
Jürgen
lapje
Stammgast
#19 erstellt: 19. Sep 2010, 13:02

kölsche_jung schrieb:
womit digitalisierst (spielst) du die platten eigentlich (ab)?

hast du das AS auf den Nasslauf eingestellt?

...wenn es schon bestmöglich sein soll...

Klaus

AS? Abstastystem? Aufnahmesystem?

Mein Abtastsystem ist laut meines Hifi-Shop für Nass geeignet. Aufgenommen wird das über meine externe Soundkarte in 24/96. Klanglich kann ich zwischen beiden keinen großen unterschied feststellen (also auch keinen negativen), aber bei nass knistert es wesentlich weniger und verzerrt nicht so schnell...


[Beitrag von lapje am 19. Sep 2010, 13:03 bearbeitet]
germi1982
Moderator
#20 erstellt: 19. Sep 2010, 13:06
Anti-Skating....
kölsche_jung
Inventar
#21 erstellt: 19. Sep 2010, 13:14
sorry für meine kurze Ausdrucksweise ...

mit welchem Plattenspieler /Tonarm/Tonabnehmer spielst du die Platten ab und welche Werte hast du eingestellt (Gewicht und Antiskating)?
Welcher Entzerrer mit welcher Einstellung?

klaus
lapje
Stammgast
#22 erstellt: 19. Sep 2010, 13:19

kölsche_jung schrieb:
sorry für meine kurze Ausdrucksweise ...

mit welchem Plattenspieler /Tonarm/Tonabnehmer spielst du die Platten ab und welche Werte hast du eingestellt (Gewicht und Antiskating)?
Welcher Entzerrer mit welcher Einstellung?

klaus


Wie das Ding eingestellt ist weiß ich nicht, habe aber den Plattenspieler (Thorens) vor 4 Wochen beim Hifidealer meines Vetrauens neu einstellen lassen, habe auch gesagt dass ich die Maxies nass abspielen werde. Die Nadel ist zumindest gerade, hängt also nicht zur Seite weg. Als Gewicht habe ich 1.8 Gramm, so wie es bei der Nadel angegeben ist.
kölsche_jung
Inventar
#23 erstellt: 19. Sep 2010, 13:24
Weißt du denn vielleicht,

1. welchen Thorens du hast,
2. mit welchem Tonabnehmersystem, welcher Nadel,
3. wie das Antiskating eingestellt ist,
4. welchen Entzerrer du benutzt,
5. wie der eingestellt ist und
6. welche Flüssigkeit du benutzt?

Fragen über Fragen ...
lapje
Stammgast
#24 erstellt: 19. Sep 2010, 13:38

kölsche_jung schrieb:
Weißt du denn vielleicht,

1. welchen Thorens du hast,
2. mit welchem Tonabnehmersystem, welcher Nadel,
3. wie das Antiskating eingestellt ist,
4. welchen Entzerrer du benutzt,
5. wie der eingestellt ist und
6. welche Flüssigkeit du benutzt?

Fragen über Fragen ...


Muss ich das alles wissen? Reicht es nicht dass der Techniker mir sagt dass der so eingestellt ist und das damit geht?

Wenn Du ein Haus baust, fragst Du dann auch den Polier welche Steine er braucht? Welchen Zement? Welchen Putz? Was im Putz alles drinn ist? Welches Wasser? Ich denke auch nicht. Du sagst Was Du machen/haben willst und er sagt Dir ob dass damit geht.

Und das ist alles abgeklärt und es geht.

Welchen TR ich habe weiß ich nicht, konnte mir hier im Forum auch nicht genau jemand sagen (die einen sagen es wäre ein Transcriptor, die anderen ein Transrotor)...


Siehe hier:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-2053.html

AS kann ich nur über ein Gewicht in drei Stufen einstellen.

Entzerrer? Ich habe das Teil direkt an meinen HK 6250 angeschlossen.

Flüssigkeit? Im mom noch die die beim Wittner dabei war, deswegen ja hier die Frage...

System: AT 91, habe aber noch ein Ortofon 2M Blue hoer liegen, was sich aber nicht so gut mit meinem HK veträgt, zumindest gefällt mir der Klang beim AT 91 besser...


[Beitrag von lapje am 19. Sep 2010, 13:39 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#25 erstellt: 19. Sep 2010, 13:50
@lapje

Beim Nassabspielen sollte man das Antiskating etwas kleiner einstellen, da wegen der geringeren Reibung auch geringere Skatingkraft hervorgerufen wird. Das ist alles.
Wenn Du eh nur 3 Stufen für das AS hast (edit:Stimmt das eigentlich? Kommt mir sehr grob vor..), würd ich alles so belassen.

Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 19. Sep 2010, 13:54 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#26 erstellt: 19. Sep 2010, 14:06
nur mal so als Tipp:


lapje schrieb:
... möchte ich das so gut wie möglich machen ...


wenn man etwas wirklich gut machen will, sollte man ein wenig Ahnung davon haben, was man da macht ...

mit nem AT91 würde ich mir nicht die Mühe machen irgendwas zu digitalisieren, da gibt es bedeutend bessere Tonabnehmer ... vielleicht "knackt" es dann auch weniger ...

... und ja, als mein Haus gebaut wurde, habe ich mich über Dämmung, Heizung etc informiert ... und dem GU entsprechende Vorgaben gemacht ... meine Nachbarn wundern sich heute noch, dass es im unserem OG im Sommer kälter ist und wir weniger Heizkosten haben ... gute Dämmung halt
... aber man kann natürlich auch andere entscheiden lassen, dann weiss man wenigstens nicht, was man angedreht bekommt.
lapje
Stammgast
#27 erstellt: 19. Sep 2010, 17:19

kölsche_jung schrieb:
nur mal so als Tipp:


lapje schrieb:
... möchte ich das so gut wie möglich machen ...


wenn man etwas wirklich gut machen will, sollte man ein wenig Ahnung davon haben, was man da macht ...

mit nem AT91 würde ich mir nicht die Mühe machen irgendwas zu digitalisieren, da gibt es bedeutend bessere Tonabnehmer ... vielleicht "knackt" es dann auch weniger ...

... und ja, als mein Haus gebaut wurde, habe ich mich über Dämmung, Heizung etc informiert ... und dem GU entsprechende Vorgaben gemacht ... meine Nachbarn wundern sich heute noch, dass es im unserem OG im Sommer kälter ist und wir weniger Heizkosten haben ... gute Dämmung halt
... aber man kann natürlich auch andere entscheiden lassen, dann weiss man wenigstens nicht, was man angedreht bekommt.


man kann aber auch denken dass man der einzige ist der Ahnung hat...und ja, wenn ich weiß dass die anderen mehr Ahnun ghaben lasse ich mir Vorschläge machen, lass mir das Pro/Kontra erklären und entscheide dann selber.

Ich baue gerade auch. Und mein bester Freund ist z.b. Kälteanlagenbauer. Nächstes Jahr baut er uns eine Klimanlage ein. Er hat uns mehrere Vorschläge gemacht und uns gesagt, was er einbauen würde. Und das haben wir auch gemacht. Nenn mir bitte einen Grund warum wir nicht auf ihn hören sollen oder warum ich meine knappe Zeit damit verbringen soll, mich in die Thematik einzuarbeiten? Weil er uns was andrehen will?

Ich hab das Ortofon und das AT91 gegeneinander getestet, und mir sagt das AT mehr zu, da mit beim Ortofon im Tiefenbereich etwas fehlt. Sicherlich gibt es bessere, siehe das Ortofon. Aber Hören soll auch Spaß machen. Und mir sagt der Klang des Ortofons nicht zu, es ist mir zu genau, zu grell. Also würde es mir keinen Spaß beim Hören machen. Und solange einige der Maxies besser klingen als die CD-Versionen bin ich zufrieden. Das Ortofon war für mich rausgeworfenes Geld, da es hier jetzt rumliegt. Noch mal möchte ich das Risiko nicht eingehen.

Die Frage ist zudem ob es für alte 0815-PLatten überhaupt Sinn macht ein teures System zu kaufen.

Ah ja, es knackt dabei genauso, was eher an den alten Platten liegen dürfte.

@juergen1

http://www.mischaef.de/save/Plattenspieler.jpg

Hinten siehst Du ein Gewicht, was den Tonarm zur Seite zeiht. Dieses kann ich in drei Stufen anordnen. Im mom ist die Nadel aber genau in der Mitte des Systemes, schlägt also zu keiner Seite aus. Ich denke mal so ist das in Ordnung...oder?


[Beitrag von lapje am 19. Sep 2010, 17:23 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#28 erstellt: 19. Sep 2010, 17:57
hey lapje,

ist schon ok, mach du mal

es hat halt möglicherweise einen Grund, warum das Ortofon 2M Blue nicht so richtig funktioniert ... den kann dir dein Verkäufer im HiFi-Laden aber nicht veraten, weil die meisten leider gar keine Ahnung mehr von Plattenspielern und Entzerrern haben ... das ist übrigens der entscheidende Unterschied zu deinem "Kältekumpel", der kennt die Zusammenhänge, Wirkungsweisen, Vor- und Nachteile.

ich befürchte allerdings, dass du den ganzen Aufwand den du betreibst irgendwann bereust ... wenn du merkst, was wirklich machbar wäre
... hohe digitale Auflösung bringt nichts, wenn das Analogsignal bescheiden ist.


lapje schrieb:
...

Die Frage ist zudem ob es für alte 0815-PLatten überhaupt Sinn macht ein teures System zu kaufen.

Ah ja, es knackt dabei genauso, was eher an den alten Platten liegen dürfte.
...

Ja, es lohnt sich. ...außerdem gibt es keine 08/15-Platten. wenn sie dir gefallen, sind es gute Platten
... und nein, es "knackt" nicht immer gleich ... mein V15III mit JicoSAS-Nadel ist zB sehr unempfindlich was "Knackser" angeht ...

klaus
lapje
Stammgast
#29 erstellt: 19. Sep 2010, 18:00

kölsche_jung schrieb:


es hat halt möglicherweise einen Grund, warum das Ortofon 2M Blue nicht so richtig funktioniert ... den kann dir dein Verkäufer im HiFi-Laden aber nicht veraten, weil die meisten leider gar keine Ahnung mehr von Plattenspielern und Entzerrern haben .


Genau, in einem High-End-Laden die zu gut 1/3 nur Zeugs für Plattenspieler anbieten, stimmt - da zu erwarten dass die Ahnung davon haben ist schlichtweg zu viel verlangt...
kölsche_jung
Inventar
#30 erstellt: 19. Sep 2010, 18:08

lapje schrieb:

kölsche_jung schrieb:


es hat halt möglicherweise einen Grund, warum das Ortofon 2M Blue nicht so richtig funktioniert ... den kann dir dein Verkäufer im HiFi-Laden aber nicht veraten, weil die meisten leider gar keine Ahnung mehr von Plattenspielern und Entzerrern haben .


Genau, in einem High-End-Laden die zu gut 1/3 nur Zeugs für Plattenspieler anbieten, stimmt - da zu erwarten dass die Ahnung davon haben ist schlichtweg zu viel verlangt...


ehrlich gesagt, was da verkauft wird, sagt wenig über technische Kompetenz ...

hast du das Blue bei denen gekauft? Bzw, ist es dir da empfohlen worden ... welche Phonokabel sind am Dreher ...

"zu spitzer Klang beim blue" hört sich ziemlich nach Fehlanpassung an ...
juergen1
Inventar
#31 erstellt: 19. Sep 2010, 20:14

lapje schrieb:


@juergen1

http://www.mischaef.de/save/Plattenspieler.jpg

Hinten siehst Du ein Gewicht, was den Tonarm zur Seite zeiht. Dieses kann ich in drei Stufen anordnen. Im mom ist die Nadel aber genau in der Mitte des Systemes, schlägt also zu keiner Seite aus. Ich denke mal so ist das in Ordnung...oder?

Auf dem Bild kann ich leider die AS-Einrichtung nicht richtig erkennen. Da müßtest Du doch mal im Handbuch nachschauen.
Das ist ja wohl kein so ganz billiger Spieler; würde mich eigentlich wundern, wenn man das AS nicht feiner als in 3 Stufen einstellen kann.
Mit dem Auge (an der Geradestellung der Nadel) kannst Du die Einstellung unmöglich beurteilen.
Du kannst es hören; wenn der rechte Kanal stärker verzerrt als der linke, mußt Du AS erhöhen. Und umgekehrt.
Am besten mit Meßschallplatte.
Und, wie gesagt, beim Trocken- und Naßabspielen braucht man etwas unterschiedliche AS-Einstellungen.
Gruß
Jürgen
lapje
Stammgast
#32 erstellt: 19. Sep 2010, 20:21
@Jürgen

Also bis jetzt verzerrt eigentlich nichts.

Vielleicht erkennt man hier etwas mehr, auch wenn es etwas unscharf ist...

http://www.mischaef.de/save/Plattenspieler_1.jpg

hinten rechts das "Stäbchen"...da hängt ein Gewicht drann und in dem "Stäbchen" sind drei "Ritze", in dem die Schnur des Gewichtes sich reinlegt. Daher ist nur eine grobe Einstellung möglich...
juergen1
Inventar
#33 erstellt: 19. Sep 2010, 20:35

lapje schrieb:

hinten rechts das "Stäbchen"...da hängt ein Gewicht drann und in dem "Stäbchen" sind drei "Ritze", in dem die Schnur des Gewichtes sich reinlegt. Daher ist nur eine grobe Einstellung möglich...

Wird wohl das gleiche Prinzip sei wie bei meinem Thorens..
Da habe ich allerdings 6 Kerben, und auch noch ein Zusatzgewicht-ergibt 12 Einstellmöglichkeiten.
Vielleicht gibts bei Dir auch so ein Zusatzgewicht?
Gruß
Jürgen
lapje
Stammgast
#34 erstellt: 19. Sep 2010, 20:42
Ich hab keines. Ich hab den Spieler halt so vor ein paar Jahren geerbt...muss ich mich mal umschauen ob ich da was finde. Aber wie gesagt, verzerren tut so eigentlich nichts und wenn dann doch recht gleich auf den Kanälen...
juergen1
Inventar
#35 erstellt: 19. Sep 2010, 23:25

lapje schrieb:
Ich hab keines. Ich hab den Spieler halt so vor ein paar Jahren geerbt...muss ich mich mal umschauen ob ich da was finde. Aber wie gesagt, verzerren tut so eigentlich nichts und wenn dann doch recht gleich auf den Kanälen...

Dann wärs ja momentan in Ordnung.
Und wenn mal irgendwann die Einstellmöglichkeiten nicht ausreichen sollten, kannst Du ja als Gewicht irgendwas basteln, mit Gehör/Messplatte überprüfen, und das provisorische Gewicht nach Bedarf abfeilen.
Gruß
Jürgen.
lapje
Stammgast
#36 erstellt: 20. Sep 2010, 18:32
Eine Frage bleibt noch:

Wie tragt ihr das auf? Auf ein Microfasertuch sprühen und "aufwischen"? Oder die Platte einsprühen?
Archibald
Inventar
#37 erstellt: 21. Sep 2010, 05:04
Hallo Lapje,

ich fülle die Flüssigkeit in das Lenco Clean-Röhrchen und lege die Bürste des Röhrchens auf die Platte. Anschließend schwenke ich den Tonarm über die Platte und senke ihn ab. Tonarm und Röhrchen werden von der Drehung der Platte synchron nach innen gezogen, so dass die Nadel immer im benetzten Teil der Platte läuft.

Gruß Archibald
lapje
Stammgast
#38 erstellt: 21. Sep 2010, 07:18
Ich habe ja oben schon geschrieben dass der Wittner bei mir nicht vernünftig läuft. Daher verstehe ich Deinen Beitrag nicht. Oder habe ich eine gewisse Ironie nicht gefunden? ;-)

Es geht um das Nassabspielen OHNE einen Nassläufer...denn der Wittner ist....


[Beitrag von lapje am 21. Sep 2010, 11:09 bearbeitet]
Zed_Leppelin
Inventar
#39 erstellt: 21. Sep 2010, 19:38
Hallo Zusammen

Ok hab nur eine kleine Frage... und zwar habe ich eine 70%ige Isopropylalkohollösung (Isopropanol), kann ich es zum Nassabspielen so lassen oder muss ich es auf 25% runtermixen mit destiliertem Wasser, weils evtl. zu agressiv ist?


LG David
juergen1
Inventar
#40 erstellt: 21. Sep 2010, 22:06

lapje schrieb:

Es geht um das Nassabspielen OHNE einen Nassläufer...denn der Wittner ist....

Die ganze Platte naß zu machen, scheint mir doch sehr unbefriedigend. Da mußt Du ja Unmengen Flüssigkeit aufbringen, damit die Innenrille nicht vorzeitig trocknet. Und die nasse Platte ist auch noch ein großer Staubfänger.
Wenn Du eh nur jede Platte einmal digitalisieren willst, würd ich lieber danebenstehenbleiben und den Wittner ab und zu manuell wieder in die richtige Spur bringen.

Hast Du eigentlich mal versucht, durch Vergrößern seines Montageabstandes das Vorauseilen zu unterbinden?

Gruß
Jürgen
Fhtagn!
Inventar
#41 erstellt: 22. Sep 2010, 06:00

Zed_Leppelin schrieb:
Hallo Zusammen

Ok hab nur eine kleine Frage... und zwar habe ich eine 70%ige Isopropylalkohollösung (Isopropanol), kann ich es zum Nassabspielen so lassen oder muss ich es auf 25% runtermixen mit destiliertem Wasser, weils evtl. zu agressiv ist?


LG David :prost


Nö. PVC hält einiges aus, im Grunde kannst du da /fast) alles draufkippen.

MfG
Haakon
lapje
Stammgast
#42 erstellt: 22. Sep 2010, 07:21

juergen1 schrieb:
Hast Du eigentlich mal versucht, durch Vergrößern seines Montageabstandes das Vorauseilen zu unterbinden?


Was genau meinst Du damit? Die Höhe und der Winkel des Nass-Armes?

Mir ist gestern noch etwas aufgefallen:

Bei meinem Hörspielplatten, die auf 33 1/3 laufen klappt der Wittner recht gut. Nur bei meinen Maxies, welche ja mit 45 laufen, wirds schwierig. Anscheinend läuft nicht genügend Flüssigkeit durch für die Geschwindigkeit. Hat jemand schon mal ähnliche Beobachtungen gemacht?
juergen1
Inventar
#43 erstellt: 22. Sep 2010, 11:47

lapje schrieb:

juergen1 schrieb:
Hast Du eigentlich mal versucht, durch Vergrößern seines Montageabstandes das Vorauseilen zu unterbinden?


Was genau meinst Du damit? Die Höhe und der Winkel des Nass-Armes?

Ich meinte den horizontalen Abstand des Naßläufer-Montagefußes von der Plattentellermitte. Das sind ja wohl, so ganz grob, 20cm.
Durch Variieren dieses Abstandes müßte man doch eigentlich beeinflußen können, wie stark der Naßläufer nach innen gezogen wird.
Zed_Leppelin
Inventar
#44 erstellt: 17. Feb 2011, 21:35
Hallo,

musste mal diesen Thread ausgraben, denn ich wollte auch mal das Nassabspielen ausprobieren, habe mir dazu einen Wittner Nassläufer gekauft. Ich habe genau das Problem, was hier schon beschrieben wurde, der Nassläufer rutscht, gerade am Anfang der Platte, meistens 1-2 Lieder weiter und fängt dann erst an wirklich zu arbeiten. Der Abstand zur Achse und der Winkel ist so eingestellt wie es sich gehört. Flüssigkeit läuft genügend durch, dass kann also auch nicht das Problem sein.
Hat jemand dieselben Erfahrungen gemacht oder kann mir einer sagen was ich falsch mache? Unter diesen Vorraussetzungen habe ich keine Lust mir noch mehr Platten zu versauen, werde dann wohl eher Platten waschen und trocken abspielen. So wie der Wittner bei mir läuft, könnte man leicht annehmen es sei eine Fehlkonstruktion. Auch finde ich das Volumen für die Flüssigkeit viel zu klein, der Lenco hatte wenigstens noch einen Tank und ein dickeres Röhrchen.

Gruss David
applewoi
Stammgast
#45 erstellt: 19. Feb 2011, 19:03

Zed_Leppelin schrieb:


So wie der Wittner bei mir läuft, könnte man leicht annehmen es sei eine Fehlkonstruktion.




Du gehst recht in dieser Annahme.
Versuche auf dem Flohmarkt einen originalen Lenco oder Hecoclean aufzutreiben. Das einzige was am Wittner was taugt, sind die Ersatzbürstchen, die man mit ein wenig Trickserei auf den Lencokopf adaptieren kann.
Zed_Leppelin
Inventar
#46 erstellt: 19. Feb 2011, 20:26

applewoi schrieb:


Du gehst recht in dieser Annahme.


Genau das wollte ich nicht wahr haben. Ich dachte mir, Mensch irgendwie muss dieses Ding doch funktionieren. Immerhin ist das Teil auch nicht so billig, dafür das da nur Plastik dran ist. Naja ich hätte mir den Wittner nicht kaufen sollen, man hört ja nur schlechtes drüber. Ich versuch mal irgendwo einen Lenco aufzutreiben, wenn nicht werden die Platten gewaschen und trocken abgespielt. Eine Knosti dürfte zum Anfang ja reichen.
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