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Rega P3 Upgrade von RB300 auf RB700 sinnvoll?

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Autor
Beitrag
knauti
Stammgast
#1 erstellt: 31. Mai 2011, 19:09
Hallo,

ich überlege den Tonarm (RB300) meines Rega P3/2000 gegen den aktuellen RB700 auszutauschen. Dazu folgende Fragen:

1. Der RB700 hat die 3-Punkt Befestigung, liegt dem Arm eine Schablone für die Bohrungen bei, oder reicht es, den Arm in die vorhandene Bohrung zu stecken und die 3 Löcher dann anzuzeichnen (Genauigkeit)?

2. Ist der Austausch generell ein Fortschritt oder verhältnismässig zu teuer? Hat das möglicherweise schon mal jemand gemacht?

3. Wie ist die Kapazität des Originalkabels am RB700. Habe dazu keine Angaben gefunden.

4. Bei Isokinetik gibt es den ISO700 Link
Entspricht dieser dem aktuellen Rega RB700? Wundere mich ein wenig über die Preise, da die original Rega Arme fast das doppelte kosten... (siehe auch ISO1000)

5. Gibt es Alternativen aus dem "Tuning"-Bereich? z.B. Michell Technoarm (Basis glaube ich RB250), Audio Origami, Audio Mods, Oridin Live etc. Hat vielleicht jemand einen der Kandidaten in Betrieb?

Danke für eure Hilfe

Gruß
Knauti
HIFI_Thomas
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 31. Mai 2011, 19:35
Hallo

würde mich auch interessieren, da ich einen P3/24 mit RB301 besitze.

Gruß
Thomas
knauti
Stammgast
#3 erstellt: 01. Jun 2011, 06:39
tja, hifi_thomas, aber scheinbar nicht diejenigen, die es beantworten könnten...
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 01. Jun 2011, 07:20
Hallo!

Der einzige technische Unterschied zwischen RB-300 und RB-700 sind die verbauten Tonarmlager, die des RB-700 sind eine Qualitätsklasse höher angesiedelt.

Der RB-300 ist bereits ein sehr guter Tonarm mit einem fast unschlagbaren Preis-Leistungsverhältniss.

Bei meinem Händler konnte ich seinerzeit beide Tonarme mit dm gleichen System gegeneinander vergleichen. Mir war der Unterschied die Preisdifferenz einfach nicht wert.

Mein ratschlag wäre also beide Tonarme mit gleichem System und kritischem Musikmaterial gegeneinander zu hören und dann selbst zu enscheiden.

MFG Günther
HIFI_Thomas
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Jun 2011, 07:28
Hallo Günther,
also ich besitze einen P3/24 mit RB301 und MC Scheu also Benz Glider.
Ich denke es wir wohl nicht von bedeutung sein meinen Tonarm gegen einen RB700 zu tauschen oder?

Gruß
Thomas
knauti
Stammgast
#6 erstellt: 01. Jun 2011, 09:29
@hörbert

Danke für die Info. Der Vergleich beider Tonarme wird relativ schwierig sein, da der RB700 meist ab P5 verbaut ist, der aktuelle P3 auch nicht meinem Laufwerk entspricht und kein Händler in meiner Nähe diese verfügbar hat.

Daher bleiben nur Erfahrungswerte. Hast du bzgl. Isokinetik Infos, sprich, sind die Tonarme Iso700 und Iso1000 baugleich mit den original RB700 und RB1000?

Da der Iso1000 in GB zum selben Preis erhältlich ist, wie hier der original RB700 denke ich auch über dieses Upgrade nach.

Vielleicht wisst ihr ja auch, wo ich die Info zur Kapazität der Kabel (700/1000) finde?!

Gruß
Knauti
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 01. Jun 2011, 16:05
Hallo!

@HIFI_Thomas

Neben den besseren Lagern ist eigentlich nur die Qualität der Steckschuhe an den Headshell-/Tonarmkabel ein Hauch besser als beim RB-300. Da ich beim Erwerb des RB-300 schon einen Linn Ittok LVII, einen Linn Ekos und einige andere Tonarme besaß war mir der winzige Unterschied die dafür aufgerufene Summe nicht wert. Eigentlich sollst du dir den Tonarm in Ruhe anhören um dein eigenes Urteil zu fällen. Aber ich würde das Geld eher in ein besseres System investieren.

@knauti

Das sind modifizierte OEM-Regas, vom bloßen anschaun kann man da nicht viel sagen, aber ich mißtraue igentlich grundsätzlich jedem "Tuning" wenn diese Sachen und Maßnahmen so durschlagenden Erfolg hätten wie die Tuner immer behupten würde der Hersteller der "Tuningopfer" sie doch einfach selbst ins laufende Programm mit aufnehmen um die "verbesserten" Geräte zu einem höheren Preis verkaufen zu können.

Zudem stell sich mir hier imme die Ersatzteil- und Reparaturfrage. Wer weiß ob es diese "Bastlergaragen" morgen noch gibt.

MFG Günther
knauti
Stammgast
#8 erstellt: 02. Jun 2011, 07:20
@hörbert

solange es sich bei der modifikation ausschliesslich um den aufkleber mt dem firmenlogo handelt, wäre es mir egal. manche der kleinen wie z.B. michell mit dem technoarm oder gerade origin live würde ich auch nicht mehr als bastlergaragen bezeichnen, ich denke, die bauen schon ernstzunehmende produkte. auf der insel der masskonfektion besteht m.e. eine andere kultur, was individualität betrifft. und letztlich führt nicht jede bastelei in einer garage automatisch zum misserfolg, siehe steve j.

leider findet man tatsächlich nichts genaueres über die arme von isokinetik. was sagst du denn zum rb1000? macht es sinn, diesen auf nem p3 gegen den rb300 zu ersetzen? und wo findet man werte zu den originalkabeln rb700/1000 (länge/kapazität)?

gruss

knauti
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 02. Jun 2011, 10:44
Hallo!

Versuche die Kapazitätsangaben doch einmal über Mario Grözinger zu erhalten, der dürfte die eigentlich haben.

http://www.highend-online.eu/reparatur_ihres_tonarmes.html

Den RB-1000 habe ich mir seinerzeit gar nicht ers im Vergleich angehört da der Tonarm Preislich nicht in dem von mir gestecken Rahmen lag. Deswegen kann ich darüber nichts sgen. Ich kenne den Tonarm zwar von einign Höritzungen habe aber bislange keine Veranlassung zu einem echten Vergleich gehabt. 2000 Euro sind schließlich kein Pappenstiel. Die Verarbeiung und die Lager sind ganz sicher auf einem sehr hohen Niveau und der Tonarm kommt bei mir auch ganz sicher in di engere Wahl wenn ich mir einmal einen Tonarm auf diesem Preisniveau zulegen werde. Aber zur Zeit ist das einfach nicht geplant. Zur Zeit bin ich mt dem Linn Ekos in der höheren Preisklass auch gut bedient.

MFG Günther
knauti
Stammgast
#10 erstellt: 02. Jun 2011, 11:47
@hörbert

danke für den link, werd ihn anschreiben.

der rb1000 ist hier link
für annähernd die hälfte erhältlich. was ist davon zu halten?

habe mir übrigens die erato zum einstellen des antiskating besorgt, hast du noch einen tipp dazu, bevor ich mich ans einstellen begebe? das signal ist wohl auf seite 1 der lp, aber wie finde ich die richtige stelle? doof?
und in welcher stellung fange ich beim rb300 am besten an? habe das 2m black drauf, gibt es weiteres zu beachten?

gruss

knauti
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 02. Jun 2011, 14:39
Hallo!

Das wären 1,163 EUR, dieser Preis läßt sich hören, allerings kenne ich die Firma nicht. Ob da noch weitere Kosten auf dich zukämen weißich deshalb nicht.

Bei der Erato solltest du mit dem 8. Stück auf der ersten Seite beginnn nachdem du die Auflagekraft ungefähr auf die Mitte des vom Hersteller angegebenen Bereiches eingestellt hast. (Also beim 2M-black 1,5 Gramm)

Bei den Rega Tonarmen gibt es da eine Eigenheit die du auf jden Fall bachten mußt, -sie haben keine 0-Stellung beim Antiskating, die 0 entspricht eher der 1-, ich bin mit meinem 2M-black und dem RB-300 ungefähr bei 0,2-0,3 bei der Antiskatingeinstellung gelandet. Möglicherweise verschiebt es sich bei deinem Exemplar ein wenig da es eine gewisse Poduktstreuung gibt.

Viel Erfolg.

MfG Günther


[Beitrag von Hörbert am 05. Jun 2011, 14:10 bearbeitet]
akem
Inventar
#12 erstellt: 05. Jun 2011, 13:46
Die Antiskating-Einstellung streng nach Skalenwert ist in den seltensten Fällen richtig. Mein getunter 250 reagiert eigentlich recht deutlich auf eine falsche AS-Einstellung: er verzerrt in dem entsprechenden Kanal:
- wenn es links verzerrt, AS verringern (innere Rillenflanke)
- wenn es rechts verzerrt, AS erhöhen (äußere Rillenflanke)
Beim ändern immer nur minimale Schritte, gerade so, daß sich der Regler aus der gegebenen Position einen kleinen Tick bewegt. Ausgegangen wird dabei vom Skalenwert (also z.B. 2g Auflagekraft -> AS=2).
Auch die Stereo-Mittendarstellung ist ein gutes Indiz: kommen z.B. Stimmen aus der Mitte oder rechts / links verschoben? Wenn rechts dominant, dann AS einen kleinen Tick erhöhen und umgekehrt.

Es gibt überigens genug Fehler, die Rega in die 250er und 300er einbaut, um sie vom 1000er zu distanzieren. Die Lagerqualität wurde schon angesprochen, bei meinem 250er waren sie obendrein fast schon mit Brachialgewalt festgezogen, so daß ich mich ernsthaft gewundert habe, daß sich das Ding überhaupt bewegen konnte Der Fehler in der Masseführung muß schon im Interesse des Tonabnehmers behoben werden und das Plastik-Gegengewicht des 250ers ist auch ein netter Klirrgenerator (das Gewicht vom 300er ist klanglich okay, bei neueren Exemplaren aber zu leicht für schwere Tonabnehmer). Die 700er und 1000er haben alle diese Schwachstellen bis auf die ebenfalls gefährliche Masseführung nicht.

Wenn Du Angst wegen zu hoher Kabelkapazität hast, dann verwende doch einfach ein möglichst kurzes Kabel! Und natürlich einen Phono-Vorverstärker mit möglichst geringer Eingangskapazität. Die Eingangskapazität zu erhöhen geht immer (Parallelschalten von Cinchsteckern mit eingelöteten Kondensatoren), reduzieren ist nur mit einem Eingriff in das Gerät möglich.

Gruß
Andreas
knauti
Stammgast
#13 erstellt: 05. Jun 2011, 17:00
@hörbert/akem

danke für die tipps. gerade antiskating mit erato eingestellt, bin laut der skala bei ca.1,7 gelandet. da scheint es ja doch deutliche schwankungen bei den armen zu geben, habe im forum teilweise von 0,5 beim rb300 gelesen, tststs. naja, laut lp und meinen adlerohren passts jetzt.

ich verwende am rb300 das clearaudio gegengewicht. gibt es aber in ähnlicher form auch von anderen herstellern, m.e. durch den niedrigeren schwerpunkt und das höhere gewicht etwas ruhiger bei leicht welligen platten.

die kapazität der rb700/1000 verkabelung interessiert mich, da meine phonostufe (mm) einstellbar ist und so die passende einstellung schnell erledigt ist. in der bucht steht momentan dieser: rb700

bis auf die xlr stecker entspricht der arm schon dem, was ich suche. die stecker sind kein problem. hatte aber eigentlich nicht vor, den neuen arm komplett neu verkabeln zu lassen.

ist es tatsächlich so, das die 700/1000er mit originalen kabeln diese merkwürdige masseführung (lötstelle) haben? auch kein separates massekabel zum anschluss an den verstärker?

grüsse
knauti
akem
Inventar
#14 erstellt: 06. Jun 2011, 05:56
Meines Wiisens nach haben das alle Regas im Originalzustand. Ich begreife auch nicht, daß die das nicht verstehen, daß das so nicht funktionieren KANN. Das funktioniert dann und nur dann zumindest halbwegs, wenn die NF-Masse der Phonostufe mit Schutzerde direkt verbunden ist. Nun ja, wie viele Phonostufen haben überhaupt einen Schutzerdeanschluß? Und bei wie vielen davon ist der dann auch noch mit NF-Masse verbunden?? Und das ESD-Problem (Zerstörung der Tonabnehmer-Spulen durch elektrostatische Entladung am Tonarm) ist damit bestenfalls entschärft aber keineswegs vom Tisch...

Ich würde nicht nach einem RB700 schaun, wenn man den 300er "aufbohrt" kommt man imho genauso weit - für einen Bruchteil des Geldes... Lager ersetzen und genau justieren (lassen?), eine vernünftige Verkabelung, eine Justagevorrichtung für den VTA. Mehr ist es eigentlich nicht. Ein besseres Gegengewicht hast Du ja schon. Dann ein passendes System (das System muß selbst gut bedämpft sein, da der Rega selbst unbedämpft ist). Mein persönlicher Favorit im Rega ist je nach Geldbeutel das Denon DL110 oder das Ortofon X5-MC. Damit kommt man schon erstaunlich weit. Gut, der RB700 hat einen anderen Lack - möglicherweise hat der noch Einfluß auf dessen Bedämpfung. Aber das kriegt man selber ja auch hin, wenn man will

Gruß
Andreas
germi1982
Moderator
#15 erstellt: 06. Jun 2011, 12:45

akem schrieb:
Meines Wiisens nach haben das alle Regas im Originalzustand. Ich begreife auch nicht, daß die das nicht verstehen, daß das so nicht funktionieren KANN. Das funktioniert dann und nur dann zumindest halbwegs, wenn die NF-Masse der Phonostufe mit Schutzerde direkt verbunden ist. Nun ja, wie viele Phonostufen haben überhaupt einen Schutzerdeanschluß? Und bei wie vielen davon ist der dann auch noch mit NF-Masse verbunden?? Und das ESD-Problem (Zerstörung der Tonabnehmer-Spulen durch elektrostatische Entladung am Tonarm) ist damit bestenfalls entschärft aber keineswegs vom Tisch...

....



Das funktioniert schon, allerdings nur wenn die Signalmasse auch an der Gehäusemasse anliegt. Und das ist nicht immer der Fall. Normal kenne ich solche Masseführung (Potentialausgleich über Signalmasse) nur von alten Geräten, evt. noch mit DIN-Stecker, aus den frühen 70ern. Allerdings wurde da sowieso auch der Potentialausgleich zwischen Plattenspieler und Verstärker auch gemeinsam mit der Signalmasse über den Kabelschirm hergestellt, eine zusätzliche Leitung gabs nicht. Da funktioniert das, denn im Endeffekt waren die Geräte darauf ausgelegt.

Am besten fährt man wohl wenn man die Tonarmmasse auf das Chassis des Plattenspielers legt. Der Potentialausgleich zwischen Chassis und Verstärker wird ja über den typischen und obligatorischen Klingeldraht hergestellt der am Verstärker an die Masseschraube (GND oder GRND) angeschlossen wird. In dem Tonarm muss man aber meist noch eine extra Strippe legen um den umzurüsten, denn der Hersteller spart sich ein Kabel ein wenn er den Potentialausgleich über die Signalmasse herstellt und da den Masseanschluss mit der Signalmasse eines Kanals zusammenlötet.

Zerstörung des Tonabnehmers dürfte wohl recht selten sein, meistens aber führt sowas zu äußerst unangenehmen Störgeräuschen bei der Wiedergabe.

Die Kapazität kann man mit einem Kapazitätsmessgerät oder einem Multimeter mit Kapazitätsmessung ermitteln. Wenn einer so einen Tonarm hat, lässt er dich evt. mal messen, oder er misst und übermittelt die Werte. Bei der Messung muss das eine Ende offen sein, also die Käbelchen vom Tonabnehmer abziehen. Dann am Cinchstecker mit zwischen Signalleiter (der Pin in der Mitte) und Signalmasse (Kragen des Steckers) die Kapazität messen. Dann hat man den Istwert der Verkabelung, und zwar der kompletten Verkabelung vom Stecker bis vorn zum Tonabnehmer.


[Beitrag von germi1982 am 06. Jun 2011, 12:52 bearbeitet]
Moonlightshadow
Inventar
#16 erstellt: 06. Jun 2011, 14:13
Die hier beschriebenen Probleme sind wohl ehr theoretischer Natur. In der Praxis läuft zumindest in meiner Kette ein P5 mit RB 700 seit über einem Jahr in der Originalkonfiguration völlig unkompliziert, ohne Störgeräusche und das justierte DL 103 erfreut sich auch bester Gesundheit. ;-)


[Beitrag von Moonlightshadow am 06. Jun 2011, 14:14 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#17 erstellt: 06. Jun 2011, 15:18
Ein RB Arm über dem 300 ist doch Nepp.

Hunderte von € nur für ein paar Lager mit engeren Toleranzen, .
Sogar der RB-1000 unterscheidet sich nun nicht wirklich vom 300, ausser das die Lackierung weggelassen wurde und feinere Lager/etwas weniger Plastik/etwas Wolfram verwendet wurde. Ist das über 1500€ wert?

HiFi Jüngern kann man aber wirklich alles verkaufen........


Haakon
akem
Inventar
#18 erstellt: 06. Jun 2011, 15:24
Naja, der Tonabnehmer muß keineswegs gleich am ersten Tag sterben;-)) Bei meinem damals hat's auch mehrere Jahre gedauert.

Zur Masseführung bei DIN: da waren auch beide Kanäle UND das Chassis zusammengelegt. Da verteilt sich die Ladung eines ESD-Impulses und die Wahrscheinlichkeit eines Schadens sinkt.

Zu den Massen: Masse ist nicht gleich Masse!! Vorsicht: nicht überall, wo Masse draufsteht, kann man einen Tonarm oder ein Chassis erden. Dafür braucht es eine niederohmige Gleichstrommasse. Eine NF-Masse ist sehr oft das Gegenteil davon!

Gruß
Andreas
Hayvieh
Stammgast
#19 erstellt: 06. Jun 2011, 15:27
an meinen "alten" RB301 wie auch am jetzigen RB700 sind bisher auch noch keine Schäden wegen "felerhafter" Erdung aufgetreten und wenn das alles total gefährlich sein sollte, wundert es mich warum auf sovielen guten Drehern die SystemMordenen Regaarme verbaut sind.
knauti
Stammgast
#20 erstellt: 06. Jun 2011, 16:32
@fhtagn!
hast du nen rb700 oder rb1000? oder hat dir mal jemand mit nem silbernen röhrchen auf die finger geklopft?

verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst.ist das rein missionarischer eifer oder kannst du deine aversion gegen die 700/1000er genauer erklären?

grüsse
knauti
Hörbert
Moderator
#21 erstellt: 06. Jun 2011, 16:40
Hallo!

@akem

Es ist zwar möglich ein System mit einer statischen Entladung zu "himmeln" aber es dürfte doch ein recht seltner Fall sein das daß tatsächlich in einem Rega-Tonar mit zusammngelegter Masse geschieht. Zum einem brauchst du da schon einen recht kräftigen Impuls und zum anderen hängt das doch sehr von der Bauweise des Phono-Entzerrers respektive seiner Masseführung ab.

Bei handelüblichen Geräten mit symmetrischer Versorgung (Masse lieg auf der Mittenanzapfung des Trafos) werden unmittelbar hinter den Cinchbuchsen die Massen ohnehin zusammengeführt. Das kann zwar zu Brummproblemen bei Rega-Tonarmen führen aber weniger zu dem von dir befüchteten Effekt.

MFG Günther
germi1982
Moderator
#22 erstellt: 06. Jun 2011, 16:41

akem schrieb:
...Zu den Massen: Masse ist nicht gleich Masse!! Vorsicht: nicht überall, wo Masse draufsteht, kann man einen Tonarm oder ein Chassis erden. Dafür braucht es eine niederohmige Gleichstrommasse. Eine NF-Masse ist sehr oft das Gegenteil davon!

...



Im Servicehandbuch meines Plattenspielers wird explizit erwähnt, dass für die Spannungsmessungen die Masse der Elektronik (Direktantrieb) als Bezugspunkt dient. Zudem sollen die Meßgeräte erdfrei angeschlossen werden, da die Tonabnehmermasse an +28V liegt. Also das Masse nicht gleich Masse ist, da gebe ich dir vollkommen recht.

Es geht bei der Sache aber nicht um Masse, sondern einfach nur um einen Potentialausgleich. Die Geräte die angeschlossen sind, also auch der Verstärker, sollen alle das gleiche Potential haben, ansonsten kommt es zu Störgeräuschen. Deswegen macht man ja die Geschichte mit dem zusätzlichen Klingeldraht aufs Chassis des Verstärkers bei Cinchanschluss ja.


Die hier beschriebenen Probleme sind wohl ehr theoretischer Natur. In der Praxis läuft zumindest in meiner Kette ein P5 mit RB 700 seit über einem Jahr in der Originalkonfiguration völlig unkompliziert, ohne Störgeräusche und das justierte DL 103 erfreut sich auch bester Gesundheit. ;-)


Muss nicht unbedingt sein, mit einem anderen Verstärker kann es zu Störgeräuschen kommen. Muss aber nicht. Aber kaputt geht dadurch nichts.


[Beitrag von germi1982 am 06. Jun 2011, 16:46 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#23 erstellt: 06. Jun 2011, 19:36

knauti schrieb:
ist das rein missionarischer eifer oder kannst du deine aversion gegen die 700/1000er genauer erklären?


Ich habe gar nichts gegen die "großen" RB Tonarme .

Frage mich nur, was den Aufpreis von 600€ (RB 300-700) rechtfertigt.

Drei kleine Kugellager, die etwas besser sind?

Da schlage ich die 600€ doch lieber auf den Preis eines Tonabnehmers oder Phono Pres auf.

Gruß
Haakon
akem
Inventar
#24 erstellt: 07. Jun 2011, 07:08

Hörbert schrieb:
Hallo!

Bei handelüblichen Geräten mit symmetrischer Versorgung (Masse lieg auf der Mittenanzapfung des Trafos) werden unmittelbar hinter den Cinchbuchsen die Massen ohnehin zusammengeführt. Das kann zwar zu Brummproblemen bei Rega-Tonarmen führen aber weniger zu dem von dir befüchteten Effekt.

MFG Günther


Hallo Günther,

und was ist mit der Armme von Phonopres, die nur ein Steckernetzteil haben und damit eine unipolare Versorgungsspannung? Das sind vermutlich ähnlich viele Modelle, wie es Modelle mit symm. Versorgung gibt...

Und daß unmittelbar hinter den Cinchbuchsen alle Massen zusammengelegt werden, stimmt auch nicht so ganz. Das KANN so sein, MUSS aber nicht. Spätestens bei Verwendung (quasi-)symmetrischer Eingänge oder eines Übertragers ist Schluß.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#25 erstellt: 07. Jun 2011, 10:37
Tag,

Rega - machte es zum Beispiel mir als einem etwaigen Interessenten hinsichtlich eines 'höherwertigen' Tonarmes aus der Rega-Produktion leichter, wenn über irgend Selektionen nicht nur Werbetexte verfasst würden, sondern konkrete Einzelfall-Informationen in Form von Spezifikationen genannt würden. Zum Beispiel die Selektionen der verbleibenden Reibung der Armlager: ob denn nun eine Verbesserung von >150 mg, auf <100 mg (Yamaha PF-800), weniger als 50 oder 40 mg (SME III bzw. SME V) oder auf ein Niveau minimaler <7 mg (Technics SL1210M5G) beansprucht wird. So auch die Verkabelung zu spezifizieren wie es bei anderen Herstellern durchaus der Fall ist (Nennung des industriellen Kabel-Typs etwa oder die genauen technbischen Daten des Kabels), man ist als Interessent ja an Konkurrenz der Produkte gewöhnt. Dann auch die reklamierte Verbesserung der strukturellen Resonanzen der Arme, mit Frequenzen bitte (z.B. 250 Hz, 1600 Hz - uam).

Dass Rega einem Interessenten und Rega-Käufer, wie kürzlich hier aus dem Forum beim deutschen Vertrieb, eine Antwort auf die Frage nach der Kabelkapazität des RB-700 schuldig bleibt, sollte nicht als gutes Geschäftsgebaren durchgehen dürfen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 07. Jun 2011, 11:04 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 07. Jun 2011, 18:37
Hallo!

@akem

Deswegen ja die Einschränkung, -zudem-, wer bitte gibt 400 Euro für einen Tonarm wie den RB-300 aus und nutzt einen Phono-Entzerrer a´la Dynavox TC-750 für 18 Euro? Das dürften recht wenige User sein. Aber auch hier gibt es eigentlich kein besonderes Risiko nur liegt die Masse hier halt auf dem tiefsten Spannungspunkt, also bei 0 Volt anstatt auf der Mittenanzapfung. Einzig der Kondensator im Eingang könnte zusammen mit einer kalten Lötstelle z.B. hier für eine Entladung sorgen. Aber das fällt nicht unter normalen Betrieb sondern unter Defekt.

Bei einer Übertragrlösung besteht hingegen gar keine Gefahr, hier wird die Spule über eine ungeich größere Spule mit relativ hohem Frequenzabhängigem Innenwiderstand kurzgeschlossen, Statische Entladungen sind da gar nicht möglich.

Für eine symmetrische Übertragung der Signale mußt du nicht nur die Rega-Tonarme sondern eigentlich alle handelsübliche Tonarme ab der Tonarm-Innenverdrahtung ohnehin neu verdrahten, hier fällt jede Tonarmmasse weg und das System sollte idealerweise Isoliert verbaut werden. Ob du dann hinterher die Tonarmmasse noch gesondert herausführen willst oder komplet wegläßt ist einfach Geschmackssache, gebraucht wird sie eigentlich nicht mehr.

Du siehst also, die Möglichkeit das überhaupt etwas passiert ist nicht sehr hoch und eine separat geführte Masse würde dich im Zweifelsfall auch wahrscheinlich nicht vor einem Schaden bewahren.

Aber man muß die Masseführung von Rega auch nicht gut finden, sie hat zwar ausser der höheren Brummanfälligkeit keine wrklichen Nachteile aber Vorteile hat sie auch nicht, bei den Rega Plattenspielern mag sie Sinnvoll oder Bequem sein da diese Geräte ausser dem Motor und dem Tonarm aus nchtleitenten Materialien bestehen. Bei einem Vollmetall-Laufwerk ist sie eher ungeschickt, hier kommt man i der Regel wegen dr Brummanfälligkeit um eine Auftrennung nicht herum, aber das ist auch kein Hexenwerk und jeder mit einem geeigneten Lötkolben und ohne mit zwei linken Händen gesegnet zu sein sollte das ohne weieres selbst machen können.

MFG Günther
knauti
Stammgast
#27 erstellt: 08. Jun 2011, 11:32
@albus

Leider ist das so, man findet selbst bei Vinylengine keine technischen Angaben zu den Armen, somit sind sie auch untereinander nicht vergleichbar. Taktik?

Zu meiner ursprünglichen Frage, in der Bucht stehen folgende Arme:
RB700
http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT

Was haltet ihr davon? beide nicht mehr im Originalzustand, die Masseführung ist bereits korrigiert, auch wenn dieses nach den Ausführungen von hörbert nicht zwingend notwendig ist. Die konservative Verbindung über ein separates Massekabel gefällt mir irgendwie.

Die Arme von Moth und Isokinetik scheinen tatsächlich völlig identisch zu den Rega Armen zu sein, liegen beide in UK noch deutlich unter dem ohnehin schon günstigeren Originalarmen.

Gruß

Knauti
germi1982
Moderator
#28 erstellt: 08. Jun 2011, 12:00

Albus schrieb:
...Zum Beispiel die Selektionen der verbleibenden Reibung der Armlager...



Beziehen sich die von dir genannten Werte auf horizontal oder vertikal? Und vor allem nicht das von einem der horizontale und vom anderen Tonarm der vertikale Wert angegeben wurde...

Mein Tonarm ist angegeben mit vertikal <0,007g und horizontal <0,015g. Ist der vom Dual 704, die Werte vom 701 und dem 721 sind auch so angegeben.

Wenn schon ein Komplettdreherhersteller wie Dual das seinerzeit schon angegeben hat, könnte man das von einem Hersteller der Tonarme einzeln baut eigentlich erst recht erwarten. Finde ich zumindest, ist schließlich ein nicht gerade uninteressantes Kriterium.


[Beitrag von germi1982 am 08. Jun 2011, 12:02 bearbeitet]
knauti
Stammgast
#29 erstellt: 08. Jun 2011, 12:04
@germi
um welche tonarm handelt es sich bei deinem? einen rega?

falls nicht (off-topic), wäre ich dir/euch sehr dankbar, wenn ihr dazu einen eigenen thread eröffnet - bedankt männer!

gruss
knauti
Ralf*
Neuling
#30 erstellt: 08. Jun 2011, 12:43

knauti schrieb:
Hallo,

ich überlege den Tonarm (RB300) meines Rega P3/2000 gegen den aktuellen RB700 auszutauschen. Dazu folgende Fragen:


2. Ist der Austausch generell ein Fortschritt oder verhältnismässig zu teuer? Hat das möglicherweise schon mal jemand gemacht?



Danke für eure Hilfe

Gruß
Knauti


Hallo,

also ich habe mir gerade einen RB 700 auf einen Scheu Cello montiert, vorher war da ein RB 250 mit modifiziertem Kabel und Scheu Gegengewicht drauf. Hab den Arm als Vorführmodell für gut 600 Euro gekauft. Als System läuft ein modifiziertes Zyx RS 20H.

Zu deiner Frage: Dafür hat es sich gelohnt. Der Unterschied ist nicht gigantisch, aber er ist da. Ruhiger, schwärzer, mehr Bass. Ich habe natürlich keinen direkten Vergleich, aber CD´s mag ich jetzt gar nicht mehr hören (obwohl mein WBE Interpreter nun wirklich was kann...). Der Unterschied zwischen CD und Vinyl ist durch den RB 700 deutlich größer geworden.

Über das fehlende Massekabel habe ich mich gewundert, aber die theoretischen Überlegungen der Kollegen haben bei mir keine praktische Relevanz. Brummt nix, knackt nix, rauscht nix.

Gruß Ralf
Albus
Inventar
#31 erstellt: 08. Jun 2011, 13:39
Tag erneut,

@Marcel
Sowohl als auch in den genannten Fällen, vertical/lateral; im Falle des PF-800 noch zu ergänzen um die Spezifikation der Impuls/Stoß-Empfindlichkeit (Initial sensitivity), 10 mg max., vertical, lateral.

@Knauti
Dem Laufwerk in seiner Schlichtheit (simpel ist nicht ungerecht, wenn so gelesen) müsste auch - und zunächst wohl oder übel - zu einem Optimum verholfen werden, bevor eine Optimierung per Tonarm vom Typ Verbesserung von allgemeiner Undifferenziertheit, d.i. Rega-Arme ohne Schlüssel-Spezifikationen, einige Hunderter von Euros lohnte.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 08. Jun 2011, 13:40 bearbeitet]
knauti
Stammgast
#32 erstellt: 08. Jun 2011, 14:01
@Ralf

Danke für dein Feedback, habe schon an der realen Existenz des RB700 gezweifelt.

Immerhin ist ein Unterschied vorhanden (wie Hörbert ja auch erwähnte). Auch wenn nur marginal, was wird gerade in diesem Bereich für ein Aufwand betrieben, um marginale Verbesserungen zu erzielen.

Hoffe, es berichtet noch jemand über seine Erfahrung mit dem 1000er.

@Albus
Wie lautet dein Vorschlag zur Optimierung des Laufwerks? Das klingt sehr interessant, könntest du das bitte ein wenig konkretisieren.

Gruss
Knauti
Fhtagn!
Inventar
#33 erstellt: 08. Jun 2011, 14:25
Über was für einen zu betreibenden Tonabnehmer geht es überhaupt?
germi1982
Moderator
#34 erstellt: 08. Jun 2011, 16:10

knauti schrieb:
@germi
um welche tonarm handelt es sich bei deinem? einen rega?

...



Um den Tonarm gings nicht, sondern eher darum das es bei der Angabe der Reibung bei Tonarmlagern mehr als nur einen Wert gibt. Es ist daher mißverständlich wenn nur einfach eine einzelne Zahl gepostet wird, aber nicht welcher der beiden Werte dahintersteht....

Die Werte von meinem Tonarm habe ich nur geschrieben um eben das zu verdeutlichen...aber hat sich ja geklärt, die Werte die Albus geschrieben hat sind sowohl für horizontal als auch für vertikal.

Zudem sind ja die Unterschiede der Rega-Tonarme wohl hauptsächlich in der Lagerung zu suchen, also sollten wohl auch gerade für dich diese Werte entsprechend interessant sein. Je kleiner der Zahlenwert, die Restreibung, im Endeffekt ist, desto besser ist nämlich die Lagerung des Tonarmes...


Drei kleine Kugellager, die etwas besser sind?


Die nächste Steigerung wäre Lagerung in Edelstein, sowas gibts bei Tonarmen wohl auch.


[Beitrag von germi1982 am 08. Jun 2011, 16:26 bearbeitet]
knauti
Stammgast
#35 erstellt: 08. Jun 2011, 16:26
@Fhtagn!
Momentan RB300, überlege auf RB700 bzw. RB1000 zu wechseln.
Dabei bin ich auf die Modelle von Isokinetik und Moth gestossen, welche identisch zu den Originalen erscheinen?! Der Preis liegt jedoch bei 50%, wunder.

Es geht mir generell um ein Upgrade/Verbesserung zu meinem bestehenden Arm. Welche Kandidaten kommen da in Frage und an welcher Stelle sind die Kandidaten besser, sprich Verkabelung (hier besonders die Kapazität der Kabel), Lager etc.

Habe auch oben schon Links zu Angeboten gepostet, da wäre ein Feedback interessant. Der RB700 aus der Bucht interessiert mich besonders, da dieser schon neu verkabelt ist.

Vielleicht hat ja einer auch schon einen P3 mit einem der Arme aufgerüstet.
Will nicht ausschliessen irgenwann ein neues Laufwerk zu erwerben, da würde ich den neuen Arm gerne weiter betreiben.

Gruss
Knauti
Hörbert
Moderator
#36 erstellt: 08. Jun 2011, 16:54
Hallo!

Vorsicht, wie schon geschrieben ist es nicht auszumachn um welche Rega-Tonarme es sich bei den Modellen von Isokinetik und Moth eigentlich hndelt. Äusserlich gibt es praktisch keine Unterschiede zwischen RB-300, RB-700 und RB-1000 bis auf die fehlende Lackierung beim RB-1000.

Bei den Rega-Angebotn via Ebay sollte man sich genau informieren. Einen gepimpten RB-250 würde ich gar nicht erst in Betracht ziehen, da has du mit deinem RB-300 etwas zumindesten Gleichwertiges, wenn nicht etwas besseres.

Über den RB-700 würde ich mich an deiner Stelle sehr genau informieren, wichti wäre z.B. ob die Auflagekrafteinstellung über die Fedr noch Funktioniert, wenn ncht wäre mir der Tonarm keinn Cent mehr wert.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 08. Jun 2011, 17:54 bearbeitet]
akem
Inventar
#37 erstellt: 09. Jun 2011, 10:49

Hörbert schrieb:
Hallo!

@akem

Deswegen ja die Einschränkung, -zudem-, wer bitte gibt 400 Euro für einen Tonarm wie den RB-300 aus und nutzt einen Phono-Entzerrer a´la Dynavox TC-750 für 18 Euro? Das dürften recht wenige User sein.
-> Es geht nicht um die Wahrscheinlichkeit einer Konstellation sondern um die Möglichkeit, daß eine auch noch so unwahrscheinliche Möglichkeit Schäden verursachen kann. Ein guter und seriöser Hersteller muß jede Möglichkeit abfangen.

Aber auch hier gibt es eigentlich kein besonderes Risiko nur liegt die Masse hier halt auf dem tiefsten Spannungspunkt, also bei 0 Volt anstatt auf der Mittenanzapfung. Einzig der Kondensator im Eingang könnte zusammen mit einer kalten Lötstelle z.B. hier für eine Entladung sorgen. Aber das fällt nicht unter normalen Betrieb sondern unter Defekt.
-> Wie gesagt: die Ladung kommt nicht vom Pre sondern vom Menschen...

Bei einer Übertragrlösung besteht hingegen gar keine Gefahr, hier wird die Spule über eine ungeich größere Spule mit relativ hohem Frequenzabhängigem Innenwiderstand kurzgeschlossen
-> Wie soll das rein physikalisch gehen, daß ich etwas niederohmiges mit etwas hochohmigem kurzschließe??

, Statische Entladungen sind da gar nicht möglich.

Für eine symmetrische Übertragung der Signale mußt du nicht nur die Rega-Tonarme sondern eigentlich alle handelsübliche Tonarme ab der Tonarm-Innenverdrahtung ohnehin neu verdrahten
-> Eine symm. Leitung macht das ganze rund, ja. Aber die Symmetrie steht und fällt erstmal mit der Signalquelle. Und wenn ich einen Tonabnehmerpin auf Masse nagle...

, hier fällt jede Tonarmmasse weg
-> Falsch: die brauche ich nach wie vor - der Tonarm soll ja immer noch elektrische Ladungen abführen.

und das System sollte idealerweise Isoliert verbaut werden.
-> Ist bis auf wenige MMs eigentlich der Normalfall.

Ob du dann hinterher die Tonarmmasse noch gesondert herausführen willst oder komplet wegläßt ist einfach Geschmackssache, gebraucht wird sie eigentlich nicht mehr.
-> siehe oben...

Du siehst also, die Möglichkeit das überhaupt etwas passiert ist nicht sehr hoch und eine separat geführte Masse würde dich im Zweifelsfall auch wahrscheinlich nicht vor einem Schaden bewahren.

Aber man muß die Masseführung von Rega auch nicht gut finden, sie hat zwar ausser der höheren Brummanfälligkeit keine wrklichen Nachteile aber Vorteile hat sie auch nicht, bei den Rega Plattenspielern mag sie Sinnvoll oder Bequem sein da diese Geräte ausser dem Motor und dem Tonarm aus nchtleitenten Materialien bestehen. Bei einem Vollmetall-Laufwerk ist sie eher ungeschickt, hier kommt man i der Regel wegen dr Brummanfälligkeit um eine Auftrennung nicht herum, aber das ist auch kein Hexenwerk und jeder mit einem geeigneten Lötkolben und ohne mit zwei linken Händen gesegnet zu sein sollte das ohne weieres selbst machen können.

MFG Günther



Hallo Günther,

ich glaube, Du hast nicht verstanden, wo hier eigentlich das Gefahrenpotential liegt... Mit ESD meine ich NICHT eine Entladung vom Phonopre zum Tonabnehmer, sondern eine Ladungsweitergabe vom Menschen an das Tonarmrohr.
Weiter Stellungnahmen siehe oben.

Gruß
Andreas
knauti
Stammgast
#38 erstellt: 09. Jun 2011, 12:00
Hallo,

ich habe gestern bei Isokinetik in England nachgefragt, ob die Arme baugleich zu den Rega Armen sind, folgende Antwort:

"The ISO OEM tonearms are Rega RB tonearms made by rega for us they are OEM which means original equipment manufacturer for turntable manufacturers to use on their turntables so they are not labeled and have different packaging but otherwise there is absolutely no difference"

Klingt gut, sollte meine Wahl auf einen der unmodifizierten Arme fallen, werde ich dort einen ordern. Leider blieb die Frage nach der Kapazität der Kabel und der Reibung der Armlager unbeantwortet...

Werde möglicherweise den Arm bei M. Grözinger neu verkabeln lassen, um genaue Angaben zu erhalten. Weiss jemand, ob er das Lagerspiel vom 700er nach der Demontage wieder sauber eingestellt bekommt, oder muss das Lager zur Neuverkabelung nicht demontiert werden??

Gruss
Knauti
akem
Inventar
#39 erstellt: 09. Jun 2011, 12:21
Hallo,

zur Neuverkabelung muß der Arm je nach Kabel nicht unbedingt demontiert werden. Außerdem steht Mario G. in dem Ruf, daß die Lager bei ihm grundsätzlich besser als schlechter werden;-))
Aber ich verstehe eh nicht, warum Du Dich an den Kapazitätswerten so aufhängst... Bis auf wenige Ausnahmen sind die Drähte einer Tonarm-Innenverkabelung lose verlegt, so daß Du hier grundsätzlich Schwankungen hast, die verhältnismäßig hoch sind. Nur wegen der Kapazität die Kabel zu tauschen macht imho nicht den geringsten Sinn.

Gruß
Andreas
germi1982
Moderator
#40 erstellt: 09. Jun 2011, 12:22
Bei einer Neuverkabelung könnte man die neuen Kabel verknüpft mit den alten Kabeln einfach durchziehen. Man verbindet also vorn das neue mit dem alten Kabel, und zieht hinten einfach das alte Kabel raus. Das neue Kabel wird dann entsprechend durchgezogen. Ist der einfachste Weg.

Und die Messung kann mit meinem entsprechenden Meßgerät selbst machen. Ich habe ein Gerät mit dem man die Kapazität messen kann....und andere auch, denn manche Multimeter haben auch zusätzlich zur Spannungs-, Strom- und Widerstandsmessung noch die Möglichkeit Kapazität zu messen.


Nur wegen der Kapazität die Kabel zu tauschen macht imho nicht den geringsten Sinn.


Sehe ich auch so. Das macht man nur wenn die Kapazität wirklich Murks ist, das liegt dann aber meist an dem Cinchkabel das dahinter hängt. Tonarmverkabelung sollte man nur tauschen wenn es wirklich nötig ist, das heißt z.B. eine Beschädigung des Kabels aufgetreten ist.


[Beitrag von germi1982 am 09. Jun 2011, 12:28 bearbeitet]
knauti
Stammgast
#41 erstellt: 09. Jun 2011, 12:55
Hallo Akem,

klingt nach Daumen rauf für Mario G.

Bin ein Freund kurzer Kabel, da ich ein MM System betreibe. Ich benötige bis zum Pre nur 70cm, würde mir die Länge so von Mario G. konfektionieren lassen.

Die Kapazität interessiert mich, da ich einen Anhaltswert zur Abschlusskapazität erhalte.

Gruss
Knauti
germi1982
Moderator
#42 erstellt: 09. Jun 2011, 14:02
Dann ist es sinnvoll die komplette Kapazität zu messen, also vom Cinchstecker bis zur Tonarmverkabelung.

Meist haperts kapazitätsmäßig am Cinchkabel weil Kabel mit zu hoher Kapazität konvektioniert wurde. Passend wäre z.B. RG 58 oder RG 174. Das 174er ist etwas dünner (Außendurchmesser 2,8mm statt 4,9mm) und flexibler als das RG 58. Beide weisen eine Kapazität von ca. 100pF/Meter auf, hätten bei dir also 70 pF. Schirmung der Kabel ist sehr gut, die sind nämlich eigentlich für HF-Anwendungen gedacht.

Das ist recht einfach und schnell zu machen. Dazu zieht man vorn am Tonabnehmer einfach die Käbelchen ab, schaltet das Multimeter auf Kapazitätsmessung. Mit der einen Meßspitze geht man auf den Signalleiter des Cinchkabels (der Pin in der Mitte) mit dem anderen auf die zugehörige Masse (der Metallkragen des Steckers. Dann wird direkt die Kapazität angezeigt.


[Beitrag von germi1982 am 09. Jun 2011, 14:08 bearbeitet]
Ralf*
Neuling
#43 erstellt: 09. Jun 2011, 14:09
Hi,

also mal ehrlich. Ich bin ja seit kurzem Fan des RB 700. Aber Arm kaufen, das Kabel wechseln, um 3o Cm weniger Cinch zu haben? Das Kabel des RB 700 ist absolut hochwertig und übrigens durchgehend.

Im übrigen macht das auch eine Teil der Unterschiede zum RB300 aus:

Die RB700 Tonarmlager sind noch enger toleriert, die Innen- und Außenverkabelung noch hochwertiger. Aufgrund einer wesentlich aufwändigeren Konstruktion ist die Anti-Skating Einheit noch präziser einstellbar. Durch die wechselnden Wandstärken werden unerwünschte Resonanzen weitestgehend eliminiert.
Der RB700 hat wie der RB1000 eine 3-Punkt Befestigung und somit eine wesentlich bessere und resonanzfreiere Ankopplung an das Board.


Das ist zwar Rega Werbung, aber als Ergänzung zu den Kommentaren, dass die Arme bis auf die Lager identisch sind, vielleicht trotzdem relevant.

Gruß Ralf
Albus
Inventar
#44 erstellt: 09. Jun 2011, 14:17
Tag,

genau, wer irgendwann einen Tonabnehmer verwenden möchte, dessen Herstellerempfehlung auf 100 pF (oder 100-150 pF) lautet, der tut gut daran, der Regel zu folgen "Low capacitance is better", dazu "Keep interconnects short", so sagt es kurz auch Stephen H. Lampen (Belden, Inc.). Na ja.

Was das Fehlen von Spezifikationen zu den 'höherwertigen' Tonarmen von Rega angeht, dazu fällt mir nur ein zu bemerken: die gehörigen Spezifikationen sind der Eintrittspreis in die höheren Anspruchsklassen (AK Vier, d.i. Hoch, und Fünf, d.i. Luxus). Ohne Spezifikationen verkauft der Interessent sich das Produkt letztlich selbst.

Was den 'Brettspieler' angeht; "Dämpfen Sie Ihr Gerät!", so kommt man dem Optimum dieser Konstruktion nah. Man denke in Schichten, d.h. Dämpfung von unten und von oben. Der Erfolg lässt sich im Werden bereits mittels eines SPL verfolgen (Minimierung des im Brett umlaufenden Körperschalls).

Nach Abwägungen meinerseits, und unter der Volksmundregel "Wer mir's vorher sagt, der ist mein Freund; wer's mir nacher sagt, der hat's mir gegönnt":
http://www.analog-fo...hread&threadID=77568

Freundlich
Albus
knauti
Stammgast
#45 erstellt: 09. Jun 2011, 15:00
@germi
habe leider nicht ein solches messgerät, werd mich aber im bekanntenkreis mal umhören - sind die dinger teuer? hast du ggf. einen tipp für ein geeignetes gerät?

habe meinen rb300 seinerzeit mit 5-pol aussen neu verkabelt (vdh 502), habe aber keine lust mehr auf die fummelei. innen habe ich mich nicht rangetraut

@ralf
ist das aussenkabel des rb700 1m lang? wie kommst du darauf, das er durchgehend verkabelt ist? wenn der arm das selbe "masseproblem" hat, wie der rb300, dann sind die innenkabel auf eine runde platine gelötet, die aussenkabel dito, stopfen, madenschraube fertig. kann mir nicht vorstellen, das der arm eine durchgehende verkabelung a la mario g., heiko w., incognito etc hat... ich glaube, das hat nicht mal der 1000er...

@albus
ortofon 2m black, empfehlung bei 220pf. phonostufe einstellbar. anfang bei <120pf, dann in 30er schritten aufwärts. bei 220 würd ich schon gern landen. fürs gewissen. mit dem selbstverkauf hast du vollkommen recht. gibt aber fürs brett keine höherwertige alternative anderer hersteller, zb sme...

das brett selbst ist schon gedämpft, von unten, auch mit einer schicht, vielleicht sogar mit spl - keine ahnung was die abkürzung bedeutet. aber nicht von oben. vielleicht kannst du dazu ein wenig ausführlicher werden.

gruss
knauti
Moonlightshadow
Inventar
#46 erstellt: 09. Jun 2011, 15:33
@knauti


ist das aussenkabel des rb700 1m lang


Hab zwar jetzt nicht nachgemessen, aber kurz nachgeschaut und das kommt schon hin.


[Beitrag von Moonlightshadow am 09. Jun 2011, 15:34 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#47 erstellt: 09. Jun 2011, 16:20
Hallo!

Man sollte die dreissig Zentimeter Innenverdrahung eines Tonarmes nicht so überbewerten,wenn hier mal 30 Pikofarad dazukommen ist das schon viel.

Der Hinweis auf ein exaktes und genaues Antiskating bei Rega-Tonarmen ist im übrigen ein veritabler Witz, Rega hat es bislange bei keinem seiner Tonarme geschafft ein wirklich exakt funktionierndes Antiskating einzubauen, es erfüllt zwar seinen Zweck aber z.B. das AS auf Null zu stellen funktioniert überhaupt nicht. Offen gesagt ist das ein Konstruktionsfehler den sie bis heute nicht behoben haben und an den sich die Anwender wohl oder übel gewöhnen müssen.

Ansonsten sind Rega-Tonarme ab dem RB-300 recht gute Komponenten an denen man gar nicht modifizieren muß ausser eventuell die Masse wenn man mag.

Eine durchgehende Innenverdrahtung ist im übrigen eine dieser überbewerteten Gimmicks die keuine objktiven Vorteile bringen. Wer einen Übergangswiderstand von ca. 30 Milliohm für wichtig hält (soviel haben etwa die Lötpunke im RB-300) sollte sich einmal über die Verhältnisse klar werden die bei der Abtastung und der Signalübertrgung zwischen System und Phonongang relevant sind.

MFG Günther
knauti
Stammgast
#48 erstellt: 09. Jun 2011, 16:51
@hörbert

Witzigerweise entspricht mein Antiskatingwert von ca. 1,7 jedoch der Empfehlung von Rega (empf. Auflagegewicht=AS), wahrscheinlich Zufall

Ich glaube auch nicht an klangliche Vorteile bei durchgehender Verdrahtung,
habe mich nur über die Angabe von *Ralf gewundert, wonach der RB700 durchgehend verdrahtet ist..., ist das so? Der RB301 ist es nicht.

Gruss
Knauti
Ralf*
Neuling
#49 erstellt: 09. Jun 2011, 16:58

knauti schrieb:
@hörbert

Witzigerweise entspricht mein Antiskatingwert von ca. 1,7 jedoch der Empfehlung von Rega (empf. Auflagegewicht=AS), wahrscheinlich Zufall

Ich glaube auch nicht an klangliche Vorteile bei durchgehender Verdrahtung,
habe mich nur über die Angabe von *Ralf gewundert, wonach der RB700 durchgehend verdrahtet ist..., ist das so? Der RB301 ist es nicht.

Gruss
Knauti

Sorry, da hab ich was durcheinander bekommen. Die Verkabelung ist aber auf jedenfall eine andere als beim RB 300, mit besserer Innen und Außenverkabelung. Wie gesagt, bin kein Anhänger der "Nur die Lager sind anders Theorie"

Gruß Ralf


[Beitrag von Ralf* am 09. Jun 2011, 17:09 bearbeitet]
akem
Inventar
#50 erstellt: 09. Jun 2011, 17:23
Ja, die Kabel sind dicker und machen mehr her
Es gibt zwar Leute, die bei Tonarmen auf eine durchgehende Verkabelung gesteigerten Wert legen, aaaber:
- wie Hörbert schon gesagt hat, sind ne Hand voll Übergangswiderstände bei den winzigen Spannungen und Strömen absolut egal; wenn wir hier von 10 Ampere aufwärts reden würden, dann würde ich mal anfangen, den Widerstand der Leitung auf die zweite Stelle hinter dem Komma genau auszurechnen. Aber hier reden wir von Mikroamperes, wenn überhaupt.
- was machen wir dann mit dem Cinchstecker, den Headshellclips und den vielen, vielen Lötstellen innerhalb des Phono-Vorverstärkers?? Das sind ja nochmal ein paar Dutzend Lötstellen und sogar zwei Steckkontakte *schauder*
- Und last but not least sind wir wieder bei einer schon oft gestellten Frage: was ist ein "gutes" Kabel

Gruß
Andreas
Ralf*
Neuling
#51 erstellt: 09. Jun 2011, 17:31
OK. Eigentlich wollte ich ja auch nur sagen: Der RB 700 klingt bei mir besser als ein modifizierter RB 250 - siehe oben
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