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erster Plattenspieler - neu oder gebraucht?

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Autor
Beitrag
niesfisch
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Jan 2012, 18:16
Hallo liebes Forum,

ich bräuchte euren Ratschlag. Ich möchte mir meinen ersten Plattenspiele zulegen. Jetzt habe ich bereits ein wenig rumgelesen und rausgehört, das einige von euch gebrauchte Geräte empfehlt.

Ich wollte mir eigentlich den Pro-ject Debut III zulegen - bin aber durch eure Beiträge verunsichert.

Meine aktuelle Anlage:

Röhrenverstärker Primaluna Prologue One mit EL-34 Röhren, ohne Phonoeingang. Ich brauche also einen Preamp. Dort habe ich an einen NAD oder Cambridge Audio gedacht - eben das was man so in den "allgemeinen Zeitschriften" empfohlen bekommt.

Ich habe bei gebrauchten Geräten Angst vor, weshalb ich aktuell eher zu einem Neugerät tendieren würde:

- technisch noch ok?
- Tonabnehmer etc. noch ok?
- Alter etc.
- Anschlüsse noch "modern", d.h. Cinch?

Ebenso bin ich ein bisschen überwältigt was die Auswahl an gebrauchten Geräten angeht - ich weiss gar nicht was ich das kaufen sollte und ob die Teile noch ok sind. Aus den anderen Beiträgen habe ich gelesen, das Neugeräte überteuert sind und gebrauchte eventl. mehr fürs Geld bieten.?

Ziel ist es ein paar Platten zu hören. Das Gerät sollte einfach laufen ohne das ich zu viel "Wartung" betreiben muss.

Mein Musikgeschmack: Klassik und Jazz

Also, neu oder gebraucht und wo anfangen?

Für eure Tips bin ich sehr dankbar

Marcel
janosch7
Stammgast
#2 erstellt: 08. Jan 2012, 18:34
Wie hoch ist Dein Budget?

Gruß Janosch7
Detektordeibel
Inventar
#3 erstellt: 08. Jan 2012, 18:40

Ziel ist es ein paar Platten zu hören. Das Gerät sollte einfach laufen ohne das ich zu viel "Wartung" betreiben muss.


Budgetfrage wie gesagt.

Wenn fast nix machen willst ist einfachste Lösung nen neuen Direkttriebler kaufen. Da dann ein Ortofon Arkiv oder ein AT120E als Tonabnehmer drauf. (Beides gute Allrounder)

Cinch anschlüsse sind sowieso da standard, und bei vielen Geräten ist ein einfacher Phono-Entzerrer auch bereits integriert so das du dir den zusätzlichen Vorverstärker sparen kannst.

Gebrauchte Geräte gibts wie Sand am Meer wie gesagt. Um da einzugrenzen ist das auch eine Geschmacksfrage.
niesfisch
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 08. Jan 2012, 20:06
Hi,

danke für die schnellen Antworten. Preislich würde ich für alles rund 400 Euro investieren.

Marcel
Burkie
Inventar
#5 erstellt: 09. Jan 2012, 09:30
Wenn es neu sein soll, wäre etwa ein Synq X-trm 1, ein Reloop 4000 oder Reloop 6000 eine Überlegung wert.
Synq X-trm 1 und Reloop 6000 haben sogar einen eingebauten Phono-Preamp. Als Tonabnehmer etwa ein Ortofon Arkiv.

Wenn es was gebrauchtes sein darf: Technics Sl-1200/1210 MK2 oder verwandte Baureihen (Direktantrieb, quarzgeregelt).
Technics Sl1200 MK2 dürfte hie und dort noch neu erhältlich sein, wird aber Dein Budget sprengen.

MfG
niesfisch
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 09. Jan 2012, 13:11
Hi Burkie,

danke für die Tips. Entschuldige meine Unwissenheit. Die Spieler sehen für mich alle nach "DJ-Spielern" aus. Wäre das was für mich also "Normalo"?

Wie sind die denn im Vergleich zu einem Pro-ject Debut III was die Qualität und Spielverhalten angeht?

Danke Dir
Marcel
Burkie
Inventar
#7 erstellt: 09. Jan 2012, 14:03
Ist das Aussehen wichtiger oder das Hören?

Lass Dir die Geräte mal im Fachhandel vorführen, oder bestelle mit Rückgaberecht.

Schau Dir die Projektgeräte an und entscheide dann selber.

MfG
Essi110
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 09. Jan 2012, 15:31
Hallo

die Frage wieviel komfort möchtest du? ich habe mir neuerlich auch einen Reloop für meinen alten gekauft. Was mich bei den Project dingern richtig gestört hat sind :

- Zur geschwindigkeitsveränderung musst du den Riemen manuell umlegen

- Das ding wiegt nich mal 5 Kilo

- Kein Stroboskop

- Riemenantrieb

Für mich käme auch kein Bebrauchtgerät in Frage und für dein budget bekommst du beim reloop wesentlich mehr für dein Geld als z.B. für den Project.

Die Reloops haben Direktantrieb, wiegen 10 kg,haben nen Tonarm mit SME Anschluss ( Schneller Headshell wechsel )und sehen auch nicht schlecht aus.Außerdem kommen 98 Prozent vom Klang vom Tonabnehmer und nicht vom Plattenspieler.
sonstso
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 09. Jan 2012, 17:37
Ein konkreter Tipp von mir wäre ein JVC QL-Y5F. Das Laufwerk selbst war damals angehende Spitzenklasse. Der mitgelieferte Tonabnehmer lediglich Mittelklasse, oder noch schlechter.
Ich bin Erstbesitzer, und die relativ aufwendige Technik des servogeregelten Tonarms werkelt nach wie vor problemlos.
Bei Ebay gibt es hin und wieder Angebote. Allerdings sollte man darauf achten, das das Gerät pfleglich behandelt wurde.
Den Tonabnehmer hatte ich damals gleich gegen ein Denon DL-110 ausgetauscht. Ein MC System, das allerdings auch mit MM Pegeln zurecht kommt. Man sollte nur beachten, das der JVC einen relativ schweren Tonarm besitzt.
Ansonsten bekommt man einen Komfort ähnlich eines CD Players. Der Tonarm wird per Tastendruck über die LP bewegt.
Na ja, und die fipsilige Headshell. Ich hatte sie auch gleich damals gegen eine von Nagaoka getauscht.

Insgesamt eine gute Investition. Wenn man bedenkt, das dieser optisch auch sehr edle Plattenspieler seit nunmehr fast 30 Jahren problemlos seinen Dienst versieht. Der Neupreis lag glaube ich bei DM 998.-.

Nur eben das leidige Thema: die Abdeckhaube. Meine sieht wirklich nicht mehr gut aus. Obwohl ich sie immer in der Badewanne geduscht habe. Aber ich denke, einen Ersatz gibt es da wohl nicht mehr.
Detektordeibel
Inventar
#10 erstellt: 09. Jan 2012, 17:45
Essi110 hat es auf den Punkt gebracht.

Bei den preiswerten neugeräten kommt man imho um die "DJ-Dreher" nicht herum. Technisch sind besser und in der Ausführung robuster.

Der Sync XTRM-1 und der Reloop 6000 sind imho mit das beste was man unter 500€ überhaupt noch neu bekommt. - Der billigere 2000er reicht für den Heimnutzer an sich auch aus.

Bei allem wo mehr Bedienungskomfort extras etc. gefordert sind, entscheidet man sich besser für Gebrauchtgeräte.
sonstso
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 09. Jan 2012, 18:45
Ist ja auch klar, die Hersteller investieren in die Endwicklung auch nichts mehr. Gerade bei Plattenspielern ist die Entscheidung zu gebrauchten Geräten kritisch zu betrachten.
Ich habe auch keine Ahnung, was man heutzutage noch an Tonabnehmern bekommt. Shure war zwar populär, aber unter HiFi Entusiasten eher verpönt. Ortophon, gibt es diese Firma überhaupt noch?
Der Tonabnehmer muss mit dem Tonarm harmonieren. Das ist wichtig.
Wer heutzutage in diese Technik noch einsteigen möchte, bewegt sich in einem ganz schmalen Segment. Und ich würde sagen, es lohnt sich nicht.
Wer noch viele LP's besitzt, besitzt auch noch einen entsprechenden Plattenspieler. So wie ich.
sonstso
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 09. Jan 2012, 19:09
Ach, und die DJ Dreher, waren damals schon als Betonfräsen bekannt, sollte man da lassen, wo sie hingehören. Wenn einem seine LP's lieb und teuer sind.
Essi110
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 09. Jan 2012, 19:27
Betonfräsen? Erkläre mir bitte wo ein 1210er ne Betonfräse ist Das ist ein top Hifi Dreher
Ein Reloop oder was auch immer,solange es keine absoluten Plastikfabrikate sind reichen vollkommen aus um Platten zu hören. Erkläre mir mal bitte wo die Platten kaputt machen,das kannst du bei falschen Einstellungen auch mit jedem Dual 1229 oder 1000€ + High end Plattenspieler machen....

Und es gibt durchaus Leute die jetzt mit der Technik anfangen und das sind nicht grade wenige. Ich bin 23 und habe meinen ersten Dreher mit 14 bekommen. Seid rund 5 Jahren habe ich keine CD mehr gekauft,soviel mal dazu
Essi110
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 09. Jan 2012, 19:28
Für deueres Eqipment habe ich einfach kein Geld als Student,bzw brauche ich auch gar nicht da ich vollkommen zufrieden bin
raindancer
Inventar
#15 erstellt: 09. Jan 2012, 19:36
400,- budget und Neugeräte, das wird nix, es muß ja auch der Phonopre berücksichtigt werden, und da ist fast die Hälfte weg, wenns einigermaßen was sein soll. Ich sehe drei Möglichkeiten:

  1. Budget erhöhen
  2. Gebrauchtgeräte
  3. Bleiben lassen

aloa raindancer
Detektordeibel
Inventar
#16 erstellt: 09. Jan 2012, 20:11

es muß ja auch der Phonopre berücksichtigt werden, und da ist fast die Hälfte weg, wenns einigermaßen was sein soll


Joah 200€ allein der Phonopre und dann kein Geld mehr für den Dreher.... ist klar... Und noch weitere 100€ für die Steckerleiste mit den Goldkontakten bitte.


Ich habe auch keine Ahnung, was man heutzutage noch an Tonabnehmern bekommt.


Dann frag doch einfach bevor du hier irgendwas was von "Betonfräsen" schreibst.

Wie gesagt 400€ bekommt man sehr wohl was, wenn beim Dreher maximal Materialqualität erwünscht ist dann einen Super OEM, z.B. den Sync XTRM-1. Da kann man dann später auch Tonabnehmer dran montieren die mehr wie der Dreher kosten wenn man es wünscht. Denon MC-Systeme sowieso - Für den Anfang reicht aber auch ein MM-Arkiv - und der interne Phono-entzerrer ersetzt den vorverstärker. Bei 2,5g auflagekraft mit elliptischer Nadel braucht man auch wirklich nicht von "Fräse" reden.
Bei nem MM Phono-Pro reicht auch der billige Dynavox für 20€ der ist sowieso besser wie Nad PP2 und andere Blackboxen mit Entzerrschaltung.

Bei niedrigeren ansprüchen kann man das Budget auch noch bei weitem unterscheiten und immernoch Platte hören.
sonstso
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 09. Jan 2012, 20:31
Genau so sehe ich das auch, es lohnt sich einfach nicht. Es sei denn, ich möchte das feeling des Platte auflegens jetzt neu erleben.
Klar sind DJ Dreher Betonfräsen. Was hat man damals für Gehirnschmalz und Geld in das Gerät Plattenspieler investiert. Ich hatte oben erklärt, wie man so ein Gerät weiter optimieren konnte.
So ein Discotheken Plattenspieler erfüllt ganz andere Erwartungen. Und Klang spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Der muss in erster Linie Rubust sein. Vorwärts und rückwärts, in einem HiFi System ein Alptraum. Das Abtastsystem bahnt sich vermutlich eher seinen eigenen Weg durch eine LP.
Tut mir Leid, aber es gibt hier in diesem Forum vermutlich nur noch ganz wenige, die sich wirklich mit dieser Technik auskennen.
Was sind denn verkehrte Einstellungen? Der Überhang? Das Auflagegewicht? Anti Skating? Und was bedeutet das alles überhaupt?
Bei einem DJ Dreher spielt dies alles wohl eher keine Rolle. Bis auf das Auflagegewicht. Ich habe schon Münzen auf der Headshell gesehen. Tja, eben eine Betonfräse........
savage
Stammgast
#18 erstellt: 09. Jan 2012, 20:38
wenn Wartungsarmut vor Optik und Haptik kommt, dann kannst Du Dir auch diesen Dreher mal ansehen:
http://www.thomann.de/de/numark_tt_500_bundle.htm

viel Spass beim Aussuchen

MfG,
bernd
sonstso
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 09. Jan 2012, 20:42
Wow, Detektordeibel, wir sind bei 2,5 g Auflagegewicht angekommen. Für damalige Systeme ein utopischer Wert. 1,75 war so das Maximum. Habe mein Denon schon auf 1,5 g zurückgeschraubt.
Uns trennen Welten.
Ich habe wirklich keine Ahnung von aktuellen Plattenspielern, ich brauche mir auch keinen zu kaufen, und bin froh darüber.
Smoke_Screen
Stammgast
#20 erstellt: 09. Jan 2012, 21:10
Was wirklich brauchbares Neues für 400€ incl. separatem
Phonopre und Tonabnehmer ist zu knapp.
DJ-Decks sind imho nicht so der Bringer außer dem Technics
SL-1200,und das ist erheblich zu teuer für den Budget.
Also bleibt eigentlich nur 2nd Hand.
Wie z.B. das Teil hier:
Yamaha YP-B2B
oder das:
Pioneer PL-510

Bei Plattenspielern ist es mittlerweile wirklich so das
du bei Neugerät derbst für die Garantie bluten musst und
trotzdem über den Tisch gezogen wirst.
No risc no fun.


[Beitrag von Smoke_Screen am 09. Jan 2012, 21:16 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#21 erstellt: 09. Jan 2012, 21:15
Mein Technics (kein 1210er) läuft mit 1,25g, so what?



Tut mir Leid, aber es gibt hier in diesem Forum vermutlich nur noch ganz wenige, die sich wirklich mit dieser Technik auskennen.


Gottseidank liegst du mit dieser "Vermutung" falsch.


Ich habe wirklich keine Ahnung von aktuellen Plattenspielern


Dafür das du davon keine Ahnung hast schreibst du aber ganz schön viel darüber - leider lässt du dich von dummen Voruteilen aufs Glatteis führen und blamierst dich damit:

Nachhilfeunterricht.

Der Reloop 6000/Sync XTRM-1 benutzt den Tonarm und das Innenleben des Denon DPA-100 - kannste dir auf der Homepage von Denon ansehen.

Jetzt stell mal deinen alten (zweifellos schicken) JVC daneben und schau dir mal die technischen Daten genauer an - wenn du nur halb soviel verstehst wie du vorgibst wird dir auffalen das so große Welten da gar nicht dazwischen liegen.

2-3g sind nur auf ein Concorde-Stecksystem bezogen das vor allem wegen der Einsteigerfreundlichkeit erwähnt wird da hier die Justage weitgehend entfällt. Wir reden hier aber von einer Hifi-Nadel und keinem Scratch-System das mit ner Rundnadel und 7gramm gefahren wird.
Am Arm geht natürlich auch erheblich weniger und nen Sync etc. kannste auch mit den Nagaoka Systemen 150 aufwärts betreiben, genau wie den Technics 1210er und co.


wenn Wartungsarmut vor Optik und Haptik kommt, dann kannst Du Dir auch diesen Dreher mal ansehen:
[url]http://www.thomann.de/de/numark_tt_500_bundle.htm
[/url]

Der Numark tt500 gehört meistens Wissens vom Antrieb her auch zu den "Super-OEM" wie der Sync, Reloop 6000, Stanton 150 etc. - Von der Optik gehört der Numark IMHO aber echt in nen dunklen Raum mit Nebelmaschine.


[Beitrag von Detektordeibel am 09. Jan 2012, 21:16 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#22 erstellt: 09. Jan 2012, 21:46
Zustimmung.

Der Technics Sl-1200Mk2 ist ja als preisgünstiger HiFi-Dreher konzipiert und anerkannt worden. Preisgünstig, weil auf sämtliche Automatik verzichtet wurde.
Da er preisgünstig war, guten Klang und robuste Verarbeitung bot, wurde er gerne von DJs eingesetzt.
So ist er in den Ruf eines DJ-Plattenspielers gekommen.

Andere sog. DJ-Plattenspieler wie etwa Reloop 6000 u.ä. sind mehr oder weniger vom Technics inspiriert und verbessert (78Upm, höheres Drehmoment, Rückwärtslauf, erweiterter Pitchbereich), an anderer Stelle etwas eingespart (Gleichlauf).
Man kann also sagen, es handelt sich um echte HiFi-Plattenspieler mit kostenlosen Zugaben für den DJ-Betrieb, die man ja als reiner Musikhörer nicht nutzen muss.

Plattenspieler aus dem sog. HiEnd-Bereich mit typischem HiEnd-Brettchen- oder Bohrinsel-Design bieten zu gleichem Preis keine bessere Technik, eher schlechtere. Sie bieten ein gänzlich anderes Design und in der Regel eine unkomfortablere Bedienung (keine Umschaltung der Plattengeschwindigkeit; Antiskating mittels Gewicht am Faden über Haken, etc.).

Ich finde die Profi-Plattenspieler à la Reloop schöner als die HiEnd-Geräte. Der Reloop 6000 in weiß sieht schon sehr elegant und edel aus, schöner geht es kaum, finde ich.

MfG


[Beitrag von Burkie am 09. Jan 2012, 22:07 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#23 erstellt: 09. Jan 2012, 21:59
Mit ner gescheiten Gummiauflage und ohne dämliche DJ-Slipmat schauen die schon "seriös" aus ja, vor allem hat man auch da auch was in der Hand.

Alles ne Frage der Präsentation (sorry für den Bildklau mathi )



[Beitrag von Detektordeibel am 09. Jan 2012, 22:01 bearbeitet]
mathi
Stammgast
#24 erstellt: 09. Jan 2012, 23:37

Detektordeibel schrieb:
(sorry für den Bildklau mathi )



Keine Problem

Bilder gibts auch mit Haube:

24032011219_58036

24032011222_58035
Detektordeibel
Inventar
#25 erstellt: 10. Jan 2012, 01:04
Schick schick schaut er aus. Auch wenns nur der billige 1000er Reloop ist. ^^
mathi
Stammgast
#26 erstellt: 10. Jan 2012, 20:17
Nö, ist nen 2000er
Nanobyte
Stammgast
#27 erstellt: 10. Jan 2012, 21:14
Sorry, wenn ich die Frage hier mal einfach in den Raum werfe:

Warum sind die Technics twelwe-hundred bei Ebay eigentlich so sackteuer?

Laut Wikipedia ist dieser Dreher das am längsten produzierte Musikabspielgerät, also müsste es doch hunderttausende davon geben. Sind die alle von DJ´s ausgelutscht und abgenudelt?

Die werden ja für 3-400 Euro gehandelt. Dafür biete ich doch lieber auf einen fetten Denon mit Holzzarge. Oder nicht?

Essi110
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 10. Jan 2012, 21:35
Weil Panasonic die Produktion eingestellt hat
Detektordeibel
Inventar
#29 erstellt: 10. Jan 2012, 21:57
Warum? Weil die Nachfrage konstant hoch ist...

Die Restbestände als Neuware will ich gar nicht wissen wo die mittlerweile angelangt sind unter 800€ ging zuletzt gar nix mehr.
Smoke_Screen
Stammgast
#30 erstellt: 10. Jan 2012, 22:04
Für den Heimgebrauch find ich sowas allerdings netter:
Technics SL-01
Kampfmuffin
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 11. Jan 2012, 00:31

Detektordeibel schrieb:

Die Restbestände als Neuware will ich gar nicht wissen wo die mittlerweile angelangt sind unter 800€ ging zuletzt gar nix mehr. :.


Vor 2 Jahren (Ende 2009) hat es geheißen, dass der 1210er eingestellt wird, da hab ich mir noch schnell einen zu Weihnachten gewünscht. Kostenpunkt beim DJ-Geschäft bei mir um die Ecke: 399 Euro

vor einem halben Jahr 799 Euro

jetzt: 999,90 Euro...krank

(haha und ich seh gerade, dass daneben noch fett "Aktion!" steht)
Detektordeibel
Inventar
#32 erstellt: 11. Jan 2012, 01:04
999€?

Der 1210er ist gut, aber so gut nun auch wieder nicht.


Die werden ja für 3-400 Euro gehandelt. Dafür biete ich doch lieber auf einen fetten Denon mit Holzzarge. Oder nicht?


Als hifi-Fan find ich nen technics SL-M auch deutlich interessanter, aber die Nachfrage für den 1210er kommt hauptsächlich aus dem DJ-Bereich denke ich. Da gibts genug Leute die Partout nix anderes haben wollen. Aber was solls.

Ich persönlich finde die Super Oem sind von der Qualität vom 1210er gar nicht weit weg, für den Preis sind die im Vergleich zum original nachgeschmissen, und wenn schon Neuware... Dann lieber gleich was ernsthaftes.
niesfisch
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 12. Jan 2012, 09:40
Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten so weit. Was haltet Ihr von dem "Dual CS 626"?

Grüße
Marcel
Smoke_Screen
Stammgast
#34 erstellt: 12. Jan 2012, 18:06
Der 626er ist ein typischer Mittelklasse-Dual aus der
ULM-Ära. Er hat einen guten servogeregelten
Direktantrieb (EDS-500) und einen gut gelagerten
Leichttonarm.
Wie bei allen Dual Spielern aus dieser Ära leidet
er vor allem unter dem Hinderniss das ohne zusätzlichen
Umrüstsatz keine anderen Tonabnehmer mit Standart-
befestigung montiert werden können. Und dieser
Umrüstsatz ist leider mittlerweile selten und wenn
erhältlich nicht billig.
Originalersatznadeln für das ab Werk installierte
ULM55E gibts aber noch (~ 60€).
Mit Umrüstsatz eignet sich der 626 auch für Spitzen-
klasse Tonabnehmer a la Audio Technica AT-20SLa oder
Elac ESG-796H40.
Am deiner Stelle würde ich das Gerät probehören und mir
dann überlegen ob mir die gebotene Klangqualität reicht.
Auf jeden Fall ist ein 626er mit einwandfreiem Abtaster
besser als ein 505-4 mit OMB-10.
niesfisch
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 12. Jan 2012, 21:37
super. danke für die infos.

wie kann man denn so ein spieler (mit "standard-abnehmer") gegen einen project debut III mit Ortofon OM 5E.

ist denn der project einfach nur "unkomfortabler" in der bedienung oder wäre ein gebrauchter wie der DUAL besser..... mir geht es vor allem um den klang - die bedienung wäre für mich nicht kriegsentscheidend.

danke
marcel
Smoke_Screen
Stammgast
#36 erstellt: 12. Jan 2012, 23:10
Der 626 ist dem Debut III in allen technisch relevanten
Aspekten voraus. Die ab Werk montierten Tonabnehmer liegen
etwa auf gleichem Niveau. Persönlich würde ich sie als
preiswerte Mittelklasse einsortieren.
Der einzige Vorteil des Debut III ist das andere Tonabnehmer
mit Standart-Schraubbefestigung sich problemlos montieren
lassen. Allerdings dürfen sie ca. 5gr Masse incl. Schrauben
nicht überschreiten. Für schwerere Tonabnehmer incl.
Befestigungsmaterial ist auch für den Debut III optionales
Tonarmzubehör nötig.
Der 626 kann Tonabnehmer mit max. 10gr incl. Befestigungs-
material betreiben.

Wenn ich 260€ für einen Plattenspieler + Tonabnehmer
ausgeben wollte und es z.B. ein Dual werden sollte würde
ich einen 604 oder auch einen 510 suchen. Die sind immer
noch recht günstig um 100 bis ca. 150€ ,für technisch
einwandfreie und manierlich ausschauende Exemplare, zu
haben. Auf denen lassen sich problemlos Tonabnehmer mit
Standartbefestigung montieren. Die effektive Masse der
Tonarme liegen auch etwas günstiger und lassen den optimalen
Betrieb mit einer größeren Auswahl an Tonabnehmern zu.
Die Qualität der Arm-Lager sowie die Armgeometrie ent-
spricht den alten 7er Topmodellen. Nur gibts keine Armhöhen-
einstellung (VTA).

Dual CS-604

CS-604 Manual

Ansonsten habe ich dir oben ein paar brauchbare Geräte
von anderen Marken vorgeschlagen.
Ist natürlich nur eine winzige Auswahl,aber bitte bedenke
über den Daumen gepeilt ist ein Gerät der soliden Mittel-
klasse aus den späten Siebzigern bis etwa Mitte der
Achtziger heute praktisch "High End",und zwar nicht nur in
der Werbung und vom Hören-Sagen sondern vergleichsweise
rein technisch gesehen. Trotzdem muss man natürlich schon
genau hinschauen ob das spezifische Modell den eigenen
Vorstellungen entspricht - nicht nur optisch.


[Beitrag von Smoke_Screen am 12. Jan 2012, 23:18 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#37 erstellt: 13. Jan 2012, 01:33

wie kann man denn so ein spieler (mit "standard-abnehmer") gegen einen project debut III mit Ortofon OM 5E.


Mit nem Ortofon 5E hört sich auch ein 700er Dual nicht sonderlich wertig an und würde in einem Blindtest haushoch gegen einen 50€ USB-Plastikmüll Plattenspieler gekauft am Wühltisch bei Aldi verlieren wenn der ein Ortofon 20 drauf hätte. Bei den untersten Preisklassen sind das zwischen den Tonabnehmern noch vergleiche wie Kurz und Mittelwelle gegen UKW oder Digitalradio am Radio.

Ich würde das Ortofon 5E sogar unter dem AT91 einordnen.. und das ist mit 16€ oder so einer von den billigsten Tonabnehmern überhaupt.

Das ist die ganze Crux, den Klang von der Schallplatte holt der Tonabnehmer raus.

Wenn du einen Plattenspieler kaufen möchtest wovon du länger etwas hast solltest du drauf achten das du eine Auswahl an Tonabnehmern hast, bei Dual ULM-Armen schaut es da mittlerweile schlechter aus wie mit T4P Stecksystemen.
Mit normalem 1/2 Standard fährst du auf Dauer besser.

Gebrauchtgeräte gibts wie gesagt wie Sand am Meer, und es steht bei weitem nicht auf allen Dual drauf, fast jede Marke hatte sehr hochwertige Plattenspieler und auch Spitzendreher.
MacGerry
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 13. Jan 2012, 01:58
... bei 400 Euronen Budget würde ich in einen gebrauchten Thorens, Pro-ject oder Rega investieren und die Differenz zumindest ein preiswertes MC-System, z.B. Denon DL103 ...

Schaut dann auch nicht ganz so wie DJ-Equipment aus ;-)

Gruß
Gerry
Detektordeibel
Inventar
#39 erstellt: 13. Jan 2012, 02:36
Was können die und welche Modelle besser als Pioneer, Sansui, Denon, Technics, Chuo Denki, Micro Seiki, Sony, Kenwood, Braun, Toshiba, Dual, Telefunken, Saba und Sherwood?
niesfisch
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 13. Jan 2012, 08:18
>>>>Mit nem Ortofon 5E hört sich auch ein 700er Dual nicht sonderlich wertig an und würde in einem Blindtest haushoch gegen einen 50€ USB-Plastikmüll Plattenspieler gekauft am Wühltisch bei Aldi verlieren wenn der ein Ortofon 20 drauf hätte. Bei den untersten Preisklassen sind das zwischen den Tonabnehmern noch vergleiche wie Kurz und Mittelwelle gegen UKW oder Digitalradio am Radio.<<<<


Aber das bedeutet doch im Endeffekt, ich hole irgendeinen Spieler (je nach "Komfortbedürfnis" mit Extras) und installiere einen guten Tonabnehmer, z.b. den "Ortofon OM 20 Super MM " für 170 Euro. Oder sehe ich das falsch? Alles natürlich unter der Vorraussetzung es passt ein neuer dran und ist dafür geeignet.

Danke
Marcel


[Beitrag von niesfisch am 13. Jan 2012, 08:24 bearbeitet]
Detektordeibel
Inventar
#41 erstellt: 13. Jan 2012, 08:34


Oder sehe ich das falsch?


Nö, ganz richtig.

Das einzige was man halt im Auge behalten sollte ist das das Ding nicht allzu windig/veraltet ist und Gleischlaufschwankungen über 0,2% hat oder ähnliches.
wummew
Stammgast
#42 erstellt: 13. Jan 2012, 09:47
Ich habe kürzlich auch einen von diesen günstigen Nachbauten gekauft (audio-technica AT-LP120-USB). Und für unter 200€ inkl. AT91E (damit läßt sich auch schon Musik hören...) sehe ich keinen Grund, diesen Plattenspieler nicht empfehlen zu können. Sicherlich, für mehr Geld bekommt man (manchmal) auch mehr. Und viele Leute würden sich allein aus Prinzip einen solchen Plattenspieler nicht ins Heim stellen. Aber zumindest kommt aus dem günstigen DJ-Nachbau genauso Musik wie aus dem Dual CS 455-1M (in Lack schwarz/gold optisch der Hammer!) oder dem (ebenfalls günstigen) Technics SL-BD3. Jetzt spendiere ich dem AT-LP120 noch einen anderen Tonabnehmer (Denon DL 160 wurde mir bereits empfohlen), und dann sollte auch mit wenig Geld viel Klang aus dem Gerät zu holen sein...
HuJe
Gesperrt
#43 erstellt: 13. Jan 2012, 12:04
Neue Dreher würde ich für geringes Budget nicht kaufen und selbst bei den teuren ist oftmals viel Hype dahinter.
Klassiker sind der bessere Kauf.
CEC Japan baute exzellente, wenn nicht gar die besten preis-werten (!) Consumer-Dreher und ist heute noch unterschätzt.
Sie stehen Micro Seiki etc.. in nichts nach.

Ziemlich gut ist der CEC BD2000

Lies bitte mal hier, viele sind der Meinung, es ist ein
unterschätzter Überflieger, ich kann sehr guten Klang übrigens bestätigen, er steht einem TD160 in nichts nach, der Arm ist sogar besser. Das Thorens Geschwabbel ist eher kontraproduktiv die Platine des BD 2000 ist strammer gefedert.

http://www.analog-fo...hread&threadID=10152

Bild 1

(Hier als Rank Arena )
und ein Schnäppchen noch dazu, ggf mal Riemen neu und ein gescheites System dran fertig ist der sehr gute Plattenspieler zum kleinen Tarif.
Der legendäre Jelco S Arm am BD 2000
ist nicht schlechter als ein SME. Gut genug sogar für Studio Anwendungen.
Vergleichbares in neu wäre sehr teuer heute.
Der eingebaute Synchronmotor z.B. ist super und verdient Lob...alles in allem quasi High End zum Schnäppchentarif.

http://www.ebay.de/i...&hash=item2318369e4a

Gruß

HuJe


[Beitrag von HuJe am 13. Jan 2012, 13:18 bearbeitet]
Smoke_Screen
Stammgast
#44 erstellt: 13. Jan 2012, 17:18

niesfisch schrieb:

Aber das bedeutet doch im Endeffekt, ich hole irgendeinen Spieler (je nach "Komfortbedürfnis" mit Extras) und installiere einen guten Tonabnehmer, z.b. den "Ortofon OM 20 Super MM " für 170 Euro. Oder sehe ich das falsch? Alles natürlich unter der Vorraussetzung es passt ein neuer dran und ist dafür geeignet.


Eben,die zuletzt von dir genannte Voraussetzung
ist auf jeden Fall eine Wichtige,denn längst nicht
jeder Tonabnehmer "kann" mit jedem Tonarm.
Nicht umsonst ist eine möglichst große Bandbreite an
optimal nutzbaren Tonabnehmern ein Ausdruck von
Qualität bzw. Gehirnschmalz der Konstrukteure das sie
in ihr Produkt investiert haben.
Neben der Armgeometrie und der effektiven Masse des Armes
spielt auch eine möglichst geringe Lagerreibung eine
Rolle,sowie das dynamische Resonanzverhalten des gesamten
Masse-Feder Systems.
Je höher die persönlichen Ansprüche desto deutlicher
treten auf den ersten Blick sekundär erscheinende Details
in den Vordergrund.
Hinzu kommen eventuell störende Eigenschaften des Gerätes
im Betrieb hinzu. Wie etwa brummende Servomotoren einer
Tonarmsteuerung oder ein für den Betrieb mit MCs oder MIs
nicht ausreichend abgeschirmter Motor z.B. eines Direkt-
trieblers.
Das sind Sachen die sich nicht einem Datenblatt entnehmen
lassen und die einem den Betrieb mit einem ansonsten
zufriedenstellenden Gerät ganz schön versauern können.
Besonders bei alten Mittelklassedecks kann der Umstieg von
einem Billig-MM auf einen Spitzenklasse-MC da einigen Frust
bereiten. Und selbst der Wechsel von einem MM-System mit
eliptischem Nadelschliff auf eines mit z.B. Micro Ridge
Fine Line,Shibata oder Van den Hul kann allein aus dem
Fehlen einer VTA-Einstellungsmöglichkeit am Gerät mindestens
nicht optimal,schlimmstenfalls extrem unzufriedenstellend
ausfallen.

Ich will hier keine Pferde scheu machen und die sach-
gerechte Kombination von Tonarm und Tonabnehmer unnötig
verkomplizieren. Nur will ich damit verdeutlichen das längst
nicht jeder mit jedem passt und der zur Anwendung kommende
Tonabnehmer die Leistung nicht erbringt für die er
eventuell an anderer Stelle hoch gelobt wird.
Aber dafür gibt es ja hier genügend hilfsbereite Leute im
Forum mit langer Erfahrung die sich Vieles manchesmal auch
ziemlich kostenspieliges Wissen autodidaktisch im Laufe der
Jahrzehnte angeeignet haben und dies auch gerne teilen.


[Beitrag von Smoke_Screen am 13. Jan 2012, 17:21 bearbeitet]
niesfisch
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 13. Jan 2012, 20:51
Smoke_Screen
Stammgast
#46 erstellt: 14. Jan 2012, 00:24
Thorens TD-115 incl. Ortofon M20E

Guter Riementriebler mit servogeregeltem Antrieb und sehr
leichtem Tonarm (~8gr),optoelektronische Endabschaltung.
Bj: ~ `77-`82. NP.: ~ 550DM (ohme Ortofon M20E)
Brauchbarer Mittelklasse Tonabnehmer im Lieferumfang.
Originalersatznadeln für das M20E sind auch heute noch
erhältlich und kosten etwa 70€.
Mögliche bessere Tonabnehmer wären z.B. das Ortofon 540 MK2
(~ 250€) oder das Elac 796H24 Jubilee (~ 450€)


Thorens TD-318

Ebenfalls guter Riementriebler mit servogeregeltem Antrieb
aber ehr leicht bis mittelschwerem Arm (~ 13gr),optoelek-
tronische Endabschaltung und guter Subchassiskonstruktion.
Low-Cost Tonabnehmer mitgeliefert.
Der TD-318 ist eine leicht abgespeckte Version des 320.
Allerdings tut das kaum weh. Insgesamt ist der 318 ein recht
universelles und solides Gerät das mit etlichen Spitzen-TAs
zurecht kommt. Z.B. Audio Technica AT155MLX (~370€) oder dem
Klassiker AT20SLa. Auch MCs a la DL301/II oder DL304 gehen.
Allerdings befürchte ich das der Preis bis zum Auktionsende
beim 318er noch kräftig steigen wird.


Thorens TD-160

Dieser sehr gute Riementriebler ist ein typischer Spitzen-
klasse Klassiker dessen mittelschwerer Tonarm (~17gr) sowohl
zu eher härter aufgehängten MMs a la AT440Mla als auch zu
Top-Mcs passt. Ich befürchte das auch hier der Preis noch
erheblich vor Ende der Auktion anziehen wird.


Dual CS 621

Der 621 hat einen guten servogeregelten Direktantrieb und
einen hervorragend reibungsarm gelagerten, ebenfalls ehr
leicht bis mittelschweren Arm (~ 13gr.).
Zudem ist das Gerät ein Vollautomat und bringt ein brauch-
bares Mittelklassesystem mit für den es auch heute noch
Originalersatznadeln gibt (~ 65€).
Der Tonarm des 621 kommt mit allen Systemen zurecht mit
denen auch der Arm des TD-318 klar kommt - nur einen Tick
besser,was sich vor allem bei MCs bemerkbar macht.
Dafür ist das Gehäuse des 621 eher nicht so dolle (Plastik-
wanne) und die Subchassiskonstruktion ist nicht so gut wie
beim TD-318. Der 621 wird aber am Ende um einiges niedriger
im Preis ausfallen als der TD-318,schätze ich jetzt mal.


Ebenfalls interessant ist der 714Q - allerdings nur mit dem
passendem Adapterkit zur Verwendung von normalen TAs.
Ansonsten kommt er klanglich nicht über Mittelklasse Niveau
hinaus.
Die TD-280 sind zu sehr abgespeckt als das sie wirklich
Freude bereiten könnten,sollte man Ambitionen zur Spitzen-
klasse haben. Und der TD-295 ist aktueller Edelschrott.
Außerdem offensichtlich defekt.


Imho am interessantesten hinsichtlich des P/L-Verhältnisses
sind der TD-115 und der CS-621. Zumal beide mit einem
brauchbaren TA kommen.
Auch der TD-318 und der im guten Zustand befindliche TD-160
sind interessant und gut. Allerdings bleibt abzuwarten wie
sich der Preis entwickelt. Bei beiden kommen nocht die
Kosten für einen zufriedenstellenden TA hinzu.


Hier noch ein paar Alternativen:

Thorens TD-145

Entspricht fast dem TD-160,bietet aber Endabschaltung.

Dual CS-704

Spitzenklasse Dual inkl. V15III
niesfisch
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 14. Jan 2012, 10:55
Wow, vielen Dank für die detaillierte Analyse und die zusätzlichen Links. Ich bin sehr beeindruckt was Euer Fachwissen angeht.

Ich habe heute früh erfahren, das mein Schwiegervater noch einen Elac Miracord 50H II hat den er mir schenken würde.

Lohnt es sich das Teil zu übernehmen? Er ist prima in Schuss. Mehr weiss ich aber leider auch nicht (PS: es geht nicht ums Geld, ich will eingen guten Spieler, weshalb ich auf ein "schlechtes" Geschenk auch verzichten würde.).

Sorry für die vielen Fragen, aber das ganze Thema Plattenspieler hätte ich mir nicht so komplex vorgestellt.

Danke
Marcel
Smoke_Screen
Stammgast
#48 erstellt: 14. Jan 2012, 13:25
Oh,da haste aber Glück. Das Teil ist gut. Wenn es noch
technisch in Ordnung ist bedank die brav und sack das Teil
ein.
Was ist denn für ein Tonabnehmer drauf und in welcher Zarge
kommt es ?
niesfisch
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 14. Jan 2012, 18:25
was heisst denn gut? kann es gegen die von dir genannten antreten oder wäre es nur ein guter einstieg in das thema? das teil hat glaube ich nur einen DIN anschluss. ich müsste also noch einen adapter kaufen oder umbauen lassen.

grüße
marcel
Detektordeibel
Inventar
#50 erstellt: 14. Jan 2012, 18:59

was heisst denn gut?


Das Ding zwar zu seiner Zeit (ca 1971) schweineteuer und damals schon fast "high-End". Ist ein Dreher mit Reibradantrieb, in gutem Zustand gibts die auch nicht überall.

Wenn du den sausen lässt oder verbastelst biste selber Schuld.


[Beitrag von Detektordeibel am 14. Jan 2012, 18:59 bearbeitet]
miret
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 14. Jan 2012, 19:06
Ich glaube, der größte Fehler den man machen kann, ist es, hier im Board eine "Einstiegsfrage" wie die nach einer Empfehlung für einen ersten Plattenspieler zu stellen... Wer dann diesen Thread tatsächlich zu ende liest, ohne vor Langeweile zu sterben, der dürfte dem Vinyl endgültig abgeschworen haben, noch bevor das Vergnügen begonnen hat!



(Vorsicht Polemik!)
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