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Ersatznadel: ADC XLM MKII Nadel auf ADC QLM 32 MKIII Tonabnehmer?

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Beitrag
maus3r
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 13. Okt 2012, 23:53
Hallo zusammen,

ich bin absoluter Anfänger, wenn es um Plattenspieler geht, auch wenn ich mich hier im Forum mitlerweile einige Stunden schlau gemacht habe. Mein Vater hat mir seinen alten Marantz 6100 Dreher geschenkt, der für den Anfang ganz gut scheint, wie ich einigen Beiträgen entnehmen konnte. Leider ist die Nadel des Tonabnehmers (ADC QLM 32 MK III) gebrochen, daher meine Frage:

Kann ich eine XLM MKII Improved Nadel auf den ADC QLM 32 MK III bauen? Ich habe gelesen dass bei ADC bei den Serien QLM, XLM und VLM quasi alles zusammenpasst und XLM die beste Ton-Qualität liefert. Bevor ich jedoch 79,- € in den Wind setze, möchte ich sicherstellen, dass ich da nichts falsch verstanden habe. Die Nadel würde ich bei William-Thakker kaufen:
http://www.zum-shop....nnadel_p10726_x2.htm

Eigentlich wollte ich eine XLM MK III kaufen (die auf jedenfall passen sollte), jedoch scheint es die nirgendswo mehr zu geben. Soll ich stattdessen zur MK II greifen oder lieber die kaputt gegangene Nadel 1zu1 ersetzen:
http://www.zum-shop....onnadel_p9650_x2.htm

Vielleicht könntet Ihr mir auch noch verraten ob der ADC Tonabnehmer für den Marantz 6100 überhaupt gut geeignet ist oder es sich empfiehlt gleich den ganzen Tonabnehmer zu wechseln?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Ps. Ich betreibe den Dreher an einer alten, aber für mich sehr zufriedenstellenden Anlage: Onkyo Integra A8780 mit Heco Superior 850 Boxen.
luckyx02
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 14. Okt 2012, 07:05
Der QLM Generator ist im Klang nur wenig schlechter als der goldene des XLM. Ich vermute das du auf der genannten Anlage gar keinen Unterschied hören würdest. Mechanisch sind alle Nadeln von QLM,VLM,XLM kompatibel. Die XLM III er Nadel ist vom Ansatz her die Hochwertigste gewesen mit einen nackten ganzen Stein. Die XLM II Nadel hat den berühmten DiaSa Diamanten montiert. Das ist ein Diamant der mittels eines Saphirs gebondet ist. Eine Spezialität des Hauses so zu sagen. Das hat den Vorteil der wesentlich solideren Befestigung am Cantilever. Auch die QLM36 Nadel ist eine solche. Aber wie so viele gute Nadeln auch nur noch schwer zu beschaffen.
Die "Improved" Modelle haben einen stärkeren Neodym Dauermagneten.

Überhaupt sind oftmals verschieden starke Magneten in den Nadelserien verbaut. Es liegt also mit Sicherheit nicht an den Generatoren, wenn es da Pegelunterschiede gibt. Auf meiner HP findets du noch ein paar Tips zu alten NOS Nadeln.

Viel spass mit dem schönen System.


Vielleicht könntet Ihr mir auch noch verraten ob der ADC Tonabnehmer für den Marantz 6100 überhaupt gut geeignet ist oder es sich empfiehlt gleich den ganzen Tonabnehmer zu wechseln?


Ist ein Micro-Seiki OEM Modell (~MB14) . Also ein sehr hochwertiger Dreher, den ich auf keinen Fall grundlos tauschen würde. Die Arme haben ca. 10-12gr. Passt nicht perfekt aber noch absolut in der Range. Wenn du ein leichteres Headshell benutzt passt es aber haargenau....


[Beitrag von luckyx02 am 14. Okt 2012, 10:27 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 14. Okt 2012, 11:39
Danke erstmal für die schnelle und ausführliche Antwort!

Deine Homepage ist auch sehr aufschlussreich, für mich insbesondere der Tipp mit Platenclene, falls es Probleme gibt.

Ich muss leider nochmal nachfragen:
Wenn du sagst


luckyx02 schrieb:
Mechanisch sind alle Nadeln von QLM,VLM,XLM kompatibel.


bedeuted dies, dass sie auch miteinander harmonieren oder nur dass das "Klicksystem" das selbe ist? Das führt mich nochmal zu meiner Ursprungsfrage. Ich hatte einige Leute gefunden, die mit der XLM III auf dem QLM Abnehmer sehr zufrieden waren, daher würde ich diese eigentlich nehmen. Da ich sie aber nicht mehr finden kann, würde ich gerne wissen ob die XLM II ebenfalls die besser Wahl wäre als die Original QLM 32 III nochmal zu kaufen (oder sogar die QLM 36 MKIII, gibts auch noch bei William-Thakker). Dass auf meiner Anlage der Unterschied vermutlich nicht zu hören wäre, dachte ich mir schon fast, die Anlage kann sich natürlich aber auch einmal ändern.

Bitte sei mir nicht böse, ich weiß, dass du mir im wesentlichen alle Informationen gegeben hast und hier auch MITDENKEN angesagt ist. Aber vielleicht wärst du so nett mir deine (Experten-)Empfehlung zu geben zumal auf deiner HP die QLM's 31-34 relativ schlecht wegkommen.


luckyx02 schrieb:
Ist ein Micro-Seiki OEM Modell (~MB14) . Also ein sehr hochwertiger Dreher, den ich auf keinen Fall grundlos tauschen würde. Die Arme haben ca. 10-12gr. Passt nicht perfekt aber noch absolut in der Range. Wenn du ein leichteres Headshell benutzt passt es aber haargenau....


Erstmal geschaut was die Headshell überhaupt ist Es handelt sich, wenn ichs richtig verstanden habe, um die Aufhängung des Tonabnehmers. Da ist bei mir noch die Originale drauf (soweit ich google Bildesuche vertrauen kann). Dies ist ca. 1.5x3.5 cm groß und aus Metall. Sie scheint mir schon relativ klein zu sein und somit auch leicht. Meintest du mit "leichteres Headshell" leichter als die Originale oder einfach eine "leichte" Headshell, so dass die Originale passen könnte?

Ich denke nicht, dass ich vorerst die Headshell wechseln werde, dennoch interessiert es mich, insbesondere für mögliche spätere Überlegungen.

Danke für deine Hilfe!
Marius
luckyx02
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 14. Okt 2012, 12:03

bedeuted dies, dass sie auch miteinander harmonieren oder nur dass das "Klicksystem" das selbe ist? Das führt mich nochmal zu meiner Ursprungsfrage. Ich hatte einige Leute gefunden, die mit der XLM III auf dem QLM Abnehmer sehr zufrieden waren, daher würde ich diese eigentlich nehmen. Da ich sie aber nicht mehr finden kann, würde ich gerne wissen ob die XLM II ebenfalls die besser Wahl wäre als die Original QLM 32 III nochmal zu kaufen (oder sogar die QLM 36 MKIII, gibts auch noch bei William-Thakker). Dass auf meiner Anlage der Unterschied vermutlich nicht zu hören wäre, dachte ich mir schon fast, die Anlage kann sich natürlich aber auch einmal ändern.


Ja auch auf erheblich besseren Anlagen wird das kaum einer hören.



Erstmal geschaut was die Headshell überhaupt ist Es handelt sich, wenn ichs richtig verstanden habe, um die Aufhängung des Tonabnehmers. Da ist bei mir noch die Originale drauf (soweit ich google Bildesuche vertrauen kann). Dies ist ca. 1.5x3.5 cm groß und aus Metall. Sie scheint mir schon relativ klein zu sein und somit auch leicht. Meintest du mit "leichteres Headshell" leichter als die Originale oder einfach eine "leichte" Headshell, so dass die Originale passen könnte?


Leichter (Gewicht) sind alle Lochblech oder gar die "billigen" Plastik SME Headshells. Plastik sind mir persönlich die liebsten, weil es gerade bei den Pritchard Systemen, so manches mal schon auf jedes Gramm ankommt. Dein Headshell hat ca. 8gr. Mit Plastik komme ich runter auf 3-4gr. Die Lochblech Shells haben ca. 6gr.

Ich weiss das jetzt viele die Nase rümpfen, aber an dieser Stelle ist das Gewicht absolut entscheidend und nicht die Optik.....
lini
Inventar
#5 erstellt: 14. Okt 2012, 17:44
Lutz: Kleiner Widerspruch, denn zum einen gab's Diasa-Nadeln auch bei einigen anderen Herstellern wie Philips, Goldring und Empire - Diasa ist also keine ausschließliche ADC-Spezialität. Zum anderen liegt der Hauptvorteil genau wie bei Titan-Bondings (gab's z.B. bei Philips und Audio Technica) eher beim im Vergleich zu konventionellen Stahl- oder Messing-Bondings geringeren Gewicht des "Bonding-Sockels". Wobei diese ADCs durch ihre sehr kurzen Nadelträgereinheiten natürlich von Haus aus einen gewissen Gewichtsvorteil haben...

Grüße aus München!

Manfred / lini
maus3r
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 14. Okt 2012, 19:08
Hi Lutz,

danke nochmal, auch wenn du dich wiederum um eine klare Empfehlung deinerseits gedrückt hast , denke ich, dass ich nun eine Entscheidung alleine treffen kann. Ich bin zwar noch nicht sicher, welche das sein wird, aber ich weiß jetzt dass ich für 80 € eine Nadel bekomme (XLM II), die nur wenig besser sein wird als die 40€ Nadel (QLM 32 MK III). Wobei die Unterschiede ggf. auf meiner Anlage oder mit meinem Gehör nicht wahrnehmbar sind.

Da ich (zumindest bisher) primär CD's höre und besitze, werde ich wohl zur günstigeren Alternative greifen und es genießen hin und wieder mal eine Platte einzuspielen. Andererseits hatte ich für einen Dreher eigentlich eh 100€ (ebay) + Nadel eingerechnet bevor mein Vater seinen alten Marantz ausm Keller geholt hat. Daher könnte ich eig. auch die teurere Nadel nehmen in der Hoffnung, dass es doch einen Unterschied macht.

Naja, wie du siehst ist die Entscheidung noch nicht ganz getroffen. Falls hier niemand mehr größere Einwände oder Empfehlungen vorbringt, werd ich aber vermutlich in den nächsten Tagen die günstigere Variante (QLM 32 MK III) bestellen.

Achja wie stehen eigentlich so die Chancen NOS ADC Nadeln im Hifi Laden vor Ort zu bekommen - eher schlecht, oder? Ich komme aus Wuppertal, meinen Verstärker hab ich von Hifi Thelen, falls die jemand kennt, da könnte ich mir schon vorstellen, dass die an einiges rankommen, aber ob an so spezielle Nadeln, welche sogar im Internet kaum zu finden sind, ich weiß es nicht...

lg Marius

Ps. Ich hab noch eine unverwandte Frage vielleicht könnte mir die auch jemand beantworten: Es geht um die Einstellung des Tonarms. Ich hab im Wesentlichen verstanden wie man das macht. Jedoch habe ich wiedersprüchliche Aussagen bezüglich der "Nulllage", in welchen man den tonarm zunächst bringt gefunden. Wie genau ist die Nulllage defininiert? Klar ist der Arm muss schweben, jedoch kann ich das Gegengewicht um -/+ 0.5g drehen und der Arm schwebt weiterhin, entweder näher an der Platte oder halt weiter weg. Ist ja auch logisch. Naja die Frage ist nun wo genau ist die Nulllage. Einige schreiben der Arm soll horizontal sein, was ich bei einem "krummen" Arm aber recht schwierig einzuschätzen finde. Andere sagen Nulllage ist wenn die Nadel quasi grade nicht auf der Platte auffliegt. Das klingt für mich eigentlich sinnvoller, aber was ist richtig?


[Beitrag von maus3r am 14. Okt 2012, 19:53 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 14. Okt 2012, 20:01
Entscheidungen lieber Markus wird dir nie einer abnehmen. Deine Eingangsfrage betraf den Unterschied in dem GENERATOR und zu nichts anderen habe ich mich geäußert. Der Unterschied zwischen einer XLM und dieser QLM Nadel, ist ungefähr so gross wie zwischen der Steinzeit und dem Düsenzeitalter. Die QLM32 und 34, sind leider kein Ruhmesblatt von ADC. Aber irgendwo musste das Geld ja mit verdient werden.

Eine dicke Empfehlung gibt es nur für die Rundnadel 30 die an entsprechend schweren Armen jedes DL103 oder SPU blass aussehen lässt, oder die sehr gute 36er.
Die Unterschiede im silbernen oder goldenen Generator sind aber auf sehr hoch auflösenden Anlagen durchaus nachvollziehbar. Hauptsächlich betrifft das eine geringere Raumabbildung mit leicht eingeengter Stereoperspektive gegenüber dem "Goldbody".

Aber das wird kaum einer bemerken.....


[Beitrag von luckyx02 am 14. Okt 2012, 20:02 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 14. Okt 2012, 20:12

Andere sagen Nulllage ist wenn die Nadel quasi grade nicht auf der Platte auffliegt. Das klingt für mich eigentlich sinnvoller, aber was ist richtig?

...ist leichter als gedacht. Bei federbasierter AK sollte der Arm wirklich waagerecht ausgerichtet´werden und nicht in Plattenhöhe. Weil die Skalierung der Feder darauf ausgerichtet absolut gewichtslos zu sein.

Bei gewichtsbelasteter AK, also nur durch verdrehen des Gegengewichtes erzeugt, muss die Nadel direkt auf Plattenhöhe schweben und nicht waagerecht. Ansonsten stimmt die Skalierung wieder nicht......


[Beitrag von luckyx02 am 14. Okt 2012, 20:14 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 14. Okt 2012, 20:40

Entscheidungen lieber Markus wird dir nie einer abnehmen.


Da sind wir uns einig


Deine Eingangsfrage betraf den Unterschied in dem GENERATOR und zu nichts anderen habe ich mich geäußert.


Dabei leider nicht ganz, vorrausgesetzt ich verstehe richtig, dass mit GENERATOR der Tonabnehmer ohne Nadel gemeint ist. Denn meine Frage bezog sich darauf welche Nadel für den vorhandenen Tonabnehmer am Besten sei.


Der Unterschied zwischen einer XLM und dieser QLM Nadel, ist ungefähr so gross wie zwischen der Steinzeit und dem Düsenzeitalter.


Dieser Vergleich passt dann meines Erachtens nicht dazu, dass nur wenige den Unterschied bemerken würden, wie du geschrieben hast. Dennoch hast du mir sehr in meiner Entscheidungsfindung weitergeholfen.
Ich spiele gerade wiederum mit dem Gedanken dann doch zu QLM 36 MKIII zu greifen (welche du ja ebenfalls hervorgehoben hast), da diese für nur 10 € mehr als die 32er kostet.

Diese ist aber auch keine "improved", ich habe zwar gesehen dass du geschrieben hast, dass diese einen "Neodym" Dauermagneten haben. Das sagt mir aber leider nichts. Ist es prinzipiell wichtig drauf zu achten eine "improved" Nadel zu kaufen, oder sind das wieder nur Nuoncen?


Bei gewichtsbelasteter AK, also nur durch verdrehen des Gegengewichtes erzeugt, muss die Nadel direkt auf Plattenhöhe schweben und nicht waagerecht. Ansonsten stimmt die Skalierung wieder nicht......


Danke, genau so dachte ich mir das.

lg Marius
maus3r
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 15. Okt 2012, 08:56
Soooo, ich hab nun bei WhilliamThakker bestellt. Letzendlich ist meine Entscheidung zwischen der QLM 30 für 35€ und QLM 36 für 50€ gefallen, insbesondere nachdem ich auf luckyx02's HP nochmal dessen Beschreibungen studiert habe. Habe mich dann für die teurere Variante entschieden, weil ich zum einen nicht wusste ob mein Tonarm für die 30er passend bzw. schwer genug ist (wovon ich aber mal ausgehe) und weil mir ein Auflagegewicht von 30-50 mN (idealerweise 40 mN) doch recht hoch vorkam und ich mal vermute, dass dies nicht unbedingt dem Wohl der Platten zugute kommt.

Auch falls letztere Argumente Quatsch sein sollten (man darf mich gerne darauf hinweisen), habe ich dennoch keine schlechte Entscheidung getroffen, denke ich. Ohne die Hilfe von luckyx02 wäre ich wohl nicht auf die 36er gekommen und hätte eine unbewusstere Entscheidung treffen müssen, danke dafür!

Sobald die Nadel hier ist werde ich nochmal ein Feedback geben ob ich zufrieden bin.

lg Marius


[Beitrag von maus3r am 15. Okt 2012, 09:00 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 15. Okt 2012, 09:12
Gute Entscheidung ! Die 36er lässt sich nur im direkten Vergleich raushören gegen eine XLM. Im Prinzip ist es eine VLM Nadel. Die beiden sind bis auf die Farbe des Nadelträgers auch wohl baugleich.
Die 36er gab es auch eine zeitlang nicht mehr bei Thakker. Fein das man sie wieder kaufen kann !

....berichte mal wenn sie da ist !


[Beitrag von luckyx02 am 15. Okt 2012, 09:13 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 25. Okt 2012, 16:27
Soo die Nadel ist jetzt zwar schon seit über einer Woche da, leider war ich die ganze Zeit im Streß und hab keine Zeit gefunden hier was über die Nadel zu schreiben. Zum höhren hingegen habe ich zumindest am Wochenende ein wenig Zeit gehabt.

Zunächst einmal: Ich bin sehr zufrieden mit der Nadel, bis auf ein paar Kleinigkeiten. Doch zunächst das Positive: Der Klang ist wirklich gut, vergleichbar mit CD würde ich sagen, abgesehen vom plattenüblichen Knistern, welches ich aber vornehmlich auf die alten Platten schiebe, bei neuen Platten ist kaum was zu hören. Ich hab das Auflagegewicht auf ca. 11 mN eingestellt (Toleranzbereich ist 0.75 - 1.5 mN) und fahre damit bisher sehr gut. Der Großteil der Platten läuft super, solange man die Nadel sauber hält, der Ton ist klar und der Bass präzise.

Ein Problem habe ich jedoch. Und zwar gibt es immer wieder Platten in denen die Höhen verzerrt scheinen. Übermäßiges Knistern/Knarzen welche nicht dem üblichen Plattenknistern entspricht. Warnehmen tuh ich das bei den meisten Platten nur, wenn ich sehr laut aufdrehe, aber das ist nicht wirklich störend. Aber es gibt auch so 2-3 (schwarze) Vinyls bei welchen schon bei leiser Lautstärke die Höhen verzerren. Ich höre das deutlich am Hörplatz, wenn ich näher an eine Box gehe auch noch, direkt vor dem Hochtöner ist es jedoch schwieriger zu orten, aber es kommt definitv aus dem Hochtöner. Bei CDs der gleichen Aufnahmen tritt dieses Problem definitiv nicht auf. Am ALLER schlimmsten ist es aber bei 2 neuen picture Discs, welche ich mir von einem Freund geliehen hatte. Die Platten kann ich mir kaum anhören. Sobald gesungen wird verzerrt sich alles igendwie und sehr bald tun schon die Ohren weh. Kann es sein, dass meine älterer Dreher, der Tonabnehmer oder sonst irgendwas Probleme gerade mit picture Discs hat, denn bei meinem Kollegen klingen diese Platten weitesgehend normal? Oder habe ich vielleicht was falsch konfiguriert? Achja die Probleme treten bisher nur bei Platten die recht basslastig sind und gleichzeitig starke Höhen enthalten.

Allem in allem bin ich aber dennoch zufrieden. Falls ich es nicht schaffe angesprochenen Probleme zu beseitigen, werde ich halt nur Platten höhren, welche gut laufen, für alles andere hab ich ja noch CDs. Außerdem werde mir vorerst definitiv keine picture Discs holen, obwohl ich sie eigentlich als ein sehr nettes Gimmik sehe.

lg Marius
luckyx02
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 25. Okt 2012, 16:49
...das Problem ist das du niemals die Werte als "Neu" für eine 30 Jahre alte Nadel rechnen kannst. In dem Fall wird auch deine Anzeige nicht richtig funktionieren. Hast du eine Waage ?

1,75p sind immer Minimum für so einen alten Knochen....ich empfehle meinen "Mysterium" Artikel sich mal durch zu lesen zu dem Thema.....

EDITH: findet man im Vorwort zur Liste.....


[Beitrag von luckyx02 am 25. Okt 2012, 16:55 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 27. Okt 2012, 10:12
Hi Lutz,


luckyx02 schrieb:
...das Problem ist das du niemals die Werte als "Neu" für eine 30 Jahre alte Nadel rechnen kannst.


Achso, Auflagegewicht hängt also auch davon ab wie alt die Nadel ist, das wusste ich nicht, damit sind 0,75p - 1,5p zu optimistisch.


luckyx02 schrieb:
In dem Fall wird auch deine Anzeige nicht richtig funktionieren. Hast du eine Waage ?


Nein, leider habe ich keine Waage. Was meinst du mit, die Anzeige funktioniert nicht richtig? Die von meinem Dreher bzw. Arm? Bist du dir da sicher? Denn das Gegengewicht ändert sich ja auch nach 30 Jahren nicht und die Anzeige muss man ja eh jedesmal aufs neue "nullen" (Nadel auf Plattenhöhe, wie du mir erklärt hattest). Das einzige was ich mir vorstellen könnte sind durchs alter bedingte zusätzliche Reibungskräfte am Arm, welche das eingestellte Auflage gewicht verfälschen.


luckyx02 schrieb:
1,75p sind immer Minimum für so einen alten Knochen....


Achso, super danke, ich stell also außerhalb des ursprünglichen Toleranzbereich 0,75p - 1,5p auf 1,75p oder sogar höher?! Oh Mist mir ist grade aufgefallen, dass ich am Arm irgendwas zwischen 1,5p und 2p schon am Ende der Einstellung bin, danach dreht sich das Gewicht nur noch durch... naja 1,75p wäre denke ich grade noch machbar.

Desweiteren möchte ich anmerken, dass ich zuvor natürlich nicht nur blind das Gewicht eingestellt habe sondern mit "leichtem" Gewicht angefangen haben, und dann nach Gehör solange höher gegangen bin, bis ich keinen Unterschied bzw. keine Verbesserung feststellen konnte. Wenn ich natürlich ein Minimum von 1,75p ansetze, ist das eine ganz andere Ausgangssituation...


luckyx02 schrieb:
ich empfehle meinen "Mysterium" Artikel sich mal durch zu lesen zu dem Thema....
EDITH: findet man im Vorwort zur Liste.....


Den führe ich mir grade zu gemüte... Aber meinst du das Vorwort zur Liste oder deinen Menüreiter "Die Mysterien der Plattenspieler" ? Wahrscheinlich ist beides sinnvoll, ich fange grade mit zweiterem an.

lg Marius
luckyx02
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 27. Okt 2012, 10:34
Das Problem bei den alten Gummis ist nicht nur das sie hart werden, sondern gerade bei den ADC Nadeln verlieren sie erheblich an Spannkraft. Also auch scheinbar weiche Nadeln die schon bei 1,25p auf der Platte schleifen fehlt die für die Rückstellung in Normallage nötige Kraft.
Die Nadel darf auf KEINEN Fall verzerren beim Abspielen ! Das ist wesentlich gefährlicher wie die hohe AK ! Diese Verzerrungen "meisseln" sich geradezu in die Rille. Wenn man diese Stellen später mit einen einwandfreien TA abspielt verzerrt es immer noch, da diese Verzerrung quasi in der Flanke "verewigt" wurde. Deshalb kann die AK nie zu hoch sein. Theoretisch bis das System auf der Platte schleifen würde ist ohne grössere Schäden möglich. Irgendwann "drückt" man das System aber regelrecht zu. Es kommt zu Kompressionseffekten. Das ist natürlich nicht erwünscht. Aber bis zu diesem Punkt kann man immer gehen. Bei alten Nadeln MUSS man das sogar um sie wieder weich zu spielen.


[Beitrag von luckyx02 am 27. Okt 2012, 10:36 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 27. Okt 2012, 10:46
Ja genau da bin ich auf deiner HP auch gerade angekommen... Ich habe es also genau falschrum gemacht, man sollte "schwer" anfangen und wenn es zu dumpf klingt runterregeln...

Hab jetzt einfach mal das maximal mögliche Gewicht drauf gemacht (hab nochmal geschaut sollte ziemlich genau 2g sein) und dann einfach ein wenig zurückgeregelt. Macht meines Erachtens zunächst nicht viel Unterschied zur vorigen Einstellung. Werd gleich mal die Picture Disk testen und schaun obs nun besser klappt.

Ich vermute auch bei hohem Gewicht wird man im Gegensatz zur Versteifung die Spannkraft nicht wiedergewinnen, oder?


[Beitrag von maus3r am 27. Okt 2012, 11:03 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 27. Okt 2012, 11:04
Doch es gibt eine einfache und günstige Methode die Nadel wieder auf Vordermann zu bringen. Im Vowort zur "Alte und neue Magnetsysteme, DIE Vergleichsliste !" ist der Tip bei mir zu finden. Der sich anschliessende Disclaimer ist natürlich notwendig, sonst zahl ich.....


[Beitrag von luckyx02 am 27. Okt 2012, 11:06 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 27. Okt 2012, 11:45
Dachte der Tipp wär vor allem für versteifte Nadeln, das trifft ja bei mir nicht zu. Außerdem bin ich doch mit der Performance eigentlich ziemlich zufrieden, es ging ja vorwiegenden um die beliebtern (oder doch nicht) Picture Discs.

Hab nun noch ein bisschen getestet. Also ich kann bei allen schwarzen Vinyls kein Verzerren mit der höheren Auflagekraft mehr feststellen (vielleicht liegts auch daran, dass ich sie nochmal gereinigt habe). Auf deiner HP steht zwar auch dass die Auflagekraft fast keine Auswirkungen auf die höhen hat, aber mir soll es egal sein, hauptsache es ist weg!

ABER, bei den Picture Disks ist keine Verbeserung auszumachen, nicht mit nach Reinigung , nicht mit höherer Auflagekraft. Vielleicht hab ich auch das Problem falsch analysiert. Erstmal höhren sich die Picture Disks (ich habe 2 getestet) total dumpf an, das ist aber nicht das eigentliche Problem. Ich habe gesagt die Höhen verzerren, vielleicht ist das nicht ganz richtig... Wenn hoch gesungen wird und dann starker Bass eingespielt wird hört es sich so an dass die Höhen "kratzen", als ob der Bass knistert (aber das macht gar keinen Sinn, also dass der Bass knistert, oder?). Zudem ist Leerrillenrauschen sehr laut und die Nadel springt sehr leicht bei Erschütterung. Wie gesagt das alles tritt NUR bei den Picture Disks auf.

Ich werd mir jetzt erstmal ordentliches Reinigungszubehör bestellen, zur Zeit benutze ich einen Borstenpinsel für die Nadel und Wasser mit wenig Spüli für die Platten. Ich habe irgendwo gelesen, dass jemand ähnliche Probleme mit Picture Discs hatte und diese nach gründlicherer Nadelreinigung verschwunden sind. Gibts ein bestimmtes Reinigungszubehör zu empfehlen, oder sind alle gut soweit? Definitiv besorge ich mir eine Kohlefaserbürste, wie auf deiner HP empfohlen.

Falls das alles nix hilft, kommen mir keine Picture Discs mehr auf den Dreher....

lg Marius

luckyx02
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 27. Okt 2012, 11:57
Picturediscs fehlt das für leise Rillen unerlässliche "Ruß" in der Vinybeimischung. Deshalb lassen sich daraus keine Erkenntnisse für den Normalbetrieb ableiten. Das ist wie es ist.....


[Beitrag von luckyx02 am 27. Okt 2012, 11:57 bearbeitet]
maus3r
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 27. Okt 2012, 12:14
Naja dachte mir, ich zähl mal alles auf was mir auffällt

Da sich aus meinen Beschreibungen anscheinend keine weiteren Aufschlüsse ergeben, hoffe ich einfach mal auf die Reinigung!

Ich danke Dir nochmal für alle Antworten und möchte gerne hinzufügen dass ich es wirklich bemerkenswert finde, dass Du mit Deinem fundierten Fachwissen hier einen Teil deiner Freizeit damit verbringst unwissenden, wie mir, weiterzuhelfen, super!
Das trifft natürlich auch auf einige weitere hier im Forum zu (nicht dass die sich hintergangen fühlen ), deren Hilfe hier nicht von Nöten war.

Das hängt natürlich auch damit zusammen dass du ein Plattenliebhaber bist und so auch einen Teil dazu Beiträgst diese Technik am Leben zu erhalten. Ich kann das ein bisschen nachvollziehen, als Teilchenphysiker bin ich immer darauf bedacht möglichst viele Menschen davon zu begeistern.

Schönes Wochenende noch!

Ps. Ich habe hier übrigens festgestellt das Plattenspieler ebenfalls eine Wissenschaft für sich sind und es deutlich mehr Einstellungen, Wissen und Erfahrungen Bedarf als an nem IPod auf "play" zu drücken (Kopfhörer einstöpseln nicht vergessenimages/smilies/insane.gif ).


[Beitrag von maus3r am 27. Okt 2012, 12:22 bearbeitet]
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