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Hilfe bei Plattenspieler / Phono Pre

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Autor
Beitrag
To.M
Stammgast
#1 erstellt: 03. Okt 2013, 18:33
Hallo,

als völliger Laie was den Umgang mit Plattenspielern angeht, stehe ich nun vor der Aufgabe einen alten Dual in die bestehende "Arbeitszimmer-Beschallung" zu integrieren.

Hier erstmal ein paar Bilder.
Dual 1249
Dual 1249
Dual 1249
Dual 1249


Im Arbeitszimmer steht ein Kenwood K 731 Receiver (ohne Phono Eingang). Leider haben auch andere Geräte im Haushalt keinen Phono Eingang, sodass ich auch nichts austauschen könnte.

Daher benötige ich wohl als erstes einen Phono Pre.
Durch eine erste Recherche bin ich auf folgende Geräte gestoßen:
- Rega Fono Mini A2D
- Cambridge Audio 540 oder 551P
Da ich noch nicht weiß wie oft der Dual wirklich laufen wird, möchte ich die 100€ Marke eigentlich nicht überschreiten.

Ich kann den Dual und den verbauten Tonabnehmer zudem überhaupt nicht einschätzen. Bewege ich mich da im Einsteigerbereich, oder kann man damit schon was anfangen? Lohnt es überhaupt eine Vorstufe für 100€ zu kaufen, sollte man sinnvollerweise sogar mehr investieren, oder reicht da auch eine billige Dynavox?

Hintergrund:
Der Dual stammt vom Opa meiner Frau. Dazu hat sie einige alte Platten bekommen. Da viele Erinnerungen daran hängen, möchte sie eine Möglichkeit diese bei Gelegenheit zu hören. Wenn der Dual aber erstmal eingebunden ist und das ganze klanglich passt, könnte ich mir aber gut vorstellen auch mal die ein oder andere Platte, statt einer CD, zu kaufen.

Lautsprecher sind übrigens PSB Image B4 (die mir, nicht nur im kleinen Arbeitszimmer, sehr gut gefallen).


Macht das ganze Vorhaben so Sinn?


Vorab danke für die Hilfe.
Gruß,
Tom

[EDIT]
P.S. Ein entfernter Bekannter hat einen Thorens via Lehmann Phono Pre an einem kleinen SMSL SA S3 hängen und ist voll zufrieden. Würde es hier auch Sinn machen, auf eines dieser kleinen "Wunderkisten" zu setzten, statt auf den Kenwood?


[Beitrag von To.M am 03. Okt 2013, 18:35 bearbeitet]
baerchen.aus.hl
Inventar
#2 erstellt: 03. Okt 2013, 19:22
Hallo,

ein guter Phonopre unter 100 Euro ist der Dynavox TC 750 http://www.idealo.de...-tc-750-dynavox.html

Wie der Tonabnehmer einzuschätzen ist, da fragst DU am besten die Spezies in der Analogabteilung

Gruß
Bärchen
Magister_Verbae
Inventar
#3 erstellt: 04. Okt 2013, 00:18
Hallo, Tom.

Der 1249 ist ein sehr guter Plattenspieler, dessen Tonarm nicht unähnlich dem der großen 7xxer Duals ist. Und damit - auch wenn er nach nicht viel aussieht - äußerst gut. Das verbaute Shure DM103 ist wohl baugleich mit dem M75 oder M95, dran hängt wohl eine der besseren Nadeln (mit scharfem elliptischen Schliff). Wenn die Nadel noch gut ist, kann man damit auf jeden Fall erst einmal zufrieden Platten hören!
Leider ist der 1249 auch eine kleine Zicke, was die Wartung betrifft. Besonders häufig ist dabei der Mode-Selector kaputt, auch die Automatik will fein eingestellt sein. Aber insgesamt ist das alles nichts, was man nicht mit Geduld und Spucke selbst hinkriegen kann. Ich empfehle auch auf jeden Fall die Kollegen aus dem dualboard, da wird einem geholfen!

Will man ambitionierter Platten hören, lohnt sich der Kauf einer halbwegs hochwertigen Vorstufe (wichtig in diesem Fall auch die Anpassparkeit der Eingänge). Das Shure sollte jedoch - wenn ich das richtig in Erinnerung habe - recht gutmütig sein, also muss man nicht direkt die großen Scheine auspacken. Erst mal schauen, ob das überhaupt etwas für einen ist!

LG

Martin

Tante Edith vermeldet: Hier findest du - wenn es wieder online ist - auch Unterlagen wie BDA oder Service Manual zum Dual 1249.


[Beitrag von Magister_Verbae am 04. Okt 2013, 00:22 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#4 erstellt: 04. Okt 2013, 04:45

To.M (Beitrag #1) schrieb:
Lohnt es überhaupt eine Vorstufe für 100€ zu kaufen, sollte man sinnvollerweise sogar mehr investieren, oder reicht da auch eine billige Dynavox?


Hallo To.M,

ich besitze auch die Dynavox TC-750, die abzugeben wäre. In meinen Vergleichen lagen Pro-Ject Phono Box II, Pro-Ject Phono Box USB und Dynavox TC-750 auf gleichem Niveau. Darüber lag die Creek OBH-15 und die Einbaustufe meines Dual PA 5060. Die nächste, kleinere Stufe nach oben machte die Trichord Dino II (schon 500 EUR). Mit etwas größerem Abstand lagen darüber die Gold Note PH-7 und die Creek Wyndsor. Tonabnehmer war dabei der Goldring Eroica.

Ob "man" mehr investieren sollte hängt sicherlich auch davon ab, wie unvoreingenommen "man" selbst an Höreindrücke herangeht. "Klingt ohnehin alles gleich, wenn das Teil nur normgerecht entzerrt" oder "Mit steigendem Preis klingt es ohnehin besser" wären eine Hürde. Wichtig wäre auch, wie weit der Rest des Equipments hinsichtlich Auswahl, Kombination und Aufstellung optimiert ist.

Wenn ich heute einen 35 oder 40 Jahre alten Tonabnehmer betreiben würde, käme mir in den Sinn, diesen auszutauschen und dazu qualitativ passend meine Phonostufe auszuwählen. Dann landete ich aber nicht bei TC-750, Phono Box II oder P-551/651, sondern mindestens bei einer Creek OBH 15 II. Kostet 400 EUR, ist anpassbar und ich muss mir nicht muffigen Sound mit stumpfen Höhen (wegen gealtertem Tonabnehmer oder Fehlanpassung) zu "warmem" Klang schön reden.

Grüße, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 04. Okt 2013, 04:46 bearbeitet]
To.M
Stammgast
#5 erstellt: 04. Okt 2013, 06:53
Guten Morgen!

Vielen Dank Bärchen, Martin und Carsten für die Vorstufenempfehlung, die ausführlichen Erläuterungen zum Dual und dessen Tonabnehmer und die Einstufung der Dynavox.

Wenn ich nun Bärchens Empfehlung nehme:

ein guter Phonopre unter 100 Euro ist der Dynavox TC 750

Und mir das auch noch im Kopf 'rum schwirrt:

Erst mal schauen, ob das überhaupt etwas für einen ist!

Und ich das vorerst nicht machen möchte:

käme mir in den Sinn, diesen auszutauschen und dazu qualitativ passend meine Phonostufe auszuwählen. Dann landete ich aber nicht bei TC-750, Phono Box II oder P-551/651, sondern mindestens bei einer Creek OBH 15 II. Kostet 400 EUR



Denke ich, dass ich damit erstmal anfangen möchte:

ich besitze auch die Dynavox TC-750, die abzugeben wäre.

Carsten, schickst du mir bitte eine PM mit deiner Preisvorstellung inklusive Versand?

Gruß,
Tom

Was mir beim wiederholen lesen aufgefallen ist...
Carsten, habe ich mit dem Phono Pre und meiner übrigen "Kette", die nicht wirklich aufeinander abgestimmt ist und auch eher im Einsteigersegment angesiedelt ist, dann insgesamt folgendes zu erwarten?

muss mir nicht muffigen Sound mit stumpfen Höhen (wegen gealtertem Tonabnehmer oder Fehlanpassung) zu "warmem" Klang schön reden.
CarstenO
Inventar
#6 erstellt: 04. Okt 2013, 07:27

To.M (Beitrag #5) schrieb:
Was mir beim wiederholen lesen aufgefallen ist ... Carsten, habe ich mit dem Phono Pre und meiner übrigen "Kette", die nicht wirklich aufeinander abgestimmt ist und auch eher im Einsteigersegment angesiedelt ist, dann insgesamt folgendes zu erwarten?

muss mir nicht muffigen Sound mit stumpfen Höhen (wegen gealtertem Tonabnehmer oder Fehlanpassung) zu "warmem" Klang schön reden.


Hallo To.M,

die Dynavox TC-750 schließt normgerecht mit 47 kOhm und 220 pF ab. Das sollte im Zusammenspiel mit Shure M 75/95 keine Probleme bereiten. Den Zustand Deines Tonabnehmers kann ich indes nicht einschätzen, der kann von "fast neuwertig" bis "grottig" reichen.

Mit Blick in Dein Profil nehme ich wahr, dass Deinen PSB-Boxen in beiden Konstellationen nicht genügend Verstärkerqualität (beide Verstärker haben m.E. zu wenig Leistung und zumindest der AVR gehört in Stereo nicht zu den detailreichsten) zur Verfügung steht. So würde ich den klanglichen Flaschenhals nicht zuerst bei der Phonostufe erwarten. Ob Du die Boxen korrekt aufgestellt hast, kannst Du aufgrund Deiner Forenpräsenz anhand vieler Threads dazu am besten selbst beurteilen.

Ein Preisangebot ist nicht ganz einfach, weil die Versandkosten ja fast auf dem Niveau des Warenwertes liegen.

Carsten
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 04. Okt 2013, 07:33
Hallo!

Muffigen oder im Gegenzug schrillen Sound hast du nur dann zu erwarten wenn dein Tonabnehmer (das verbaute Shure ist ein Magnetsystem) nicht richtig an den Eingang des zukünftigen Phono-Entzerrers angepasst ist oder die Abtastnadel runtergeschrubbt ist.

Da die alten Shure-Systeme eigentlich bei der für Magnettonabnehmer wichtigen kapazitiven Anpassung keine Exoten darstellen und ich einmal annehme das bei dem alten Dual noch das Originalphonokabel verbaut ist sollte es auch mit einem Dynavox TC-750 möglich sein ein zufriedenstellendes Ergebniss zu erzielen, hier braucht es nicht unbedingt einen anpassbaren externen Entzerrer.

Wenn sich mit der Zeit das Schallplattenhören zu einem wichtigen Teil des Hobbys auswachsen sollte gibt es immer noch genug Gelegenheit sich einen der flexibleren anpassbaren Entzerrer z.B. vom Range eines Trigon Vanguard zuzulegen zumal wenn -ebenfalls mit der Zeit-, sich einige unterschiedliche Abtaster ansammeln denen man alle ideale Bedingungen bieten will.

MFG Günther
Magister_Verbae
Inventar
#8 erstellt: 04. Okt 2013, 13:45
Ich kann Günthers Post nur unterschreiben.
Falls Probleme mit dem Dreher an sich auftreten sollten, so konsultiere doch nach ausgiebigem Studium der BDA und des SM ruhig die Kollegen im Dualboard



Martin
To.M
Stammgast
#9 erstellt: 04. Okt 2013, 19:02

CarstenO (Beitrag #6) schrieb:

Mit Blick in Dein Profil nehme ich wahr, dass Deinen PSB-Boxen in beiden Konstellationen nicht genügend Verstärkerqualität (beide Verstärker haben m.E. zu wenig Leistung und zumindest der AVR gehört in Stereo nicht zu den detailreichsten) zur Verfügung steht. So würde ich den klanglichen Flaschenhals nicht zuerst bei der Phonostufe erwarten.

Carsten


Hallo Carsten,
das habe ich fast schon befürchtet.
Ich habe den Kenwood noch nicht lange. Er spielt im Arbeitszimmer, hauptsächlich vom PC und USB Stick. Der Grund für die Anschaffung waren die unterschiedlichen Eingänge (optisch, USB Soundkarte und die USB Buchse) sowie die geringe Größe. Dafür habe ich meinen Denon PMA 710 AE verkauft, was sich jetzt wohl rächt

Macht es dann mehr Sinn, einen gebrauchten Vollverstärker mit Phono Eingang zu kaufen, statt einem Phono Pre?
Ich habe ein Paar Mordaunt Short 902i in Reserve, die ich daran anschließen könnte. Mit einem Verstärker hätte ich sogar eine unabhängige Kette, nur für Vinyl. Ein Dual 5060, den du oben genannt hast, wird gerade bei Ebay angeboten.


ich einmal annehme das bei dem alten Dual noch das Originalphonokabel verbaut ist

Günther, das Kabel ist denke ich noch original. Es hat einen Din-Stecker und wird mit einem Adapter auf Cinch umgesetzt.

Grüße,
Tom

[EDIT]
P.S.
Dein Kommentar über den Marantz AVR habe ich übrigens gleich wieder vergessen. Das ist mit Abstand das teuerste Audiogerät im ganzen Haushalt und ich hatte mir bisher immer eingebildet, damit was richtig Gutes angeschafft zu haben. Daher werde ich das halten wie in Matrix: "Ignorance is bliss!"
Da sind wir dann wieder beim
"Mit steigendem Preis klingt es ohnehin besser"



[EDIT 2]
Ich habe zwei Orte weiter einen Denon PMA 725R in den Kleinanzeigen gefunden. Für 60€ könnte ich ihn abholen (gerade Rückmeldung vom Verkäufer bekommen). Ich schau' mal, ob ich im Netz was dazu finde und ob der Phono Eingangs näher beschrieben wird.


[Beitrag von To.M am 04. Okt 2013, 20:01 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#10 erstellt: 05. Okt 2013, 03:13

To.M (Beitrag #9) schrieb:
Macht es dann mehr Sinn, einen gebrauchten Vollverstärker mit Phono Eingang zu kaufen, statt einem Phono Pre?
Ich habe ein Paar Mordaunt Short 902i in Reserve, ... Ein Dual 5060, den du oben genannt hast, wird gerade bei Ebay angeboten.


Hallo To.M,

da wäre ich mit meinem Urteil in bekanntem Fahrwasser: Die Mordaunt Short Avant 902i und der Dual PA-5060 spielen nach meinem Eindruck super zusammen. Auch wenn die PSB Alpha B1 in der Fachpresse sooo hoch gelobt wurde, finde ich die Avant 902i besser. (Klingen "luftiger", weiträumiger und etwas spritziger.)

Die Phonostufe des PA-5060 sehe ich wie oben beschrieben mit etwas anderer Ausprägung der Eigenschaften (habe zum Vergleich den Tapeausgang des 5060 mit meinem Audiointerface des PC verbunden) auf dem Niveau der Creek OBH-15. Der Dual PA-5060 wird vsl. unter 100 EUR verkauft, womit die Rechnung - falls der Zustand passt - aufgehen dürfte.


To.M (Beitrag #9) schrieb:
... Marantz AVR ... das teuerste Audiogerät im ganzen Haushalt ... was richtig Gutes


Ich denke auch, dass es ein guter AV-Receiver ist. Ich sehe ihn nur nicht in der Reihe von Denon AVR-1610, AVR-390, Marantz SR 5400 OSE, SR 3001 oder Cambridge Azur 540 R V3, die im Stereobetrieb auf dem Niveau oder darüber von reinen Stereogeräten der gleichen Preisklasse liegen.


To.M (Beitrag #9) schrieb:
... Denon PMA 725R ... 60€


Zu diesem Gerät kann ich leider nichts beitragen.

Viele Grüße,

Carsten


[Beitrag von CarstenO am 05. Okt 2013, 03:17 bearbeitet]
To.M
Stammgast
#11 erstellt: 05. Okt 2013, 07:40
Hallo Carsten,
ich melde mich nur ganz kurz...
Die Dual Auktion ging heute morgen um 7:xx Uhr zu ende. Ich habe ihn leider verpasst
Da aber kein Gebot drauf war, habe ich den Verkäufer kontaktiert. Mal sehen, was sich ergibt.

Muss ich eigentlich bei Dual, der ja schon locker über 20 Jahre alt ist, mit Kontaktschwierigkeiten oder sonstigen "Schwächeerscheinungen" rechnen?

Gruß,
Thomas


[Beitrag von To.M am 05. Okt 2013, 08:14 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#12 erstellt: 05. Okt 2013, 07:42
Ja, musst Du.
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 05. Okt 2013, 10:51
Hallo!

Eine Schwachstelle dieser Dual-Modelle ist die verbaute TK-Subheadshell, hier kann es unter Umständen zu Kontaktproblemen kommen, ein Glasfaserstift sollte hier aber zuverlässige Abhilfe schaffen.

Sonstige Kontakte wie z.B. die Stifte des 5-Pol Dinsteckers dürften durch einige Steckvorgänge leicht von Korrosionen befreit werden können.

Bei einem so alten Laufwerk ist natürlich immer das Tellerlager zu prüfen hier braucht es zuweilen etwas Öl und selbstverständlich sollte der Riemen kontrolliert werden, das ist zwar bei einem Dual weniger ein Thema als z.B. einem Thorens aber trozdem eine Notwendigkeit.

Das Sahnestück des 1249 ist zweifelsfrei der Tonarm, hier sollte neben dem Lagerspiel auch die leichgängigkeit des Vertikal- und Horizontallagers geprüft werden und natürlich die Höhenverstellung.

MFG Günther
CarstenO
Inventar
#14 erstellt: 05. Okt 2013, 10:54
Den Plattenspieler hat er schon. Er meinte den Verstärker.
To.M
Stammgast
#15 erstellt: 05. Okt 2013, 18:41
Hallo,

leider noch kein Update.
Der Dual Verkäufer bei Ebay meldet sich nicht.
Den Denon könnte ich mitnehmen und zuhause ausprobieren.
Ich habe aber noch nichts zu dem Modell gefunden, sodass ich nicht weiss, wie viel Sinn es macht.

Leider geht das hier etwas schleppend voran, da wir uns zur Regel gemacht haben, dass wir den Rechner, ausser Emails "checken" und mal ins Froum schauen, erst einschalten, wenn die Kinder im Bett sind. Also jetzt
Daher kommen ausführlichere Antworten erst zu späterer Stunde, wenn ich Zeit (und Lust) hatte zu recherchieren.

Sobald ich mir im Klaren bin, ob ich es mir einfach machen will und einfach einen Phono Pre an den Kenwood klemme oder ob ich mir den Nervenkitzel* gebe und nach einem gebrauchten Vollverstärker mit gutem Phono Teil zu suchen.


*Nervenkitzel,
da ich wohl ungesehen/ungehört (mit Ausnahme des oben genannten Denons) kaufen würde und man da wohl nie weiss, was einen erwartet.
Zudem ist es nicht meine Art, einfach mal 100€ für ein Gebrauchtteil auszugeben, was morgen schon kaputt sein könnte. Ich hab' am liebsten etwas Sicherheit.

Apropos Sicherheit...
Ich habe ja noch einen Alternativplan im Hinterkopf, der aber wohl hier im Analog Teil des Forums wenig Zustimmung finden wird. Daher nur kurz erwähnt ohne groß drauf einzugehen.
-Gebrauchte Dynavox Vorstufe für ca. 20€
-Neuer SMSL SA 98E (bzw. SA S3) Digitalverstärker aus Deutschland (Karlsruhe) für ca. 85€ mit Garantie und Rückgaberecht.
Wenn da nur die Hälfte von dem Hype stimmt, dann.... Aber das ist ja nur der Notfallplan


Danke und Gruß,
Thomas


[EDIT]
Ganz vergessen....
Carsten, die PSB Alpha B1 geben hauptsächlich Filmton wieder und werden eher selten zum Musik hören (und dann meist im Hintergrund) benutzt.
Für Filmton finde ich sie sehr gut. Die Sprachverständlichkeit ist ausgezeichnet und auch der Bassbereich ist nicht zu verachten (normale Lautstärke vorausgesetzt). Die Höhen nerven nicht und die Sprache wird (bei richtiger Position auf der Couch) auf der Position des TVs wahrgenommen.
Musik klingt über die Alphas aber auch nicht zum davon laufen

Die Mordaunt Shorts waren für die Musik zuständig. Ich hatte sie im Arbeitszimmer am Denon und war damit sehr zufrieden. Aber am Kenwood waren mir die Höhen etwas zu viel. Da ich gebrauchte PSB Image B4 in den Kleinanzeigen entdeckt hatte (die mich schon länger gereizt hatten), habe ich zugeschlagen. Ich finde sie - in Kombination mit dem Kenwood - angenehmer. Allerdings könnten sie "untenrum" etwas voller sein (nur 10cm TMT), stört jedoch im 10qm Arbeitszimmer nicht so sehr.


[Beitrag von To.M am 05. Okt 2013, 19:01 bearbeitet]
CarstenO
Inventar
#16 erstellt: 06. Okt 2013, 05:08

To.M (Beitrag #15) schrieb:
Wenn da nur die Hälfte von dem Hype stimmt, dann.... Aber das ist ja nur der Notfallplan ;)


Hallo Thomas,

Forenhypes entstehen in einem Forum, in dem auch ausgesagt wird, alle Verstärker klängen gleich, für den Vinylklang sei der Plattenspieler völlig egal, weil nur der Tonabnehmer den Klang mache, ein taiwanesischer DJ-Plattenspieler überträfe sein Vorbild und wo User hochwertige Lautsprecherboxen aus eigenem Bestand diskreditieren, um mit einem Oberschnäppchen in aller Munde zu sein. Ich kenne zwei Forenhypes, bei denen zumindest ich die Begeisterung teile: Grundig V 1700 und Beresford TC 7510/7520. Da sind aber mehr, wo ich negative Erfahrungen gemacht habe.

Diese Schaltverstärker wie SMSL lieben wie Röhrenverstärker überschaubare Bedingungen hinsichtlich Wirkungsgrad und Impedanzverlauf bei den Boxen. Ich hielte es mit Blick auf die PSB Image B4 (hast Du sie schon mal daheim unter Optimalbedingungen gehört?) für Zeitverschwendung auf ein solches "Oberschnäppchen" zu setzen.

Was Dir ungeachtet meiner Meinung über Deine Verstärker, Receiver, CD-Receiver wirklich fehlt, ist eine Phonostufe. Wegen ihres niedrigen Preises machst Du mit der TC 750 nichts verkehrt (ich hasse diese Phrase), auch wenn sich heraus stellte, Vinyl ist nicht Dein Ding. Sie macht aber klanglich auch keine Lust auf mehr. Sie verstärkt und entzerrt, so dass an ihrem Ausgang Töne auf Line-Niveau herauskommen. Was eine gut aufgenommene und gepresste LP, von einem guten Tonabnehmer (Goldring Eroica, Gold Note Babele) abgetastet kann, bleibt verborgen.

Wenn Du den Denon PMA-725 R sogar zu Hause ausprobieren könntest, warum suchst Du dann nach anderen Meinungen zu diesem Gerät? Hype-ähnlich helfen Dir die besten Meinungen anderer nicht, wenn´s bei Dir nicht klingt.

Hier findest Du ganz viele Meinungen zu Verstärkern:

http://www.hifi-foru...um_id=100&thread=959

Die letzten Tests habe ich auch an den Phonostufen durchgeführt.

Grüße, Carsten


[Beitrag von CarstenO am 06. Okt 2013, 05:53 bearbeitet]
To.M
Stammgast
#17 erstellt: 06. Okt 2013, 18:10
Hallo Carsten,

danke für deine Erläuterungen.
Deinen 2nd Hand Verstärker Thread kenne ich selbstverständlich. Den habe ich schon lange durch und verfolge die letzten zwei Seiten schon "live".

Auf die SMSLs bin ich durch einen entfernen Bekannten gekommen,der mit einer Thorens, Lehmann, SMSL, Duevel Plantes Kette sehr zufrieden ist.
Ihm wurde der SMSL SA S3 anscheinend sogar im HIFI Laden empfohlen. Aber gut, ist ja nur der Plan B, bzw. D

Ich werde jetzt erstmal abwarten, ob der Dual Händler morgen antwortet.
Wenn nicht, kann ich Dienstag den Denon testen.
Wenn beides nicht klappt kannst du mir am Mittwoch deine Kontodaten mailen....

Zu den Lautsprechern...
Die PSB Image B4 stehen im Arbeitszimmer nicht optimal, aber ich hatte sie auch schon auf Ständern am (leider verkauften) Denon ausprobiert.
Ich finde sie sehr schön. Die Mordaunt Shorts laufen allerdings "runder", da mir bei den PSB der Bassbereich (bedingt durch die Größe) etwas zu "schlank" ist. Der Hochton der MS 902i gefällt mir auch besser, die Stimmen dafür bei der PSB. An dem Kenwood Receiver finde ich die PSBs aber insgesamt etwas angenehmer, weil mir die MS 902i an ihm ein klein wenig scharf klingen.

Du hattest gefragt, warum ich Meinungen zum 725R suche, wenn ich ihn doch testen kann. Ich weiß, dass das etwas paradox klingt, aber ich traue mir nicht zu, die Qualität eines HiFi Geräts richtig einzuschätzen. Ich habe bisher zu wenig Erfahrung (gar keine mit LPs) um eindeutig zu sagen, dass Verstärker X nun alles aus den MS 902i raus holt oder ob er Details verschluckt, oder sonstige Dinge, die du in deinem 2nd Hand Thread immer sehr schön heraus arbeitest.

Ich kann höchstens sagen, dass mir der Klang gefällt oder eben nicht. Und wenn nicht, dann vielleicht noch, was mir nicht so zusagt. Aber ob jetzt die Abbildung und Räumlichkeit stimmt.... . Ich hatte auch noch bei keiner Konstellation den oft beschriebenen Eindruck, dass nun der Sänger/ Die Sängerin virtuell vor dem Schlagzeug zu hören ist. Ich habe bisher nur erlebt, dass Ereignisse nebeneinander auftauchen oder eben auf der selben Stelle. Stimmen sind aber immer schön in der Mitte.

Danke fürs lesen.
Ich melde mich, wenn es Neuigkeiten gibt.

Thomas
CarstenO
Inventar
#18 erstellt: 07. Okt 2013, 02:59

To.M (Beitrag #17) schrieb:
... ich traue mir nicht zu, die Qualität eines HiFi Geräts richtig einzuschätzen. ... Ich kann höchstens sagen, dass mir der Klang gefällt oder eben nicht. ... Ich hatte auch noch bei keiner Konstellation den oft beschriebenen Eindruck, dass nun der Sänger/ Die Sängerin virtuell vor dem Schlagzeug zu hören ist. Ich habe bisher nur erlebt, dass Ereignisse nebeneinander auftauchen oder eben auf der selben Stelle. Stimmen sind aber immer schön in der Mitte.


Tja, Thomas, vielleicht ist das nicht trendy, könnte aber wirken: Lass´ Dir doch mal von einem Fachhändler helfen! Das führt meist eher zum Ergebnis, als die Tastatur Deines PC für dieses Forum zu quälen.
To.M
Stammgast
#19 erstellt: 07. Okt 2013, 20:30
Hallo Carsten,

ich würde das nicht "quälen" nennen. Im Gegenteil, meine Tastatur fährt da voll drauf ab!


Davon abgesehen hattest du weiter oben ja schon auf meine Forenpräsenz angespielt und dass ich dadurch die Aufstellung meiner Lautsprecher beurteilen könnte. Dadurch sollte mir natürlich auch bewusst sein, dass eine schlechte "Raumakustik" einen wesentlichen Anteil an dem von mir beschriebenen Defizite in der räumlichen Abbildung haben kann. Doch hätte ich die Möglichkeit einige hundert Euronen so locker in meine Hobby zu investieren, würde ich mich sicher nicht nach einer gebrauchten Phono Vorstufe, bzw. einem gebrauchten Verstärker umsehen.

Trotzdem ein guter Hinweis, dem ich aber im Augenblick nicht weiter nachgehen kann.

Danke und Gruß,
Thomas
To.M
Stammgast
#20 erstellt: 27. Okt 2013, 18:38
Hallo,

da ich in beruflich im Augenblick etwas eingespannt bin, ist der Verstärkerkauf etwas in den Hintergrund gerückt.
Doch durch Zufall habe ich heute bei ebay einen Dual PA 5060 gesehen und diesen dann ersteigert.
Über den Zustand kann ich nichts genaues sagen. Auf den Bildern sind Gebrauchsspuren zu sehen, funktionieren soll er aber.
Ich werde es nächste Wochenende sehen, wenn ich ihn teste.

Ich hoffe dass ich das nächste Update dann etwas zeitnaher geben kann und den Thread nicht wieder so lange ruhen lasse.

Schönes Wochenende,
Thomas
To.M
Stammgast
#21 erstellt: 02. Nov 2013, 22:14
Heute ist der Dual angekommen....

Optisch eigentlich gar nicht sooo übel wie ich durch die spärlichen Bildern vermurtet hatte. Ein Paar Kratzer, aber alle ist nicht so wild.

Was mich aber wirklich verärgert, ist, dass der Verkäufer den Verstärker so bescheiden verpackt hat, dass er hinten wohl angeschlagen ist und die Lautsprecherklemmen nun leicht nach unten zeigen. Ich kann nicht verstehen, dass man ein Elektrogerät einfach nur in einen Karton stellt, mit etwas Füllmaterial bedeckt und davon ausgeht, dass schon alles gut angekommen wird.

------------------------------------------------------------------------------------

Im Musik/Gästezimmer sind heute und morgen Freunde untergebracht, sodass ich erst Montag Abend mit LP und LS testen kann.
Mit Kopfhörer kann ich aber jetzt schon über Klinke/Cinch Adapter mit Musik vom Computer testen.
Das Gute, er funktioniert (zumindest am KH Ausgang)!
Beim Drehen am Volume-Regler rauscht es allerdings... aber ich habe zumindest keine Aussetzer bemerkt.

Die "Anfassqualität" des Duals finde ich sehr gut. Die Regler laufen schön, "leiern" nicht und er sieht wertig aus. Die Holzteile an der Seite sind Gewöhnungsbedürftig, werden aber im Regal später nicht mehr auffallen.

Ich freu mich schon auf den Testlauf am Montag mit den Mordaunt Shorts...

Bei Interesse kann ich gerne Bilder des Duals einstellen und/oder über den "Sound Check" berichten.

P.S.
Carsten, lässt du rauschende Regler vom Fachmann reinigen? Oder lässt sich da mit etwas Geduld/Geschick selbst was machen?
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