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Gibt es "lautere" Phonoverstärker als NAD PP2?

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Vollprofi1
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 25. Dez 2013, 20:07
Liebe Forumsmitglieder,

Bekanntermaßen isst man an Feiertagen nicht nur Kuchen etc., sondern probiert auch so einiges aus. Ich habe dieses Jahr mal wieder ein schon vor einiger Zeit begonnenes Projekt aufleben lassen: Das Digitalisieren von Schallplatten.

Hierzu habe ich mir ein durchaus relativ professionelles Audiointerface gekauft (USB-Anschluss). Es handelt sich um das Motu Microbook II. An dieses habe ich einen NAD Phonovorverstärker des Typs PP2 angeschlossen (an die Line-in-Eingänge). An diesem hängt ein Thorens TD126 mit einem Ortofon Vinylmaster Red (MM-System). Auch habe ich natürlich den PP2 auf das MM-System eingestellt. Wenn ich nun mit der Aufnahme im 24-bit-Modus mit 96kHz beginne, ist es nicht möglich mit dem Aufnahmepegel in den "gelben" Bereich zu kommen. Ich komme niemals über -15db. Im Internet habe ich nun etwas recherchiert und gefunden, dass der PP2 angeblich relativ leise sein soll. Ich finde Zahlen, die bei 2,5mV Eingangsspannung auf 200mV Ausgangsspannung kommen. Andere Verstärkerhersteller geben häufig 300mV o.ä. an. Ist ein zu "schwacher" Phonovorverstärker schuld an dem zu geringen Lautstärkepegel der Aufnahme? Ich habe einen ähnlichen Effekt auch schon früher mit einer anderen Aufnahmequelle und der sonst gleichen Gerätekette gehabt. Kann man mir hier helfen? Ist ein Phonovorverstärker mit höherer Ausgangslautstärke bekannt und wenn ja, welcher wäre dies?

Da ich ja nun diverse Foren zu anderen Themen kenne und auch bzgl. dieses Themas schon etwas recherchiert habe, wäre ich sehr dankbar, wenn keine Grundsatzdiskussion über 24bit, 96kHz, das Digitalisieren von Schallplatten, das Ortofon-System, die Motu-Box o.ä. eintreten würde ;-) Es geht mir absolut nicht um irgendwelche Philosophiefragen, sondern lediglich darum, dass ich das Problem gerne möglichst kostengünstig lösen würde ^^...

Mit bestem Gruß und schon einmal mit großem Dank für die Hilfe vorab wünsche ich noch einen schönen ersten Weihnachtstag!

Sebastian
Albus
Inventar
#2 erstellt: 25. Dez 2013, 21:44
Tag,

ja ganz bestimmt gibt es lautere Phono-Verstärker - in beinahe sämtlichen Preisklassen; sowohl hinsichtlich des Verstärkungsfaktors (der NAD hat nominell [nur] 35 dB, gut 50-fach) als auch hinsichtlich der Eingangsempfindlichkeit (NAD nominell 3,5 mV für 200 mV) sowie der Ausgangsspannung (nominell 200 mV bei 3,5 mV Eingangsspannung). Dazu kommt in diesem Fall die schon unterdurchschnittliche Ausgangsspannung des VM Red, 3 mV bei 5 cm/s Schnelle.

Mehrheitlich liegt der Verstärkungsfaktor für MM bei 40 dB (100-fach), dazu die Ausgangsspannung vieler Tonabnehmer in Höhe von 5 mV bei der Normschnelle von 5 cm/s, so kommt Eines zum Anderen... Noch höhere Verstärkungsfaktoren sind in Einzelfällen wählbar (bis annähernd 300-facher Verstärkung bereits bei MM - mit Gefahr für den Geräuschspannungsabstand, natürlich). Die Empfindlichkeit liegt typisch bei 2,5 mV für die nominelle Ausgangsspannung. Noch höhere Ausgangsspannungen von Tonabnehmern sind keine Seltenheit (bis zu 9,5 mV bei 5 cm/s).

Wählt man also einen Tonabnehmer mit höherer Ausgangsspannung (>5mV bei Abtastschnelle von 5cm/s), einen Phono-Verstärker mit geringerer Empfindlichkeitsforderung (2,5 mV) und zugleich höherem Verstärkungsfaktor (40 dB oder höher, z.B. 42 dB entsprechend 120-fach), dann hat man ein über-alles wirklich lautes System geschaffen.

Somit kommt dann die Preisfrage und damit die Frage der Anspruchsklasse (Gering, Bescheiden, Mittel, Hoch, Luxus). Also, Gering, Bescheiden, Mittel?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 25. Dez 2013, 21:51 bearbeitet]
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 25. Dez 2013, 22:22
Also, die Qualität sollte möglichst gut sein für möglichst wenig Geld. Das kennen wir ja alle ^^... Das VM Red werde ich nicht tauschen. Was gibt es bspw. an Verstärkern für ca. 150€? Der Klang sollte ordentlich sein. Wie steht es mit dem Teil von Musical Fidelity (V-LPS 2 oder so ähnlich)? Wäre das besser? Es sollte natürlich etwas Luft zum Auspegeln sein ;-)

Doofe Frage: Aus den 3,5mV zu 200mV für den Ausgang errechnet sich doch die Verstärkung in dB, oder? Was sollen mir die bspw. 5mv bei 5cm/s sagen? Hierbei geht es neben der Empfehlung um rreine ttechnische Hintergrundinfo. ;-)
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 25. Dez 2013, 23:36
Doofe Frage: hat der NAD PP2 gemäß http://www.nad.de/produkte/pp2i.php nicht auch 2,5mV für seine nominelle Ausgangsspannung? Ist das Problem, dass eben diese Ausgangsspannung zu niedrig ist? Ich bin auf deinen Tipp gespannt, was die mittlere Anspruchsklasse angeht. Es muss nicht unbedingt eine regelbare Verstärkung sein, wenn diese ausreichend hoch ist. Regelungen sind ja nun tendenziell immer Schwachstellen und tendenziell Kostentreiber, wenn sie ordentlich ausgeführt sein sollen. Eine feste entsprechend höhere Verstärkung sollte doch dann besser sein, oder? Auf was muss ich achten? Bspw. 300mV Ausgangsspannung bei 3mV Eingang?
akem
Inventar
#5 erstellt: 25. Dez 2013, 23:41
Klanglich ist der VLPS bzw. Nachfolger V90-LPS oder so ähnlich besser als der NAD. Da hat erst neulich jemand einen ziemlich ausführlichen Test gemacht. Allerdings ist Dein klanglicher Flaschenhals in erster Linie mal das VM Red. Ein Upgrade auf das Silver wäre klanglich ein echter Sprung.
Nur der Lautstärke wegen würde ich aber keine Ausgaben machen. Wirklich laut sind nur DJ-Tonabnehmer und die klingen eher bescheiden. Diese sind in erster Linie auf Lautstärke (warum auch immer) und auf mechanische Robustheit (DJs wollen ja "scratchen", also die Platte hin und her schieben) getrimmt. Klanglich hochwertige Nadeln bzw. Nadelträger würden beim Scratchen sofort brechen. Phono-Vorverstärkerunterscheiden sich auch nicht um die 15dB, die Dir "fehlen". Bei weitem nicht. Der Sprung von 200mV auf 300mV ist in Dezibel (dB) gerechnet sehr gering, eine Verdopplung von 200 auf 400mV wären gerade mal 6dB mehr.
Was Du tun mußt: Du mußt Deine Aufnahmen "normalisieren". Bitte nicht einzelne Lieder sondern immer nur eine Platte als Ganzes. Nur dann bleibt die Lautstärke über das ganze Album hinweg einheitlich. Beim "Normalisieren" sucht sich der Audioeditor die lauteste Stelle der ganzen Platte und rechnet dann die Differenz zur Vollaussteuerung (=0dB) aus. Um diesen Faktor wird dann die Lautstärke über die ganze Platte hochgerechnet.

Gruß
Andreas
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 25. Dez 2013, 23:44
Datenblatt NAD PP2: http://www.nad.de/download/produkte/PP2.pdf ==> da stehen doch die ominösen 2,5mV bei 200mV Ausgang, oder? Mit 20*log(200/2,5) komme ich auf eine Verstärkung von 38dB. Das ist ja nun schon fast 40, oder wo liegt mein Verständnisproblem?
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Dez 2013, 23:50
Klar, das Normalisieren kenne ich natürlich. Wenn ich eine angenommene Menge X an Toninformationen habe und diese dann aber rauf 0dB "strecke" ist der Detailreichtum dahin, weshalb mal normalerweise ja nun aussteuern würde. Der Flaschenhals VM Red sehe ich nicht. Auch eben das Silver bringt 3mV. Das würde am beschriebenen Problem nichts ändern... Dass klanglich alles besser geht, steht außer Frage, aber das ist ja nun das Problem. Ich kann den besten Abtaster nehmen, aber wenn diese so leise ist, dass ich den Klang über das gesamte Pegelspektrum strecken muss, ist die tolle Qualität des guten Stücks eh dahin. Daher ist eben meine Frage nach einem anderen Verstärker. Hast du eine Idee? Du fragtest ja nach meiner Preislage, sodass du doch wahrscheinlich eine Idee im Sinn hattest, oder?
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 25. Dez 2013, 23:55
P.S.
Was würde passieren, wenn ich bspw. bei derselben Kette ein System mit 4mV hätte? Würde der Verstärker bei seinen 200mV bleiben oder aber würde er wegen der 4mV dann wegen seiner Verstärkung von ca. 38db (2,5mV auf 200mV) auf ca. 315mV am Ausgang steigen?


[Beitrag von Vollprofi1 am 25. Dez 2013, 23:58 bearbeitet]
Ingor
Inventar
#9 erstellt: 26. Dez 2013, 00:06
Du solltest gar nicht so viel an dem Phonoverstärker herumschrauben. Das Problem ist doch gar nicht der Phonoverstärker,sondern deine Soundkarte. Deren Eingangsempfindlichkeit ist halt etwas niedrig. Schau mal, ob in den Einstellungen noch eine Vorverstärkung ausgewählt werden kann. So wie ich dass erkennen kann, auf der Internetseite bietet das Gerät noch eine Trimmung von + 60 dB. Alternativ könntest du einen Aufholverstärker zwischenschalten. Der verstärkt einfach die geringe Spannung des Phonoverstärkers. Gibt es für ein paar Euro. Tatsächlich kannst du ohne Probleme den Pegel auch digital anpassen, das macht bei der Dynamik von Schallplatten überhaupt kein Problem, wenn du mit 24 Bit wandelst.
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 26. Dez 2013, 00:10
Was ist ein Aufholverstärker und was wäre ein wirklich anspruchsvolles Gerät, denn ich kann mir nur schwer vorstellen, dass dieser die Qualität als weiteres dazwischen geschaltetes Aggregat wirklich nach vorne bringt, oder? Die Trimmung von +60dB an der Box beziehen sich ausschließlich auf den enthaltenen Mikrofonverstärker. Auffällig ist, dass es wohl andere Soundkarten ebenso betrifft. Beispielsweise ist bei einer M-Audio 2496 dasselbe Problem.

Was ist beispielsweise mit einem Clearaudio Nano? Der kann bis 48dB bei MM-Systemen verstärken und soll sehr gut sein. Oder irre ich?
audiophilanthrop
Inventar
#11 erstellt: 26. Dez 2013, 00:52

Ingor (Beitrag #9) schrieb:
Tatsächlich kannst du ohne Probleme den Pegel auch digital anpassen, das macht bei der Dynamik von Schallplatten überhaupt kein Problem, wenn du mit 24 Bit wandelst.

Allerdings. Was gibt 'ne LP her, 60-70 dB(A) mit ordentlich Rückenwind? Auch nur halbwegs vernünftige Sound-Interfaces bringen es auf 90-100 dB oder mehr. Da kann man sich normalerweise problemlos +12 dB digitale Anhebung leisten. (Man sollte natürlich auch "echte" 24-Bit-Aufnahmen machen können. Die Kombination Audacity + Windows ist da immer noch problematisch.)
Ingor
Inventar
#12 erstellt: 26. Dez 2013, 00:55
Ein Aufholverstärker verstärkt das Signal des Phonoverstärkers und bringt den Pegel auf den benötigten Wert. Und glaub mir, das ist kein Hexenwerk oder Weltraumtechnik. Ein kleiner OP-Amp und fertig. Tatsächlich ist das ganze Brimborium um Vorverstärker absolut übertrieben. Mag es noch etwas anspruchvoller sein, einen Phonovorverstärker zu bauen, da er ja nicht linear verstärkt ist so ein kleiner Zwischenverstärker absolut unproblematisch.
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 26. Dez 2013, 01:05
Was ist an Windows und Audacity kritisch? Was muss ich beachten und wie geht das bzw wo finde ich das?
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 26. Dez 2013, 01:16
Was wäre ein guter Op-Amp.? Ich kenne sowas gar nicht und kenne keinen Preis,den man hinlegen sollte...
Ingor
Inventar
#15 erstellt: 26. Dez 2013, 12:38
Ein Op-Amp kostet 1 Euro. Die Spitzenmodelle 6 Euro. Das sind dann aber nur die IC. Man braucht schon etwas mehr, aber nicht viel. Schau mal hier:http://www.elv-downloads.de/service/manuals/AHV100/56393-AHV-100.pdf.
Ich habe ein einfaches Mischpult um Pegel anzugleichen. Gibt es hier: http://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_502.htm
Albus
Inventar
#16 erstellt: 26. Dez 2013, 13:11
Tag,
und Tag Sebastian,

die Sache rollt nun gesprächsweise, wohin? - Jedenfalls, die Daten in der hier verfügbaren Liste der NAD PP-2 Specifications lauten uam auf Gain MM 35 dB, MM Sensitivity 3,5 mV (für 200 mV), das Data Sheet bitte gegebenenfalls anklicken: http://nadelectronic...-Phono-Preamplifier/ - Wie kommt es zur Abweichung? Ich weiß es nicht.

Clearaudio Nano Phono V2, Preis annähernd € 300 - wäre eine Bank, für MM, MC, weiter Bereich von Gain-Anpassungsmöglichkeiten, Ausgangsspannung bis 10 V. Link zum Nano Phono V2: http://clearaudio.de...adphone%20V2_D+E.pdf Allerdings will der begrenzte Zweck der Digitalisierung berücksichtigt sein? Oder? - Der Einstieg auf unterem Preisniveau, d.i. bis € 50, beginnt mit dem ART DJ Pre II, € 48, angeboten im Thomann Cyberstore, mit wenigen (aber uU nützlichen) Anpassungsmöglichkeiten (Gain, Kapazität). Link zum ART:http://www.thomann.de/de/art_deejaypre_ii.htm Musical Fidelity V-LPS etc, sind prinzipiell gut tauglich, keine Anpassungsmöglichkeiten.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 26. Dez 2013, 14:43 bearbeitet]
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 26. Dez 2013, 18:39
Hallo Albus,

vielen Dank für deine Antwort auf meine Eingangs gestellte Frage. Eine weitere Auseinandersetzung mit dem Thema ergab, dass abseits von Normalisierungen und Zwischenverstärkern ein entsprechend passender Verstärker wohl die beste Lösung sein dürfte. Es ist natürlich der Zweck der Digitalisierung durchaus zu beachten. Ich höre jedoch auch so mit dem Gerät, aber in Zeiten von Netzwerktechnik und emanzipierteren Frauen, die das Design von alten Plattenspielern nicht für akzeptabel halten muss man auch eine anderer Zuspielmöglichkeit haben. Es sollte also ein vernünftiger (d.h. nicht überkandidelter) Verstärker sein, der entsprechend auch mit dem Rest mithalten kann. Ich bin weiterhin noch auf die Pro-ject Phono Box S aufmerksam geworden (Achtung "S"!), die auch eine entsprechende Gainanspassungsmöglichkeit bietet und auch auf 300mV Ausgangsspannung ausgelegt ist. Die Clearaudio-Variante erscheint mir im Hinblick auf die vielen gekauften Weihnachtsgeschenke auch relativ teuer, wenn sie auch sicherlich sehr gut sein wird. Was ist deine Meinung zum Pro-ject? Oder fällt dir in der 150€-Klasse noch etwas anderes ein? Im Kern würde es ja auch ein nicht-regelbares Gerät tun, welches dann halt fest ausreichend verstärkt. Erste Testaufnahmen mit der Motu-Box versprechen im Vergleich mit der ebenfalls ja durchaus professionellen Karte von m-Audio (2496) jedenfalls wirklich sehr guten Klang, der irgendwie noch einmal wirklich deutlich besser ist.

Vielleicht hast du ja auf meine weiteren gestellten Fragen auch noch unmittelbare Antworten :-)

Gruß

Sebastian
Albus
Inventar
#18 erstellt: 26. Dez 2013, 20:42
Tag,
und Tag Sebastian,

die Project Phono Box S ist für die Situation sicherlich eine Problemlösung. - Die technischen Daten nennen zwar keine Größe für die Eingangsempfindlichkeit, was aber angesichts der schaltbaren Verstärkung bis zu hohen 43 dB (ca. 150x) belanglos ist, die Basisverstärkung von 40 dB (100x) markiert den praktisch häufigsten Wert. Die ebenso anpassbaren Kapazitätsstufen sind praktisch sehr gut tauglich. Somit spricht nichts gegen eine Phono Box S.
Der Thorens TD-126 liegt bei 200 pF, das VM Red ist mit 100-400 pF empfohlen, was dann eingestellt werden kann.

Ferner noch bemerkt, zum Verhältnis 3,5 mV bzw. 5 mV bei gegebener Verstärkung und Abtastschnelle (jeweils 5 cm/s, IHF-Normschnelle zur Messung und Produktklassifikation/Produktbeschreibung von Tonabnehmern). Nicht nur ist die resultierende Ausgangsspannung im höheren Fall (5 mV gegenüber 3,5 mV; bei Gain 40 dB folglich 500 mV gegenüber 350 mV) höher, sondern auch der Geräuschspannungsabstand ist besser, was für eine Digitalisierung nicht unwichtig ist. Beim Input kommt es tragend auf das Verhältnis von Nutzsignal (der Tonabnehmer generiert es) und Noise an (was der Verstärker hat); je größer bereits im Input der Abstand zwischen Nutzsignal (des Tonabnehmers) und Noisefloor (des Phono-Verstärkers) ist, desto besser.

Man achtet bei der Auswahl eines Phono-Verstärkers zweckmäßig auf den Verstärkungsfaktor und den Wert für den Geräuschspannungsabstand. Beiseite lasse ich das Elend, dass Hersteller typisch die Messbedingungen zu den Daten in Listen von Spezifikationen nicht angeben; es gibt zwar Normen, aber 'schummeln' gehört zum Geschäftsmodell ringsum.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 26. Dez 2013, 20:45 bearbeitet]
jma
Stammgast
#19 erstellt: 26. Dez 2013, 20:50
Hallo Sebastian,

zurück zu Deiner Frage:

Ja, es gibt günstige Phonovorverstärker, die eine größere Verstärkung als der NAD PP2 haben.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung zwei empfehlen:

1. MUSIVAL FIDELITY V90-LPS (ca 160 Euro)
Den MF hat hier ein Forumsmitglied neulich u.a. sehr erfolgreich gegen den NAD PP2 getestet.
Ich habe den Musical Fidelity ebenfalls und habe eine sehr deutliche Verbesserung (bisher: Ortofon 2m Blue an Torens 146 über Phonoeingang meines Denon AVR 4308A) festgestellt. In dem verlinkten Erfahrungsbericht wird - meine ich zu Erinnern - erwähnt, dass der Musical Fidelity um ca 6dB mehr verstärkt als der NAD PP2, also ca 42 dB, was ich bestätigrn kann.

2. iFi iPhono

Das iPhono kostet ca 400 Euro.
Die bisherigen Tests, die ich gelesen habe, sind extrem positiv.
Ich habe gerade die Gelegenheit bekommen, dass iPhono ein paar Tage auszuprobieren und kann bestätign, dass diese kleine Kiste wirklich hervorragend ist.
Besonderheit des iPhono ist - neben dem Klang - die Vielzahl an Parametern (Verstärkung, EQ-Kurven, MC Last, MM Last), die Du an der Unterseite des Gerätes über dip-Schalter einstellen kannst.
Das iPhono ist also insbesondere für Leute geeignet, die mit unterschiedlichen Nadeln/Systemen arbeiten.
Für MM Systeme (wie deins) kannst Du beim iPhono 40 oder 46 dB Verstärkung einstellen.

Gruß
Jebns


[Beitrag von jma am 26. Dez 2013, 20:53 bearbeitet]
akem
Inventar
#20 erstellt: 27. Dez 2013, 10:07
Da sind wir aber immer noch weit von den fehlenden 15dB (!) weg... Wenn die Clearaudio wirklich bis zu 10V ausspuckt wäre das die einzige zielführende Lösung, wenn eine SW-Hochrechnung keine Alternative ist.
Und zum Thema emanzipierte Frauen und Plattenspieler: da mußt Du Dich halt auch mal emanzipieren

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#21 erstellt: 27. Dez 2013, 12:53
Tag,

der Weg zu einer Problemlösung ist in der Tat noch offen, letztlich auch die abschließende Problemstellung.

Beispielsweise ist noch offen, ob das zur Digitalisierung bestimmte Plattenmaterial auch MONO-Platten einschließt; offen auch, ob denn auch Single-Platten digitalisiert werden sollen (mit Abspielradius bis 53,975 mm). Im Falle der Wiedergabe einer MONO-Platte mit Stereoabtaster bleiben von dem nominellen Stereo-Output nur gut 70% übrig (die Tiefenschrift fehlt eben); im Falle des LP-Abspielradius bis an die Grenzen der jeweiligen Zulässigkeit heran (DIN 57,5 mm) und unbedingt im Falle der 7 Zoll-Single (siehe oben, 53,975 mm), greift man besser (bestmöglich) nicht auf einen ansonsten gut tauglichen Abtaster mit Spitzenverrundung von 15 µm zurück (Amplitudenstatistik beiseite, es soll ja um ein Optimum gehen?). Sind unter den STEREO-Platten auch einige mit spezieller Spurverzerrung vom Typ "Dynagroove" (RCA) oder "Royal Sound Stereo" (Decca); diese Effekte sind für Rundnadeln gemacht und können nur von diesen Nadeln oder Shibata-Nadeln abgenommen werden.

Und die empfangende Elektronik, deren Input-Sollgröße ist offen; sollen es 0,775 V (0 dBu) sein oder 1,0 V oder noch höher?

Gelegentlich bringt ein Schnelldurchgang einen nicht in Lösungsnähe.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 27. Dez 2013, 12:59 bearbeitet]
akem
Inventar
#22 erstellt: 27. Dez 2013, 13:07
Und ob Vss oder Vrms?

Gruß
Andreas
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 28. Dez 2013, 15:05
Liebe Diskussionsteilnehmer,

Zur momentanen Lösung: Ich habe mir von meinem Standard-Hifihändler die Pro-Ject Phono Box S, den Musical Fidelity V-LPS II und den Clearaudio Nano Phono geholt und darf nun testen. Erstes Fazit: letzterer wird es wohl werden zumal eine Gebrauchtvariante günstig zu erwerben wäre. Ich habe entsprechend einige Aufnahmen gemacht und verglichen.

Ein kleiner Hinweis aber vielleicht noch für zukünftige Diskussionen, den ich mir einfach nicht verkneifen kann:
Eine Frage in einem solchen Forum stellt man doch üblicherweise, um vom Wissen anderer zu profitieren und nicht bei Null anzufangen. Wenn man, bzw. in diesem Falle ich, eine Frage stellt, die konkret etwas abfragt, ist eine Antwort wie "der Weg zu einer Problemlösung ist in der Tat noch offen, letztlich auch die abschließende Problemstellung." wirklich vollkommen abträglich. Ein einfaches Auslassen einer Antwort, wenn man nichts konkretes weiß, wäre es dann eine Lösung bevor irgendwelcher überdrehter Kram, der wegen meiner sogar im weitesten Sinne dazu gehört und für Freaks der Inbegriff des Wissens darstellt, aber keinerlei Antwort auf die Frage ermöglicht, geschrieben wird, einfach ausbleiben würde (z. B. aktueller Sonnenstand, Abstand zum Zentrum des Erdmagnetfeldes, Verkürzung des Standardmeters in den letzten 20 Jahren). Ich glaube auch jedem hier, dass er absolutes Wissen inne hat, auch wenn man mir nicht irgendwelche dreistelligen Nachkommazahlen nennt. Wirklich: das schreckt ab überhaupt Fragen in solchen Foren zu stellen und wieder ich frage ich mich: Muss ich den Absatz

"Da ich ja nun diverse Foren zu anderen Themen kenne und auch bzgl. dieses Themas schon etwas recherchiert habe, wäre ich sehr dankbar, wenn keine Grundsatzdiskussion über 24bit, 96kHz, das Digitalisieren von Schallplatten, das Ortofon-System, die Motu-Box o.ä. eintreten würde ;-) Es geht mir absolut nicht um irgendwelche Philosophiefragen, sondern lediglich darum, dass ich das Problem gerne möglichst kostengünstig lösen würde ^^..."

aus meiner Frage am Anfang wirklich noch präzisieren, damit einige ihn verrstehen!?!?!?

Einige Antworten wie
jma (Beitrag #19) schrieb:
Hallo Sebastian,

zurück zu Deiner Frage:

Ja, es gibt günstige Phonovorverstärker, die eine größere Verstärkung als der NAD PP2 haben.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung zwei empfehlen:

1. MUSIVAL FIDELITY V90-LPS (ca 160 Euro)
Den MF hat hier ein Forumsmitglied neulich u.a. sehr erfolgreich gegen den NAD PP2 getestet.
Ich habe den Musical Fidelity ebenfalls und habe eine sehr deutliche Verbesserung (bisher: Ortofon 2m Blue an Torens 146 über Phonoeingang meines Denon AVR 4308A) festgestellt. In dem verlinkten Erfahrungsbericht wird - meine ich zu Erinnern - erwähnt, dass der Musical Fidelity um ca 6dB mehr verstärkt als der NAD PP2, also ca 42 dB, was ich bestätigrn kann.

2. iFi iPhono

Das iPhono kostet ca 400 Euro.
Die bisherigen Tests, die ich gelesen habe, sind extrem positiv.
Ich habe gerade die Gelegenheit bekommen, dass iPhono ein paar Tage auszuprobieren und kann bestätign, dass diese kleine Kiste wirklich hervorragend ist.
Besonderheit des iPhono ist - neben dem Klang - die Vielzahl an Parametern (Verstärkung, EQ-Kurven, MC Last, MM Last), die Du an der Unterseite des Gerätes über dip-Schalter einstellen kannst.
Das iPhono ist also insbesondere für Leute geeignet, die mit unterschiedlichen Nadeln/Systemen arbeiten.
Für MM Systeme (wie deins) kannst Du beim iPhono 40 oder 46 dB Verstärkung einstellen.

Gruß
Jebns


bemerken ja richtig, dass man sich eigentlich um die gestellte Frage kümmern sollte und sind natürlich auch entsprechend hilfreich! ;-)


[Beitrag von Vollprofi1 am 28. Dez 2013, 15:06 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#24 erstellt: 28. Dez 2013, 15:40
Hallo,

Vollprofi1 (Beitrag #23) schrieb:
ist eine Antwort wie "der Weg zu einer Problemlösung ist in der Tat noch offen, letztlich auch die abschließende Problemstellung." wirklich vollkommen abträglich. Ein einfaches Auslassen einer Antwort, wenn man nichts konkretes weiß, wäre es dann eine Lösung bevor irgendwelcher überdrehter Kram, der wegen meiner sogar im weitesten Sinne dazu gehört und für Freaks der Inbegriff des Wissens darstellt, aber keinerlei Antwort auf die Frage ermöglicht, geschrieben wird, einfach ausbleiben würde (z. B. aktueller Sonnenstand, Abstand zum Zentrum des Erdmagnetfeldes, Verkürzung des Standardmeters in den letzten 20 Jahren). Ich glaube auch jedem hier, dass er absolutes Wissen inne hat, auch wenn man mir nicht irgendwelche dreistelligen Nachkommazahlen nennt. Wirklich: das schreckt ab überhaupt Fragen in solchen Foren zu stellen und wieder ich frage ich mich: Muss ich den Absatz


ich frage mich ernsthaft, wo Du das Problem in der Formulierung siehst? Albus fragt in gewohnt höflichen Ton nach wohl für ihn offenen Gesichtspunkten um Dir bei Deinem Problem behilflich zu sein. Andere zeigen sich dankbar, wenn sie so fundiertes Wissen in den Antworten erhalten.

Vollprofi1 (Beitrag #23) schrieb:
Ich habe entsprechend einige Aufnahmen gemacht und verglichen.


Ist es jetzt mit dem Nano Phono lauter?

Gruß Thomas
Vollprofi1
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 29. Dez 2013, 11:05
Ich sehe kein Problem in der Formulierung, sondern darin, dass überwiegend Fragen beantwortet werden, die gar nicht gestellt sind und technische Details zum Bestem gegeben werden, die dem Freak an sich wahrscheinlich brennend interessieren, aber leider an der Sache vollkommen vorbeigehen... Lese bitte mal meine Frage und dann die entsprechenden Antworten!!! Du solltest verstehen, was ich meine...

Mit dem Clearaudio ist es natürlich entsprechend/ausreichend lauter. Natürlich gilt dies erst, wenn man etwas an dem kleinen Rädchen auf der Oberseite dreht. Im "zugedrehten" Zustand ist er selbstverständlich nicht lauter. Dass der Clearaudio sehr gut ist und auch die entsprechende Verstärkung bietet, war ja eigentlich außer Frage, aber es war natürlich schlicht auch noch das Preiskriterium dabei. Wie gesagt: gebraucht, aber natürlich günstiger das Teil, welches ich hier habe...
volvo740tius
Inventar
#26 erstellt: 29. Dez 2013, 11:37
Hallo,


Vollprofi1 (Beitrag #25) schrieb:
Ich sehe kein Problem in der Formulierung, sondern darin, dass überwiegend Fragen beantwortet werden, die gar nicht gestellt sind ...


das sind nun die Eigenheiten eines Forums und die des Dialoges im Allgemeinen. Du musst Dir eben die relevanten Informationen herausfiltern. Wenn Du in einem Gespräch mit 10 Leuten eine Frage stellst, von der jeder einzelne denkt eine Antwort zu kennen, wird Dir ähnliches widerfahren.
BTW: Dein Problem scheint ja gelöst, was hat es Dich gekostet? Den Preis für den gebrauchten Pre und etwas Zeit zum lesen.

Gruß Thomas
kinodehemm
Inventar
#27 erstellt: 29. Dez 2013, 12:29
Moin

klasse!

Nachdem jetzt alle wissen, das man 'Teller' nach Grösse, Verstärker nach 'Watt PMPO' und Kabel nach 'Dicke' aussucht, ist nun das neueste der 'laute' Phono-pre..

Und wer dazu ne kritische Anmerkung macht, ist doof..

Mein Tip: Häng einfach noch nen 1:20 ÜT dahinter!
jma
Stammgast
#28 erstellt: 29. Dez 2013, 13:16

kinodehemm (Beitrag #27) schrieb:
Moin

klasse!

Nachdem jetzt alle wissen, das man 'Teller' nach Grösse, Verstärker nach 'Watt PMPO' und Kabel nach 'Dicke' aussucht, ist nun das neueste der 'laute' Phono-pre..

Und wer dazu ne kritische Anmerkung macht, ist doof..



Das ist hier doch überhaupt nicht das Thema gewesen:

Natürlich ist Verstärkung bzw "Lautheit" eines Pre per se nur eine Eigenschaft und grundsätzlich kein Qualitätsmaßstab, aber der TE hatte in seinem Eingangspost doch beschrieben, dass er mit der geringen Verstärkung des NAD für seine Anwendung (Digitalisierung) mit seinem Equipment (TA) ein Problem hatte.
Nicht mehr und nicht weniger...
Albus
Inventar
#29 erstellt: 29. Dez 2013, 14:39
Tag,

bitte, um mit einem VM Red die Lücke zum Studiotechnik-Pegelstandard von +6 dBu (1,546 Volt) zu schließen bzw. diese Lücke wenigstens annähernd zu schließen, kommt der Nutzer hier um einen CA Nano Phono (oder Modell V2) nicht herum, der Verstärkung von 49 dB wegen. - Das in meinem Beitrag Nr. 16 genannte Produkt mit hoher Verstärkung von 45 dB (ART DJ Pre II für € 48) erreicht den Studiopegelstandard mit einem VM Red eben doch nicht (aber mit sehr vielen anderen Tonabnehmern reichlich und gut). Das Produkt mit 50 dB Verstärkung im MM-Modus (316x!), der Creek OBH 15 II ist ja schlicht des Preises wegen (knapp unter € 400) keine Betrachtung wert.

Aber, man sieht hier, wie es etwas wird.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 29. Dez 2013, 14:41 bearbeitet]
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Denon1802 am 14.09.2005  –  Letzte Antwort am 15.09.2005  –  6 Beiträge
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Don_Cojones am 31.08.2005  –  Letzte Antwort am 15.09.2005  –  10 Beiträge
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Osyrys77 am 16.11.2007  –  Letzte Antwort am 23.11.2007  –  7 Beiträge
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Infinum am 10.12.2009  –  Letzte Antwort am 12.12.2009  –  8 Beiträge
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