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PhonoPre Test: NAD PP2 vs. Musical Fidelity V90-LPS vs. Cambridge Audio 651P vs. Trigon Vanguard II

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Autor
Beitrag
Osyrys77
Inventar
#1 erstellt: 22. Nov 2013, 23:22
Hallo zusammen,

wie der Titel schon sagt, sollen die vier Phono-Vorstufen getestet werden, bzw. hier noch mal in der
Auflistung:

- NAD PP2 (ca. €90)
- Musical Fidelity V90-LPS (ca. €160)
- Cambridge Audio Azur 651P (ca. €199)
- Trigon Vanguard II (ca. €400)

Hintergrund:
Ich erwarb damals einen Thorens TD850 mit einem Benz Micro Silver (MC High Output). Als Phono-Vorstufe kam die NAD PP2. Der Grund war nicht der, weil ich so von dieser begeistert war, sondern war rein finanzieller Natur. Ich dachte, dass wenn mal das Geld wieder etwas lockerer sitzt, man in einen besseren PhonoPre investieren könnte.

Ein anderer Grund wieso ich nicht früher was geholt habe waren unter anderen Erfahrungsberichte wie z.B. dieser hier:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-15429.html
Auch sonst konnte ich sehr häufig lesen, dass die Unterschiede so marginal sind, vor allem bei MM- bzw. MC High Output-Abtastern, dass es nicht wirklich lohnt viel zu investieren.

Vor paar Tagen kam dann aber doch wieder das Fieber etwas zu testen und zu sehen ob hier und da was geht und da das Geld jetzt auch wieder etwas lockerer sitzt, so dachte ich mir, ich mache mal paar Vergleichstests mit unterschiedlichen PhonoPre´s und schaue ob man überhaupt mit meiner bescheidenen Kette überhaupt was raushören kann. Die Musical Fidelity V90-LPS gestern bestellt und über Morning-Express heute liefern lassen. Die Cambridge Audio und die Trigon beim Händler meines Vertrauens (HörAn in Aschaffenburg) bestellt. Sollten eigentlich morgen, also am Samstag kommen.

Benutzte Kette:
Plattenspieler: Thorens TD850
Abnehmer: Benz Micro Silver (MC High Output)
Vorstufe: Vorverstärker vom Denon AVR 3805
Endstufe: Audiolab 8000P
Lautsprecher: Canton Ergo RC-L
Verkabelung Cinch: Monitor Cable Silver Edition Nr.1
Stecker: InLine89927P Premium Y-Kabel

TEST 1: NAD PP2 vs. Musical Fidelity V90-LPS

Beide Phono-Vorstufen wurden am Hochpegeleingägen des Denons angeschlossen und es konnte per Fernbedingung zwischen den beiden Vorstufen mit ca. 0.5s Verzugszeit geschaltet werden, ohne dass irgendwelche Stecker umgesteckt werden mussten.

Hier auch was fürs Auge:
So kam die Musical Fidelity an:
DSLRIMG_8542DSLRIMG_8543

So sieht sie im Vergleich zur NAD PP2 aus:
DSLRIMG_8546DSLRIMG_8550

und hier die Verkabelung bzw. die Stecker:
DSLRIMG_8553

Als erstes hörte ich mit der NAD PP2. Zu Testzwecken kamen die folgenden Vinyls drauf:
- Pink Floyd mit DSOTM 30th Ann. Ed
- Dead Can Dance mit In Concert
- Moses Rascoe mit Blues
- Zola Jesus mit Stridulum

Beispiel Dead Can Dance:
Mit der NAD PP2 war der Klang superb! Die Instrumente standen sehr gut verteilt im Raum. Lisa Gerards Stimme brachte mir gleich Gänsehaut und ich will hier gar nicht weiter drauf eingehen, weil ich mir dachte, ich habe in den letzten Jahren nichts falsch gemacht.......tja, ABSOLUT FALSCH gedacht!!! Als ich auf die Musical Fidelity umgeschaltet habe....ahh ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll?
Da wusste ich erst was überhaupt Auflösung/Ortbarkeit ist! Mit der NAD habe ich immer gedacht, dass ich weiss wo die Instrumente stehen, mit der Musical Fidelity konnte ich sie praktisch sehen. Die Wiedergabe war so kristallklar und Lisas Stimme setzte sich so krass von den Instrumenten ab, dass ich mich fast erschrocken habe. Das lag daran, dass nicht nur die Bühnenbreite, sondern auch die Tiefe so zugenommen hat. Die Drums sind gefüllte 2m nach hinten gewandert. Der Keyborder positionierte sich 1m weiter vorn links davon. Der Glockenspieler war etwas näher recht von den Drums und noch etwas näher am Zuhörer und Lisa Gerard stand so zu sagen als vor mir.

Hinzu kommt, dass in den leisen Passagen vor allem bei älteren Platten wie z.B. Moses Rascoe es so gut wie kein Rauschen gibt bei der Musical Fidelity im Vergleich zur NAD PP2. Vor allem bei dieser alten Platte hat mich noch etwas umgehauen. Bevor das erste Stück losgeht, habe ich zum ersten mal gehört, dass der Künstler bevor er losgeht sich auf seinen Stuhl dreht mal links und mal rechts zum Publikum. Es ist hörbar, wie der Stuhl am Boden ein leises Schlier-Geräusch macht und auch die Geräusche der Bekleidung vom Moses (Hose, Hemd) während er sich umdreht bzw. spielt kann man die Geräusch wahrnehmen.
Ich muss zwar sagen, dass die Musical Fidelity vom Grundpegel etwas lauter ist ca. 3 bis 5db. Doch egal wie laut ich die NAD PP2 mache. Diese Geräusche sind nie wahrnehmbar.

Ich sitze hier immer noch und bin tja......eigentlich sprachlos!

OMG. Ich sage nur Pink Floyd mit Dark Side of the Moon beim Stück Time. Am Anfang vom Stück wo die Drums loslegen, nach dem die Uhren abstummen, hat man bei der MF echt das Gefühl man sitzt vor dem Drummer und er schmettert das vor einem hin.
Als ich dann von der MF auf die NAD zurück geschaltet habe, so wollte ich das nicht glauben bzw. mit mir in Einklang bringen, dass ich, dass man so überhaupt Musik hören konnte. Ich war die Jahre echt mit den Klang zufrieden und konnte mir nicht vorstellen, was man hier besser machen kann.
Ich kann deswegen viele Beiträge oder Erfahrungen nicht verstehen, die ich gehört oder gelesen habe, wo behauptet wird, dass die Unterschiede gar nicht zu hören sind oder nur marginal sind.

Ich hoffe so sehr, dass morgen die anderen Vorstufen ankommen und so werde ich immer die bessere gegen eine andere antreten lassen bis ein Ranking da ist.

Mag sein, dass sich dies mit anderen Abtastern anders verhält, doch ich sitze hier gerade und höre Led Zeppelin 4 mit offenen Mund!

25.11.2013: UPDATE zum TEST: NAD PP2 vs. Musical Fidelity V90-LPS
Durch die gravierenden Unterschiede zwischen der NAD und der MF habe ich heute die NAD mit zur Arbeit genommen und bin nach der Arbeit zum Kumpel gefahren der auch noch eine nutzt, um die beiden zu vergleichen. Meine Vermutung war, dass mein NAD Vorverstärker entweder am MM-Eingang eine Macke hat oder sonst etwas nicht passt, weil wie gesagt die Unterschiede so gravierend ausgefallen sind. Ich weiss nicht ob ich es schon mal erwähnt habe, doch ich gehört eindeutig zu der Sorte, die NOCH NIE verschiedene Verstärker oder Quellen und Kabel sowieso, von einander unterscheiden konnten. Deswegen war ich so erstaunt, dass hier die Unterschiede so gravierend waren. Bei meinen Freund mussten wir feststellen, dass beide NAD´s absolut identisch sich angehört waren, also das schon mal ausgeschlossen.

Was ich vergessen habe zu erwähnen, waren noch Tests mit beiden Vorverstärkern, wo das Thema Pegelunterschiede ausgeräumt werden konnten. An dem Tag an dem mein Vater zu Besuch war, habe ich ihm gebeten, immer und immer wieder das gleiche Lied laufen zu lassen (Dead Can Dance mit dem Album "In Concert", Platte 2, Seite B, Lied Nierika). Dabei sollte er nach Belieben die eine oder andere Vorstufe mit unterschiedlichen Lautstärken laufen lassen, sprich manchmal drei oder vier mal hintereinander die NAD oder halt die MF, nur mit beliebigen Lautstärken.

Zig mal haben wir das Spiel gespielt. Keine EINZIGE Fehldeutung war der Fall. Jetzt bitte nicht lachen! Diesen Fall habe ich gerade eben noch mal mit meiner Frau durchgeführt und auch für sie war es sehr einfach zu sagen, wann welche Vorstufe dran war.

Wir haben es wie folgt durchgeführt, dass sie sich das Lied erst komplett mit beiden Vorstufen angehört hat, beim gleichen Pegel (wie gesagt Unterschiede gravierend) und dann ging ich wie folgt vor:

- die ersten drei mal spielte die NAD und zwar: sehr laut, Zimmerlautstärke, gehobene Lautstärke
- viertes und fünftes mal die MF und zwar: Zimmerlautstärke und sehr laut
- sechstes und siebtes mal wieder die NAD: Zimmerlautstärke und gehobene Lautstärke
- achtes, neuntes und zehntes mal die MF: extra zwei mal mit gehobener Lautstärke (extra gleich gelassen) und einmal Zimmerlautstärke

Ergebnis: 10 von 10 Treffern. Dieses Thema ist für mich durch!

NEU: TEST 3 - NAD PP2 vs. MF V90-LPS vs. Cambridge Audio 651P

Noch als ich beim Kumpel war und wir die beiden NAD´s getestet haben, habe ich erneut bei HörAn angerufen und bekam die Info, dass die Cambridge Vorstufe zumindest da ist. So bin ich anschließend gleich hin gefahren und diese abgeholt. Sie haben selbst nicht angerufen, weil die Trigon wahrscheinlich erst morgen ankommt und wollten nicht, dass ich zwei mal hin muss. Wenn die wüssten, dass ich schon wie auf glühenden Kohlen die letzten Tage saß!images/smilies/insane.gif

Hier wieder erst mal was fürs Auge. Einmal die Box und dann noch paar Bilder, wo man sehr schön, die Cambridge im Vergleich zu der NAD bzw. zu der MF sieht.

DSLRIMG_8556DSLRIMG_8557DSLRIMG_8558DSLRIMG_8561

Also was die Optik und die Verarbeitung der Cambridge angeht, so muss ich sagen, dass es echt ein Sahnestück ist und bei dem Preis man nichts aussetzen kann.

Doch nun zum Klangvergleich:

1. Erstmal wieder die Cambridge mit der NAD verglichen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Vorstufen klangen erst mal identisch wie zwischen der NAD und der MF. Als Testplatte nutzte ich wieder die Dead Can Dance mit dem Album "In Concert".

Ich habe somit sofort entschieden, dass es hier keinen Sinn macht weiter zu testen und habe alle weiteren Tests mit der Cambridge und der MF durchgeführt.

- Dead Can Dance mit dem Album "In Concert"
Sieh mal einer an. Die klingen identisch oder doch nahezu identisch. Ich habe wieder das Lied Nierika angespielt und hin und her geschaltet. Die Unterschiede waren so gering, dass ich noch zwei andere Lieder getestet habe und mich entschlossen habe auch noch andere Musikstille bzw. Platten zu bewerten.

Ich bin verschiede Platten durchgegangen und habe nach bestimmten Passagen gesucht, an denen man es fest machen konnte, welche Vorstufe hier wohl die Nase vorne hat.

Ich werde diesmal genau diese Passagen hier angeben, damit falls jemand auch die Möglichkeit hat, dies selbst bei sich zu Hause ausprobieren kann:

- Radiohead mit "In Rainbows", Side B, Titel: Faust ARP
Bei der Anfangssequenz vom Lied und später immer wieder sind Streicher zu hören (wahrscheinlich Geige). Die MF lösst hier deutlich besser auf. Die Streicher stehen stärker im Vordergrund. Die anderen Instrumente hörten sich für mich absolut identisch an. Die Geige bei der MF steht aber besser im Raum und geht nicht unter mit den anderen Instrumenten.

- Moses Rascoe mit "Blues", Side A, Titel: Bright Light, Big City:
Hier habe ich mich wieder weniger auf die Musik konzentriert, sondern wieder auf die Details im Hintergrund. Bei der MF hört man wie schon bei vorherigen Tests, den Herrn Rascoe auf seinen Stuhl hin und her bewegen, während er spielt. Diesmal habe ich noch etwas genauer reingehorcht und beim gesamten Song, während er spielt sind Stimmen von den Zuschauern bzw. Hintergrundgeräusche wahrnehmbar (Tisch oder Stuhl verrutscht etc.). Bei der Cambridge konnte ich sogar bei einem deutlich höheren Pegel diese Nebengeräusche nur an wenigen Stellen wahrnehmen und zwar in den leisen Passagen des Songs.

- Metallica mit "Death Magnetic", Side A, Titel: That was just your Life
Von der Musik her ist es für mich einer der besten Alben von Metallica. Was die Aufnahme angeht (egal ob Vinyl oder CD) gehört es so ziemlich mit großem Abstand zu den schlechtesten. Das war auch der Grund wieso ich es für Test hergenommen habe.
Auch hier waren die Unterschiede bei den lauteren Musikpassagen kaum wahrnehmbar. So habe ich mir erst mal den Anfang vom Song genauer betrachtet. Das Lied fängt mit einem Herzschlaggeräusch an. Die Cambridge hat das Geräusch vom Herzschlag mit Bravour bestanden, doch einen winzigen Unterschied gab es doch. Bei der Musical Fidelity kann man beim Herzen beim zusammenziehen....ehh wie soll ich das erklären? Wenn wir das Herz hören, macht es Blub-Dub....Blub-Dub....Blub-Dub...etc, also bei dem "Dub" Geräusch noch eine Unregelmässigkeit wie ein Flimmern hören. Dies ist bei der Cambridge Lautstärkeunabhängig, zumindest durch mich, nicht hörbar gewesen.

Ein anderer markanter Punkt bei dem Song waren die Drums. Ich muss sagen, dass seit ich die Platte habe, ich diese nur zwei mal auf dem Dreher hatte, weil mir der Klang so tierisch auf den S....egal. Die Aufnahme ist aus meiner Sicht miserabel und die Wiedergabe der Drums war wie gehabt total dünn und blächern. Mit der MF haben sich die Drums immer noch miserabel angehört, doch hier kamen die mit etwas mehr Punch und Volumen. Ich konnte das erste mal so etwas wie Bass, Dynamik, eine räumliche Darstellung der Drums wahr nehmen. Alle anderen Instrumente haben sich aus meiner Sicht identisch angehört. Die E-Gitarre klang bei den höheren Tönen auch etwas voluminöser mit der MF als mit der Cambridge.

- so, gleich habt ihr es überstanden!
Pink Floyd mit "Dark Side of the Moon", Side B, Titel: Money
Hier klangen die beiden Vorstufen an vielen Stellen ebenfalls identisch. An paar Sachen konnten die Klangunterschiede jedoch festgemacht werden. Gleich bei der Anfangssequenz von Song wo die Kasse auf und zu geht. Bei der Cambridge hört man ein gleichmäßiges schlieren und das beim Öffnen und Schliessen der Kasse. Bei der MF hört man ein schlieren beim Öffnen, jedoch beim Schließen kann man sehr schön, eine ungleichmäßigen Ton wahr nehmen. Wie soll ich es beschreiben, so als ob man mit dem Fahrzeug über eine glatte Fläche drüber rollt oder über eine Fläche mit sehr leicht ausgeprägten Querrillen. Was ich hier gemacht habe, ich habe die SACD Dark Side of the Moon in Stereo abgespielt und verglichen und siehe da, ich habe es mir nicht eingebildet. Bei der SACD hört man beim zugehen der Kasse ebenfalls diese Ungleichmässigkeit beim Ton. Im weiteren Verlauf vom Lied setzt dann irgendwann das Saxophon ein. Hier musste man gar nicht genau rein hören. Hier waren auf einmal wieder die Unterschiede gravierend. Im Grunde war der Effekt ähnlich wie bei der Geige bei Radiohead. Das Saxophon war präsent, hat sich komplett vom Hintergrund heraus gelöst. Bei der Cambridge war der Klang vom Saxophon nahezu identisch, doch ging komplett im Hintergrund unter. Wieder wurde die SACD hergenommen und verglichen. Das Ergebnis war das gleiche. Bei der SACD war es wie bei der MF. Das Saxophon steht im Raum und ist sehr präsent.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Orgel im Lied, zumindest hört es ich für mich wie so eine Hammond Orgel an. Hier waren die Unterschiede wieder nur marginal, vor allem in den Passagen wo die Orgel im Vordergrund steht. Doch der Hauptunterschied ist in den anderen Passagen des Lieds. Bei der MF kann man zu jedem Zeitpunkt die Orgel heraus hören, auch wenn sie nur noch sehr sehr leise im Hintergrund im rechten Kanal wahrnehmbar ist. Die Cambridge hat es hier nicht geschafft dies so auszuarbeiten. Erst als ich die Lautstärk um knapp 10dB oberhalb der MF erhöht habe, konnte ich auch hier, jedoch mit größter Not die Orgel wahrnehmen.

So, das war es im Großen und Ganzen was den Vergleich Musical Fidelity V90-LPS vs. Cambridge Audio Azur 651P angeht.
Wenn ich ehrlich bin, ich hätte mir so sehr gewünscht, dass die Cambridge die Nase von gehabt hätte. Die €50 Aufpreis hätten mich nicht gejuckt, doch alleine das Design, die Verarbeitung, die Haptik ist so grandios, dass ich lieber diese behalten hätte.
Auch hier muss ich aber sagen, dass die Musical Fidelity, auch wenn die Unterschiede bei weiten nicht so ausgeprägt waren wie zur NAD PP2, in jeder Hinsicht die Nase vorne hatte. Hier jedoch musste man sich schon auf spezielle Passagen konzentrieren und etwas genauer rein hören.
Also was NAD PP2 vs. Musical Fidelity V90-LPS vs. Cambridge Audi Azur 651P angeht

=> Klare Empfehlung und nicht nur aus finanzieller, sondern auch aus klanglicher Sicht ist die MF

Eine Sache bereitet mir noch etwas Sorgen. Ihr könnt auf den ersten Bild, wo die Verpackung der Cambridge abgebildet ist sehen, dass der Karton schon etwas zerbeult aussieht. Ich habe fast das Gefühl, dass schon jemand diese Vorstufe gehabt hat. Das Kabel am Netzteil war nicht wie im original zusammengerollt und bei der Vorstufe an der Oberseite sind zwei kleine Macken zu sehen. Ich wäre heute noch ins Geschäft gefahren bzw. dort angerufen und dies gesagt, doch leider habe ich die Vorstufe erst zu Hause ausgepackt und dies sofort gesehen. Mal schauen was die morgen sagen, denn morgen geht diese zurück und ich hoffe, dass ich die Trigon Vanguard II gegen die MF V90-LPS testen kann.


Gruß
Lukas


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[Beitrag von Pilotcutter am 26. Nov 2013, 08:11 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#2 erstellt: 23. Nov 2013, 00:09
'n Abend

Danke ersteinmal für Deinen ausführlichen Bericht mit den tollen Fotos! Liest sich sehr kurzweilig.


Osyrys77 (Beitrag #1) schrieb:
Ich kann deswegen viele Beiträge oder Erfahrungen nicht verstehen, die ich gehört oder gelesen habe, wo behauptet wird, dass die Unterschiede gar nicht zu hören sind oder nur marginal sind.


Ich gehöre wohl zu denjenigen welchen mit selbigen Beiträgen oder Erfahrungen...
Eigentlich bin ich ja auch kein Kind von Traurigkeit und habe gegenwärtig auch 2 Plattendreher in Betrieb, die ich nach Belieben gegeneinander testen könnte. Das Problem ist nur, dass während meiner gesamten HiFi Zeit noch nie Instrumente gewandert sind und Keyboarder sich umgesetzt haben. Ich will nicht sagen, dass sich die Musik nicht von den Lautsprechern löst und "im Raum steht" aber die Ortung der Bestandteile der Musik ändert sich bei mir nicht.

Mit guten Systemen höre ich schonmal eine sog. erweiterte Bühne, dass also der Klang an sich weiter gefächert ist und eine bessere Auflösung. Aber das war's dann auch. Ich schalte bei einigen Platten zur CD um und wenn ich da keinen Unterschied mehr warnehmen kann, bin ich zufrieden. Aber das bezieht sich eben auf Abtastsysteme und nicht auf Vorstufen.


Osyrys77 (Beitrag #1) schrieb:
Die Wiedergabe war so kristallklar und Lisas Stimme setzte sich so krass von den Instrumenten ab, dass ich mich fast erschrocken habe. Das lag daran, dass nicht nur die Bühnenbreite, sondern auch die Tiefe so zugenommen hat. Die Drums sind gefüllte 2m nach hinten gewandert. Der Keyborder positionierte sich 1m weiter vorn links davon. Der Glockenspieler war etwas näher recht von den Drums und noch etwas näher am Zuhörer und Lisa Gerard stand so zu sagen als vor mir.


Also, wenn es im Rahmen Deiner Möglichkeiten ist, digitalisiere doch einmal die Stücke an verschiedenen Vorstufen und speichere sie verlustfrei und stelle sie mir zur Verfügung. Dann kann ich mittels der Wiedergabe der Dateien vielleicht einen Eindruck von dem Klang und den "wandernden" Instrumenten erhaschen. Im Gegenzug könnte ich ein digitalisiertes Stück PP2 vs Vanguard II liefern auch von der "Dark Side of the Moon".

Gruß. Olaf
Osyrys77
Inventar
#3 erstellt: 23. Nov 2013, 00:37
Hi Olaf,

danke für dein Feedback! Hmmm, die Möglichkeit die Sachen digital zu speichern habe ich leider nicht! Wo kommst du her? Ich bin immer gerne bereit für einen Besuch und gab schon oft Hörsessions bei mir zu Hause.
Ich hoffe, du hast mich nicht missverstanden was die "wandernden" Instrumente angeht. Was ich zum Ausdruck bringen wollte, war die Tatsache, dass bei der NAD PP2 die Abbildung der Bühne nur in der Breite war, sprich Sänger meist Mitte, und dann die einzelnen Instrumente entweder links oder rechts davon.

Mein allergrößtes Hobby ist das analytische Hören. Was sich hier anbietet sind Konzerte aus dem Jazz-Festival aus Montreux. Die kaufe ich als BD und diese sind oft perfekt aufgenommen. Ich höre mir die scheibe in 2-Ch an ohne Bild und zeichne die Bühne. Bei BD und DVD-Audio oder auch vielen SACD´s die ich habe kann man bei der Stereowiedergabe gut sagen, ob der Sänger beim Singen paar Schritte zurück macht oder nach vorne. Ob der Saxophonspieler von vorne links um ca. 2m nach hinten rechts läuft, während er spielt. Die Bühne wird nicht nur in der Breite sondern auch Problemlos in der Tiefe sehr fein gestaffelt. Die Auflösung kommt dann, wenn ich mir die Scheibe anhöre und noch das Bild dazu schalte! Ich weiss, ich weiss, jeder hat so seine Hobbies!

Das habe ich bei der Vinylwiedergabe bis jetzt vermisst. Die Bühnenabbildung war nur in der Breite einigermassen ok. Was die Tiefenstaffelung angeht, so ging das gegen Null oder man konnte es manchmal raushören. Welches Instrument näher am Hörer sitzt und welches weiter.

Beim Umschalten auf die Musical Fidelity sind auf einmal die Instrumente zwar in der Breite gleich geblieben, doch ich kann wie bei den SACD´s sagen, was sich weiter von mir und was näher an mir befindet.

Ohh man, ich werde heute nicht schlafen. Bin echt gespannt, wie es sich mit den anderen zwei Vorstufen verhalten wird.

Olaf, ich wünsche dir ein audio-"vieles" Wochenende.

Gruß
Lukas

Ahh fast hätte ich es vergessen. Wie könnte ich das am einfachsten digitalisieren? Für die Files von dir wäre ich dir auch sehr dankbar. Würde mich mal interessieren, wie hier die Unterschiede sind.


[Beitrag von Osyrys77 am 23. Nov 2013, 00:40 bearbeitet]
mkoerner
Stammgast
#4 erstellt: 23. Nov 2013, 00:51
Hi,

Glückwunsch zur lossagung von der PP2. Ich hab mit der auch angefangen und mir gings ziemlich genau so wie dir. Ich hab mich gewaltig über 3 "verlorene" Jahre des Hörens geärgert.

Mit der V90 bist du zwar schon deutlich weiter, aber schon die iFi iPhono ist nochmal ein fast genauso großer Schritt und es geht sogar danach noch was...

Und noch was: mit besseren PhonPres klingen plötzlich selbst einfache Rundnadel-TAs of wirklich höllisch gut! Das schont den Geldbeutel.

Mike
kölsche_jung
Inventar
#5 erstellt: 23. Nov 2013, 01:16

mkoerner (Beitrag #4) schrieb:
... mit besseren PhonPres klingen plötzlich selbst einfache Rundnadel-TAs of wirklich höllisch gut! ...

wie soll das denn gehen?
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 23. Nov 2013, 09:25
Hallo!

@mkoerner


......Und noch was: mit besseren PhonPres klingen plötzlich selbst einfache Rundnadel-TAs of wirklich höllisch gut!...


Sollte hier nicht eigerntlich der gegenteilige Effekt eintreten? Je Rauschärmer der verwendete Kleinsignalverstärker, je exakter die RIAA-Entzerrerkurve und je gelungener die Eingangsseitige Anüpassung des TA ist (und das sind doch wohl unstrittig die vorraussetzungen für das Attribut "Besser") um so deutlicher sollten die Abtastfehler eines Systems (und Systeme mit Rundnadeln produzieren nun mal erheblich mehr Abtastfehler als solche mit guten elliptischem Schliff oder gar noch schärferen Schliffen) zutage tretten und seine unzulänglichkeiten aufzeigen.

Kannst du mir diesen Wiederspruch in sich erklären?

MFG Günther
Zaianagl
Inventar
#7 erstellt: 23. Nov 2013, 09:41
Fälschlicherweise geht man oft davon aus, daß ein guter Amp nicht mehr macht als nur zu verstärken, linear bzw neutral zu verstärken.
Also das tut er zwar auch, aber, ähm, irgendwas anderes eben auch noch....
Und er ist auch so klug zu wissen, was er zu verstärken hat und was nicht. Und wie. Und wann.
Das jenfalls wär meine Erklärung...
Osyrys77
Inventar
#8 erstellt: 23. Nov 2013, 10:56
Hallo zusammen,

ich freue mich über die rege Beteiligung. Ich möchte jedoch bitten keine Grundsatzdiskussionen zu starten wegen der Übersicht. In diesem Falle können die Leute per PM kontaktiert werden. Ich hätte evtl. warten sollen, bis alle Vorstufen da sind, damit die Tests als Gesamtbeitrag eingestellt hätten werden können und nicht in einzelnen Posts.

@Günther: Ist es dann möglich meine Tests nacheinander zu posten, sprich die jenigen die noch kommen, weiter nach gleich nach dem ersten Test einzuhängen?

@Mike:

Ich sehe die ersten Jahre mit der NAD PP2 definitiv nicht als verlorene Jahre! Ich hatte sehr viel Spass am Musik hören und war erst mal zu 100% zufrieden. Ausserdem wie schon gesagt, war das Budget damals ausgeschöpft. Hätte ich mir damals auch andere PhonoPres angehört und die Unterschiede gehört, so hätte ich dennoch die NAD PP2 aus finanziellen Gründen holen "müssen" und wäre wahrscheinlich nicht glücklich.

Man muss sich ein Budget festlegen und auch nur in diesem Bereich testen, denn mehr geht IMMER. Auch wenn ich jetzt für €1000 Euro eine PhonoPre holen möchte, so wäre es ein Fehler sich noch deutlich teurere anzuhören. Denn auch wenn diese dann wahrscheinlich nur noch minimal besser abbilden, wäre ich mit der €1000-Anschaffung noch unzufriedener wie damals mit der NAD PP2.

Ich warte sehnsüchtig auf den Anruf vom Händler, dass ich die anderen beiden abholen kann.
Je nach dem wie die Tests ausfallen werden, kommt evtl. noch ein Kandidat ins Haus. Ich habe gestern mal wieder etliche Stunden bei Raum-Ton-Kunst in Frankfurt verbracht und habe mir die Musical Fidelity M1 ViNL angehört. Hmm, könnte sein, dass dieses Kästchen auch noch mal ins Haus zum Testen kommt und gegen die Trigon Vanguard gehört wird.

Gruß und schönes Wochenende.

Lukas
mkoerner
Stammgast
#9 erstellt: 23. Nov 2013, 11:09
@Lukas: deine Strategie gefällt mir :). Was mich am NAD ärgert, ist dass er nicht besser ist als viele der 30€ Verstärler wie der Dynavox TC-750, aber deutlich mehr kostet.

Darf ich dir nochmals ganz nachdrücklich den iFi iPhono ans Herz legen. Soweit ich das sehe gibts momentan unter 2000€ nix besseres. Wobei der M1 aber auch ziemlich gut ist und im Handling besser.

Und noch ein kurzer Nachsatz zur Rundnadel: damit da kein falscher Eindruck entsteht: ich bin ein riesen Fan des MicroRidge Schliffes und höre zu 60% MR/SAS.

Mike

Edit: Wurstfinger


[Beitrag von mkoerner am 23. Nov 2013, 11:11 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#10 erstellt: 23. Nov 2013, 11:48

Osyrys77 (Beitrag #8) schrieb:
... Ich möchte jedoch bitten keine Grundsatzdiskussionen zu starten ...

passiert halt, wenn grundsätzliches behauptet wird


mkoerner (Beitrag #9) schrieb:
... Darf ich dir nochmals ganz nachdrücklich den iFi iPhono ans Herz legen. ...

und jetzt werd ich schon wieder "grundsätzlich" ...

Grundsätzlich finde ich das Teil mit seinen Einstellungsmöglichkeiten ja ganz schick ... aber!
Braucht Osyrys das eigentlich für seine jetzige Kombi?
Das Silber "braucht" ja eigentlich "nur" die 47k des MM-Eingangs ... weitere Einstellerei ist ja bei (HO-)MC nicht nötig, oder?

Ich bin ja auch ein Freund von anpassbaren Entzerrern, aber in dem Fall ist es wohl nicht notwendig, oder?
Klar ist man mit einem anpassbaren Entzerrer besser für die Zukunft gerüstet, wer ahnt schon was da noch kommt ... MM oder (LO-)MC da sind Anpassungen von Kapazität und Widerstand natürlich nicht das schlechteste.

klaus
Osyrys77
Inventar
#11 erstellt: 23. Nov 2013, 12:10
Hi Klaus,

ahhh ja, das habe ich komplett vergessen zu erwähnen. Ich hatte schon einen Austausch bezüglich eine PhonoPre-Anschaffung in einem anderen Thread und habe paar Vorschläge vom Mike bekommen.

Es wird wahrscheinlich nicht nur eine neue Vorstufe sondern auch das Benz Micro ACE L ins Haus kommen!

Das ist auch der Gund wieso der Mike mir diese PhonoPre ans Herz legt.

Gruß
Lukas
Hörbert
Moderator
#12 erstellt: 23. Nov 2013, 12:18
Hallo!

@Osyrys77

Wenn du alle deine Beiträge mit diversen Tests zusammenhängend haben möchstest dann solltest du eventuell erstmal alle deine Tests machen und die zu einem einzigen Langen Beitrag verarbeiten oder aber die Beiträge direkt hintereinander posten. Normalerweise sehe ich Bandwurmpostings nicht so gerne da es hier in den meisten Fällen möglich wäre den vorherigen Beitrag entsprechend zu bearbeiten aber hier wäre m.E. eine Ausnahme von der Regel gerechtfertigt.

Was nicht geht sind bei Postings zu unterschiedlichen Terminen die zwischenzeitlichen Postings anderer Teilnehmer herauszunehmen, da damit der Treadzusammenhang zerstört würde.

@Zaianagl


....aber, ähm, irgendwas anderes eben auch noch....


Und was soll das sein? Marienerscheinungen produzieren?

Mal im Ernst wir reden hier über technische Artefakte die zu einem bestimmten Zweck berechnet, konstruiert und gefertigt werden.

Konkret geht es hier um Kleinsignalverstärker mit einer fest verdrahteten Equalizerstufe die ein möglichst korrektes Ergebniss an ihren Ausgang legen soll, um nicht mehr und nicht weniger. Alles andere wäre eher ein Musikinstrument als ein HiFi-Gerät.

MFG Günther
kölsche_jung
Inventar
#13 erstellt: 23. Nov 2013, 12:23
wobei das ACE auch keine große Anpassung benötigen müsste ... mit 12 Ohm Innenwiderstand sollte es problemlos an den "üblichen" 100 Ohm der meisten mir bekannten Entzerrer laufen ... anders als mein Benz Gold mit 20 Ohm Innenwiderstand
Osyrys77
Inventar
#14 erstellt: 23. Nov 2013, 12:32
@Günther:

Ich habe es ganz vergessen, dass ich meinen ersten Beitrag überarbeiten kann! Besten Dank! Ich schwebe noch etwas in der Euphorie und da sind andere Teile des Hirns ins Stand by gegangen.

@Mike:
Ich habe mir mal die iFi Audio iphono genauer angeschaut. Könnte echt ein Kandidat sein. Danke noch mals für den Tipp!
Pilotcutter
Administrator
#15 erstellt: 23. Nov 2013, 20:58
Sag mal, hast Du zu dem "Dead can Dance" Album die CD? Dann könntest Du die CD als Referenz dagegenhalten.

Also, ich habe die jetzt 3/4 Stunde damit zugebracht zwischen 2 CDs und den gleichnamigen LPs und 2 Vorstufen umzuschalten. Ist ja selten, dass ich mich mit Vorstufenklang beschäftige aber heute war's soweit. Ich habe sogar noch meinen Kopfhörer AKG K 701 dazu genommen und kann ganz kurz und bündig sagen, dass ich bestenfalls zwischen CD und LP unterscheiden konnte aber keinesfalls zwischen Vanguard II und NAD PP 2. Weder im Stereo Dreieck noch mit Kopfhörer. Bei 2 völlig unterschiedlichen Platten mit den dazugehörigen CDs. Ein Set war von Melissa Etheridge und das andere Set von Emmylou Harris. Das System ist ein Ortofon MC 30 Supreme. Und es gab nichtmal Unterschiede bei der kapazitativen Anpassung.

Ich habe mir extra Gitarrengriffe und deren Eigenarten und leichte Stimmnachhallzeiten gemerkt und dann zwischen den Medien und Vorstufen versucht etwas Fehlendes oder Präsentes auszumachen.

Es war auch keine Euphorie im Spiel und beide Vorstufen gehören mir und ich hätte es nur ökonomisch gerecht gefunden wenn die teurere besser klingen würde. Kurzum, ich habe keine Unterschiede zwischen den Vorstufen ausmachen können. Und eine andere Person in meiner Lage und mit meiner Gerätschaft in meinem Raum auch nicht. Da bin ich mir sicher.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 23. Nov 2013, 21:12 bearbeitet]
mkoerner
Stammgast
#16 erstellt: 23. Nov 2013, 21:17
Hi,

Wenns ein Vanguard I ist bin ich nicht allzu überrascht. Da würd ich auch nix hören. Bei nem Vanguard II schon eher. Aber beide sehe ich nicht als großen Schritt gegenüber dem PP2 an. Dann schon eher die Musical Fidelity, oder Heed, oder GramAmp IISE.

Mike
Pilotcutter
Administrator
#17 erstellt: 23. Nov 2013, 21:26
'n Abend Mike!"

Ich habe auch extra 2 technisch gut aufgenommene Scheiben genommen. Melissa Etheridge von 1988 ist so eine und es ist eine Wonne sie mit einem gutem Setup zu hören. Und selbst bei den leisen Passagen konnte ich keinerlei Unterschiede eruieren.



[Beitrag von Pilotcutter am 23. Nov 2013, 21:53 bearbeitet]
Osyrys77
Inventar
#18 erstellt: 24. Nov 2013, 00:54
Hi Olaf,

bei der Dead Can Dance mit dem Album In Concert war bei der Vinyl Ausgabe nur ein Passwort für ein MP3-Download (320kB/s). Dies habe ich natürlich auch heruntergeladen und gebrannt. Hier muss ich sagen, dass schon mit der NAD PP2 die MP3 zwar nur minimal unterschiedlich zur Platte klangen, doch bei paar Stücken mit hohen Bassanteil (z.B. Opium) hat sich das MP3-File schlechter im Sinne von dumpfer angehört.

Der Hinweis von dir ist aber ganz gut. Jetzt wo du es sagst, ich habe mir damals das Anastasis Limited Edition Packet geholt. Dort war außer dem Vinyl, auch eine CD, ein USB Stick mit 24Bit Audio Files und ein Passwort für einen MP3-Download mit 320kB/s dabei.

Ich werde mir das mal morgen genauer anschauen und gegeneinander testen.

Gruß

Lukas
Hörbert
Moderator
#19 erstellt: 24. Nov 2013, 09:55
Hallo!

@Osyrys77

Mach dir nicht so viele Gedanken um den Phono-Entzerrer, selbst billige Geräte machen wenn die Eingangswerte passen ihren Job viel besser als Laufwerke, Tonarme und Systeme.

Unter der Haube der unterschiedlichen Entzerrer sitzen zwar unterschiedlich gestaltete Schaltungen aber im Grunde sind das alles Kleinsignalverstärker mit recht ähnlichen Werten, die verschiedenen Annährungen an die RIAA-Kurve sind ebenfalls in aller Regel eine Größenordnung über der beim Plattenschnitt vorgenommenen Verzerrung angesiedelt und der Hauptunterschied bei diversen Geräten liegt neben den Preisen und der Optik vor allem in der Anpassbarkeit der Eingänge und im unterschiedlichen Output.

Der höhere Output ist auch (neben der Anpassbarkeit die man in einigen Fällen tatsächlich brauchen kann) der Knackpunkt. Schon ein halbes dB mehr Output bewirkt das diverse Geräte scheinbar knackiger, aufgelöster und stimmiger klingen können ohne das ein anderer Unterschied besteht, erhöht man hier die Ausgangslautstärke entsprechend wird das Ergebniss ununterscheidbar.

Deswegen gibt es einen einfachen Test für Entzerrer. -Stücke mit dem Rechner aufnehmen, Normalisieren und dann erst anhören, zumeist gibt es dann nochj leichte Unterschiede im Rauschverhalten falls die Anpassung des Systems stimmt und das war es auch schon im großen ganzen. Wählt jemand anderes die Stücke aus ohne daß du weißt mit welchem Entzerrer sie aufgenommen wurden werden sich in aller Regel auch scheinbar große Unterschiede soweit egalisieren das eine eindeutige Zuordnung von Entzerrer und Aufnahme praktisch unmöglich wird wenn man sich nicht an an Nebengeräuschen wiee Crackler u.ä. orientiert die bei Schallplatten oft unvermeidlich sind.

Ein System oder Tonarmtausch wirkt sich bei der Analogen Abtastung zuweilen drastisch aus, .-bei einem Entzerrer habe ich hingegen so etwas nur dann erlebt wenn bei einem der Geräte eine deutliche Fehlanpassung des Abtasters vorlag-.

MFG Günther
mkoerner
Stammgast
#20 erstellt: 24. Nov 2013, 16:16

Hörbert (Beitrag #19) schrieb:
Mach dir nicht so viele Gedanken um den Phono-Entzerrer, selbst billige Geräte machen wenn die Eingangswerte passen ihren Job viel besser als Laufwerke, Tonarme und Systeme.


! Da müssen LW, Arm und TA schon ziemlich schlecht sein, dass diese Aussage stimmt!

Und: Mehrere deutlich harschere Antwortvarianten fielen der Selbstzensur zum Opfer.

Mike
kölsche_jung
Inventar
#21 erstellt: 24. Nov 2013, 16:25

mkoerner (Beitrag #20) schrieb:

Hörbert (Beitrag #19) schrieb:
Mach dir nicht so viele Gedanken um den Phono-Entzerrer, selbst billige Geräte machen wenn die Eingangswerte passen ihren Job viel besser als Laufwerke, Tonarme und Systeme.


! Da müssen LW, Arm und TA schon ziemlich schlecht sein, dass diese Aussage stimmt!
...


Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hörbert aktuell mehr und hochwertigere Abnehmer, Arme und Entzerrer im Schrank liegen hat als die meisten anderen in ihrem Leben besitzen werden ...

An deiner Stelle würde ich mich mit ihm nicht auf ein Fachwissensduell einlassen ... das könnte in einem Blitz-KO für dich enden ...


mkoerner (Beitrag #20) schrieb:
... Selbstzensur ...

... besser wärs gewesen ...
Holger
Inventar
#22 erstellt: 24. Nov 2013, 16:44
Also ich kann Hörberts Aussage nur unterstreichen.

Von Technik habe ich keine Ahnung, aber nachweislich sehr gute Ohren (ich arbeite in einem Bereich, in dem professionelle Hörtests gemacht werden).

Und viele Phonopres unterschiedlichster Couleur habe/hatte ich auch schon.
mkoerner
Stammgast
#23 erstellt: 24. Nov 2013, 16:44


Mike
mkoerner
Stammgast
#24 erstellt: 24. Nov 2013, 16:46
Ups da kamen ja schnell noch mehr antworten dazwischen. So macht das nö keinen Sinn mehr.

Schön dass die Üblichen verdächtigen sich einträchtig versammelt haben.

Mike
Holger
Inventar
#25 erstellt: 24. Nov 2013, 16:47
Kleiner Rat: vor dem Abschicken des Beitrags sicherheitshalber noch mal checken, ob noch was "dazwischengekommen" ist... spart hinterher Arbeit.
mkoerner
Stammgast
#26 erstellt: 24. Nov 2013, 17:21
Hast ja recht Holger!

Übrigens damit da keine Missverständnisse aufkommen:

Ich schätze sowohl Holger (dessen Beitrag für die Vinylcommunity gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann) als auch Günther/Hörbert ob ihres Fachwissens durchaus sehr und respektiere ihre Meinung in vielen Punkten. Nur bei den Phonopres ( und beim Kabelklangthema) kommen wir halt öfter nicht zusammen.

Grüße Mike
-Puma77-
Inventar
#27 erstellt: 24. Nov 2013, 17:44
Osyrys77,

sehr guter Bericht. Ich stehe gerade vor der Entscheidung, mir eine PhonoPre zu holen, die meinem PM 7004 unter die Arme greift. Da passt dein Thread natürlich sehr gut. Ich denke, dann wird es wohl die M.F.-Pre werden...
Osyrys77
Inventar
#28 erstellt: 24. Nov 2013, 18:01
Hi Puma77,

warte noch einen oder zwei Tage. Ich habe gestern auf das Telefon gestarrt, während ich getestet habe und auf den Anruf von HörAn gewartet. Kurz vor Ladenschluss habe ich selbst angerufen und gefragt. Die anderen beiden Phono-Vorverstärker waren noch nicht da. Der Cambridge ging Donnerstag Nachmittag wohl erst raus und der Trigon Vanguard II erst Freitag früh!

Wenn alles gut geht, sind beide morgen angekommen (ich hoffe zumindest der Cambridge) und ich kann die anderen Tests durchführen und hier mit Bildern und Klangbewertung abgeben.
Je nach dem wie die Tests ausfallen, werde ich doch noch eine Musical Fidelity M1 ViNL und die iPhono, welche der Mike vorgeschlagen hat testen.

@alle anderen:
Solange die Diskussion auf sachlicher Basis OHNE irgendwelche Beleidigungen (ist leider hier im Forum oft der Fall) bleibt, ist es ok.

Ich vertrete ansonsten die Meinung vom Günther und sehe das alles sehr pragmatisch. Durch die gewaltigen Klangunterschiede zwischen der NAD PP2 und der MF V90-LPS, habe ich fast schon die Befürchtung, dass mit dem MM-Eingang an der NAD PP2 etwas nicht in Ordnung ist, weil der Klang so viel schlechter ist. Andererseits als ich die ersten Minuten mit der NAD gehört habe, hat sich alles so angehört wie immer und ich dachte ich brauche keine andere Phonovorstufe.

Oder liegt es daran, dass genau das Benz Micro Silver MC High Output so viel besser an der MF klingt.

Naja, schauen wir mal.

Wie gesagt, bitte nicht streiten! Egal was für eine Meinung der eine oder andere bezüglich Verstärkerklang, Kabel, Quellen etc hat, so sollten wir immer im Gedächtnis behalten, dass wir alle das gleiche Hobby teilen und mit der gleichen Emotion an der Musik hängen, was uns wieder zu Seelenverwandten macht! Wenn es nicht der Fall wäre, würden wir hier gar nicht im Forum sein!

Ich wünsche euch noch einen angenehmen musikalischen Sonntag Abend.

Jetzt kommt erst mal The National mit High Violet auf den Dreher und der Abend kann beginnen.

Gruß
Lukas
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 24. Nov 2013, 20:30
Hallo!

@mkoerner


.....Da müssen LW, Arm und TA schon ziemlich schlecht sein....


Ebnen nicht, daß man ohnehin ein gut aufgestelltes Laufwerk das seine Arbeit ohne gravierende Fehler macht aus der Rechnung streichen kann ist -denke ich- unstrittig.

Ganz anders sieht es aber bei den beiden abnderen mechanischen Komponenten aus, hier spielen unterschiedliche Tonarmgeometrien, unterschiedliche Lagerkonstruktionen und unjterschiedliche Konzepte bei der Realisierung der Auflagekrafteinstellung eine bedeutende Rolle die den Tonarm für das jeweilige System mehr oder weniger geeignet sein läßt.

Das auch das beste Abtastsystem mit einem unpassenden Tonarm nicht so gut spielt wie es eigentlich könnte ist jedem Besitzer von unterschiedlichen Tonarmen weidlich bekannt.

Das es daneben auch noch sehr viele Kombinationen gibt die einfach "anders" also weder besser noch schlechter sind sondern einfach andere Aspekte betonen sind ist einer der Hauptgründe warum man sich überhaupt mit unterschiedlichen Tonarmen und Abtastern eindeckt.

"Besser" oder "schlechter" ist dabei überhaupt kein Thema solange die Grundanforderung an Tonarme und Systeme erfüllt sind.

Wo aber sollen denn die großen Unterschiede zwischen zwei linear arbeitenden Kleinsignalverstärkern mit fest eingebauter RIAA-Equalization herkommen wenn selbst diese Equalization allenfalls 0,1-0,2 dB von der Idealkurve abweicht?

Der Hauptunterschied zwischen handelsüblichen Phono-Entzerrern liegt im Rauschverhalten und in den eingestellten Verstärkungsfaktoren, hier liegt im übrigen neben den unterschiedlichen Eingangswerten auch zumeist der klangliche Hund begraben, nach einem exakten Lautstärkeabgleich bei 1 KHz sind ein großteil dieser "klanglichen" Effekte verschwunden.

Hm, eigentlich sollte man mit einem einfachen Frequenzgenerator der auf 1 KHz gestellt wird, einem einfachen Voltmeter und einem Trigon Vanguard jeden externen Entzerrer exakt nachbilden können wenn man zudem den exakten Eingangswert einstellt.

MFG Günther
chrisy
Stammgast
#30 erstellt: 25. Nov 2013, 06:47
Ich habe seit 2 Jahren das Benz silver (Laufwerk Rega RP 25 mit Heed Netzteil) in Verbindung mit dem MF X-lps V3 in Verwendung und bin von der Performance eigentlich durchwegs begeistert. Der Unterschied zur kleinen Projekt Box - die in meinen Augen ziemlich gleich klingt wie die NAD PP2 - war schon enorm.
-Puma77-
Inventar
#31 erstellt: 25. Nov 2013, 10:09
Alles klar, dann warte ich noch

Bei mir läuft übirgens das Benz MC 20 an einem Dreher von Pro Ject, 1.2 Limited Edition. Wurden nur 50 Stck. von gebaut.

Ich hatte bisher mit der Pro Ject Phonopre II und der integrierten PhonoPre von meinem Magnat RV 1 gehört. Beides konnte mich überzeugen, wobei die Röhren Phono Pre vom RV 1 besser klang.


[Beitrag von -Puma77- am 25. Nov 2013, 10:10 bearbeitet]
Hmeck
Inventar
#32 erstellt: 25. Nov 2013, 10:31
" ... Hauptunterschied zwischen handelsüblichen Phono-Entzerrern liegt im Rauschverhalten ... ", stimmt, die meisten Unterschiede hört man nur mit "Lift UP"
Holger
Inventar
#33 erstellt: 25. Nov 2013, 11:54
...was bedeutet, dass man, wenn eine LP abgespielt wird, nur in den allerallerleisesten Passagen Unterschiede wahrgenommen werden - und dann kann man sich noch nicht mal sicher sein, ob es nicht doch das Bandrauschen ist, welches man hört...
Oder natürlich zwischen den Stücken (diese Passagen sind aber nur den wenigsten Hörern wirklich wichtig ).
Hörbert
Moderator
#34 erstellt: 25. Nov 2013, 19:29
Hallo!

@Holger


Bei jeder mehrmals abgespielten Schallplatte übertrifft sogar das Leerrillen-Rauschen das Eigenrauschen der allermeisten Entzerrer selbst bei sehr leisen MC´s mit 100 µV-/-1 KHz Output mühelos und selbst bei dem alten Dual TVV 47 Entzerrer hört man das Einsetzen des alten analogen Tonbandes ohne Mühe.

Das Eigenrauschen eines Magnetsystems z.B. übertrifft das Eigenrauschen der verwendeten Phono-Entzerrerstufe ebenfalls um das Zig-fache.

Um das Eigenrauschen der Phonostufen selbst zu ermitteln muß man selbstverständlich die Phono-Eingänge Kurzschließen da man sonst entweder das Systemrauschen mithört oder aber bei offenen Eingang einem veritablem Störfeldsucher lauscht.

MFG Günther
Osyrys77
Inventar
#35 erstellt: 25. Nov 2013, 22:25
Hallo zusammen,

ich wollte nur darauf hinweisen, dass es ein Update zum Vergleich gibt. Es gibt zusätzliche Infos zum Vergleich NAD PP2 vs. Musical Fideltiy V90-LPS.

Da ich heute auch die Cambridge Audio Azur 651P abholen konnte, gibt es auch einen ausführlichen Bericht mit Bildern zu dem Vergleich der Cambridge zur MF und NAD.

Ich habe meinen ERSTEN Post überarbeitet und diese Infos dort eingefügt, damit alle Ergebnisse zusammen sind.

Ich hoffe, dass ich morgen auch noch die Erfahrungen mit der Trigon Vanguard II posten kann. Dies hängt jedoch davon ab, ob sie morgen endlich ankommt oder nicht.

Gruß
Lukas
akem
Inventar
#36 erstellt: 26. Nov 2013, 11:25
Schöner Bericht! Hast Dir richtig Mühe gegeben.
Ich muß gestehen, daß ich mir eigentlich nie die Mühe mache, so sehr ins Detail zu gehen. Ich merke eigentlich auf's erste Reinhören, wenn was nicht stimmt. Wichtig ist erstmal, daß die Tonalität stimmt. Dann die Verzerrungen und die Großsignalfestigkeit. Dann noch Sachen wie Rauschen oder sonstige Nebengeräusche. Ob da hinten links noch ein Floh hustet ist mir jetzt nicht so wichtig.

Ich hab ja jeweils ein Vorgängermodell von der MF und der Cambridge. Meine Cambridge klingt ein klein wenig blechern während die MF wirklich großes Kino gemessen am Preis ist. Ich bin mal gespannt, wie enttäusch... äh, was Du zur Vanguard 2 sagen wirst...

Gruß
Andreas
-Puma77-
Inventar
#37 erstellt: 26. Nov 2013, 12:32
Osyrys77,

okay, dann bleibt es für mich bei der MF PhonoPre. Thanks.


[Beitrag von -Puma77- am 26. Nov 2013, 13:33 bearbeitet]
Pilotcutter
Administrator
#38 erstellt: 26. Nov 2013, 12:46
Hallo Lukas, hallo zusammen!

Danke auch ersteinmal für Deinen kurzweiligen Bericht!

...den ich Dir übrigens grundsätzlich glaube. Absolut! Denn ich gehöre keineswegs zu irgendwelchen "üblichen Verdächtigen", die immer dann aufkreuzen, wenn's um Elektronik-Klang geht. Ich habe übrigens auch alle diese PhonoPres als ihre Vorgänger gehabt. die CA 640 P und die MF V LPS II. Ich kam nur einmal in die Verlegenheit einen Tonabnehmer mit werksseitigen vorgeschriebenen 1.000 Ohm abschließen zu müssen. Den Unterschied zwischen den statischen 100 Ohm und den dann eingestellen 1 kOhm habe ich natürlich wahrgenommen. Ich bin da ganz pragmatisch vorgegangen und habe im Laufe der Zeit dann einfach den großen skalierbaren für meine guten Systeme und den günstigsten für meinen Zweitdreher behalten.

Wahrscheinlich ist es (natürlich ist es das) eine Sache der persönlichen Wahrnehmung. Und, wie Andreas schrieb, ist es bei mir auch einfach die grundsätzliche Musik und ihre Tonalität und Räumlichkeit maßgebend und weniger eine Pink Floyd'sche Kassenschubladenführung oder eine(!) Geige deren Strich und Darstellung sich irgendwie verändern mag. Ich habe zB vor ein paar Jahren auch mein SACD Equipment rausgeschmissen, weil ich da ebenso wenig Unterschiede zu den 16 Bit CDs gehört habe.

Was mich grundsätzlich schon mal an Deinem Beitrag "beruhigt", ist, dass nicht der teuerste Verstärker der beste ist!
Wenn nicht gerade rudimentäre Ansprüche vorherrschen, gehöre ich auch nicht zu denen, die die NAD PP empfehlen und 160 Euro für eine PhonoPre bei einem guten Tonabnehmer halte ich auch für ein gutes Verhältnis. Ich reagiere halt nur auf solche Berichte wo sich "alle 150 Euro" etwas nach oben am Klang tut und das monetäre Verhältnis zwischen Tonabnehmer und Phono Pre sich ins Gegenteil verzerrt.

Ansonsten bin ich aber auch gespannt, ob sich bei der Vanguard II noch irgendwelche Details offenbaren.

Bis dahin und Gruß.

Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 26. Nov 2013, 12:49 bearbeitet]
Osyrys77
Inventar
#39 erstellt: 26. Nov 2013, 20:30
Hallo Andreas, Hallo Olaf,

jetzt bitte meinen Beitrag nicht falsch interpretieren! Ich bin auf jeden Fall jemand, der Spass an der eigentlich Musik hat und auch die Musik genießt. Es gibt leider schon zu viele Leute die nur noch auf die Wiedergabe der einzelnen Geräusche/Instrumente achten und die Musik hinten liegen bleibt. Pauschal gesagt, ich habe mehr Spaß meine Lieblingsinterpreten über mein Küchenradio zu hören, als viele Kandidaten hier im Forum, die gar nicht auf die Musik selbst Wert legen, sondern nur nach ausgesuchten irgendwelchen audiophilen Aufnahmen auf der Suche sind, die in irgendwelchen Zeitschriften als Klangdifferenz angegeben sind.

Die Beispiele die ich angebracht habe, waren aus den Gründen, weil ich noch viel mehr andere Platten getestet habe und sich die beiden Vorverstärker für mein Gehör identisch angehört haben. So habe ich rein aus technischer Sicht die Geschichte betrachtet und geschaut, welche Vorstufe überhaupt in der Lage ist Sachen wieder zu geben, wo die andere gar nicht mitkommt, um irgendwo doch eine Bewertung zwischen den beiden machen zu können.

Das heisst aber trotzdem nicht, dass es unbedingt für den einen oder anderen besser ist. Mir ist zum Beispiel auch ein warmer Klang, mit einem bestimmten Anteil an Auflösung lieber als diese hoch analytischen Wiedergaben, bei denen man wahrscheinlich mehr Details in bestimmten Passagen raus hören kann, aber die Emotion auf der Strecke bleibt.

Den Cambridge habe ich heute zurück gebracht. Die Trigon war leider noch nicht da. Vielleicht morgen....oder anders gesagt, hoffentlich morgen.

Ich wünsche noch einen schönen Abend.

Gruß
Lukas
Osyrys77
Inventar
#40 erstellt: 30. Nov 2013, 00:54
Hallo zusammen,

es sind nun wieder paar Tage vergangen seit meinen letzten Vergleichsbericht zwischen der Musical Fidelity V90-LPS und der Cambridge Audio Azur 651P.
Die Trigon Vanguard II ist angekommen und ich habe sehr viel Zeit damit verbracht, die MF gegen die Trigon zu testen und möchte euch die Hörerfahrungen nicht vorenthalten.

Hier wie üblich wieder etwas fürs Auge. So kam die Trigon an:
DSLRIMG_8562

Hier die Trigon im Vergleich zur der NAD PP2. Ich muss schon sagen, dass die Verarbeitung und die Haptik bei der Trigon mit weitem Abstand am besten waren im Vergleich zu den anderen PhonoPres.
DSLRIMG_8564DSLRIMG_8565DSLRIMG_8570

Hier seht hier die Trigon im Vergleich zur der MF:
DSLRIMG_8571

Nun möchte ich zu den Hörerfahrungen kommen. Bevor ich jedoch die Trigon gegen die MF getestet habe, habe ich einen Tag damit verbracht mit welchen Parametern die Trigon überhaupt am besten klingt und ihr somit auch bisschen Zeit zu geben, überhaupt mal warm zu werden.

Mit meinen Benz Micro Silver MC (High Output), meinen Rega-Tonarm RB-300 und der verwendeten Kabel waren die optimalen Einstellung für den Klang wie folgt:

- Eingangswiderstand: 47kOhm (war eigentllich klar)
- Eingangskapazität: 100pF (es gab noch 47pF und 147pF)
- Verstärkungsgrad: 47,5dB für Systeme mit 2.2mV Ausgangsspannung. Das Silver hat 2.0mV, also hat das am besten gepasst.

Erst als diese Parameter verifiziert worden sind, ist die Trigon gegen die MF angetreten und die Tests konnten beginnen. Die NAD PP2 wurde gar nicht mehr berücksichtigt.

Kurze Zusammenfassung der vorherigen Tests:

- NAD PP2 vs. Musical Fidelity V90-LPS
=> Ausgangspegel bei der MF um ca. 4dB höher als bei der NAD
=> Riesiger Klangvorsprung für die MF (Musikrichtung- und Pegelunabhängig). Weiteres im Test weiter oben.


- Musical Fidelity V90-LPS vs. Cambridge Audio Azur 651P
=> Ausgangspegel bei der MF nahezu identisch zur Cambridge.
=> Geringer bis sehr geringer Klangvorsprung bei der MF (genaue Beschreibung siehe oben)

Für die Tests zwischen der MF und der Trigon habe ich erst mal mit Platten angefangen, wo es keine Klangunterschiede zwischen der MF und der Cambridge gab, um zu schauen wie es sich hier verhält. Egal welche Platte aufgelegt wurde und bei welchen Pegeln ich verglichen habe, beim besten Willen konnte ich keine Unterschiede heraushören. Anmerkung: Die Trigon Vanguard II hatte mit den Einstellungen einen um 6dB höheren Pegel.

Ich habe ca. einen halben Tag verbracht und habe mit diesen Platten erst mal getestet. Ich wusste jedoch, bei welchen Platten sich doch die Streu vom Weizen teilte aus den Hörergebnissen zwischen der MF und der Cambridge.
Ich habe alle Schalplatten noch mal hergenommen die Dark Side of the Moon, etliches aus dem Hardrockbereich, meine Jazzplatten, verschiedenes aus dem Blues Bereich. Ich habe mir manche Passagen von bestimmten Stücken, zig mal angehört mit beiden Vorstufen, beim Hören Notizen gemacht, wie genau jedes Instrument aufgelöst rüber kommt, wie fein gezeichnet die Bühne ist, wie präsent die Stimmenwiedergabe ist und wie gut sich diese bei den einzelnen Stücken von den Instrumenten lösst, doch ich muss eingestehen, dass ich hier kläglich gescheitert bin. Ich habe einen Kollegen zu Besuch gehabt, der wie bei den vorherigen Tests, mal die eine mal die andere Vorstufe hat spielen lassen, doch es war mir nicht möglich, eine Aussage zu treffen wann der Klang für mich besser war, oder um es auf den Punkt zu bringen, ich habe bei diesen Vergleichen nicht nur annähernd sagen können, welche Vorstufe gerade gespielt hat.

Ich sehe schon die zwei Fronten auf mich zu kommen, doch bitte bitte nicht schimpfen. Manche von euch werden wahrscheinlich antworten, das haben wir schon immer gesagt, dass falls die Vorstufe bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt, keine Hörunterschiede zu hören sind. Doch hier muss ich sagen, dass diese zumindest beim Vergleich zwischen der NAD PP2, der MF und der Cambridge gravierend waren und wahrscheinlich werde ich gesteinigt, wenn ich schreibe, dass zwischen der MF und der Trigon keine Unterschiede hörbar sind. Dies möchte ich auf gar keinen Fall tun und behaupten, dass diese tatsächlich identisch klingen. Ich schreibe nur meine Erfahrungen und kann sagen, dass ICH keine bei den oben genannten Musikmaterial gehört habe. Was wahrscheinlich auch eine Rolle spielt, ist der Rest der Kette. Es könnte sein, dass die Speaker nicht in der Lage sind (was ich jedoch nicht glaube) bzw. die restliche Kette, um die Unterschiede preis zu geben.

Zur INFO:
Das was ich als nun schreibe, ist ca. 4 Stunden nach dem ihr gerade im oberen Abschnitt gelesen habt. Ich wollte unbedingt anhand irgendwelcher Klangbeispielen fest machen, ob es hier doch irgendwelche Unterschiede zwischen den beiden gibt und so sind in den letzten 4 Stunden doch noch zwei Unterschiede aufgefallen.

1. Ich habe mich erst mal gar nicht auf die Musik konzentriert, sondern auf die ganz leisen Passagen (einmal die Passagen zwischen den Stücken selbst und zweitens auf die Passagen in Liedern, wo keine Instrumente und keine Stimme zu hören ist).
Und was würde sich hier besser anbieten als Dead Can Dance mit dem Album Into the Labyrinth mit dem 3 Stück wo nur Lisa Gerrards Stimme zu hören ist. Der Name des Titels "The Wind that shakes the Barley". Tja, der Gesang wird durch beide Vorstufen exzellent heraus gearbeitet, DOCH hier kam die erste große Überraschung.

Hat man sich das Stück bei höheren Pegeln angehört, so war seltsamerweise bei der Trigon ein höheres Rauschen in den leisen Passagen hörbar. Das hat mich total überrascht, weil die MF eigentlich mit so einem Plastik billig Netzteil kommt und die Trigon doch schon mit einem, zumindest optisch, höherwertigen Netzteil und einem Kaltgerätestecker ausgestattet ist.
Nach dem das festgestellt worden ist, so habe ich mir doch noch einige Platten noch mal angehört jedoch mit einem ordentlichen Pegel. Tatsächlich war je nach Platte diese minimale Rauschen bei der Trigon ohne weiteres wahrnehmbar, was bei der MF nicht der Fall war.

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, dass es für beide Vorstufen höherwertige Netzteile als Upgrade gibt. Für die MF gibt es das V-PSU Netzteil und für die Trigon sogar ein Akkunetzteil, nämlich das Trigon Volcano III.

Die Unterschiede in den leisen Passagen beim Rauschen sind in den ersten zwei Stunden aufgefallen. Hinzu kam doch noch ein klanglicher Unterschied der festgelegt werden konnte. Nach dem ich fast alle möglichen Platten mit unterschiedlichen Musikrichtungen hatte, ist mir aufgefallen, dass es fast alles handgemachte Musik gewesen ist. Ich oute mich hier mal und gebe preis, dass ich früher sehr viel elektronische Musik gehört habe und wirklich ALLES was dazu gehört (Drum´n Base, Gabba, Schranz, Elektro, Goa etc.).

So wurden wieder etliche Platten raus gekramt, die schon lange...sehr lange nicht gelaufen sind. Dabei waren Sachen von Chris Liebing, DJ Rush, Carl Cox usw.

Ich hätte nicht erwartet, dass man bei dieser Musik dann doch so viel einfacher unterscheiden konnte. Ich weiss nicht ob es daran liegt, dass die Klänge aus dem Rechner rausgefallen sind und wirklich jeder Ton, sich komplett vom anderen Ton unterscheidet und seinen speziellen Akzent setzt. Ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll. Wenn eine Band spielt und es gibt 2 oder 3 Gitarristen, so kann man es zwar problemlos deuten wie die auf der Bühne aufgestellt sind und jede Gitarre für sich wird zwar sauber erkannt, doch die Töne sind nicht so harsch von einander getrennt, als wenn man irgendwelche Synthesizer Klänge die sich megascharf unterscheiden und auch jeder Ton im Raum sehr präsent wiedergegeben wird.

Hier kam wieder die MF und setzte sich erstaunlicherweise ab. Jeder einzelner Klang stand so präsent, so fein durchgezeichnet an einer eindeutigen Stelle im Raum, das man mit geschlossenen Augen eine Art 3D-Bild vom Track vor den Augen gehabt hat. Die Trigon hat zwar von der Klanggebung ähnlich gut wiedergegeben, doch dieser Raum konnte nicht so gut ausgearbeitet werden.

Tja, im Großen und Ganzem war es auch schon. Kurz zusammengefasst kann ich nur sagen, dass Musical Fidelity mit der V90-LPS echt eine Vorstufe auf die Beine gestellt hat, mit der man wirklich SEHR GUT Music hören kann. Als ich vor paar Tagen die aktuelle Stereo gelesen habe und gesehen habe, dass die MF im Klang gleich mit der Trigon Vanguard II abgeschnitten hat, so wollte ich es nicht glauben (im Grunde glaube ich NIE, was in den Zeitschriften steht), denn ich überzeuge mich lieber selbst und teste auch selbst, doch hier muss ich sagen, dass der Test der kleinen MF nicht mal gerechtfertigt ist, denn ich sehe sie, auch wenn nur mit einem minimalen Vorsprung, der sich auf sehr ausgewählte Passagen und Musikstücke zurück zu führen lässt, vor der Trigon!

Zusammenfassung:
Musical Fidelity V90-LPS vs. Trigon Vanguard II
=> Ausgangspegel bei der Trigon um 6dB höher als bei der MF
=> Trigonvorstufe lässt sich bezüglich Verstärkungsfaktor, Eingangskapazität und Eingangswiderstand anpassen
=> Musical Fidelity rauscht weniger in leisen Passagen
=> Minimaler Klangvorsprung der MF bei elektronischer Musik, sonst keine Unterschiede hörbar

==> Klarer Klang- und Preis-Leistung-Gewinner ==> Musical Fidelity V90-LPS

Ich weise noch mal darauf hin, dass keiner der Tests dazu dienen sollte, jemanden von etwas zu überzeugen. Ich habe einfach diese vier Vorstufen mit meiner Kette und meinen Lautsprechern getestet und wollte meine persönlichen Erfahrungen mit euch teilen. Ich hoffe, dass ihr es dennoch genossen habt, hier mit zu lesen? Über Feedback würde ich mich natürlich freuen.

Was ich heute noch gemacht habe, ich habe das Musical Fidelity V-PSU II Netzteil bestellt und werde es auch noch mit der Vorstufe testen. Gibt es keine Unterschiede, von dem ich noch ausgehe, dann geht es wieder zurück. Sollte es doch in irgend einer Form zur einer Klangverbesserung kommen, dann bleibt es!

Falls ihr Interesse haben solltet, was ich mit dem besseren Netzteil für Erfahrungen gemacht habe, so kann ich diesen Thred um diese Hörerfahrungen ergänzen.

Ich wünsche euch allen noch ein musikalisches Wochenende!

Gruß
Lukas
-Puma77-
Inventar
#41 erstellt: 30. Nov 2013, 01:28
Besten Dank, Lukas
tinnitusede
Inventar
#42 erstellt: 30. Nov 2013, 02:02
Hi,

auch von mir besten Dank für den Supertest,

die Trigon hat eindeutig die beste Haptik, aber den Knopp in die Mitte zu platzieren, dass macht man doch nicht,

haben die denn noch nichts vom Goldenen Schnitt gehört?

Hans
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 30. Nov 2013, 08:33
Hallo!

@Osyrys77

Hier wäre noch interessant das tatsächliche Rauschverhalten der beteiligten Phono-Entzerrer zu ermitteln, hierzu sollten die Eingänge kurzgeschlossen werden, die Ausgänge auf die gleiche Outputleistung eingepegelt werden und dann das Rauschen der Schaltung beurteilt werden.

So ist nicht klar welches Rauschen der Trigon eigentlich reproduzierte, das kann vom Halbleiterrauschen bis zum Schallplattenrauschen alles sein.

MFG Günther
Osyrys77
Inventar
#44 erstellt: 30. Nov 2013, 10:05
Hi Günther,

ich möchte mich erst mal vorstellen, ich bin der Lukas! Du hast mal wieder vollkommen recht! Man weiss nicht direkt, welches Rauschen hier zu hören ist und es wäre schon interessant zu wissen, um welches es sich handelt.
Andererseits kann ich sagen, dass es mir im Grunde egal ist, weil wenn ich beide Vorstufen bei gleichem Pegel betreibe und die eine in leisen Passagen immer diese geringe Grundrauschen hat und die andere nicht, so nehme hört es sich angenehmer ohne Rauschen.

Heute sind die 8 Dire Straits Alben "The Studio Albums - 1978 - 1991" gekommen.....einfach ein Traum!

Gruß

Lukas
sandy666
Stammgast
#45 erstellt: 30. Nov 2013, 10:45
Hallo Lukas,

prima Vergleich den Du da angestellt hast. Da ich ja auch die V90 Vorstufe habe war das ganze für mich auch interessant. Jetzt bin ich noch gespannt auf deine Meinung bezüglich der V-PSU. Hab ich bis jetzt nicht geordert weil ich finde 170,-€ echt viel für ein Netzteil. Allerdinsg weiß ich durch meine Erfahrungen mir leistungsschwachen Verstärkern bzw. in diesen verbauten Netzteilen was es bedeutet ein gutes Netzteil zu haben. Ich bin gespannt auf deine Ausführungen.
Hörbert
Moderator
#46 erstellt: 30. Nov 2013, 11:25
Hallo!

Nun, der Rauschabstand der Trigon Vanguard II beträgt laut Datenblatt bei MM-85- und bei MC-77 dB, bei deiner Musical Fidelity V90-LPS für MM- sowie MM etwa 80 dB.

Zumindestens beim Magneteingang sollten also beide eigentlich keinen vernehmlichen Schaltungsrausch produzieren den der andere nicht aufweist. -Wenn überhaupt dann sollte das Verhältniss eher umgekehrt sein-.

Ich jedenfalls würde einem solchen Wiederspruch zwischen meiner persönlichen Wahrnehmung und den Datenblättern auf den Grund gehen und ihn nicht einfach so hinnehmen.

Aber jeder wie er will.

MFG Günther
ralfisto
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 30. Nov 2013, 12:00
Hallo Lukas,

vielen Dank für deinen klasse Bericht . Ich habe den Fortgang deiner Tests schon die ganze Woche mit grossem Interesse verfolgt. Mich hat erst vor kurzem wieder das Vinyl-Fieber erfasst, hab mir vier Vintage-Player aus den 70-igern zugelegt, davon zwei als Ersatzteilspender. Ansonsten spielt bei mir seit über 20 Jahren ein Technics SL 1200 MK II, den ich mir damals neu gekauft habe.

In diesem Zusammenhang brauchte ich durch Wechsel meines Receivers einen Vorverstärker. Ich sitze jetzt hier aktuell auch mit der MF V90-LPS und lasse sie gegen eine Aikido Phono 1, nachdem Herr Otto mir diese für meine alten TA`s empfohlen hatte, antreten.

Noch bin ich nicht soweit, sagen zu können, welche hier die Oberhand gewinnt, meine Ohren geben auch gerade alles . Ich bin gespannt .

Dann dir auch noch viel Spass mit den neuen Platten und der MF. Ich hab mir gestern Liquid Spirit von Gregory Porter bestellt .

Auch allen anderen ein schönes Wochenende mit besten Klangerlebnissen.

Ralf
Osyrys77
Inventar
#48 erstellt: 30. Nov 2013, 12:23
Hi Günther,

ich sage nur... Ich habe mir vor einer Stunde auch noch mal die beiden Datenblätter genauer angeschaut und das feststellen müssen, was du geschrieben hast. Bei der MF ist laut Datenblatt der Rauschabstand geringer.

Gerade noch mal mit etlichen Platten getestet. Wobei dies bei dem Stück wo nur Lisa Gerrards Stimme zu hören ist, am einfachsten zu prüfen ist.

Ich habe die Trigon vom Pegel minimal leiser spielen lassen als die MF und das Rauschen war dennoch minimal stärker ausgeprägt. Hmmm

Eine Idee woran das sonst noch liegen könnte? Ist bei der Trigon doch das Rauschen von der Platte deutlich hörbarer? Müssten dann aber nicht auch mehr Details hörbar sein? Wenn du einen Tipp für mich hast, dann nur her damit, wie ich das herausfinden kann ohne größere Aufwände. Dass es wirklich der Fall ist, habe ich selbst wieder durch eine Kumpel Blindtests machen lassen. Genau, ich traue nicht meinen eigenen Gehör und weiss, dass man sich sehr schnell was einbildet. Wie gesagt bei Musik habe ich nie versucht zu deuten, welche Vorstufe spielt, weil es ein Ratespiel gewesen ist. Bei diesem besagten Musikstück jedoch, wenn man sich auf die Stellen konzentriert, wo "nichts" zu hören ist, kann man es aber zu 100% bestimmen, welche Vorstufe spielt!

@sandy:
Vielen Dank für dein Feedback. Ich werde die Trigon noch 10 Tage behalten, für so lange konnte ich die nach Hause nehmen zum testen. Ich dachte mir, dass ich die MF einmal mit Originalnetzteil und einmal mit den V-PSU teste, was ich wahrscheinlich auch so machen werde. Doch dadurch, dass ich weiss, dass ich die MF von der Trigon bei 99% meiner Platten nicht unterscheiden kann, so kann ich die MF mit den besseren Netzteil, dann noch mal gegen die Trigon antreten lassen und bewerten. So lässt man sich bzw. lass ich mich weniger irren.

Falls ich dann immer noch keine Unterschiede raus höre, dann kann ich mir die Tests der MF mit original und mit teuren Netzteil fast schon sparen. Sollte es jedoch dann Unterschiede zwischen den beiden Vorverstärkern geben, mit einen Vorteil für die MF, dann weiss ich ja, dass das teure Netzteil sich positiv ausgewirkt hat.

Übrigens gibt es das V-PSU II Netzteil bei fono für €149. Im Summe wäre ich dann bei exakt €298 für die V90-LPS + V-PSU II und immer noch €100 günstiger wie bei der Trigon.

Ich habe auch sonst noch nachgedacht, wie es in der Zukunft sein sollte, wenn ich irgendwann einen hochwertigen Tonabnehmer holen sollte (das Benz Gold bzw. Silver sind ja eher Einstiegsabnehmer) und dadurch doch die Trigon behalte, doch dies wäre eigentlich Unsinn. Ich werde mit dem Silver wahrscheinlich doch noch mindestens 3 Jahre hören. Mit der jetzigen Lösung sprich mit der MF, weiss ich dass ich zumindest besser fahre als mit der Trigon. Sollte dann später ein ACE L oder SL ins Haus kommen, so kann ich mir immer noch mal die Mühe machen und nach einer passenden Vorstufe suchen.

Ich bin schon über den jetzigen gravierenden Sprung so überglücklich und genieße jede Platte die ich auflege in vollen Zügen und man wird sehen, was die Zukunft so bringt.

@Ralf:
auch dir danke für dein Feedback. Die Aikido Phono 1 stand auch zur Debatte. Eigentlich wolle ich auch noch die iPhono nach Hause holen, doch irgendwann muss Schluss sein. Eine Vorstufe wird vielleicht doch noch ins Haus kommen. Ein Bekannten hat sich von Hormann-Audio die SUPA 3.0 Vorstufe mit dem SUPA-Netzteil PS8S geholt. Ich überlege doch noch mir diese Kombi ins Haus zu holen und einen Vergleich anzustellen. Naja, mal schauen.

Poste bitte deine Erfahrungen hier rein von deinem Vergleich zwischen der MF und der Aikido. Es würde mich schon interessieren, wie es sich bei dir zu Hause mit deiner Kette und deinen Tonabnehmern verhält.


Gruß
Lukas


[Beitrag von Osyrys77 am 30. Nov 2013, 12:38 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#49 erstellt: 30. Nov 2013, 12:53
Hallo!

Nun, eigentlich ist die Antwort ja schon von dir selbst gegeben worden:


.....Verstärkungsgrad: 47,5dB für Systeme mit 2.2mV Ausgangsspannung. Das Silver hat 2.0mV, also hat das am besten gepasst. ...


Derr Verstärkungsgrad den du bei der Trigon eingestellt hast ist ungleich höher als der Vorgegebene des Musical Fidelity V90-LPS, dadurch wird auch jeder Rausch der irgendwo vor dem Ausgang des Trigon produziert wird ungleich höher verstärkt.

Um den Test 100% aussagekräftig zu machen mußt du den Trigon auf die gleichen Bedingungen beim Ein- und Ausgang stellen die die Musical Fidelity V90-LPS bietet.

Da es alles andere als leicht ist den Output des Trigons exakt an diese Bedingungen anzupassen sollte hier ein 1 KIHz-Ton und zumindestens ein digitales Multimeter als Kalibrierhilfen verwendet werden.

Die eigentliche Leistung der unterschiedlichen Entzerrer-Schaltungen läßt sich nur unter solchen -exakt gleichen-, Bedingungen ermessen, ansonnsten testest diu nichts weiter als unterschiedliche Eingangs- und Ausgangsbedingungen.

MFG Günther
Osyrys77
Inventar
#50 erstellt: 30. Nov 2013, 13:09
Hallo,

besten Dank für die Erläuterung. Dies könnte es tatsächlich sein bzw. wird wohl der Fall sein. Würde man den also den Output des Trigons an den von der MF exakt anpassen, erst dann könnte man die beiden wirklich vergleichen.

Jedoch im Endeffekt ist es halt so, dass man keinen anderen Verstärkungsfaktor einstellen kann! Auch wenn die beiden Vorverstärker mit den gleichen Outputwert dann identisch klingen würden bzw. die Trigon evtl. sogar vorne liegen würde, bringt es mich doch nicht weiter, bezüglich welche Vorstufe sich bei mir besser anbietet, eben weil sich eine solche Anpassung des Outputs bei der Trigon nicht einstellen lässt.
sam.hain
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 30. Nov 2013, 14:46
Hast Du es mal mit der Verstärkung für 4mV versucht? Benz gibt doch in der Regel die Ausgangsspannung mit 3,54 cm/s an. Bei Trigon sind die Einstellungen für Ausgangsspannungen bei 5,6 cm/s angegeben. Das ergäbe eine Ausgangsspannung für das Silver von knapp 3,2 mV. Also schon ziemlich viel für die 2mV Einstellung.

Gruß,
Marc


[Beitrag von sam.hain am 30. Nov 2013, 14:46 bearbeitet]
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