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Lenco L-175 Plattenspieler

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Jürgen-M.
Stammgast
#1 erstellt: 30. Jun 2014, 12:07
wer kennt den neuen Lenco L-175 Plattenspieler (Glas)?

Es gibt über das Gerät so gut wie keine Testberichte. Evtl. kennt hier jemand das Gerät und kann einiges darüber sagen?

Der Plattenspieler hat cinch Anschluss und eingebauten Vorverstärker, sowie auch USB - Anschluss.
Tywin
Inventar
#2 erstellt: 04. Jul 2014, 08:33
Hallo,

so wie es ausschaut bekommst Du für knapp 400 Euro:

1. Eine hübsche Optik
2. Eine Phono-Vorverstärkung die extern etwa 20 Euro kostet.
3. Einen USB-DAC der extern etwa 20 Euro kostet.
4. Einen Einfachsttonarm (offensichtlich ohne Höhen- und Azimut-Einstellmöglichkeit - *Lenco konnte dazu keine Auskunft geben)
5. Ein Einfachst-Toanabnehmer (sieht nach AT95 aus - *Lenco konnte dazu keine Auskunft geben)
6. Eine Einfachst-Nadel (*Lenco konnte dazu keine Auskunft geben)
7. Ein Einfachst-Chassis vermutlich ohne Subchassis (*Lenco konnte dazu keine Auskunft geben)

Also nach meiner Ferndiagnose ein hübscher teurer Blender der sich - bis auf den Direktantrieb - kaum von den üblichen Brettchendrehern unterscheiden wird. Wie sich ein Glasgehäuse auf die Übertragung von möglichen Geräuschen/Schwingungen aus dem Inneren des Drehers bis zu deinen Ohren auswirkt ...

Vermutlich bist Du mit einem guten neuen DJ-Dreher zum ähnlichen Preis oder einem guten gebrauchten Dreher für den halben Preis besser bedient. Bei einem gebrauchten Dreher hättest Du auch genug Geld für ein brauchbares Tonabnehmersystem mit einer guten Nadel (guter Schliff) über, die das Klangergebnis das Drehers maßgeblich bestimmen.

VG Tywin

* Gem. meinem heutigen Telefonat mit einem Vertriebsmitarbeiter.
Jürgen-M.
Stammgast
#3 erstellt: 05. Jul 2014, 09:55
Danke erst einmal für die eine Antwort. Leider helfen die Mutmaßungen über das Produkt mir nicht wirklich weiter.

Ich habe jetzt vom englischsprachigen Testmagazin t3 einen Testbericht gefunden, der gar nicht mal so schlecht ausfällt.

Zumindest ist die Klangqualität des Players recht gut. Der Player gibt große Details wieder und kann sich durchaus mit den gängigen guten Playern messen.

Bemängelt wurde der Kunststoff unter der Glasplatte, der Vorverstärker zum Benutzen an AUX, sowie die Glasplatte die evtl. Staub anziehen könnte.

Der Player passt sowohl optisch, sowie auch klangtechnisch wohl gut bei mir rein. Da ich im Denon Receiver einen Phono - Eingang habe, brauche ich den Vorverstärker des Players nicht. Der Rest der negativen Eigenschaften ist für mich nicht ausschlaggebend.

Ich kann mit einem DJ - Player absolut nichts anfangen, der hat Dinge, die ich absolut nicht benötige. Ich habe mich darum entschlossen mir den Lenco l -175 für 350,-- Euro zu bestellen. Falls das wirklich ein Reinfall sein sollte, schicke ich ihn wieder zurück. Ansonsten kann ich einmal darüber berichten.

Seit Beginn des CD - Zeitalters habe ich auf CD umgestellt und mir keine schwarzen Scheiben mehr gekauft. Ich habe aber noch unzählige der schwarzen Scheiben, die ich vernünftig wiedergeben will.

Ich hatte vorher 2 Wega Modul 42 Plattenspieler, mit denen ich nicht mehr zufrieden war und die ich auch inzwischen verkauft habe.
Jürgen-M.
Stammgast
#4 erstellt: 11. Jul 2014, 16:23
Wie schon angekündigt hatte ich mir nun doch den Lenco L-175 zugelegt und konnte ihn auch schon ausgiebig testen.

Ich möchte darum hier meine Eindrücke wiedergeben, ich kopiere darum meine erstellte Rezension von Amazon.

Um es vorweg zu nehmen, das Aussehen und vor allem der Klang hat mich wirklich begeistert und beeindruckt.

Ich hatte diesen sehr neuen Plattenspieler von Lenco nur durch Zufall entdeckt und er hatte mir äußerlich auf Anhieb gefallen, da er sich harmonisch in meine bestehenden Komponenten einfügt.

Leider gab es so gut wie keine Tests von diesem Player und in Foren riet man sogar davon ab, obwohl keiner den kannte und auch nie zu hören bekam.

Ich habe es gewagt und ihn trotzdem gekauft und bisher auch nicht bereut.

Der Player wird bei mir verwendet, um meine teilweise sehr alte und sehr große Plattensammlung vernünftig wiedergeben zu können. Die Platten selbst sind zwischen 30 und 45 Jahre alt. Aktuelle Platten habe ich nicht, da ich seit dem CD - Zeitalter ganz auf CD umgestiegen bin.

Äußerlich ist der Lenco sehr Compact gebaut und sieht natürlich mit seiner schwarzen Glasabdeckung super aus und passt auch gut oben drauf auf mein schwarzes Glas-Stahl - Rack. Der untere Teil des Players besteht aus dunklem Kunststoff. Fällt nicht unbedingt negativ auf.

Für die folgende Klangbewertung gebe ich dazu auch meine anderen Komponenten bekannt.

Receiver Denon AVR 3313. Hauptlautsprecher KEF XQ40 + Subwoofer XTZ 99W12.16.

Der Lenco ist bei mir am Phoneanschluss des Denon angeschlossen, da dieser einen eingebauten Vorverstärker hat und ich auch den Eingangspegel am Receiver verändern kann.

Ausstattung des Players:

Anschlußterminal auf der Rückseite
Cinchansschluss
PreAmp, Vorverstärker ist schaltbar
Magnet - Tonabnehmersystem, System und Nadel natürlich austauschbar
Einstellbares Tonarmgewicht und Antiskating - Einstellung.
Tonarmlift
USB Anschluss für Umwandlung der Platte als Musikdatei.
Software Audacity für diese Umwandlung
Abschaltbarer Autostopp
33 + 45 Umdrehungen
Stoppfunktion
Ausschalter des Gerätes im Anschlussterminal
Externes 24 Volt - Netzteil
Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen.
Cinchkabel
USB Kabel
4 verstellbare Füße, schwingend gelagert

Klang des Lenco L - 175:

Trotz meiner älteren Platten würde ich das Ergebnis als sehr gut bezeichen. Dieser Player hat mir wirklich gezeigt, was in meinen alten Platten noch alles steckt. Er gibt feinste Auflösungen und auch Höhen wieder, so wie auch knackige Beckenschläge und tiefe Bässe. Ich bin absolut über den Klang begeistert. Ich hätte dem Player das nicht zugetraut. Ich hatte vorher den Klang von 2 anderen Playern getestet. Und das war ernüchternd.

Es gibt auch einige negative Dinge, die aber bei mir nicht ausschlaggebend sind:

Im Bereich des Tonarms und auch die Unterseite des Lenco ist viel Kunststoff verbaut.
Der eingebaute PreAmp könnte besser sein. Den benutze ich allerdings nicht, da mein Denon ein Phono - Anschluss hat.
Der Lenco hat keine Abdeckung, so könnte das Glas schnell verstauben. Ich habe mir günstig eine maßgeschneiderte Plexiglas - Abdeckung anfertigen lassen. Hinten mit einem passenden Ausschnitt für das Anschlussterminal. Damit wurde das Staubproblem gelöst, denn die Haube liegt bündig auf dem Glasboden von meinen Rack.

Warum ich einen Subwoofer verwende? Meine Hauptlautsprecher von KEF, obwohl die recht groß sind, können bauartbedingt nicht die Tiefbässe wiedergeben. Darum wird von mir in den meisten Fällen ein sehr leistungsstarker Subwoofer von XTZ verwendet, der auch mithilft den ganzen Klangumfang wiederzugeben.

Hier noch Bilder vom Player mit der von der Firma Sora angefertigten Abdeckung.

Lenco L - 175 mit Abdeckung von der Firma SoraLenco L - 175 mit Abdeckung von der Firma SoraLenco L - 175 mit Abdeckung von der Firma Sora


[Beitrag von Jürgen-M. am 16. Jul 2014, 06:08 bearbeitet]
wp48
Stammgast
#5 erstellt: 13. Jul 2014, 13:07
Hi Jürgen,

schön, dass du dich durch die zu erwartenden und tatsächlich bereits im Netz zu findenden negativen Mutmaßungen (!) vom Kauf nicht hast abschrecken lassen. Noch schöner, dass du hier deine Erfahrungen "zu Papier" bringst und uns teilhaben lässt.

Nun ja, was den Einsatz von Kunststoff angeht: Wenn ich mir so meine alten Duals anschaue bzw. anhöre (einige 7-er, 620/630) muss ich sagen, dass der Kunststoff für meine Ohren nicht hörbar ist, und halten tut er auch schon erfreulich lange. Klar ist viel massives Metall schöner bzw. haptisch angenehmer und sieht halt wertiger aus, aber wenn alle unsere Dreher rundum mit Alu - "aus dem Vollen gedreht" - bestückt wären, gäb's wohl bald kein Alu mehr auf unserer Welt. Und irgendwo muss der günstige Preis für das Gerät ja herkommen.

Jetzt aber auch von mir eine Mutmaßung: Ich weiß nicht, welcher Tonabnehmer verbaut ist. Da aber auch hier bei dem Preis nicht geklotzt werden kann, halte ich die Wahrscheinlichkeit für recht hoch, dass mit anderen Systemen ohne großen finanziellen Aufwand deutliche Verbesserungen zu erreichen wären. Jedenfalls ist meine Erfahrung die, dass der Tonabnehmer den größten Einfluss auf den Klang hat, der Dreher dagegen den geringsten.

Au weia, jetzt habe ich wohl die unendliche Diskussion hierüber wieder neu losgetreten... Macht aber nichts; meine Meinung habe ich, und die beruht auf meiner Erfahrung

Dir wünsche ich jedenfalls viel Spaß mit deinem schönen Dreher!

Gruß
Wolfgang

PS: Wo hast du denn die Haube günstig anfertigen lassen? Und was heißt "günstig"?


.
Jürgen-M.
Stammgast
#6 erstellt: 13. Jul 2014, 13:33
Leider ist mir auch nicht bekannt welcher Tonabnehmer da verbaut wurde, obwohl ich das Teil mit der Lupe untersucht habe, war im eingebauten Zustand nichts zu erkennen.

Ich gebe Dir aber recht, mit einem guten passenden Tonabnehmer würde man das Gerät nochmals deutlich aufwerten. So einer kann natürlich nicht bei diesem Preis verbaut worden sein. Aber momentan reicht der eingebaute für meine alten Platten.

Die Haube habe ich mit meinen genauen Maßangaben für 50,-- Euro incl. Versand innerhalb von 5 Tagen anfertigen lassen.
Den Namen der Firma nebst Link darf ich hier aber leider nicht wegen verbotener Werbung veröffentlichen. Gerne aber für Interessierte per PN.

Übrigens sind die 4 verstellbaren Füße des Players nicht starr, sondern schwingend aufgehängt.
helemengo
Neuling
#7 erstellt: 12. Sep 2016, 15:41
Hallo, finde ich auch toll, dass du einen Bericht schriebst. Ich erhielt meinen L 175 vor einer Stunde.
Nach Dylan, Stones und 2 Brasilianer bin ich mässig vom Ton begeistert.

Ich würde gerne einen anderen Tonabnehmer versuchen.
Worauf muss ich da achten?
Hat jemand schon Erfahrungen, bzw. auch Namen?
Vielen Dank.
Henrique
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