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Thorens TD 160 MKII – „Ich mach es zu meinem Projekt“

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MAG63
Stammgast
#1 erstellt: 09. Dez 2014, 18:48
Hallo Freunde des Vinyl,

damit meine Plattensammlung nicht noch mehr verstaub, will ich mir wieder einen Plattenspieler zulegen. Da das Projekt mit dem Dual 1249 noch ein wenig mehr Zeit in Anspruch nimmt, bis er wieder richtig läuft, habe ich mich nach anderen Alternativen umgesehen.

Am Wochenende bin ich dabei durch einen Zufall im Netz auf einen Thorens TD 160 MKII für Sagenhafte 130,- € gestoßen, kurzerhand angerufen und nach kurzem Gespräch über die Funktion und den Preis gebrüllt "ICH KAUFE“. "Glück muss der Mensch ja auch mal haben" Heute habe ich mir das Juwel dann beim Verkäufer abgeholt.

Nach erster Begutachtung zu Hause wurde eine Flasche Reiniger sowie ein paar Microfasertücher für die Reinigung bereit gelegt. Nach dem Abwischen der Haube mit einem nassen Tuch wunderte ich mich über die Farbe der Haube (Rauchglas), die ich bei Thorens so nicht kenne. Dann habe ich ihn erst mal zerlegt.

Als ich die Haube und alle beweglichen Teile ab hatte und auf die Deck Platte sehen konnte, fiel mir das fast Bernsteinfarbene Typenschild auf. Mit normalem Reiniger ließ sich daran auch nichts ändern, also habe ich zu Mutters Küchenreiniger (entfernt mühelos Fett) gegriffen.

20141209_144335

Und siehe da, unter dem Dreck der letzten Jahrzehnte kam ein recht tadelloser TD 160 zum Vorschein.

20141209_160203

Jetzt aber zum Projekt:

Der TD 160 wird demnächst in ein neues Heim, sprich eine andere Zarge umziehen. Die Zarge wird entweder aus massivem Makassar SaRaiFo oder MDF Furniert mit Vogelaugen Ahorn angefertigt. Anschließend soll die Zarge eine Mehrschicht Hochglanzlackierung bekommen

Makassa Ahorn

Anschließend soll die Zarge eine Mehrschicht Hochglanzlackierung bekommen und fertig in etwa so wie eine der folgenden aussehen.

http://www.hall-of-music.eu/html/zargen.html

Tonabnehmer/Nadel:

Tonabnehmer ist ein Ortofon mit M20 E und ich denke das ist von der Qualität erst mal so in Ordnung.
- Wie kann ich überprüfen ob die Nadel noch in Ordnung ist?
- Ist eine Reinigung der Nadel mit Alkohol möglich?

Ersatznadel:

- Von Ortofone /Dual DN350 gibt es in der Bucht noch Original Nadeln zu kaufen. Macht das Sinn oder gibt es gleichwertige bzw. bessere Nachbauten, wenn ja welche?
- Gibt es für den Thorens noch irgendwo eine Bedienungsanleitung, um die richtigen Einstellungen vornehmen zu können?

Wartung:

- Vor dem Umzug in die neue Zarge würde ich die Mechanik des Thorens gerne warten. Gibt es dafür irgendwo eine Anleitung die beschreibt was an welcher Stelle und womit geschmiert werden sollte?

Federung:

- Sollten die Spiralfeder des Subchassis erneuert werden?

- Gibt es noch weitere Punkte, die ich beim Thorens beachten und überprüfen sollte?

Ich hoffe das ihr mir für mein Projekt ein paar Tips geben könnt, Danke.


[Beitrag von MAG63 am 09. Dez 2014, 20:22 bearbeitet]
plattenmax
Stammgast
#2 erstellt: 09. Dez 2014, 19:52
Hi Martin,

Na da hast Du dir ja einiges vorgenommen.
Ist aber schon mal gut. wenn einer weiß was er will.

Mit dem Dreher hast Du schon mal ein Teil mit viel Potential.

Wenn neues Gehäuse empfehle ich MDF. Ist gut zu bearbeiten
und auch für die Performce ganz gut. Ich habe übrigens auch so einen, aber der ist von der Firma ATR in den 70ern gepimpt worden. Auch da wurde MDF verwendet.

Wenn der Tonabnehmer dir so gefällt und der Klang ok ist einfach so lassen.
Ist ja auch ganz klar eine Geschmackssache. Ich bevorzuge die Goldring MM´s.
Die sind im hohen Tonbereich (S-Laute) nicht so brachial.

Anleitung gibt es bei www.vinylengine.com (Anmelden und downloaden)

Für die Wartung und Schmierung gibt es bei E-Bay ein Set.

Federn so lassen, wenn der Teller nicht zu arg schwabbelt.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiter helfen.
Bei weiteren Fragen, einfach Fragen.

Grüße
Tim


[Beitrag von plattenmax am 09. Dez 2014, 19:53 bearbeitet]
MAG63
Stammgast
#3 erstellt: 09. Dez 2014, 20:39
Hallo Tim,

danke für die Info mit der Bedienungsanleitung.

Die Sets mit den Ölen für Thorens habe ich bei Ebay schon mal gesehen. Die Frage ist, welches wofür und an welcher Stelle.

Den Tonabnehmer werde ich mir erst mal anhören und dann mal weitersehen ob ein anderes in Frage kommt.

MDF für die Zarge ist auch meine erste Wahl, da es sich einfacher verarbeiten lässt. Kannst du vielleicht mal ein Bild der Zarge einstellen. Bisher habe ich nur Vorstellungen von den Zargen auf der eingefügten Webseite.
plattenmax
Stammgast
#4 erstellt: 09. Dez 2014, 21:20
Die Zarge vom ATR hat dieselben Ausmessungen wie ein normaler Thorens.
Optisch ist der Dreher nur wegen des Aufdrucks von einem normalen Thorens zu unterscheiden.

Wenn Du das Set bei E-Bay bestellst ist da immer eine Beschreibung dabei.
Wichtig ist Erneuerung des Öls für das Tellerlager und das der Motor auch mal ein Tröpfchen bekommt.
Ein neuer Riemen tut auch schon mal Not, vor allem wenn der Dreher nicht auf 45 Touren kommt.
Wenn man sparen will kann man den Riemen auch eine Viertel Stunde kochen.
Er wird dann wieder flexibler.

Was auf jeden Fall klanglichen Gewinn bringt ist ein neues Tonarminnenkabel.
Ich bestelle sowas immer bei Hifi Phono House.
Sehr günstig und schnell.

Desweiteren bringt ein Lagerspiegel im Tellerlager den Vorteil, dass man kaum noch Laufgeräusche hat.
Da müsstest Du dich an den User Joel in dem Analog-Forum wenden und ihn fragen ob er noch welche hat.

Falls Du wirklich ein neues Gehäuse für den Thorens baust und das alte Veräussern möchtest, melde ich schon mal Interesse an.
MAG63
Stammgast
#5 erstellt: 10. Dez 2014, 21:18
Neuer Stand!

Der angelaufene Plattenteller wurde aufpoliert, Tonabnehmer bzw Nadel gereinigt und unter dem Mikroskop sieht die Nadel noch Super aus. Alle nötigen Einstellungen am Tonarm und Tonabnehmer wurden durchgeführt., Lager und Gelenke sind neu geölt/gefettet.

Bei einer ersten Hörprobe war ich echt über den geilen Sound überrascht. Das verbaute Tonabnehmersystem bringt schon einen guten und klaren Sound rüber. Das einzige was mir fehlt, ist die weiter Taste auf der Fernbedienung.
plattenmax
Stammgast
#6 erstellt: 11. Dez 2014, 18:42
Hi Martin,

So ein polierter Teller ist ganz schön anzusehn.
Allerdings kannst Du dich darauf gefasst machen, den
alle paar Wochen nachzu polieren, weil das Material
immer wieder anläuft.
Bei zwei meiner Dreher habe ich den Rand mit Spraydosenfarbe; Seidenmatt lackiert.
Sieht gut aus und kann bei Bedarf leicht wieder entfernt werden.
Ist aber natürlich Geschmackssache.

Geniesse erst mal das gute Teil und überlege dir gut,
ob Du da ein neues Gehäuse baust.
Klanglich brauchts nämlich sowas nicht.
Viele behaupten zwar das sich ihr Dreher hinterher ganz anders
anhören würde, aber ich sag mal. Glaube versetzt Berge.
MAG63
Stammgast
#7 erstellt: 11. Dez 2014, 18:59
Hallo plattenmax,

das die Teller nach dem polieren recht schnell wieder anlaufen ist mir bekannt. Aus diesem Grund habe ich die Oberfläche anschließend versiegelt. Habe mit dieser Versiegelung schon bei anderen Metallen gute Erfahrung gemacht.

Ein anderes Gehäuse kommt rein aus optischen Gründen zum Einsatz. Das sich dadurch klanglich etwas ändert, glaube ich auch nicht.
MAG63
Stammgast
#8 erstellt: 07. Jan 2015, 22:22
Hier nun der aktuelle Status zum Projekt

Laufwerk 1
- neuer Riemen und Öl wurde gewechselt
- Subteller/Plattenteller gereinigt und poliert
- Zarge aus MDF in Hochglanz Schichtlack Schwarz ist fertig
- Chassis in die neue Zarge eingebaut
- Federung und Tonarm eingestellt

- Anschlussblende für Strom/Cinch/Masse werde ich am Wochenende fertigstellen
- Füße für das Gehäuse sind bestellt

Über die Feiertage hat es mit der Serienverkabelung schon fleißig gedudelt und alle Zuhörer waren sehr angetan "da knistet und knackt ja garnichts"

Hier eine kleine Vorschau

20141224_143539

20141224_143620

Laufwerk 2

Beim zweiten Laufwerk stecke ich noch in der Planungsphase und benötige von euch noch ein paar Tipps und Anregungen.

- Dämpfung des Metallchassis
Um die Übertragung von Schwingungen zu minimieren, habe ich vor, das Chassis zu Dämpfen. Damit ich das Gewicht dabei nicht unnötig erhöhe habe ich mich für Bitumenpappe bzw. Alubutyl Matten entschieden. Beklebt werden soll damit die Trägerplatte sowie das Subchassis.

Macht es Sinn, den Subteller und Plattenteller ebenfalls gegen Schwingunsübertragungen zu dämpfen, da beide im Rohzustand klingeln wie eine Glocke?

- Tonarm
Auf der Suche nach einem passenden Tonarm bin ich neben dem TP16 MKIII auf den SME 3009 S2 gestoßen, der bei einzelnen Sondermodellen ja auch serienmäßig verbaut wurde. Eine passende Basis für den SME bekomme ich für den 160er in der Bucht oder fräse sie mir selber.

Was haltet ihr vom SME 3009 und gibt es bei gleichem Budget vergleichbare oder bessere Alternativen?
Ist es Ratsam die Innenverkabelung des Tonarms auf Grund des Alters zu erneuern, wenn ja wodurch?

- Subteller
Der Subteller des zweiten Laufwerks ist im Gegensatz zum ersten nicht aus Zamac, sondern aus Alu.

Bestehen außer dem Gewicht noch weitere Unterschiede zwischen den einzelnen Materialien der Subteller (Zamac/Alu/Kunststoff)

- Motor
Zu den Unterschieden bzw. Vor- Nachteilen des 220V Motor im Vergleich zum 16V Motor habe ich noch keine Informationen gefunden, kann mir da jemand weiterhelfen?
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