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Kaufberatung 45 + 78 RPM für Vinyltransfer

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bm900
Neuling
#1 erstellt: 07. Mrz 2015, 23:51
Hallo, möchte diverse alte Platten (auch Mono und 78RPM) möglichst hochwertig eindigitalisieren und suche nach einem passendem Setup dafür. Das Budget beträgt max ca. 2000 Euro für Plattenspieler, Tonarm, Tonabnehmer und Vorverstärker. Ist es sinnvoll, zu versuchen alle Varianten mit einem Plattenspieler abzudecken, oder möglicherweise besser, für die Shellack-Platten einen extra Plattenspieler zu verwenden? Macht ein Vorverstärker mit unterschiedlichen Kennlinien Sinn? Welche 78RPM fähigen Plattenspieler wären empfehlenswert und welche Tonarm/Tonabnehmer-Kombinationen für Mono und Stereo-Platten?
Wäre euch für Tips dankbar!:)
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 08. Mrz 2015, 00:49
Lass den Vorverstärker ganz weg und mach die Entzerrung am PC. 78er Gang ist dann auch nicht notwendig. Geschwindigkeit einfach vor der Entzerrung am PC anpassen. Bei MM Systemen ist es allerdings nicht so trivial einen Vorverstärker zu finden der in Frage kommt. Die meisten professionellen Vorverstärker haben einen Eingangwiederstand von ungefähr 10 kOhm. Für MCs passt das mit zusätzlichen Widerständen für MM ist das viel zu niedrig.

Bei mir ist das seit Jahren schon der übliche Weg. 78er sind bei mir aber kein Thema.
akem
Inventar
#3 erstellt: 08. Mrz 2015, 15:14
Bedenke, daß Du für Schellackplatten einen Tonabnehmer mit einer besonderen Nadel brauchst.
Bei Deinem Budget kannst Du schon einen sehr guten Dreher kaufen und für Vinyl auch einen sehr guten Tonabnehmer dazu.
Wenn Du genug Platz hast kannst Du sogar für Schellack einen Extra-Dreher kaufen. Vielleicht einen der älteren Duals mit 78rpm und ein MM mit Schellacknadel dazu.

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 09. Mrz 2015, 00:48
Moin !

EMT - Systeme für 78UPM

ETF2014 mit Schellack-Demonstration

Viele Wege führen nach Rom !

MfG,
Erik
tomtiger
Moderator
#5 erstellt: 09. Mrz 2015, 02:51
Hi,

was sind "diverse alte Platten"? Bei dem Budget wäre zu überlegen, dass professionell machen zu lassen.

Wenn Du es selbst machen willst, würde ich empfehlen, die Entzerrung am PC zu machen, ob die Anpassung der Geschwindigkeit auch so einfach möglich ist, habe ich nicht probiert.

Im Prinzip benötigst Du dann einen Plattenspieler, da reicht auch mal ein preiswerter DD aus China.

Mono Microrille, auch 78er, spielt man mit einem normalen Stereotonabnehmer ab, Schellacks brauchen idR. 65µm Rundnadeln. Allenthalben wäre da ein Tonabnehmer mit mehreren Nadeleinschüben optimal, z.B. - passend zum preiswerten DD aus China - ein Concorde, da sollten auch bessere OM Nadeleinschübe reinpassen, gibt auch 25µm und 65µm Einschübe, es entfällt zum Teil die Justagenötigkeit, außer dass Schellacks häufig höhere Auflagekraft benötigen.

Wichtig scheint mir da - wenn Du viele Platten digitalisieren willst - die Zeit zu nehmen, nach einigen hundert Platten wird der Diamant abgenutzt sein, bei weniger Platten wäre es vermutlich deutlich preiswerter, die professionell digitalisieren zu lassen.

Und unbedingt Platten und Schellacks waschen vor dem Digitalisieren.

LG Tom
bm900
Neuling
#6 erstellt: 19. Mrz 2015, 11:51
Komme leider jetzt erst zum antworten. Mit welchem Programm kann man denn nachträglich entzerren? Gibt es Plug Ins für Pro Tools oder Audacity?

Habe jetzt einen TD125 LB mit SME 3012 angeschafft:) (Ist ja auch zum hören und nicht nur zum eindigitalisieren gedacht;) 78RPM werde ich dann zu einem späteren Zeitpunkt angehen. Bin mir noch unsicher, welche Tonabnehmer und Vorverstärker. Mono-Tonabnehmer bringen ja aber doch bessere Ergebnisse, bei Monoplatten, oder? Dachte vielleicht einen Audiotechnica AT Mono 3? Für Stereo hatte ich Ortofon MC25FL, Ortofon Quintett Blue oder Audiotechnica 33EV überlegt. Kann mir vorstellen, dass mir auch da der Audiotechnica gefällt, Bässe sind mir weniger wichtig als Details. Habe aber mit allen Tonabnehmern keine Erfahrung. Habt ihr Tips? Und welcher Vorverstärker würde passen?

@Erik: Nice;)
@tom: habe 200 bis 4000 Platten zum eindigitalisieren, je nachdem wieviele ich schaffe;) Zuviel um es machen zu lassen - und es bringt ja auch spaß;)

LG Börge
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 19. Mrz 2015, 18:01
Hallo, Börge !

1. Gründe eine gGmbH, eine Stiftung oder einen e.V.
2. Beantrage Fördergelder in einer strukturschwachen Gegend ( Meck-Pomm , Sachsen-Thüringen , Essen-Bochum ) zwecks Bauvorhaben " Digicenter ".
3. Mache die Bundesagentur für Arbeit glücklich.

Wird u. U. historisch gesehen mehr bringen als das Milliardengrab BER-Flughafen@Berlin.

MfG,
Erik
Jazzy
Inventar
#8 erstellt: 20. Mrz 2015, 18:51
Der ifi micro iphono ist sehr gut anpassbar und liefert mehrere Kennlinien.Da AT 33 ev hat wohl die beste Nadel der o.g. TAs,wurde auch viel gelobt.Details werden mit dem sicherlich sehr gut dargestellt.
akem
Inventar
#9 erstellt: 20. Mrz 2015, 19:19
Ich würde trotzdem noch die paar Taler drauflegen und das AT33 PTG nehmen. Der Mehrpreis ist marginal und Du bekommst zumindest eine höhere Lebensdauer der Nadel.
Wenn Du das originale SME-Gitterheadshell hast könnte es aber bei beiden Systemen eng werden wegen der Breite des Systems.
Dann könnte man ggf. über das AT150mlx nachdenken. Ist zwar ein MM, ist aber gerade was Details angeht für seinen Preis verdammt weit vorne. Bedingung hierfür ist allerdings eine niedrige Abschlußkapazität (empfohlen sind 100-200pF). Da könnte es mit dem ifi eng werden, weil der minimum 100pF hat und ein Tonarmkabel hat üblicherweise an die 150pF. Das wäre dann schon etwas zu viel... Da könnte man dann vielleicht man in die Richtung OTTO Aikido schaun (nur über ebay erhältlich). Der ist je nach Wunsch mit sehr geringer, mit anpassbarer oder auch ohne Eingangskapazität erhältlich

Gruß
Andreas
bm900
Neuling
#10 erstellt: 31. Mrz 2015, 11:29
Danke für eure Tips. Der IFI klingt interessant. In der Beschreibung steht, dass es sich um Stereo-Kennlinien handelt. Heißt das, dass die Kennlinien für Mono-LPs nicht geeignet sind? Dachte, dass unterschiedliche Kennlinien gerade bei älteren Mono-LPs interessant wären, da die meisten Stereo-LPs sowieso der RIAA-Norm entsprechen? (Beim Monk-Audio steht auch, dass die Kennlinien nur für den Stereobetrieb gelten..). Gibt es Vorverstärker bei der sich die Entzerrung komplett abschalten lässt? Wäre ja z.B. interessant, wenn die Entzerrung digital stattfindet. Wie ist der IFI klanglich im Vergleich zu Vorverstärkern wie Naim Stageline oder Lehmann Blackcube SE einzuordnen?
@Andreas: Werde als Stereo Tonabnehmer erstmal ein Ortofon Quintett nehmen. Für Mono wohl ein AT3 oder 33 mit eigenem Headshell. Was für ein Headshell eignet sich da?

LG! Börge
akem
Inventar
#11 erstellt: 31. Mrz 2015, 11:41
In der Beschreibung steht, dass es sich um Stereo-Kennlinien handelt. Heißt das, dass die Kennlinien für Mono-LPs nicht geeignet sind? Dachte, dass unterschiedliche Kennlinien gerade bei älteren Mono-LPs interessant wären, da die meisten Stereo-LPs sowieso der RIAA-Norm entsprechen? (Beim Monk-Audio steht auch, dass die Kennlinien nur für den Stereobetrieb gelten..).
--> Gerade in der Anfangszeit des Vinyl gab es (angeblich - das war vor meiner Zeit) etwas Wildwuchs, was die Schneidkennlinien angeht. Der ifi ist ein Stereogerät, also sind die verschiedenen Kennlinien sinnvollerweise für beide Stereokanäle umgesetzt. Aber natürlich kannst Du da auch einen Mono-Tonabnehmer anschließen und Monoplatten wiedergeben.

Gibt es Vorverstärker bei der sich die Entzerrung komplett abschalten lässt?
--> Nein. Macht imho auch keinen Sinn...
Man könnte es lediglich mit einem Mikrofon-Vorverstärker probieren (Phantomspeisung aber unbedingt abschalten, sonst ist der Tonabnehmer hin!).

Wie ist der IFI klanglich im Vergleich zu Vorverstärkern wie Naim Stageline oder Lehmann Blackcube SE einzuordnen?
--> Besser als der Lehmann Black Cube SE ist der ifi imho schon. Den Naim kenne ich nicht, hört sich aber teuer an...

@Andreas: Werde als Stereo Tonabnehmer erstmal ein Ortofon Quintett nehmen.
--> Welches? Imho ist nur das Black sein Geld wert, das aber dann wirklich.

Für Mono wohl ein AT3 oder 33 mit eigenem Headshell. Was für ein Headshell eignet sich da?
--> Für die AT32/33-Familie geht eigentlich jedes Headshell, das nicht zu leicht ist und das einfach nur flach ist. Das SME-Headshell der 30xx-Arme ist ja ein Gitter, das seitlich nach unten gezogen ist. Aber vielleicht geht das ja auch, müßtest Du mal ausmessen und mit den Abmessungen des Systems vergleichen (die gibt es bestimmt irgendwo im Netz; wenn nicht, sag Bescheid, dann messe ich es Dir mal aus).

Gruß
Andreas
juergen1
Inventar
#12 erstellt: 31. Mrz 2015, 11:54

bm900 (Beitrag #6) schrieb:
Mit welchem Programm kann man denn nachträglich entzerren? Gibt es Plug Ins für Pro Tools oder Audacity?
Für Audacity gibts anscheinend alle möglichen Linien zum Download: Kennlinien Download
Hier eine Auflistung aller möglichen Linien: Kennlinien
Gruß
Jürgen
juergen1
Inventar
#13 erstellt: 31. Mrz 2015, 12:10

HiFi_Addicted (Beitrag #2) schrieb:
Lass den Vorverstärker ganz weg und mach die Entzerrung am PC. 78er Gang ist dann auch nicht notwendig. Geschwindigkeit einfach vor der Entzerrung am PC anpassen.
Hab starke Zweifel, daß das so korrekt ist.
Niedrige Geschwindigkeit ergibt ja langsamere Schnellen der Nadelbewegung, der Tonabnehmer mit seiner ja unveränderten Trägheit folgt dann eher der Nadel, was eigentlich zu einer Bassabschwächung führen müßte...?
Ich vermute daher, es ist schon wichtig, daß man mit der vorgesehenen Geschwindigkeit abspielt.
Gruß
Jürgen
bm900
Neuling
#14 erstellt: 31. Mrz 2015, 13:05
@Andreas: *Quintett Blue. Der Naim Stageline liegt in der gleichen Preisklasse wie der IFI und wurde mir anderweitig empfohlen. Allerdings nur mit RIAA entzerrung. Ohne Entzerrung würde ja doch schon Sinn machen, wenn man eine Entzerrung in der Nachbearbeitung am PC hinzufügen will, sonst muss man ja erst die RIAA-Entzerrung entfernen, oder sind die Filter so ausgelegt, dass sie RIAA in andere Kennlinien umwandeln?
@Jürgen: Danke, das werde ich auf jedenfall ausprobieren!

Wie tauglich sind denn eigentlich Stereo Vorverstärker für Mono-LPs? Ist es langfristig sinnvoller, einen extra Vorverstärker für Mono anzuschaffen (sind ja dann eher gehobene Preisklassen, Monophonic z.B. ..)?
akem
Inventar
#15 erstellt: 31. Mrz 2015, 13:30
Was sollte das bringen? Ein Mono-Vorverstärker ist ein halber Stereo-Vorverstärker... Was spricht dagegen, beim (billigeren weil höhere Stückzahlen!) Stereoverstärker einfach einen Kanal offen zu lassen?

Das Quintet Blue hat nur eine einfache elliptische Nadel. An ein de facto preisgleiches AT33 PTG kommt das nicht im Mindesten ran, da liegt nicht nur eine Klasse dazwischen.

Gruß
Andreas
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