Shure M44G an Debut III Arm problemlos möglich?

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XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 13. Mai 2015, 23:44
Hallo zusammen,

ich überlege, meinen Pro-ject Debut III (werkseitig Ortofon 5e) mit einem Shure M44G System auszustatten. Da der Debut III keinen höhenverstellbaren Arm hat, meine Frage:

Ist ein Umrüsten auf das Shure System problemlos möglich, ohne, dass der Arm in der Höhe verstellt werden muss?

Sind andere Probleme zu erwarten? Antiskating, Auflagekraft etc.??

Danke und beste Grüße ins Forum!

der Max
sandmann319
Inventar
#2 erstellt: 14. Mai 2015, 00:04
Hallo Max,

das kommt auf die Bauhöhe des Shure an.
Suche doch einmal bei Ortofon und Shure nach der Bauhöhe von beiden Systemen,
wenn sie identisch ist gibt es kein Problem,
ist die Höhe des Shure größer keine Change,
bei geringerer könnte man evt. noch etwas zwischen Headshell und Tonabnehmer legen.

Dir ist doch hoffentlich bewusst das das Shure für intensives Scratching und Mixing konstruiert wurde?
Hast du etwa vor deinen Dreher dafür zu benutzen?
Dann würde ich dir Raten einige Überstunden zu machen, denn das Geld brauchst du ganz schnell für einen neuen Dreher.

Gruß Gerd
Wuhduh
Inventar
#3 erstellt: 14. Mai 2015, 00:17
Hallo, Max !

Du kannst ja gerne kaufen und testen, was Du willst. Aber ich empfehle Dir als Upgrade entweder die 10er Nadel oder ein Nagaoka MP100 bzw. MP110.

MfG,
Erik
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 14. Mai 2015, 00:35
Hallo!
Danke für die Antworten bisher!

Das System soll weder zum scratchen noch zum mixen verwendet werden. Ich suche eher ein System mit höherer Ausgangsspannung. Daher fällt das Upgrade auf eine 10er (20er, 30er) Nadel eigentlich aus. Der Shure M44G wird zudem gerne auch für Musik der härteren Gangart empfohlen.
Daher scheint der TA für mich ganz interessant, zudem auch preislich im Rahmen.
Leider finde ich (bisher) keine Maße des TA und kann daher die Bauhöhe nicht mit meinem System vergleichen.

Die Nagaoka werde ich mir mal näher anschauen, zumindest haben sie eine höhere Ausgangsspannung als der Ortofon TA.

Beste Grüße
der Max
volvo740tius
Inventar
#5 erstellt: 14. Mai 2015, 01:17
Hallo,

das M44G hat eine gemessene Bauhöhe von Oberkante bis Nadelspitze von knapp 18mm. Das System kann Spaß machen, mich nervt es aber nach gewisser Zeit, da die Feinzeichnung dank Rundnadel gegen Null geht. Es bringt böllernde Bässe, die Höhen klingen jedoch fast schon gesoundet und unrealistisch. Was auch immer Du mit Musik der härteren Gangart meinst, ich kann nur für Punk und Metal sprechen. Es gibt Leute, die schwören bei gitarrenlastiger Musik drauf, ich kann das aus o.g. Gründen nur bedingt sagen. Für elektronische Beats ist das System sicher besser geeignet, ohne das jetzt abwertend zu meinen.
Laut ist es auf jeden Fall.

Gruß Thomas
Fränk_B.
Stammgast
#6 erstellt: 14. Mai 2015, 09:08
Hi,
nicht, dass es zu Verwechslungen kommt: das M44g(eher für Hifi, niedrigere Auflagekraft) ist nicht das Gleiche wie M44-7 (sehr hoher Pegel,hohe Auflagekraft)

Grüße,


Fränk
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 14. Mai 2015, 11:52
Hallo!

Der 8.6-Tonarm des Debut III (Alu-Version) hat eine eff bewegte Masse von 9,5 Gramm. mit einem M-44/7 kommst du dabei auf euine Resonanzfrequenz von etwa 12,5 Hz und liegst damit gerade noch in einem günstigen Bereich, insofern dürftest du also keine sonderlichen Probleme zu erwarten haben.

Da die Compliance und das Eigengewicht des M-44/G gleich sind hast du hier ebenfall die gleichen Verhältnisse zu erwarten.

Sollte es sich allerdings um die Carbon-Verion des 8.6 Tonarmes handeln wäre der Einsatz eines M-44/X ungünstig da du hier bei einer Resonanzfrequenz von 14 Hz liegst, das wäre ein eher ungunstiger Wert.

MFG Günther
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 14. Mai 2015, 12:28
Hallo zusammen!

Besten Dank für eure hilfreichen Antworten

@Thomas: mit 18mm sollte das System auch bei mir passen, besten Dank fürs Messen. Mit härtere Gangart meine ich Hardcore/Punk/Post-Metal/Doom/Grind... etc. also vorwiegend Musik, bei der es weniger um Nuancen geht - auch wenn es hier durchaus sehr gute Produktionen gibt. Welchen TA nutzt du als Alternative zum M44G?

@Fränk: wenn, dann auf jeden Fall der M44G!

@Günther: wow, so weit habe ich noch gar nicht gedacht. Es handelt sich um den Alu-Arm, von daher: Gut zu wissen, dass das System grundsätzlich "harmonieren" würde.

Beste Grüße
der Max
Fränk_B.
Stammgast
#9 erstellt: 14. Mai 2015, 16:48
hi,

das M44G hab ich auch in Betrieb (an einem Metz 4963) - in sehr zufrieden damit


Grüße,

Fränk
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 14. Mai 2015, 17:21
Hallo !

@ Max: Ich weiß zwar nicht, wo Dein Problem mit der Ausgangsspannung liegt, aber dann könnteste auch einen gebrauchten M44-Body mit einer neuen G-Nadel kombinieren.

Ob dieses System klanglich zum Pro-Ject paßt steht auf einem anderen Papier. Die Nagaoka haben einen hohen Spaßfaktor.

MfG,
Erik
akem
Inventar
#11 erstellt: 14. Mai 2015, 17:55

XmarX (Beitrag #8) schrieb:
Mit härtere Gangart meine ich Hardcore/Punk/Post-Metal/Doom/Grind... etc. also vorwiegend Musik, bei der es weniger um Nuancen geht - auch wenn es hier durchaus sehr gute Produktionen gibt.


Da unterliegst Du einem Irrtum. Gute Produktionen klingen auch mit einem miesen Tonabnehmer zumindest erträglich. Schlechte Produktionen klingen mit einem schlechten TA unerträglich. Wenn der TA keine Nuancen wiederzugeben in der Lage ist, dann bekommst Du einen verzerrten Brei aus Geräuschen, den man nicht mehr als Musik bezeichnen kann. Das ist dann auch der Grund, warum diese Art von Musik von vielen Leuten als Krach bezeichnet wird... Ich würde also eher ein Ortofon VM Silver nehmen oder sowas.

Warum soll der TA den besonders laut sein? Du weißt schon, daß besonders laute TA konstruktive Eigenschaften haben, die einem guten Klang im Weg stehen...

Gruß
Andreas
volvo740tius
Inventar
#12 erstellt: 14. Mai 2015, 23:24
Hallo Max,

ich nutze alternativ u. a. ein Sumiko Pearl. Das hat eine Bauhöhe von 19mm und bringt 4mV Output. Das kostet zwar in Deutschland doppelt so viel, wie das Shure- System, ist jedoch jeden Cent wert. Es hat für die Preislage einen relativ scharfen elliptischen Schliff und das bringt dann eben mehr in puncto Details im Gegensatz zu der Rundnadel des M44G. Das Pearl würde von der Compliance zumindest an den Pro-ject- Arm passen, wegen der Bauhöhe kann ich nix sagen.
Wo hängt denn Dein Pro-ject jetzt dran, wenn es Dir zu leise ist im Moment?

Gruß Thomas
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 15. Mai 2015, 11:23
Hallo!

@akem


....Gute Produktionen klingen auch mit einem miesen Tonabnehmer zumindest erträglich. Schlechte Produktionen klingen mit einem schlechten TA unerträglich.........


Sorry Andreas aber das stimmt so nicht, eigentlich ist es genau umgedreht, das geht sogar als logische Folge aus deinem Folgesatz hervor:


....Wenn der TA keine Nuancen wiederzugeben in der Lage ist, dann bekommst Du einen verzerrten Brei aus Geräuschen, den man nicht mehr als Musik bezeichnen kann......


Einfache, anspruchlose Aufnahmen und Pressungen mit flachem Klangbild können auch von mäßigen bis schlechten Tonabnehmern relativ gut abgetastet werden während bei anspruchsvolleren und somit problematischeren Pressungen hier der von dir erwähnte Klangbrei entsteht der sich in aller Regel bei Abtastern mit gutem Auflösungsvermögen als Informationsfülle entpuppt .

Genau deswegen besteht ja auch der eigenliche Beurteilungstest für Tonarme und Abtastern für gewöhnlich darin sich die Kombination mit Schallplatten anzuhören deren Informationsgehalt mit dem bislang verwendeten System noch nicht voll aufgeschlüsselt werden können. Nur so kann man beurteilen ob ein neuer Abtaster mehr oder weniger respektive genausoviel wie der alte kann.

Ich begreife allerdings nicht ganz wie dir dieser Anfänger-Denkfehler unterlaufen konnte. eigentlich dachte ich bisher daß dir die spezifische Logik die bei der Schallplattenabtastung zur Anwendung kommen muß in Fleisch und Blut übergegangen wäre.

@XmarX

Nun die Frage ist halt was für ein Klangbild du eigentlich erzielen willst, mit dem M-44/x wird das alles leicht überdynamisch und etwas flach klingen da die Kombi in dieser Zusammenstellung etwas zu Überschwingern neigt, dazu kommen die Effekte der Rundnadel die eigentlich nur im Mitteltonbereich wirklich gut abtastet. Das heißt aber nicht das du damit ein schlechtes Klangbild hast sondern nur daß es etwas arg speziell klingt, -ähnlich wie ein DL-103, aus diesem Grund hat bei den wenigen Plattenhören die ich kenne und die dieses Klangbild bevorzugen das M-44/x schon lange das DL-103 abgelöst.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 15. Mai 2015, 11:33 bearbeitet]
ParrotHH
Inventar
#14 erstellt: 15. Mai 2015, 11:38

Hörbert (Beitrag #13) schrieb:
Ich begreife allerdings nicht ganz wie dir dieser Anfänger-Denkfehler unterlaufen konnte. eigentlich dachte ich bisher daß dir die spezifische Logik die bei der Schallplattenabtastung zur Anwendung kommen muß in Fleisch und Blut übergegangen wäre.

Ich vermute, Andreas tüftelt mittlerweile an einem eigenen Nadelschliff, damit er endlich Schallplatten in der für ihn angemessenen Qualität hören kann, und sich nicht mehr mit so groben Klötzen wie Shibata oder Fineline herumschlagen muss

Und wenn man mit den Gedanken eigentlich woanders ist, unterlaufen einem blöde Fehler...


@XmarX
Schau Dir doch mal die Ortofon 2m-Serie an. Die sind auch vergleichsweise laut, und haben "sogar" schon in der kleinsten Variante (Red) eine elliptische Nadel.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 15. Mai 2015, 11:41 bearbeitet]
akem
Inventar
#15 erstellt: 15. Mai 2015, 12:13

Hörbert (Beitrag #13) schrieb:

Einfache, anspruchlose Aufnahmen und Pressungen mit flachem Klangbild


Genau davon reden wir bei Metal aber nicht...

Gruß
Andreas
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 15. Mai 2015, 18:42
Hallo in die Runde

@Thomas: Der Spieler hängt an einem Advance-Acoustic MAP-101 MkII, an dem wiederum hängen zwei Infinity Reference 41 MkII Boxen. Grundsätzlich bin ich mit Verstärker und Boxen zufrieden. Der MAP-101 hat keinerlei Klangregelung, lässt sich aber durch den feinen Lautstärkeregler gut steuern, so dass ich keinen EQ vermisse (hab ich bei meinem alten Yamaha AX-450 irgendwann auch nicht mehr genutzt).
Im Vergleich zu anderen Quellen fällt der Pro-Ject schon deutlich im Signal (Lautstärke) ab. Was natürlich einerseits normal ist, mir aber in der Kombination etwas zu krass ist, da der MAP nicht so ganz die Ressourcen hat, das auszugleichen. Insbesondere im Kopfhörerbetrieb muss ich den Amp rund 80% aufdrehen.

Mein Gedankengang war dann: bevor ich jetzt irgendwo in der Kette was ändere, beginne ich an der Quelle und bin darüber auf die Ausgangsspannung des Tonabnehmer gekommen. Dazu kommt, dass die Nadel im Pro-ject jetzt auch schon so einige Jahre/Stunden runter hat, ich also eh über eine neue Nadel nachgedacht habe und die 5e im TA (ich glaub da ist sich das Forum einig), auch für einen Debut III nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Und da ich annehme, dass nur über den Tausch der Nadel mein Problem nicht zu lösen ist, kommt halt der TA Wechsel ins Spiel.

@Günther: Jetzt ist es so, dass ich, anknüpfend an das bisher geschriebene, mit dem Klangbild an sich gar nicht so unzufrieden bin. Ich würde also über den TA gar nicht mal versuchen wollen, extrem mehr Bässe oder Höhen in den Klang zu bekommen. Eher ein insgesamt an MEHR Sorry, muss das leider so laienhaft ausdrücken

Auf den Shure M44G bin ich dann gekommen, weil er insbesondere in der von mir bevorzugten Musikrichtung im Netz mehrfach Erwähnung findet (auch, wenn er für den DJ-Bereich vermarktet wird) und mir preislich interessant erscheint (würde aber auch um die 90 bis 100 Euro für einen TA ausgeben).

@Parrot: Ja, an den 2m Red hab ich auch schon gedacht!

Gruß ins Forum
der Max


[Beitrag von XmarX am 15. Mai 2015, 18:44 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#17 erstellt: 16. Mai 2015, 12:43
Hallo Max,

eine externer Phonovorverstärker wäre noch eine Möglichkeit, dieser hier z.B. Klick
der hat eine regelbare Verstärkung bis 45db und dürfte damit kräftiger sein als die eingebaute Phonosektion Deines Vollverstärkers. Vorteil hier: Du kannst das Testen mit Deinem jetzigen System und sollte es nicht annähernd "lauter" sein das Teil zurückschicken. Bei einem neuen Tonabnehmer dürfte das zurückgeben schwierig werden, sofern er technisch in Ordnung ist.
Sollte das mit dem ART besser gehen, könntest Du ja beim OM System noch ein Nadelupgrade auf Nadel 20 machen und hättest wahrscheinlich mehr gewonnen, als nur mit einem lauteren System.

Gruß Thomas
Wuhduh
Inventar
#18 erstellt: 16. Mai 2015, 17:18
Hallo, Max !

Sodele, hatte im Schnelldurchlauf mal nach Deinem VV gegoogelt und meistens nur den MK nix gefunden:

STEREO-Test MAP101

Ohne ins Details gehen zu können vermute ich einmal:

1. Die 2 x 45 Watt sinus sind zu wenig Leistung für die Infinity UND auch für Deine Kopfhörer, sofern das Gerät nicht auch noch einen zusätzlichen Kopfhörer-Verstärker besitzt. Also HighBias=OFF und normaler Class A/B - Betrieb.

( Seltsam: Protziger Ringkerntrafo + 4x pupsige Endstufen-Elkos )

Bringt nix ? Dann ...

2. wird die Signalspannung vom Ortofon, welche schon ganz normal und klassisch ist, zu wenig verstärkt.

3. Jo, ein externer Preamp mit hohem Verstärkungsfaktor wird helfen. Wird dann an einen Hochpegeleingang angeschlossen.

Aaber ...

Du hättest evtl. einen MF V-90LPS ( oder so ähnlich ) für ca. 100,00 Euro mittendrin, aber immer noch das einfache OM5E .

Die Alternative = Shure M44G bringt Dich audiophil / klanglich nicht weiter.


Eigentlich wäre eine zweifache Investition fällig:
Entweder ...
besser TA und externer Preamp ...
... oder ... hüstel ...
weg mit dem Vollverstärker und später besserer TA.

MfG,
Erik
sandmann319
Inventar
#19 erstellt: 16. Mai 2015, 17:50
@ Erik

wo gibt es den Mu-Fi V-90LPS für ca. 100,-€?

Gruß Gerd
Hörbert
Moderator
#20 erstellt: 16. Mai 2015, 20:33
Hallo!

@XmarX

Ein M-44/x kann schon ernorm Spaß machen, natürlich ist es nix für "feinsinnige Genießer" die ein eher druckarmes und dafür gut aufgeschlüsseltes Klangbild bevorzugen. Das Shure klingt eher homogen und mach in den unteren Mitten deftig druck.

Einziger wirklicher Kritikpunkt den ich hier habe ist daß eigentlich alles ein wenig gleich klingt und Unterschiede in der Pressqualität und in der Intonation etwas verlorengehen aber wenn der Spaßfaktor im Vordergrund steht ist das System am rechten Platz.

@akem

Auch bei Metal und den verwanden Richtungen gibt es genau so viele schlecht gemachte Schallplatten wie sonst auch, ab einer gewissen Qualitätsstufe des Gesamtequipments fällt das auch genau so ins Gewicht, leider sind in aller Regel und bei allen Musikrichtungen ca. 60-70% aller Pressungen respektive aller Aufnahmen eigentlich Hasenfutter.

MFG Günther
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 17. Mai 2015, 21:12
Hallo in die Runde

also, heute mal ein paar A/B Vergleiche gemacht. In letzter Zeit lief eigentlich immer ein MacBook Pro und der Debut III an meinem Verstärker. Die Dateien liegen auf dem Macbook i.d.R. als AAC mit 256kB vor.
Jetzt habe ich mal wieder einen CD Player angeschlossen (eigentlich ein DVD Player, der auch nur als solches genutzt wird) und Alben verglichen, die ich sowohl als original CD, als LP und im AAC Format vorliegen habe. Die einzelnen Details lass ich mal aus und komme zu meinem Tagesergebnis in Bezug auf mein eigentliches Problem:

Vorweg, die Volumenanzeige am VV geht bix max. 63.

CD + Vollverstärker + Boxen = sehr guter Sound + für meine Zwecke ausreichend lautes Signal bei Volumen zwischen 15-17.

LP + Vollverstärker + Boxen = ebenfalls sehr guter Sound + für meine Zwecke ausreichend lautes Signal bei Volumen 36-38.

Ich muss also schon deutlich mehr aufdrehen, wenn ich auf Vinyl umschalte, der Klang ist aber gut. Hätte ich einen EQ würde ich event. ein bisschen mehr Höhen reindrehen, aber wirklich nur ne Nuance und nur im Vergleich zur CD.

So, jetzt das Ganze am Kophörer. Eigentlich höre ich nur Vinyl über den VV am Kopfhörer. Sonst höre ich direkt am Macbook. Daher war der CD Player Test am VV mit Kopfhörer heute erkenntnisreich.

Der Kopfhörerausgang am VV ist Grütze egal, ob CD, Phono oder MacBook!

Mein Schluss aus dem heutigen Tag (und ich bitte um Korrektur, wenn ich da falsch liege).
Der Phonopreamp am VV könnte mehr Saft haben, ist aber klanglich erst mal völlig okay.
Nur neuer Tonabnehmer (mit Ausgangsspannung >= 5,5mV würde mich zwar beim Hören über die Boxen ggf. (etwas) vorranbringen, würde aber das Problem am Kopfhörer nicht beheben.

Ergo= ich teste wohl zunächst mal einen Kopfhörerverstärker (eine Idee die auch schon nach dem Kauf des VV in Erwägung gezogen, aber danach auch wieder verdrängt habe ).

Gruß
der Max
Albus
Inventar
#22 erstellt: 17. Mai 2015, 21:52
Tag,

das ist plausibel - der KH-Ausgang ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wie gängig eine Abzweigung in der Endstufe vor den LS-Ausgängen, wobei die bis dort gegebene Ausgangsspannung durch einen massiven Widerstand auf KH-Verträglichkeit abgesenkt wird; mit einem internen extra KH-Verstärker ist nicht zu rechnen.
Ferner verhilft einem eine der zwei M44G-Versionen (0,75-1,5g bzw. 1,5-3,0g), Ausgangsspannung von nominell 6,2 mV, gegenüber einem TA mit bereits 5 mV (bei einer Normalschnelle von 5 cm/s) Ausgangsspannung nicht zu einer deutlich anderen Position des Lautstärkestellers (interner Verstärkungsfaktor des Phono-Modus ist unverändert). Überhaupt ist eine weitere Öffnung des Lautstärkestellers (der funktional ein Abschwächer ist, Attenuator) solange vorteilhaft, wie keinerlei Störgeräusch merklich wird: Bei Öffnung im Bereich 12:00 Uhr bis ca. 15:00 Uhr wird die interne Impedanz günstig vermindert; gelegentlich sind gar besondere Maßnahmen empfohlen, um diesen günstigen Dreh zu erreichen (selbst bei Studiogeräten).
Der Vollverstärker hat offensichtlich (BDA-Daten) auffällig unempfindliche Hochpegel-Stufen, das Datum "<550 mV" (üblich 150-200 mV) ist eigentlich klar. Von daher ist der Phono-Modus mit vermutlich Verstärkung von 60-100-fach etwas stark beansprucht. Was aber kein Nachteil sein muss - ein gehöriger Störspannungsabstand vorausgesetzt.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 17. Mai 2015, 21:58 bearbeitet]
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 18. Mai 2015, 19:05
Hallo Albus,

herzlichen Dank für die Infos

Ich weiche jetzt zwar ordentlich vom ursprünglichen Thema ab, aber bevor ich ein gänzlich Neues aufmache, mal eine Frage zu Kopfhörerverstärkern.

Wenn, dann würde ich den KH-Ausgang meines VV permanent ersetzten wollen.
Mein VV hat einen Pre-Out und einen AMP-In. Ein Rec-Out ist nicht vorhanden. Die Head Box S von Pro-ject z.B. hat einen (Pro-ject nennt es) RCA Stereo-Input und einen RCA Stereo-Loop-Out.
Liege ich jetzt in meiner Annahme richtig, dass ich den Kopfhörerverstärker zwischen den Pre-Out und den Amp-In schalten kann, so dass Umsteckerei u.ä. entfallen? Ich den VV dann auf 0 drehe, wenn ich über Kopfhörer hören will und entsprechend hoch regel, wenn über Boxen?

Ein neuer TA kommt wahrscheinlich trotzdem noch dazu Hab neben dem Shure M44G jetzt auch noch den Shure M35X ins Auge gefasst.

Beste Grüße in die Runde!
der Max
Albus
Inventar
#24 erstellt: 18. Mai 2015, 21:45
Tag,
und Tag Max,

Moment bitte, wenn der Lautstärkesteller auf 0 gestellt wird, dann liegt am Pre Out kein Signal an, so gelingt das also nicht. - Der Verstärker verfügt über keinen Tape-Ausgang, wirklich? Habe nachgesehen, tatsächlich sind dort nur Inputs sowie Pre Out und Main In. Tja,...

Was das Shure M35X angeht: Bauhöhe ist nominell 15,9 mm unter Auflagekraft, stimmt. Ausgangsspannung 6,0 mV (Normschnelle von 5 cm/s), Klangcharakteristik gegenüber dem M44G etwas ausgeglichener, die Bassregion nicht mehr so massiv, aber immer noch kräftig, der Mittenbereich klar und durchhörbar, die Hochtonregion deutlich - Bedingung hinsichtlich der gewissen Ausgewogenheit ist allerdings die Einhaltung der empfohlenen Lastkapazität von 200-300 pF, gesagt sind 250 pF (aus Tonarmkabel, Audiokabel plus Eingangskapazität des Phono-Schaltkreises). Die Nadelnachgiebigkeit ist gering, sowohl horizontal als auch vertikal, horizontal ~10, vertikal ~8 Mikrometer/Millinewton, Auflagekraft 22-25 mN je nach Exemplarzustand und Abtastansprüchen. Für den Project-Arm passt das so wenig wie die harte M44G-Version. Von irgend Fummeleien mit Ballast am Tonkopf rate ich ab.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 18. Mai 2015, 21:54 bearbeitet]
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 18. Mai 2015, 22:58
Hallo!

Autsch, ich hatte in meinem naiven Leichtsinn gedacht, das Volumenpoti steuert den Endverstärker...

...okay, Shure wohl am Pro-ject Tonarm nicht die 1. Wahl

mmmhhh...jetzt muss ich wohl umdenken

Beste Grüße ins Forum
der Max


[Beitrag von XmarX am 18. Mai 2015, 22:58 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#26 erstellt: 19. Mai 2015, 09:46
Hallo!

@XmarX


......
Autsch, ich hatte in meinem naiven Leichtsinn gedacht, das Volumenpoti steuert den Endverstärker......


Das hängt ganz von der jeweiligen Konstruktion ab, für gewöhnlich liegt der Lautstärkeregler vor den Endstufen, wie genau die Volumeregelung realisiert ist sagt dir der Schaltplan, -hier gibt es kein Patentrezept.


...........okay, Shure wohl am Pro-ject Tonarm nicht die 1. Wahl......


Nun lass dich mal nicht irre machen, die Rechnung habe ich dir oben schon aufgemacht und das funtzt eigentlich recht gut.

Nadelnachgiebigkeit und relative bewegte Tonarmmasse müssen hat in einem bestimmten Verhältniss zueinander stehen, dann klappt alles und das ist beim Alu-8.6-Tonarm und dem M-44e/x sehr wohl der Fall.

MFG Günther
germi1982
Moderator
#27 erstellt: 23. Mai 2015, 17:30

sandmann319 (Beitrag #2) schrieb:
....
Dir ist doch hoffentlich bewusst das das Shure für intensives Scratching und Mixing konstruiert wurde?
....


Jain.

Das wurde erst dafür entdeckt. Die Nadel des -G dürfte aber dafür optimiert sein, der Tonabnehmer M44 selbst ist aber schon wesentlich älter.

Schau mal hier, ein Shure-Prospekt aus dem Jahre 1965:

http://wegavision.pytalhost.com/Shure/shure65/


[Beitrag von germi1982 am 23. Mai 2015, 17:32 bearbeitet]
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 24. Mai 2015, 20:41
Hallo in die Runde!

@germi1982: Toller Hinweis in die Historie der Shure Tonabnehmer

Konnte mich noch nicht dazu durchringen, einen TA zu ordern. Denke auch noch über den Vorschlag von Thomas nach, mal einen PreAmp wie den den vorgeschlagenen ART DJPRE II auszuprobieren.

Werde berichten, wenn es Neues gibt. Bisher noch mal vielen Dank für die zahlreichen interessanten Beiträge!

der Max
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#29 erstellt: 03. Jun 2015, 17:53
Hello again

nur kurz: seit ein paar Tagen ist der ART DJPre II im Einsatz und ich bin mehr als begeistert
Über den kleinen Kaste ist ja auch hier im Forum schon viel geschrieben worden, daher lasse ich mich hierzu nicht weiter aus, aber die 38 Euro sind gut investiert!
Daher an Thomas: Besten Dank für den Tipp.

Desweiteren habe ich noch eine kurze Anmerkung, die bisher zum Thema Debut III und Shure TA nicht aufgekommen ist. Alle bisher angeführten TA - die Shure, aber auch die Nagaoka oder Ortfon 2m etc. - funktionieren am Debut, wenn ich da richtig liege, nur mit Austausch des Gegengewichtes, oder?. Das mitgelieferte scheint nur für TA bis 5,5 g ausgelegt zu sein. Die Shure etc. wiegen aber meist >6g.

Beste Grüße
der Max


[Beitrag von XmarX am 03. Jun 2015, 18:39 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#30 erstellt: 03. Jun 2015, 18:24
Hallo Max,

38€ mit Netzteil?

Deine Frage zum Gegengewicht wird in diesem Thread beantwortet http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-16493.html

Gruß Thomas
XmarX
Schaut ab und zu mal vorbei
#31 erstellt: 03. Jun 2015, 18:35
Hallo Thomas,

ja, Gerät kam komplett mit Netzteil und Porto frei für 38,00 Euro.

Hier geordert: http://www.bax-shop.de/art-djpre-ii-phono-line-vorverstarker

Danke für den weiteren Link!

Beste Grüße
der Max
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