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Autor
Beitrag
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Jul 2015, 18:21
Hallo tolle Menschen dieses Forums.

Vor vielen Jahren habe ich mich hier angemeldet und von einem von euch einen Plattenspieler erstanden, der so alt war, wie ich selbst damals (25) mittlerweile ist meine Anlage von damals abgetaucht und der alte Plattenspieler vermodert im Keller.

Seitdem habe ich wohl schlimmste Blasphemie begangen und nutze fast nur noch Spotify und streame das auf meine Musikbar vor dem Fernseher.
Ich mag eigentlich diese Einfachheit, aber befinde mich damit auf dem absoluten Bodensatz der Musikliebhaber und weil ich kaum noch Scheiben und Platten kaufe und hier ein komplettes Zimmer ungenutzt ist, habe ich beschlossen wieder zu den Wurzeln zurück zu kehren und Musik erneut zu zelebrieren.

Dabei brauche ich eure Hilfe, denn wie damals, habe ich leider sehr wenig Ahnung von der ganzen Materie (ich weiß eigentlich nur, dass man zwischen Plattenspieler und Anlage den Phonoverstärker klemmen muss und der Kopf vom Plattenspieler das Geheimnis des Klangs ist).


Ich möchte beim Einstieg aber nicht gleich allzu viel Geld verbrennen und habe mir daher ein Limit für Spieler, Anlage und Boxen von 700€ gesetzt.
Ist das überhaupt realistisch?

Vielleicht sollte ich erst einmal mit den Anforderungen beginnen:

1. Ich möchte Platten, CDs, Tapes und Spotify problemlos abspielen können
2. sollte die Anlage nicht allzu gewaltig sein und keine ganze Schrankwand einnehmen
3. sollte die Musik idealerweise im Zimmer bleiben. Meine Vermieterin ist eine ältere Damen, die direkt unter mir wohnt.
4. ich möchte problemlos Kopfhörer anstöpseln, um geschmeidig auch mal richtig aufdrehen zu können.
5. so wenig Kabelsalat wie möglich (sind Funkboxen anno 2015 brauchbar und bezahlbar?) Oder kann ich auch auf ein extre Phonovorverstärker verzichten? Das war alles sehr fummelig, früher hatten Anlagen die Dinger doch auch standardmäßig schon drin?
6. ich möchte damit hauptsächlich Black Metal hören


Als Plattenspieler hatte ich den Pro-Ject Debut Carbon Premium ins Auge gefasst für 399€. Der sollte doch Mittelklasse sein, oder? Das alte Ding im Keller taugt nicht mehr so viel. Hab es damals hier für 35€ gekauft, aber die Automatik ist kaputt und die Knöpfe reagieren auch nicht mehr so ganz

Als Boxen hatte ich die Teufel Consono 35 Mk3 "5.1" ausgesucht für 379€ und als Anlage die Denn AVR-X1100W 7.2 Surraound-AV-Receiver


Achso, noch ergänzend, mein alter Plattenspieler ist ein alter Dual DS 158...der war klanglich für mich absolut ausreichend.

Ist diese Zusammenstellung ok? Oder passt das so gar nicht? Wenn ich total auf dem Holzweg bin, schlagt es mir bitte um die Ohren. Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar!


Bis dahin schon mal ein großes Dankeschön an jeden einzelnen von euch!

Cheers!


[Beitrag von Shrunkhead am 27. Jul 2015, 18:34 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 27. Jul 2015, 18:56
Hallo,

Dual HS 152 vielleicht?

das Gerät? http://funwithmusic.de/haendler/plattenspieler/dual-hs152.jpg

Die kaputte Automatik ist meist nur der Steuerpimpel, ein kleines Plastik-Käppchen. Der Dreher ist eine ganz andere Klasse als so ein Brettchen...

Wenn Du nicht 2 linke Hände hast kriegst das wieder hin.



Peter
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Jul 2015, 19:11
Ach, tut mir leid, hab mich vertan. Habe den Dual CS 528
Ist der besser als der Pro Ject?


Was haltet ihr von dem
Denon PMA 520 AE Stereo-Vollverstärker (Aluminium Frontblende, ECO-Standby, 2x 70 Watt)
Denon DCD 520 AE CD-Player (Aluminium Frontblende, ECO-Standby, Burr Brown Wandler)
Magnat Monitor Supreme 200, Regallautsprecher, schwarz (1 Paar)


Wäre das eine Zusammenstellung zum Plattenspieler, die funktionieren kann?


[Beitrag von Shrunkhead am 27. Jul 2015, 19:19 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 27. Jul 2015, 20:12
Hallo Shrunkhead

Dein Dual ist nicht so der Brüller, der Pro-Ject aber auch nicht...

Ich würde mich bei deinem Budget eher auf Gebrauchtgeräte fokussieren. Beim Plattenspieler ist es eben so, dass in der Blütezeit des Schallplattenkonsums in grossen Mengen sehr gute Qualität produziert wurde. Heute werden Plattenspieler nur noch in Kleinserie produziert. Ergo sind die günstigeren Gerät halt schon sehr simpel gestrickt. Um in etwa auf den Level eines Mittelklassegerätes der frühen 80er-Jahre zu kommen müsstest du heute schon einen vierstelligen Betrag aufwerfen. Und dann kommt eben noch der Tonabnehmer bzw. die Güte der Nadel dazu, die den guten Ton ausmacht. Mit Glück ist noch ein gutes Tonabnehmersystem verbaut, ev. braucht es aber eine neue Nadel oder auch ein neues System, daher würde ich diese Investition mal miteinberechnen.

So - nun nun mein Vorschlag:

Verstärker: Vollverstärker mit integrierter Phonosektion (damit dann nicht noch ein externer Preamp gekauft werden muss. Denon ist imo recht gut. Gibt es auch gebraucht, hier inkl. CD-Player: http://www.ebay.de/i...?hash=item5678fbbbad
=> ca. 200.-

Plattenspieler:
Technics SL-1710: http://www.ebay.de/i...&hash=item5d5b3fc45e
=> ca. 200.-
Ev. nötig Ersatz-Nachbaunadel. Sehr empfehlenswert wäre da die SAS-Nadel von Jico: https://www.thakker....neric-stylus/a-7982/
=> 200.-

Plattenspieler geht auch günstiger:
SABA PSP250: http://www.ebay.de/i...&hash=item1c56609546
=> 100.-
Ev. nötig neues Tonabnehmersystem. Gut für den Preis ist das Sumiko Pearl: http://www.ebay.de/i...&hash=item51c67b4cb7
=> 130.-

Und nun noch gute Boxen: Vielleicht findet sich auf dem Gebrauchtmarkt um 300.- etwas feines von ASW...

Allerdings bist du schnell einmal über deinem Budget.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 27. Jul 2015, 20:18 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#5 erstellt: 27. Jul 2015, 21:33
Ach, Marsilio * seufzz *

Du und Deine wiederholten, für mich unrealistischen Vergleich Mittelklasse 80ziger Jahre <-> Neuzeit mit 4-stelligem Anschaffungspreis.

Es gibt einige sorgfältig geplante Neugeräte-Tonabnehmer-Kombinationen, die eindeutig unter dieser Preisgrenze liegen und etliche gehypte Klassiker auf die hinteren Plätze verweisen würden. Aber dies ist nicht das Thema.


Interessant werden die Pro-Ject auf jeden Fall , wenn sich Sonderpreise durch Ausstellungsstücke, Vorführgeräte oder Sonder-Edition's ergeben.

Irgendwann wird der Standardkram mit den Ortofon OM5E oder 2MRed stinklangweilig, wenn die Händler nicht begreifen wollen, daß mit original versiegelten Kartons ohne Berücksichtigung jeglicher Kundenwünsche bzw. ohne vernünftige, klangverbessernde (!) Modifikation keine ergiebigen Umsätze mehr erzielt werden können.

Lautsprecher ? Vielleicht selberbauen ?

MfG,
Erik
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Jul 2015, 05:59
Um Himmels Willen, ich bin vermutlich der handwerklich unbegabteste Mensch der Welt. Selber bauen wird da also garantiert nix.

Deswegen hatte ich auch den Anstaz alle Komponenten möglichst neu zu kaufen. Der alte Dual hat bei mir vom Klang her vollkommen ausgereicht. Ich bin da gar nicht so perfektionistisch und höre vermutlich den Unterschied zwischen einem 300€ Plattenspieler und einem 1500€ gar nicht.
Ist der Pro Ject denn grundsätzlich von der Klangqualität etwas besser als dieser alte Dual, der bei mir im Keller modert?

Problem an dem alten Ding ist halt auch, dass die Drähte, die man an den Phonovorverstärker basteln muss, ziemlich kaputt sind. Ich hatte das Teil gut ein Jahr in Betrieb und dabei ist es eigentlich immer mehr kaputt gegangen. Hatte damals dann auch noch eine teure neue Nadel gekauft, kurz darauf ist dann meine alte Stereoanlage abgeraucht, an die er angeschlossen war.

Also grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass es alles neue Komponenten sind und der Klang einfach eine Steigerung zum Jetzt ist, denn da hab ich eine LG Soundbar für 150€ und die ist vom Klang her eher so lala.

Idealerweise also die besten der günstigen Teile, wobei ich ehrlich gesagt 399€ für den Plattenspieler schon relativ gesalzen finde (vor allem, wenn der dann laut euch auch noch eher für die Tonne ist vom Klang).
Mir fehlt da auch ein bisschen das Grundverständnis. Brauch ich den CD Stereoanlagen-Teil überhaupt oder reicht ein Verstärker mit Boxen, an den ich den Phonovorverstärker hänge und dann den Plattenspieler?

Alternative wäre eine Kompaktanlage, aber die sind ja mittlerweile so winzig geworden, dass die zu nix mehr zu gebrauchen sind.
Tywin
Inventar
#7 erstellt: 28. Jul 2015, 06:17
Hallo,


Es gibt einige sorgfältig geplante Neugeräte-Tonabnehmer-Kombinationen, die eindeutig unter dieser Preisgrenze liegen und etliche gehypte Klassiker auf die hinteren Plätze verweisen würden. Aber dies ist nicht das Thema.


Ach, Wuhduh* seufzz *


Deswegen hatte ich auch den Anstaz alle Komponenten möglichst neu zu kaufen. Der alte Dual hat bei mir vom Klang her vollkommen ausgereicht. Ich bin da gar nicht so perfektionistisch und höre vermutlich den Unterschied zwischen einem 300€ Plattenspieler und einem 1500€ gar nicht.
Ist der Pro Ject denn grundsätzlich von der Klangqualität etwas besser als dieser alte Dual, der bei mir im Keller modert?


Zwischen einwandfrei funktionierenden Plattenspielern, welche die Platte mit der richtigen Geschwindigkeit störgeräuschfrei drehen, vom Trittschall entkoppeln, mit Tonarmen die dazu passende Tonabnehmer (Compliance/Bauhöhe/Gewicht) an den richtigen Stellen, in den richtigen Winkeln, mit dem richtigen Auflagegewicht und der richtigen Antiscatingkraft über die Platte führen - höre ich auch keine Unterschiede und so sollte das ja auch sein.

Unterschiede im Klang und der Klangqualität ergeben sich ja auch nicht durch einwandfrei funktionierende Dreher, sondern durch den Tonabnehmer und hier insbesondere durch die Nadel, den Nadelträger/Cantilever, den Diamanten/Stein und insbesondere durch einen guten/scharfen leider teuren Schliff.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 06:23 bearbeitet]
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 28. Jul 2015, 06:22
[quote="Tywin (Beitrag #7)]

Zwischen einwandfrei funktionierenden Plattenspielern, welche die Platte mit der richtigen Geschwindigkeit störgeräuschfrei drehen, vom Trittschall entkoppeln, mit Tonarmen die dazu passende Tonabnehmer an dern richtigen Stellen, in den richtigen Winkeln, mit dem richtigen Auflagegewicht und der richtigen Antiscatingkraft über die Platte führen - höre ich auch keine Unterschiede.

Unterschiede im Klang und der Klangqualität ergeben sich ja auch nicht durch einwandfrei funktionierende Dreher, sondern durch den Tonabnehmer und hier insbesondere durch die Nadel, den Nadelträger/Cantilever, den Diamanten/Stein und insbesondere durch einen guten/teuren Schliff.

VG Tywin[/quote]


Heißt, der ProJect kann das alles nicht? Oder er hat eine schlechte Klangqualität?
Ich will halt einfach nicht so wahnsinnig viel Geld raus schleudern, für Eigenschaften, die ich vermutlich gar nicht wahrnehme.
Beim Fernseherkauf ging es mir genauso. Da wurde mir auch erstmal die ganz teuren Geräte empfohlen, ich habs mir im Laden angeschaut und mich dann bewusst für ein günstigeres Modell entschieden.
Für meine Bedürfnisse reicht das halt vollkommen.
Es gibt doch immer so einen Qualitätsbereich, wo man größere Schritte mit mehr Geld machen kann...und irgendwann kommt man dann an die Grenze, wo man nur noch mit sehr viel Geld sehr wenig Optimierung erhält. Und genau dort, wo es dann mit Goldkabeln etc losgeht, wo die Verbesserung, ich sag mal im homöopathischen Bereich ist, will ich nicht hin. Einfach nur Standard und Durchschnitt. Ohne dass es schlechter klingt als meine Soundbar


[Beitrag von Shrunkhead am 28. Jul 2015, 06:32 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#9 erstellt: 28. Jul 2015, 06:39
Hallo,


Heißt, der ProJect kann das alles nicht?


die billigen aber hübschen und modern scheinenden Brettchendreher mit Einfachstriemenantrieb und Einfachsttonarmen sind hinsichtlich Perfektion in Bedienung, Mechanik und Steuerungselektronik nicht da, wo z.B. ein nahezu beliebiger japanischer direkt angetriebener Dreher aus der Blütezeit des Plattenspielerbaus steht.

Ganz zu schweigen von Geräten mit Quarzsteuerung, Subchassis, Automatiken, Tonarmen mit SME-kompatiblen Headshell und vielseitigst einstellbaren Tonarmen. Aber eine Platte dauerhaft mit halbwegs der richtigen Geschwindigkeit drehen ist keine große Kunst und das bekommt auch so ein Einfachdreher hin. Und wenn der richtig aufgestellt wird - z.B. auf einer Wandhalterung - dann klappt es auch mit der Trittschallentkopplung.


Oder er hat eine schlechte Klangqualität?


In meinem von Dir zitierten Text habe ich erklärt was für guten Klang bei einem Plattenspieler verantwortlich ist und das ist nicht ein einwandfrei - oder auch nur halbwegs gut - funktionierender Plattenspieler, sondern:


Unterschiede im Klang und der Klangqualität ergeben sich ja auch nicht durch einwandfrei funktionierende Dreher, sondern durch den Tonabnehmer und hier insbesondere durch die Nadel, den Nadelträger/Cantilever, den Diamanten/Stein und insbesondere durch einen guten/teuren Schliff.


Du kannst z.B. hier mal stöbern, was es da alles so gibt:

http://www.phonophono.de/phono/tonabnehmer.html

Und hier kannst Du Dir mal anschauen was man wissen sollte, wenn man sich mit einem Plattenspieler befassen will:

https://www.youtube.com/watch?v=H2jqA_fwi3o


Ich will halt einfach nicht so wahnsinnig viel Geld raus schleudern, für Eigenschaften, die ich vermutlich gar nicht wahrnehme.


Dann kauf Dir doch irgendeinen Digitalplayer. Keinen davon bekommst Du klanglich mit einem noch so teuren Plattenspieler/Tonarm/Tonabnehmer/Nadel/Phonovorverstärker getoppt. Du musst vergleichsweise extrem viel Geld ausgeben und Aufwand treiben um mit einem Plattenspieler auch nur in die Nähe von dem Klang digitaler Player zu kommen.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 06:55 bearbeitet]
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 28. Jul 2015, 07:19
Perfektion möchte ich ja gar nicht. Ich will einfach nur einen völlig okayen, bezahlbaren Plattenspieler für den Anfang und habe mit einem gebrauchten Teil eher nicht so gute Erfahrungen gemacht, weil da eben schnell was kaputt geht.
Automatik brauch ich eigentlich auch nicht, die geht ja im Zweifel auch nur kaputt..die Nadel auf die Platte legen krieg ich schon noch hin.

Und wenn ich dann mal mehr will, dann wechsel ich einfach die Nadel und hab dann ja schon ein besseres Klangbild, oder?
Das ist ja wie mit einer Spiegelreflex...der Body sollte ok sein, die Linse kann man nachrüsten...wenn der Body aber schon alt ist und seine Macken hat, hab ich nicht sooo viel Freude dran. Ist das mit den Drehern ähnlich? Dann würde ich wirklich den Project nehmen


[Beitrag von Shrunkhead am 28. Jul 2015, 07:21 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#11 erstellt: 28. Jul 2015, 07:25
Hallo,

ich würde den Dual 528 wieder in Betrieb nehmen. Falls er noch funktioniert (Teller dreht, Tonarmlift senkt ab und hebt an, kein Brummen), neue Nadel kaufen, eventuell einen neuen Riemen und gut.
Kosten für Originalnadel und Riemen ca 65 Euro.
Falls die Automatik nicht mehr funktioniert und du keinen neuen Steuerpimpel aufsetzen kannst/willst, weil kein Bock auf basteln, auch egal.
Dann betreibt man ihn halt manuell.
Eine Automatik hätte der Pro-.Ject ebenfalls nicht.

Gruß Evil
8erberg
Inventar
#12 erstellt: 28. Jul 2015, 07:29
Hallo,

nein, selbst aus Deinem Dual kann man ohne große Probleme wieder einen feinen Dreher machen. Die Plastikbomber aus der Zeit haben zwar nicht den besten Ruf sind aber garnicht übel. Nur bleibt man ohne Umbausatz am ULM-System hängen (was aber garnicht so schlecht ist).

Es stimmt zwar - was nicht dran ist kann nicht kaputtgehen, aber andersrum stimmt auch: eine windige Konstruktion bleibt eine windige Konstruktion

Wenn Du das willst - dann eben viel Spaß damit.... Deine Kohle - Deine Entscheidung

Peter
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 28. Jul 2015, 07:42
Heißt also im Klartext, der Project für 399 lohnt sich nicht, sondern eher den 35€ Kawenzmann mit ner neuen Nadel bestücken?

Okay...dann spar ich auf jeden Fall...aber wie kriegt man die Kabellei hinten am Dreher wieder ganz? Da ist Kabelbruch am Erdungsding, deshalb brummt es sehr unangenehm
evilknievel
Inventar
#14 erstellt: 28. Jul 2015, 07:58
Es gibt zwei typische Brummquellen. Einmal ein brüchiges Cinchkabel, meist am Überkgang Kabel/Cinchbuchse zum anderen oxidierte Kontakte am Headshell. Die müßte man reinigen. Ich vermute zweites.
Das Erdungskabel möchte ich fast auschließen.

Gruß Evil
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 28. Jul 2015, 07:58
Hallo!

@Shrunkhead

Ganz ehrlich, mit einem so geringen Budget kommst du nicht weit, du mußt bedenken das du förmlich bei null anfangen willst und alleine schon vernüftige Lautsprecher für das Geld kaum zu haben sind.

Eventuell solltest du hier deine Planung überdenken und erstmal mit so etwas wie einer Yamaha PianoCraft MCR-N560 Kompaktanlage anfangen die du dann mit vernüftigen Lautsprechern ausstattest und dann mit Plattenspieler und externem Entzerrer als Fernziel weitermachen, -das würde dich m.E. im Endeffekt weiterbringen-, Gedanken über die gewünschten Quellen sollten immer ganz am Ende stehen und ganz am Anfang die Raumakustik respektive die Lautsprecher da sich schlußendlich hier die Schnittstelle zwischen dem was deine Anlage wiedergibt und dem was du davon hören kannst befindet.

Ein analoger Plattenspieler ist zwar eine feine Sache waber eher das "Tüpfelchen auf dem i" wenn schon sonst alles stimmt nicht aber eine gute Ausgangsbasis wenn sonst nocht nichts vorhanden ist.

Klar kann man mit einem analogen Plattenspieler anfangen und Schritt für Schritt weitermachen, -man landet dann konsequenterweise bei einer hochspezialisierten Kette die nichts anderes kann als eben Schallplatten möglichst gut zu Präsentieren und versenkt im Extremfall bis dahin etliche Euros-.

MFG Günther
8erberg
Inventar
#16 erstellt: 28. Jul 2015, 08:02
Hallo,

spiel mal an den Kabeln, meist kommt der Brumm davon, dass eine der Strippen im RCA/Cinch-Anschlußkabel gebrochen ist in der Nähe der Stecker, selten bricht das schwarze Kabel, aber auch das kann man ersetzen bzw. Bruchstelle suchen, Abschneiden und ne neue Strippe dranlöten oder quetschen.

Abschneiden und neue Stecker anlöten ist die einfachste Methode wenn es doch an den RCA-Kabeln liegen sollte.

Serviceanleitung: http://dual.pytalhost.eu/528s/

Der Steuerpimpel kann auch getauscht werden, wenn er überhaupt noch vorhanden ist nach fast 35 Jahren... ich hab einige da.

Headshell: beim Systemabbau unbedingt die Sicherungsschraube entfernen (siehe http://dual.pytalhost.eu/528/CS528_anl_03.jpg ), erst dann das System mit Hebelchen "nach hinten" abnehmen! Vorsicht, die kleinen Haken brechen "gerne" ab!

Peter


[Beitrag von 8erberg am 28. Jul 2015, 08:05 bearbeitet]
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 28. Jul 2015, 08:23
Naja, das Erdungskabel fällt bald vom Plattenspieler ab, weil es so lose ist. Wenn das nicht an den Vorverstärker geschraubt ist, brummt es...aber da das Kabel fest im Gehäuse vom Plattenspieler verbaut ist, kann man da auch nicht mehr viel retten

Ich habe mein leben lang Musik mit relativ einfachen Mitteln gehört (Stereoanlage, Soundbar, Autoradio) und war eigentlich immer ganz zufrieden. Habe da auch nie Unsummen ausgegeben. Bin ich hier vielleicht auch an der falschen Stelle, wenn ich nach durchschnittlicher Anfängerausstattung frage?
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ich für 700€ so gar nix bekomme.
Mein früheres Setup war um die 600 Mark und damit war ich super zufrieden Sollte man nicht meinen, dass man da mit der Preisverdopplung auch irgendwie eine klangliche Verbesserung bekommt.
Wohl gemerkt, dass ich gar nicht High End und Perfektion will, sondern mit Mittelmaß durchaus zufrieden bin.
evilknievel
Inventar
#18 erstellt: 28. Jul 2015, 08:54
Hallo,

der letzte Satz spricht doch dafür, den Dual wieder in Betrieb zu nehmen.
Wenn du dir den Tausch des Erdungskabels nicht zutraust, melde dich im Dual Board an und suche jemanden aus deiner Nähe, der das für dich macht und mal über den Dreher schaut.
Ich würde es machen, wenn du in der Nähe von Köln wohnst.
Chefkoch28
Stammgast
#19 erstellt: 28. Jul 2015, 09:15
ich besitze den project debut esprit und bin damit bestens zufrieden, ob brettspieler oder nicht, ich mag ihn. ich würde dir allerdings auch empfehlen den dual reparieren zu lassen und ne neue nadel drauf. es gibt einige firmen die sich auf reparaturen spezialisiert haben sofern man selbst nicht so begabt ist. als durchaus gute wahl bei den lautsprechern würde ich dazu raten mal die kleinen dali zensor 1 zu probieren. verstärkertechnisch sollte es jeder verstärker tun der die austattung bietet die du magst.

cheers..
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 28. Jul 2015, 09:38
Ich hab das Teil ja damals hier im Forum für 35€ gekauft...da wäre es mir eigentlich lieber, wenn ich einfach wieder so ein altes Teil, meinetwegen 1-2 Klassen besser, erstehe und dann erstmal keine Huddelei mit der Reparatur hab, oder? Zumal es langfristig eh cool wäre, in mehreren Zimmern einen Plattenspieler zu haben.

Kriegt man denn für 100€ einen besseren gebrauchten Plastikbomber aus den 80ern als der 400€ Project?
Tywin
Inventar
#21 erstellt: 28. Jul 2015, 09:44
Zum Dreher könnten z.B. folgende Geräte kombiniert werden:

TEC TC-754

http://www.avartix.de/deutsch/TC-754-Vorverstaerker.html

Tannoy Reveal 402 (funktionieren zu Not auch wandnah oder in einem Regal)

http://www.musicstor...SSHMUVAgBRoCb6nw_wcB

oder wenn die nicht zu viel des Guten sind:

JBL LSR305 (funktionieren nur mit reichlich Freiraum zu allen Seiten gut)

http://www.musicstor...010870-000V000009780

Fame DB 029 Monitorständer höhenverstellbar 410-1110mm

http://www.musicstor...004067-000V000009127

Bostik Blu Tack Handy

http://www.amazon.de...10D1PXT3T07DRVC8G0PZ

Klotz Cinch - Klinkekabel, 3 m Goldkontakte, AT-CJ0300

http://www.musicstor...0/art-ACC0001921-000


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 10:18 bearbeitet]
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 28. Jul 2015, 09:51
Vielleicht noch mal einen Schritt zurück.
Damit ich Ton aus meinem Plattenspieler bekommen, brauche ich einen Phonovorverstärker einen Reciever (Verstärker?) und an den die angeschlossenen Boxen, richtig?
Plattenspieler und Vorverstärker hätte ich grundsätzlich noch.
Tywin
Inventar
#23 erstellt: 28. Jul 2015, 09:53

Kriegt man denn für 100€ einen besseren gebrauchten Plastikbomber aus den 80ern als der 400€ Project?


Da muss man die Augen aufhalten.

Hier mein Tip:

Saba PSP 350

http://www.ebay.de/i...&hash=item51d255be7f

Turntable Needle Stylus Audio technica ATN-15XE, ATN15XE ATN13 ATN14 679-DE

http://www.ebay.com/...f4210b35c&rmvSB=true

Vivanco Audioadapter, 2x Cinchstecker + Erde -> 5 polige DIN Kupplung, 0,2m

http://www.amazon.de...keywords=DIN-Adapter


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 10:20 bearbeitet]
wolfgang-dualist
Stammgast
#24 erstellt: 28. Jul 2015, 09:58
Hallo,

schau doch mal in den Biete Bereich.

Da gibt es z.B. einen gewarteten Dual 521 für 80 €.

Das ist ein klasse Plattenspieler aus der Blütezeit von Dual.

Aus genau dieser Serie laufen bei mir aktuell die Modelle 491,604,1246, und 721.

Der 721 war das damalige Topmodel der Serie, der 1246 der dem 521 in vielen Dingen sehr ähnlich ist war das Topmodell mit Riemenantrieb.

Klanglich tuen sich die beiden wenig - soll heißen mit dem 521 kann man sehr zufieden sehr lange Musik hören. Weiterer Vorteil im Vergleich zum vorhandenen Dual ist, das der mittelschwere Tonarm für Halbzollsysteme ausgelegt ist und daher der Dreher auch langfristig betrieben werden kann.

Bis denne

Wolfgang

Übrigens ich bekomme vom Verkäufer keine Provision und bin mit ihm weder verwandt noch verschwägert
Tywin
Inventar
#25 erstellt: 28. Jul 2015, 10:00

Vielleicht noch mal einen Schritt zurück.
Damit ich Ton aus meinem Plattenspieler bekommen, brauche ich einen Phonovorverstärker einen Reciever (Verstärker?) und an den die angeschlossenen Boxen, richtig?
Plattenspieler und Vorverstärker hätte ich grundsätzlich noch.


In den von mir genannten Boxen sind je zwei Verstärker eingebaut. Der TEC dient als Lautstärkeregler, Quellenumschalter und PhonoPre. Es gibt auch aufwändigere Lösungen als Steuergerät.

Z.B.:

Marantz NR1504/N1B Slim-line 5.1 AV-Receiver (85 Watt, HDMI, Netzwerk mit AirPlay/Spotify) schwarz

http://www.amazon.de...Q8d_N8e9u3fDPtk34IdA

Mit z.B. auch dem Charme eines Einmessprogramms, einer Fernbedienung und Netzwerkfunktionalität. Dazu benötigst Du Deinen vorhandenen Phonovorverstärker.

Der von mir genannte Dreher wird von einem Händler mit PayPal, Rücktrittsrecht und Gewährleistung verkauft. Das Gerät ist ein vollautomatischer quarzgesteuerter Direkttriebler aus japanischer Fertigung mit SME-kompatibler Headshell am Tonarm und im scheinbar sehr guten Zustand. Der Tonabnehmer ist ein AT13EAV und recht brauchbar, insbesondere mit der von mir genannten günstigen Nadel.

http://www.hifi-wiki.de/index.php/Saba_PSP_350


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 10:30 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#26 erstellt: 28. Jul 2015, 10:08
Hallo,

jein, wenn der Verstärker einen eingebauten Phono-Vorverstärker hat brauchst Du keinen zusätzlichen.

Bei Ebay kannst Du mit etwas Glück schon gute Dreher für kleines Geld bekommen, allerdings immer nur abholen, denn die meisten Verkäufer haben keine Ahnung wie man einen Plattenspieler für Versand vorbereiten und verpacken muss.
Von daher immer besser abholen und dabei sofort die Funktionen kontrollieren...

Es gibt Receiver mit Internet (entweder LAN oder WLAN-Zugang) hast, da ist es problemlos möglich ob Internet-Radio oder Streamdienste zu hören, ebenso kann man TV/Blu Ray anschließen und über einen analogen Eingang auch andere Geräte wie z.B. Plattenspieler anschließen (bei Hochpegel-Eingang dann eben einen Phonopre dazu).

Das musst Du nur selber wissen wie Du das machen möchtest.

Peter
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 28. Jul 2015, 10:55
Ohje, es ist doch komplizierter als ich dachte

Die beiden Denon PMA 520 AE Stereo-Vollverstärker (Aluminium Frontblende, ECO-Standby, 2x 70 Watt)
und Denon DCD 520 AE CD-Player - passen aber grundsätzlich zusammen? Jetzt mal ganz unabhängig vom Plattenspieler? Und auch nur für meine mittelmäßigen Ansprüche?
Tywin
Inventar
#28 erstellt: 28. Jul 2015, 10:57
Jeder CD-Player kann an jedem Verstärker angeschlossen werden. Klangunterschiede bei CD-Playern existieren nicht.

http://www.elektronikinfo.de/audio/cd.htm#Player

Wenn Du an gutem Stereo-Klang interessiert bist, können die folgenden Infos hilfreich sein:

http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html

http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=66
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=173
http://www.hifiaktiv.at.xserv08.internex.at/?page_id=83


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 11:04 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#29 erstellt: 28. Jul 2015, 11:10
Hallo,

die Denon-Geräte sind absolut OK, noch einer der wenigen Hersteller der "janz normale" Hifi-Geräte herstellt ohne Chi-Chi und Gedöns. - Na ja, die Plattenspieler vergessen wir allerdings mal...

Peter
akem
Inventar
#30 erstellt: 28. Jul 2015, 11:22
Shrunkhead, wo wohnst Du denn? Vielleicht findet sich in Deiner Nähe jemand, der sich Deines Duals mal annimmt?

Gruß
Andreas
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 28. Jul 2015, 11:55
In Heilbronn.
Ok, ich mach das jetzt so, und bestellt einfach erstmal die beiden Denon Dinger, irgenwelche Boxen und stöpsel den Plattenspieler an, um zu gucken, ob er noch läuft. Hab ihm seit dem Umzug (vor 2 Jahren) nicht mehr dran gehabt.

Wenn alles läuft, dann lass ich es einfach so, ansonsten such ich einfach weiter nach einem alten Gerät.
Danke!
Marsilio
Inventar
#32 erstellt: 28. Jul 2015, 12:07
Wie eingangs schon beschrieben: Denon baut schon sehr lange solche ganz gewöhnliche, gute Verstärker und CD-Player. Bei kleinerem Budget findet man diese in der Bucht naturgemäss günstiger als neu. Ich habe hier seit einigen Jahren einen Denon PMA1500 - so ein richtiger schwerer Bolide. Gebraucht zum kleinen Kurs gekauft, funktioniert tadellos. In diesem Frühjahr habe ich dann noch - notabene ohne gross zu suchen - für läppische 45.- einen gebrauchten Denon-CD-Player DCD1015 erstanden. Passt optisch perfekt zum Verstärker. Und auch der funktioniert tadellos.

So sieht das aus:

Player

LG
Manuel

PS: Zum Thema Plattenspieler: Der hier im Forum angebotene Dual 521 ist sicher eine gute Wahl. Ansonsten wie ich auch schon geschrieben habe: nach SABa-Drehern suchen. Bieten viel rrobuste Qualität fürs Geld.


[Beitrag von Marsilio am 28. Jul 2015, 12:17 bearbeitet]
padua-fan
Inventar
#33 erstellt: 28. Jul 2015, 15:06

Shrunkhead (Beitrag #31) schrieb:
In Heilbronn.
Ok, ich mach das jetzt so, und bestellt einfach erstmal die beiden Denon Dinger, irgenwelche Boxen und stöpsel den Plattenspieler an, um zu gucken, ob er noch läuft. Hab ihm seit dem Umzug (vor 2 Jahren) nicht mehr dran gehabt.


Versteh ich nicht - Tywin hat dir doch mit den beiden Modellen von Tannoy und JBL sowie Stands eine sehr schöne Lösung aufgezeigt.
Da bräuchtest du auch keinen Vollverstärker mehr, die könntest du direkt an deinen existenten Preamp hängen.
Warum müssen es jetzt die Denon-Teile mit "irgendwelchen Boxen" sein?
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 28. Jul 2015, 15:38
Hast recht, dann kaufe ich die! Also die teureren und Ständer dazu. Aber CD fehlt mir dann trotzdem oder?
Marsilio
Inventar
#35 erstellt: 28. Jul 2015, 15:41
So wie ich das verstanden habe schwebt dem Threadersteller schon eine klassische Anlage mit Verstärker, Plattenspieler, CD-Player und sogar noch Tapes vor. Da finde ich die Lösung mit Denon-Geräten und guten Boxen keine schlechte Option. Auch mit dem Hintergrund, dass hiermit ein Step-by-Step-Vorgehen möglich ist.

LG
Manuel
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 28. Jul 2015, 15:48
Ich hätte halt gern sowas wie früher bei meinen Eltern...ein Turm mit lauter schwarzer Kästen, deren Bedeutung und Funktion mir unbekannt ist, wo ich CD (wenn möglich Tape) Deck drin habe und einen Plattenspieler problemlos anschließen kann. Zur Not auch über den Phonogorverstärker. Dachte nur, es gibt da schon preiswerte Alternativen heutzutage.
Eben auch deshalb, weil ich nicht so mega anspruchsvoll bin und auf dem Hörniveau einer 150€ Soundbar bzw. einer 600Mark Sony Stereoanlage von 1994 mit 3fach CD Wechsler...ich komm da echt aus der eher anspruchslosen Ecke und möchte mich ganz vorsichtig vortasten. Dass man diese Komplettpakete nicht mehr bekommt, sondern besser auf einzelne Komponenten setzt, hab ich soweit verinnerlicht.

Ich fühle mich nur nach wie vor grenzenlos überfordert. Braucht man z.B. Einen Reciever, wenn man einen Verstärker hat? Das sind ja beided große schwarze Blöcke...und ein Tuner ist dann einfach nur Radio? Wlan wäre auch sehr geil, weil ich dann einfach mein iPad ins Netz hängen kann und über Spotify auch Songs hören könnte
padua-fan
Inventar
#37 erstellt: 28. Jul 2015, 16:09
Von Tapes war bis jetzt aber nicht die Rede, oder hab ich da was übersehen?

Ich denke einfach, dass es für das Geld der LSR305 nix anderes gibt, was derart gut klingt und gleichmäßig abstrahlt.
Dazu dann zB der NR1504 und irgendeinen gebrauchten CDP für 50-100€ und der OP hat eine sehr ordentliche Anlage, mit
Einmessung, Streamingfähigkeit, CD und LP.

Das ist dann halt tendenziell eher zeitgemäß, kompakt und modern - kein großer (unnötiger) Geräteturm.
Eine Menge Klang für's Geld, zumindest auf jeden Fall an der Digitalen Front.
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 28. Jul 2015, 16:20
Tape war im Ausgangsposting mal eine Anforderung, aber auch das, was am Entbehrlichsten ist!
padua-fan
Inventar
#39 erstellt: 28. Jul 2015, 16:26
Ah, ok.
Nun ja, man kann auch ein Tapedeck an die Analogen Eingänge vom Marantz hängen.
Ist insofern kein Problem.
Tywin
Inventar
#40 erstellt: 28. Jul 2015, 16:58
Hallo Shrunkhead

Du taumelst hier durch die "Kaufberatung" und willst schnellstmöglich irgend etwas kaufen ohne irgend etwas zu verstehen. Solch ein Verhalten führte letztens in eine Beinahe-Katastrophe.

Nimm doch erst mal - ganz ohne Dich deinem Kaufrausch gleich zu ergeben - die erhaltenen Informationen gründlich auf, z.B. die Infos bezüglich dessen, was wichtig für guten Klang ist und versuche diese so lange zu hinterfragen bis Du alles restlos verstanden hast.

Schau Dir die als Beispiele geposteten Geräte genau an! Versuche zu begreifen für was sie gut sind und welche Vor- und Nachteile damit jeweils verbunden sind. Du kannst Dir im Web dazu die Beschreibungen und die Bedienungsanleitungen anschauen/lesen/verstehen. Danach kannst Du gezielt Fragen stellen.

Ich weiß nicht ob es sinnlos ist, aber ich versuche Dir nun so grob wie möglich begreiflich zu machen um was geht und in der Reihenfolge der Wichtigkeit:

1. Um gut Musik hören zu können, brauchst Du einen Raum mit einer guten Akustik oder einen Kopfhörer und keine Boxen!

2. Normale Kompakt- und Standlautsprecher brauchen viel freien Platz zu allen Seiten um gut klingen zu können und sie klingen alle unterschiedlich. Nur "ECHTE" Regal- und Wandlautsprecher oder Satelliten die zusammen mit einem Subwoofer betrieben werden müssen, kann man wandnah, auf Tischen und Schränkchen oder in Regalen einsetzen.

3. Lautsprecher und Hörplatz müssen richtig aufgestellt werden, sonst gibt es keinen guten Stereo-Klang:

http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html

4. Es gibt "aktive" Lautsprecher mit eingebauten Verstärkern und zumeist "passive" Lautsprecher ohne eingebaute Verstärker. Passive Lautsprecher benötigen daher externe Verstärker (Receiver=Verstärker mit Radio oder weiter Ausstattung) zum Antrieb.

Bitte frage genau nach bis Du alles gründlich verstanden hast. Für uns ist die Beantwortung von Anfängerfragen tägliches Brot.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 28. Jul 2015, 17:08 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#41 erstellt: 28. Jul 2015, 17:55
Hier in der Schweiz gäbe es derzeit das optimale Angebot für Shrunkhead:
https://www.ricardo....ilips/v/an766365654/

LG
Manuel
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 28. Jul 2015, 17:57
Danke, Tywin, ich glaube das hat mir grad noch das ein oder andere verdeutlicht.
Eigentlich darf ich keinem erzählen, dass ich 2 akademische Grade habe, aber mein technisches Verständnis ist genau wie mein handwerkliches Geschick, nicht vorhanden.


Ich versuche meine Erkenntnisse und Bedürfnisse noch einmal zu bündeln, vielleicht ist auch etwas zu viel Input auf mich eingeprasselt. Dass ich jetzt aber sehr schnell das Teil anschaffen will, ist nicht so. Diese Woche recherchiere ich noch, dann geht es 2 Wochen in den Urlaub und danach gehe ich das Projekt an.
Denn mir steht, wie gesagt, ein kompletter Raum (ca. 17m2) zur Verfügung, der auch noch möbliert werden soll, ein schöner Sessel und Teppich soll auch noch rein, daher auch das eingeschränkte Budget.
Wobei ich auch noch mal ganz ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass ich hier ganz gezielt eine Budgetvariante suche und meine Ansprüche wirklich sehr niedrig sind.

Mein Schlachtplan sieht jetzt wie folgt aus:

ich behalte erstmal meinen alten Dual und schaue, ob er noch läuft.
Ferner kaufe ich einen Verstärker. Da ich es jetzt so verstanden habe, dass mein Musikzimmer durch die Möblierung schon optimieren kann, muss der Verstärker jetzt nicht DAS HighEndGerät sein und es tut auch dieser Denon für 160 Kröten?

Dadurch, dass ich ja jetzt viel Platz im Raum habe meine Frage:

Wäre es besser (und die günstigere Variante) wenn ich Standlautsprecher kaufe, statt solche Regalteile? Denn die haben ja dann nicht so wahnsinnig viel Platz, es sei denn ich stelle sie in den Raum.

Zur Erinnerung: in den Raum soll ein Teppich und drunter wohnt die Vermietern. Die Boxen sollten also die Musik im Raum lassen.

Vielleicht auch noch was zu meinem Musikverhalten: ich bevorzuge keinen klaren und sterilen Studiosound. Ich mag es, wenn der Bass da ist und die Musik voll klingt. Ich will damit vor allem Metal und Black Metal hören...letzterer ist eh nie so richtig geil produziert.

Primär möchte ich wieder Schallplatten damit hören.

Heißt:

1. Verstärker kaufen
2. Boxen kaufen
3. Plattenspieler über den noch vorhandenen Phonovorverstärker anstöpseln.

Damit hab ich erstmal Kohle für einen neuen Plattenspieler gespart. Vorteil bei dem Denondingsi wäre ja, dass ich dann, wenn ich lustig bin und wieder etwas mehr Geld habe, den CD Player dazu kaufen könnte.

Auch auf das Spotify-Streaming könnte ich verzichten, wenn ich mein Ipad über so ein AUX (heißt das so?) Kabel, direkt an die Anlage (heißt das in diesem Fall an den Verstärker?) anschließen kann.

Die Verstärker etc. beunruhigen mich auch mit ihren tausenden Anschlüssen hinten. Eigentlich möchte ich nur 2 Boxen (wegen Stereo), den Plattenspieler, meine Kopfhörer und irgendwann dann halt noch einen CD Player/Tapedeck dran hängen.

Ich hoffe, ich habe jetzt alles etwas sortiert und geordnet.
Die zentralen Fragen bleiben also:

1. welcher Verstärker? Was hat das Watt zu sagen? Muss ich darauf achten? Ist es vielleicht wichtig, weil ich eh nicht so laut aufdrehen kann wegen der Vermieterin?
2. welche Boxen (Stand? Regal?) Die empfohlenen LSR-Dingsi sind ja Studiolautsprecher oder Monitore...ich brauchen definitiv Bass. Denn auch wenn ich den objektiv geilsten Klang mit 5000€ Geräten habe und mir das aber nicht wuchtig und subjektiv genug ist, dann ist das ganze Projekt für mich in die Hose gegangen.
3. Was sollte ich bei der Raumgestaltung beachten? Derzeit steht recht wenig im Zimmer (ist halt ein Abstellzimmer), weswegen ich viel Hall habe. Es ist ein rechteckiges Zimmer und ich wollte den Plattenspieler und die Anlage in einem 4er Expedit von Ikea unterbringen. Die Boxen könnte ich frei im Raum positionieren.
4. Ich würde gerne nicht gebraucht kaufen, weil mir Händlergarantie wichtig ist an dieser Stelle. Idealerweise probiere ich das Setup aus, und kann bei Nichtgefallen noch mal vom Umtauschrecht gebrauch machen und nochmal in eine ganz andere Richtung denken

Kleines Beispiel: Bügelkopfhörer. Da hab ich ganz günstige 50€ Creative, nachdem ich sehr teure Sennheiser hatten. Aber die Sennheiser hatten einfach einen viel zu klaren, langweiligen, schwachen Sound. Ich will da ganz lebendigen haben.

Und zu guter Letzt: das Soundsystem soll niemals an den TV ran und nix mit mehr als 2 Boxen zu tun haben.

Vielen Dank für eure Mühe und die Geduld, ich habe aber das Gefühl, dass wir auf dem richtigen Weg sind

Sobald wir die Hardware haben, können wir ja gerne klären, mich welchen Kabeln ich dann die einzelnen Teile miteinander verbinden kann.


[Beitrag von Shrunkhead am 28. Jul 2015, 18:05 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#43 erstellt: 28. Jul 2015, 18:00
Ich höre die Regler und Schalter des Verstärkers bis ins Sauerland kratzen

Bislang war es bei reichlich älteren Verstärker nur eine Frage der Zeit bis solche Probleme auftraten und auch nach der üblichen Behandlung nach einiger Zeit immer wieder auftraten.
padua-fan
Inventar
#44 erstellt: 28. Jul 2015, 18:16
Bei Lautsprechern gibt es generell nicht so viel Eigenklangvarianten wie bei Kopfhörern.
Extreme Badewannenabstimmungen (angehobene Bässe und Höhen) wirst du dort nicht finden,
weil das einfach stark auf den Wirkungsgrad gehen würde. Bei Studiomonitoren hast du allerdings einen eingebauten
sogenannten Raum-EQ, der es ermöglicht, einzelne Frequenzbereich anzuheben oder abzusenken.

Nur weil das Studiomonitore sind, heißt das nicht dass die "keinen Bass" haben.
Sie sind eben nun mal neutral, aber das sind (im Vergleich zu Kopfhörern!!!) viele LS mehr oder minder.
Die Veränderung des Klangs in eine gefälligere Richtung sollte mittels eines EQ erfolgen, wenn denn nötig.
Die Tatsache, dass du einen CDP anschließen kannst, trifft genauso auf den Marantz zu. Der Marantz kann halt noch viel mehr als der Denon,
u.A. eben auch Spotify und ein Einmesssystem ist auch dabei. Ich halte es für wenig Sinnvoll, unbedingt einen reinen Stereoamp kaufen zu wollen.
Da gibst du im Endeffekt dasselbe oder gar mehr Geld für weniger Funktionalität aus.

Was die Akustik angeht:
Die LS sollten bestenfalls mindestens 50cm weg von allen Wänden auf Stands, besser noch 80cm, aber das sollte ja gehen
deiner Aussage nach. Du solltest auf jeden Fall schauen, dass du den Raum einigermaßen bedämpft bekommst.
Hallig ist ganz schlecht. Generell spricht aber auch eine ungünstige Akustik eher für gleichmäßig bündelnd abstrahlende
Studiolautsprecher, die sind da eben teilweise nicht ganz so anfällig oder auch eben über den RoomEQ anpassbar,
auch der Marantz bietet da durch o.g. Einmesssystem deutlich mehr Möglichkeiten, eine suboptimale Akustik zumindest
teilweise auszugleichen, als ein konventioneller Stereoamp.
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 28. Jul 2015, 18:27
Ok, besten Dank.
Also halten wir fest.

Boxen: JBL LSR 305 sollen es werden. Heißt: ca. 320€ und für die Boxen (ich brauch 2 oder? Wie sieht es eigentlich mit Subwoover aus? Braucht man so etwas heutzutage nicht mehr? Badewannenbass brauch ich nicht, aber ich will die Musik wirklich voll und kräftig als neutral und steril hören).
Dazu noch solche Stangen, wo ich die draufstehen kann.

Der Verstärker Marantz NR1504/N1B Slim-line 5.1 AV-Receiver (85 Watt, HDMI, Netzwerk mit AirPlay/Spotify) dann nochmal mit 320€, sind wir also bei ca. 640€ und ich habe ein Setup, mit dem ich gut leben kann?
Scheisse wäre es natürlich, wenn der Dual Plattenspieler die Beine hochreisst oder gar nicht mehr richtig funktioniert.

Kann ich den Marantz dann auch einfach mit nem CD Modul erweitern?

Und gibt es in dem Ding sowas wie Presets? Wenn ich selber einstellen kann, wie der Sound zu klingen, verzweifle ich, weil ich nie weiß, ob das besser ist...irgendwie wie beim Optiker mit der Brillenstärke...ich hab da gerne von Profis entworfene Einstellungen, wie beim Spotify Equalizer, da tippe ich auf "Rock" und das passt.


P.S. ich hab mir grad mal das Video der JBL Boxen bei Thomann angehört...das hört sich für mich eher so an, dass ich da überhaupt nicht die Zielgruppe bin, sondern Studioleute, die auf jeden Ton hören müssen...aber um ne Metalplatte einfach nur daheim zu hören, scheint mir der Anwendungsfall ein bisschen too much, oder? Muss ich da wirklich so tief in die Tasche greifen? Oder geht es auch günstiger mit für mich und meine Hörgewohnheiten passenderem Sound?


[Beitrag von Shrunkhead am 28. Jul 2015, 18:37 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#46 erstellt: 28. Jul 2015, 18:38
Hallo Shrunkhead

Ich mag es ganz klassisch mit meinen Stereoanlagen.

Ich beschreibe dir mal, wie ich vor einigen Jahren für meine Zweitanlage vorgegangen bin als ich infolge Hauskaufs plötzlich zu einem Gästezimmer kam, das ich als Musikzimmer einrichten konnte (bei bewusst tiefgehaltenem Budget).

Aehnlich wie bei dir war noch ein alter Plattenspieler da, der auch funktionierte (und der mittlerweile meine Büroanlage ziert) sowie zwei billige Yamaha-Boxen von meiner Frau.

- Als erstes machte ich mich auf die Suche nach einem Verstärker. Hier im Forum habe ich mich durch die verschiedenen Threads durchgelesen und zeitgleich die Online-Inserate in meiner Umgebung studiert. So kam ich auf Denon (gute Qualität, integrierter Phonoverstärker, d.h. man kann hier jeden Plattenspieler anschliessen ohne weitere Zusatzgeräte, guter Sound). Zugeschlagen habe ich letzten Endes bei einem Denon PMA1500-Verstärker. Kostete 200.- (ein Schnäppchen - wurde vom Verkäufer etwas ungeschickt als "Superverstärker" aber ohne jede Angabe zu Modell etc. angepriesen, auf dem Bild war mir aber klar ersichtlich dass es sich um ebendiesen PMA1500 handelt). An diesen Verstärker kann man so ziemlich jedes Quellgerät anschliessen.

- Im Baumarkt um die Ecke holte ich mir anschliessend für vielleicht 15.- Lautsprecherkabel, damit ich die Boxen an den Verstärker anschliessen konnte.

- Mit den vorhandenen Billigst-Boxen und dem Uralt-Plattenspieler konnte ich nun erste Versuche machen - Ergebnis: alles funktioniert, aber nicht besonders gut klingend. Nun machte ich mich also auf die Suche nach besseren Boxen. Aus finanziellen Gründen erneut auf dem Gebrauchtmarkt. Auch ich stand vor der Frage Regal- oder Standlautsprecher und entschied mich für Letzteres. Den Platz dafür habe ich, zudem erhoffte ich mir noch etwas besseren Klang, auch anhand meiner Erfahrungen mit meiner Wohnzimmeranlage. Erneut bemühte ich abende lang die Suchfunktion hier im Forum, wodurch sich einige mögliche, im Forum besonders oft gelobte Modelle herauskristallisierten. Diese notierte ich auf einer Liste und machte mich anschliessend erneut ans Abgrasen von entsprechenden Online-Inseraten im näheren Umkreis - und stiess so auf ASW Cantius 404-Standboxen, die gebraucht für 300.- angeboten wurden. Also hin, vor Ort getestet und gekauft.

- Nun klang es schon ganz anders, allerdings war auch klar, dass der Plattenspieler respektive der verbaute uralte Tonabnehmer der Schwachpunkt meiner Kette ist. Auch im Vergleich zu meinem Plattenspieler im Wohnzimmer. Nachdem ich zunächst überlegte, dem alten Plattenspieler ein neues Tonabnehmersystem zu spendieren kam ich dann aber zum Schluss, dass es hier aus der Blütezeit des Plattenspielerbaus bessere Dreher gibt, die bessere Tonarme haben als mein Oldie. Schliesslich entschied ich mich, ganz gezielt einen Dual 704 oder 721 zu suchen - und wurde prompt hier im Forum fündig. Für einen tiefen dreistelligen Betrag fand ein ausgezeichneter 704 zu mir, mit altem, aber immer noch sehr ordentlich klingendem Tonabnehmer mit immer noch guter Nadel.

Seither kann ich in unserem Gästezimmer ganz nett Platten hören. Später kamen dann noch je ein Tuner (Radio) und ein Cassettendeck hinzu - sowie im vergangenen Frühjahr (wie bereits in einem anderen Post von mir geschrieben) ein Denon CD-Player, den ich gebraucht für 45.- im Internet fand.

Was ich damit sagen will: Auch für vergleichsweise kleines Geld kann man sich eine wirklich schöne Anlage zusammenstellen.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 28. Jul 2015, 18:54 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#47 erstellt: 28. Jul 2015, 18:38
Hallo,


Eigentlich darf ich keinem erzählen, dass ich 2 akademische Grade habe, aber mein technisches Verständnis ist genau wie mein handwerkliches Geschick, nicht vorhanden.


wo ein Wille ist, findet sich auch ein Weg zum Verständnis


Denn mir steht, wie gesagt, ein kompletter Raum (ca. 17m2) zur Verfügung, der auch noch möbliert werden soll, ein schöner Sessel und Teppich soll auch noch rein, daher auch das eingeschränkte Budget.


Stelle Dir Omas plüschige Bude mit kleinen Fenstern, Gardinen, Vorhängen, Teppichboden, Teppich, Textiltapete, Polstermöbeln, Bücherregalen, Gemälden auf Leinwand und jede Menge schallzerstreuenden Tinnef vor. Dazu einen Hörplatz und Boxen die mit den Hochtönern auf Ohrhöhe, von jeder schallreflektierenden Fläche etwa einen Meter entfernt in einem Stereodreieck von etwa 2-3 Metern stehen.

Hast Du das vor Deinem inneren Auge/Ohr?

Dann hast Du eine Vorstellung von einem ziemlich guten Hörraum. Je weiter Du Dich von diesem Optimum entfernst, desto schlechter wird das Klangergebnis.

Nur selten gibt es solche guten akustischen Rahmenbedingungen in Wohnräumen, das ist klar. Es schadet aber nicht zu wissen wie es geht um sich bei Bedarf annähern zu können. Es geht um die Verringerung störender Schallreflexionen.


Wobei ich auch noch mal ganz ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass ich hier ganz gezielt eine Budgetvariante suche und meine Ansprüche wirklich sehr niedrig sind.


Wenn man niedrige Ansprüche hat, dann geht man zu Tchibo und holt sich ein paar Geräte und pappt sie irgend wo hin. Man fragt nicht im "HiFi-Forum" ... da geht es um HiFi - also um eine im Rahmen der Möglichkeiten - möglichst genaue Reproduktion von guter Live-Musik aus der Konserve.

Wir werden Dich also nicht so beraten "können", sodass Du einen möglichst schlechten Klang erhältst.


ich behalte erstmal meinen alten Dual und schaue, ob er noch läuft.


Lass das Gerät wie vorgeschlagen in Ordnung bringen und mit einer guten Nadel oder einem guten Tonabnehmer ausstatten.


Ferner kaufe ich einen Verstärker.


Eines der billigsten brauchbaren neuen Geräte ist der Denon PMA 520AE. Gut wäre z.B. ein Sherwood RX-772, der schon höhere Ansprüche erfüllen kann, aber auch etwa 100 Euro teurer ist.


Wäre es besser (und die günstigere Variante) wenn ich Standlautsprecher kaufe, statt solche Regalteile? Denn die haben ja dann nicht so wahnsinnig viel Platz, es sei denn ich stelle sie in den Raum.


Etwa 50cm Freiraum zu allen Seiten von Kompaktboxen auf Ständern oder Standlautsprechern ermöglichen oft schon ein brauchbares Ergebnis. Mehr Freiraum ist oft besser.

Für solche Bedingungen lauten meine derzeitigen "passiven" Empfehlungen bei geringem Budget:

Magnat Quantum 803 für etwa 450€
JBL Studio 230 oder 270 für etwa 300-400€
Dynavoice Definition DM-6 oder DF-5 für etwa 300-500€

Wenn es wirklich günstig sein soll, sind die Denon SC-M39 oder SC-F109 ein guter Rat.

Zu den Kompaktlautsprechern sind Ständer erforderlich.


Vielleicht auch noch was zu meinem Musikverhalten: ich bevorzuge keinen klaren und sterilen Studiosound. Ich mag es, wenn der Bass da ist und die Musik voll klingt. Ich will damit vor allem Metal und Black Metal hören...letzterer ist eh nie so richtig geil produziert.


Da hat jeder andere Vorstellungen ... die Teufel T300 klingen extrem tief und voll für ihre Größe und sind im Budget erhältlich. Mit HiFi hat das in meinen Ohren aber nichts zu tun.


Auch auf das Spotify-Streaming könnte ich verzichten, wenn ich mein Ipad über so ein AUX (heißt das so?) Kabel, direkt an die Anlage (heißt das in diesem Fall an den Verstärker?) anschließen kann.


Was ist mit einem Adapter für Deinen Verstärker?

Logitech Bluetooth Audio Adapter

http://www.amazon.de...ds=Bluetooth+adapter


Die Verstärker etc. beunruhigen mich auch mit ihren tausenden Anschlüssen hinten. Eigentlich möchte ich nur 2 Boxen (wegen Stereo), den Plattenspieler, meine Kopfhörer und irgendwann dann halt noch einen CD Player/Tapedeck dran hängen.


Viel mehr ist an dem nicht sonderlich prickelnd ausgestatteten Denon ja auch nicht dran.


1. welcher Verstärker? Was hat das Watt zu sagen? Muss ich darauf achten? Ist es vielleicht wichtig, weil ich eh nicht so laut aufdrehen kann wegen der Vermieterin?


Watt (Leistungsfähigkeit) kann ein Verstärker nie genug haben um auch bei sehr hohen Lautstärken gut/sauber Musik hören zu können. Bei Zimmerlautstärke werden fast immer nur unter einem Watt Verstärker-Leistung benötigt.


Die empfohlenen LSR-Dingsi sind ja Studiolautsprecher oder Monitore...ich brauchen definitiv Bass.


Die genannten JBL LSR305 haben wegen der je zwei eingebauten Verstärker einen Frequenzgang der kleineren passiven Standlautsprechern überlegen ist. Daher hatte ich sie nur für freie Positionierung empfohlen.

Solche aktive Lautsprecher benötigen Verstärker/Vorverstärker/Quellgeräte mit Vorverstärkerausgängen zur Steuerung und können/sollten/dürfen nicht an normalen Lautsprecherausgängen angeschlossen werden.

Der genannte AVR von Marantz NR-1504 hat "auch" Vorverstärkerausgänge an denen aktive Lautsprecher angeschlossen werden können. Das Einmessprogramm kann bei ungünstiger Raumakustik hilfreich sein und die Netzwerkfähigkeiten sind weitreichend, auch hinsichtlich Streaming. Zur Einstellung per Menü ist aber ein TV-Gerät oder ein geeigneter Monitor erforderlich.

! Man muss sich auch mit der umfangreichen Bedienungsanleitung ausgiebig befassen können und wollen !


Denn auch wenn ich den objektiv geilsten Klang mit 5000€ Geräten habe und mir das aber nicht wuchtig und subjektiv genug ist, dann ist das ganze Projekt für mich in die Hose gegangen.


Da hilft nur zu Hause ausgiebig Lautsprecher zu probieren.

Voll Fetten Sound bekommst Du in deinem Räumlein sicherlich hiermit:

Dynavoice Challenger M-85 EX v.3 Standlautspecher

http://dynavoice.jimdo.com/online-shop/challenger-serie/

Die werden den Raum etwas "dehnen" ...

Sind aber recht sicher sehr viel zu viel um in einem solch kleinen Raum gut klingen zu können.

Damit das klar ist: Fetten Tiefton gibt es nur mit fetter Verstärkerleistung und bei fetter Lautstärke! Gedudel bei Zimmerlautstärke und fetten Tiefton gibt es nicht zumindest nicht in Verbindung mit auch nur ansatzweise gutem Klang.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 29. Jul 2015, 08:09 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#48 erstellt: 29. Jul 2015, 07:58
Mein Tip wäre,

einfach mal im geil ist blöd Markt deiner Wahl Lautsprecher um die 400 Euro (Paarpreis) hören gehen, damit du einen klanglichen Eindruck bekommst. Zu hause klingt das sicherlich anders, aber eine Grundtendenz kannst du damit schon herausfiltern.
Ich würde auch den Yamaha Pianocraft und Denon Kompaktanlagen hörtechnisch eine Chance geben.

PS: Es gibt im Black Metal und artverwandtes auch sehr gut produzierte Alben. Es muß nicht alles nach Possessed-Seven Churches klingen und sollte kein Argument sein, sich schlecht klingende Lautsprecher ins Haus zu holen.

Gruß Evil
akem
Inventar
#49 erstellt: 29. Jul 2015, 09:02
Als preiswerte Boxen würde ich mal die hier ins Feld führen:
http://www.teufel.de/stereo/ultima-20-mk2-p12793.html
Für ihr Geld echt gut!

Gruß
Andreas
Tywin
Inventar
#50 erstellt: 29. Jul 2015, 09:25
Hier drei meiner Berichte zu Lautsprechern im unteren Preisbereich:

Teufel Ultima 20 MK2

http://www.hifi-forum.de/viewthread-100-2201.html

JBL Studio 230

http://www.hifi-forum.de/viewthread-100-2209.html

Dynavoice Definition DM-6 (unter einem alten Nick)

http://www.hifi-foru...1636&back=&sort=&z=1
Shrunkhead
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 23. Aug 2015, 07:18
Nur mal kurz ne Rückmeldung von mir. Hab es jetzt erstmal gelassen, weil es dann doch zu teuer werden würde. Vielleicht ein ander Mal, wenn ich mehr Geld beiseite legen kann
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