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Entfernung Tonarmrohr Thorens TP90 etc.

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**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Aug 2015, 09:38
Guten Morgen!

Weiß jemand, wie man den TP90 ausbaut? Folgendes Problem liegt an:
1. Die Entfernung der Tonarmsäule erweist sich zunächst einmal als unmöglich - es sei denn, man will den Arm ruinieren. Die Mutter (Teil 8699083) ist wohl festgeklebt ... Kann man das mit Hitze (ggf. mit Lötkolben) lösen?
Mutter

2. Mit welchem Werkzeug kann ich die Lagerschrauben (Teil 7874014) lösen, um den Arm herauszunehmen? Von außen sieht man ja nur die beiden gegenüberliegenden "Löcher", in die das Tool fassen müsste. Gibt es so ein Werkzeug überhaupt zu kaufen oder muss man sich selbst eines anfertigen? Sind die Lagerschrauben auch verklebt? Das wäre ein Horror!
Lager

Hier noch mal der Teileplan:
Plan

Schön, wenn jemand helfen könnte.
Grüße Karl
akem
Inventar
#2 erstellt: 08. Aug 2015, 09:58
Also die Mutter geht auf, die hatte ich selber schon auf (und die war nicht verklebt).
Für die Lagerschrauben gibt es Spezialbits, hin und wieder in Baumärkten oder im Elektrohandel zu finden. Sowas wird auch unter der Bezeichnung Spezialbits verkauft (zumindest war das bei meinem Kasten so).

Aber warum willst Du das ganze zerlegen? Wenn Du nur das Rohr ausbauen willst, brauchst Du auch die Mutter unten nicht zu lösen.

Gruß
Andreas


[Beitrag von akem am 08. Aug 2015, 10:04 bearbeitet]
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 08. Aug 2015, 10:38
Moin Andreas,
eigentlich wollte ich einige Kunststoffteile am Arm austauschen, bei den die Verschraubungen nach 25 Jahren "aufgeplatzt" sind.
Und das Rohr muss raus, weil die Masseleitung abgefallen ist. Altersschwäche.

Grüße Karl
akem
Inventar
#4 erstellt: 08. Aug 2015, 10:57
Okay, das sind natürlich Gründe. Ich hatte nur befürchtet, daß Du einen an sich nicht schlechten Arm verschlimmbessern willst...

Gruß
Andreas
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 08. Aug 2015, 14:44
Ne, ne ... nicht "verschlimmbessern", sondern erneuern für die nächsten 25 Jahre. Die Bits heißen übrigens "Spanner", aber ich baue mir gerade ein eigenes Werkzeug, das besser geeignet sein sollte. Wenn es fertig ist, mache ich ein Bild.
Weißt du, ob die Lagerschrauben eingeklebt sind? Wenn ja, dann bringt diese Aktion vermutlich nichts.
Grüße Karl
akem
Inventar
#6 erstellt: 08. Aug 2015, 16:34
Wissen tu ich das nicht. Ich kann mir aber nicht vorstellen, daß die wirklich geklebt sind. Vielleicht ein Schrauben-Sicherungslack, der ein "selbstständiges" Verstellen verhindert, wie man ihn z.B. auch an den Azimut-Schrauben von Tape-Deck-Tonköpfen findet. Sowas sollte relativ leicht zu lösen sein. Notfalls mit der Heißluftpistole rangehen, dann wird der Kleber meistens weich genug, um die Schraube drehen zu können.

Beim Zusammenbau würde ich dann auch wieder so nen Lack verwenden. Ich nehme da Klarlack von einem Auto-Lackstiftset, das funktioniert ganz gut und läßt sich auch wieder gut lösen. Muß aber dann natürlich in das Gewinde rein, sonst schaut das bescheiden aus...

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#7 erstellt: 08. Aug 2015, 16:41
Nabend, Karl !

Habe noch nie einen TP90 auseinandergenommen. Deshalb nachstehende Hinweise nur äquivalent zu anderen Armkonstruktionen und ... irren ist männlich:

1.
Hitzeentwickelndes Werkzeug ( Lötkolben, Heißluftpistole und Co. ) hat grundsätzlich nichts an allen wärmeleitenden Teilen - also im Grunde am ganzen Tonarm - zu suchen.

2.
Die Kontermutter 8699083 könnte mit einem " Montagelack " gegen Verrutschen gesichert sein. Es kann beim Auftragen des Lackes passiert sein, daß davon auch etwas in das Gewinde gelaufen ist und nicht nur für eine Fixierung der Mutter auf deren Außenseite gesorgt hat. Das wäre ungünstig.

Den Blob Lack auf der Außenseite der Mutter kannst Du bestimmt mit einer Schlosserfeile ( Vierkant- oder Flachfeile ) oder improvisierend mit einer groben Metall-Nagelfeile so weit entfernen, daß die Verbindung zur U-Scheibe und Basis unterbrochen wird. Dann ist der Kraftschluß beim Lösen der Mutter ( wahrscheinlich gegen den Uhrzeigersinn ) erheblich geringer.

Soweit ich das über das Bild beurteilen kann, brauchst Du einen sehr flachen Maulschlüssel um die Mutter zu lösen.

3.
Die Lagerschrauben 7874014 werden bestimmt nicht verklebt sein. Eine gewisse Schwergängigkeit des Gewindes ist vom Hersteller gewollt, damit sich nicht die Lagerschrauben im Laufe der Jahre lösen und das Vertikallager sich lockert. Ähnliches dürfte man auch bei anderen Tonarmen finden.

4.
Ich schlage vor, daß Du nach dem Auseinandernehmen des Tonarmes gleich ALLE Drähtchen erneuerst, means: Neue Innenverkabelung. Eine einmalige Radikalsanierung !

5.
Schade, daß Du einen von den TP90 erwischt hast, deren Weichmacher bei diversen Kunststoffteilen entfleucht ist / entfleuchen wird. Das kann Dir auch demnächst bei der Klemme der Tonarmablage demnächst passieren. Knack ... abbe Nase !

In der Summe eine böhse Fummelei für die kühleren Spätsommertage.

Viel Erfolg,
Erik
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 08. Aug 2015, 18:05
Vielen Dank für die Infos, Tipps und Hinweise.
Ich werde es wohl mit Hitze probieren (80-Watt-Lötkolben). Ich hätte auch Lust, das ganze Kabel zu erneuern. Ich hätte noch ein M. Grötzinger-Set zur Hand. Problem: Das Rohr muss runter und außerdem ist das Rohr vorn nicht offen. Ich müsste dann vermutlich die vier Kontaktstifte killen und den Kunststoffabschluss entfernen. Hmm, das ist dann nicht mehr so witzig. Ich will ja nicht den Tonarm (, den ich eigentlich ganz gut finde) total entstellen.
In der Vergangenheit habe ich mehrere Rega-Arme neu verkabelt und die Lager eingestellt. Das war total einfach - wenngleich zeitaufwendig. Für mich ist der TP90 serviceunfreundlich. Andererseits hat der locker 25 Jahre ohne Probleme gearbeitet.
Grüße Karl
akem
Inventar
#9 erstellt: 08. Aug 2015, 19:58

Wuhduh (Beitrag #7) schrieb:

Hitzeentwickelndes Werkzeug ( Lötkolben, Heißluftpistole und Co. ) hat grundsätzlich nichts an allen wärmeleitenden Teilen - also im Grunde am ganzen Tonarm - zu suchen.


Und wie lötest Du dann ein Kabel?

Gruß
Andreas
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 08. Aug 2015, 22:48
Lieber Andreas, sei nachsichtig mit Deinem Postingzähler ! Dem izz bestimmt ooch zu warm !
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 09. Aug 2015, 05:35
Hab mir das so gedacht: Solange die Mutter noch nicht runter ist, schiebe ich einen dünnen Silikonschlauch über die Tonkabel im Inneren. Der müsste die Hitze fernhalten.
Grüße Karl
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 09. Aug 2015, 07:45
So, mein DIY-Tool ist fertig.

Material:
10er Buchenholzstab (18 cm lang),
ein kleiner Hemdknopf mit Lochabstand von ca. 3mm zur Fixierung der Lochpunkte,
2-Komponenten-Kleber für das vorherige Ankleben des Knopfes auf das Holz und
2 Stahlbohrer (1mm) im Rundstab versenkt, so dass sie ca. 5mm rausgucken.

Stab 1

Stab 2

... und das funktioniert! Die Lager sind übrigens nicht eingeklebt. Glück gehabt.

Schönen Sonntag
Grüße Karl


[Beitrag von **Turntabletuner** am 09. Aug 2015, 07:52 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#13 erstellt: 09. Aug 2015, 21:21
Nabend !

Die Silikonschläuche sind m. W. wie in der Beleuchtungstechnik nicht wärmeisolierend und dienen nur zur Isolation elektrischer Leiter.

Du erscheinst mir ein wenig lernrenitent. Aber egal - Dein Ding.

MfG,
Erik
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 10. Aug 2015, 07:03
Hallo Erik,
ne - alles klar bei mir! Jetzt habe ich ja ein Werkzeug und kann vorab das Rohr (mit Kabel) abnehmen, bevor diese "verglühen".

Grüße Karl
josima
Neuling
#15 erstellt: 19. Mrz 2016, 20:19
Hallo!

Ich bin in etwa auch so weit gekommen mit meinem TP90.

Damit ich die zerbröselte Plastikplatte mit der anti skating-Vorrichtung montieren kann, muss ich die Säule (resp. die Vertikalachse) runterkriegen. Von unten geht ja wegen des zu kleinen Durchmessers nicht.

Bloss kapier ich nicht, wie ich's angehen muss. Hat jemand von euch eine Ahnung?

Vielen Dank!

Marco
**Turntabletuner**
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 04. Apr 2016, 12:08
Moin,
frag`doch mal beim dualfred (siehe seine Homepage) nach. Der weiß ganz genau Bescheid.
Grüße Karl
akem
Inventar
#17 erstellt: 04. Apr 2016, 12:58
Hab ich die Tage erst gemacht und ich hab auch den Dualfred gefragt...
Du mußt das Tonarmrohr rausnehmen (eine der seitlichen Schrauben mit einem passenden Sonder-Biteinsatz oder einem zurechtgefeilten Schraubendreher rausdrehen und dann das Armrohr rausziehen). Dann mußt Du mit dem Lötkolben das tonarmseitige Ende der Messingachse erhitzen. Die Achse ist in den rechteckigen Rahmen eingeschraubt und mit einem Schraubenlack gesichert - und genau den mußt Du erhitzen, damit sich die Achse drehen läßt... Dann kannst Du die Achse rausdrehen. Beim Wieder-Reindrehen solltest Du laut Dualfred auch wieder einen Sicherungslack verwenden wobei ich persönlich denke, daß es auch ohne ginge.

Gruß
Andreas
josima
Neuling
#18 erstellt: 05. Apr 2016, 08:44
Hallo und danke für eure Feedbacks!

Ich habe in der Zwischenzeit den Tonarm mit den entsprechenden Bits demontieren können und die Achse dann mit dosierter Gewalt entfernt. Um die Achse zu diesem Zweck fixieren zu können ohne das gute Stück zu deformieren,habe ich einen Metallstift eingeführt. Dann alles ohne jegliche Fixierungsmittel wieder montiert, Kabel verlötet und fertig war das Ding :-)

Läuft perfekt (zumindest für meine Ohren ;-)

LG, Marco

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