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Qualitätsuntersciede bei den verschiedenen "Hanpin"-Plattenspielern? Preiskategorien?

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alev2202
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Sep 2015, 11:12
Gibt es eigentlich bei den Technics-"Nachbauten" aus der taiwanesischen Produktion Qualitätsunterschiede zwischen den verschiedenen Marken, die allgemein bekannt wären (also zB zwischen Reloop, Omnitronic, Audio-Technica)?
Sind Geräte von Stanton und Numark in ähnlicher Preisklasse auch aus der "einen" Fabrik oder sind die was ganz anderes?
Und wie verhält es sich mit den verschiedenen Preiskategorien, zB von Reloop RP 2000 über 4000 bis hin zu 7000 und 8000? Oder auch Audio-Technica LP120 vs. LP1240? Unterscheiden die sich nur durch die Stärke des Motors und mehr Features, die nur für den DJ-Gebrauch relevant sind oder ist etwas darüber bekannt, dass das Innenleben der teureren tatsächlich irgendwie besser ist?
Ich habe mich nach 2 Jahren Leidensweg mit einem gebrauchten Dual 701 (bin selbst kein Bastler, daher war die Idee meiner Frau, die vorher alle Foren wochenlang durchkämmt hatte, doch keine so gute) jetzt dafür entschieden, dass der nächste Plattenspieler sicher so ein Neugerät wird, mit einem halbwegs guten System drauf. High End-Ansprüche kann ich angesichts meiner alten LPs, die schon unter drei verschiedenen Tonabnehmern (damals ohne jegliche Sachkenntnis meinerseits) gelaufen sind und dem Rest meiner Anlage (solide, aber mehr nicht), sowieso nicht haben, und die Design-Brettchen gefallen mir erstens gar nicht und wirken auch relativ zerbrechlich auf mich.
Jetzt gibt es halt gewisse Elemente sowohl in der technischen Ausstattung als auch in Fragen des Designs, die für mich relevant sein könnten, und die unterschiedliche Modelle in unterschiedlichen Preisklassen entweder erfüllen oder nicht. USB wäre nicht schlecht, muss aber nicht sein, gibt es eher bei den billigeren. Cinch Audio-Ausgangs-Buchsen statt fix verlöteten Kabeln wären mir deutlich lieber (wie gesagt, kein Bastler), also eher wieder die teurere Kategorie. Design spielt auch eine gewisse, wenn auch kleine Rolle, silber gegenüber schwarz bevorzugt (die Frau). Das würde die Modelle wieder einschränken, aber wenn etwas, was es nur in schwarz gibt, deutlich besser wäre, dann ist die Farbe wieder kein Kriterium. Und, ähnlich unwichtig, aber schon ein wenig relevant ist der Umstand, dass ich gern ein Gerät hätte, für das es eine klassische durchsichtige Abdeckhaube mit Scharnieren zumindest als Option gibt.
Zusammengefasst geht es also darum, ob die Geräte im Prinzip eh alle gleich sind, und ich einfach nach den ästhetischen Kriterien entscheiden kann und dann halt ein halbwegs gutes Tonabnehmersystem drauftue, oder ob es klare Meinungen gibt.
Vieles habe ich schon durch Lesen früherer Themen gelernt. Besonderer Dank geht an (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Hörbert, Wuhduh, CarstenO, 8erberg, Dedektordeibel.
Dazu habe ich dann auch noch eine Frage zu den Systemen, aber für die fange ich lieber ein eigenes Thema an.

PS: Hier in Wien scheint in Geschäften, die eigentlich als ernst zu nehmende Fachhändler gelten, eine sehr starke Tendenz dazu zu bestehen, mir jedenfalls ein Pro-Ject-Brett zu verkaufen.
Tauern
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 26. Sep 2015, 17:41
Hallo,

wenn Hanpin, dann Direktantrieb. Wenn ein DJ-/Club-Betrieb nicht angedacht ist, kann auf einen sog. High-Torque-Antrieb verzichtet werden. Für Home-Hifi-Zwecke fällt zunächst der Onkyo CP-1050 ins Auge (auch von Hanpin), ist mit nominell 500 EUR nicht ganz billig, verfügt über keine Tonarmhöhenverstellung und braucht - wie alle anderen damit ausgestatteten Hanpin ein Tonnadelupgrade (z.B. Thakker Epo E für knapp 30 EUR). Sieht aber aus meiner Sicht elegant aus. Aus eigener Erfahrung kann ich einen günstigen silbernen Omnitronic DD-2550 in DJ-Optik empfehlen. Gleichlauf und Tonarmlager unauffällig, Optik ein bisschen wie Technics, Verarbeitung und Zuverlässigkeit bislang bei mir ohne Kritikpunkte. Nadelupdate für das verbaute Omnitronic A-15 (baugleich Audio Technica AT-3600) unbedingt empfehlenswert, es sei denn man will scratchen. Nachteil meiner Empfehlung: keine Tonarmhöhenverstellung. Hatte ich allerdings in bald 40 Jahren Plattenspielerbetrieb noch nie.

Grüße

Tauern
tomtiger
Moderator
#3 erstellt: 26. Sep 2015, 18:38
Hi,

in Anbetracht dessen, dass der Hersteller von Project einer der größten (oder einzige?) Importeur/Distributor von teurem Hifi in Wien ist, und daher auch Lieferant der meisten Händler ist, und außerdem als Hersteller besonders gute Konditionen anbieten kann (es entfällt de facto ja der gesamte Zwischenhandel), ist es nicht verwunderlich, dass man diese Produkte fast überall angeboten bekommt.

Die meisten chinesischen Laufwerke sind irgendwie auf Hanpin zurückzuführen, da dürfte es zwei Direktantriebseinheiten geben, und mehrere Tonarme. Dazu Elektronik mit unterschiedlicher Ausstattung.

Es sollte verhältnismäßig egal sein, welchen Du nimmst, wenn der Tonarm passt und wie erwähnt eine Höhenverstellung möglich ist. Da die meisten Gehäuse aus Kunststoff sind, wäre "silberfarben" hier wohl eher unschön, das ist eigentlich nur dann wirklich schön, wenn es Alu "natur" ist.

Tonabnehmer sollen optimiert werden.

LG Tom
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 26. Sep 2015, 23:50
Guten Abend, gute Nacht, siehe Uhrzeit !

Ausstattung, Fertigungsqualität und das Qualitätsniewoh der Widergabe ist auch bei den Hanpin-Produkte natürlich von Parametern wie Kostenkalkulation und Zuliefererqualität abhängig. Etliche Produkte und spezielle Produktionsserien werden u. U. unbefriedigend sein. Ist halt eine Großserienfertigung eines Nischenproduktes, wo gerne und viel zu häufig Einzelteile weder innerhalb der Vertriebsmarken noch innerhalb deren Modelle kompatibel sind.

Zu Deinen Wünschen als erste KO-Liste:

Haube mit Scharniere

Jo, da scheiden eine ganze Menge neue Direkttriebler aus.

Möglichst kein Brettspieler

Du wirst nicht um so etwas herumkommen. Es gibt eine ganze Menge Geräte mit passabler Preis-Gegenwert-Relation. Und Euer ...

Farbwunsch

kann eher berücksichtigt werden. Ich gehe davon aus, daß z. B. von den Pro-Ject mit den unkonventionellen Farben weitaus weniger produziert werden, was aber auf die Gesamtpreiskalkulation im Vergleich nur einen geringfügigen Einfluß hat. Siehe Preislisten.

Mangels Vergleichsmöglichkeiten kann ich die Qualität der Oberflächenbeschichtung global nicht beurteilen. Manche Einbrennlackierung ist ausgesprochen gut geworden. Manche Folie zeigt schon im Neuzustand Schattierungen und eine relativ hohe Empfindlichkeit bzgl. der Art der Reinigung.

Man könnte mehr oder minder professionell fast alle Oberflächen umgestalten. Sei es nun ein Neulack, Selbstklebefolie oder eine " analoge " Version des car-wrapping. Es besteht ein geringfügiges Risiko, daß bei Mängeln an der eigentlichen Technik Händler und Hersteller eine berechtigte Reklamation abweisen werden / möchten. Dies ist aber ein anderes Thema.

Tonarmhöhenverstellung

Eigentlich vernachlässigbar seit vielen Generationen von Plattenspielern. Läuft trotzdem alles irgendwie bis hervorragend.

MfG,
Erik
Tauern
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 27. Sep 2015, 04:42
Moin,

eine silberfarbene Kunststoffaußenverkleidung der Zarge ist heute wie auch vor über dreißig Jahren kein Problem. Das optische Problem wäre das gleiche wie bei einem Technics SL-D2...

Im Preisbereich bis 500 EUR würde ich einen direktgetriebenen Omnitronic, Reloop, Audio Technica, Onkyo preisähnlichen Project- oder bauähnlichen Music Hall-Spielern vorziehen. Wenn Project dann ein Acryl-Dreher, das geht dann aber ins Geld.

Grüße

Tauern
alev2202
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 29. Sep 2015, 18:45
Danke für die bisherigen Tipps. Die Entscheidung, dass es ziemlich sicher ein "DJ-Modell" aus der Hanpin-Fabrik wird, war ohnehin schon vorher fast fix gefallen. Nachdem ich nun noch in einigen Geschäften Geräte real angeschaut und vor allem angefasst habe, bin ich nun wirklich davon überzeugt. Mit Ausnahme des Dual 505-4 kommt mir alles, was an "HiFi"-Plattenspielern neu hergestellt wird und was sich preislich noch halbwegs im Rahmen hält, doch sehr fragil und überbewertet vor, überhaupt die bunten Brettchen. Im vierstelligen Preisbereich wird es dann interessant, aber das kommt für mich nicht in Frage.
Favorit ist für mich derzeit der Reloop RP-7000, den ich in einem Geschäft (in dem auch die Beratung deutlich sympathischer war als in jedem HiFi-Tempel) jedenfalls günstiger als bei allen online zu findenden Angeboten bekommen könnte (vielleicht wegen silber?). Jedenfalls haben mir bei dem die Anfasstests von Tonarm, Gehäuse und Schaltern gefallen, keine fix verlöteten Kabel (weder Cinch noch Netz), Arcylabdeckhaube mit Scharnieren gibt es auch und USB muss nicht unbedingt sein.
Was bei allen Neuen aber wirklich ziemlich übel ist, ist der Hebel für den Tonarmlift, auch zB beim Pioneer PLX-1000. Ist mir schon klar, dass das bei DJ-Verwendung praktisch nicht gebraucht wird, aber so zerbrechlich wirkende dünne Stäbchen wären trotzdem nicht notwendig.
Der von Tauern als durchaus ok empfohlene und preisgünstigere Omnitronic scheint leider in meiner Nähe im Moment nirgends lagernd zu sein. Hat der eigentlich fix montierte Kabel oder Buchsen? Der Audio-Technica LP120USB scheidet nämlich wegen der fixen Kabel für mich aus. ICh will nix aufschrauben und neu verlöten müssen, wenn so etwas einmal irgendwie abknickt.
Jetzt bleibt nur noch die Frage des Systems. Wenn es wirklich der Reloop RP-7000 wird, tendiere ich zu einem der beiden Ortofon Concordes, die es mit elliptischen Nadeln gibt, geht dann ein wenig ins Geld, aber dabei sollte man vielleicht am wenigsten sparen, oder?
Hätte wer sonst noch Tipps dafür?
Tauern
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 29. Sep 2015, 19:03
Hallo,

der Omnitronic hat kein festes Cinch-Kabel. Ich nutze bei meinem ein 0,75m AIV Blue Snake. Hab meinen von 77records gekauft. Versand lief ohne Probleme. Concords sind DJ-Systeme. Habe ein OM Nightclub MK II (Unterbausystem für Headshell). Das klingt gut, ist aber aus Hifi-Gesichtspunkten nicht besser als ein günstigeres Hifi-OM von Ortofon. Wenn - sagen wir mal - 300 EUR zur Verfügung stehen, dann DD-2550 aus dem Netz für 180 bis 190 EUR, Rest für ordentliches Hifi-Abtastsystem. Zu meinem Tipp mit der Epo E-Nadel stehe ich weiterhin.

Grüße

Tauern

PS: Details - auch zur Tonarmgeometrie - gibt es beim Importeur Steinigke de unter "Player".


[Beitrag von Tauern am 29. Sep 2015, 19:16 bearbeitet]
tomtiger
Moderator
#8 erstellt: 29. Sep 2015, 19:05
Hi,

gab mal Diskussionen, ob die Reloop den SME Standard folgen, jemand meinte nein. Dann wären die Concorde dort her unangebracht.

Dann wäre es das Ortofon OMB, mit 20er oder besser 30er Nadel. Die gingen AFAIR auch auf die Concorde. 30er Nadel kostet aber wieder über 200 Euro, würde ich trotzdem machen,

LG Tom
alev2202
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 29. Sep 2015, 20:17
Noch einmal herzlichen Dank.
@Tauern: Verstehe ich das richtig: Der Tonababnehmer, der auf dem Omnitronic vormontiert ist, entspricht dem Audio-Technica AT 3600, und darauf passt wieder die EPO E-Nadel von Thakker? Dieses Audio-Technica System findet man auf Herrn Thakkers Website nämlich nicht mehr und dementsprechend auch nicht, welche Ersatznadeln es dafür gibt. Also nicht das gesamte Thakker-Tonabnehmer-System (das ja auch nur € 35 kostet), sondern nur die Nadel.
Wie gesagt, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe, möchte ich mir den Omnitronic jedenfalls auch noch einmal real ansehen. Ist ja noch ein wenig günstiger. Wegen der Wichtigtkeit eines höhenverstellbaren Tonarms (oder nicht) mache ich mich gerade hier kundig. Wie es aussieht hatten ja einige legendäre Plattenspieler den auch nicht und haben trotzdem Legendstatus erreicht. Darüber scheint es nicht einmal einen extremen Glaubenskrieg zu geben, was gar nicht so häufig ist.

@tomtiger: Danke für den Hinweis. Wegen der Tonarmgeometrie werde ich noch einmal nachforschen. Aber ist es nicht so, dass es sogar ein Concorde-System gibt, auf dem Reloop aufgedruckt ist (Reloop Concorde Black)? Ich bin davon ausgegangen, dass das eh ein Ortofon ist, für das Reloop halt eine Lizenz hatte und dass die Concorde-Systeme daher quasi sogar die von Reloop vorgeschlagenen sind.
Tauern
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 29. Sep 2015, 20:54
Alles richtig verstanden.

Grüße

Tauern
tomtiger
Moderator
#11 erstellt: 29. Sep 2015, 21:19
Hi,


alev2202 (Beitrag #9) schrieb:
Wegen der Wichtigtkeit eines höhenverstellbaren Tonarms (oder nicht) mache ich mich gerade hier kundig. Wie es aussieht hatten ja einige legendäre Plattenspieler den auch nicht und haben trotzdem Legendstatus erreicht. Darüber scheint es nicht einmal einen extremen Glaubenskrieg zu geben, was gar nicht so häufig ist.


naja, was nich is is nich.

Man ist halt auf Tonabnehmer der passenden Größe angewiesen oder hat Einlegeplättchen, um kleinere (also weniger hohe) Tonabnehmer anzubringen.

Du wirst halt niemals Tonabnehmer wie ein Ortofon Kontrapunkt oder Jubilee probieren können.

Ich persönlich bin nicht bereit, 5.000 Euro für einen Tonarm mit reproduzierbarer Höhenverstellung auszugeben, es geht aber nichts über so eine Höhenverstellung.

Wir sind uns alle einig, das so eine ordentliche Höhenverstellung unbedingt nötig ist, aber wer kann sich einen Graham Phantom leisten?

LG Tom
Wuhduh
Inventar
#12 erstellt: 29. Sep 2015, 21:33
Das ist eine Marktnische für die Zulieferer von Bohrinseln:

3 verschieden hohe Plattenteller im Vertriebsprogramm = 207 / 210 / 213 mm

@ tomtiger: Bitte vergiß die Variationsmöglichkeiten mit den Tellerauflagen nicht.

The after-market ruleZ !

MfG,
Erik
tomtiger
Moderator
#13 erstellt: 29. Sep 2015, 22:23
Hi,


Wuhduh (Beitrag #12) schrieb:
@ tomtiger: Bitte vergiß die Variationsmöglichkeiten mit den Tellerauflagen nicht.


ja, manchmal übersieht man die einfachsten Dinge.


Ich muss mal nachsehen, aber ganz ohne Tellerauflage könnte sich ein Jubilee sogar am TD 166 MK V knapp ausgehen. Aber eine ordentliche Tonarmhöhenverstellung ist halt ein Ausstattungsmerkmal, das mE. heutzutage sein müsste.

LG Tom
SüSch
Gesperrt
#14 erstellt: 30. Sep 2015, 10:48

tomtiger (Beitrag #8) schrieb:
Hi,

gab mal Diskussionen, ob die Reloop den SME Standard folgen, jemand meinte nein. Dann wären die Concorde dort her unangebracht.


Das ist ein Punkt den man beachten sollte. Ich habe einen Reloop 7000. Als ich den neu hatte hab ich mich gewundert, warum der TA im Headshell leicht verdreht eingebaut werden muß, damit er zu den Schablonen passt.
Muß man ein paar Grad nach innen drehen. Da würde ich jetzt kein fixes System wie ein Concorde anbauen, des stimmt dann hinten und vorne nicht.

Sonst ist der 7000 gut. Meiner hat weder den propagierten wackeligen Tonarm, noch nen brummenden Trafo. Selbst den Klang mit der eingebauten VV finde ich akzeptabel. Hab das AT100e dran, will mir aber noch das Sumiko Pearl hertun.

Und noch ein Tip, falls du den Reloop 7000 kaufst(kein Headshell im Lieferumfang)
Kauf ein gescheites Headshell! Nicht die billigen "Technicsnachbauten". Die sind krum und schief am SME-Bajonett und/oder übel lackiert. Hab 2x ins Klo gegriffen.


Gruß
alev2202
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 30. Sep 2015, 19:32
@ SüSch:
Danke für die Information. Welches Headshell hat denn dann entsprochen?
Wenn ich das noch wüsste, hätte ich ja schon einmal für zwei in Frage kommende Plattenspieler jeweils eine Kombination, die jedenfalls bei jemand anderem klaglos funktioniert.
SüSch
Gesperrt
#16 erstellt: 30. Sep 2015, 19:45
Hi!

"Analogis HS-13" für 9€ finde ich klasse verarbeitet, gemessen am Preis.
Oder die Ortofon für ca 26€.

Hatte das original Reloop-Headshell und noch so ein baugleiches Derivat im Preisbereich um 12€, übel.
Gußgrate, Tauchbadlackierung, Kabelschuhe unpassend.

Zum Reloop 7000, ich bin zufrieden, meiner ist auch silber.
Habe noch einen (defekten) Dual 522 v. 1980, der ist von der "Anfassqualität" min. 2 Stufen unterm taiwanesischen Chinees.

Gruß


[Beitrag von SüSch am 30. Sep 2015, 19:56 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 30. Sep 2015, 22:36
Nabend !

Bei mehreren Hanpin-Produkten stimmt wohl der Tonarm-Montagepunkt nicht. Ich habe sowas heute auch vom AT-120LP aus kompetenter Quelle gehört und muß selber melden, daß es beim Reloop 6000 mit einem anderen Tonarm sehr befremdlich aussieht, obwohl dieser weitgehendst präzise montiert wurde.

MfG,
Erik
Tauern
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 01. Okt 2015, 04:22
Moin,


Bei mehreren Hanpin-Produkten stimmt wohl der Tonarm-Montagepunkt nicht.


Wieso nicht?


Ich habe sowas heute auch vom AT-120LP aus kompetenter Quelle gehört ...


Quellen müssen immer genannt werden (Sonst ist der Dr-Titel futsch )

Hab mir meinen DD-2550 eben noch mal kritisch angeschaut. Ich find nix auffälliges

Übrigens: brauchbare Headshells gibt´s bei Thakker (Eigenmarke).

Grüße

Tauern
alev2202
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 09. Okt 2015, 12:43
So, der Omnitronic DD-2550 ist es jetzt geworden, da ich den für unter € 190,- bekommen konnte, und ich danke Tauern sehr herzlich für den Rat.
Erste Eindrücke: Die Füße sind nicht höhenverstellbar, aber so beweglich gelagert, dass er auf der etwas krummen Deckplatte einer alten Kommode völlig von allein in der Waage steht (zumindest laut Ortofon "Libelle"). Das Eigengewicht sorgt auch dafür, dass er trotz dieser alles andere als professionellen Aufstellung bombenfest steht und ein Vorbeigehen auf dem alten Parkettboden ihn nicht im mindesten stört.
Ich weiß nicht, warum das bei verschiedenen Hanpin-Geräten so unterschiedlich sein kann und warum es gerade bei so einem billigen besser sein sollte, aber die Aufhängung des Tonarms und der Hebel des Tonarmlifts fühlen sich bei dem wesentlich stabiler an als bei so manchem Modell aus den höheren Preisklassen, die ich auch angeschaut und angefasst habe.
Die Tonarmeinstellung war etwas anstrengender als ich erwartet hatte, weil ich damit ja kaum Erfahrung habe und weil er sehr sensibel auf kleinste Drehungen am Gegengewicht reagiert hat, aber letzlich habe ich das geschafft. Das mitgelieferte Abnehmersystem ist im mitgelieferten Headshell vormontiert und zwar (zumindest bei meinem) so exakt, dass laut Ortofon-Schablone alles perfekt justiert ist. Das einzige Problem damit ist übrigens, dass man die Schablone genau an der Stelle auf den Teller legen muss, an der außerhalb des Tellers das Target Light (Nadellampe) installiert ist, also muss man ein wenig draufdrücken, damit sie im Bereich der Messpunkte flach aufliegt.
Dass der Tonabnehmer anscheinend perfekt justiert sein dürfte, wurde auch durch meine ersten Hörerlebnisse bestätigt.
Meine Platten, die ich endlich wieder hören wollte, sind hauptsächlich Folk, Blues und Jazz, weitgehend akustisch, oft recht leise, vielfach Live-Aufnahmen, die 30 bis 50 Jahre alt sind. Da wird viel an akkustischen Gitarren gezupft, in Mundharmonikas, Klarinetten und Flöten geblasen und oft auch mehrstimmig "schön" gesungen. Von High-End kann zwar allein schon von den Aufnahmen her keine Rede sein, aber ich habe bei einem Billigplattenspieler Baujahr so ca 2003 früher schon sehr deutliche Verzerrungen bei den letzten Nummern einer Seite gehört, wenn zB Joan Baez sich zu besonderen Höhen aufschwingt und im Hintergrund die Gitarre gezupft wird.
Keine Spur davon bei diesem Gerät, und ich betreibe das im Moment noch mit der Nadel, die vormontiert war, auf die Thakker Epo E warte ich noch. Ich verwende auch den internen Vorverstärker, das Ganze hängt am einzigen analogen Eingang meines Pioneer-AV-Receivers und an Canton Chrono 509.2 DC-Lautsprechern, und es tut genau das, was ich davon wollte: Es klingt als säßen die Leute mit ihren Klampfen und sonstigen Instrumenten vor mir im Wohnzimmer, ein Gefühl, das ich aus welchen Gründen auch immer niemals hatte, wenn ich solche Aufnahmen von CD gehört habe.
Dasselbe gilt übrigens auch für Kammermusik oder sonstige Klassikaufnahmen ohne Symphonieorchester wie zB Bach's Wohltemperiertes Kavier mit Svjatoslav Richter (späte 60er, frühe 70er?).
Wenn es um im Studio produzierte Pop- und Rockmusik mit verstärkten Instrumenten oder um Klassik mit großem Ensemble geht, ist man mit CD sowieso besser bedient, aber für das, was ich gern damit hören will, ist dieses Gerät schon ganz wunderbar. Wie gesagt, auf den Effekt der Thakker-Nadel bin ich noch gespannt, aber im Moment bin ich schon sehr zufrieden.


[Beitrag von alev2202 am 09. Okt 2015, 13:40 bearbeitet]
Tauern
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 09. Okt 2015, 13:12
Hallo,

freut mich, dass du auch so positive Erfahrungen gemacht hast wie ich. Irgendwie wollte mir hier das hier keiner so richtig glauben...

Noch ein Tipp: beim Wechsel der Nadel sehr sehr vorsichtig vorgehen. Es kann etwas hakelig sein.

Viele Grüße

tauern
akem
Inventar
#21 erstellt: 09. Okt 2015, 15:29
Und das Headshell dazu abnehmen - nicht versuchen, im montierten Zustand zu hantieren...

Gruß
Andreas
Tauern
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 09. Okt 2015, 18:24
Das hab ich jetzt mal vorausgesetzt...
...................

PS: für eine genaue Einstellung des Auflagegewichts empfehle ich eine digitale Tonarmwaage (gibt´s für gut 20 EUR).

Viele Grüße

Tauern


[Beitrag von Tauern am 09. Okt 2015, 18:31 bearbeitet]
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