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Plattengewichte - bringen die was?

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Autor
Beitrag
Siddy1
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Dez 2015, 18:21
Hallo,


auf vielen Bildern sind Plattengewichte zu sehen, ich überlege, ob ich mir sowas zu Weihnachten schenken lassen sollte.
Bringen die was? (z.B. mehr Laufruhe bei gewellten Platten)?
Gibt es besonders empfehlenswerte Gewichte?
Wieviel wiegt sowas idealerweise?
Muss am Plattenspieler (Direct Drive) irgendwas neu justiert werden?

Danke schon jetzt und viel Spaß beim Plattenhören!

Siddy
Burkie
Inventar
#2 erstellt: 01. Dez 2015, 19:13
Hallo,

bei verwellten oder sonstwie verzogenen Platten kann ein hinreichend schweres Plattengewicht schon was nutzen.
Du kannst ja mal bei einer deiner verwellten Platten ausprobieren, wieviel Gewicht du da brauchst.

Ein Alternative sind Plattenklemmen, die an der Plattentellerachse festgeklemmt werden und damit die Platten plan pressen.

Beides habe ich nicht, da meine Platten nicht verwellt sind.

Für viele scheint ein Plattengewicht aber auch hauptsächlich eine Designsache zu sein.

Grüße
Holger
Inventar
#3 erstellt: 01. Dez 2015, 22:16
Verwellungen effektiv zu glätten vermögen Gewichte nicht, sorry.

Dafür braucht's eher eine Michell-Clamp und es liegt eine Filzscheibe o. ä. unter der LP.

Gewichte sorgen nur für eine festere Ankopplung des Labelbereichs an den Teller.
Mit "flachmachen" im Hinblick auf Höhenschläge/Verwellungen des Vinyls hat das aber nichts zu tun.
Burkie
Inventar
#4 erstellt: 01. Dez 2015, 22:39
Naja,
kommt auf die Stärke der Verwellung an und auf das Gewicht selber.
Eine leicht verwellte Platte habe ich auch mal mit Honigglas auf dem Kopf auf Label und etwas Extragewicht oben drauf spielfähig bekommen - schön ist was anderes.
Und ob das dann so auch so gut klingt wie eine unverwellte Platte, sei dahingestellt.

Grüße
>COWL<
Stammgast
#5 erstellt: 01. Dez 2015, 22:51
Ich bin bisher immer ohne ausgenommen, habe aber seit 14 Tagen auch eins. War bei einem Neuzugang dabei. Was ich festgestellt habe, wurde schon geschrieben - bei einigen Platten ein stärkerer Andruck im Bereich des Labels. Das ist mir besonders bei etwas dickeren Picturedisks aufgefallen. Habe aber noch nicht damit experimentiert und meins hat auch nur ein relativ geringes Gewicht.
frank60
Inventar
#6 erstellt: 01. Dez 2015, 23:12
Gewicht habe ich keins, aber eine Pro-Ject Plattenklemme mit schön großer Auflagefläche, ähnlich der Michell-Clamp, nur optisch etwas ansprechender.

Hilft bei kleinen Verwellungen genau nix, allerdings kaufe ich vile gebrauchte Platten und da sind natürlich auch mal stärker verbogene bei, die lassen sich mit manchen Tonabnehmern wie dem Goldring 1042 tatsächlich nur mit der Klemme abspielen, weil sonst der TA Korpus die Platte berührt, solche Platten drückt die Klemme schon platt genug, daß man sie schon vor dem endgültigen Glätten mal hören kann.
Hilfreich ist die Klemme gelegentlich auch bei sehr dünnen Platten, wie es sie früher teilweise gab, ich habe nie herausgefunden, was sie anregt, aber manche neigen zum Flattern auf dem Teller (betrifft hauptsächlich 12" 45 RPM Platten), das verhindert die Klemme auch wirkungsvoll. Eventuell ist ihr Eigengewicht einfach zu gering, daß sie sich selbst fest auf den Teller drücken.


[Beitrag von frank60 am 01. Dez 2015, 23:13 bearbeitet]
pedi
Stammgast
#7 erstellt: 01. Dez 2015, 23:29
belasten diese dinger nicht das plattentellerlager mehr als eigentlich vorgesehen?
von der federabstimmung des chassis ganz zu schweigen, z. b.bei diversen duals.
frank60
Inventar
#8 erstellt: 01. Dez 2015, 23:40
Davon liest man sehr oft. Allerdings eher bei den massiven Gewichten, die Klemmen sind im Vergleich dazu leicht und belasten dadurch die Lager nicht.
pedi
Stammgast
#9 erstellt: 01. Dez 2015, 23:43
ja gut, bei klemmen ist das klar, aber bei den gewichten sieht man teilweise recht ordentliche brummer.
die würde ich meinem dreher ganz sicher nicht zumuten.
fällt doch aber auch ein bisschen in die vodooecke.


[Beitrag von pedi am 01. Dez 2015, 23:44 bearbeitet]
kempi
Inventar
#10 erstellt: 01. Dez 2015, 23:46

frank60 (Beitrag #6) schrieb:
........... endgültigen Glätten ..........

Hallo Frank,
es interessiert mich sehr, wie Du das machst, das "endgültige Glätten"?
Schon jetzt für die Antwort
frank60
Inventar
#11 erstellt: 01. Dez 2015, 23:49
Voodoopriester eben.

Naja, es wurde schon geschrieben, der optische Effekt spielt bei Manchem sicher auch eine Rolle.

Den Sinn solcher Monstergewichte sehe ich nur bei meiner Plattenwaschmaschine, da verhindert das Teil Schlupf der Platte auf dem Teller, vor Allem beim Absaugen. Und dichtet auch gleich das Label gegen die Waschflüssigkeit ab. Aber am Dreher sehe ich ehrlich gesagt auch keinen Sinn der Brummer außer Optik.

@kempi: althergebracht, Platte zwischen 2 dicke Glasscheiben, noch was schweres drauf, 1 Woche so liegen lassen. Hat bislang immer funktioniert. Vor dem oft praktizierten Erwärmen z.B. im Backofen habe ich zu viel Schiß.


[Beitrag von frank60 am 01. Dez 2015, 23:51 bearbeitet]
kempi
Inventar
#12 erstellt: 01. Dez 2015, 23:56
Gegen wellige Platten hilft möglicherweise ein Außenring wie dieser.
frank60
Inventar
#13 erstellt: 02. Dez 2015, 00:00
Hihi, da hast Du ja gerade meinen Thread herausgekramt, in dem ich glücklicherweise so beraten wurde, daß ich vom Gewicht Abstand genommen habe.

Jo, die Ringe wären eventuell etwas, wenn die wenigen Exemplare, die selten genug auftauchen, nicht zu Mondpreisen gehandelt würden.
Holger
Inventar
#14 erstellt: 02. Dez 2015, 09:51
Eijentlich isses ja janz eenfach...

Eine Schallplatte verführt den Tonabnehmer ja, wenn sie nicht richtig stark verwellt ist, nur im äußeren Bereich zu Berg- und Tal-Fahrten.
Je weiter man nach innen abspielt, desto geringer wird die Verwellung.
Wie soll da ein Gewicht, welches sich auf einen Teil des Labelbereich konzentriert, Abhilfe bringen? Dort ist die Platte sowieso eben...
Etwas anderes ist es, wenn man einen leicht konkaven Teller hat, dann wird die Platte nämlich leicht schüsselförmig verformt und dadurch im Außenbereich etwas geglättet. Dass dann u. U. die Nadel minimal schräg in der Rille fährt, muss man eben einkalkulieren - mbMn hat das keinen negativen Einfluss.
Oder man nutzt eine Klemme mit Unterlegscheibe - Stichwort Michell Clamp. Die übt einen besonders gearteten Druck auf die Platte aus und schafft es so, Verwellungen etwas effektiver zu glätten.
Die besten Methoden - außer einem Record-Flattener - sind m. E. daher die Plattenansaugung oder der Außenring (mein TD 127 mit (leichtem) Gewicht und (schwerem) Außenring wird ja in dem Link weiter oben gezeigt).
Da, wenn man etwas Glück hat, die Anzahl der verwellten Platten in einer Sammlung nicht riesig sein muss und man sich halt ggf. ein besonders stark verwelltes Exemplar nochmals kaufen kann und dabei eben darauf achtet, ein nichtverwelltes zu bekommen, ist das Problem ein nicht all zu großes, meine ich.
Die meisten Gewichte sind mbMn nur Show und bringen wenig bis nichts (außer etwas besser Ankopplung des Vinyls an den Teller im Labelbereich natürlich).
Was die zumutbaren Massen für die Plattengewichte angeht: ich habe das immer vom Tellergewicht abhängig gemacht, denn darauf ist das Lager ja abgestimmt (plus einer gewissen Sicherheitszone nach oben, denke ich mal).
Also belaste ich z. B. das Lager eines Laufwerks mit x kg Tellergesamtgewicht nicht mit mehr als 20-25% Zusatzgewicht in der Mitte.
Wie viel das jeweils ist, kann man sich leicht ausrechnen...
sm.ts
Inventar
#15 erstellt: 02. Dez 2015, 12:18
Denke nicht das das Gewicht auf meinem Dreher dem Lager schadet, das TMD-Lager ist deutlich schwerer als das Plattengewicht.
Der Teller hat auch 8,5 kg.
Ganz leicht verwellte Platten werden plan angedrückt, bei den "schlimmeren" Scheiben wird's ein wenig besser mit Gewicht.
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