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AT440MLb: Nadel flattert und springt

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Autor
Beitrag
paule16
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Apr 2016, 14:58
Hallo!

Nach dem Einbau des neu gekauften AT440MLb merkte ich, dass die Resonanzfrequenz des Systems ziemlich niedrig sein muss. Seltsam: Headshell und System zusammen wiegen gerade 1 g mehr als das Originalsystem. Und - laut Datenblatt haben das AT440 und das alte EPS270C die gleiche Compilance. Dürfte also gar nicht sein.
Der Plattenspieler (Panasonic SL H-401) hat einen 12g-Tonarm.

Mehrere Platten haben eine Welligkeit im Bereich der Resonanzfrequenz; bei denen tanzt das System so stark, dass die Nadel springt. Außerdem habe ich Angst um die Nadel und die ..Platte..!
An einem zweiten Plattenspieler des selben Typs passiert das Gleiche.

Andere Systeme haben mit der selben Platte keine Probleme. Das originale Technics EPS270C tanzt noch etwas, ein anderes EPS270C mit neuer JICO-ED-Nadel ist völlig cool...
Hier...
https://drive.google.com/folderview?id=0B6x-eBhp0KtDaUxoRXl3VnhGeHc&usp=sharing
habe ich drei kurze Videos abgelegt, bei denen ihr euch selbst ein Bild machen könnt.

Von Thakker habe ich mir schon eine sehr leichte Headshell schicken lassen - half fast nichts.
Wie geht es anderen AT440-Besitzern?
Kann es sein, dass ich ein besonders 'weiches' System (Serienstreuung) erwischt habe?

Ich bin gespannt, ob ihr mir etwas raten könnt - außer 'dann nimm für wellige Platten halt die JICO-Nadel'...

Beste Grüße
Paule


[Beitrag von paule16 am 10. Apr 2016, 14:59 bearbeitet]
evilknievel
Inventar
#2 erstellt: 10. Apr 2016, 15:53
Hallo,

gehe ich recht in der Annahme,daß du bei jedem Tonabnehmertausch den Tonarm neu auspendelst und neu einstellst?

Gruß Evil
paule16
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Apr 2016, 17:20
Hallo Evil,

klar, wird gemacht. Headshells sind justiert, aber auspendeln muss nach Headshellwechsel sein, auch die Auflagekraft ist unterschiedlich (AT 14mN, EPS 17,5mN).

Gruß, Paule
Lucky_8473
Stammgast
#4 erstellt: 10. Apr 2016, 17:33
Servus,

ich betreibe das 440 MLb nun knapp 3 Monate an einen unverbauten 1210, kann dieses Springen nicht feststellen . Fahre es mit ca. 1,2 Gramm. Meins ist aber dagegen relativ leise. Vielleicht gibt es Tolleranzschwankungen bei der Herstellung?

LG Tom
akem
Inventar
#5 erstellt: 10. Apr 2016, 18:02

paule16 (Beitrag #1) schrieb:
laut Datenblatt haben das AT440 und das alte EPS270C die gleiche Compilance. Dürfte also gar nicht sein.
Der Plattenspieler (Panasonic SL H-401) hat einen 12g-Tonarm.

Vorsicht: Audio Technika gibt die Compliance wie manch andere Japaner unsinnigerweise für die irrelevanten 100 Hz. Bei den relevanten 10 Hz kannst Du von der 1,5 - 2 fachen Compliance ausgehen.
An einem 12g Arm sollte es aber dennoch keine Probleme geben...

Gruß
Andreas
lini
Inventar
#6 erstellt: 10. Apr 2016, 20:20
Paule: Ich würde von einem fehlerhaften Exemplar ausgehen. Das AT440MLa/MLb ist zwar tatsächlich an etwas leichteren Armen noch besser aufgehoben, aber flattern und springen sollte da an einem 12-g-Arm noch nichts - zumindest nicht in Verbindung mit normalen Platten. Denkbar wär eventuell aber auch ein Problem mit dem Tonarmlager. Wieviel Anti-Skating brauchts denn, um den balancierten Arm langsam in Richtung Stütze zu ziehen?

Grüße aus München!

Manfred / lini
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 10. Apr 2016, 20:57
Hallo!

Möglicherweise ist der Pattenspieler einfach ungeschickt aufgestellt und du hast Rückkoppler durch Tritt- und Bodenschall. Hier wäre einfach einmal eine andere Aufstellung auszuprobieren.

Oder aber das Tonarmlager ist im Eimer, ob dem so ist kannst du eigentlich mit dem einfachen Puste- und Schnipseltest feststellen.

Falls beides nicht zutrifft würde ich erstmal die Nadel tauschen, es wäre zwar ein seltener Fall aber es ist nicht ganz ausgeschlossen das der Einschub einen Schuß weg hat.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 12. Apr 2016, 07:05 bearbeitet]
paule16
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 12. Apr 2016, 06:53
Moin!

Vielen Dank für die Hinweise!
Ich hatte schon eine leichtere Headshell (-2,5g) ausprobiert. Hat wenig geholfen. Ich hätte sie auch behalten, aber sie passte nur mit Mühe in den SME-Sockel - Schaft zu dick.
@Hörbert: Aufstellung sollte OK sein. Den Tanz gab es auch, wenn ich wie Mäuschen daneben sitze - und nur bei einigen Platten. Auf den meisten Platten läuft das System prima.
Tonarmlager ist sehr leichtgängig. In Schwebe kann man es mit leichtem Pusten über die ganze Fläche wehen. Die Schwebe muss ich auf besser als 0,05g einstellen. Skating zieht den Tonarm so bei 0,7g-Einstellung nach außen.

Mit Firma Thakker habe ich da schon eine umfangreiche Konversation. Auch dort ist man ratlos und empfiehlt, eine neue Nadel zu kaufen. Ist die besser, schicke ich die alte zurück. Ist es das Gleiche, geht die neue zurück und ich spiele meine 'Wellbleche' notgedrungen mit einem anderen System ab. Wozu gibt's austauschbare Headshells...

Ich werde berichten.

Beste Grüße,
Paule
Hörbert
Moderator
#9 erstellt: 12. Apr 2016, 07:38
Hallo!

Zumindestens das AT-440 MLa hatte ich schon in Tonarmen von 7,5 Gramm bis 17 Gramm eff. bewegter Masse zu Meßzwecken und Versuchen verbaut, zwischen 9- und 14 Gramm kam es dabei weder zu Besonderheiten noch stieg das Abtastsystem bei verwellten und exzentrischen Schallplatten ungewöhnlich früh aus. So ab 15-16 Gramm eff bewegter Masse reagiert es deutlich empfindlicher auf Plattenverwellungen und Exzentritäten ohne aber gleich zum Springen zu neigen vielmehr erhöht sich die Rate der Abtastfehler und ab ca. 17-18 Gramm eff bewegter Tonarmmasse zeigt es alle Unarten eines suboptimal eingesetzten Abtasters.


......Mehrere Platten haben eine Welligkeit im Bereich der Resonanzfrequenz; bei denen tanzt das System so stark, dass die Nadel springt. .......


Zwar dürfte hier die Nadel bei einem 12-Gramm tonarm schon deutliche Schlängelbewegungen machen aber eigentlich nur in Sonderfällen aus aussteigen, hier solltest du einmal das AS völlig wegnehmen und schauen was dann passiert.

Natürlich ist es ganz einfach möglich das du hier einfach mit der Kombination des doch recht einfachen Tonarmes mit statischer Auflagekrafteinstellung und des Abtasters an die Grenze dessen stößt was diese Kombination noch bewältigen kann. (Es gibt nun mal so stark verwellte Platten das praktisch jede Kombination irgendwann aussteigt) aber das sollte eigentlich recht leicht herauszufinden sein. Als erstes solltest du wie schon weitewr oben beschrieben einmal das AS vollständig herausnehmen, bringt das keine merkliche Besserung, ( hier bringt der Stoppuhr-Test Aufschluß, d.h. du stoppst erstmal wann die Nadel bei deiner Normalen einstellung springt und dann wann sie ohne AS springt) solltest du die Auflagekraft soweit erhöhen wie vom Hersteller als höchstzulässig angegeben wird und stoppst bei weiterhin deaktiviertem AS nochmals.)

Ergibt sich hierdurch keie Verbesserung sondern eher eine Verschlechterung, -also ein deutlich früherer "Sprungwert" beläßt du die Auflagekrafteinstellung und gehst mit dem AS schrittweise höher. So sollte sich eigentlich ein Punkt finden lassen an dem die Nadel möglichst spät sringt.

Als nächstes solltest du einmal die eff. bewegte Masse der Kombination anstatt ständig zu verringern einmal um 1-2 Gramm erhöhen und das gesamte Procedre noch einmal durchführen da viele alte Tonarme zwar auf den Anblas- und Schnipseltest recht gut reagieren aber ihre gesamte Konzeption eigentlich ursprünglich auf Auflagekräfte um die 2 Gramm und höher ausgelegt sind sie aber bei dem damals ausgebrochenen Hype in Puncto Leichttonarme und niedrige Auflagekräfte nur unvollkommen "umgestrickt" wurden, dabei wurden dann die alten Tonarmlager einfach übernommen.

Bringt das ebenfalls keine merkliche Besserung solltest du diese Kombination eigentlich vergessen, -sie ist ungeeignet-.

MFG Günther
paule16
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 14. Apr 2016, 19:24
Hallo!

@Lucky 8473:

ich betreibe das 440 MLb nun knapp 3 Monate an einen unverbauten 1210, kann dieses Springen nicht feststellen . Fahre es mit ca. 1,2 Gramm. Meins ist aber dagegen relativ leise. Vielleicht gibt es Tolleranzschwankungen bei der Herstellung?


Mein AT440MLb liefert etwa 3dB weniger als das originale EPS270C mit JICO-ED-Nadel.
Beide ATN440-Nadeln brachten identische Pegel und klangen subjektiv gleich (bzw. die neue einen Tick klirriger, vielleicht weil nicht eingespielt?)

@Günter, das mit dem AS habe ich probiert - ohne AS springt es seltener.

ob das AT440MLa härter gelagert ist..?


Bringt das ebenfalls keine merkliche Besserung solltest du diese Kombination eigentlich vergessen, -sie ist ungeeignet-.


Die neue Nadel macht das gleiche wie die alte, sie geht zurück zum Händler. Bei bestimmten Plattenwelligkeiten ist die Kombination - wie Du schriebst - offensichtlich ungeeignet. Auf den meisten Platten läuft das System wunderbar und klingt sehr gut - deswegen rücke ich es nicht mehr raus.
Ich habe für diesen Plattenspieler noch eine JICO-ED-Nadel für das originale EPS270C geordert, das muss für die 'Eierplatten' reichen. Die Headshell ist ja schnell gewechselt...

Danke für Eure Tipps!

Freundliche Grüße,
Paule
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