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mH Werte bei Abtastern

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sandmann319
Inventar
#1 erstellt: 05. Sep 2016, 13:25
Hallo zusammen,
was haben die mH Werte bei den Abtastern zu bedeuten
und wirken sich unterschiedliche Werte auf den Klang aus?
akem
Inventar
#2 erstellt: 05. Sep 2016, 13:56
Das ist die Induktivität der Induktionsspule. Der liegt bei MM-Systemen in der Größenordnung 300-900mH (also 0,3-0,9 Henry), bei MIs etwas darunter. Bei High-Output MCs liegt sie in der Größenordnung von 10^-5, bei Low-Output MCs gar nur bei 10^-6 Henry.
Was sagt der Wert aus? Zunächst mal ist das eine wertfreie Größe. Interessant wird es erst in Verbindung mit dem elektrischen Abschluß des Systems. Bei MCs spielt mehr oder weniger nur der Abschlußwiderstand eine Rolle, der nicht festgelegt ist. Die Abschlußkapazität müßte schon relativ hohe Werte annehmen, um sich auf den Frequenzgang auszuwirken. Bei MM-Eingängen ist der Eingangswiderstand de facto genormt während die Abschlußkapazität nicht festgelegt ist.
Grundsätzlich bildet die Abschlußkapazität zusammen mit der Tonabnehmer-Induktivität einen Schwingkreis. Da sieht man dann schon, daß bei gegebener Mittenfrequenz die Kapazität in gleichem Maße ansteigen müßte wie die Induktivität sinkt. Da eben bei MMs die Induktivität sehr hoch ist, darf die Kapazität nur sehr klein sein.

Gruß
Andreas
lini
Inventar
#3 erstellt: 06. Sep 2016, 05:14
Andreas: Ich würd sagen, von der Induktivitätsbandbreite unterscheiden sich MMs und MIs eher gar nicht, denn es gab und gibt ja durchaus nicht wenige hoch- und sehr hochinduktive MIs. Allerdings sind unter den besonders niederinduktiven Modellen unter 200 mH in der Tat mehr MIs - besonders in puncto verkaufter Stückzahlen, aber auch von der Anzahl der Modelle her. Ähnlich sieht's bei den ganz besonders niederinduktiven Low-Output-Modellen zum Betrieb am MC-Eingang aus - zumal's da meines Wissens auch keine aktuellen MM-Modelle mehr gibt, während Grado und Soundsmith weiterhin Low-Output-MIs anbieten.

Grüße aus München!

Manfred / lini
sandmann319
Inventar
#4 erstellt: 06. Sep 2016, 07:20

Da eben bei MMs die Induktivität sehr hoch ist, darf die Kapazität nur sehr klein sein.


Seltsam,
warum dürfen dann AT-Systeme (mH zwischen 350-400) nur bis 200pF
und Ortofon-Systeme (mH zwischen 450-700) aber bis 500pF abgeschlossen werden.

Wo liegt mein Gedankenfehler?

Ist es, zwischen einem Wert von z.B 360 zu 480 mH ( bei ansonsten gleicher Bauweise)
Akustisch zu hören?

Gruß Gerd
akem
Inventar
#5 erstellt: 06. Sep 2016, 07:58
Je höher die Induktivität, desto früher säuft der Eigenfrequenzgang des Systems ab. Und desto höher muß die Kapazität ausfallen, um das wieder aufzupolstern.
Daneben dürften aber noch weitere Details eine Rolle spielen wie z.B. Anordnung des oder der Magnete(n), was ja bei Audio Technika (2 Magnete V-förmig senkrecht auf dem Nadelträger) und Ortofon (dürfte wohl nur 1 Magnet längs im Nadelträger sein) grundverschieden ist. Auch mechanische Parameter dürften eine Rolle spielen. Aber das ist jetzt eher Vermutung als Wissen...

Gruß
Andreas
Steffen_Bühler
Stammgast
#6 erstellt: 06. Sep 2016, 08:16

akem (Beitrag #5) schrieb:
Je höher die Induktivität, desto früher säuft der Eigenfrequenzgang des Systems ab. Und desto höher muß die Kapazität ausfallen, um das wieder aufzupolstern.

Meinten Sie "niedriger"?

Viele Grüße
Steffen
akem
Inventar
#7 erstellt: 06. Sep 2016, 08:56
Ich berichtige:
Je höher die Induktivität, desto früher säuft der Eigenfrequenzgang des Systems ab. Und desto niedriger muß die Kapazität ausfallen, um das wieder aufzupolstern.

Steffen hat recht: Relevant ist ja das Produkt aus Induktivität und Kapazität. Und je höher das eine desto niedriger das andere. Da hab ich mich auf die Schnelle vertan, man soll halt erst denken und dann schreiben...

Gruß
Andreas
sandmann319
Inventar
#8 erstellt: 07. Sep 2016, 07:40
Gut, oder auch nicht.

Halten wir fest das
in der Theorie:
Je höher die Induktivität, desto früher säuft der Eigenfrequenzgang des Systems ab. Und desto niedriger muß die Kapazität ausfallen, um das wieder aufzupolstern.

in der Praxis:
aber genau das Gegenteil praktiziert wird um einen ausgeglichenen Frequenzgang zu erreichen.

Gruß Gerd
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