Alter Plattenspieler sehr leise - trotz Verstärker auf Maximum

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Bib_x
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Dez 2011, 15:43
Hallo,
meine Großmutter hat eine alte "Stereoanlage" die jetzt 42 Jahre alt ist. Bestehend aus einem kleinen Schränkchen mit Verstärker und Radio sowie einem Fach, wo ein Plattenspieler drin ist.

Radio hören klappt auch sehr laut, alles wie immer. Jedoch ist der Plattenspieler so leise, dass man ihn fast nicht mehr hört. Ich muß den Lautstärkeregler am Verstärker auf Maximum drehen, um überhaupt etwas hören zu können.


Woran kann das liegen? Könnte die Nadel kaputt sein oder würde sich das anders äussern?


[Beitrag von Bib_x am 27. Dez 2011, 15:43 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#2 erstellt: 27. Dez 2011, 16:11
Hallo,

ist der Plattenspieler extra angeschlossen? Steckt er im "Phono"-Eingang?


Gruß
Benjamin
Bib_x
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 27. Dez 2011, 16:54
Der Plattenspieler ist natürlich angeschlossen am Phono-Eingang. Seit 42 Jahren steht die Anlage da und wurde seither nicht verändert. Bis vor ein paar Tagen lief ja alles noch ganz normal.

Man hört nur was, wenn man den Verstärker auf Phono stellt und dann Lautstärke auf Maximum. Dann ist es leise hörbar.
Bepone
Inventar
#4 erstellt: 27. Dez 2011, 18:02
Hallo,

steckt der Nadeleinschub noch richtig im Tonabnehmer?


Gruß
Benjamin
Bib_x
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 27. Dez 2011, 18:16
Du meinst, ob die Nadel am Arm noch richtig dran ist?


Muss ich mal schauen heute abend. Also gestern als ich dran war, war ich schon der Meinung, dass alles fest montiert ist. Da hat auch keiner rumgespielt. Nur Weihnachten immer Platten auflegen, mehr wird da nicht gemacht. Kleine Kinder sind auch nicht im Haushalt.

Also wenn da nichts wackelt, dann ist das wohl fest? Würde ein Foto vielleicht weiterhelfen?
Bepone
Inventar
#6 erstellt: 27. Dez 2011, 19:22
Einfach schauen, ob alles so steckt, wie es soll.

Foto würde evtl. auch helfen.


Gruß
Benjamin
Bib_x
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 27. Dez 2011, 20:01
Hab jetzt nachgeschaut:

Plattenspieler: DUAL 1225
Nadel: DN211

Die Nadel ist nur etwa 1mm groß. Ist die normal nicht größer? Kann die abgenutzt sein?

Schaut soweit alles ganz normal aus. Tonabnehmer und Nadel sind fest. Da wackelt nichts.


EDIT: Was mir auch aufgefallen ist: Meine Eltern hatten mal einen Plattenspieler, da war die Nadel an einer Art kleines Gelenk montiert, das nachgegeben hat, wenn man auf die Nadel gedrückt hat. Wie so eine Art Stoßdämpfer für die Nadel. (ganz vorne die Spitze war daran montiert)


Aber der Nadelkopf vom DUAL ist ganz fest. Die Nadel ist fest am Arm in so einem Quader montiert, da gibt nichts nach, auch nicht durch Druck auf die Nadelspitze.

Oder ist das normal so?


[Beitrag von Bib_x am 27. Dez 2011, 20:07 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 27. Dez 2011, 20:45
Hallo,

der Diamant sollte noch kleiner als 1mm sein.
Allerdings sollte die Nadel nachgeben, wenn du am Diamanten rumfummelst - nicht machen, wenn du nicht weißt, was du tust


Könnte sich um die beliebten Kontaktprobleme bei Dual handeln.
Arretiere einmal den Tonarm und klapp den Nadelschutz herunter, falls vorhanden. Dann den Fingerbügel an der Headshell nach hinten schwenken, danach kannst du den Tonabnehmer samt Kunststoff-Trägerplatte herausnehmen.

Hinten dran sind 4 Kontakte, die müssen blank sein. Ebenso die Kontaktstreifen in der Headshell am Tonarm.


Gruß
Benjamin
cmoss
Inventar
#9 erstellt: 31. Dez 2011, 18:00
Hallo,

bei manchen Tonsystemen ist das Röhrchen, an dem die Nadel befestigt ist, in Gummi gelagert. Wenn der durch Alterung verhärtet, bewegt sich der Magnet hinten am Röhrchen nicht mehr und das Signal wird schwach.

Gruß
Claus
hackmac_No_1
Stammgast
#10 erstellt: 01. Jan 2012, 21:13
Moin,

Ich hatte auch mal den Fall, wo der DIN Stecker so vrdreckt war, das fast kein Signal mehr durchkam.
Den zu reinigen ist etwas fummelig, aber zB. mit Chrom-Politur gut machbar.
Der Lappen war nachher schwarz!!

Gruß Mac
wrzlpfrmpf
Schaut ab und zu mal vorbei
#11 erstellt: 03. Jan 2017, 01:55
Habe ein ähnliches Problem:

ich habe aus einer Haushaltsauflösung eines Bekannten meines Vaters einen Dual CS 410 bekommen den ich jetzt an meinem neuen Denon AVR-X2300W betreibe.

Dabei ist leider der Ausgangspegel des Plattenspielers (trotz wohl eingebautes Preams) sehr leise und der Sound lange nicht so voll wie der von derselben MP3 vom PC, was sehr schade ist...

Der Plattenspieler hängt dabei wie der PC an einem analogen Eingangskanal (Chinch) des AVRs.

Die Nadel ist hierbei tatsächlich an einem flexiblen Gummstück gelagert.
Bei diesem recht billigen Dual-Modell ist der Tonabnehmer recht unvorteilhaft am Arm verschraubt (Bild)
tonabnehmer

Meine Frage ist wie und ob ich den Ton des Ausgangspegels verbessern kann, oder ob eher gleich ein etwas besserer Plattenspieler oder ein Preamp zwischen Plattenspieler und AVR das Problem lösen kann?!

Wäre für einen Rat dankbar da ich einen gebrauchten Denon DP-DJ100 für ca. 200VHB rankommen würde...


[Beitrag von wrzlpfrmpf am 03. Jan 2017, 02:04 bearbeitet]
ad-mh
Inventar
#12 erstellt: 03. Jan 2017, 02:06
Moin,

stellt die Fragen doch bitte nicht im Forum Hifi Klassiker sondern
hier im Bereich Analog/Plattenspieler:

http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browse&forum_id=26

vielleicht kann ein Moderator den Beitrag dorthin verschieben

VG

Andreas
dialektik
Inventar
#13 erstellt: 03. Jan 2017, 02:14
Ist der Vorverstärker im Dreher auch aktiviert
Nach Produktbeschreibung kann man den nämlich ein- und ausschalten..........
wrzlpfrmpf
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 03. Jan 2017, 02:17

Ist der Vorverstärker im Dreher auch aktiviert


du schockst mich ganz schön!...hast du mir nen link zur produktbeschreibung? bzw. woher hast du deine infos. ich bin immer davon ausgegangen, dass der Plattenspieler weil billig so nen Ton hat....
wrzlpfrmpf
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 03. Jan 2017, 02:26
habe den schalter gefunden (phono out - line out) war auf line out, sprich vorverstärker an. auf phono-out kommt fast gar kein signal...damit ist das Problem leider weiter bestehend, aber ich kenne jetzt den Plattenspieler besser
raphael.t
Inventar
#16 erstellt: 03. Jan 2017, 10:05
Ersthilfe:

Den TK (Tonkopfträger) aus dem 1215 nehmen, indem eine Hand den TK mit dem System hält, die andere den Fingerbügel rechts nach hinten drückt. Nun den TK nach unten abnehmen und die Kontaktstifte ganz hinten im TK etwas säubern und -- noch wichtiger -- die Gegenkontakte im Armende, die können ganz schwarz sein vor Oxidation. Womit reinigen? Mit Q-Tipps und wenn nichts Besseres vorhanden ist, mit einem Hauch von Zahnpasta. Danach gut trockenreiben.
Den TK wieder richtig einsetzen, und zwar mit einer Hand etwas nach hinten Richtung Arm drücken, mit der anderen den Fingerbügel wieder nach vorne ziehen und den TK so arretieren.
Diese Sofortmaßnahme kann Wunder bewirken, muss aber nicht.
Die zweite wäre, den Umschalter von Phono auf Line mit Tuner 600 oder einem ähnlich unaggressiven Mittel einzusprühen und oftmals zu betätigen, vielleich reicht auch das Hin-und Herbewegen ohne Mittel.
Auch an der Stelle kann das Signal verkümmern, auch im Inneren des Plattenspielers gibt es einen Bereich, der eine Engstelle sein kann, der sogenannte Kurzschließer, aber ich weiß nicht, ob der Dual 1215 so etwas überhaupt hat. Ist das nicht der mit dem Tonarmrohr, das nicht rund ist? Solch einen hatte ich einmal, aber das ist lange her, an die Details kann ich mich nicht erinnern.
Viel Erfolg bei deinen Bemühungen!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
akem
Inventar
#17 erstellt: 03. Jan 2017, 12:13

wrzlpfrmpf (Beitrag #11) schrieb:

Bei diesem recht billigen Dual-Modell ist der Tonabnehmer recht unvorteilhaft am Arm verschraubt (Bild)
tonabnehmer

Meine Frage ist wie und ob ich den Ton des Ausgangspegels verbessern kann, oder ob eher gleich ein etwas besserer Plattenspieler oder ein Preamp zwischen Plattenspieler und AVR das Problem lösen kann?!

Wäre für einen Rat dankbar da ich einen gebrauchten Denon DP-DJ100 für ca. 200VHB rankommen würde...

Der Tonabnehmer sieht mir verklebt aus, den kann man nicht wechseln. Dieser "Dual", der eigentlich ein Hanpin ist, kann nur allergeringste Ansprüche erfüllen, wenn überhaupt... In den 80ern hätte man sowas wenn überhaupt in irgendwelche Schneider-Plastiktürme für 300 Mark eingebaut...

Theoretisch - wenn's nur um die Lautstärke geht - könnte man den internen Phonopre abschalten und einen externen Phonopre verwenden. Klanglich bist Du dann aber keinen Schritt weiter...
Aber: Phono wird immer deutlich leiser sein als CD - die Hersteller haben damals bei Einführung der CD die Player erheblich lauter gemacht als den Rest (ca. 2Vrms ggü. 0,5Vrms bei Phono, Tuner, Tape etc). Und die Hersteller haben es bis heute nicht hingekriegt, die Lautstärken halbwegs anzugleichen. Und das ungeübte Gehör empfindet "lauter" eben als "besser" (das war damals auch der Sinn der Übung, man wollte die CD-Player als klanglich besser darstellen...).

Der Denon ist mit Sicherheit ne ganz andere Liga als der "Dual". Ob ein Preis von 200€ gerechtfertigt ist - keine Ahnung. Hängt auch vom Zustand und vom Tonabnehmer sowie dessen Zustand ab. Wenn da nur so ne DJ-Nadel dran ist würde ich den Tonabnehmer mit 0€ bewerten... Immerhin kannst Du da beliebige andere Tonabnehmer dran bauen.

Gruß
Andreas
dertelekomiker
Inventar
#18 erstellt: 03. Jan 2017, 12:24

wrzlpfrmpf (Beitrag #11) schrieb:
ich habe aus einer Haushaltsauflösung eines Bekannten meines Vaters einen Dual CS 410 bekommen den ich jetzt an meinem neuen Denon AVR-X2300W betreibe.

Dabei ist leider der Ausgangspegel des Plattenspielers (trotz wohl eingebautes Preams) sehr leise und der Sound lange nicht so voll wie der von derselben MP3 vom PC, was sehr schade ist...

Schau mal auf Seite 174 der BDA vom Denon AVR. Dort ist beschrieben, wie Du den Eingangspegel der Anschlüsse anpassen kannst. So könntest Du zumindest den Lautstärkesprung kompensieren. Ob Dich das bei der Hanpin-Krücke klanglich weiterbringt, sei dahin gestellt...
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