Subwoofer bei Plattenspielerbetrieb kein Punch wie bei CDs

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hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 24. Jan 2018, 01:14
Guten Abend,
weiss jetzt nicht ganz ob ich das in diesem Forum oder Subwoofer Forum posten sollte.
Ich probier es jetzt einfach mal hier und bei anderer Ansicht der Mods bitte ins Subwoofer Forum verschieben. Danke

Hier zu meinem Problem:
Spiele ich CDs über meine Anlage ab, kommt der Bass des Subwoofers sehr präzise und mit Punch.
Beim Abspielen von Vinyl kommt es dazu, dass der Subwoofer zwar anspricht aber eigentlich nur ein "Wummern" zu vernehmen ist.

Anlage:
Yamaha rxv 495
Dali Zensor 1
REL Ti 5 über line in + über xlr angeschlossen (beide "Wummern" bei Plattenbetrieb)
Thorens TD 320 MKII mit Ortofon om 20
Denon DCD 425

Schonmal vielen Dank für eure Hilfe!!

Wenn mehr Infos benötigt werden bitte Bescheid geben.

Grüße Martin
evilknievel
Inventar
#2 erstellt: 24. Jan 2018, 01:48
Hallo,

das liegt daran, daß Vinyl mediumsbedingt keine tiefen Frequenzen hergibt. Bei 60hz ist oft Schluß.

Gruß Evil
hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#3 erstellt: 24. Jan 2018, 02:09
Okay, vielen Dank erstmal.
Hab gerade festgestellt, dass das "wummern" doch nicht bei allen Platten eintrifft.
Es läuft gerad "!!!" und hier spielt der REL wie gewohnt äußerst präzise und trocken.
Liegt dann wohl dann an den Pressungen.
Die Platte bei der es mir extrem aufgefallen war übrigens Red Hot Chili Peppers "By the Way"
Grüße Martin
Vogone
Inventar
#4 erstellt: 24. Jan 2018, 09:01

evilknievel (Beitrag #2) schrieb:
Hallo,

das liegt daran, daß Vinyl mediumsbedingt keine tiefen Frequenzen hergibt. Bei 60hz ist oft Schluß.

Gruß Evil

Kann ich nicht nachvollziehen, bei mir ist der Unterschied minimal. Meist sind es Fehlerhafte Anschlüsse. Es gibt aber auch mal Platten oder CDs, welche schlecht produziert sind.
onabudget
Stammgast
#5 erstellt: 24. Jan 2018, 10:47
Das bei 60Hz Schluss sein soll, kommt mit auch etwas "zu hoch gegriffen". Bei 40Hz ist aber tatsächlich ein Low Cut üblich.
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 24. Jan 2018, 11:03
Hallo,

Plattenspielerwiedergabe ist und bleibt halt eine mechanische Wiedergabe, bei vielen Platten wurde um "Platz zu sparen" recht früh abgeschnitten, damit mehr Spielzeit aufs Album passt, so wurden die berühmt-berüchtigten K-Tel und Ariola "20 größte Hits" z.T. sogar unter 100 Hz kastriert.

Mir fällt nur ein: gab es den TD nicht mit unterschiedlichen Tonarmen, z.T. auch für sehr leichte Systeme? Ist beim OM das Zusatzgewicht montiert oder "raus"?

Peter


[Beitrag von 8erberg am 24. Jan 2018, 11:05 bearbeitet]
flyingscot
Inventar
#7 erstellt: 24. Jan 2018, 11:14
Bei korrektem Anschluss, Justage und Verkabelung kann Vinyl einen sehr sehr ordentlichen Bass bis deutlich unter 50Hz wiedergeben.

Wie ist denn die Stereodarstellung bei deiner Plattenwiedergabe? Wenn du keine präzise Stereomitte hast, könnte es sein, das z.B. der Tonabnehmer falsch angeschlossen ist und ein Kanal falsch herum angeschlossen ist. Das würde dazu führen, dass der Subwoofer das Differenzsignal wiedergeben würde, nicht das Summensignal. Da der Bass auf Vinyl immer Mono abgemischt wird, würde dies zur Bassauslöschung führen.
hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 24. Jan 2018, 13:30
Hallo,
Tonarm ist der TP 90
Zusatzgewicht ist mit montiert.
Das Stereobild ist mittig, und der Tonabnehmer ist richtig verkabelt.
Grüße
kölsche_jung
Moderator
#9 erstellt: 24. Jan 2018, 17:22
vorab, ich kenne weder den sub, noch den avr (noch dessen einstellungen), noch die "by the way" ... aber

der vorgänger "californication" war ja schon ein paradebeispiel für miesen sound ... und die anfang 2000er waren auch nicht gerade eine blütezeit für vinyl

ich würde ggfs mal die einstellungen des avr/sub überprüfen, aber auch den allerersten blick, würde ich es der LP zuschreiben wollen ...
tbc67
Stammgast
#10 erstellt: 24. Jan 2018, 20:03
Leg mal ne Reggae-Platte auf......wenn der Sub dann immer noch nur wummert, liegt's an allem, aber nicht an der Platte.
Falls zur Hand kannst du auch ne Zappa-Platte aus den 70ern nehmen.
Goldenes_Ohr
Stammgast
#11 erstellt: 24. Jan 2018, 20:18

evilknievel (Beitrag #2) schrieb:
das liegt daran, daß Vinyl mediumsbedingt keine tiefen Frequenzen hergibt. Bei 60hz ist oft Schluß.


Spektrogramm 5Hz - >40KHz: LP„Space Organ“
evilknievel
Inventar
#12 erstellt: 24. Jan 2018, 21:24
und wer hört die freiwillig?
By the way ich habe die auch im Schrank.
So eine Scheibe ist kein Maßstab für 99% aller Pressungen. Das Spektogramm ist nicht sehr aussagekräftig. Wo kommen die Frequenzen unterhalb von 15hz her?
Der tiefste Orgelton ist bei 16hz, die Orgelpfeifenlänge beträgt dabei 20m.

http://www.pstos.org/instruments/or/portland/organ-grinder.htm

Gruß Evil
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 24. Jan 2018, 21:47
Hallo,

live eine solche Orgel zu hören ist ein Erlebnis... ich hab noch keine Hifi-Anlage erlebt die das darstellen kann. Die Töne der Subkontra-Oktave "spürt" man mehr als das man sie hört.

Was unter 20 Hz auf einer Schallplatte ist hat mit Musik eh nix zu tun. Und wie ich schon geschrieben habe: um Platz zu sparen wird eben "unten" abgeschnitten.

Peter
Hörbert
Inventar
#14 erstellt: 24. Jan 2018, 23:17
Hallo!

Bei der Scheibe handelt es sich um einen Direktschnitt auf dem in der Tat sehr tiefe Frequenzen geschnitten wurden.

Bezeichnender Weise sind hier auch nur ca. 14- respektive ca.12 Minuten pro Seite vorhanden.

Nur würde ich so etwas nicht als handelübliche Schallplatte bezeichnen sondern als eine Effektscheibe auf der demonstiert wird was man machen kann wenn man auf die Spielzeit keine Rücksicht nimmt.


.........Wo kommen die Frequenzen unterhalb von 15hz her?........


Nun, hier gehen halt die subsonische Störungen ab ca. 18 Hz nahtlos in den Effektsound über und werden davon nicht zu trennen sein.

Ganz ähnliche Effekte gab es früher auch auf speziellen Testplatten.

MFG Günther
tbc67
Stammgast
#15 erstellt: 25. Jan 2018, 00:34
In der Tat kommen derart tiefe Frequenzen (40 Hz und darunter) eher seltener vor.
Wie der Zufall es wollte hörte ich gerade diese Scheibe.
Als bekennender Bass-Fetischist war ich dann doch sehr beeindruckt, als auf der B-Seite nach ca. 3 Minuten der Kontrabass bis 40 Hz runterging. Ich höre mit den Quadral Vulkan (gerade wg. untenrum) und bin den Druck, der dabei erzeugt wird, eigtl. gewohnt. Aber das war, wenn auch selten, da das jetzt nicht mein bevorzugtes Genre ist, sehr sehr beeindruckend.
hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 25. Jan 2018, 01:29
Abend!
Also AVR Einstellungen konnten es meiner Überlegung nach nicht sein, da diese bei CD und Phono gleich sind.
Aber egal, Thema hat sich erledigt, war nach mehreren Vergleichen mit anderen Platten wirklich die Pressung.
Vielen Dank für die zahlreichen Tips!

P.S. Reggae kommt mir nicht auf den Teller


[Beitrag von hotwater am 25. Jan 2018, 01:29 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#17 erstellt: 25. Jan 2018, 01:30
Warum dann dein Name ?
hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 25. Jan 2018, 01:30
Heiße Wasser Musik
spacelook
Stammgast
#19 erstellt: 27. Jan 2018, 01:00

tbc67 (Beitrag #10) schrieb:
Leg mal ne Reggae-Platte auf......wenn der Sub dann immer noch nur wummert, liegt's an allem, aber nicht an der Platte.
Falls zur Hand kannst du auch ne Zappa-Platte aus den 70ern nehmen.


Genau, Bob Marley Scheiben aus 70ern haben einen gnadenlosen Bass auf Vinyl.
Ebenso wie angesprochen, die Original Zappa Scheiben aus dieser Zeit.
Da saßen noch richtige Vinyl-Toningenieure am Pult.
Beeindruckt bin ich auch immer von den Solo-Scheiben des ehemaligen Guru Guru Bassisten Uli Trepte, dessen Platten bringen meine großen Visaton Standboxen regelmäßig ans Limit.
Zu Sub-Orgel mit 20m Pfeifen: Da geht auch ein Bösendorfer Modell 290 Imperial er bietet mit seinen 97 Tasten 8 volle Oktaven. Der tiefste Ton müsste das Subkontra C (16,35 Hz) sein.
Habe eine Demo CD davon - macht meine Soundkette aber nicht mit.
Gruß
Klaus
hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 25. Jun 2019, 18:33
Hallo allerseits!
So nun hole ich den Thread nochmal vor, hab mir mittlerweile eine Vorstufe mit Subsonic Filter besorgt.
Das Rumpeln ist immer noch vorhanden gewesen. Nun hab ich gestern zufällig einen Denon DP37f mit Denon DL110 bekommen und den mal am selben Ort angeschlossen und was kam da raus?
Subwoofer hat genau den Wums wie bei CD`s!!
Liegt das jetzt am Plattenspieler allein oder kann das auch der Tonabnehmer sein?
Möchte erst hier mal die Experten fragen, bevor ich den Test mit Tonabnehmertausch wage, da das immer eine ziemliche Frickelei für mich ist.
Zur Erinnnerung: Plattenspieler Thorens TD320 MK II + Ortofon OMB20 versus Denon DP37f + Denon DL110

Vielen lieben Dank für euere Hilfe!!!
akem
Inventar
#21 erstellt: 25. Jun 2019, 19:52
Der TD320mk2 hat den TP90 Tonarm. Das schreit förmlich danach, das Denon DL 110 auf den Thorens umzubauen. Das ist nämlich ein sehr gutes Match!

Gruß
Andreas
lini
Inventar
#22 erstellt: 25. Jun 2019, 20:24
Martin: Mei, ein OM(B)20 oder OM20Super am TP90 ist halt von der Nachgiebigkeit her schon a weng grenzwertig - schon mit der aktuellen Nadel 20, und mit der ursprünglichen Version erst recht, was der Basspräzision nicht unbedingt zuträglich ist. Sprich, so ein Subsonic-Filter mag Dich zwar auf der elektronischen Seite von den störendsten, niederfrequenten Einflüssen befreien, es ändert aber herzlich wenig an deren Auswirkungen auf den Abtastvorgang an sich. Das ist dann ein bisschen so wie bei einem Auto mit recht nachgiebig abgestimmter Federung - wabbelt schön gemütlich, sorgt aber nicht unbedingt für sportlich-präzises Handling.

Grüße aus München!

Manfred / lini


(edit: Tippfehlerkorrektur... *seufz*)


[Beitrag von lini am 26. Jun 2019, 04:09 bearbeitet]
hotwater
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 25. Jun 2019, 23:39
Vielen lieben Dank für die Beratung!
Hab mich nun getraut das System zu wechseln, ist zwar noch nicht 100% eingestellt, läuft aber.
Und wie sieht es mit dem Bass aus?
Ist plötzlich da!!! Was für eine Freude!!! Hätte ich schon viel länger machen sollen!
Danke!!
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