Gehe zu Seite: Erste Letzte |nächste|

Welcher Tonabnehmer zu SAEC WE-308 SX Tonarm?

+A -A
Autor
Beitrag
Roadtrip
Stammgast
#1 erstellt: 16. Feb 2018, 12:27
Hallo zusammen

Wie im anderen Thread schon geschrieben bin ich zu einem Technics SL-1000 MKII mit SAEC WE-308 SX Tonarm gekommen.

Heute Abend kriegt der Gute ein neues Zuhause
Dann geht's an die Revision und er wird auf "Hochglanz poliert"

Ich möchte mich vorab schon mal informieren welche Tonabnehmer und welcher Headshell mit dem 308sx gut harmonieren.
Obwohl ich hier schon bald 4 Jahre mitlese, tue ich mich immer noch schwer damit zu ermitteln welche Tonabnehmer betr. Nadelnachgiebigkeit, Gewicht usw. mit welchem Tonarm gut harmonieren.
Ich hoffe, ihr könnt mich da, wie schon einmal, gut beraten.

Wenn möglich würde ich gerne vorerst einen vorhandenen Tonabnehmer weiter verwenden. Ist das möglich?

Ausgangslage

Headshell:
Am 308-sx ist zur Zeit ein Clearaudio Stabilty Headshell montiert. Den würde ich gerne ersetzten weil er einfach "hässlich" ist und auch stark korrodiert ist.
Wenn möglich mit einem original Technics Headshell. Das müsste ja eigentlich passen. Original SEAC WE-308 NEW (Daten zum SX habe ich nicht gefunden) Headshell 7.2g, Technics 7.5g.
Was ist denn eigentlich vom Clearaudio Stabilty Headshell zu halten?

Vorhandene Tonabnehmer:
AT 150 MLX
Sumiko Pearl
Digitrac 300 SE

PhonoPre (für zukünftige Tonabnehmer):
Aikido Phono 1 +
Musical Fidelity V90-LPS


Fragen

Frage 1:
Passt eine dieser Kombinationen an den 308 SX?

Frage 2:
Was für Tonabnehmer, die dem 308 SX gerecht werden, würdet ihr mir für die Zukunft empfehlen?
Preis möchte ich mich noch nicht genau festlegen. Der im anderen Thread von akem empfohlene Ortofon Cadenza Black ist dann aber doch etwas zu teuer wenn es nicht sein muss.

Vorab schon mal besten Dank für euer Input

Gruss
Bruno


[Beitrag von Roadtrip am 16. Feb 2018, 12:30 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#2 erstellt: 17. Feb 2018, 14:12
Frage 1 kann ich mir jetzt schon selber beantworten.
Der Technics Headshell ist viel zu leicht.

Die 308N und 308sx unterscheiden sich wohl doch stärker als angenommen.
Headshell 308N 7,2g, 308sx ~17g

Hier habe ich gesehen, dass das Tonabnehmergewicht inkl. Headshell 23.5g - 33.5g beim sx betragen muss.

Bedeutet für mich, es muss neben dem TA auch ein neuer Headshell her.
Tipps?

Gruss
Bruno
Albus
Inventar
#3 erstellt: 17. Feb 2018, 22:44
Tag,
und Tag Bruno,

mit dem Arm hast du einen interessanten Problemfall zu bestücken.
Da ist schon die Frage der zulässigen Auflagekraft, in den engen Vorgaben der BDAs lautend auf -2,0 g. Und das zu schaffen bei einem Arm, der im Ausgangszustand (HS 18 g, Keramik HS ULS-3X) mit der Auslage des erforderlichen Kopfgewichtes (HS plus Tonabnehmer) auf 23,3-33,5 g angelegt ist - was für das Normalgegengewicht entsprechende Massierung bedeutet, alles eingehend in die effektive Masse des Armes.
Kurz: Die effektive Masse muss mit 30 g unterstellt werden.
Und dafür soll es einen Tonabnehmer geben (können), der mit der AK von 2,0 g gut betrieben werden kann, der aber ja - 30 g effektive Armmasse - zwangsläufig eine entschieden harte Nadelaufhängung mitzubringen hat.
Von der Verücktheit oder dem Mut, eine solche Geometrie in ein kommerzielles Produkt zu übersetzen, wobei der einzige Nullpunkt bei 61 mm herausspringt, alsdann im üblichen Abspielbereich von LPs (7 Zoll-Single weniger grob) der ansteigende Winkelfehler bis über 7° hinaus Verzerrungen produziert, nicht zu reden. Man kann behaupten, niemand höre Effekte derartiger Fehler des horizontalen Spurfehlwinkels.

Praktisch:
Eine HS als Möglichkeit, von Audio-Technica die AT-LH18/OCC, wiegt eben die schon angedeuteten 18 g, Preis aktuell ca. € 70. Die HS lässt sich gleitend anpassen in Überhang, Azimut. Der mitgelieferte Kabelsatz ist etwas steif.
Wollte man nun aber zusehen, die markige effektive Armmasse etwas zu verringern, durch eine weniger gewichtige HS, dann kann eine Technics-HS nützen. Zumal es ja nicht auf die HS allein ankommt das Mindestgewicht am Tonkopf zu erreichen (23.5 g nach der Übersicht), sondern aus der Summe HS + Tonabnehmer sich ergeben soll. Und Tonabnehmer von 10 g Eigengewicht gibt es vermehrt, dazu sind Ballast-Plättchen verfügbar (Blei, Messing, Stahl).

Die zuerst zu beantwortende Frage ist die nach der maximalen Auflagekraft. Wirklich nur 2,0 g - oder ist unter Nutzung von Tonarmwaagen auch eine AK von 2,3-2,8 g möglich?
Die oben gelisteten AT, Sumiko, ... würde ich vergessen.
Ich schlage auch vor, rege an, nicht prompt auf ein Nonplusultra abzuheben, sondern mit einem Einstiegstonabnehmer sich mit dem sonderbaren Arm familär werden zu lassen (und dafür dann ein SHURE M35X).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 17. Feb 2018, 22:49 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#4 erstellt: 18. Feb 2018, 11:26
Guten Morgen Albus

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Zuerst einmal eine Frage zu einem Punkt den ich nicht ganz verstehe (verzeih mir).
Was meinst du mit "Kurz: Die effektive Masse muss mit 30 g unterstellt werden." und wie kommst du auf die 30g?

Nun zum Punkt Auflagekraft-Bereich.
Mir ist nicht klar, warum, gem. Doku, nur ein Bereich von 0-2g möglich sein soll.
Bei 23.5 g würde ich das ja noch verstehen. Bei 33.5g müsste ich dann ja das Gewicht soweit nach vorne verstellen können, dass theoretisch 12.5g AK resultieren.
Womöglich verstehe ich da aber was falsch.

Zum Test:
Ich habe den vorhandenen Clearaudio Stability HS genommen.
Zusammen mit dem TA und Plättchen wiegt er rund 28g +/-1g
Damit kann ich problemlos eine AK von 3.5g erreichen (mit Tonarmwage gemessen).

Zum TA:
Natürlich darf es für den Anfang auch ein Einsteigermodell sein.
Das ist mir sogar lieber für den Anfang. Gerade in Anbetracht der eigentümlichen Tonarm-Geometrie des Saec.
Die von dir vorgeschlagene Kombi AT Headshell und Shure TA käme bei mir sicher in den Bereich des Möglichen.

Vielleicht hast du mir, nach Erkenntnis der AK von 3.5g, aber auch noch andere Vorschläge.

Gruss und einen schönen Sonntag
Bruno
Hörbert
Inventar
#5 erstellt: 18. Feb 2018, 11:31
Hallo!

Bei einem so schweren Tonarm mit einer etwas eigenwilligen Geometrie würde ich zu einem hart aufgehängten MC mit Rundnadel raten wie z.B. ein Denon DL-103 oder ein Ortofon SPU Classic N mit entsprechendem Übertrager oder besser noch mit einem gut anpassbaren MC-fähigen Entzerrer.

Warum sollte man hier kleckern wenn man auch klotzen kann?

MFG Günther
Holger
Inventar
#6 erstellt: 18. Feb 2018, 12:02

Roadtrip (Beitrag #4) schrieb:

Mir ist nicht klar, warum, gem. Doku, nur ein Bereich von 0-2g möglich sein soll.


Beim SME Improved geht das (mit Bordmitteln, also ohne Waage) sogar nur bis 1,5g... war halt damals so, der Arm war für leichte, weiche Systeme mit geringer AK gedacht... vielleicht waren die SAEC-Ingenieure ähnlich drauf und sagten sich "die Top-Systeme werden alle mit maximal 2g betrieben - also machen wir das mal so".

Was ja nicht bedeutet, dass mehr geht. Die 2g gehen dann halt nur, wenn man den Arm auspendelt und dann per Gewichtseinstellung am Arm einstellt, die geht dann eben nur bis 2.
Schiebt man das Gegengewicht weiter nach vorne, bekommt man natürlich auch 2,5 oder 3g, man muss halt 'ne Waage benutzen.

Ich würde ehrlich gesagt mal ganz unverbindlich mit 'nem Shure M35X rangehen (prima System) und ggf. auf das (vorhandene und zu leichte) Headshell etwas Gewicht draufpacken, ich habe schon oft mal ein oder zwei Centstücke aufs Headshell geklebt, damit ich einfach mal schnell wechseln konnte, ohne die AK-Einstellung des Arm belästigen zu müssen...
Roadtrip
Stammgast
#7 erstellt: 18. Feb 2018, 13:42

Hörbert (Beitrag #5) schrieb:

z.B. ein Denon DL-103 oder ein Ortofon SPU Classic N

Warum sollte man hier kleckern wenn man auch klotzen kann?

MFG Günther


Hallo Günther

Ein Denon DL-103 wurde auch an anderer Stelle im weiten Web zum Saec empfohlen. Diese Möglichkeit werde ich sicher weiter verfolgen.

Vom Denon gibt es ja auch die R Version.
Die technischen Daten bei Thakker sind, bis auf die Ausgangsspannung (0.3mV <-> 0.25mV), 1:1 die selben.
Gibt es denn sonst noch Unterschiede die einen Aufpreis von 100Euro rechtfertigen?

Natürlich könnte ich gleich klotzen.
Hätte auch kein Problem einen TA über 500€ zu kaufen.
Aber eben nur, wenn das auch aus eigener Erfahrung empfohlen werden kann.
Von dem her kleckere ich lieber zuerst einmal.
Zumal mich ein Shure mit dem angeblichen typischen Shure-Sound schon lange Mal reizt rein zu hören.

Gruss
Bruno


[Beitrag von Roadtrip am 18. Feb 2018, 13:44 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#8 erstellt: 18. Feb 2018, 13:52

Holger (Beitrag #6) schrieb:


Ich würde ehrlich gesagt mal ganz unverbindlich mit 'nem Shure M35X rangehen (prima System) und ggf. auf das (vorhandene und zu leichte) Headshell etwas Gewicht draufpacken, ich habe schon oft mal ein oder zwei Centstücke aufs Headshell geklebt, damit ich einfach mal schnell wechseln konnte, ohne die AK-Einstellung des Arm belästigen zu müssen...


Hallo Holger

Mit dem Clearaudio Stability Headshell habe ich ja einen schweren HS.
Der sollte doch für das Shure schwer genug sein.

Das Clearaudio gefällt mir einfach nicht. Deswegen würde ich mir da gerne ein neues kaufen.

Gruss
Bruno
Holger
Inventar
#9 erstellt: 18. Feb 2018, 13:58
Dann schau mal nach Audio Technica AT-LH18.
Roadtrip
Stammgast
#10 erstellt: 18. Feb 2018, 14:04
Der AT-LH18 steht bei mir schon auf der Liste.
Den hat Albus weiter oben ja auch schon empfohlen.
Holger
Inventar
#11 erstellt: 18. Feb 2018, 14:08
Ja, weiß ich... ich hatte es übrigens auch schon, auch den etwas leichteren Bruder AT-LH15.

Hervorragend verarbeitet, habe halt keine Langlöcher. Aber das ist kein Problem.
Roadtrip
Stammgast
#12 erstellt: 18. Feb 2018, 14:28
Hier im Bilderthread mal ein paar Fotos nachdem ich 2 Tage mit reinigen beschäftigt war
Holger
Inventar
#13 erstellt: 18. Feb 2018, 14:29
HERVORRAGEND!!!
Hörbert
Inventar
#14 erstellt: 18. Feb 2018, 15:57
Hallo!

Schöne Bilder, gibt es eigentlich keine Möglichjkeit die Headshell noch zu retten? Passt eigentlich optisch zu dem etwas verspielten Tonarm.


........Gibt es denn sonst noch Unterschiede die einen Aufpreis von 100Euro rechtfertigen?........


Nicht wirklich, der Innenwidrstand des "R" ist etwas geringer so das es auch problemlos mit 200 Ohn anstatt 500-1000 Ohm Abschlußwiderstand betrieben werden kann aber sonst ist es das gleiche System.


.....Ein Denon DL-103 wurde auch an anderer Stelle im weiten Web zum Saec empfohlen. ........


Ja klar, die Kombination ist halt ein Klassiker, der SAEC WE-308 SX ist recht selten anzutreffen und nicht viele heute noch aktive User werden sich mit der Diva herumgeschlagen haben. Echte massive Erfahrungen aus der Zeit als solche Tonarme sich noch dem direkten Vergleich mit ähnlichen Produkten stellen mussten wirst du nur sehr schwer finden.

MFG Günther
Albus
Inventar
#15 erstellt: 18. Feb 2018, 16:43
Tag,
und Tag Bruno,

ja, die 30 g effektive Masse ist erläuterungsbedürftig, was hiermit geschehen soll.
Zunächst handelt es sich um die Größe des Tonarmes gemäß der Vorgabe für den Gewichtsrahmen (23,5-33,5 g) mit Tonabnehmer von 7,5 g Eigengewicht. Dann wie folgt zu rechnen...jeweils mit Bezug zum Abtastpunkt:
-- Die Headshell von 18 g, die originale Keramik-HS, geht mit 80% des Gewichtes in die effektive Masse ein, mithin mit einem Anteil in Höhe von 14,4 g.
-- Der Tonabnehmer geht mit einem Anteil von 90% des Eigengewichtes in die effektive Masse ein, mithin bei angenommenen 7,5 g gehen 6,75 g in die effektive Masse ein.
-- Das Armrohr mit schwerem Gegengewicht hinten, Position unterstellt recht dicht am Lagerpunkt, wird mit einem Anteil in der effektiven Masse in Höhe von 10 g angenommen.
Somit resultiert aus diesen drei Anteilen die effektive Masse in Höhe von gerundet 30 g als Niveauaussage (31,15 g summiert).
Für den Arm ohne Tonabnehmer ergiebt die Rechnung dann gut 25 g, aus Headshellanteil plus Armrohr und Gegengewicht in Position Mitte.

Soweit die Erläuterung. - Ertrag: Hart muss die Compliance eines Tonabnehmers sein und das Nadellager gut gedämpft, wollte man es richtig machen.

Es ist naheliegend, an dem guten Stück mit Sonderheiten Vorsicht und Entschlossenheit walten zu lassen. Entschlossenheit, sich nicht auf den Zulässigkeitsrahmen der AK-Spezifikation festlegen zu lassen, Vorsicht hinsichtlich der Effekte der sonderbaren Tonarmgeometrie und die Erfordernisse gewisser Tonabnehmer, soweit nicht ordentliche Rundschliffe.

Diese Stability-HS war in der Verwendung bei mir einst durch Verbiegungen um die Längsachse unangenehm aufgefallen. Stability - ein nicht gehaltenes Produktversprechen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 18. Feb 2018, 16:46 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#16 erstellt: 19. Feb 2018, 00:13
Danke Albus für deine ausführliche Erläuterung.

@Günther
Mal schauen ob ich den Stability HS wieder hin kriege.
Vor allem sind es ja die korridierten Stifte die den Blick trüben.
Ansonsten ist er ganz okay.

Was wäre denn eine gute mc phonopre?
Ich hab mir Mal die Trigon Vanguard II angeschaut.
Die lässt sich ja ausführlich einstellen.
Empfehlenswert oder gibt es besseres im bezahlbaren Bereich?

Gruss
Bruno
Wuhduh
Inventar
#17 erstellt: 19. Feb 2018, 02:37
Nabend !

Fürs Headshell: NevrDull ? Glasfaserstift ? Weißer Radiergummischwamm ? Chrompolierpaste ?

MfG,
Erik
.JC.
Inventar
#18 erstellt: 19. Feb 2018, 09:39
Moin,


Roadtrip (Beitrag #8) schrieb:
Das Clearaudio gefällt mir einfach nicht.


kann ich gut verstehen, das sieht auch sch... aus (nicht nur weil es so korrodiert ist).

Ich finde rein optisch würde ein HolzHs (ca. 10 g) ganz gut passen (wg. Tonarmplatte),
das sieht zB so aus.

darauf das AT 150 MLX mit seinem goldfarbenen Body - könnte passen, nicht nur optisch
Roadtrip
Stammgast
#19 erstellt: 19. Feb 2018, 15:14

Hörbert (Beitrag #5) schrieb:
Hallo!

Bei einem so schweren Tonarm mit einer etwas eigenwilligen Geometrie würde ich zu einem hart aufgehängten MC mit Rundnadel raten wie z.B. ein Denon DL-103 oder ein Ortofon SPU Classic N mit entsprechendem Übertrager oder besser noch mit einem gut anpassbaren MC-fähigen Entzerrer.

Warum sollte man hier kleckern wenn man auch klotzen kann?

MFG Günther


Hallo Günther

Ich versuche mich gerade in das Thema Resonanz einzulesen und herauszufinden, welche Tonabnehmer an den, mit der von Albus errechneten 30g eff. Tonarmasse, 308sx passen.

Zur Berechnung habe ich die Tabelle von Jürgen Heiliger genommen.
Wenn ich alles richtig verstanden und eingetragen habe, dann liegt die Resonanzfrequenz beim 103 im oberen Bereich des Empfohlenen und beim SPU im unteren Bereich. (sie Tabelle).

Korrigier mich bitte wenn ich falsch liege.

Auf der Suche nach weiteren Kandidaten bin ich auf den Denon DL 110 gestossen.
Gem. Tabelle würde der perfekt an den 30g schweren 308sx passen.

Ein weiterer Vorteil neben der Resonanzfrequenz wäre, dass er ein HighOutput MC ist und ich ihn an meine vorhandenen MM Pres anschliessen könnte.
Das würde mir vorerst den Kauf einer MC Pre ersparen.

Der hat zwar eine elliptische Nadel und nicht wie von dir empfohlene sphärische Nadel.

Mich würde deine (und natürlich auch von allen anderen) Meinung über meine Gedankengänge zum DL 110 interessieren.
Gute Idee oder komplett daneben?

Denon DL 103 - 110

Gruss
Bruno


[Beitrag von Roadtrip am 19. Feb 2018, 15:19 bearbeitet]
Holger
Inventar
#20 erstellt: 19. Feb 2018, 15:22

Roadtrip (Beitrag #19) schrieb:

Ich versuche mich gerade in das Thema Resonanz einzulesen und herauszufinden, welche Tonabnehmer an den, mit der von Albus errechneten 30g eff. Tonarmasse, 308sx passen.

Zur Berechnung habe ich die Tabelle von Jürgen Heiliger genommen.
Wenn ich alles richtig verstanden und eingetragen habe, dann liegt die Resonanzfrequenz beim 103 im oberen Bereich des Empfohlenen und beim SPU wird sie leicht unterschritten. (sie Tabelle).


Punkt 1: nichts ist so sehr Schall und Rauch wie diese Berechnungen... in der Praxis sieht es meist ganz anders aus, d.h. Kombis, die rechnerisch unpassend erscheinen harmonieren und klingen im wirklichen Leben hervorragend.

Punkt 2: Tests (aus eigene) haben ergeben, dass die Nadelnachgiebigkeit eines DL 103 im wirklichen Leben eher bei 9-10cu liegt, nicht bei 5 (weil viele Japaner anders messen und die von ihnen angegebenen Werte nicht einfach eins zu eins übernommen werden sollten).
Albus
Inventar
#21 erstellt: 19. Feb 2018, 16:19
Tag,

ein kurzer Zwischenruf: "Ausgehend von der Größe 25 g effektive Masse für den Arm ohne Tonabnehmer, hergeleitet wie weiter oben nachzulesen, ergibt sich bei Montage eines Denon DL-103, reale Nadelnachgiebigkeit vertikal dynamisch 10,5 um/mN (+/-0,5 um/mN), Wert je nach Testplatte, eine rechnerische Tiefenresonanz von 8,5 Hz."
Insoweit gäbe es keine irritierenden Überraschungen.

Freundlich
Albus
.JC.
Inventar
#22 erstellt: 19. Feb 2018, 16:24
Hi,

also wenn das 150 MLX schon vorhanden ist ...
Holz24
Stammgast
#23 erstellt: 19. Feb 2018, 16:59
Nein, .JC.,
das AT 150 mlx ist viel zu weich, dass gehört an ein 12 g Ärmchen.

Markus
Roadtrip
Stammgast
#24 erstellt: 19. Feb 2018, 16:59
Danke Albus für deinen Zwischenruf.
Obwohl du es oben verständlich hergeleitet hast, habe ich irrtümlich 30g für die Berechnung genommen. Mea culpa

@Holger
Auch wenn die Tabelle nur "Schall und Rauch" ist, bleibt mir erst mal ja nicht viel anderes übrig als mich auf die rechnerischen Daten zu beziehen.
Lieber sind mir natürlich eigene Erfahrungen wie deine hier aus dem Forum.

Von dem her DANKE an alle die sich unentwegt die Mühe machen und hier ihr Wissen und Erfahrung mit anderen teilen.


.JC. (Beitrag #22) schrieb:

Hi,
also wenn das 150 MLX schon vorhanden ist ...



Albus (Beitrag #3) schrieb:

Die oben gelisteten AT, Sumiko, ... würde ich vergessen.


Rein rechnerisch würde das 150MLX ja eigentlich passen.
Albus würde es vergessen, JC nicht.
Gegen einen Versuch spricht doch eigentlich nichts, oder?
Kaputt gehen kann ja nichts.

Gruss
Bruno

EDIT:
Markus Antwort hast sich mit meinem Post überschnitten

Holz24 (Beitrag #23) schrieb:
Nein, .JC.,
das AT 150 mlx ist viel zu weich, dass gehört an ein 12 g Ärmchen.

Markus


[Beitrag von Roadtrip am 19. Feb 2018, 17:01 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#25 erstellt: 19. Feb 2018, 21:39
Hallo!

Mit einem AT-150xx würde ich mir kein all zu gutes Ergebnis erwarten, hier dürfte die resultierende durchschnittliche Verzerrungsrate recht hoch sein da durch die etwas eigenwillige Armgeometrie die Nulldurchgänge ohnehin ungünstig liegen.

Nicht umsonst plädiere ich hier für ein Rundnadelabtaster der in dieser Kombination seine Meriten haben dürfte.

Das du mit diesem Tonarm kaum einen feinsinnige Ästheten-Plattenhobel stricken kannst sollte dir eigentlich klar sein. Das ganze hat eher Potential für eine ernorme Spassfaktor-Kiste und diesen Spaß kannst du halt mit DL-103 und Konsorten rausholen.

Bevor du so etwas wie das AT drunterschraubst solltest du eher auf Holgers Vorschlag mit dem Shure M35X zurückkommen.

...und ja, der Trigon wäre schon eine gute Wahl falls du es nicht vorziehen solltest auf einen vollwertigen Vintage-Vorverstärker im Range eines Yamaha CX-830 zurückzugreifen oder einfach einen Übertrager zu nutzen...

MFG Günther
.JC.
Inventar
#26 erstellt: 19. Feb 2018, 21:53
Hi,


Roadtrip (Beitrag #24) schrieb:

Gegen einen Versuch spricht doch eigentlich nichts, oder?
Kaputt gehen kann ja nichts.


genau und wie Holger schon schrieb: die Theorie ist ...
also einfach ausprobieren
Roadtrip
Stammgast
#27 erstellt: 20. Feb 2018, 14:01
Kurzer Zwischenstand und neue Fragen

Audio-Technica die AT-LH18/OCC und Shure M35X sind bestellt. Ich werde berichten.

Auch wenn vom AT150MLX kein allzu gutes Ergebniss erwartet werden darf, werde ich es trotzdem einmal versuchen.
Kostet mich ja nur ein wenig Aufwand und aus eigener Erfahrung lernt man ja bekanntlich am meisten.

Nun noch zu meinen neuen Fragen
Mir ist bewusst, dass ich mit dem Problemkind 308sx nie in einen "feinsinnige Ästheten-Plattenhobel" stricken kann.
Trotzdem möchte ich klanglich das Beste aus ihm herausholen was eben möglich ist.

Deswegen soll auch noch das Denon DL 103 folgen.

Aber wie anschliessen?

Ich habe viele Infos im Internet zusammengetragen und bin bei zwei Möglichkeiten hängen geblieben.

1. Trigon Vinguard II MC als zusätzlichen MC Phonopre

2. Denon AU-300LC Übertrager.
(würde das an dem V90LPS funktionieren?

Preislich bewegen sich beide Gebraucht um die 240€
Den Denon müsste ich in Japan bestellen.

Was würdet ihr mir empfehlen? Phonopre oder Übertrager?
Oder was ganz anderes für den DL 103?

Gruss
Bruno


[Beitrag von Roadtrip am 20. Feb 2018, 14:02 bearbeitet]
Holger
Inventar
#28 erstellt: 20. Feb 2018, 14:52

Roadtrip (Beitrag #27) schrieb:

2. Denon AU-300LC Übertrager.
(würde das an dem V90LPS funktionieren?


Der V90LPS kann doch MC...
...das 103er könnte also direkt an den MF.
Roadtrip
Stammgast
#29 erstellt: 20. Feb 2018, 15:09
Ja, aber nur mit 100Ohm
Der DL 103 sollte aber, was man so liest, besser mit 1000Ohm angschlossen werden.
Holger
Inventar
#30 erstellt: 20. Feb 2018, 15:20
Quark... erstmal ausprobieren.
Hörbert
Inventar
#31 erstellt: 20. Feb 2018, 21:37
Hallo!


........besser mit 1000Ohm angschlossen werden.......


Grundsätzlich ja weil sonst keine korrekte Spannungsanpassung erfolgt.

Aber das äußert sich eigentlich nicht im Frequenzgang sondern bei der Lautstärke und vor allem im Rauschverhalten. Bei heutigen Entzerrern ist das eigentlich nicht mehr wirklich ein Thema früher hättest du halt mit einem "Wasserfall" im Hintergrund rechnen müssen.


.........Trotzdem möchte ich klanglich das Beste aus ihm herausholen was eben möglich ist......


Ein verständliches Anliegen, -wenn mit "klanglich" der HiFi-Gesichtspunkt gemeint ist und nicht irgendwelches "Sounding" insoweit das mit einer Tonarm-Tonabnehmerkombination möglich ist-, ...und ungleich schwerer als "Sounding" .


.......Aber wie anschliessen?........


Grundsätzlich würde ich dir hier zum Trigon Vanguard raten falls der Anschluß an den V90LPS dich doch nicht zufriedenstellt weil du hier die höhere Flexibilität einkaufst.

MFG Günther
Roadtrip
Stammgast
#32 erstellt: 21. Feb 2018, 01:21
Dann werde ich das mal am V90 versuchen.

Es wäre echt interessant zu erfahren, was damals in den Köpfen der Ingenieure vor sich ging als sie sich für diese spezielle Geometrie entschieden haben.
Die werden sich ja auch was überlegt haben und sind nicht einfach nach dem Motto "lass uns Mal was ganz abgefahrenes machen" vorgegangen.

Irgendwo habe ich gelesen (finde den Beitrag leider nicht mehr), dass einer das ganze mal nach einer der üblichen Geometrien ausgerichtet hat und zum Schluss gekommen ist, dass die Saec Geometrie besser klingt.
vinylrules
Inventar
#33 erstellt: 21. Feb 2018, 09:42

dass einer das ganze mal nach einer der üblichen Geometrien ausgerichtet hat und zum Schluss gekommen ist, dass die Saec Geometrie besser klingt.

Das war bestimmt jemand, der gerade unglaublich viel Geld in den Erwerb eines SAEC Armes investiert hat. Das einzig gute an diesen Armen ist das Finisch, über die Optik kann man streiten.
directdrive
Inventar
#34 erstellt: 21. Feb 2018, 10:46

Hörbert (Beitrag #31) schrieb:
Hallo!


........besser mit 1000Ohm angschlossen werden.......


Grundsätzlich ja weil sonst keine korrekte Spannungsanpassung erfolgt.

Aber das äußert sich eigentlich nicht im Frequenzgang sondern bei der Lautstärke und vor allem im Rauschverhalten.


Moin,
doch, nach meinen Erfahrungen tut es das und zwar sehr deutlich: etwas matt und mit zurückgenommer Präsenz, dazu betonter Oberbass. Mir persönlich gefällt es mit 100/200 Ohm sogar besser, neutraler spielt das DL-103 bei einem Abschluß mit 1000 Ohm oder mehr.

Ich hatte 'mal den alten SAEC 308 von einem Bekannten für einige Zeit zuhause, der lief eigentlich ganz prima mit Abtastern geringer und mittlerer Compliance. Bei mir mit einem Goldring Electro II HO-MC.
Ich fand den Arm in der Praxis überraschend unauffällig, die Position der Nadel zur Rille ist aber optisch teils schon sehr gewöhnungsbedürftig. Nichts für mich.

SAEC

Ich denke, die Denons sind jeweils gute Ideen, das DL-103 sollte gut passen, das DL-110 ist praxisgerecht und eignet sich ohnehin für fast jeden Tonarm. Bedenken sollte man beim 103 lediglich die begrenzte Lebenszeit, aufgrund der hohen Auflagekraft und des sphärischen Schliffs ist es nach 500 bis 600 Stunden am Ende.

Headshells gab es drei von SAEC, mit 7,5, 10 und 18 Gramm Gewicht. Das Keramikteil dürfte unter 300,- nicht gebraucht zu bekommen sein, ein AT-LH15 oder LH-18 ist ein guter Ersatz - günstig und erstklassig verarbeitet.

SAECshell

Grüße, Brent


[Beitrag von directdrive am 21. Feb 2018, 10:47 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#35 erstellt: 06. Mrz 2018, 23:08
Hallo zusammen

Dann will ich mal eine Rückmeldung geben, es hat sich einiges getan in den letzten zwei Wochen.

Zuerst ein wenig OT.

Zuerst wollte ich den 150 MLX am SAEC testen. Der Einfachheit halber am Technics HS und das ganze mit ein paar Cents beschweren damit er auf das erforderliche Gewicht kommt.
Also kurzerhand Schrauben gelöst und neu Justieren.
Kurze Sache. Dachte ich mir
Da musste ich mir aber eingestehen, dass eines der wichtigsten Werkzeuge zum Justieren definitiv nicht mehr mitmacht und es jetzt endlich Zeit für meine erste Brille ist.
Also am nächsten Tag zum Optiker - Sehtest 1.5/1.75 - Brille bestellt.
Eine Woche später war sie dann auch schon da.

Also das 150er kurzerhand auf den 308er Justiert und Platte aufgelegt
Autsch, das hört sich gar nicht gut an.
Nicht gut ist noch milde ausgedrückt. Ich hatte schon fast Angst, dass gleich die Nadel abgerissen wird
Diese Gespann geht also gar nicht.

Letzten Freitag wurde dann die AT-LH18 HS geliefert und am Samstag folgt auch gleich noch der Denon DL 103.
Nach dem 150er Desaster war meine Erwartung an den DL 103 recht tief.
Was soll's, wird schon werden dachte ich mir. TA drauf und an den Musical Fidelity V90 MPLS angeschlossen.
Also gleich als erstes - Anastacia - not that kind - aufgelegt.

Die ersten zwei Songs gehört und, hmm, was soll ich dazu sagen...
Das klingt echt gut. Kein Zerren, kein Zischeln oder dergleichen.
Oder mit anderen Worten - "Auffällig unauffällig"

Ich hab das dann auch gleich noch mit der Spotify Version verglichen.
Ich mach das ganz gerne weil so sehr einfach ein Pegelabgleich und einfaches hin und her switchen möglich ist.
Das ganze Gespann kommt tonal extrem nahe an die Spotify Version heran.
Bei einem Blindtest hätte ich keine Chance (beim meinen anderen TAs hätte ich keine Probleme).

In der Zwischenzeit habe ich noch viele weitere LPs gehört und mein erster Eindruck vom 103er am 308er blieb bestehen.

Nichts erwartet und sehr positiv überrascht worden
Einfach genial.
Jetzt habe ich mich definitiv in den Technics SL-1000 MKII mit dem SAEC WE-308 sx Tonarm verliebt.

Von dem her nochmals Danke an alle für eure Tipps.

Eben habe ich noch kurz die Testplatte aufgelegt.
Abtasttest: 80um problemlos, bei 90um ganz leichtes zerren
Resonanztest: ca. 9 Hz

20180306_194455


[Beitrag von Roadtrip am 06. Mrz 2018, 23:09 bearbeitet]
Hörbert
Inventar
#36 erstellt: 06. Mrz 2018, 23:23
Hallo!

Na dann passt es ja.

Viel Spaß noch mit dem DL-103/SAEC WE-308 SX -Gespann.

Falls du noch eine mehr als gleichwertige Alternative dazu haben willst solltest du gelegentlich einmal das von mir genannte Ortofon SPU Classic N ausprobieren.

MFG Günther
smigel68
Neuling
#37 erstellt: 29. Mai 2018, 02:41
Auf der Suche nach einem neuen Tohnabnehmer habe ich hier her gefunden und hab sehr interessiert mitgelesen. Seit diesem Post ist mir bewusst geworden auf was alles zu achten ist, damit ein Tonabnehmersystem zum Tonarm und zum Plattenspieler passt. Hätte ich als Laie nie gewusst.

Habe ebenfalls das 308sx allerdings mit dem Keramik Headshell auf einem Technics SP 15 montiert. Suche nun ein halbwegs gutes Tonabnehmersystem. In einem amerikanischen Forum empfiehlt einer das Nagaoka MP-500. Wird überall so hoch gelobt. Momentan drauf ist ein günstiges Grado Black.

Würde das Nagako von den Werten her zu meinem Set passen?

Danke im Voraus für eure Hinweise bzw. Antworten

Herzliche Grüße Miguel
Roadtrip
Stammgast
#38 erstellt: 29. Mai 2018, 10:54
Hallo Miguel


smigel68 (Beitrag #37) schrieb:

In einem amerikanischen Forum empfiehlt einer das Nagaoka MP-500.


Hast du zu dem Beitrag einen Link?

Zum Nagako kann ich nichts sagen.
Zumal ich auch nirgend die Nadelnachgiebigkeit gefunden habe.
Könnte mir aber vorstellen, dass es mit dem Line Contact Schliff zu Verzerrungen kommt aufgrund des Spurwinkelfehlers beim 308sx.

Aber dazu können dir die Spezialisten, die mich auch schon super beraten haben, sicher mehr und zuverlässigere Infos geben.

Gruss
Bruno
smigel68
Neuling
#39 erstellt: 29. Mai 2018, 12:54

Roadtrip (Beitrag #38) schrieb:
Hallo Miguel
Hast du zu dem Beitrag einen Link?


https://forum.audiog...-thorens-td-124-mkii

Hab genau wie du auch den VP90 und überlege ob der Denon DL 103R noch mehr rausholt, oder das ebenfalls empfohlene Ortofon SPU Classic N zu bestellen. Wollte so 500 – 600€ ca. ausgeben. Von Grado habe ich wenig gutes gehört für unter 1000€. Sollen wohl nicht so gut verarbeitet sein.

Kannst du mir bitte Links senden wie der Tonarm, Antiskating etc.und mit was für Werkzeugen am besten eingestellt wird. Das wäre super 👍

Herzliche Grüße Miguel
Roadtrip
Stammgast
#40 erstellt: 29. Mai 2018, 13:28
Als Justierschablone habe ich mir diese bestellt.
https://www.ebay.de/...0:g:cPIAAOSw5cNYYEwX

Daten und Doku zum 308-N findest du auf vinylengine.com
Zum sx habe ich noch keine Doku gefunden. Der N unterscheidet sich aber nur minim vom sx.
Registrierung bei vinylengine ist kosten- und spamlos.
ParrotHH
Inventar
#41 erstellt: 29. Mai 2018, 13:36

Roadtrip (Beitrag #40) schrieb:
Als Justierschablone habe ich mir diese bestellt.
https://www.ebay.de/...0:g:cPIAAOSw5cNYYEwX

Die Dinger habe ich auch schon gesehen. Vergleichsweise viel Geld dafür, dass da jemand einfach nur das freie Tool von Conrad Hoffmann benutzt, und darauf noch ein paar Grafiken aus dem Tonearm Alignment Calculator von vinylengine draufdruckt.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 29. Mai 2018, 13:36 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#42 erstellt: 29. Mai 2018, 14:03
Da hast du natürlich recht, Parrot.
Das Tool kannte ich noch nicht.

An der Verarbeitung (Druck, Material, ...) der eBay Schablone gibt es nichts auszusetzen.
Muss jeder selber entscheiden ob es ihm das Wert ist.

Edit: "nichts" hinzugefügt.


[Beitrag von Roadtrip am 29. Mai 2018, 15:21 bearbeitet]
Albus
Inventar
#43 erstellt: 29. Mai 2018, 14:56
Tag,

also dann, zum Nagaoka MP-500 (Quelle: Flyer MP-500, Library der Vinylengine).
-- Gewicht 8 g
-- Dynamic compliance: 8.5 x 10-6 cm/dyne
Bemerkung: Man darf für die Nadelnachgiebigkeit den Bezug auf 100 Hz als zutreffend annehmen. Die Nachgiebigkeit im interessierenden Bereich 4-25 Hz kann mit 15-17 um/mN unterstellt werden. Dies ist mit suchendem Blick auf die MP-200 und MP-300 gesagt, die nominellen Flyer-Daten lauten für beide Modelle gleich
-- Dynamic compliance: 7.2 x 10-6 cm/dyne
-- Static compliance: 20 x 10-6 cm/dyne
Nach Testbefunden berechnet liegt das MP-200 vertikal dynamisch in der Tiefenresonanz real bei 17 um/mN, das MP-300 bei 12,5 um/mN (Quellen: Stereoplay 4/2014 bzw. Connect 24.2.2009).
Ferner erwähnt, aus japanischen Unterlagen geht die Empfehlung zur Abschlusskapazität mit 150-200 pF hervor. Ein Datum, welches auf dem Weg zu einem Optimum seinen Platz hat.

Mit 15-17 um/mN am schweren SAEC-Arm ist für ein MP-500 mit einer vertikalen dynamischen Tiefenresonanz bei 7 Hz (+/-0,4 Hz) zu rechnen, Beginn der Resonanz bei 5 Hz, Ende dann bei 8 oder 9 Hz. Wie es um die Ausprägung der Überhöhung steht zeigt sich typisch erst am Exemplar (auch in Reaktion auf den Arm und die Auflagekraft).

Ein teurer Versuch wäre das wohl doch. Ein Optimum ist für ein Nagaoka MP-500 da nicht erreichbar, der Arm steht dagegen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 29. Mai 2018, 15:04 bearbeitet]
smigel68
Neuling
#44 erstellt: 29. Mai 2018, 20:29

Albus (Beitrag #43) schrieb:


Ein teurer Versuch wäre das wohl doch. Ein Optimum ist für ein Nagaoka MP-500 da nicht erreichbar, der Arm steht dagegen.

Freundlich
Albus


@Albus Danke für deine wirklich sehr ausführliche Erklärung zu dem Nagaoka MP–500. Als Laie entnehme ich dass dieser Tonarm nicht das Potential aus dem MP 500 schöpfen wird.

Welches System bis ca. 600,– € würdest Du unter diesen Voraussetzungen wählen?

Ich möchte unabhängig vom hören über Altec Lansing Model 19 alle 12“ Maxis aus 1980 – 1985 nach ordentlichem Waschdurchgang mit einer Hannl Micro mit 192 kHz Samplen und archivieren. Musikrichtung ist Disco Boogie, Soul, Funk, Jazz und Downtempo. Soviel zu meinem Setting.

Was hälst du vom Denon DL 103R?

Herzliche Grüße Miguel


[Beitrag von smigel68 am 29. Mai 2018, 20:33 bearbeitet]
smigel68
Neuling
#45 erstellt: 29. Mai 2018, 20:36
@Roadtrip

Danke für die Infos. Vinylengie hatte ich bereits sämtliche Infos gezogen, wirklich tolles Portal.
Herzliche Grüße Miguel


[Beitrag von smigel68 am 29. Mai 2018, 20:37 bearbeitet]
Albus
Inventar
#46 erstellt: 29. Mai 2018, 21:07
Tag,
und Tag Miguel,

ja, ein Denon DL-103R wäre eine solide Bestückung. Insbesondere dann, wenn wie mit dem je beiliegenden Labor-Messschrieb zum Exemplar des DL-103R angezeigt, mit 47 kOhm abgeschlossen. Was schon mit dem DL-103 einen Gewinn an Intensität und Prägnanz bewirkt (die 47 kOhm). Die Verstärkung des Phono-Vorverstärkers sollte mindestens 37 dB, 70-fach, betragen. Der Volumesteller des empfangenden Hauptverstärkers ist weiter zu öffnen als bei Phonobetrieb gängig, bis in den Bereich 11:00 - 12:00 Uhr Mittenstellung - 14:00 Uhr bei abweichend minimalem Aufsprechpegel. Das, Volumeposition um die Mittenstellung herum, ist überhaupt der Bereich günstiger interner Impedanzverhältnisse, somit auch vorteilhaft.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 29. Mai 2018, 21:24 bearbeitet]
Roadtrip
Stammgast
#47 erstellt: 29. Mai 2018, 21:15
Miguel, wie bist du denn zu dem 308 sx gekommen?
Der ist ja auch eher selten.
Bewusst gekauft oder so wie ich durch Zufall und Glück?
Roadtrip
Stammgast
#48 erstellt: 29. Mai 2018, 21:42
Wie schon geschrieben, läuft beim mir der DL 103 am sx über den V90.
Ich bin auch nach 2 Monaten intensiven hören mehr als begeistert.
Für mich von der Klangcharakteristik die stimmigste Kombi die ich bis jetzt hatte.
Es macht mir einfach Spass damit Platten zu hören.
Klar, die Auflösung eines AT 150 MLX bringt der 103er mit seiner Rundnadel nicht hin.
Und womöglich verzerrt er auch früher.
Wobei mir eine Verzerrung bis jetzt erst einmal bei einer LP aufgefallen ist. Und das auch nicht wirklich störend.
Ich höre wirklich sehr gerne und entspannt mit dem SX/103.
Ist mir viel lieber als das AT 150 MLX am SL-1200 mk2

Für den Preis kann ich dir den 103er nur empfehlen.

Falls es interessiert, ich habe noch folgenden Systeme bei mir in Betrieb.
Digitrac 300se an SL-D30
Sumiko Pearl und AT 150 MLX an SL-1200 mk2 und SL-1600

Am liebsten höre ich mit dem 103/SX gefolgt vom Digitrac.
akem
Inventar
#49 erstellt: 29. Mai 2018, 21:51
Man könnte vielleicht ein anderes Headshell nehmen um die effektive Tonarmmasse zu reduzieren. Das Headshell muß entsprechend leichter sein als das momentan vorhandene.
Als Tonabnehmer bis ca. 600€ kämen vielleicht noch das AT33-PTG oder das Transrotor Cantare in Frage. Die halte ich beide für sehr gut. Das Denon hat zwar auch seine Qualitäten, ist aber mit seinem Plastikgehäuse doch recht limitiert. Das AT33-PTG sollte dabei an eine Phonostufe mit mehreren hundert Ohm Eingangswiderstand betrieben werden, während das Cantare auch mit den "üblichen" 100 Ohm zufrieden ist. Das Denon sollte auch an 1kOhm betrieben werden.

Gruß
Andreas
smigel68
Neuling
#50 erstellt: 29. Mai 2018, 22:06
Ja das war Zufall und Schnäppchen zugleich. Es ging mir in erster Linie um den Vorgänger des 1200 MKII, den SP–15. Einen hatte ich schon mit schwarzer original Zarge. Wollte immer 2 zum Auflegen zu Hause haben. Dieser mit dem 308 sx drauf, war in so einem super Zustand Angeboten und auch mit schwarzer Zarge da musste ich kaufen. Hab hinter her gemerkt das ich einen Set gekauft habe, wo nur der Tonarm dass Geld schon wert war. Sogar das Chinch Kabel ist in original SAEC Blau Türkis, mit Stabilisator und Keramikkopf etc... Das war ein echtes Schnäpchen vor 2 Jahren.

Das Grado was dabei war, klingt zwar ganz nett im Vergleich zum Ortofon 2Red M. Das Ortofon klingt in meinen Ohren sehr mechanisch. Auch bei den Aufnahmen in 192 kHz ist bei den Spitzen des Ortofon alles in gleicher Höhe wie mit einer Heckenschere abgeschnitten . Das Grado klingt da viel wärmer und detaillierter. Werd mir jetzt den 103R bestellen und mal reinhören und mich überraschen lassen.

Herzliche Grüße Miguel
smigel68
Neuling
#51 erstellt: 29. Mai 2018, 22:11
@Andreas habe ich das VP90LPS als Phonoverstärker, welches deiner vorgeschlagenen Syteme würde damit funktionieren. Headshell kann ich wechseln hab noch ein paar.
Herzliche Grüße Miguel
Suche:
Gehe zu Seite: Erste Letzte |nächste|
Das könnte Dich auch interessieren:
Welcher Tonabnehmer für leichten Tonarm?
Pilot74 am 11.09.2013  –  Letzte Antwort am 13.09.2013  –  30 Beiträge
Le Tallec plus SAEC plus Grado
sedum am 22.12.2010  –  Letzte Antwort am 22.12.2010  –  6 Beiträge
Welcher Tonabnehmer?
Maidiver am 26.11.2015  –  Letzte Antwort am 25.03.2016  –  20 Beiträge
richtiger tonabnehmer für leichten tonarm
TitoPuccio am 08.12.2018  –  Letzte Antwort am 15.12.2018  –  10 Beiträge
Welcher MC Tonabnehmer
Strange-101 am 12.04.2014  –  Letzte Antwort am 25.04.2014  –  50 Beiträge
Philips GA 308
jacobhh am 22.05.2019  –  Letzte Antwort am 30.05.2019  –  19 Beiträge
Gelungene Tonarm/Tonabnehmer Paarungen
max130 am 14.08.2013  –  Letzte Antwort am 07.07.2015  –  11 Beiträge
Hilfe! welcher Tonabnehmer?
andi518 am 05.03.2009  –  Letzte Antwort am 06.03.2009  –  7 Beiträge
Philips 308
Hinsky am 08.05.2011  –  Letzte Antwort am 09.05.2019  –  6 Beiträge
Tonabnehmer, welcher?
naarak am 04.09.2004  –  Letzte Antwort am 05.09.2004  –  5 Beiträge
Foren Archiv

Anzeige

Aktuelle Aktion

Partner Widget schließen

  • beyerdynamic Logo
  • DALI Logo
  • SAMSUNG Logo
  • TCL Logo

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder885.405 ( Heute: 3 )
  • Neuestes MitgliedSitethelp
  • Gesamtzahl an Themen1.476.003
  • Gesamtzahl an Beiträgen20.065.772

Hersteller in diesem Thread Widget schließen