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Kaufberatung: Erfahrungen mit AT-LP120XUSB, AT-LP140XP, RP-7000 MK2 oder PLX-500?

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El_Burro
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Jun 2020, 15:45
Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem Plattenspieler mit möglichst geringen Gleichlaufschwankungen, den ich als Hifi-Gerät an meinem Onkyo-Receiver TX-9022RDS von Mitte der 90er Jahre mit eingebautem Phonovorverstärker betreiben möchte. Nachdem ich nun eine Weile selbst recherchiert habe, bin ich vorerst an folgenden Geräten hängengeblieben:

- Pioneer PLX-500

- Reloop RP-7000 MK2

Betreiben würde ich die Geräte gerne mit einem Ortofon 2M Blue oder qualitativ vergleichbar und einem 2M 78, da ich auch über Schellackplatten verfüge. Wichtig wäre mir, dass ein Wechsel der Headshells zwischen Vinyl und Schellack nicht mit zu viel Aufwand verbunden ist.

Das eigentliche Gerät meiner Wahl wäre vermutlich ein Technics 1210 MK7, der mir derzeit allerdings schlichtweg zu teuer ist. Gegenüber gebrauchten Geräten bin ich skeptisch. Auch ein Technics 1210 MK2 kann nach meinen Recherchen schließlich Mängel aufweisen, wenn der Vorbesitzer nicht pfleglich mit dem Laufwerk umgegangen ist. Um dies selbst zu überprüfen, habe ich zu wenig Ahnung und bin mit Elektrobasteleien absolut nicht vertraut. Generalüberholte Technics kommen preislich zudem in die Nähe von Neugeräten.

An beiden oben genannten Geräten gibt es allerdings Dinge die mich vor einem Kauf zurückschrecken lassen:

Pioneer PLX-500:

Hat trotz Phonoausgang kein Erdungskabel und das Antiskating soll laut Test bei Bonedo nicht richtig funktionieren. Trotzdem ist der Gesamteindruck in den Tests bei Bonedo und Amazona ganz gut.

Reloop RP-7000 MK2:

Diesen würde ich gerne mit Haube kaufen. Allerdings habe ich in Kundenrezensionen gelesen, dass das Abspielen von Platten bei geschlossener Haube nicht möglich sei, weil das Tonarmgewicht nach etwa zur Hälfte abgespieleter Plattenseite an die Haube stoße und die Platte dann nicht mehr zu Ende gehört werden könne. Das hört sich für mich an wie ein schlechter Scherz. Hat jemand hier anderslautende Erfahrungen mit dem Gerät bei Nutzung einer Haube?

Ich freue mich sehr über alle konstruktiven Meinungsäußerungen, Erfahrungen und Alternativen zu den von mir ins Auge gefassten Laufwerken und Tonabnehmern. Ich habe zwar bereits als Kind in den 80ern und 90ern Platten abgespielt, habe aber ansonsten recht wenig Ahnung von der Materie.

Liebe Grüße

El Burro
Yamahonkyo
Inventar
#2 erstellt: 01. Jun 2020, 16:12
Ola El Burro,

alternativ und in der gleichen Geräte-Klasse gibt es noch den Audio-Technica AT-LP120X. Technisch in der 3. Generation, wurden laut Audio Technica alle bislang bekannten Kinderkrankheiten älterer Hanpin Gerätegenerationen, zu denen auch der Pio und der Reloop zählen, beseitigt.

Der vormontierte neueste AT Tonabnehmer AT-VM95E lässt sich durch einen Nadeltausch gegen die AT-VMN95ML in etwa auf das Niveau eines 2M Bronze aufrüsten. Die passende Schellacknadel hat die Bezeichnung AT-VMN95SP. Wenn du anstelle eines Nadeltauschs einem Headshelltausch bevorzugst, gibt es die VM95 Serie auch komplett vormontiert zu kaufen z.B. AT-VM95SP/H.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 01. Jun 2020, 16:32 bearbeitet]
El_Burro
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 01. Jun 2020, 17:25
Hallo Roland,

zuerst einmal vielen Dank für die tolle, konstruktive Antwort - auch zu den Tonabnehmern von Audio-Technica! Da habe ich wieder was dazugelernt! Den Audio-Technica AT-LP120X hatte ich auch schon einmal im Auge, dann hat mich allerdings folgende Rezension bei Amazon.de abgeschreckt, die von einem eiernden Plattenteller und deutlich sichtbarem Höhenschlag sprich. Auch das Anti-Skating-Einstellung entspreche nicht den Angaben auf der Skala: <a href="https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R3VEG3PQA0XBJ3/"></a>

Das hat mich dann doch recht verunsichert, weil ich solche Äußerungen eben überhaupt nicht beurteilen kann.

Hat der Reloop RP-7000 MK2 nicht einen stärkeren Motor als der Pioneer PLX-500 und der Audio-Technica AT-LP120X? Lässt sich der Phono-Vorverstärker beim Audio-Technica AT-LP120X komplett umgehen?

Liebe Grüße

El Burro
akem
Inventar
#4 erstellt: 01. Jun 2020, 17:27
Müssen Schellackplatten nicht mit 78 Umdrehungen/min abgespielt werden? Das dürfte die Auswahl bei Neugeräten erheblich einschränken...

Gruß
Andreas
El_Burro
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 01. Jun 2020, 17:30
Hallo Andreas,

die von mir ins Auge gefassten Geräte können tatsächlich allesamt bei 78 rpm abspielen - auch der Technics-1210-MK7.

Liebe Grüße

El Burro
El_Burro
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 01. Jun 2020, 17:41
Hallo Roland,

nachdem du mich noch einmal auf Audio-Technica aufmerksam gemacht hast, bin ich jetzt auf dieses Gerät gestoßen: Audio-Technica AT-LP140XP.

Das scheint mir zumindest auf den ersten Blick höherwertiger zu sein (stabilerer Motor, ohne Vorverstärker ...), oder täuscht das?

Liebe Grüße

El Burro
Yamahonkyo
Inventar
#7 erstellt: 02. Jun 2020, 01:37
Hallo El Burro,

die Frage ist, ob man den AT-LP140XP wirklich braucht. Dieser ist der "Größere" Bruder des AT-LP120X und als DJ Player konzipiert. Deshalb hat er einen stärkeren Motor und auch keinen Vorverstärker. Der vormontierte Tonabnehmer AT-XP3 ist ein DJ System mit hoher Auflagekraft und etwas andere technische Spezifikationen, als ein AT-VM95, aber die AT-VMN95 Nadeln sollten passen. Ein Nadeltausch ist auf jeden Fall unumgänglich.
Ob es sich lohnt dafür etwa 150 € mehr auszugeben, die schon die AT-VMN95ML Nadel fast kostet, ist doch eher fraglich.
Von der Technik her ist der AT-LP120X jedenfalls nicht schlechter als die von dir zuvor anvisierten Plattenspieler von Pioneer und Reloop und meiner Ansicht nach für den Heimgebrauch vollkommen ausreichend.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 02. Jun 2020, 02:01 bearbeitet]
13mart
Inventar
#8 erstellt: 02. Jun 2020, 08:54

El_Burro (Beitrag #3) schrieb:

Hat der Reloop RP-7000 MK2 nicht einen stärkeren Motor als der Pioneer PLX-500 und der Audio-Technica AT-LP120X?


Die Frage mag bei einem Autokauf von Interesse sein.

Gruß Mart
luGA24
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 02. Jun 2020, 16:50
Guten Abend!

Der LP120X wurde kürzlich bei Bonedo getestet und hat dort gut abgeschnitten. Der LP140X macht aber einen wertigeren Eindruck. Der stärkere Motor ist ein High Torque Antrieb, der für DJ-Zwecke notwendig und für Hifi-Zwecke durchaus nützlich sein kann.

Der Vorteil des LP140X ist, dass er keinen eingebauten Vorverstärker hat und somit keinen USB-Ausgang. Dieser führt häufig zu einem erhöhten Rauschpegel. Diesen hört man letztlich kaum oder ggf. auch nicht. Aber es muss ja nicht sein. Ich besitze selbst unter anderem seit 7 Jahren eine Omnnitronic DD-2550, der auch einen solchen erhöhten Rauschpegel aufweist. Dies stört mich nicht, aber die "Grabesstille" eines Technics SL-D202 oder Dual CS617Q ist eben besser. Dennoch ist der Omnitronic ein solider Spieler, den ich gerne nutze. Insofern eine günstige Alternativempfehlung.

Den LP120X habe ich selbst bei Saturn in Augenschein genommen. In Silber wirkt er optisch nicht besonders wertig (das Plastik sieht man ihm an, noch deutlicher als dem DD-2550), obwohl er wie gesagt durchaus in der Nutzung gut sein soll.

Viel Erfolg!

Lutz

PS: eines habe ich übersehen. Du suchst einen Plattenspieler mit 78U/min. Das kann der DD-2550 nicht.


[Beitrag von luGA24 am 02. Jun 2020, 16:54 bearbeitet]
El_Burro
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 02. Jun 2020, 18:18
Hallo Roland,

vielen Dank für deine Einschätzung. Das mit dem Brauchen ist so eine Sache. Selbstverständlich würde ich die rund 150€ lieber sparen als sie unnötig auszugeben. Das letzte, was ich will, sind allerdings hörbar eiernde Platten - sei es durch Höhenschlag, zu hohe Gleichlaufschwankungen oder einen Tonarm, dessen Anti-Skating sich nicht einstellen lässt. Ich habe bei einem ca. 40 Jahre alten Plattenspieler von Onkyo mit Riemenantrieb schon übelste Gleichlaufschwankungen bei Klaviermusik gehört (z.B. Wah-Wah-Effekte bei "You've Take My Breath Away" von Queen. Dies, obwohl der Riemen neu war und Plattenspieler zu dieser Zeit wohl geringere Gleichlaufschwankungen aufwiesen als die meisten aktuellen Modelle. Mit Gleichlaufschwankungen von 0,2% weist übrigens auch der AT-LP140XP nicht gerade einen niedrigen Wert auf. Der Reloop RP-7000 MK2 liegt bei 0,01%.

Dann habe ich hier im Forum auch schon negative Kritik an eingebauten Vorverstärkern gelesen, die sich angeblich nie komplett abschalten lassen und sich negativ auf den Klang auswirken sollen. Das verunsichert schon etwas.

Inzwischen bin ich schon am Überlegen, meine Schellackplatten links liegen zu lassen und mir doch einen Gebrauchten zu holen (z.B. bei Analog Revival?). Aber um da ein Schnäppchen und keinen wirtschaftlichen Totalschaden zu landen, kenne ich mich wohl zu wenig aus. Wenn ich sehe, dass 0,2% Gleichlaufschwankungen bei den Audio-Technikas gegenüber alten Geräten relativ viel sind, komme ich schon ins Grübeln. Nur wüsste ich niemanden, der mir so ein altes Gerät im Notfall reparieren könnte. Was ist z.B. von einem Yamaha P-500, Technics SL Q 2, Technics SL Q 300, Denon DP 37 F, JVC QL-5 zu halten? Einen Technics SL 1210 Mk II mit Ortofon Pro S ohne Haube gäbe es dort auch für 549,00€. Aber schade fände ich es schon, wenn die Schellackplatten meiner Urgroßeltern nie wieder klingen. Das alte Grammophon ist leider kaputt.

Heute hat mir übrigens der Service von Reloop empfohlen, das Tonarmgewicht des RP-7000 MK2 durch das des Reloop Turn 5 zu ersetzen. Dieses sei hinten so abgerundet, dass es beim Abspielen der Platte nicht an die geschlossene Abdeckung anstoße. Außerdem brauche ein Tonabnehmer wie der Ortofon 2M Blue ein höheres Tonarmgewicht als jenes des RP-7000 MK2.

Noch zum Thema DJ-Geräte vs. Hifi-Geräte. Auch hier im Forum habe ich immer wieder gelesen, dass selbst der Technics 1210 MK2 ursprünglich als Hifi-Gerät vermarktet wurde. Ich suche vor allem einen möglichst langlebigen Spieler mit möglichst hervorragendem Klang. Wäre der MK7 nicht so teuer oder würde Geld keine Rolle spielen, würde ich einfach diesen nehmen und gut.

Liebe Grüße

El Burro


[Beitrag von El_Burro am 02. Jun 2020, 18:18 bearbeitet]
El_Burro
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 02. Jun 2020, 18:59
Hallo Lutz,

vielen Dank auch für deine Ausführungen. Was ich bei beiden Audio-Technicas immer noch fragwürdig finde, sind die relativ hohen Gleichlaufschwankungen von 0,2%. Ich frage mich, wie sich das bei Klaviermusik und bei fortschreitendem Verschleiß auswirkt.

Liebe Grüße

El Burro
.JC.
Inventar
#12 erstellt: 02. Jun 2020, 19:17
Hi,


El_Burro (Beitrag #10) schrieb:
.. und mir doch einen Gebrauchten zu holen (z.B. bei Analog Revival?). Aber um da ein Schnäppchen und keinen wirtschaftlichen Totalschaden zu landen, kenne ich mich wohl zu wenig aus.


ein Schnäppchen nicht, aber einen fairen Preis.
Und er gibt Gewährleistung.
El_Burro
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 02. Jun 2020, 19:39
Hallo JC,

gegenüber der Leistung heutiger teurer Neugeräte könnten es ja dann doch Schnäppchen sein. Ich bin nur echt überfragt, welche der angebotenen Geräte hier für mich empfehlenswert sind und ob ich mit Ihnen wirklich besser fahre als mit einem Neugerät.

Liebe Grüße

El Burro
.JC.
Inventar
#14 erstellt: 02. Jun 2020, 19:43
Hi Burro,

verlinke mal ein Angebot, das dir optisch gefällt.


[Beitrag von .JC. am 02. Jun 2020, 19:44 bearbeitet]
El_Burro
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 02. Jun 2020, 19:49
Hallo JC,

Optik ist für mich nicht unwichtig, zunächst aber zweitrangig. Mir geht es in erster Linie um ungetrübten Hörgenuss und darum, dass ich nicht in drei bis zehn Jahren schon wieder nach einem neuen Gerät ausschau halten muss, weil eine Reperatur nicht mehr möglich ist oder nicht mehr lohnt. Mir selbst wären solche Reparaturen zu kompliziert. Ich "bastle" höchstens mal am PC führe dort aber keine ernsthaften Elektroarbeiten durch.

Yamaha P-500, Technics SL Q 2, Technics SL Q 300, Denon DP 37 F, JVC QL-5 sowie Technics SL 1210 MKII mit Ortofon Pro S sahen zumindest interessant aus.

Liebe Grüße

El Burro


[Beitrag von El_Burro am 02. Jun 2020, 20:53 bearbeitet]
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#16 erstellt: 02. Jun 2020, 19:49
einen guten MK2 mit neuem Kabel und etwas Service für ca 500- 600,- finde viel besser wie die ganzen billigen alten und auch aktuellen Kopien. Und auch ein Mk7 ist nur eine billig gebaute Kopie und kommt niemals an die Qualität eines MK2 bis 5 heran.
Die ganze Haptik und auch das Gewicht sagt doch schon alles..

Falls es aber kein DJ Dreher sein soll, wäre ein AT LP7 oder ein Magnat MTT 1000 meine engere Wahl zumindest bei Neugeräten. Der Magnat sogar mit langem 10 Zoll Tonarm





lg Carsten


[Beitrag von Fan_großer_Schwingspulen am 02. Jun 2020, 19:54 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#17 erstellt: 02. Jun 2020, 19:52
Verlinke mal einen Dreher, ich finde analog revival sonst nicht.
luGA24
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 02. Jun 2020, 20:29
Zu #11:

Die angegebenen Gleichlaufschwankungen sind auch beim DD-2550 vergleichsweise hoch. Tatsächlich läuft er aber tadellos. Das Stroboskop steht absolut ruhig. Auch klanglich ist kein Leiern oder ähnliches festzustellen. Insofern würde ich mir bei den ATs keine Sorgen machen.
El_Burro
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 02. Jun 2020, 20:50

Geschützter Hinweis (zum Lesen markieren):


.JC. (Beitrag #17) schrieb:
Verlinke mal einen Dreher, ich finde analog revival sonst nicht. ;)


Direkt kann man die Dreher von Analog Revival leider nicht verlinken - zumindest wüsste ich nicht wie.

Den Yamaha P-500 (2x) und den Technics SL Q 2 findet man hier:

https://www.analogrevival.de/plattenspieler/0-200/

Technics SL Q 300, Denon DP 37 F, JVC QL-5 sind hier zu sehen:

https://www.analogrevival.de/plattenspieler/201-500/

Der Technics SL 1210 Mk II mit Ortofon Pro S befindet sich auf dieser Seite:

https://www.analogrevival.de/plattenspieler/501-1000/

Liebe Grüße

El Burro


[Beitrag von El_Burro am 02. Jun 2020, 20:52 bearbeitet]
El_Burro
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 02. Jun 2020, 21:12
Hallo Carsten,

vielen Dank für deine Empfehlungen.


Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #16) schrieb:
einen guten MK2 mit neuem Kabel und etwas Service für ca 500- 600,- finde viel besser wie die ganzen billigen alten und auch aktuellen Kopien. Und auch ein Mk7 ist nur eine billig gebaute Kopie und kommt niemals an die Qualität eines MK2 bis 5 heran.
Die ganze Haptik und auch das Gewicht sagt doch schon alles..


Vor dem Kauf eines gebrauchten Plattenspielers - insbesondere eines Technics !210 MK2 schrecke ich vor allem zurück, weil ich in der Regel nicht weiß, ob der Vorbesitzer wirklich pfleglich mit seinem Gerät umgegangen ist. Ich kann z.B. nicht wissen, ob es ihm einmal heruntergefallen ist, ob der Plattenteller über Gebühr belastet wurde oder ob in einem Club mal z.B. ein Kirsch-Bananen-Saft durch den Pitchregler gelaufen ist und sich innen im Gerät dann Schimmel gebildet hat. Siehe hier: https://www.youtube.com/watch?v=8WTWZTWIGmw

Vom MK7 habe ich immerhin sehr gute Testberichte und Kundenrezensionen vorgefunden. Ja, zwei kritische Videos auf YouTube habe ich auch gefunden, die auf die billiger anmutende Verarbeitungsqualität anspielen. Wirklich schlecht kommt der MK7 aber auch hier nicht weg.


Fan_großer_Schwingspulen (Beitrag #16) schrieb:
Falls es aber kein DJ Dreher sein soll, wäre ein AT LP7 oder ein Magnat MTT 1000 meine engere Wahl zumindest bei Neugeräten. Der Magnat sogar mit langem 10 Zoll Tonarm


Der AT LP7 ist ein Gerät mit Riemenantrieb. Ein solches suche ich bewusst nicht. Außerdem will ich kein Gerät, bei dem ich den Riemen manuell umlegen muss. Dann könnte ich auch ein Gerät von Pro-Ject nehmen und von dem Gedanken habe ich mich inzwischen verabschiedet.

Den Magnat MTT 1000 habe ich nicht gefunden, sondern nur den Magnat MTT 990.

Sowohl der AT LP7 als auch der Magnat MTT 990 sind mir dann doch etwas zu teuer.

Liebe Grüße

El Burro
MOS2000
Inventar
#21 erstellt: 02. Jun 2020, 21:13
Habe ich irgendwas versäumt in meinen Jahren seit 1993 mit dem 1210 MKII?
Oder hab ich den Knopf für die 78rpm übersehen?
Das kann der doch nur nach einem entsprechenden Umbau...imho ein Verbrechen an dem Gerät.
Warum ist der denn auf der Liste?

Wenn Du Dir die schon in Planung befindlichen Geräte aus dem Pro Bereich holst, und dies bei einem Fachhändler tust, dann sind technische Defekte wie Gleichlaufschwankungen oder deutlich sichtbare Höhenschläge doch gar kein Problem - sondern klare Gewährleistungsfälle.

Liebe und Grüße
MOS2000
El_Burro
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 02. Jun 2020, 21:41

MOS2000 (Beitrag #21) schrieb:
Habe ich irgendwas versäumt in meinen Jahren seit 1993 mit dem 1210 MKII?
Oder hab ich den Knopf für die 78rpm übersehen?
Das kann der doch nur nach einem entsprechenden Umbau...imho ein Verbrechen an dem Gerät.
Warum ist der denn auf der Liste?


Ich glaube nicht, dass du da etwas verpasst hast. Der MKII und andere Dreher, die keine 78 rpm beherrschen, sind auf der Liste, weil ich inzwischen überlege, auf das Abspielen der alten Schellacks zu verzichten. Zumindest der MK7 beherrscht allerdings 78 rpm.


MOS2000 (Beitrag #21) schrieb:
Wenn Du Dir die schon in Planung befindlichen Geräte aus dem Pro Bereich holst, und dies bei einem Fachhändler tust, dann sind technische Defekte wie Gleichlaufschwankungen oder deutlich sichtbare Höhenschläge doch gar kein Problem - sondern klare Gewährleistungsfälle.


Welche Geräte aus dem Pro-Bereich meinst du, die sich bereits in Planung befinden? Mir ist mir jetzt nicht ganz klar, was du damit meinst. Mit den Gleichlaufschwankungen ist es doch so, dass jeder Dreher ab Werk eine andere Qualität bietet. Dann wäre es ja kein Gewähleistungsfall, sondern Verhalten im beworbenen Rahmen. Ob ich echte Höhenschläge mit eigenen Augen von Normalverhalten unterscheiden kann, weiß ich tatsächlich auch nicht. Aber wer am falschen Ende spart, kauft ja bekanntermaßen am Ende oft zweimal. Das möchte ich vermeiden.

LG

El Burro


[Beitrag von El_Burro am 02. Jun 2020, 21:43 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#23 erstellt: 02. Jun 2020, 22:20
Hallo El Burro,

ich habe gestern kurz entschlossen einen AT-LP120X in silber bestellt um ihn zu testen, damit endlich diese Herumraterei über vermeintliche Schwächen ein Ende hat.

Laut Audio Technica sollen ja das Antiskating, der Geschwindigkeitsregler und der neue Vorverstärker nun einwandfrei funktionieren

Am Donnerstag wird der Plattenspieler geliefert und ich werde ihn spätestens am Wochenende ausführlich unter die Lupe nehmen
und in einem eigenen Thread darüber berichten.

Man darf gespannt sein.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 02. Jun 2020, 22:42 bearbeitet]
MOS2000
Inventar
#24 erstellt: 02. Jun 2020, 22:31
Ok, also bin ich doch nicht verrückt

Was für ein Mensch Du in Bezug auf Vinyl-Wiedergabe bist kann ich nur schwer einschätzen.

Gleichlaufschwankungen die man wirklich deutlich hört wird wohl jeder Händler nicht aus seiner Gewährleistung nehmen können. Wenn Du natürlich einer bist der meint dass er Schwankungen zwischen 0,2 oder 0,08 heraushören kann, dann ist vielleicht Vinyl nicht so das richtige für Dich - als Suchspiel - recherchiere mal wie gut der Gleichlauf einer Neumann beim Schnitt der Folienmaster ist.

Das gleiche gilt für Höhenschläge von Tellern - wenn Du jemand bist, der 5 Dreher deswegen tauscht, weil in einen mit Makro Einstellung aufgenommenen 4k Video minimalste Differenzen offenbar werden - dann ist Vinyl vielleicht nicht das Richtige für Dich. 99% deiner Platten werden selbst mehr eiern als der Teller.

Mit Pro-Bereich meine ich den Reloop, den Pio und auch die Audio Technicas, das sind abertausendfach verkaufte Geräte die im professionellen Umfeld rund um die Plattenwiedergabe verwendet werden - sie strahlen wenig exquisites Flair aus - wollen das aber evtl. auch gar nicht. Das Haubenproblem ist beim Reloop existent, aber irrelevant, wenn man die Haube so verwendet wie sie konzipiert ist, als Staubschutz bei Nichtbenutzung.

Selbst wenn Du deutlich mehr Geld auf den Tisch legst, bist Du deswegen nicht davor gefeit ein Montagsgerät zu erwischen. Solche gibt es eben - und dumm steht dann nur da, wer beim falschen Händler gekauft hat, weil sich da 10 Eur sparen lassen.

Liebe und Grüße
MOS2000
.JC.
Inventar
#25 erstellt: 03. Jun 2020, 04:43
Moin,

wenn Du ein bisschen Zeit hast (was zu empfehlen ist bei Gebrauchtkauf)
dann schau mal wie sich dieser SL-1700 preislich entwickelt.
Das ist einer der besten Technics Dreher (sehr langzeitstabil).

Und so sieht er in schwarz (eigentlich dunkelbraun) aus.


[Beitrag von .JC. am 03. Jun 2020, 05:00 bearbeitet]
siciliano1
Stammgast
#26 erstellt: 03. Jun 2020, 05:48
Hi!

Ich bin hier ganz bei MOS2000.

Montagsgeräte und negative Rezensionen wird es immer geben und lassen sich nicht vermeiden. Kaufe einfach online bei einem seriösen Händler und schicke das Gerät bei Mängeln zurück.

Ich würde auf Rolands "Test" des Audio Technica AT-LP120X warten. Da bin ich auch gespannt drauf.

Ciao siciliano1
Surt79
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 03. Jun 2020, 08:47
Servus,
also denn Magnat gibts aktuell bei Ebay für 680 €
klick
Der TA ist für den Anfang ok, kann man aber über kurz oder lang noch optimieren.

Ich habe ihn mir auch kürzlich zugelegt (allerdings mit 2M Red-TA) und bin total begeistert, sowohl optisch als auch klanglich.
Vorher hatte ich einen Denon DP-300F. Das ist schon eine ganz andere Klasse.

Gruß

Heiko
Fan_großer_Schwingspule...
Inventar
#28 erstellt: 03. Jun 2020, 16:02
finde ich spitze vorallem wegen dem 10 Zoll langen Tonarm und der guten Optik
El_Burro
Ist häufiger hier
#29 erstellt: 03. Jun 2020, 16:57

Yamahonkyo (Beitrag #23) schrieb:
Hallo El Burro,

ich habe gestern kurz entschlossen einen AT-LP120X in silber bestellt um ihn zu testen, damit endlich diese Herumraterei über vermeintliche Schwächen ein Ende hat.

Laut Audio Technica sollen ja das Antiskating, der Geschwindigkeitsregler und der neue Vorverstärker nun einwandfrei funktionieren

Am Donnerstag wird der Plattenspieler geliefert und ich werde ihn spätestens am Wochenende ausführlich unter die Lupe nehmen
und in einem eigenen Thread darüber berichten.

Man darf gespannt sein. ;)


Hallo Roland,

auf deinen Test bin ich auf jeden Fall gespannt. Würdest du hier dann bitte auch dazu verlinken, wenn es so weit ist?

LG

El Burro
El_Burro
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 03. Jun 2020, 17:00
Hallo JC,

vielen Dank für den Tipp. Hast du dir die von mir verlinkten Dreher von Analog Revival auch angesehen oder war da nichts wirklich Sinnvolles dabei?

LG

El Burro
.JC.
Inventar
#31 erstellt: 03. Jun 2020, 17:30

MOS2000 (Beitrag #24) schrieb:
Ok, also bin ich doch nicht verrückt


das ist kein Beweis.
Vielleicht gibt Yama ein Testgerät günstig ab.


El_Burro (Beitrag #30) schrieb:
Hast du dir die von mir verlinkten Dreher von Analog Revival auch angesehen ...


hab ich, der Technics SL-Q2 ist gut, aber zu teuer ohne Haube.
den bekommt man (mit Geduld) auch so.

Wie o.g. schau dir die beiden SL 17xx an (und meine Fotos ).
Yamahonkyo
Inventar
#32 erstellt: 07. Jun 2020, 18:31
Hallo El Burro,

ich habe den AT-LP120XUSB nun ausgiebig testen können und kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.

Hier geht's zu meinem Testberricht:

audio-technica AT-LP120XUSB - 3. Generation X fehlerfrei?

Schau ihn dir an und denk drüber nach.

Gruß Roland
El_Burro
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 29. Jun 2020, 17:26
Hallo miteinander,

inzwischen habe ich sowohl den AT-LP120XUSB als auch den AT-LP140XP zu Hause und werde mich diese Woche dafür entscheiden, welchen der beiden ich behalte.

Bisher habe ich beide Dreher nur äußerlich begutachtet und muss sagen, dass der AT-LP140XP mit seinem Gehäuse aus Metall von der Verarbeitungsqualität auf jeden Fall hochwertiger wirkt. Ob man's braucht sei natürlich dahingestellt. Rolands Test des AT-LP120XUSB wirkt auf jeden Fall sehr beindruckend.

Was den AT-LP140XP betrifft hätte ich eine Frage, die vielleicht u.a. Roland beantworten könnte:

Als Tonabnehmer wird hier der AT-XP mitgeliefert. Der daran angebrachte Stylus XP3 ließe sich durch einen Tonabnehmer der AT-VM95-Serie austauschen - wie z.B. AT-VM95ML oder AT-VM95SH.

Allerdings liefert der AT-XP-Tonabnehmer eine höhere Ausgangsspannung als VM95-Tonabnehmer - für eine bessere Kompatibilität mit Phono-Eingängen professioneller DJ-Mixer.

Wirkt sich diese höhere Ausgangsspannung beim Einsatz zu Hause am Hi-Fi-Receiver mit eingebautem Phono-Vorverstärker negativ aus?

Ich freue mich auf eure Antworten.

Liebe Grüße

El Burro
.JC.
Inventar
#34 erstellt: 29. Jun 2020, 17:44
Hi,


El_Burro (Beitrag #33) schrieb:
Wirkt sich diese höhere Ausgangsspannung beim Einsatz zu Hause am Hi-Fi-Receiver mit eingebautem Phono-Vorverstärker negativ aus?


nein.
El_Burro
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 29. Jun 2020, 18:00

.JC. (Beitrag #34) schrieb:
Hi,


El_Burro (Beitrag #33) schrieb:
Wirkt sich diese höhere Ausgangsspannung beim Einsatz zu Hause am Hi-Fi-Receiver mit eingebautem Phono-Vorverstärker negativ aus?


nein.


Oh, vielen Dank. Und positiv?

Irgendwie müsste sich das doch in irgendeine Richtung auf die Klangqualität auswirken - oder etwa nicht?
.JC.
Inventar
#36 erstellt: 29. Jun 2020, 18:09
Nein, Du musst nur etwas weniger aufdrehen, aber das spielt praktisch ja keine Rolle.
Yamahonkyo
Inventar
#37 erstellt: 29. Jun 2020, 23:06
Genau, durch die höhere Ausgangsspannung wird's nur etwas lauter.

Gruß Roland
El_Burro
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 02. Jul 2020, 16:07
Hallo zusammen,

zuerst möchte ich euch allen nochmals für eure Unterstützung danken. Ihr habt mir sehr weitergeholfen. Vor allem Roland, der mich noch einmal auf Audio-Technica aufmerksam gemacht hat.

Nachdem ich den AT-LP120XUSBSE und den AT-LP140XP bisher lediglich penibel genau mit der Wasserwaage ausgerichtet und die Funktion des jeweiligen Plattentellers überprüft hatte, musste ich leider feststellen, dass der Plattenteller des AT-LP120XUSB auf jeder Geschwindigkeitsstufe ein in jeder Runde gleich wiederkehrendes Schleifgeräusch erzeugt. Dies konnte auch eine weitere Person bezeugen. Auch ein Abnehmen und erneutes Aufsetzen des Plattentellers brachte hier keine Verbesserung.

Der Plattenteller des AT-LP140XP lief hingegen ruhig und zeigte ein derartiges Verhalten nicht. Von Schleifgeräuschen gelesen hatte ich bereits in Rezensionen von anderen Käufern des AT-LP120XUSB - ebenso allerdings von Kunden, die dies nicht feststellen konnten. Selbst wenn ich ein Montagsgerät erhalten haben sollte: Bei seiner auf 1000 Stück limitierten Serie des schwarz/goldenen AT-LP120XUSBSE hätte Audio-Technica durchaus eine gründlichere Qualitätskontrolle an den Tag legen können. Wie dem auch sei: Der AT-LP140XP hat mich von der Verarbeitungsqualität stärker überzeugt und wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Dreher sein, der das Rennen macht. Was den Stylus betrifft, werde ich nun wohl erstmal sehen, ob ich fürs Erste nicht auch mit dem AT-XP3 zufrieden bin.

Liebe Grüße

El Burro
sono34
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 18. Feb 2021, 20:22
@El Burro:

Ich wollte, in der Hoffnung, dass du das liest, mal nachfragen, wie es mittlerweile mit der Zufriedenheit deinerseits bezüglich des Geräts steht. Finde den für einen neuen Plattenspieler nämlich auch recht interessant.

Würde mich freuen.

Viele Grüße
El_Burro
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 01. Jun 2021, 18:56
@sono34:

Hallo sono34,

entschuldige bitte, dass mir deine Frage aus irgendeinem Grund durchgerutscht ist, sonst hätte ich dir längst geantwortet. Vielleicht kommt meine Antwort ja zu spät, aber dennoch möchte ich sie gerne nachliefern.

Mit dem AT-LP140XP bin ich nach wie vor zufrieden. Bis auf einen Punkt - und aus diesem Grund bin ich heute hier und habe zufällig deine Frage gesehen. Ich habe mir in den letzten Wochen zwei Schallplatten gekauft, die sich in Verbindung mit der Filzmatte statisch aufladen. Will ich die Platten abnehmen, dann haftet die Slipmat an der Platte und häufig ist auch ein elektrostatisches Knistern ist zu hören. Die beiden Schallplatten haben gemeinsam, dass sie aus fast transparentem Vinyl bestehen. Ich habe von diesem Problem auch an anderer Stelle im Netz gelesen. Allerdings bin ich mir sicher, dass das kein spezifisches Problem des AT-LP140XP ist, sondern auch bei anderen Filzmatten vorkommen dürfte. Die Berichte, die ich dazu im Netz gefunden habe, beziehen sich auch nicht ausschließlich auf Dreher von Audio-Technica.

Daher bin ich jetzt auf der Suche nach einer geeigneten Gummimatte. Dass ich mit dem AT-LP140XP zufrieden bin, habe ich bereits erwähnt. Ob ich ihn noch einmal kaufen würde? - Kommt darauf an! Hätte der AT-120XUSB, der mir damals geliefert wurde, nicht dieses Schleifgeräusch beim Drehen des Plattentellers erzeugt, hätte ich diesen wohl behalten. Schließlich hat Roland dazu einen überzeugenden Erfahrungsbericht geliefert. Da ich den AT-LP140XP damals parallel zum AT-LP120XUSB zu Hause hatte, überzeugte Erster zusätzlich durch seine metallische Oberfläche und die weniger klappernden Tasten (das Gehäuse des AT-LP140XP ist zwar auch aus Kunststoff, die obere Fläche ist jedoch aus Metall - so weit ich das beurteilen kann. Alles in allem wirkt er wertiger. Hätte ich damals aber ein besser montiertes Modell des AT-LP120XUSB erhalten, hätte ich diesen für den damaligen Preis von EUR 189,- wohl behalten. Allerdings konnte ich dmals auch den AT-LP140XP durch die Kombination von Rabattaktioen unter dem Strich für unter 300€ erwerben. Den AT-VMN95SH hätte ich mir wohl auch zum AT-LP120XUSB hinzugekauft, obwohl der mitgelieferte AT-VM95E für Hifi-Zwecke sicherlich besseren Klang liefert als der AT-XP3 des AT-LP140XP.

Würde ich heute erneute einen neuen Dreher suchen, würde ich so vorgehen: Der AT-LP140XP bleibt für mich ein Dreher, den ich in der engeren Wahl hätte. Allerdings wäre der AT-LP5X für mich inzwischen gleich- bis höherwertig, da ich die DJ-Features nicht benötige. Der AT-LP5X basiert ja meines Wissens auf dem gleichen Grundmodell wie der AT-LP140XP. Allerdings war der AT-LP5X damals nicht zu einem so günstigen Preis erhältlich. Es lohnt sich, beide Dreher im Auge zu behalten, denn mal ist der eine, mal der andere günstiger zu haben. Der AT-LP5X dürfte denselben Motor haben wie der AT-LP140XP, hat allerdings kein Stroboskop-Licht, keinen Pitchfader und keine Reverse-Taste. Außerdem ist der Tonarm nach meinem Kenntnisstand nicht höhenverstellbar (kann mich aber auch irren). Zusätzlich hat der AT-LP5X bereits eine Gummimatte, die sich nicht elektrostatisch auflädt, einen eingebauten Phono-Vorverstärker und einen USB-Ausgang zur Digitalisierung von Schallplatten - direkt am Laptop. Letzteres bräuchte ich jetzt zwar nicht, aber es zu haben, wäre jetzt auch nicht schlimm.

Daneben finde ich allerdings den Nachfolger des AT-LP120XUSB, den AT-LP120XBT-USB mit Bluetooth interessant.

Es kommt natürlich absolut darauf an, was du mit dem Dreher machen willst. Wer DJ-Ambitionen hat, dem kann man von diesen drei Modellen nur zum AT-LP140XP raten. Für alle anderen sind die anderen Modelle eine Option - je nachdem, wo die persönliche Preisgrenze liegt. Wenn mich jemand nach einem vollautomaitischen Plattenspieler fragen würde und dies unbedingt ein Muss ist, würde ich sogar noch den AT-LP3 mit Riemenantrieb in die Überlegungen einbeziehen - die Berichte die ich zu diesem gelesen habe, sind so schlecht nicht. Bei diesem würde ich allerdings auf jeden Fall den Tonabnehmer austauschen wollen.

Zum AT-LP140XP habe ich übrigens letztens diesen interessanten (für den ein oder anderen hier ggf. auch blasphemischen ) Erfahrungsbericht auf YouTube gesehen:

klick!

Edit: Statt der angepriesenen Tonabnehmer von Ortofon, würde ich allerdings bei Tonabnehmern bzw. "Nadeln" von Audio-Technica bleiben, und zwar AT-VM(N)95ML oder wie ich AT-VM(N)95SH.

Ich habe auf jeden Fall nicht den Eindruck, dass ich mich für den falschen Dreher entschieden habe, wenn man mal die nervige Filzmatte außen vor lässt.

Jetzt hoffe ich, dass du bzw. der eine oder andere mit diesem kleinen Erfahrungsbericht etwas anfangen kann.

Liebe Grüße

El Burro

PS: Das soll keine Werbung sein, aber wenn der AT-LP120XUSB und der AT-LP140XP dort für einen guten Preis zu haben sind, würde ich in Erwägung ziehen, die Dreher bei Thomann zu kaufen, da man dort 3 Jahre Garantie erhält. Ich selbst habe meinen AT-LP140XP allerdings woanders bestellt.


[Beitrag von El_Burro am 02. Jun 2021, 12:40 bearbeitet]
xxmichel
Stammgast
#41 erstellt: 02. Jun 2021, 09:05
Moin,

auch ich habe letztes Jahr den 140er angeschafft.

Die Filzmatte habe ich nach den Erfahrungen mit der statischen Aufladung zunächst gegen eine Ledermatte und dann letztlich gegen eine Technics Gummi Auflage getauscht.

Aufgerüstet mit einem at-VM 95 ML bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät.
kopffuss
Inventar
#42 erstellt: 02. Jun 2021, 09:14

xxmichel (Beitrag #41) schrieb:
Moin,

auch ich habe letztes Jahr den 140er angeschafft.

Die Filzmatte habe ich nach den Erfahrungen mit der statischen Aufladung zunächst gegen eine Ledermatte und dann letztlich gegen eine Technics Gummi Auflage getauscht.

Aufgerüstet mit einem at-VM 95 ML bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät.


Der Weg der Erleuchtung Gummi Auflage gefühlte 100 Jahre Alt aber Funzt immer noch bestens.

Cris
.JC.
Inventar
#43 erstellt: 02. Jun 2021, 13:06

xxmichel (Beitrag #41) schrieb:
.. letztlich gegen eine Technics Gummi Auflage getauscht.


El_Burro
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 02. Jun 2021, 13:26
@xxmichel:

Vielen Dank für deine Antwort. Hast du die Technics-Auflage mit einer Dicke von 6 mm oder von 3 mm (es gibt wohl doch beide Stärken von Technics) und hast du den Tonarm den um 4 bzw. 1 mm höher gestellt?


[Beitrag von El_Burro am 02. Jun 2021, 19:50 bearbeitet]
sono34
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 02. Jun 2021, 20:32
@El_Burro:

Vielen Dank für deine Antwort.

Sie kam zwar leider wirklich etwas spät, aber durch deine ersten Reaktionen und weitere Reviews habe ich es einfach auch mal mit dem 140er versucht - und wurde nicht enttäuscht.

Ich finde das Gerät auch im Gegensatz zum 120er haptisch netter und ich mag auch die Höhenverstellung des Tonarms.

Ebenso wollte ich tatsächlich ein Gerät ohne internen Phono-Pre, da ich das einfach nicht brauche (auch wenn sich dieser bei AT ja laut Roland neuerdings komplett aus dem Signalweg nehmen lässt) und lieber variabler bei der Auswahl meiner Tonabnehmer bin.

Dem von dir geposteten Vergleichsvideo kann ich ebenfalls zustimmen. Ich besitze auch einige Technics-Plattenspieler und klanglich besteht da natürlich kein Unterschied. Von der Verarbeitung her ist der 140er auch schon um einiges näher an manchen Technics dran als andere ähnlich aussehende Vertreter.

Der Meinung bezüglich der Filz-Matten kann ich mich nur anschließen. Das war das Erste, was ich bei dem Plattenspieler gewechselt habe - hatte die von dir gemachte Erfahrung vor einigen Jahren bereits erleben müssen. Der Tonarm wird dann - falls sich die Dicke unterscheidet - eben einfach so in der Höhe eingestellt, wie es Justage-mäßig passt (auf Parallelität achten). Das ist ja der Vorteil, wenn er anpassbar ist :).

Der LP5 kam für mich übrigens nicht infrage, eben da er auch bereits einen Phono-Pre an Bord hat. Vom Design her fand ich ihn aber auch ganz schick und die DJ-Features wären bei mir ebenfalls nicht nötig (und auch bei den von mir benutzten Tonabnehmern nicht sinnvoll nutzbar). Da sie aber ja auch nicht "schaden", wenn sie nicht genutzt werden, ist das für mich kein Problem - sondern so gesehen ist der 140er für mich der günstigste Vertreter, den man tatsächlich variabel "aufrüsten" kann und der seine Arbeit einfach tadellos erledigt.


[Beitrag von sono34 am 02. Jun 2021, 20:34 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#46 erstellt: 02. Jun 2021, 21:50
Hallo El_Burro,

sorry, ich habe ganz vergessen, dass ich hier noch was zu den Tonabnehmern schreiben wollte.

Ich habe jetzt den AT-XP3 Tonabnehmer mit einem AT-VM95 verglichen. Die höhere Ausgangsspannung wird durch den anderen Magneten an der Nadel erzeugt. Bis auf etwas unterschiedliche Anschlusswiederstände sind sie technisch identisch.
Heißt, dass beide Tonabnehmer sowohl mit der ATN-XP3, als auch mit einer AT-VMN95E, oder einer AT-VMN95ML Nadel entsprechend gleich klingen.

Wenn du das System aufwerten möchtest, reicht ergo ein Nadeltausch.

Bei eBay gibt's Gummimatten relativ günstig, z.B. diese von Technics.
Auch Korkmatten wirken antistatisch.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 02. Jun 2021, 22:09 bearbeitet]
ZincRider
Ist häufiger hier
#47 erstellt: 02. Jun 2021, 21:54

Yamahonkyo (Beitrag #46) schrieb:
Hallo El_Burro,

sorry, ich habe ganz vergessen, dass ich hier noch was zu den Tonabnehmern schreiben wollte.

Ich habe jetzt den AT-VM95 mit dem AT-XP3 verglichen. Die höhere Ausgangsspannung wird durch den anderen Magneten an der Nadel erzeugt. Bis auf etwas unterschiedliche Anschlusswiederstände sind sie technisch identisch.
Heißt, dass beide Tonabnehmer sowohl mit der ATN-XP3, als auch mit einer AT-VMN95ML Nadel eng sprechend gleich klingen.

Wenn du das System aufwerten möchtest, reicht ergo ein Nadeltausch.

Gruß Roland


Interessant. Mein XP3 klingt im Vergleich deutlich dumpfer.
Yamahonkyo
Inventar
#48 erstellt: 02. Jun 2021, 22:18
Auch mit der entsprechend anderen Nadel?
Also AT-VMN95ML am AT-XP3 und der ATN-XP3 am AT-VM95?

Liegt vielleicht an unseren verschiedenen Setups, dass Sie bei mir gleich klingen und bei dir nicht.

Btw, die ATN-XP3 Nadel klingt tatsächlich eine Spur dynamischer als eine AT-VM95E.

Gruß Roland
Burkie
Inventar
#49 erstellt: 03. Jun 2021, 05:03

El_Burro (Beitrag #40) schrieb:

Zum AT-LP140XP habe ich übrigens letztens diesen interessanten (für den ein oder anderen hier ggf. auch blasphemischen ) Erfahrungsbericht auf YouTube gesehen:

klick!


Hallo,

meine Rede.
Wenn man sich ernsthaft mit der Plattenspielerei und dem Klang beschäftigen will, soll man als erstes den Tonabnehmer, oder noch besser: Den Nadelschliff auswählen.
Sodann sucht man sich einen Generator aus, der diese Nadel trägt.
Damit hat man dann den Tonabnehmer ausgesucht.

Erst dann suche man sich das "Betriebsmittel" für diesen Tonabnehmer aus, also den Plattenspieler.

Das meiste Budget soll also in die Nadel bzw. den Tonabnehmer fließen.
Was dann noch übrig bleibt, kann man dann für den Plattenspieler ausgeben.

Macht man das so herum, bekommt man maximalen Klang für das Budget.

Grüße
ZincRider
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 03. Jun 2021, 05:23

Yamahonkyo (Beitrag #48) schrieb:
Auch mit der entsprechend anderen Nadel?
Also AT-VMN95ML am AT-XP3 und der ATN-XP3 am AT-VM95?

Liegt vielleicht an unseren verschiedenen Setups, dass Sie bei mir gleich klingen und bei dir nicht.

Btw, die ATN-XP3 Nadel klingt tatsächlich eine Spur dynamischer als eine AT-VM95E.

Gruß Roland


Ja, sowohl die ML als auch die E-Nadel klingen darauf dumpfer. Vielleicht interagiert er durch den Anschlusswiderstand anders mit meinem Setup? Meine Kapazität ist relativ hoch (180pf am Preamp)
Nunja32
Stammgast
#51 erstellt: 03. Jun 2021, 06:17
Ist vielleicht so ähnlich, wie es Yamahonkyo beim Versuch mit dem alten AT95-Generator und den neuen Einschüben ging.
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