Shure M75B Type 2...?

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Dipak
Inventar
#1 erstellt: 25. Apr 2005, 15:09
hallo

habe endlich mal den tonabnehmer aus dem alten (zertstörten) lenko entfernt, es ist ein:

"Shure M75B Type 2"
(darunter steht noch mal Shure und B - T2)

die nadel ist leider auch hin..
ist das teil noch gut, brauchbar oder..?

thx viktor
Albus
Inventar
#2 erstellt: 25. Apr 2005, 16:01
Tag,

das Shure M75B Type 2 war ein Tonabnehmer für geringe Ansprüche, Auflagekraft nach Herstellers Angabe zwischen 1,5-3,0 gr. (entsprechend 15-30 mN). Derartiges gehörte zu mitgelieferten Tonabnehmern der Plattenspielerhersteller (damit's überhaupt benutzbar war) oder war nachgekauft, weil man einen Abtaster eben benötigte. Heute gibt's noch Nachbauten der Nadeleinschübe, Preis 10-13 Euro. Wenn es sich um ein sehr altes Exemplar handelt, so mehr als 15 Jahre alt, dann ist mit Wahrscheinlichkeit auch der Systemkörper hinüber (Miniaturmagnete geschwächter Magnetkraft, Spulen-Kupferdrähte und Anschlüsse angelaufen). Der Nadeleinschub wird nicht mehr zu gebrauchen sein, ist er älter als 5 Jahre (Lagergummi trocken). Na ja, die Nadel ist sowieso hinüber.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 25. Apr 2005, 16:04 bearbeitet]
uglyripper
Stammgast
#3 erstellt: 26. Apr 2005, 00:04
Hallo,
"das Shure M75B Type 2 war ein Tonabnehmer für geringe Ansprüche"
...das möchte ich einfach mal bestreiten.
Dieses System findet sich in so manchem "Top Hifi" Gerät der goldenen LP-Zeit. Es ist ein sehr ausgewogen, eher warm klingendes System für das sich imho die Anschaffung einer neuen Original!!! Nadel lohnt (ca.25€).

Gruß uglyripper
Holger
Inventar
#4 erstellt: 26. Apr 2005, 00:31
Uglys Aussage kann ich ABSOLUT unterstreichen.
Ich habe mir eine original ED T2 besorgt und das Teil klingt sehr sehr gut.
Dipak
Inventar
#5 erstellt: 26. Apr 2005, 00:59
hallo

danke für die antworten. das teil habe ich aus einem alten Lenco L78 ausgebaut bei dem leider der tonarm hinüber war (der verstärker war schon "desaktiviert".

dann hätte ich aber zwei weitere fragen:
1. müsste ich dann das teil von hand umlöten (ich kann zwar mit nem lötkolben umgehen, aber wohl ist mir nicht bei dem gedanken), oder kann ich die kabel abziehen und den abnehmer direkt an einen neuen tonarm stecken?
falls euch das jetzt verwirrt (mich auf alle fälle): der lenko kat vorne am tonarm eine steckverbindung zum "tonarmkopf" von der gehen dann 4 drähte zu den 4 kontakten des tonabnehmers selbst, dieser ist am kopf festgeschraubt..

2. wo hole ich mir am besten ne ersatznadel, im fachhandel oder im internet?

gruss viktor
Holger
Inventar
#6 erstellt: 26. Apr 2005, 03:10
Hi Viktor,

Die vier Kabelschuhe kannst Du abziehen. Dann schraubst Du das System aus dem Tonkopf heraus und in das neue Headshell des Plattenspielers, in dem es zukünftig laufen soll, hinein. Das neue Headshell sollte ebenfalls vier Kabel mit entsprechenden Kabelschuhe haben, die werden dann farbcodiert wieder auf die Pins des Systems gesteckt.

Bei Phonophono.de in Berlin findet sich auf der Webseite eine Original-Shure-Ersatznadel vom Typ N 75 ED Typ II, das ist die Beste. Kostet 35,50 Euro.
PPM
Stammgast
#7 erstellt: 26. Apr 2005, 10:13
Hallo,

also ich persönlich mag das M75 nicht. Es hat den typischen Shure-Klang, satter Baß und schlappe Mitten, klingt nie unangenehm aber auch nie richtig toll (finde ich). Es sei denn man braucht den Extra-Kick im Baß oder will im Mittelton Fehler kaschieren...
Nix für ungut, ist halt Geschmackssache.

Patrick
Albus
Inventar
#8 erstellt: 26. Apr 2005, 10:14
Tag,

Schwärmerei. Schwärmerei macht frei. - Klar: Patrick (PPM) schwärmte nicht.

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 26. Apr 2005, 11:14 bearbeitet]
Holger
Inventar
#9 erstellt: 26. Apr 2005, 15:21
Und ich "schwärmte" auch nicht - sage aber weiterhin, dass ein M75 mit der ED Typ II Nadel ein sehr gutes System ist.
Im zeitgenössischen Shure-Katalog übrigens zusammen mit zwei M91-Versionen unter Kategorie II geführt - Deluxe High Trackability Series -, getoppt nur von der Kategorie I - dem V 15 Typ III.
Andere M75-Versionen (wie auch andere M91 und das M93) sind dann in weiteren Kategorien geführt, bis hin zu Einsteigersystemen.
Dipak
Inventar
#10 erstellt: 26. Apr 2005, 16:12
hallo

um mal genauer zu werden:
mir ist der lenco letztes jahr ausgestiegen, zuerst auch nicht so tragisch da ich eh fast keine lps habe. nur: so langsam aber sicher fehlt mir meine beatles-collection und deshalb wollte ich mich mal nach einem günstigen ersatz umsehen.
ich hatte da so an höchstens 300 gedacht, mehr lohnt sich vorläufig wohl nicht. was haltet ihr von den (häufig erwähnten) project debut oder den günstigsten thorens und technics? würde mir da der einsatz dieses systems gegenüber den vormontierten etwas bringen?



Wenn es sich um ein sehr altes Exemplar handelt, so mehr als 15 Jahre alt, dann ist mit Wahrscheinlichkeit auch der Systemkörper hinüber (Miniaturmagnete geschwächter Magnetkraft, Spulen-Kupferdrähte und Anschlüsse angelaufen). Der Nadeleinschub wird nicht mehr zu gebrauchen sein, ist er älter als 5 Jahre (Lagergummi trocken).


das beunruigt mich hingegen...

gruss viktor
Holger
Inventar
#11 erstellt: 26. Apr 2005, 19:29
Zum letzten Punkt kann ich nur sagen, dass ich zur Zeit a) ein Shure M33-7 (>40 Jahre alt) und b) ein nur wenige Jahre jüngeres Shure V 15 Typ II hier habe und dass die Dinger wunderbar funktionieren und ganz prima klingen.
Nebenbei habe ich noch mehr ältere Systeme (älter als mein Sohn, und der ist seit Dezember letzten Jahres volljährig) hier, die alle noch wunderbar klingen.


[Beitrag von Holger am 26. Apr 2005, 19:30 bearbeitet]
Dipak
Inventar
#12 erstellt: 26. Apr 2005, 20:19
hallo holger

nunja, die goldene "nadelhalterung" (oder wie das heissen mag) sieht schon ganz leicht mitgenommen aus, aber am lenco hat mir der klang eigentlich gefallen, auf jeden fall welten besser als der aiwa direkttriebler der mal als ersatz hier war.
mein vater soll doch einfach nen neuen kaufen und mir seinen revox B795 geben, damit wäre ich auch zufrieden..

und - was soll ich sagen - meine stereo-anlage ist 10 jahre älter als ich; und zwar jedes einzelne teil, nicht zusammengezählt..

gruss viktor
jojobecker
Neuling
#13 erstellt: 20. Apr 2007, 15:01
hallo zusammen,

ich habe eine original shure N75b-t2 nadel neu und Ovp zu verkaufen, habe nämmlich leider mein Shure M75 System beim Umzug verloren.

Hab die Nadel vor kurzen auf Internet gekauft, noch nie ausgepackt.
Für 35 E incl. Versand zu haben
johanbecker@gmx.de
richi44
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 23. Apr 2007, 15:20
Die Shure M75B-2 waren nicht nur beim Schweizer Radio und Fernsehen im Betrieb. Dies sagt doch schon ein ganz klein bisschen was...
pet2
Inventar
#15 erstellt: 24. Apr 2007, 05:07
Es gibt auch noch eine, den Highendern völlig unbekannte Welt, die heißt Dual, die sphärische Nadel zu den Shure M 75 Typen läuft unter dem namen Dual DN 325 und ist wie viele Dual Originalnadeln noch problemlos für ca. 30 € problemlos zu kaufen .

Gruß

pet
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 24. Apr 2007, 08:59
Hallo!

Vom M75 gibt es einige Varianten, es hat zwar immer den gleichen Generator verbaut aber die Nadeleinschübe waren recht unterschiedlich. (Ich glaube Holger hat die einzelnen Typen des M75 hier einmal aufgeschlüsselt, finde aber den betreffenden Tread nicht mehr) Mit ein wenig Glück bekommt man bei Ebay noch einen NOS ED-Nadeleinschub, damit klingt das System recht gut. Zwar kann das M75 mit den V15-Serien nicht mithalten aber es klingt mit der ED Nadel um Welten besser als z,B. ein zeitgenössisches AT-95E oder ein OMB 5. Das System wurde zwar in Massen als OEM-System in Plattenspielern von Dual und teilweise auch Thorens verbaut, aber das war zu einer Zeit als sich Plattenspieler noch auf einem heiß umkämpften Markt gegen starke Konkurrenten durchsetzen mußten. Ich denke nicht daß man damals unbedingt ein System gewählt hat das ausser einem günstigem Preis keine Vorzüge hatte eingesetzt hat. Damit hätte man der Konkurrenz leichtes Spiel geliefert.

MFG Günther
dieterh
Stammgast
#17 erstellt: 24. Apr 2007, 11:16
Genau.

Und zum Thema kaputte Systeme und verhärtete Nadelgummis etc.

Ich habe zur Zeit diverse alte Shure-Systeme mit den alten Original-Nadeln im Einsatz, die sind alle aus den 70ern, also mindestens 30 Jahre alt, und spielen alle super.
Ich habe bisher noch kein kaputtes System und keine Original-Nadel mit verhärteten Gummis gehabt.

Grüße,
dieter
Hörbert
Moderator
#18 erstellt: 24. Apr 2007, 16:58
Hallo!

Verhärtete Nadelgummis bei NOS-Nadeln hatte ich schon einige, allerdings bisher nicht bei Shure. Insbesondere AKG-Systeme und einige Audio-Technicas scheinen davon betroffen zu sein. Offenbar verwenet Shure eine sehr alterungsbeständige Kunsttoffmischung, allerdings nicht als einzige, unter anderem habe ich hier einige Nadeln von Technics/Panasonic die ebenfalls gegen den Zahn der Zeit immun zu sein scheinen.

MFG Günther
eric78
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 28. Apr 2007, 18:41
Hallo,

habe seit kurzem ein Dual mit dem M75D System. Hab mir jetzt ne neue Original Shure Nadel geholt. Bin sehr zufrieden mit dem System. Satter Bass, ausgewogene Mitten und Höhen.


Gruß Eric
Michael-Otto
Stammgast
#20 erstellt: 29. Apr 2007, 19:32
Hallo,

hier etwas über M 75 Nadeleinschübe, aber es gibt da sicher noch einige mehr.

Quelle: Shure Prospekt von 1973 aus meinem Archiv

Austauschtabelle für Systemeinschübe

Tonabnehmersystem, Systemeinschub, Verundungsradius in my, Kennfarbe, Auflagekraft in Pond

M75CS, N75C,15, Blau, 3-5
M75E E Typ 2, N75ED Typ 2,18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75ECS, N75EC, 18 x 10, Braun, 2-4
M75E Typ 2, N75ED Typ, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75ED Typ 2, N75ED Typ 2, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75EJ Typ 2, N75EJ Typ 2, 18 x 10, Hellgrün, 1,5 - 3
M75E-D19, N75ED Typ 2, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75E-D19 Typ 2, N75ED Typ2,18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75EM, N75ED Typ 2, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75EM Typ 2, N75ED Typ 2, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75E-P20 Typ 2, N75ED Typ2, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75E-95G,N75ED Typ 2, 18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75E-95G Typ 2, N75ED Typ 2,18 x 5, Schwarz, 0,75 -1,5
M75G, N75G Typ 2,15, Dunkelgrau, 0,75 -1,5
M75G Typ 2, N75G Typ 2, 15, Dunkelgrau, 0,75 -1,5
M75MB, N75B Typ 2, 15, Beige, 1,5 - 3
M75MB Typ 2, N75B Typ 2, 15, Beige, 1,5 - 3
M75MG, N75G Typ 2,15, Dunkelgrau, 0,75 -1,5
M75MG Typ 2,N75G Typ 2, 15, Dunkelgrau, 0,75 -1,5
M75MG-D, N75G Typ 2, 15, Dunkelgrau, 0,75 -1,5
M75 Typ D, N75-6, 15, Beige, 1,5 - 3
M75-6,N75-6, 15, Beige, 1,5 – 3
M75-6 Typ 2, N75-6 Typ 2,15, Beige, 1,5 – 3
M75-6S, N75-6,15, Beige, 1,5 – 3
M75CS, N75C,15, Blau,3-5
M75ECS, N75ECS, 18 ux 10, Braun, 2-4

Gruß

Michael-Otto
Vintage_Sound
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 17. Dez 2016, 21:36
noch eine Verständnisfrage zum Shure M75!

habe ich es so richtig verstanden: im Prinzip sind die Systeme alle gleich, der Unterschied wird durch den Nadelträger definiert? Also eine N75ED T2 Nadel kann ich auch ihn ein M75MG System reinstecken und ich bekomme damit die besser Leistung?
Albus
Inventar
#22 erstellt: 18. Dez 2016, 17:20
Tag,

ja, so ist es. - Am M75MG können Nadeln
-- N75G Type 2, Grau, sphärisch 0,6 mil (Rundschliff 15 um)
-- N75ED Type 2, Schwarz, biradíal 0.2x0.7 mil (Biradial 5x18 um)
verwendet werden
(Quelle: Shure Übersicht zu den alten Tonabnehmern, Vinylengie, Library).

Freundlich
Albus
Vintage_Sound
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 18. Dez 2016, 20:35
Vielen Dank für die Antwort, Albus.

Bisher habe ich nur eine sphärische Nadel und würde gerne auf eine elliptische aufrüsten: eine N75 ED T2
Meint ihr, dass der Unterschied recht deutlich wird? Wer hat da schon Erfahrung damit? Hat jemand vielleicht auch Erfahrung im Vergleich N75 ED T- Original mit der Jico (new) SAS? Die N75ED T2 gibt es bei Thakker für 149EUR und die Jico New SAS gibt es für ca. 260EUR bei Jico Japan.
Hörbert
Moderator
#24 erstellt: 18. Dez 2016, 20:42
Hallo!


....Meint ihr, dass der Unterschied recht deutlich wird?......


Ja das wird er, falls es dir gelingen sollte noch eine der mittlerweile recht seltenen Hyperelliptischen Nadeln für das M-75 zu ergattern wird er noch deutlicher.

Das M-75 ist eigentlich ein recht gutes Magnetsystem und war vor den "V"-Modellen einmal das "Flaggschiff" der Fa. Shure.

Die Jico-Nachbauten kenne ich persönlich nicht aber eine hochwertige Nachbaunadel oder ein hochwertiger Retipp wäre eine Alternative falls man nicht unbedingt Wert auf den originalen "Shure-Sound" legt sondern eher ein möglichst gutes Abtastergebniss im Auge hat.

MFG Günther
Papa_San
Inventar
#25 erstellt: 19. Dez 2016, 11:17

Vintage_Sound (Beitrag #23) schrieb:
Hat jemand vielleicht auch Erfahrung im Vergleich N75 ED T- Original mit der Jico (new) SAS? Die N75ED T2 gibt es bei Thakker für 149EUR und die Jico New SAS gibt es für ca. 260EUR bei Jico Japan.


Die Original ED-T2 klingt sehr bassig aber es fehlt mir ein wenig Hochtonauflösung. Vermute mal, dass bei den NOS-Einschüben nach mittlerweile über 30 Jahren die Nadelgummis verhärtet sind,bzw nicht mehr den anfänglichen Spezifikationen entsprechen. Insgesamt geht es aber, nur der Preis ist schon heftig. Wenn Du auf den eher warmen Shure-Sound stehst, ist das aber eine Empfehlung.
Dann habe ich noch die "alte" SAS-Nadel für dieses System: Nach anfänglicher Begeisterung aufgrund der hohen Auflösung ging es mir später dann doch auf die Nerven. Irgendwie klingt das nicht stimmig.
Die neue SAS-Nadel wäre mir einfach zu teuer zum Ausprobieren. Für das Geld kriegst du schon ein sehr gutes Neusystem.

Gruß
Siggi
Vintage_Sound
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 19. Dez 2016, 11:27
Danke Siggi und Günther,

ich denke, dass ich mal einen NOS-Stylus bei Thakker bestelle, ist ja nicht wirklich billig....
Insgesamt mag ich den Shure-Sound (ich habe einen Braun PS 500) schon, aber wie du sagst: etwas bassig und die Höhen zu wenig differenziert. Momentan habe ich allerdings die sphärische Nadel drin...
hoffe das wird mit der elliptischen noch etwas differenzierter.... Ansonsten finde ich klingt das M75 schon ganz gut, besser als oft behauptet wird. Ich hatte mal ein Denon DL110 versucht, da sind die Höhen deutlich besser, aber das System, so finde ich, nervt auf Dauer (klirrt in meinen Ohren) etwas... das Shure ist ausgeglichener, klingt einfach relaxter.


[Beitrag von Vintage_Sound am 19. Dez 2016, 11:29 bearbeitet]
Papa_San
Inventar
#27 erstellt: 19. Dez 2016, 13:06

Vintage_Sound (Beitrag #26) schrieb:
Danke Siggi und Günther,

ich denke, dass ich mal einen NOS-Stylus bei Thakker bestelle, ist ja nicht wirklich billig....
Insgesamt mag ich den Shure-Sound (ich habe einen Braun PS 500) schon, aber wie du sagst: etwas bassig und die Höhen zu wenig differenziert.



NOS ist immer Risiko. Ich hatte mir beim Holländer ein SHURE M-97 LT gekauft und das klang dumpf. Es hängt wohl auch viel von der Lagerung ab. Ob der Händler heute noch die über 30 jährige Historie so einer NOS-Nadel nachvollziehen kann ist die Frage. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass die Gummis nach spätestens 5 Jahren nicht mehr die anfänglichen Spezifikationen erreichen. Macht aber nix, wenn einem der Klang trotzdem gefällt. Kann ja auch besser klingen.

Shure-Klang gibt es übrigens noch neu und relativ günstig. Das Shure 97xe ist trotz Preiserhöhung immer noch ein Geheimtip. Auch wenn es nur einen gebondeten Diamanten hat, es löst gut auf und klingt wie ein Shure.

Gruß
Siggi
Webdiver
Stammgast
#28 erstellt: 19. Dez 2016, 14:21
Also ich habe das 75 mit der Thakker E Nachbaunadel und das klingt ganz ordentlich. Gerade für Platten mit ungewisser Herkunft ist das eine günstige und trotzdem gut klingende Option. Am anderen Dreher habe ich das 97xe und da muss man einfach sagen, dass das im Bass keinesfalls mit dem 75 mithalten kann! Trotzdem aber ein sehr gutes System für den Preis!
Ein kleines Vermögen für eine neue uralt Nadel würde ich keinesfalls ausgeben. Da wäre mir das Risiko zu hoch.


[Beitrag von Webdiver am 19. Dez 2016, 14:42 bearbeitet]
vb
Stammgast
#29 erstellt: 19. Dez 2016, 14:23

Papa_San (Beitrag #27) schrieb:

Ich hatte mir beim Holländer ein SHURE M-97 LT gekauft und das klang dumpf.


Das ist sehr schade.
Könntest Du zur Machart der Nadel kurz was sagen? Würde mich interessieren.
Was an Shure blöd ist, man weiß manchmal nicht, was man bekommt, wenn es nicht dazu steht oder ein Foto es nicht hergibt. Aus Mexikoproduktion, wenn man die denn sicher erkennen könnte, gibt's imho nie feine Cantilever und auch die ED's sind nicht nackt, sondern gebondet. (Einer der Holländer hat letztes Jahr noch ED's verkauft, das war grobes Zeug.)

Leider kann das auch passieren, wenn man noch ältere US-Ware kauft - mir ist selbst ein 97 LT in die Hände gefallen, das weder den Teleskopträger hatte noch überhaupt einen ganzen, nackten Stein. Sondern ein Splitterchen auf fettem bonding
(und da gäbe es weitere Geschichten zu erzählen...)

Grüße
Volker


[Beitrag von vb am 19. Dez 2016, 14:51 bearbeitet]
Papa_San
Inventar
#30 erstellt: 19. Dez 2016, 14:37
Tonabnehmertest 1982

97 LT hat eine nackte HE-Nadel. Das M75ED T2 auch, so wie korrekt von Thakker angegeben. Die haben auch die günstigere Mexiko-Nadel im Angebot. Diese hat einen gebondeten Diamanten. Muss deswegen aber keinesfalls schlecht sein.

Gruß
Siggi


[Beitrag von Papa_San am 19. Dez 2016, 14:38 bearbeitet]
vb
Stammgast
#31 erstellt: 19. Dez 2016, 14:48
Danke für die Info. Ein 97 LT mit den originalen Spezifikationen habe ich auch, dumpf klingt meines zum Glück nicht. Natürlich "shurig" nach oben raus.
Ich mag's sehr, aber zu dem heute aufgerufenem Preis kann man das Lottospiel kaum mehr empfehlen.
(Und wenn es der Generator ist? Die Nadel passt straff auch auf die T4P M92 Familie, natürlich unter leichtem Gewichtsverlust. Wenn man so eins zum Probieren hat...)
Papa_San
Inventar
#32 erstellt: 19. Dez 2016, 15:14
Das Shure war auch 1982 mit 250,-DM kein Sonderangebot. So was konnte ich mir damals nicht leisten und auch heute bezahlt man für ein System mit nacktem Diamanten und scharfen Schliff mindestens den selben Betrag in €.

Für T4P kann ich die alten Technics-Generatoren mit der "alten" SAS-Nadel empfehlen. Die neue SAS kenne ich noch nicht. T4P und Jico fordern ja die gleiche Auflagekraft von 1.25g. Ob es daran liegt? Die guten EPC hatten damals auch einen Boron-Nadelträger. Da sind also schon ein paar Ähnlichkeiten. Zusammen klingen die auf jeden Fall sehr fein und stimmig. Man sollte aber schon einen besseren Generator nehmen,z.B. 560P,202P oder zumindest 30P. Die ganz einfachen taugen nix.

Gruß
Siggi
Vintage_Sound
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 19. Dez 2016, 18:40

Ein kleines Vermögen für eine neue uralt Nadel würde ich keinesfalls ausgeben. Da wäre mir das Risiko zu hoch.



Tja, das mit den NOS Nadeln ist so eine Sache, ich weis... Aber ich versuche es trotzdem mal bei Thakker. Ich hoffe dass, wenn die Nadel deutlich zu schlecht spielt und evtl. verhärtet ist, ich sie dann wieder zurückgeben kann...
Papa_San
Inventar
#34 erstellt: 19. Dez 2016, 19:38
Ruf vorher da an. Die Beratung ist gut und die werden Dir keinen Mist andrehen. Bin da seit Jahren Kunde. Zurück nehmen werden sie es wohl nur, wenn die Versiegelung nicht beschädigt ist. Mach Dich vorher schlau!
Gruß
Siggi


[Beitrag von Papa_San am 19. Dez 2016, 19:39 bearbeitet]
akem
Inventar
#35 erstellt: 20. Dez 2016, 00:00

Vintage_Sound (Beitrag #26) schrieb:
Ich hatte mal ein Denon DL110 versucht, da sind die Höhen deutlich besser, aber das System, so finde ich, nervt auf Dauer (klirrt in meinen Ohren) etwas...

Dann stimmt aber was nicht, das DL110 klingt sogar exemplarisch sauber, manchmal fast schon langweilig sauber. Da gibt es ganz andere, hochgelobte MCs für sehr viel mehr Geld, die erheblich mehr klirren.

Gruß
Andreas
Papa_San
Inventar
#36 erstellt: 20. Dez 2016, 08:48
Im Vergleich zum M75ED ist es aber schon eher hell abgestimmt, wie so viele aktuelle Systeme.

Gruß
Siggi
Vintage_Sound
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 21. Dez 2016, 12:36
@papa san und akem

Ich habe das DL110 ganz genau justiert, soweit ich das eben kann. Mir ist es einfach etwas zu höhenbetont... Und ja, es ist natürlich präziser als das M75. Aber mir gefällt der relaxte Shure-Sound echt gut, wenn auch wirklich zuviel Bass dabei ist. Ich habe die komplette alte "Braun-Kette" aus den 70ern: PS 500, Regie 510 und die L810. Die L 810 sind aber auch etwas basslastig...

Hat denn jemand Erfahrung mit einem "Holzbody" für Shure?
http://www.ebay.de/i...e=STRK%3AMEBIDX%3AIT

Bringt das was?

Matthias


[Beitrag von Vintage_Sound am 21. Dez 2016, 12:38 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#38 erstellt: 21. Dez 2016, 13:19
Keine Ahnung ob der Holzbody was bringt. Erfahrungen habe ich dagegen mit der originalen hyperelliptischen Nadel am M75MB - mit der ist die Auflösung merklich besser, ohne dass das System dabei an Wärme und Bass verliert. Nur das Stereobild bleibt etwas eingeschränkt. Mir hat das so gut gefallen, dass ich 15 Jahre lang so Platten gehört und nichts geändert habe!

Eine SAS-Nadel würde ich fürs alte M75 jetzt auch nicht nehmen, aber eine HE-Nadel kann ich nur empfehlen. Eine originale HE-Nadel zu finden dürfte aber sehr schwierig sein; von Jico gibt es aber Nachbauten. Vielleicht hat jemand hier Erfahrungen mit dieser Nadel.

A propos Shure: Mehr Detailreichtum und mehr Bühne gibt''s natürlich bei den grossen V15. Falls Dir der Shure-Sound zusagt findest Du vielleicht in der Bucht einen V15V-Generator. Mit der SAS-Nadel von Jico kommt man imo deutlich übers Denon DL-110.

LG
Manuel
Papa_San
Inventar
#39 erstellt: 21. Dez 2016, 14:37
Die HE-Nadel von Jico (gibt´s auch von anderen Anbietern) ist gebondet. Kenne die selber nicht aber viele sind zufrieden. Viele sind aber auch mit der SAS zufrieden und ich mag die nicht. Du siehst, es ist wirklich schwierig mit TA-Empfehlungen,die Geschmäcker sind einfach zu unterschiedlich und es hängt auch sehr vom Rest der Kette ab, inklusive LS.

Leider gibt es den Shure-Sound heutzutage nicht mehr neu. Mir ist da kein Hersteller bekannt. Aktuelle Systeme sind eher hell abgestimmt. Der Kunde will es so haben. Grado vielleicht, habe ich selber aber auch noch nicht gehört.

Grundsätzlich sollte aber an so´n alten Braun auch ein Shure. Frag doch mal nach bei Thakker.
Gruß
Siggi


[Beitrag von Papa_San am 21. Dez 2016, 14:39 bearbeitet]
Tattermine
Stammgast
#40 erstellt: 21. Dez 2016, 15:18
Zu dem Holzbody: ich würde behaupten, der bringt nur optisch was, wenn's einem denn gefällt. Dass das klanglich irgendwas bewirkt, halte ich für Quatsch bzw. Voodoo.
Holger
Inventar
#41 erstellt: 21. Dez 2016, 17:05
...wobei das alleine schon für subjektiv besseren Klang sorgen kann .

Neue "bessere" Komponenten in der eigenen Anlage klingen nicht selten nur deshalb besser, weil man sie beim Hören auch sieht... stellt euch nur mal vor, euer Hirn würde euch die Wahrheit sagen... ihr würdet von Ärger über das rausgeschmissene Geld doch mit dem Kopf gegen die Wand schlagen... und das sollte der "Bewohner" dieses Kopfes ja wohl bitte tunlichst verhindern .
Vintage_Sound
Ist häufiger hier
#42 erstellt: 21. Dez 2016, 18:16
ich arbeite mich halt mal einfach weiter durch... : zuerst mal die elliptische Original Nadel....OHNE Holzbody.
Dann mal schauen wie es klingt. Wenns dann immer noch "nix ist", habe ich auch noch ein M95 rumliegen, allerdings ohne original Nadel. Und wenn das noch nichts bringt: ein Shure V15!
Albus
Inventar
#43 erstellt: 21. Dez 2016, 19:28
Tag,

seufz, ein M75xyz - kann auf mehreren Wegen aufgestuft werden. Ausgang ist der Shure-'Sound' unter den Bedingungen des Shure-'Sound', also insbesondere Eingangswiderstand 47 kOhm mit 400-500 pF an Kapazitätslast (ach, die schon wieder, ja). Der Amplitudenfrequenzgang des Klangcharakters resultiert aus einer breiten Anhebung im Grundtonbereich um bis zu 3 dB (hat noch das M44G in seiner aktuellen Version), relativ dazu ein sanfter Abfall ab 2 kHz bis 15 kHz 2 dB, bis 20 kHz bis 4 dB. Das ist die Basis des Shure-'Sound'.

Ist einem der Klangcharakter zu wenig prägnant, klar, durchhörbar, die Schallereignisse lassen die Tonhöhen in einem weniger-mehr Klangnebel vergehen, dann kann eines davon helfen:
1. Die Klangregler Treble/Höhen passender einstellen, +3-+4 (von 10 Stufen)
oder
2. Die Kapazitätslast der gegebenen Konfiguration prüfen, wenn nur bei 400 pF +/-50 pF, dann diese Lastkapazität auf über 500 pF, 550 pF erhöhen
oder
3. Den Eingangswiderstand des Phono-MM-Modus von 47kOhm markant erhöhen auf 100 kOhm, die gegebene Kapazität <400 pF belassen
oder
4. Kann der Eingangswiderstand nicht markant auf 100 kOhm gesteigert werden, aber auf 68 kOhm, dann die 68 kOhm wählen, dazu die Lastkapazität auf gut 300 pF einstellen.

Und so käme ein Shure-'Sound' dann letztlich doch in den Rang eines "audiophilen" Tonabnehmers. Wenn überhaupt gemeint...

Freundlich
Albus
Papa_San
Inventar
#44 erstellt: 21. Dez 2016, 20:20

Albus (Beitrag #43) schrieb:


seufz,




Gruß
Siggi


[Beitrag von Papa_San am 21. Dez 2016, 20:21 bearbeitet]
Papa_San
Inventar
#45 erstellt: 22. Dez 2016, 14:07

Vintage_Sound (Beitrag #42) schrieb:

Dann mal schauen wie es klingt. Wenns dann immer noch "nix ist", habe ich auch noch ein M95 rumliegen, allerdings ohne original Nadel. Und wenn das noch nichts bringt: ein Shure V15!


Oder besser gleich das Shure 97xe. Mit ein bisschen googeln findest Du das NEU für knapp über´n Huni. Also keine 30 Jahre abgehangen Nadeleinschübe und Du hast den hundertprozentigen Shure-Sound - garantiert!

Das 97xe ist nicht umsonst seit Jahrzehnten der Preis-Leistungs-Tip unter den Systemen: Gutmütig in Bezug auf Kapazität, kommt mit vielen Armen klar und es nervt halt nie. Bei Bedarf kannst Du ja immer noch eine Jico-HE-Nadel dafür kaufen.

Gruß
Siggi
akem
Inventar
#46 erstellt: 22. Dez 2016, 22:06
Also, so richtig gutmütig ist das M97 aber nicht...
http://www.tnt-audio.com/sorgenti/shure_m97xe_e.html

Gruß
Andreas
Papa_San
Inventar
#47 erstellt: 22. Dez 2016, 22:36
Ich bitte dich,620 pf muss man erstmal hinkriegen. Da braucht man schon Spezialkabel. 370 pf sorgt dann für den typischen Shure-Sound.

Gruß
Siggi
ad-mh
Inventar
#48 erstellt: 23. Dez 2016, 00:22

Papa_San (Beitrag #47) schrieb:
Ich bitte dich,620 pf muss man erstmal hinkriegen. Da braucht man schon Spezialkabel. 370 pf sorgt dann für den typischen Shure-Sound.

Gruß
Siggi


Nimm einfach einen gängigen AV Receiver mit Phonoeingang.
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