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Phonovorstufe

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Norbert1970
Neuling
#1 erstellt: 15. Jan 2006, 12:52
Hallo,

ich betreibe einen Project-Debut Plattenspieler, bei dem ich den kleinen Metallteller durch einen großen, passenden aus Acryl ausgetauscht habe. Als System ist ein Benz Micro Silver montiert (High-Output-MC). Das Ganze habe ich an eine Creek Vorstufe (OBH 8SE) gehängt, der das Signal an meinen kleinen NAD-Verstärker (C 300) weitergibt. Als Boxen verwende ich die Syntar 100 von Chario.

Nun sollte doch alles fantastisch klingen, oder? Tuts aber nicht. Der Klang ist fahl, etwas zu höhenbetont, dünn. Im Bassbereich fehlt Kraft und Wärme. Nur die Räumlichkeit ist exzellent.

Woran könnte es liegen? An der Auflagekraft habe ich schon herumgespielt. Erhöhe ich sie, klingts zwar etwas bassbetonter, aber recht angestrengt. Das Kabel vom Pre zum Verstärker ist auch hochwertig.

Ich dachte nun daran, dass wohl der (gewiss nicht billige) Creek-Vorverstärker Schuld sein könnte, und erwäge einen Umstieg auf den NAD PP 1 oder 2 (könnte gut zum C 300 passen). Gibt es zwischen beiden Versionen klangliche Unterschiede? Wie ist der Klangcharakter zu beschreiben?

Hier im Forum habe ich öfters etwas vom Hormann Supa gelesen. Was macht ihn so gut? Wie klingt er? Sind die Einstellungen, die man bei dem Supa vornehmen kann, auch für einen technischen Volltrottel zu bewerkstelligen?

Kann mein Problem auch ganz andere Ursachen haben? Ich wäre für jede Hilfe dankbar!

Norbert1970
anderl1962
Stammgast
#2 erstellt: 15. Jan 2006, 13:11
hallo norbert1970,

ich habe den selben dreher auch mit nem acrylteller von delta dynamics nach meiner zeichnung gefertigt.
habe ihn an unten stehender kette laufen und er klingt mit dem mm-system von elac ( gibts nicht mehr neu zu kaufen und gebraucht auch so gut wie nie )sehr gut.
ich denke dein benz ist an dem mit nur 8 gramm effektiver tonarmmasse nicht weich genug ( hat ne complicance= nadelnachgiebigkeit von 15 ).
dein dreher braucht mit demn leichten arm systeme mit ner hohen complicance ab ca. 20 noch besser 25.
mein elac hat eine von 30 und klingt fantastisch. habe noch keinen phonopre vor meinem verstärker, überlege aber g erade ob ich nicht noch einen zwischenschalte - siehe mein beitrag hier und im aaa-forum.

kurz und gut ich glaube das benz micro silber paßt nicht zu deinem dreher. ein shure 97xe zb würde besser dazu passen.

analoge grüße aus dem oberbergischen land
andreas


[Beitrag von anderl1962 am 15. Jan 2006, 13:12 bearbeitet]
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 15. Jan 2006, 13:41
Hi, zum Supa 2.0 kann ich sagen:

gut und preiswert,
klanglich eher neutral,
voll skalierbar auf nahezu jedes Abtastsystem (bis auf Very-Low-Output MC´s)

Besonders einfach umzustellen ist der Typ "G", da kann man den Verstärkungsgrad mit zwei Drehschaltern (für links und rechts) verstellen.

Ob das aber an Deinem Klangproblem was ändert?

Richtig ist schon mal der Hinweis, dass wahrscheinlich Arm und TA nicht zusammenpassen. Neben dem Shure könnte man mal ein AT 110 oder AT 120 in Betracht ziehen.

Im übrigen müsste vielleicht eine ordentliche Gummimatte auf den Teller, um das Acryl zu bedämpfen. Außerdem ist der Project Debut ein Einsteigermodell, von dem man keine Wunder erwarten darf und der zum Rest der Kette einschließlich des Benz nicht so richtig passt.
Gruß Silberfux

Gruß


[Beitrag von silberfux am 15. Jan 2006, 13:44 bearbeitet]
2wheel
Stammgast
#4 erstellt: 15. Jan 2006, 14:01
Obwohl's schon oft geschrieben wurde:
Ich hatte sowohl den PP2 als auch Supa 2.0 G hier. Wie Du in meinem Profil siehst, ist jetzt nur noch einer da - der Supa. Keine Chance für den PP2 in allen Belangen, vor allem Dynamik und Basswiedergabe lassen zu wünschen übrig.
Ganz nettes Teil für reine Einsteiger, die ihren Plattenspielerklang etwas entmuffeln wollen, mehr nicht i.m.h.o. Und wohl auch eher ein Downdate gegnüber Deinem Creek. PP1= Nur MM, PP2 für MM und MC geeignet, kann man auch beides gleichzeitig anschliessen. Ganz nett, aber wie gesagt...Last not least dürfte in Deinem Fall anderl 1962 mit seinem Hinweis auf die Compliance nicht ganz unrecht haben.
Norbert1970
Neuling
#5 erstellt: 15. Jan 2006, 22:18
Vielen Dank für die Beiträge!
Nein, der Acrylteller benötigt keinerlei weiere Bedämpfung und auch keine Matte; ich habe ihn - passend für den Project Debut - bei www.phonophono.de in Berlin erworben. Bringt was und sieht zudem noch geil aus, fast wie ein Clearaudio, zumal der Project in Klavierlack-Ausführung auch seine Reize hat. :-) Aber das Optische ist eben zweitrangig.
Okay, soweit ist mir klar, dass ich den Creek-Vorverstärker behalten werde. Offenbar muss ein neues System ran. Ich tendiere schon zum Shure; hat jemand Erfahrung mit ihm?

Übrigens hate ich nicht geschrieben, dass ich den Debut 2 habe, der neueste hat ja einen besseren Arm, meiner ist in der Tat sehr leicht. Offenbar liegt da die Wurzel des Übels. Ich habe aber nicht das Geld, 300 Euro in einen neuen Arm zu stecken, deswegen wird´s wohl ein neuer Tonabnehmer. Ortofons Vinyl Master Red soll an leichten Armen auch gehen. Kennt das jemand?


Norbert1970
2wheel
Stammgast
#6 erstellt: 15. Jan 2006, 22:43
Wenn Du eher Rock hörst, dürfte das VM Red in diesem Fall die bessere Wahl für Dich sein. Das Shure spielt weicher, ist im Tempo etwas langsamer und in der Dynamik etwas zurückhaltender. Sein Plus ist der schöne, gut aufgelöste Ton, es kann bei kleinen Ensembles schön Atmosphäre aufbauen.
doppelkopf0_1
Stammgast
#7 erstellt: 16. Jan 2006, 15:50
Hallo Leute .
Neukaufen ist nicht alleinseligmachend !!!
Versuch doch erst einmal ,die eff. Masse des Arms mit Klebeblei oder Karosserieband zu erhöhen.( nicht lachen, machen)
Ausserdem klingt das Problem auch nach verstelltem VTA.
Wenn du diesen nicht einstellen kannst (Rega ), kannst du versuchen die Plattentellerauflage anzupassen.
Wenigstens mal probieren! Sieht vieleicht nicht so schön aus ,kann aber vieleicht dein akustisches Problem lösen

Gruß , Dirk.
Norbert1970
Neuling
#8 erstellt: 16. Jan 2006, 23:26
Ich habe gerade das Shure 97xe bestellt, für 78 Euro beim Versender Thomann. Hoffentlich bringt es den gewünschten Erfolg. Ich höre zwar gern Rock, aber eben auch viel Blues und Jazz, und ich bin eher jemand, der auf Zwischentöne großen Wert legt... Es muss halt nicht vorrangig brettern. Ich fand zudem gerade einen interessanten Test in meiner "LP" - Zeitschrift (Ausgabe 5/2005), in dem beide Antaster sehr gut wegkommen. Den Test hatte ich bislang ignoriert. Nun meine ich, dass das Shure eigentlich meinen Erwartungen entsprechen müsste. Hoffen wir das beste....

Nochmals vielen Dank für die schnelle Hilfe!

Hoffentlich kriege ich nun auch noch den Einbau hin! Der Benz ist schon ausgebaut, er wird bei Ebay sicher noch einen sehr guten Preis erzielen.

Norbert1970
doppelkopf0_1
Stammgast
#9 erstellt: 19. Jan 2006, 13:17
Hallo Norbert.
Nicht probiert?
Selbst Schuld.

Gruß , Dirk.
Norbert1970
Neuling
#10 erstellt: 19. Jan 2006, 15:45
Ich gebe zu, ich traute mich da nicht so recht ran... Ich kenne das Zeug als Mensch mit zwei linken Händen auch gar nicht; gibt es wahrscheinlich im Baumarkt?
Damit stelle ich solche Maßnahmen überhaupt nicht in Frage, behalte deine Idee auch im Hinterkopf für den Fall, dass das Shure nicht den gewünschten Erfolg bringt. Das Benz liegt ja noch bei mir und steht noch nicht zum Verkauf! Nur zunächst wollte ich mal den "unkomplizierten" Weg gehen... :-)

Brachte denn deine Selbstbaumaßnahme die gewünschte Qualitätssteigerung?

Mir ist durchaus klar, dass kleinste (auch scheinbar skurrile) Änderungen teilweise tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen.

Nochmals vielen Dank,

Norbert
doppelkopf0_1
Stammgast
#11 erstellt: 20. Jan 2006, 12:27
Hallo Norbert.
Jau ,hab ich erfolgreich gemacht ,und zwar an meinem ultraleichten Hadcock-Arm.
Mein Goldring G 1042 klang einfach satter mit erhöhung der eff. Masse des Arms.
Klebeblei und Knete (Karosserieband/ Matschband) gibt es im Autozubehör.
Alles was du sonst noch brauchst ,ist eine Tonabnehmerwaage zur Kontrolle der Massnahme!
Dein Benz Silber ist mit Sicherheit besser als das Shure (Rückschritt !!!).

Gruß , Dirk.
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