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Fragen zur richtigen Auflagekraft

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knippi
Stammgast
#1 erstellt: 14. Mrz 2006, 18:33
Hallo!
Habe am Sonntag mit der Tonarmwaage von Shure mein Denon 103 am RB300 eingestellt. Da das Denon eine Auflagekraft von 2.5 hat, habe ich solange mit Gegengewicht und Auflageskala am RB300 rumgewurstelt bis an der Waage alles passte (Antiskating auch auf 2.5 eingestellt, bzw. am RB300 auf Maximum). Heute habe ich nochmal bei phonophono angerufen um mich zu vergewissern, daß ich alles richtig gemacht habe. Der Herr am Telefon meinte allerdings die Waage sei überhaupt nicht nötig. Auch sei es egal an welcher Stelle das Gegengewicht sich befindet: Die Auflagekraft (Compailance?) für das Denon werde nur über die Radskala eingestellt- und Antiskating besser auf Stufe 2.!

Meine Frage: Bestimme ich die Auflagekraft für das Denon nur über die Skala, und somit auch ganz ohne Waage? Und brauche ich nicht das Gegengewicht verschieben, bzw. nur auf einer x-beliebigen Stelle des Dorns draufschieben, weil es für die Auflagekraft des Denon keine Rolle spielt? Wie mache ich es richtig?

Gruß Roman
pet2
Inventar
#2 erstellt: 14. Mrz 2006, 21:02
Hallo Roman,

Du hast das schon ganz richtig gemacht, man braucht nicht zwingend eine Waage, aber eine Waage sollte schon genauer sein als die Markierungen am Gegengewicht.
Mach doch einfach mal folgendes:
Balancier den Tonarm aus, stelle die Anzeigescheibe auf Null, drehe das ganze auf 2,5 und überprüfe die Auflagekraft mit der Waage
Die Aussage mit der Antiskatingeinstellung würde ich einfach mal so hinnehmen und auch so einstellen.

Gruß

pet
knippi
Stammgast
#3 erstellt: 14. Mrz 2006, 21:47
Hallo pet2!
Habe den Tonarm ausbalanciert: Lift dabei nach unten, Auflagekraft und Antiskating auf null!
Dann die Auflage wieder bei 2.5 eingestellt und die Nadel auf die Waage gesetzt. Die zeigt jetzt ein zu großes Gewicht des Armes an. Regel ich die (Fein-) Justierung jetzt nur noch über das Gegengewicht, bis die Waage alles korrekt anzeigt?

Gruß Roman
pet2
Inventar
#4 erstellt: 14. Mrz 2006, 22:32
Hallo Roman,

würde ich so machen, damit hast Du dann gewissermaßen die Skala geeicht

Gruß

pet
knippi
Stammgast
#5 erstellt: 14. Mrz 2006, 22:52
Hallo Pet!
Die Skala an der Waage ist jetzt geeicht! Also sollte alles korrekt sein. Habe aber gerade am Anfang der Platte, übrigens ne schöne Scheibe von Dusty Springfield, bei den S-lauten so ein Zischeln. Habe mal gelesen dies wär ein hörbarer Beleg für falsche Justierung!
Als ich beim letzten Versuch (ganz ohne Waage) die Auflagekraft nur nach der Skala und einer x-beliebigen Positionierung des gegengewichts vorgenommen habe, klang es irgendwie besser (schwer zu sagen warum). Kann mich aber auch täuschen!

Gruß Roman
pet2
Inventar
#6 erstellt: 14. Mrz 2006, 22:58
Hallo Roman,

hast Du denn das System auch mit einer Schablone justiert?
Hört sich nämlich nach einer Fehljustage an.
Ansonste gibt es einige, die das DL-103 auch mit einer höheren Auflagekraft benutzen.

Suche auch mal hier: http://www.analogforum.de/

dürfte eine abendfüllende Beschäftigung sein .

Gruß

pet
knippi
Stammgast
#7 erstellt: 15. Mrz 2006, 01:11
Habe den TA mit einer Schablone neu justiert. War tatsächlich minimal verschoben! Das Zischeln im Außenbereich ist allerdings geblieben. Wenn auch nicht bei allen angetesteten Platten. Ev. bin ich auch nur im Moment darauf fixiert. Erstmal noch eine Weile hören und abwarten. Das Denon muß sich ja auch noch einspielen. Und einspielen und hören dürfte ne feine Sache werden, höre ich meine Scheiben doch zum ersten mal richtig:
Bei "Dusty in Memphis" hätte ich glatt in die Knie gehen können!

Gruß Roman
raphael.t
Inventar
#8 erstellt: 15. Mrz 2006, 07:21
Hallo Roman!

Du bist richtig vorgegangen! Lass dich durch gelegentliches Zischeln nicht verwirren, manchmal kommt das auch von der Platte!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael
vinylover
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 15. Mrz 2006, 08:28

knippi schrieb:
Habe den TA mit einer Schablone neu justiert. War tatsächlich minimal verschoben! Das Zischeln im Außenbereich ist allerdings geblieben. Wenn auch nicht bei allen angetesteten Platten. Ev. bin ich auch nur im Moment darauf fixiert. Erstmal noch eine Weile hören und abwarten. Das Denon muß sich ja auch noch einspielen. Und einspielen und hören dürfte ne feine Sache werden, höre ich meine Scheiben doch zum ersten mal richtig:
Bei "Dusty in Memphis" hätte ich glatt in die Knie gehen können!

Gruß Roman :)


Probier's doch einfach mal mit etwas zusätzlichem Gewicht am Headshell, ich habe die Erfahrung gemacht, dass Abnehmer mit niedriger Nadelnachgiebigkeit (Compliance) an eher leichten Armen zum Zischeln neigen (obwohl rechnerisch alles stimmt und die Resonanzfrequenz der Paarung ausserhalb des Hörbereiches liegt).
Ich hab da einfach (da am Linn ein 6mm Loch am Systemträger vorhanden) eine Schraube M5x15, incl. Mutter in's Headshell geschraubt (+5g) wobei ich natürlich das Auflagegewicht erneut justieren musste (räusper) und das Zischeln im Hochtonbereich, es war wie weggeblasen. Hätte vorher auch nie gedacht, dass das bewegte Gewicht am Headshell einen so grossen Einfluss nehmen kann, auf die Wiedergabequalität!

Zu dem Zweck gibt's allerdings auch elegantere Lösungen (Bleiplättchen usw.) zum Verschrauben mit dem System.

Ein Versuch sollte es wert sein, so sehr sind da keine "Einlaufverbesserungen" zu erwarten.
(nur meine Meinung)
vinylover
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 15. Mrz 2006, 08:29

raphael.t schrieb:
Hallo Roman!

Du bist richtig vorgegangen! Lass dich durch gelegentliches Zischeln nicht verwirren, manchmal kommt das auch von der Platte!

Mit freundlichen Grüßen
Raphael

Natürlich kann's von der Platte kommen, doch hat er es vorher nicht wahrnehmen können, oder?

Sir_Vival
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 15. Mrz 2006, 09:14
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß man sich am RB300 nicht unbedingt auf die Antiskatingskala allein verlassen kann, je nach montiertem Tonabnehmer. Da brauchts dann schon eine Testplatte. Beim MC10 Super von Ortofon hat sich 0,5 g als gut herausgestellt. Beim DL 103 war etwa die Stellung auf 1,5 g optimal (gemessen mit Differenztonverzerrung auf Testplatte und Freifeld auf Testplatte). Versuch es mal mit niedriger eingestelltem Antiskating, vielleicht hilft das.
Albus
Inventar
#12 erstellt: 15. Mrz 2006, 14:45
Tag,

die AS-Skala des RB 300 gilt eher für Tonabnehmer mit elliptischem Schliff als für FineLine- oder Rundnadel-Typen. DL 103 ist ein Fall von Rundnadel (sphärischer Schliff), von daher ist am RB 300 ein geringerer Skalenwert näherungsweise zu wählen als der Bezugswert der Auflagekraft. Beispielsweise: Bei FineLine-Typen kommt man mit einer AK von 23 mN schon ans Ende der AS-Skala heran.

Wenn das Zischeln nur im Aussenbereich von Platten vorkommt und dazu in beiden Kanälen bei normalem Aufsprechpegel (oder etwa nur links, nur rechts?), aber nicht im Innenbereich (wo die Abtastung im Hochtonband für eine Rundnadel schon schwieriger zu meistern ist), dann sollte man die Einstellungen sämtlich erneut überprüfen.

MfG
Albus
knippi
Stammgast
#13 erstellt: 15. Mrz 2006, 18:58
Hallo!

Habe mir eure Vorschläge mal "zur Brust" genommen:

@Sir Vival
Eine Reduzierung der Antiskating-Kraft hat leider keinen Erfolg gebracht.

@Albus
Das Zischeln ist auf beiden Kanälen deutlich zu hören- Und eigentlich auch über die gesamte Länge der LP. Gestern hatte ich nicht den Eindruck.

@Vinylover
Da ich keine Schrauben habe deren exaktes Gewicht ich kenne (5gr.), wird es noch ne Weile dauern bis ich deinen Vorschlag mal ausprobieren kann. Wenn ich aber daran denke alles noch einmal zu justieren:

@raphael.t
Habe gerade drei kaum gespielte Lp`s von Paul Weller, Adam Green und Lucinda Williams angetestet. Die Scheiben laufen eigentlich problemlos!
Ich hatte vergessen zu erwähnen, daß die Dusty Springfield-Scheibe die einzige
in meiner Sammlung ist die mal gewaschen wurde! Und da ich die so klasse finde, ist sie auf meiner alten Lenco- Gurke vorher oft gelaufen: Ist ihr wohl nicht so ganz bekommen!

Eine weiter Möglichkeit oder Fehlerquelle könnte natürlich auch die Supa 3.0 sein. Eventuell sind die Gainregler (i.M. auf Stufe fünf) nicht richtig eingestellt. Oder ich habe was wesentliche in der Anleitung übersehen, weil ich zu ungeduldig war!? Muss mir das alles noch in Ruhe durchlesen!

Jedenfalls Dank für eure Mühe!!


PS Der Rega hat ja keine Endabschaltung. Muss ich eigentlich immer fix vor Ende einer Seite hinrennen, damit der TA keinen Schaden kriegt?
knippi
Stammgast
#14 erstellt: 15. Mrz 2006, 19:00
Da hab ich beim Fettdruck wohl was falsch gemacht!

Gruß Roman
pet2
Inventar
#15 erstellt: 15. Mrz 2006, 19:19
Hallo Roman,

wenn die Nadel in der Auslaufrille läuft, reicht meines Erachtens sich gemessenen Schrittes dem Plattenspieler zu nähern um den Diamanten von seiner sinnlosen Tätigkeit zu befreien.
Ich habe aus Versehen mal einen DL-60 Tonabnehmer rund 8 Stunden durchnudeln lassen, der lebt heute noch .

Gruß

pet

Um die effektive Masse des Tonarms zu erhöhen kannst Du auch Gewichte aus dem Anglerbedarf zunächst provisorisch am Headshell befestigen
vinylover
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 16. Mrz 2006, 11:12


@Vinylover
Da ich keine Schrauben habe deren exaktes Gewicht ich kenne (5gr.), wird es noch ne Weile dauern bis ich deinen Vorschlag mal ausprobieren kann. Wenn ich aber daran denke alles noch einmal zu justieren:

Musst es ja nicht machen (war keine Aufforderung).
Du fragtest lediglich nach Erfahrungen, ich hab Dir meine geschildert. Zudem muss das Gewicht nicht exakt 5g betragen zum Testen der Wirkung. Bei mir war's halt jetzt so.

Ausserdem musst Du am System geometrisch nicht unbedingt was ändern, solange Du die Befestigungsschrauben am Headshell ned lösen musst. Bei gleich eingestellter Auflagekraft (musst natürlich einstellen, wobei diese mit 1,5g allerdings zu niedrig sein dürfte am brettharten DL103) sollte selbst die VTA-Höhe noch stimmen.


[Beitrag von vinylover am 16. Mrz 2006, 11:14 bearbeitet]
Albus
Inventar
#17 erstellt: 16. Mrz 2006, 12:17
Tag,

es gibt ja einen Bereich, in dem ist der etwaige Einfluss des horizontalen Spurfehlerwinkels so gut wie vollständig minimiert: der Bereich der Nulldurchgänge. Beim Rega RB 300 liegt der innere Nulldurchgang bei 60 mm, der äußere kommt bei 115 mm heraus (Bezug je Distanz vom Mittelpunkt der Tellerachse gemessen; wenn man sich an die Herstellerschablone hält). Dann liegt es nahe, einen Track im Bereich 110-120 mm zu wählen und genau hinzuhören. Der einfluss der Geometrie ist minimiert, es geht hier um AK, AS und Plattenoberfächenbeschaffenheit. Oberfläche, die grau ausschaut, dazu im Licht wenig reflektiert, ist höchstwahrscheinlich ausgelaugt. Den Einfluss der AK kann man ausprobieren, indem man auf 80% der zulässigen AK geht, im Falle des DL 103 lässt man die AS entsprechend folgen. Ist der Klangeindruck unverändert angerauht (gegenüber empfohlener AK/AS), dann ist entweder die Platte hinüber oder die Installation ist zu überprüfen.

MfG
Albus
knippi
Stammgast
#18 erstellt: 16. Mrz 2006, 20:58
Hallo!
Habe den TA nochmals mit der Schablone überprüft: Er war schon wieder ein klein wenig gewandert!
Habe ihn nochmal justiert und ihn innherhalb des Headshells ein bißchen nach vorne gezogen- und schön fest geschraubt! Soll man ja nicht übertreiben, aber besser ist es sitzt fester als vorher.
Klingt insgesammt auch ein wenig besser.

Das Zischeln auf besagter Scheibe ist aber geblieben. Ich habe noch andere Platten zum Vergleich herangezogen: Es ist nur auf der Dusty Springfield so extrem zu vernehmen! Alle anderen Scheiben machen da keine Probleme. Lag es doch an der Waschung?

@Albus
Oberflächlich hat die Platte keine matten Stellen. Sie sieht auch nicht besonders abgegriffen aus (ein bißchen fleckig von meinen Fettfingern).

@vinylover
Mit welcher Auflagekraft, statt der empfohlenen 2.5, kann man das Denon denn noch betreiben?
Du schreibst "bretthart".

Gruß Roman
vinylover
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 17. Mrz 2006, 10:23

knippi schrieb:
Hallo!
Habe den TA nochmals mit der Schablone überprüft: Er war schon wieder ein klein wenig gewandert!
Habe ihn nochmal justiert und ihn innherhalb des Headshells ein bißchen nach vorne gezogen- und schön fest geschraubt! Soll man ja nicht übertreiben, aber besser ist es sitzt fester als vorher.
Klingt insgesammt auch ein wenig besser.

Das Zischeln auf besagter Scheibe ist aber geblieben. Ich habe noch andere Platten zum Vergleich herangezogen: Es ist nur auf der Dusty Springfield so extrem zu vernehmen! Alle anderen Scheiben machen da keine Probleme. Lag es doch an der Waschung?

@vinylover
Mit welcher Auflagekraft, statt der empfohlenen 2.5, kann man das Denon denn noch betreiben?
Du schreibst "bretthart".

Gruß Roman


Hattest Du das System etwa nicht gegen Verrutschen gesichert?
Mittelgewichtige Tonarme, welche eine Einteilung der Verstellung zwischen 0 und 30 mN haben sind schnell ausgereitzt bei diesem System. 3g ist also kein astronomischer schädlicher Wert (für's Plastik und /oder System). Aufschluss gibt da die Testplatte, wie Albus schon sagt. An der Waschung kann's definitiv nicht liegen.

In einschlägigen Tests wird stets erwähnt, dass das 103 gern schwere eff. Tonarmgewichte hat. Da ist die Rede von "je schwerer, desto lieber" und "im schweren xxx läuft das 103 zur Höchstform auf".
Auch wird das System, ob seltener erhältlichen schweren Arme "getuned" wobei man das Gehäuse entfernt und die Technik auf eine schwere metallene Grundplatte schraubt (alles schon gesehen). Die werden ihre Gründe haben, Messwerte belegen es zudem.

Meine Paarung Linn Basik Plus/ Ortofon MC N°2 lag rechnerisch im grünen Bereich (Reson.fq<10Hz), dennoch beklagte ich eine zu scharfe Hochtonwiedergabe. Die war mit zusätzlichem Gewicht am Headshell "wie weggeblasen"! Und ein MC N°2 hat eine schon höhere Compliance als ein DL 103!

Ich würd's testen an Deiner Stelle, so gross ist der Aufwand wirklich nicht.
knippi
Stammgast
#20 erstellt: 17. Mrz 2006, 14:36
Tach vinylover!
Wie genau nehme ich die Erhöhung der Auflagekraft denn vor?
Reicht zusätzliches Gewicht (3- 5g) am Headshell, und wie muß ich das Gegengewicht am Tonarm entsprechen einstellen? Meine Tonarmwaage reicht ja nur bis zu einer Auflagekraft von 3g, ebenso die Skala am RB300!
Meintest du mit Sicherung etwas spezielles?

Gruß Roman
Sir_Vival
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 17. Mrz 2006, 14:53
Wie soll man einem aus dem Tal der Ahnungslosen das alles richtig verklickern oder einhämmern?
Das DL103 lässt sich am RB300 sehr gut ausbalancieren, wenn das gemacht ist, die Gewichtseinstellung bis hinter 2g vornehmen, dann liegt das System mit 2,2 g auf, was im vom Hersteller empfohlenen Auflagebereich vom 2,5 +/- 0,3 g liegt. Antiskating dann auf einen Wert zwischen 1 und 2 g stellen. Das sind meine Erfahrungswerte und damit läuft alles optimal. Satte Bässe und differenzierte, niemals aufdringliche Höhen. Die Durchsichtigkeit des Klangbildes beim DL103 ist sehr gut, wenngleich die Stereobasis nicht sehr breit ist, aber das liegt wohl in der Natur der Sache, denn das DL103 wird seit 1961 unverändert so gebaut, wie es ist. Und Stereo kann eigentlich jedes moderne System mittlerweile sehr viel besser.
vinylover
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 17. Mrz 2006, 17:00

knippi schrieb:
Tach vinylover!
Wie genau nehme ich die Erhöhung der Auflagekraft denn vor?
Reicht zusätzliches Gewicht (3- 5g) am Headshell, und wie muß ich das Gegengewicht am Tonarm entsprechen einstellen? Meine Tonarmwaage reicht ja nur bis zu einer Auflagekraft von 3g, ebenso die Skala am RB300!
Meintest du mit Sicherung etwas spezielles?

Gruß Roman


Du sollst mit zusätzlichem Gewicht nur die Gesamte Masse der TA-Arm-Paarung erhöhen! Die Auflagekraft regelst Du selbstverständlich wieder zurück (hast Du wohl was missverstanden). Das Ziel soll die Änderung des Resonanzverhaltens bewirken, Du sollst keine zusätzlichen Riefen in Deine Platten fräsen! (habsch mich wirklich so missverständlich ausgedrückt?).

ähm, Du hast Dein System aber selber montiert, oder?
knippi
Stammgast
#23 erstellt: 18. Mrz 2006, 00:57
Tach auch!

@Sir_Vival
Ja ich bin in der Beziehung ein Ahnungsloser!
Sonst würde ich ja nicht fragen!
Habe deinen Vorschlag mal ausprobiert: Die Musik kommt ein bißchen knackiger aus den Boxen- mehr Baß!

@vinylover
Bringe ich Auflagekraft und effektive Masse/Gewicht durcheinander? Vielleicht habe ich etwas grundlegendes nicht verstanden ( ja ich hab selber montiert )?


Wo gibt es günstig Testplatten?

Gruß Roman
vinylover
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 18. Mrz 2006, 10:16

knippi schrieb:
Tach auch!

@vinylover
Bringe ich Auflagekraft und effektive Masse/Gewicht durcheinander? Vielleicht habe ich etwas grundlegendes nicht verstanden ( ja ich hab selber montiert )?


Wo gibt es günstig Testplatten?

Gruß Roman


Auflagekraft ist die Kraft, die auf die Reibpaarung Nadel/ Rille wirkt, die "bewegte Masse" hat damit erstmal nichts zu tun. Wenn Du letztere änderst, musst Du selbstverständlich die Auflagekraft erneut einstellen.
Mit der Veränderung der Masse am Headshell veränderst Du die Neigung zur Resonanz und/oder die Frequenz, bei der eine solche Resonanz (Mitschwingen) der Materialien (Tonarm/ System etc) vorzugsweise entsteht. Schliesslich beeinflusst diese Resonanz das Klangbild entscheidend.
knippi
Stammgast
#25 erstellt: 18. Mrz 2006, 11:15
Moin vinylover!

In welchem Verhältniss muß ich die Auflagekraft denn ändern? Du hast einmal von einer 5g-Schraube geschrieben: Wie genau verändere ich dann die Auflagekraft auf der Skala und der Waage- Da hapert es bei mir!

Gruß Roman
knippi
Stammgast
#26 erstellt: 18. Mrz 2006, 11:19
Da fällt mir noch etwas ein: Muss der TA mit seiner vorderen Kante genau mit der vorderen Kante des Headshells abschließen? Mein Denon ragt ein wenig über das Headshell hinaus(Überhang, Spurfehler?).

Gruß Roman
vinylover
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 20. Mrz 2006, 08:34

knippi schrieb:
Da fällt mir noch etwas ein: Muss der TA mit seiner vorderen Kante genau mit der vorderen Kante des Headshells abschließen? Mein Denon ragt ein wenig über das Headshell hinaus(Überhang, Spurfehler?).

Gruß Roman

Anhand der Fragen und Antworten stelle ich fest, dass Du wenig/ keine Erfahrung mit solchen Dingen hast.
Lass das mit dem zusätzlichen Gewicht besser weg und justiere Dein System erst einmal ordentlich am Arm.
Ein nützlicher Link wäre z.B.:
http://www.fl-electronic.de/analog/tonabnehmer.html

oder der hier:
http://www.phonophono.de/justierung.php3?Ebene1=2&menu=6&Kennung=
Schablone kriegste hier:
http://www.tanker.se/lidstrom/align.pdf.
Wühlst Dich erstmal durch, wenn alles stimmt (Überhang/ Tonarmhöhe/Antiskating/Auflagekraft) und Du bemerkst immer noch unangenehme Eigenschaften des DL 103 bzgl. der Hochtonwiedergabe, dann sehnwa ma weida.


[Beitrag von vinylover am 20. Mrz 2006, 08:38 bearbeitet]
Sir_Vival
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 20. Mrz 2006, 08:52
Vielleicht solltest du dir deinen Dreher mal unter den Arm klemmen und damit zum Fachhändler schreiten. Hier die Ferndiagnose und -Therapie erfolgreich zu einem Ende zu bringen, halte ich, mit Verlaub, für vergebliche Liebesmüh. Sorry! Viel Glück.
tubefisch
Neuling
#29 erstellt: 24. Mrz 2006, 17:10
Hallo Roman,
das Zischeln in Deinem Problem kann verschiede Ursachen haben. 1. Probehören auf einem anderen Plattenspieler......
2. Das Denon DL 103 klingt ähnlich der EMT Tondose ab 3Gramm.
3. Diese Mc Typen benötigen eigentlich schwere Arme. Aufgrund der sehr niedrigen Nadelnachgiebigkeit neigt jeder Arm zum Aufschwingen. Ich das vor Jahren an meinem SME 3009 durch hinzufügen des Ölbaddämpfer FD200 in den Griff bekommen. Geschichtlich sieht das so aus, dass in den 50ern und 60ern nur schwere Arme gebaut wurden, da viel Schellack und Monoschallplatten gespielt wurden. Mit Eiführung der Mikrorillen nahm die Masse der Arme ab. In den 70ern brachte man zu Höchstleistungen. Es gibt eine Möglichkeit ultraleichte Arme träge zu machen. Armrohr ausbauen und mit kleine Knetteilchen füllen und nicht etwa ausfüllen. Hat auch den Vorteil, dass die Eigenresonanz singt.
4. Das Zischeln kommt manchmal auch von schlampig eingestellten Kompressoren die beim Plattenschnitt eingesetzt werden. Ein ausgereizter Schneiddiamant hat einen ähnlichen Effekt.

Viel Spass noch, Gruß
tubefisch
knippi
Stammgast
#30 erstellt: 24. Mrz 2006, 22:06
Tach tubefisch!
Habe mein Denon jetzt zum x-ten mal justiert. Es scheint aber jetzt alles wunderbar zu funktionieren. Das Zischeln auf dieser einen Scheibe ist allerdings geblieben. Werde mich wohl damit abfinden müssen! Ich werde wohl noch den Vorschlag von vinylover antesten und das Gewicht des Headshells erhöhen. Mal schauen was daraus wird.
Am Tonarm möchte ich eigentlich nicht herumbasteln.

Was genau meinst du mit Punkt 2 (EMT/3g)?

Gruß Roman
tubefisch
Neuling
#31 erstellt: 25. Mrz 2006, 11:02
Hallo Roman,
mit Punkt 2 will ich sagen, dass das Denon Dl 103 ähnlich wie das EMT TSD15/SFL erst ab 3 Gramm Auflagegewicht richtig klingt. Beimm Denon würde ich 3 - 3,5 Gramm vorschlagen. Der Abtastest auf der DHFI-Messplatte ist nicht unbedingt ernst zu nehmen, da die Messfrequenz bei 315Hz liegt. Dein Problem ist in dem Bereich um 5 -6 KHz angesiedelt. Da muss die Nadel eine andere Arbeit verrichten. Probier's einfach mal aus. Das Denon DL 103 klingt einfach viel luftiger und strammer als das EMT TSD15/javascript:emoticon(' ')
javascript:emoticon(' ')SFL
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