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Knacksen bei Einschalten von Plattenspieler

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Finglas
Inventar
#1 erstellt: 20. Feb 2007, 20:00
Hallo Analoggemeinde,

ich habe hier einen Dual 1228. Beim Einschalten knackst es ziemlich laut und vernehmlich, was sich je nach eingestellter Lautstärke in den LS nicht so gut macht. Beim Ausschalten das gleiche Problem. Allerdings ist es mal lauter/heftiger mal weniger.

Erdung habe ich überprüft, die scheint ok, denn wenn ich die Erdung vom Vorverstärker abziehe, brummt es ziemlich laut

Was kann es sonst noch sein? Alter Kondensator im Gleichrichter? Weitere Ideen?

Vielen Dank
Marcus
armindercherusker
Inventar
#2 erstellt: 20. Feb 2007, 20:18
Hallo Marcus !

Da ich nicht genau weiß, wie der 1228 gebaut ist, könnten´s 2 Dinge sein :

- wenn er einen Netzschalter hat, ist dort ggf. das Entstörglied defekt

- wenn es der Zeitpunkt ist, wo der Tonarm abhebt, könnte der Kurzschließer die Ursache sein

Gruß . . . und vielleicht noch Jemand, der´s genau weiß
Finglas
Inventar
#3 erstellt: 20. Feb 2007, 20:29
Hallo Cheruskerfürst

einen Einschalter hat er nicht. Er knackst in dem Moment, wo der Tonarm über den Plattenteller bewegt wird und er sich dann einschaltet. Dann könnte es also evtl. am Kurzschließer liegen - klingt plausibel

Noch weitere Ideen, bevor ich mich ans Zerlegen mache?

Cheers
Marcus
cohibamann
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 20. Feb 2007, 20:52
Hallo Marcus,

drehe einmal den Netzstecker vom Plattenspieler.....ist dann der Fehler noch vorhanden???

Gruß Uwe
pet2
Inventar
#5 erstellt: 20. Feb 2007, 22:07
Hallo,

der Funkentstörkondensaor dürfte hinüber sein.
Ist ein Standartproblem bei Dual Plattenspielern.
Das Problem sollte im Dual Tutorial behandelt worden sein ;).

Gruß

pet
gdy_vintagefan
Inventar
#6 erstellt: 20. Feb 2007, 22:12
Ich bin zwar ziemlicher Laie in Sachen Elektronik, aber das mit dem Entstörkondensator vermute ich auch.

Dasselbe Problem hatte ich mit einem 1225 (gleiche Modellreihe), der in eine Grundig Kompaktanlage eingebaut war.

Allerdings ging einige Wochen später beim 1225 ein mechanisches Plastikteil kaputt, und Ersatz war schwierig zu beschaffen, so dass ich ihn dann gleich durch ein höherwertiges Dual-Einbaulaufwerk ersetzte. Beim "neuen" Dual knackst nichts mehr. Den 1225 schlachtete ich wegen evtl. wiederverwendbarer Teile aus - und siehe da, der Kondensator im "Netzanschluss-Kästchen" hatte schon ziemlich viele Risse.


[Beitrag von gdy_vintagefan am 20. Feb 2007, 22:13 bearbeitet]
Finglas
Inventar
#7 erstellt: 20. Feb 2007, 23:07
Hallo,


drehe einmal den Netzstecker vom Plattenspieler.....ist dann der Fehler noch vorhanden???


Drehen der Netzsteckers war ihm egal, es knackst so oder so.


der Funkentstörkondensaor dürfte hinüber sein.
Ist ein Standartproblem bei Dual Plattenspielern.

Stimmt, das ist die plausibelste Erklärung. Dann werde ich mal den Lötkolben anwerfen, sowie ich einen Ersatzkondensator habe.


Das Problem sollte im Dual Tutorial behandelt worden sein

Ups, an das Tutorial hatte ich gar nicht mehr gedacht ...

Danke an alle für die Tipps!

Cheers
Marcus
Finglas
Inventar
#8 erstellt: 21. Feb 2007, 08:09
Hallo,

dass es der Entstoerkondensator ist wird durch einen weiteren pathologischen Befund belegt, der auch im Servicemanual so beschrieben ist: Der Plattenspieler schaltet den Motor nach Tonarmrueckfuehrung nicht ab.

Weiss jemand zufaellig die Daten fuer den Entstoerkondensator? Dann kann ich ihn heute auf dem Heimweg holen. Leider kam ich gestern Abend nicht mehr zum Zerlegen des 1228, um selbst nachzusehen.

EDIT: Diese Frage hat sich erledigt, ich habe die Werte im Servicemanual gefunden! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
Allerdings schließt sich eine andere Frage an: Das Servicemanual gibt für dieses Bauteil die Werte 10nF/1000V oder 68nF/250V an. Bei Conrad finde ich nur letzteren. Ich nehme mal an, dass der ok ist. Right?

Cheers
Marcus

PS: Im Dual-Tutorial habe ich doch nichts dazu gefunden


[Beitrag von Finglas am 21. Feb 2007, 10:04 bearbeitet]
dieterh
Stammgast
#9 erstellt: 21. Feb 2007, 11:31
Moin,

nimm 10nF. Der Kondensator liegt über den Kontakten des einpoligen Schalters, daher fließt im ausgeschalteten Zustand immer ein kleiner Strom über den Kondensator. Deshalb besser kleiner. Ich meine mich zu erinnern, dass das auch Original so ist.
Der Kondensator muß unbedingt für den Betrieb an Netzwechselspannung zugelassen sein.

siehe z.B. hier:

Entstör--C

Grüße,
dieter
Finglas
Inventar
#10 erstellt: 21. Feb 2007, 13:27
Hallo Dieter,

danke fuer den Hinweis.

Mal sehen, was Conrad so vorraetig hat. Reichelt ist zwar prima und auch meist deutlich guenstiger, aber da muss ich halt bestellen - und Versandkosten zahlen. Conrad liegt direkt auf dem Heimweg, das ist dann bei wenigen kleinen Einzelteilen einfacher und guenstiger. Vielleicht haben sie ja mehr auf Lager als im Internet gelistet.

Cheers
Marcus
Finglas
Inventar
#11 erstellt: 21. Feb 2007, 20:37
Hallo zusammen,

kleines Update:

Der Austausch durch einen Kondensator 10nf/300V(AC) hat das Problem gelöst. Kein lautes Knacksen mehr beim Ausschalten, nur ein leises Knacksen beim Einschalten. Und die Abschaltung nach Tonarmrückführung geht auch wieder
Ist das leise Knacksen beim Einschalten normal, oder ließe sich das noch durch einen anderen Kondensator (z.B. 68nF) abstellen?

Bei der Gelegenheit habe ich dann auch gleich noch den Steuer-Pimpel gerichtet, der zerbröselte auch langsam

Cheers
Marcus
Uwe_Mettmann
Inventar
#12 erstellt: 21. Feb 2007, 20:58

Finglas schrieb:
Kein lautes Knacksen mehr beim Ausschalten, nur ein leises Knacksen beim Einschalten.

Hallo Marcus,

tritt das leise Knacksen auf beiden Kanälen auf?

Wenn Du den Netzstecker des Plattenspielers aus der Steckdose ziehst und dann den Tonarm über den Plattenteller bewegst, ist dann auch ein leises Knacksen zu hören?


Viele Grüße

Uwe
armindercherusker
Inventar
#13 erstellt: 21. Feb 2007, 21:27

Finglas schrieb:
..Der Austausch durch einen Kondensator 10nf/300V(AC) hat das Problem gelöst. Kein lautes Knacksen mehr beim Ausschalten, nur ein leises Knacksen beim Einschalten. ...

Na siehste wohl - das Forum hat sich mal wieder gelohnt


Finglas schrieb:
...Ist das leise Knacksen beim Einschalten normal, oder ließe sich das noch durch einen anderen Kondensator (z.B. 68nF) abstellen?...

Das leise Knacksen ist so ziemlich normal.
Aber wenn Du es schaffst, wegzubekommen - bitte unbedingt hier berichten.

Dank und Gruß
Finglas
Inventar
#14 erstellt: 21. Feb 2007, 22:40
Hallo,

@Uwe
Wenn ich den Netzstecker abziehe und dann den Arm bewege, knackst nichts mehr. Übrigens habe ich gerade festgestellt, dass es auch in den Lautsprechern knackst, wenn ich auf Phono geschaltet habe und den Lichtschalter betätige (Energiesparlampe).

Zudem habe ich subjektiv den Eindruck, dass es doch wieder etwas lauter knackst. Zur Sicherheit werde ich morgen dann nochmals die Lötkontakte des Entstörkondensators überprüfen. Oder doch mal einen größeren reinlöten - den 68nF, der ebenfalls im Servicehandbuch gelistet ist.

@armindercherusker
Wenn ich das Knacksen komplett wegbekomme, melde ich mich natürlich. Wobei ich mich glaube erinnern zu können, dass auch in Kindertagen unser alter Dual geknackst hat.

Cheers
Marcus
Finglas
Inventar
#15 erstellt: 21. Feb 2007, 23:54
Da mir die Sache nun doch keine Ruhe liess, zumal es zum Schluss fast wieder wie eingangs geknackst hat, habe ich den 1228 nochmal aufgemacht. Lötstellen waren ok, aber ich habe trotzdem mal den grösseren Kondensator (68nF, 300V AC) reingesetzt. Nun ist bis auf ein leises Einschaltknacksen wieder alles normal. Das war es dann hoffentlich erstmal

Die Störung mit dem Lichtschalter (besonders beim Ausschalten) bleibt allerdings, wobei das ggf. auch noch ein Problem an anderer Stelle sein kann. Bisher habe ich nicht darauf geachtet, ob das generell passiert. Nach einem kurzen Versuch mit meinem alten Thorens stellte ich fest, dass dem ebenso ist. Möglicherweise liegt es an der Elektrik im Haus (Altbau ca. 1900). Übrigens knackst auch der Thorens leicht beim Einschalten. Ich werde also wohl damit leben müssen ...

Gute Nacht
Marcus


[Beitrag von Finglas am 21. Feb 2007, 23:56 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#16 erstellt: 22. Feb 2007, 22:08
Hallo Marcus,

nun, die restlichen Störungen durch das Ein- und Ausschalten des Plattenspielers und die Störungen durch das Einschalten der Lampe haben wahrscheinlich die selbe Ursache. Dies zu finden, wird nicht einfach sein und gleicht einem Rumstochern im Heuhaufen. Ich schlage Dir folgende Tests durch, um das Ganze etwas einzukreisen:
  1. Einkopplung tatsächlich über Plattenspieler, Tonabnehmer und Anschlusskabel?
    Ziehe das NF-Kabel vom Plattenspieler aus dem Verstärker und stecke stattdessen ein gut geschirmtes NF-Kabel in den Verstärker. Auf den beiden Steckern des offenen Kabelendes werden Buchsen drauf gesteckt, in denen 4,7 kOhm Widerstände zwischen Innenleiter und Schirmanschluss gelötet sind.

    Sind jetzt keine Störungen mehr beim Schalten der Lampe zu hören, so verbinde den Schirm der Buchse am Kabelende mit dem Schirm des Plattenspieler-NF-Kabels. Die 4,7 KOhm Widerstände bleiben natürlich angeschlossen.

    Sind jetzt Störungen zu hören, so koppeln die Störungen irgendwie in den Verstärker oder sonst wo ein, aber nicht in den Plattenspieler. Sind hingegen immer noch keine Störungen zu hören, geht es weiter mit Punkt 2.

  2. Abschaltung Tonabnehmer
    Treten die Störungen durch das Schalten der Lampe nur auf, wenn der Tonabnehmer auf der Ablage liegt oder auch, wenn eine Platte abgespielt wird?

    Es kann nämlich sein, dass das NF-Signal abgeschalter wird, sobald der Tonabnehmer auf die Ablage gelegt wird. In diesem Fall ist die Leitung ja offen, so dass Störungen leicht einkoppeln könnten.

    Also, wenn die Störungen nur auftreten, wenn der Tonabnehmer auf der Halterung liegt, so berühre mal die Nadel ganz vorsichtig mit dem Fingernagel. Hörst Du dies nicht in den Lautsprechern, so wird das Signal durch einen Schalter unterbrochen.

    In diesem Fall kann es eine Möglichkeit sein, den Schalter zu überbrücken. Das Knacksen wird dann weg sein. Nachteil dieser Lösung ist, dass man dann hört, wenn der Tonarm auf der Halterung abgelegt wird.

  3. Störungseinkopplung in den Tonabnehmer oder in das Anschlusskabel
    Klar ist sicherlich, dass das Anschlusskabel gut geschirmt sein sollte. Hilfreich ist auch, wenn der Schirm in den Steckern möglichst kurz angelötet ist. Schaue auch mal, ob am Tonabnehmer ungeschirmte Drähte rumhängen. Gleiches gilt bei dem Schalter, wenn überhaupt einer vorhanden ist. Wenn der Tonabnehmer geschirmt ist, schaue Dir die Schirmung an, ob die noch in Ordnung ist. Wichtig ist auch dass die Kontaktierung vom Kabelschirm zum Tonabnehmer optimal ist. Ein Wackelkontakt oder Übergangwiderstände ermögliche das Einkoppeln von Störungen.

So, dass soll gewesen sein. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Suchen.


Viele Grüße

Uwe
pet2
Inventar
#17 erstellt: 22. Feb 2007, 22:28
Hallo,

kurze Ergänzung:

Der Kurzschließer bei Dual Plattenspielern tritt nur in Aktion, während die Automatik arbeitet.
Wenn der Tonarm auf der Stütze liegt ist er wieder offen .

Gruß

pet
Finglas
Inventar
#18 erstellt: 22. Feb 2007, 22:28
Hallo Uwe,

das ist ja doch ein umfangreicherer Maßnahmenkatalog, da werde ich erst nächste Woche zu kommen, den schrittweise abzuarbeiten bzw. so ein wenig im Heuhaufen herumzustochern Aber vielleicht stoße ich ja auf die Nadel dort

Vielen Dank schon mal für die zahlreichen Anregungen!

Cheers
Marcus
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